Eines jungen Mannes Reise in die Nacht
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Description
Es ist Frühsommer und Prüfungszeit in Kymlinge. Sportlehrer und ehemaliges Multitalent Allan Fremling beschließt eines Abends, seinem strengen Ernährungsplan zum Trotz, eine Pizza nach Hause zu bestellen. Noch bevor sie abgekühlt ist, liegt er tot in seinem eigenen Hausflur. Zwei Schüsse in die Brust, einer in den Kopf. Inspektor Borgsen, der wegen seines melancholischen Gemüts oft Sorgsen genannt wird, soll sich der Sache annehmen. Als sich jedoch praktisch direkt unter Borgsens Balkon ein zweiter Mord ereignet, ist es Zeit für Gunnar Barbarotti und dessen Frau Eva Backman, zu übernehmen. Die Morde geben Rätsel auf. Fast sieht es so aus, als stelle jemand sich die Frage: Ist es immer falsch zu töten?
Book Information
Author Description
Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten Schriftsteller Schwedens. Für seine Kriminalromane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen übersetzt und mehrmals erfolgreich verfilmt worden. Håkan Nesser lebt auf Gotland.
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Zwei rätselhafte Morde
In Kymlinge wird der Sportlehrer Allan Fremling ermordet aufgefunden; zwei Schüsse in die Brust, einer in den Kopf. Als kurz darauf ein weiterer Mord geschieht, übernehmen Gunnar Barbarotti und Eva Backman den Fall. In gewohnter Nesser-Manier entspinnt sich eine ruhige, tiefgründige Geschichte über Schuld, Moral und die Frage nach Gerechtigkeit in einer unruhigen Welt.
Zwei Morde erschüttern einen ruhigen Stadtteil von Kymlinge. Während die Ermittler um Gunnar Barbarotti im Dunkeln tappen, rückt der intelligente, eigenbrötlerische 15-jährige Erik Burman in den Fokus, der eigene Vorstellungen von Gerechtigkeit verfolgt. Manche Bücher sind laut und voller Handlung – dieses hier gehört definitiv nicht dazu. Und genau das mag ich so an Håkan Nesser. Die Erzählperspektive wechselt zwischen dem Mörder und den Ermittlern und gibt tiefe Einblicke in deren Psyche. Nesser schreibt ruhig, fast melancholisch. Es ist weniger eine Geschichte voller Ereignisse als vielmehr eine Reise nach innen – über Entscheidungen, Schuld und darüber, wie sehr die Vergangenheit uns prägt. Ich mochte besonders, dass vieles zwischen den Zeilen passiert. Das Buch nimmt sich Zeit. Ein leiser, nachdenklicher Roman, der noch eine Weile im Kopf bleibt.
Allan Fremling ist Sportlehrer an der Kvarnbo-Schule in Kymlinge und hält sich als ehemaliger Mehrkämpfer an einen strengen Ernährungsplan. Die Pizzabestellung, die er spätnachts tätigt, ist gegen seine Gewohnheiten. Noch bevor Allen Fremling die bestellte Pizza essen kann, ist er tot. Kommissar Lars Borgsen, der als Erster am Tatort ist, übernimmt die Leitung in dem Fall, der sich als Mord herausstellt. Eine zweite Tat ruft aber dann Kommissar Gunnar Barbarotti und seine Partnerin Eva Backmann auf den Plan. Wo ist die Verbindung der Morde? Dieses Buch ist ja schon der neunte Band der Barbarotti Reihe von Hakan Nesser. Ich bin der lebende Beweis, dass man nicht alle Bände kennen muss, um folgen zu können. Vorwissen ist meiner Meinung nach nicht nötig. Wieder, wie auch schon bei Band acht, steht auf dem Cover "Roman". Erneut finde ich, dieses Buch sollte als Krimi deklariert werden. Denn wir bekommen es nicht nur mit Mord und Totschlag zu tun, sondern ein Ermittlungsteam macht das, was in Krimis getan wird: es ermittelt. Hakan Nesser präsentiert seinen Lesern detailliert den Täter. Tatsächlich wird auf etlichen Seiten eine Art Charakterstudie betrieben, die psychologisch greift und ausgereift ist. Kapitel 8 bis 11 sind ausschliesslich dem Täter gewidmet. Ist ein Krimi, in dem den Lesern der Täter von Beginn weg bekannt ist, weniger spannend? Ich finde nicht, denn so kann man die Ermittlungen noch besser nachvollziehen und es macht einfach Spass den Ermittlern zuzulesen. Oft entwickelt sich durch das Wissen, das man Barbarotti und Co voraus hat, einen ganz besonderen Reiz. Vor allem, wenn die Polizei dem Täter sehr nahe kommt ...ohne es zu ahnen. Mich hat der Autor einmal mehr abholen können. Er versteht es hervorragend die Spannung zu halten. Auch wenn die Handlung sich oft etliche Seiten lang nur einer Figur widmet und die Ermittlungen dadurch hinten anstehen müssen. Hakan Nesser entführt zum Beispiel seine Leser in eine ausführliche Einführung des Kriminalbeamten Lars Borgsen, der jedoch in der folgenden Handlung eher zur Nebenfigur wird. Die Protagonisten bekommen sehr viele Buchseiten, das ergibt oft Geschichten in der Geschichte. Stets schafft Nesser einen Bezug zur Haupthandlung, manchmal mit einer verblüffenden Verbindung. Die Geschichte wird chronologisch geführt, zeitlich von Mitte Mai bis Ende August, was wohltuend ist neben den etlichen Nebengeschichten. Nesser lässt ab und zu seine persönliche Meinung zu den Herrschern unserer (realen) Welt einfliessen. Da bekommt so mancher Politiker sein Fett weg. Sehr ironisch und mit Recht sehr kritisch geht Nesser auf diese mächtigen Männer der heutigen Welt ein.
Gibt es Umstände, die Selbstjustiz rechtfertigen, z. B. um die Welt zu einem besseren Ort zu machen? Ein 15-Jähriger, der gerade „sieben schlechte Jahre“ durchlebt, findet eine Pistole…. Ein langsames Buch im typischen Nesser/Barbarotti-Tempo, verschiedene Perspektiven. Lesenswert, wenn man langsame Krimis mag.
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Es ist Frühsommer und Prüfungszeit in Kymlinge. Sportlehrer und ehemaliges Multitalent Allan Fremling beschließt eines Abends, seinem strengen Ernährungsplan zum Trotz, eine Pizza nach Hause zu bestellen. Noch bevor sie abgekühlt ist, liegt er tot in seinem eigenen Hausflur. Zwei Schüsse in die Brust, einer in den Kopf. Inspektor Borgsen, der wegen seines melancholischen Gemüts oft Sorgsen genannt wird, soll sich der Sache annehmen. Als sich jedoch praktisch direkt unter Borgsens Balkon ein zweiter Mord ereignet, ist es Zeit für Gunnar Barbarotti und dessen Frau Eva Backman, zu übernehmen. Die Morde geben Rätsel auf. Fast sieht es so aus, als stelle jemand sich die Frage: Ist es immer falsch zu töten?
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Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten Schriftsteller Schwedens. Für seine Kriminalromane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen übersetzt und mehrmals erfolgreich verfilmt worden. Håkan Nesser lebt auf Gotland.
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Zwei rätselhafte Morde
In Kymlinge wird der Sportlehrer Allan Fremling ermordet aufgefunden; zwei Schüsse in die Brust, einer in den Kopf. Als kurz darauf ein weiterer Mord geschieht, übernehmen Gunnar Barbarotti und Eva Backman den Fall. In gewohnter Nesser-Manier entspinnt sich eine ruhige, tiefgründige Geschichte über Schuld, Moral und die Frage nach Gerechtigkeit in einer unruhigen Welt.
Zwei Morde erschüttern einen ruhigen Stadtteil von Kymlinge. Während die Ermittler um Gunnar Barbarotti im Dunkeln tappen, rückt der intelligente, eigenbrötlerische 15-jährige Erik Burman in den Fokus, der eigene Vorstellungen von Gerechtigkeit verfolgt. Manche Bücher sind laut und voller Handlung – dieses hier gehört definitiv nicht dazu. Und genau das mag ich so an Håkan Nesser. Die Erzählperspektive wechselt zwischen dem Mörder und den Ermittlern und gibt tiefe Einblicke in deren Psyche. Nesser schreibt ruhig, fast melancholisch. Es ist weniger eine Geschichte voller Ereignisse als vielmehr eine Reise nach innen – über Entscheidungen, Schuld und darüber, wie sehr die Vergangenheit uns prägt. Ich mochte besonders, dass vieles zwischen den Zeilen passiert. Das Buch nimmt sich Zeit. Ein leiser, nachdenklicher Roman, der noch eine Weile im Kopf bleibt.
Allan Fremling ist Sportlehrer an der Kvarnbo-Schule in Kymlinge und hält sich als ehemaliger Mehrkämpfer an einen strengen Ernährungsplan. Die Pizzabestellung, die er spätnachts tätigt, ist gegen seine Gewohnheiten. Noch bevor Allen Fremling die bestellte Pizza essen kann, ist er tot. Kommissar Lars Borgsen, der als Erster am Tatort ist, übernimmt die Leitung in dem Fall, der sich als Mord herausstellt. Eine zweite Tat ruft aber dann Kommissar Gunnar Barbarotti und seine Partnerin Eva Backmann auf den Plan. Wo ist die Verbindung der Morde? Dieses Buch ist ja schon der neunte Band der Barbarotti Reihe von Hakan Nesser. Ich bin der lebende Beweis, dass man nicht alle Bände kennen muss, um folgen zu können. Vorwissen ist meiner Meinung nach nicht nötig. Wieder, wie auch schon bei Band acht, steht auf dem Cover "Roman". Erneut finde ich, dieses Buch sollte als Krimi deklariert werden. Denn wir bekommen es nicht nur mit Mord und Totschlag zu tun, sondern ein Ermittlungsteam macht das, was in Krimis getan wird: es ermittelt. Hakan Nesser präsentiert seinen Lesern detailliert den Täter. Tatsächlich wird auf etlichen Seiten eine Art Charakterstudie betrieben, die psychologisch greift und ausgereift ist. Kapitel 8 bis 11 sind ausschliesslich dem Täter gewidmet. Ist ein Krimi, in dem den Lesern der Täter von Beginn weg bekannt ist, weniger spannend? Ich finde nicht, denn so kann man die Ermittlungen noch besser nachvollziehen und es macht einfach Spass den Ermittlern zuzulesen. Oft entwickelt sich durch das Wissen, das man Barbarotti und Co voraus hat, einen ganz besonderen Reiz. Vor allem, wenn die Polizei dem Täter sehr nahe kommt ...ohne es zu ahnen. Mich hat der Autor einmal mehr abholen können. Er versteht es hervorragend die Spannung zu halten. Auch wenn die Handlung sich oft etliche Seiten lang nur einer Figur widmet und die Ermittlungen dadurch hinten anstehen müssen. Hakan Nesser entführt zum Beispiel seine Leser in eine ausführliche Einführung des Kriminalbeamten Lars Borgsen, der jedoch in der folgenden Handlung eher zur Nebenfigur wird. Die Protagonisten bekommen sehr viele Buchseiten, das ergibt oft Geschichten in der Geschichte. Stets schafft Nesser einen Bezug zur Haupthandlung, manchmal mit einer verblüffenden Verbindung. Die Geschichte wird chronologisch geführt, zeitlich von Mitte Mai bis Ende August, was wohltuend ist neben den etlichen Nebengeschichten. Nesser lässt ab und zu seine persönliche Meinung zu den Herrschern unserer (realen) Welt einfliessen. Da bekommt so mancher Politiker sein Fett weg. Sehr ironisch und mit Recht sehr kritisch geht Nesser auf diese mächtigen Männer der heutigen Welt ein.









