Ediths Tagebuch
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Description
Book Information
Author Description
Patricia Highsmith, geboren 1921 in Fort Worth/Texas, wuchs in Texas und New York auf und studierte Literatur und Zoologie. Erste Kurzgeschichten schrieb sie an der Highschool, den ersten Lebensunterhalt verdiente sie als Comictexterin, und den ersten Welterfolg erlangte sie 1950 mit ihrem Romanerstling ›Zwei Fremde im Zug‹, dessen Verfilmung von Alfred Hitchcock sie über Nacht weltberühmt machte. Patricia Highsmith starb 1995 in Locarno.
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Überraschend, aber mit sehr zögerlicher Handlung
Ich war überrascht davon, wie gefesselt ich von der Handlung war - jedoch muss ich sagen, dass es sich in der Mitte sehr gezogen hat und ich nicht absehen konnte, wohin die Handlung führen würde. Das brachte mich schlussendlich aber zu einem richtigen Aha-Moment am Ende des Buches!
Ein unglaublich intensiver und, gerade im letzten Drittel, verstörender Roman über eine ganz normale Frau aus der amerikanischen Mittelschicht, die langsam verrückt wird. Und diese spoilerfreie Kurzbeschreibung ist natürlich viel, viel zu kurz gegriffen, um der - trotz einfacher Sprache - Komplexität des raffiniert konstruierten Romans gerecht zu werden. Aber da es bei diesem Roman (meiner ersten und mit Sicherheit nicht letzten Highsmith Lektüre) elementar ist, im Vorfeld möglichst wenig zu wissen, gehe ich auf den Inhalt an dieser Stelle nicht weiter ein. Was ist Ediths Tagebuch? Psychothriller? Horror? Gesellschaftsatire? Krimi? Tatsächlich irgendwie eine Mischung aus allem, ohne jedoch auf irgendeine Weise beliebig zu wirken. Es beginnt mit einer äußerst durchschnittlichen, anfangs nicht wirklich interessanten Protagonistin und eher literarischen Alltagsbeschreibungen. Was auf den folgenden 500 Seiten daraus gemacht wird, ist nicht weniger als furios! Ab etwa der Mitte des Romans, meinte ich zu ahnen, in welche Richtung sich der Plot entwickelt. Weit gefehlt. Highsmith liefert hier ein raffiniertes und unverschämt unterhaltsames sowie erschreckend aktuelles, literarisches Verwirrspiel allererster Güte. Je weiter der Roman fortschreitet, desto unwohler habe ich mich gefühlt. Eine seltsame Beklemmung hat mich ergriffen, als mir beim Lesen klar wurde, was in diesem Haus, in dem kammerspielartig der Großteil des Romans spielt, eigentlich passiert. Ich gebe zu, dass ich froh bin, diesen Roman "geschafft" zu haben. Aber Patricia Highsmith gelingt hier ein Geniestreich, der ganz harmlos und unscheinbar daher kommt, mich am Ende aber im besten Sinne mit voller Wucht erwischt, verblüfft und erschüttert zurückgelassen hat. Ein großer Roman über Einsamkeit und was sie mit Menschen macht. Klug, raffiniert, verstörend - und unterhaltsam dazu. Uneingeschränkte Leseempfehlung meinerseits! Ediths Tagebuch ist großes literarisches Kino!
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Patricia Highsmith, geboren 1921 in Fort Worth/Texas, wuchs in Texas und New York auf und studierte Literatur und Zoologie. Erste Kurzgeschichten schrieb sie an der Highschool, den ersten Lebensunterhalt verdiente sie als Comictexterin, und den ersten Welterfolg erlangte sie 1950 mit ihrem Romanerstling ›Zwei Fremde im Zug‹, dessen Verfilmung von Alfred Hitchcock sie über Nacht weltberühmt machte. Patricia Highsmith starb 1995 in Locarno.
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Überraschend, aber mit sehr zögerlicher Handlung
Ich war überrascht davon, wie gefesselt ich von der Handlung war - jedoch muss ich sagen, dass es sich in der Mitte sehr gezogen hat und ich nicht absehen konnte, wohin die Handlung führen würde. Das brachte mich schlussendlich aber zu einem richtigen Aha-Moment am Ende des Buches!
Ein unglaublich intensiver und, gerade im letzten Drittel, verstörender Roman über eine ganz normale Frau aus der amerikanischen Mittelschicht, die langsam verrückt wird. Und diese spoilerfreie Kurzbeschreibung ist natürlich viel, viel zu kurz gegriffen, um der - trotz einfacher Sprache - Komplexität des raffiniert konstruierten Romans gerecht zu werden. Aber da es bei diesem Roman (meiner ersten und mit Sicherheit nicht letzten Highsmith Lektüre) elementar ist, im Vorfeld möglichst wenig zu wissen, gehe ich auf den Inhalt an dieser Stelle nicht weiter ein. Was ist Ediths Tagebuch? Psychothriller? Horror? Gesellschaftsatire? Krimi? Tatsächlich irgendwie eine Mischung aus allem, ohne jedoch auf irgendeine Weise beliebig zu wirken. Es beginnt mit einer äußerst durchschnittlichen, anfangs nicht wirklich interessanten Protagonistin und eher literarischen Alltagsbeschreibungen. Was auf den folgenden 500 Seiten daraus gemacht wird, ist nicht weniger als furios! Ab etwa der Mitte des Romans, meinte ich zu ahnen, in welche Richtung sich der Plot entwickelt. Weit gefehlt. Highsmith liefert hier ein raffiniertes und unverschämt unterhaltsames sowie erschreckend aktuelles, literarisches Verwirrspiel allererster Güte. Je weiter der Roman fortschreitet, desto unwohler habe ich mich gefühlt. Eine seltsame Beklemmung hat mich ergriffen, als mir beim Lesen klar wurde, was in diesem Haus, in dem kammerspielartig der Großteil des Romans spielt, eigentlich passiert. Ich gebe zu, dass ich froh bin, diesen Roman "geschafft" zu haben. Aber Patricia Highsmith gelingt hier ein Geniestreich, der ganz harmlos und unscheinbar daher kommt, mich am Ende aber im besten Sinne mit voller Wucht erwischt, verblüfft und erschüttert zurückgelassen hat. Ein großer Roman über Einsamkeit und was sie mit Menschen macht. Klug, raffiniert, verstörend - und unterhaltsam dazu. Uneingeschränkte Leseempfehlung meinerseits! Ediths Tagebuch ist großes literarisches Kino!





