Die Zeitmaschine
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Book Information
Author Description
Herbert George Wells, geboren 1866 in Bromley bei London, widmete sich nach einem naturwissenschaftlichen Studium immer mehr dem Schreiben. Er bezeichnete sich selbst als Autor »wissenschaftlich fundierter Abenteuergeschichten« und führte Phänomene wie Unsichtbarkeit, Zeitreisen und die Invasion der Erde durch Ungeheuer aus dem All in die Literatur ein. Damit gelangte der Gesellschaftssatiriker und Utopist nicht nur zu Weltruhm, sondern gestaltete die Entwicklung der Science fiction entscheidend mit. H. G. Wells starb 1946 in London.
Posts
Ein Grundstein für das Genre der Science-Fiction 😊
Die Geschichte eines namenlosen Zeitreisenden, der in eine ferne Zukunft katapultiert wird oder besser geradelt wird😅, konfrontiert mit einer faszinierenden wie düsteren Vision der Menschheit. Die friedlichen Eloi und die furchteinflößenden Morlocks stehen symbolisch für gesellschaftliche Entwicklungen und soziale Ungleichheiten. Auch wenn der sprachliche Stil aus heutiger Sicht stellenweise etwas antiquiert wirkt und die Handlung in Teilen eher ruhig voranschreitet, überzeugt der Roman durch seine wegweisende Idee, philosophische Tiefe und kritische Reflexion über Fortschritt und Zivilisation. Ein Klassiker der Science-Fiction.
Eine spannende Geschichte darüber, was nach ums kommen könnte.
Unser Erzähler ist zum Dinner eingeladen und erfährt: Sein Gastgeber hat eine Zeitmaschine erfunden. In der nächsten Woche ist er wieder da, gerade als der Gastgeber aus der Zukunft zurückkehrt. Dort, im Jahr über 800.000 traf er die Eloi an, Nachfahren der Menschen , die hübsch aber auch ein bisschen dumm zu sein scheinen. Er fragt sich woher diese kindlichen Wesen Kleidung haben, wenn sie doch nichts herzustellen scheinen und warum er weder Alte noch Kranke sieht, bis er auf die im Untergrund lebenden Morlock trifft. Eine spannende Mischung aus Science Fiction und Sozialkritik, die zu Recht ein Klassiker ist.
Wie der Titel es vermuten lässt, geht es hier um einen Mann, der durch die weit entfernte Zukunft reist. Dabei trifft er auch auf die Zukunft der Menschen, die sich in Eloi und Morlocks aufgeteilt haben. Vor allem der gesellschaftliche Aspekt spielt hier eine große Rolle. Wie geht es mit der Gesellschaft so wie wir sie kennen (und wie sie in Teilen schon vor 100 Jahren war) weitergeht. Das Buch war gut, allerdings fand ich es nicht sehr interessant.

Zeitlos durch die Zeit
Die Zeitmaschine von H. G. Wells – gelesen von Götz Otto Ich muss gestehen: Bisher kannte ich nur die alte Verfilmung mit Rod Taylor. Genau deshalb wollte ich endlich die echte Geschichte erleben – und habe zum Hörbuch gegriffen. Die Unterschiede zur Verfilmung sind deutlich. Wie so oft nimmt sich Hollywood Freiheiten, und wer einen direkten Vergleich erwartet, wird hier eher enttäuscht. Die Buchvorlage ist düsterer, philosophischer und lässt einen am Ende mit einem großen Fragezeichen zurück, während der Film ein klassisches Happy End liefert. Die Lesung von Götz Otto hat mich jedoch absolut überzeugt. Seine Stimme trägt die Geschichte mühelos, und die musikalischen Einlagen sowie dezenten Soundeffekte passen hervorragend zur Atmosphäre. Dadurch wirkt das Hörbuch stellenweise fast wie ein kleines Hörspiel. Inhaltlich bleibt Die Zeitmaschine ein zeitloses Werk, das nicht nur eine spannende Sci‑Fi‑Reise erzählt, sondern auch gesellschaftskritische Themen anspricht, die bis heute relevant sind. Für mich bekommt die Erzählung – sowohl literarisch als auch als Sci‑Fi‑Klassiker – 5 Sterne. Wer jedoch eine 1:1‑Umsetzung des Films erwartet, sollte sich auf eine andere, tiefere und weniger optimistische Version der Geschichte einstellen.
Spannende Thematik, wobei das Potenzial verspielt wurde und somit überwiegend zäh war.
Ich hatte spannende Vorstellungen von der Welt in 100 Jahren aus der Sicht eines Mannes aus dem Jahre 1895 erwartet, doch ging es hauptsächlich um das Jahr 802.701. Mir war das persönlich zu weit entfernt von der Neugier an der Entwicklung der menschlichen Zivilisation. Eine Reise durch verschiedene Erdzeitabschnitte geschah abgespeckt auch nur am Ende, was sehr unbefriedigend war. Ohne H.G. Wells wohlbekannte Gesellschaftskritik wäre das ein totaler Reinfall gewesen.
H. G. Wells’ „Die Zeitmaschine“ ist ein zeitloser Klassiker der Science-Fiction, der weit über eine einfache Zukunftsreise hinausgeht. Der Roman verbindet wissenschaftliche Vision, gesellschaftliche Analyse und philosophische Tiefe zu einem Werk, das bis heute nichts von seiner Relevanz verloren hat. Im Mittelpunkt steht ein namenloser Zeitreisender, der in die Zukunft reist und dort mit einer schockierenden Zukunft der Menschheit konfrontiert wird. Die Welt hat sich in zwei Spezies aufgespalten: die oberirdisch lebenden, kindlich-naiven Eloi und die unterirdischen, technisch versierten Morlocks. Was zunächst wie eine Utopie wirkt, entpuppt sich rasch als düsteres Spiegelbild sozialer Ungleichheit und Klassenkonflikte. Wells entwirft eine radikal pessimistische Vision über die Folgen gesellschaftlicher Spaltung: Fortschritt führt nicht zu einer besseren Welt, sondern zum Zerfall menschlicher Kultur und Moral. Besonders beeindruckend ist die erzählerische Mischung aus wissenschaftlicher Neugier, philosophischer Nachdenklichkeit und dystopischer Spannung. Durch die Rahmenhandlung wird zusätzlich eine glaubwürdige Distanz geschaffen, die das Unglaubliche real erscheinen lässt. Die Figuren selbst sind eher archetypisch gestaltet, doch das dient dem Zweck des Romans: Die Welt, die Ideen und die Warnung stehen über den individuellen Charakteren. Wells zeigt, dass Zukunftstechnologie zwar Türen öffnet, aber keine Antworten auf moralische Probleme liefert. Verblüffend ist, wie modern die zentrale Idee des Buches wirkt. Obwohl „Die Zeitmaschine“ 1895 erschien, liest sich seine Botschaft heute aktueller denn je. Themen wie soziale Spaltung, Entfremdung, technologische Abhängigkeit und gesellschaftlicher Verfall sind in unserer Gegenwart erschreckend wiederzuerkennen. Dass ein über 120 Jahre altes Werk so präzise Ängste und Entwicklungen unserer Zeit vorausdenken konnte, ist nichts weniger als erstaunlich.
Mal wieder ein erstaunlich spannender Klassiker. Man kann das Buch durchaus schon als Sci-Fi bezeichnen. Ich fand es total interessant, von Zeiten in der Zukunft zu lesen und zu verfolgen, wie Protagonist alles wahrnimmt und seine eigenen Ideen immer wieder korrigieren muss. Ich habe als Hörbuch gehört und insgesamt wurde mir zu keinem Zeitpunkt langweilig.
Auch über 100 Jahre später noch wunderbar lesbar und thematisch relevant.
H.G Wells „Die Zeitmaschine“ ist genauso kurzweilig und unterhaltsam, wie auch fordernd im Sinne des eigenen Hinterfragens des geschilderten. Ich fand es grade spannend, dass Wells nie die Emotionen oder Charaktere in den Fokus stellt, wie es viele Romane der heutigen Zeit tun, sondern immer die Idee an sich das Element ist, welchem er seine Aufmerksamkeit widmet.
Wie die Zeit vergeht!
Vollkommene Pracht oder ewiges Leid? Wie sieht die Zukunft der Menschheit aus? H. G. Wells gibt in diesem Buch die Antwort. Auf einer packenden Reise in die Zukunft erfährt der Leser, was die Menschen mit ihrem Treiben erreichen werden. Die Erkenntnisse, welche der Zeitreisende mit uns teilt, sind ebenso unerwartet wie spektakulär. Wer also Gewissheit darüber erlangen möchte, ob seine eigenen Anstrengungen zu einer glorreichen Zukunft führen, kommt nicht umhin, dieses Werk zu lesen.
Mit „Die Zeitmaschine“ hat H.G. Wells definitiv etwas ganz Neues erschaffen. Zeitreisen sind mittlerweile ein ziemlich beliebtes Motiv, das unter anderem auch in der „Outlander“-Reihe von Diana Gabaldon oder der „Edelstein“-Trilogie von Kerstin Gier aufgegriffen wird, aber auch immer wieder in Filmen verwendet wird. Wer würde nicht gerne mal in die Vergangenheit oder Zukunft reisen? H.G. Wells hat dabei den Grundstein für jede weitere Zeitreise in der Literatur und im Film gelegt. Bevor man sich in dieses Lesevergnügen stürzt, sollte man auch wissen, dass H.G. Wells mit diesem Roman auch einen der ersten Science-Fiction-Romane geschrieben hat. Eine komplexe Handlung sollte man aber nicht erwarten. Simpel gesagt geht es um einen Zeitreisenden, der einer ausgewählten Menschengruppe seine Zeitmaschine erklärt und später in die Zeit reist, um dort in seinen Überzeugungen erschüttert zu werden. Es kristallisiert sich recht schnell heraus, dass der Autor hier keinen spannenden Unterhaltungsroman verfassen wollte, sondern eine messerscharfe Gesellschaftskritik. So baut der Roman keinerlei Spannung auf und verschenkt jegliches Potenzial dafür immer wieder. Dabei könnte die Geschichte durchaus spannend sein. Aber der Fokus der Geschichte liegt auf der Zukunftsvision, die der Autor hier skizziert. Die zwei Gesellschafsschichten Arm und Reich werden hier stark kritisiert und mögliche Folgen im Roman aufgezeigt. Das hat er aber eigentlich ziemlich gut gemacht und die Geschichte weiß gerade durch diese tiefgründige Ausarbeitung trotzdem zu unterhalten. Man muss sich nur auf alles zwischen der Handlung konzentrieren. Das Ende ist offen und lädt den Leser zum eigenen Fantasieren ein. Die Charaktere in dieser Geschichte sind eigentlich alle eher Stereotype. Neben dem Zeitreisenden, der keinen Namen hat, haben auch seine Besucher, denen er seine Zeitmaschine erklärt, eher beschreibende Namen, so gibt es zum Beispiel den Psychologen. Das sorgt zwar dafür, dass überhaupt keine Nähe zu den Charakteren aufgebaut werden kann, ist aber überhaupt nicht problematisch, weil es nicht Wells‘ Intention ist. Außerdem gibt es in der Zukunft noch zwei interessante Gesellschaftsgruppen, die Eloi und die Morlocks. Diese beiden sollen die zukünftigen Menschenrassen darstellen, die sich durch die Aufsplittung in Arm und Reich ergeben haben. Dies ist ein sehr interessanter Aspekt der Geschichte, allerdings hat Wells sich in mancher Hinsicht keinen Gefallen getan. So wirken die beiden Rassen zwar durch Schwächen und Stärken glaubwürdig, aber weniger nachvollziehbar ist, dass diese beiden Menschenrassen so konzentriert an einem Ort wohnen. Und inwiefern dies auch den Rest der Welt betrifft, wird auch nicht klar. Wells hat hier also ein spannendes Gesellschaftskonstrukt geschaffen, da aber nur in Grundzügen ausgearbeitet wurde. Wells hat einen interessanten Schreibstil und trotz des Zeitabstandes zur Veröffentlichung ist die Geschichte gut verständlich. Im Grunde ist die Geschichte sehr neutral geschrieben, obwohl es einen Ich-Erzähler gibt, der aber nicht näher charakterisiert wird. Stattdessen wird aber ohnehin hauptsächlich aus Sicht des Zeitreisenden erzählt, der den anderen seine Zeitreise darlegt. Für die Spannung ist das nicht unbedingt gut, da damit einiges vorweggenommen wird. Der Roman ist trotzdem ein Muss, würde ich sagen. Er ist nicht so lang, dass man sich durchquälen muss und obwohl es keinen wirklichen Handlungsbogen gibt, ist er trotzdem interessant zu lesen und schafft eine faszinierende Zukunftsvision. Hätte ich das Buch gelesen, als es erschien, wäre ich wahrscheinlich absolut begeistert. Übrigens ein kleiner Fun Fact: Wirklich spannend – und schockierend – war eher H.G. Wells Biographie, die am Ende zu lesen ist und sich über Seiten erstreckt. Ihr würdet nicht glauben, was für ein Weiberheld der Gute war. Fazit: „Die Zeitmaschine“ würde es heutzutage vermutlich schwer haben, veröffentlicht zu werden, war damals aber absolut innovativ und stellt die Anfänge der Science-Fiction dar. Der Zeitreisende und die anderen Charaktere bleiben zwar bloße Schemen und die Handlung ist zu vernachlässigen, aber dafür ist die Zukunftsvision wirklich originell und gleichzeitig durchschaubar kritisch an der damaligen Gesellschaft ausgerichtet. Science-Fiction-Fans sollten auf jeden Fall mal einen Blick ins Buch werfen. Inhalt: 4/5 Charaktere: 2/5 Lesespaß: 4/5 Schreibstil: 4/5
Leider muss ich sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Es war flüssig zu lesen und der Erzählstil war angenehm leicht, aber die Geschichte kam mir dennoch zu langatmig vor. Die einzelnen Aspekte und der Verlauf der Geschehnisse waren sehr interessant. Auch fand ich es interessant, dass der Protagonist zwar Schlussfolgerungen aus allem zog, der Leser aber im Endeffekt nicht wusste, ob diese schlussendlich auch der Tatsache entsprechen. Ich kann es nicht genau benennen, aber es war einfach nicht meins. Obwohl mich das Buch an sich nicht überzeugen konnte, dient es aufgrund seiner Länge und dem leichten Stil als guter Einsteiger für das Genre.
Seiner Zeit voraus
Meiner Meinung nach sollte jeder Fan von Sci-Fi dieses Buch einmal gelesen haben. Einerseits natürlich, weil es eines der ersten Science-Fiction Bücher überhaupt war, aber dann ist es auch noch gut?? Ich war besonders überrascht von den erwachsenen Themen wie Sozialismus und den Verlust von Intellekt durch überhebliche Trägheit, die, wie ich finde, auch heute noch relevant sind. Auch wird die Evolutionstheorie Darwins tatsächlich ernst genommen und nicht der Mensch als vollkommenes Wesen in die Mitte von allem gesetzt, wie ich das von so einer Geschichte, vor allem aus der Zeit, erwartet hätte. Der Schreibstil hat mir auch richtig gut gefallen. H. G. Wells schreibt lebendig und so eloquent, dass ich Lust habe das Buch laut vorzulesen, um meinen britischen Akzent zu üben. Zuletzt ein nicht wirklich wichtiges Plotdetail, aber ich glaube das war der größte Zeitsprung, den ich bisher gelesen habe. (Ok, außer vielleicht der in Das Restaurant am Ende des Universums, aber da gibt es keine konkrete Zahl soweit ich weiß) Die Jahreszahl wird im Buch "Eight Hundred and Two Thousand Seven Hundred and One" geschrieben und ich hatte zuerst aus irgendeinem Grund die Zahl 2871 im Kopf, aber nein, da steht 802.701. DAS mal ne Zahl.
Was soll man hier schon noch groß sagen? H.G. Wells Science-Fiction-Meisterwerk sollte jeder Mensch einmal gelesen haben. Obwohl dieses Buch mittlerweile vor fast 130 Jahren erschienen ist, bleibt das Werk erstaunlich aktuell - denn weiterentwickelt haben wir uns als Gattung in den letzten 130 Jahren quasi gar nicht und wir werden uns vielleicht zurückentwickeln, wie Wells es voraussagt. Absolute Empfehlung für diesen Klassiker.
Grundstein der Science-Fiction – aber die Sprache ist inzwischen so veraltet, dass man fast selbst eine Zeitmaschine bräuchte, um sie richtig zu genießen. ⏳📖
Es sind zugegeben ein paar Tage vergangen, seitdem ich Die Zeitmaschine beendet habe – das Science-Fiction-Grundstein-Epos von H. G. Wells. Dennoch: Wie die traumatischen Erfahrungen des namenlosen Protagonisten (ich fange langsam an, es die „Wells-Krankheit“ zu nennen), hatte auch ich – genau wie schon beim vorherigen Werk von Wells – "großen Spaß" daran, den Inhalt teils zu entziffern, so wie der namenlose Zeitreisende teilweise ratlos versucht, sich mit den kleinen Eloi und seiner Weena zu verständigen. Die Grundbotschaft rund um den Klassenkampf wird dennoch sehr deutlich vermittelt. Das abschließende Nachwort habe ich allerdings teilweise übersprungen. Eine Version des Romans von Thilo Krapp wäre inhaltlich zwar kürzer, würde mich aber eher zu einem erneuten Lesen motivieren – besonders durch die grafische Darstellung und die Bildgewalt, die man zuletzt in seiner Interpretation von Wells’ Werk Der Krieg der Welten sehen konnte. Was das Buch angeht, werde ich wohl dasselbe Schicksal teilen wie der namenlose Zeitreisende am Ende des Romans: Die Grundidee ist an sich mehr als interessant, aber die Umsetzung war für mich mittelmäßig. Eine neue Interpretation würde ich daher sehr begrüßen. Empfehlung: Meh...⌛️

Kurzweilig und regt ein eigenes Gedankenexperiment an
H.G. Wells' Klassiker Die Zeitmaschine ist ein faszinierendes Werk, das trotz seines Alters nichts von seiner Faszination eingebüßt hat. Mit seinen knapp 90 Seiten ist das Buch äußerst kurzweilig und dennoch inhaltlich reichhaltig. Die Beschreibungen sind vollkommen ausreichend, um in die Geschichte einzutauchen, ohne dabei ausschweifend zu wirken. Natürlich merkt man der Erzählung ihr Alter an, doch gerade das macht sie umso interessanter. Betrachtet man die Geschichte im historischen Kontext, so wird deutlich, wie visionär Wells war. Der Gedanke an eine Zeitreise ist spannend, und das Buch bietet einen faszinierenden Blickwinkel darauf, wie unsere Welt sein oder nicht sein könnte. Es ist beinahe wie ein Gedankenexperiment, das den Leser dazu anregt, die Idee für sich selbst weiterzuspinnen. Besonders gefallen hat mir die Erzählstruktur: Wells hat die Geschichte auf eine Art und Weise konstruiert, die den Leser mitreißt und stets neugierig hält. Auch die Figuren sind anschaulich und tragen zur Lebendigkeit der Erzählung bei. Insgesamt ist Die Zeitmaschine ein beeindruckendes Werk, das zum Nachdenken anregt und trotz seiner Kürze eine nachhaltige Wirkung hinterlässt. Wer sich für Science-Fiction oder philosophische Gedankenexperimente interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
802,701 Jahre in die Zukunft…sind wir noch Menschen?
Das hier war mein 1. Klassiker in meiner 1 Klassiker Pro Monat Challenge und ich war extrem excited dieses Buch zu lesen, da es ja als Grundlage für alles weitere in Time Travel, Sci-Fi, etc. Werken gesehen wird. Fand ich’s interesting? Es gab ein paar Stellen in denen ich die Darstellung der Menschen in der Zukunft sehr verstörend empfand (insbesondere wenn man davon ausgeht, dass das Buch 1895 geschrieben wurde), da der Mensch an sich ja nicht mehr wirklich existiert, da er durch Faulheit und Sicherheit an Intelligenz verloren hat. Insbesondere zu Zeiten wie diesen, in denen Menschen besonders mental sich oftmals nicht mehr gerne anstrengen (z.B. KI) war das Buch metaphorisch echt cool. Aber ich mochte den main character absolut gar nicht. Ich empfand ihn als mega elitär und irgendwie auch kinda stumpf. Die Art und Weise wie er auf die Lebensweise der Wesen in der Zukunft herabgeblickt hat mochte ich gar nicht. Auch der Schreibstil war nicht meins…Ich fand nicht dass der Stil besonders deskriptiv noch poetisch gut war. Ich hätte gerne etwas mehr von den Wesen mitbekommen und mehr Gefühle empfunden aber vielleicht hat H.G Wells auch genau das hervorrufen wollen. Fest steht aber: empfehlen würde ich’s nur wenn man auf metaphorische teaser steht und mal einen Klassiker zu Time Travel lesen will. Ansonsten würde ich es tbh nicht nochmal lesen
Ein Klassiker und eines der Gründungswerke für die Entstehung des Sci-Fis. Das waren meine Intentionen dieses Buch zu lesen. Tatsächlich wurde ich auch nicht enttäuscht, was bei Klassikern öfters mal vorkommen kann. Das Werk ließt sich immer noch sehr gut und der Schreibstil kann wirklich als zeitlos deklariert werden. Die Geschichte ist zwar nicht so spannend wie ein Krimi, dennoch war sie sehr interessant. Gerade die Sichtweise auf die menschliche Entwicklung und Evolution fand ich sehr faszinierten. Generell eignet sich das Buch sehr gut für eine kleine Pause von anderen Genre.
Literaturhistorisch grandios, heute nur noch nett zu lesen
Mit seinen 130 Lenzen auf dem Buckel gilt „Die Zeitmaschine“ als einer der ersten Science-Fiction-Romane überhaupt und soll sogar das Wort „Zeitmaschine“ erfunden haben - das kann man in der Rückschau also historisch kaum hoch genug einordnen. Lässt man das jedoch unberücksichtigt, bleibt für mich ein schlicht kurzweilig und süffig zu lesendes Buch übrig, bei dem mich so wirklich beeindruckt eigentlich nur noch die letzte Zeitreise hat, in welcher der Zeitreisende ans wahrscheinliche Ende des Lebens auf der Erde reist.
Ein Klassiker und eines der Gründungswerke für die Entstehung des Sci-Fis. Das waren meine Intentionen dieses Buch zu lesen. Tatsächlich wurde ich auch nicht enttäuscht, was bei Klassikern öfters mal vorkommen kann. Das Werk ließt sich immer noch sehr gut und der Schreibstil kann wirklich als zeitlos deklariert werden. Die Geschichte ist zwar nicht so spannend wie ein Krimi, dennoch war sie sehr interessant. Gerade die Sichtweise auf die menschliche Entwicklung und Evolution fand ich sehr faszinierten. Generell eignet sich das Buch sehr gut für eine kleine Pause von anderen Genre.
Kurz aber Oho
Die Zeitmaschine ist eine wahrlich kurze Geschichte. Auf knappen 130 Seiten folgen wir dem nicht näher beschriebenen und namenlosen Zeitreisenden in die weit entfernte Zukunft des Jahres 802.701. Die Erzählung erfolgt in Dialogform, wobei das gros der Geschichte ein reiner Monolog mit ausufernden Beschreibung der bis zur Unkenntlichkeit veränderten Erde (und deren Bevölkerung) ist. Bemerkenswert ist das Alter des Romans von weit über 100 Jahren. Das Alter wirkt sich dabei nicht auf die Lesbarkeit, wohl aber auf das Erzähltempo aus. Bemerkenswert ist das der Autor, seines Zeichens ebenfalls Wissenschaftler, mit seinem Erstling den tatsächlich allerersten Science-fiction (Roman) schrieb, der die Möglichkeit von Zeitreisen etablierte. Seine Berufung scheint insbesondere bei den physikalischen Ausführungen zur Funktionsweise dieser Zeitmaschine deutlich durch. Eine schöne und schön kurze Geschichte.
Absolut fantastisch
Durch meine Lesegewohnheiten habe ich bisher natürlich schon einige Male von HG Wells gehört. Nun kam ich das erste mal dazu eines seiner Werke zu lesen. Gerne geb ich ganz offen zu, das dieses Buch vollkommen zurecht zu den weltweiten, zeitlosen Klassikern der Science-Fiction Literatur zählt. Die Erzählweise, der Aufbau, die immer wieder kehrenden, Lehren aus der Verhaltensweise des Menschen. Dazu ein offenes Ende, welches für jeden viel Interpretationsspielraum übrig lässt. Ich kann das Buch hier absolut jedem empfehlen. Auch denen, die keine Werke in dieser Richtung lesen, denn zu sehr taucht es nicht in sein Genre ein. Es ist viel mehr für jeden aufgeschlossenen, interessierten Menschen eine Pflichtlektüre. Wer hätte schon gedacht, dass in diesem Buch die Morlocks erfunden wurden :) „Stärke entsteht durch Entbehrung, Sicherheit fördert Schwäche“
Normalerweise kann ich mit Klassikern nicht so viel anfangen, weil mir die Schreibweise meistens zu altmodisch und sperrig ist, aber in "Die Zeitmaschine" habe ich überraschend gut hineingefunden. (Was wahrscheinlich auch an der geringen Seitenzahl des Buches liegt, die es gar nicht ermöglicht hätte, eine allzu komplexe Geschichte aufzubauen). Im Buch schildert der Autor H. G. Wells eine Art dystopische Zukunft, die auf Grundlagen des Lebens im 20. Jahrhundert entstanden ist und sich deshalb auf "Basics", ganz ohne technischen Schnickschnack, beschränkt. Fokus seiner Zukunftsvision ist vor allem eine Trennung in zwei Wesensarten: Den Eloi und Morlocks. Elois entstammen ursprünglich der Aristokratenklasse und leben über der Erde; ihr zukünftiges Ich ist dumm, sieht dafür aber schön aus. Dem gegenüber steht die Arbeiterklasse, die sich zu den Morlocks entwickeln hat und unterirdisch im Dunkeln lebt. Die Morlocks sind hässliche, grausame Wesen, die allerdings durch ihre Arbeit, die sie nach wie vor ausführen, zumindest einen Teil ihres Intellekts behalten konnten. Der Erzähler des Buches - der Zeitreisende - reist Millionen von Jahre in die Zukunft und sieht sich diese neue Welt an. Und wir als Leser können ihn dabei begleiten. Mir hat das Buch bis auf den sehr schnell abgehandelten und eher lieblosen Schlussteil ganz gut gefallen. Ich fand es faszinierend zu sehen, welche Zukunftsvisionen sich aus der damaligen Zeit ergeben haben - etwas, das heute vermutlich ganz anders aussieht. Die damalige Sicht auf die Zukunft von Wells wurde im Nachwort als pessimistisch beschrieben, aber ich denke, der Umstand, dass er davon ausgegangen ist, dass es die Erde und die Menschheit überhaupt noch so lange geben wird, ist aus heutiger Sicht wohl doch eher als optimistisch zu werten ;)
Sicherlich muss man diese (doch recht kurze) Geschichte im Kontext sehen. Schließlich wurde sie schon 1895 geschrieben und war damals das erste Buch, welches sich mit dem Thema Zeitreisen beschäftigte. Damit auch die erste Dystopie. Sicherlich auch sehr gesellschaftskritisch. Heute - über 120 Jahre später - holt mich die Geschichte allerdings nicht vor'm Ofen hervor. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig (halt "alt") und die Erlebnisse des Zeitreisenden ganz nett, aber kein Reißer. Es war ok, dass es eine so kurze Geschichte ist und doch wieder war sie mir zu kurz. Da ist man heutzutage einfach "mehr" gewohnt... Immerhin noch 3 Sterne, aufgrund der Bedeutung für die Literatur und Gesellschaft zu der damaligen Zeit.
H.G. Well's hat sich für seine Zukunftsvision nicht wie viele andere Science-Fiction Romane oder Dystopien eine nahe Zukunft in max. ein paar hundert Jahren ausgesucht, sondern eine Zeit die mehrere hunderttausend Jahre in der Zukunft der liegt. Ebenfalls konträr zu vielen anderen Romanen gibt es keine genialen Erfindungen, keine weiter entwickelte Zivilisation. Ich würde in einer so weit entfernten Zukunft eher erwarten dass die Menschheit eine interplanetare oder sogar interstellare Spezies geworden ist, stattdessen hat ein extremer Rückschritt eingesetzt. Wissenschaft, Technik oder Städte gibt es nicht mehr. Die Menschheit hat sich in zwei Spezies aufgespalten, die beide nicht sehr schmeichelhaft sind. Die einen etwas minderbemittelte, naive, schwächliche Gestalten, die anderen tierähnliche Monster. H.G. Well's hat sich an denen im 19. Jdh. vorherrschenden Problemen der Klassenunterschiede orientiert und diese mehrere hunderttausend Jahre weiter gesponnen. Mir hat die Zeitmaschine ganz gut gefallen, wenn ich auch nicht in all seinen Vorstellungen und Ansichten mit Wells übereinstimme. Irgendwie hatte ich auch etwas mehr erwartet. So oft wie diese Geschichte zitiert und gehypt wird, war ich dann am Ende doch etwas enttäuscht. Die ganze Zeit dachte dass da noch was kommen muss, was letztendlich nicht der Fall war.
Ein namenloser Zeitreisender findet sich im Jahr 802.701 in einer Welt wieder, in der sich die Natur die Erde größtenteils zurück erobert hat. An der Erdoberfläche leben zwergenähnliche Wesen, deren Leben von der Erfüllung der Grundbedürfnisse geprägt ist. Neben Spiel, Essen, Schlaf und Fortpflanzung scheinen die Eloi, wie der Zeitreisende sie nennt, keine Ängste, Sorgen oder Verpflichtungen zu kennen. Im Kontrast dazu entdeckt er lemurenartige Wesen, die unter der Erde in riesigen Tunnelsystemen leben, da sie sich nur im Dunkeln wohlfühlen. Nachts kommen die Morlocks gelegentlich an die Oberfläche und lehren nicht nur die Eloi, sondern auch den Zeitreisenden das Fürchten. Dieser muss sich jedoch schon bald näher mit den Morlocks auseinandersetzen, da er sie verdächtigt, seine Zeitmaschine kurz nach seiner Landung entwendet zu haben. Im Laufe der kurzweiligen und auch äußerst kurzen Geschichte entdeckt der Zeitreisende, dass die Welt und vor allem das Machtverhältnis der beschriebenen Bewohner nicht so ist wie es zunächst scheint. Die gewählte Sprache des Zeitreisenden für dieses Abenteuer ist nüchtern und von einer gewissen Arroganz geprägt, die den Forschungscharakter aber nur unterstützt und mir sehr viel Spaß bereitet hat. Insgesamt eine sehr unterhaltsame Geschichte mit interessante Gedanken zum Einfluss von (Un-)Gleichheiten in Gesellschaften, der Unterdrückung eines Menschen/Wesen durch einen anderen und die Auswirkungen dieser Umstände auf die stetige Fortentwicklung der Menschheit.
How will the Earth look like 800,000 years in the future? That's a question everyone can only attempt to find an answer to, while H.G. Wells was one of the first writers who tackled the topic of time-travelling and painted a rather convincing picture of the future. Published in 1895, the book introduces a scientist who uses a Time Machine to be transferred into the age of a slowly dying earth. Humans have been separated by time, genetics, wars and change of their habitats into two different races, the Eloi and the subterranean Morlocks. At only about 100 pages, Wells manages to delve into a lot of different topics, among which can be found the ambiguity of human natures, the mutual effects of humans on our planet and our planet on humans, as well as a profound look into what defines humanity itself. As a dystopian story, this tale has probably been rather ground-breaking back when it was published, and some might even consider it to be the father of all time-travel romance stories. Unlike more recent publications, however, Wells doesn't lose the point of his story in describing romantic affairs and dramatic love stories, but rather delivers a fast-paced narration coated with a prose not unlike most other writing styles from the Victorian era. Since the author builds up his story from some scientific background (the inclusion of which I highly appreciated because Wells didn't leave things unexplained), it is not easy to get into it, but once the narrative gains speed, you will digest this book in the course of a few hours. For me, the engaging writing and the adventurous atmosphere contributed a huge part to my enjoyment of the novella. His descriptions of the dying earth were fascinating and very memorable, as was the ending which surprised and depressed me simultaneously. Much has already been said about Wells' book and its contents, so I will conclude my review by saying that readers who are not afraid to read important dystopian classics should give this one a try.
i read this for a class but it didn't feel like i had to force myself to keep reading. in addition to being an interesting insight in the literature of the 1890s / the development of the scifi genre, it was also fast-paced and enjoyable. a simple and short story with a not completely convincing ending.
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Herbert George Wells, geboren 1866 in Bromley bei London, widmete sich nach einem naturwissenschaftlichen Studium immer mehr dem Schreiben. Er bezeichnete sich selbst als Autor »wissenschaftlich fundierter Abenteuergeschichten« und führte Phänomene wie Unsichtbarkeit, Zeitreisen und die Invasion der Erde durch Ungeheuer aus dem All in die Literatur ein. Damit gelangte der Gesellschaftssatiriker und Utopist nicht nur zu Weltruhm, sondern gestaltete die Entwicklung der Science fiction entscheidend mit. H. G. Wells starb 1946 in London.
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Ein Grundstein für das Genre der Science-Fiction 😊
Die Geschichte eines namenlosen Zeitreisenden, der in eine ferne Zukunft katapultiert wird oder besser geradelt wird😅, konfrontiert mit einer faszinierenden wie düsteren Vision der Menschheit. Die friedlichen Eloi und die furchteinflößenden Morlocks stehen symbolisch für gesellschaftliche Entwicklungen und soziale Ungleichheiten. Auch wenn der sprachliche Stil aus heutiger Sicht stellenweise etwas antiquiert wirkt und die Handlung in Teilen eher ruhig voranschreitet, überzeugt der Roman durch seine wegweisende Idee, philosophische Tiefe und kritische Reflexion über Fortschritt und Zivilisation. Ein Klassiker der Science-Fiction.
Eine spannende Geschichte darüber, was nach ums kommen könnte.
Unser Erzähler ist zum Dinner eingeladen und erfährt: Sein Gastgeber hat eine Zeitmaschine erfunden. In der nächsten Woche ist er wieder da, gerade als der Gastgeber aus der Zukunft zurückkehrt. Dort, im Jahr über 800.000 traf er die Eloi an, Nachfahren der Menschen , die hübsch aber auch ein bisschen dumm zu sein scheinen. Er fragt sich woher diese kindlichen Wesen Kleidung haben, wenn sie doch nichts herzustellen scheinen und warum er weder Alte noch Kranke sieht, bis er auf die im Untergrund lebenden Morlock trifft. Eine spannende Mischung aus Science Fiction und Sozialkritik, die zu Recht ein Klassiker ist.
Wie der Titel es vermuten lässt, geht es hier um einen Mann, der durch die weit entfernte Zukunft reist. Dabei trifft er auch auf die Zukunft der Menschen, die sich in Eloi und Morlocks aufgeteilt haben. Vor allem der gesellschaftliche Aspekt spielt hier eine große Rolle. Wie geht es mit der Gesellschaft so wie wir sie kennen (und wie sie in Teilen schon vor 100 Jahren war) weitergeht. Das Buch war gut, allerdings fand ich es nicht sehr interessant.

Zeitlos durch die Zeit
Die Zeitmaschine von H. G. Wells – gelesen von Götz Otto Ich muss gestehen: Bisher kannte ich nur die alte Verfilmung mit Rod Taylor. Genau deshalb wollte ich endlich die echte Geschichte erleben – und habe zum Hörbuch gegriffen. Die Unterschiede zur Verfilmung sind deutlich. Wie so oft nimmt sich Hollywood Freiheiten, und wer einen direkten Vergleich erwartet, wird hier eher enttäuscht. Die Buchvorlage ist düsterer, philosophischer und lässt einen am Ende mit einem großen Fragezeichen zurück, während der Film ein klassisches Happy End liefert. Die Lesung von Götz Otto hat mich jedoch absolut überzeugt. Seine Stimme trägt die Geschichte mühelos, und die musikalischen Einlagen sowie dezenten Soundeffekte passen hervorragend zur Atmosphäre. Dadurch wirkt das Hörbuch stellenweise fast wie ein kleines Hörspiel. Inhaltlich bleibt Die Zeitmaschine ein zeitloses Werk, das nicht nur eine spannende Sci‑Fi‑Reise erzählt, sondern auch gesellschaftskritische Themen anspricht, die bis heute relevant sind. Für mich bekommt die Erzählung – sowohl literarisch als auch als Sci‑Fi‑Klassiker – 5 Sterne. Wer jedoch eine 1:1‑Umsetzung des Films erwartet, sollte sich auf eine andere, tiefere und weniger optimistische Version der Geschichte einstellen.
Spannende Thematik, wobei das Potenzial verspielt wurde und somit überwiegend zäh war.
Ich hatte spannende Vorstellungen von der Welt in 100 Jahren aus der Sicht eines Mannes aus dem Jahre 1895 erwartet, doch ging es hauptsächlich um das Jahr 802.701. Mir war das persönlich zu weit entfernt von der Neugier an der Entwicklung der menschlichen Zivilisation. Eine Reise durch verschiedene Erdzeitabschnitte geschah abgespeckt auch nur am Ende, was sehr unbefriedigend war. Ohne H.G. Wells wohlbekannte Gesellschaftskritik wäre das ein totaler Reinfall gewesen.
H. G. Wells’ „Die Zeitmaschine“ ist ein zeitloser Klassiker der Science-Fiction, der weit über eine einfache Zukunftsreise hinausgeht. Der Roman verbindet wissenschaftliche Vision, gesellschaftliche Analyse und philosophische Tiefe zu einem Werk, das bis heute nichts von seiner Relevanz verloren hat. Im Mittelpunkt steht ein namenloser Zeitreisender, der in die Zukunft reist und dort mit einer schockierenden Zukunft der Menschheit konfrontiert wird. Die Welt hat sich in zwei Spezies aufgespalten: die oberirdisch lebenden, kindlich-naiven Eloi und die unterirdischen, technisch versierten Morlocks. Was zunächst wie eine Utopie wirkt, entpuppt sich rasch als düsteres Spiegelbild sozialer Ungleichheit und Klassenkonflikte. Wells entwirft eine radikal pessimistische Vision über die Folgen gesellschaftlicher Spaltung: Fortschritt führt nicht zu einer besseren Welt, sondern zum Zerfall menschlicher Kultur und Moral. Besonders beeindruckend ist die erzählerische Mischung aus wissenschaftlicher Neugier, philosophischer Nachdenklichkeit und dystopischer Spannung. Durch die Rahmenhandlung wird zusätzlich eine glaubwürdige Distanz geschaffen, die das Unglaubliche real erscheinen lässt. Die Figuren selbst sind eher archetypisch gestaltet, doch das dient dem Zweck des Romans: Die Welt, die Ideen und die Warnung stehen über den individuellen Charakteren. Wells zeigt, dass Zukunftstechnologie zwar Türen öffnet, aber keine Antworten auf moralische Probleme liefert. Verblüffend ist, wie modern die zentrale Idee des Buches wirkt. Obwohl „Die Zeitmaschine“ 1895 erschien, liest sich seine Botschaft heute aktueller denn je. Themen wie soziale Spaltung, Entfremdung, technologische Abhängigkeit und gesellschaftlicher Verfall sind in unserer Gegenwart erschreckend wiederzuerkennen. Dass ein über 120 Jahre altes Werk so präzise Ängste und Entwicklungen unserer Zeit vorausdenken konnte, ist nichts weniger als erstaunlich.
Mal wieder ein erstaunlich spannender Klassiker. Man kann das Buch durchaus schon als Sci-Fi bezeichnen. Ich fand es total interessant, von Zeiten in der Zukunft zu lesen und zu verfolgen, wie Protagonist alles wahrnimmt und seine eigenen Ideen immer wieder korrigieren muss. Ich habe als Hörbuch gehört und insgesamt wurde mir zu keinem Zeitpunkt langweilig.
Auch über 100 Jahre später noch wunderbar lesbar und thematisch relevant.
H.G Wells „Die Zeitmaschine“ ist genauso kurzweilig und unterhaltsam, wie auch fordernd im Sinne des eigenen Hinterfragens des geschilderten. Ich fand es grade spannend, dass Wells nie die Emotionen oder Charaktere in den Fokus stellt, wie es viele Romane der heutigen Zeit tun, sondern immer die Idee an sich das Element ist, welchem er seine Aufmerksamkeit widmet.
Wie die Zeit vergeht!
Vollkommene Pracht oder ewiges Leid? Wie sieht die Zukunft der Menschheit aus? H. G. Wells gibt in diesem Buch die Antwort. Auf einer packenden Reise in die Zukunft erfährt der Leser, was die Menschen mit ihrem Treiben erreichen werden. Die Erkenntnisse, welche der Zeitreisende mit uns teilt, sind ebenso unerwartet wie spektakulär. Wer also Gewissheit darüber erlangen möchte, ob seine eigenen Anstrengungen zu einer glorreichen Zukunft führen, kommt nicht umhin, dieses Werk zu lesen.
Mit „Die Zeitmaschine“ hat H.G. Wells definitiv etwas ganz Neues erschaffen. Zeitreisen sind mittlerweile ein ziemlich beliebtes Motiv, das unter anderem auch in der „Outlander“-Reihe von Diana Gabaldon oder der „Edelstein“-Trilogie von Kerstin Gier aufgegriffen wird, aber auch immer wieder in Filmen verwendet wird. Wer würde nicht gerne mal in die Vergangenheit oder Zukunft reisen? H.G. Wells hat dabei den Grundstein für jede weitere Zeitreise in der Literatur und im Film gelegt. Bevor man sich in dieses Lesevergnügen stürzt, sollte man auch wissen, dass H.G. Wells mit diesem Roman auch einen der ersten Science-Fiction-Romane geschrieben hat. Eine komplexe Handlung sollte man aber nicht erwarten. Simpel gesagt geht es um einen Zeitreisenden, der einer ausgewählten Menschengruppe seine Zeitmaschine erklärt und später in die Zeit reist, um dort in seinen Überzeugungen erschüttert zu werden. Es kristallisiert sich recht schnell heraus, dass der Autor hier keinen spannenden Unterhaltungsroman verfassen wollte, sondern eine messerscharfe Gesellschaftskritik. So baut der Roman keinerlei Spannung auf und verschenkt jegliches Potenzial dafür immer wieder. Dabei könnte die Geschichte durchaus spannend sein. Aber der Fokus der Geschichte liegt auf der Zukunftsvision, die der Autor hier skizziert. Die zwei Gesellschafsschichten Arm und Reich werden hier stark kritisiert und mögliche Folgen im Roman aufgezeigt. Das hat er aber eigentlich ziemlich gut gemacht und die Geschichte weiß gerade durch diese tiefgründige Ausarbeitung trotzdem zu unterhalten. Man muss sich nur auf alles zwischen der Handlung konzentrieren. Das Ende ist offen und lädt den Leser zum eigenen Fantasieren ein. Die Charaktere in dieser Geschichte sind eigentlich alle eher Stereotype. Neben dem Zeitreisenden, der keinen Namen hat, haben auch seine Besucher, denen er seine Zeitmaschine erklärt, eher beschreibende Namen, so gibt es zum Beispiel den Psychologen. Das sorgt zwar dafür, dass überhaupt keine Nähe zu den Charakteren aufgebaut werden kann, ist aber überhaupt nicht problematisch, weil es nicht Wells‘ Intention ist. Außerdem gibt es in der Zukunft noch zwei interessante Gesellschaftsgruppen, die Eloi und die Morlocks. Diese beiden sollen die zukünftigen Menschenrassen darstellen, die sich durch die Aufsplittung in Arm und Reich ergeben haben. Dies ist ein sehr interessanter Aspekt der Geschichte, allerdings hat Wells sich in mancher Hinsicht keinen Gefallen getan. So wirken die beiden Rassen zwar durch Schwächen und Stärken glaubwürdig, aber weniger nachvollziehbar ist, dass diese beiden Menschenrassen so konzentriert an einem Ort wohnen. Und inwiefern dies auch den Rest der Welt betrifft, wird auch nicht klar. Wells hat hier also ein spannendes Gesellschaftskonstrukt geschaffen, da aber nur in Grundzügen ausgearbeitet wurde. Wells hat einen interessanten Schreibstil und trotz des Zeitabstandes zur Veröffentlichung ist die Geschichte gut verständlich. Im Grunde ist die Geschichte sehr neutral geschrieben, obwohl es einen Ich-Erzähler gibt, der aber nicht näher charakterisiert wird. Stattdessen wird aber ohnehin hauptsächlich aus Sicht des Zeitreisenden erzählt, der den anderen seine Zeitreise darlegt. Für die Spannung ist das nicht unbedingt gut, da damit einiges vorweggenommen wird. Der Roman ist trotzdem ein Muss, würde ich sagen. Er ist nicht so lang, dass man sich durchquälen muss und obwohl es keinen wirklichen Handlungsbogen gibt, ist er trotzdem interessant zu lesen und schafft eine faszinierende Zukunftsvision. Hätte ich das Buch gelesen, als es erschien, wäre ich wahrscheinlich absolut begeistert. Übrigens ein kleiner Fun Fact: Wirklich spannend – und schockierend – war eher H.G. Wells Biographie, die am Ende zu lesen ist und sich über Seiten erstreckt. Ihr würdet nicht glauben, was für ein Weiberheld der Gute war. Fazit: „Die Zeitmaschine“ würde es heutzutage vermutlich schwer haben, veröffentlicht zu werden, war damals aber absolut innovativ und stellt die Anfänge der Science-Fiction dar. Der Zeitreisende und die anderen Charaktere bleiben zwar bloße Schemen und die Handlung ist zu vernachlässigen, aber dafür ist die Zukunftsvision wirklich originell und gleichzeitig durchschaubar kritisch an der damaligen Gesellschaft ausgerichtet. Science-Fiction-Fans sollten auf jeden Fall mal einen Blick ins Buch werfen. Inhalt: 4/5 Charaktere: 2/5 Lesespaß: 4/5 Schreibstil: 4/5
Leider muss ich sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Es war flüssig zu lesen und der Erzählstil war angenehm leicht, aber die Geschichte kam mir dennoch zu langatmig vor. Die einzelnen Aspekte und der Verlauf der Geschehnisse waren sehr interessant. Auch fand ich es interessant, dass der Protagonist zwar Schlussfolgerungen aus allem zog, der Leser aber im Endeffekt nicht wusste, ob diese schlussendlich auch der Tatsache entsprechen. Ich kann es nicht genau benennen, aber es war einfach nicht meins. Obwohl mich das Buch an sich nicht überzeugen konnte, dient es aufgrund seiner Länge und dem leichten Stil als guter Einsteiger für das Genre.
Seiner Zeit voraus
Meiner Meinung nach sollte jeder Fan von Sci-Fi dieses Buch einmal gelesen haben. Einerseits natürlich, weil es eines der ersten Science-Fiction Bücher überhaupt war, aber dann ist es auch noch gut?? Ich war besonders überrascht von den erwachsenen Themen wie Sozialismus und den Verlust von Intellekt durch überhebliche Trägheit, die, wie ich finde, auch heute noch relevant sind. Auch wird die Evolutionstheorie Darwins tatsächlich ernst genommen und nicht der Mensch als vollkommenes Wesen in die Mitte von allem gesetzt, wie ich das von so einer Geschichte, vor allem aus der Zeit, erwartet hätte. Der Schreibstil hat mir auch richtig gut gefallen. H. G. Wells schreibt lebendig und so eloquent, dass ich Lust habe das Buch laut vorzulesen, um meinen britischen Akzent zu üben. Zuletzt ein nicht wirklich wichtiges Plotdetail, aber ich glaube das war der größte Zeitsprung, den ich bisher gelesen habe. (Ok, außer vielleicht der in Das Restaurant am Ende des Universums, aber da gibt es keine konkrete Zahl soweit ich weiß) Die Jahreszahl wird im Buch "Eight Hundred and Two Thousand Seven Hundred and One" geschrieben und ich hatte zuerst aus irgendeinem Grund die Zahl 2871 im Kopf, aber nein, da steht 802.701. DAS mal ne Zahl.
Was soll man hier schon noch groß sagen? H.G. Wells Science-Fiction-Meisterwerk sollte jeder Mensch einmal gelesen haben. Obwohl dieses Buch mittlerweile vor fast 130 Jahren erschienen ist, bleibt das Werk erstaunlich aktuell - denn weiterentwickelt haben wir uns als Gattung in den letzten 130 Jahren quasi gar nicht und wir werden uns vielleicht zurückentwickeln, wie Wells es voraussagt. Absolute Empfehlung für diesen Klassiker.
Grundstein der Science-Fiction – aber die Sprache ist inzwischen so veraltet, dass man fast selbst eine Zeitmaschine bräuchte, um sie richtig zu genießen. ⏳📖
Es sind zugegeben ein paar Tage vergangen, seitdem ich Die Zeitmaschine beendet habe – das Science-Fiction-Grundstein-Epos von H. G. Wells. Dennoch: Wie die traumatischen Erfahrungen des namenlosen Protagonisten (ich fange langsam an, es die „Wells-Krankheit“ zu nennen), hatte auch ich – genau wie schon beim vorherigen Werk von Wells – "großen Spaß" daran, den Inhalt teils zu entziffern, so wie der namenlose Zeitreisende teilweise ratlos versucht, sich mit den kleinen Eloi und seiner Weena zu verständigen. Die Grundbotschaft rund um den Klassenkampf wird dennoch sehr deutlich vermittelt. Das abschließende Nachwort habe ich allerdings teilweise übersprungen. Eine Version des Romans von Thilo Krapp wäre inhaltlich zwar kürzer, würde mich aber eher zu einem erneuten Lesen motivieren – besonders durch die grafische Darstellung und die Bildgewalt, die man zuletzt in seiner Interpretation von Wells’ Werk Der Krieg der Welten sehen konnte. Was das Buch angeht, werde ich wohl dasselbe Schicksal teilen wie der namenlose Zeitreisende am Ende des Romans: Die Grundidee ist an sich mehr als interessant, aber die Umsetzung war für mich mittelmäßig. Eine neue Interpretation würde ich daher sehr begrüßen. Empfehlung: Meh...⌛️

Kurzweilig und regt ein eigenes Gedankenexperiment an
H.G. Wells' Klassiker Die Zeitmaschine ist ein faszinierendes Werk, das trotz seines Alters nichts von seiner Faszination eingebüßt hat. Mit seinen knapp 90 Seiten ist das Buch äußerst kurzweilig und dennoch inhaltlich reichhaltig. Die Beschreibungen sind vollkommen ausreichend, um in die Geschichte einzutauchen, ohne dabei ausschweifend zu wirken. Natürlich merkt man der Erzählung ihr Alter an, doch gerade das macht sie umso interessanter. Betrachtet man die Geschichte im historischen Kontext, so wird deutlich, wie visionär Wells war. Der Gedanke an eine Zeitreise ist spannend, und das Buch bietet einen faszinierenden Blickwinkel darauf, wie unsere Welt sein oder nicht sein könnte. Es ist beinahe wie ein Gedankenexperiment, das den Leser dazu anregt, die Idee für sich selbst weiterzuspinnen. Besonders gefallen hat mir die Erzählstruktur: Wells hat die Geschichte auf eine Art und Weise konstruiert, die den Leser mitreißt und stets neugierig hält. Auch die Figuren sind anschaulich und tragen zur Lebendigkeit der Erzählung bei. Insgesamt ist Die Zeitmaschine ein beeindruckendes Werk, das zum Nachdenken anregt und trotz seiner Kürze eine nachhaltige Wirkung hinterlässt. Wer sich für Science-Fiction oder philosophische Gedankenexperimente interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
802,701 Jahre in die Zukunft…sind wir noch Menschen?
Das hier war mein 1. Klassiker in meiner 1 Klassiker Pro Monat Challenge und ich war extrem excited dieses Buch zu lesen, da es ja als Grundlage für alles weitere in Time Travel, Sci-Fi, etc. Werken gesehen wird. Fand ich’s interesting? Es gab ein paar Stellen in denen ich die Darstellung der Menschen in der Zukunft sehr verstörend empfand (insbesondere wenn man davon ausgeht, dass das Buch 1895 geschrieben wurde), da der Mensch an sich ja nicht mehr wirklich existiert, da er durch Faulheit und Sicherheit an Intelligenz verloren hat. Insbesondere zu Zeiten wie diesen, in denen Menschen besonders mental sich oftmals nicht mehr gerne anstrengen (z.B. KI) war das Buch metaphorisch echt cool. Aber ich mochte den main character absolut gar nicht. Ich empfand ihn als mega elitär und irgendwie auch kinda stumpf. Die Art und Weise wie er auf die Lebensweise der Wesen in der Zukunft herabgeblickt hat mochte ich gar nicht. Auch der Schreibstil war nicht meins…Ich fand nicht dass der Stil besonders deskriptiv noch poetisch gut war. Ich hätte gerne etwas mehr von den Wesen mitbekommen und mehr Gefühle empfunden aber vielleicht hat H.G Wells auch genau das hervorrufen wollen. Fest steht aber: empfehlen würde ich’s nur wenn man auf metaphorische teaser steht und mal einen Klassiker zu Time Travel lesen will. Ansonsten würde ich es tbh nicht nochmal lesen
Ein Klassiker und eines der Gründungswerke für die Entstehung des Sci-Fis. Das waren meine Intentionen dieses Buch zu lesen. Tatsächlich wurde ich auch nicht enttäuscht, was bei Klassikern öfters mal vorkommen kann. Das Werk ließt sich immer noch sehr gut und der Schreibstil kann wirklich als zeitlos deklariert werden. Die Geschichte ist zwar nicht so spannend wie ein Krimi, dennoch war sie sehr interessant. Gerade die Sichtweise auf die menschliche Entwicklung und Evolution fand ich sehr faszinierten. Generell eignet sich das Buch sehr gut für eine kleine Pause von anderen Genre.
Literaturhistorisch grandios, heute nur noch nett zu lesen
Mit seinen 130 Lenzen auf dem Buckel gilt „Die Zeitmaschine“ als einer der ersten Science-Fiction-Romane überhaupt und soll sogar das Wort „Zeitmaschine“ erfunden haben - das kann man in der Rückschau also historisch kaum hoch genug einordnen. Lässt man das jedoch unberücksichtigt, bleibt für mich ein schlicht kurzweilig und süffig zu lesendes Buch übrig, bei dem mich so wirklich beeindruckt eigentlich nur noch die letzte Zeitreise hat, in welcher der Zeitreisende ans wahrscheinliche Ende des Lebens auf der Erde reist.
Ein Klassiker und eines der Gründungswerke für die Entstehung des Sci-Fis. Das waren meine Intentionen dieses Buch zu lesen. Tatsächlich wurde ich auch nicht enttäuscht, was bei Klassikern öfters mal vorkommen kann. Das Werk ließt sich immer noch sehr gut und der Schreibstil kann wirklich als zeitlos deklariert werden. Die Geschichte ist zwar nicht so spannend wie ein Krimi, dennoch war sie sehr interessant. Gerade die Sichtweise auf die menschliche Entwicklung und Evolution fand ich sehr faszinierten. Generell eignet sich das Buch sehr gut für eine kleine Pause von anderen Genre.
Kurz aber Oho
Die Zeitmaschine ist eine wahrlich kurze Geschichte. Auf knappen 130 Seiten folgen wir dem nicht näher beschriebenen und namenlosen Zeitreisenden in die weit entfernte Zukunft des Jahres 802.701. Die Erzählung erfolgt in Dialogform, wobei das gros der Geschichte ein reiner Monolog mit ausufernden Beschreibung der bis zur Unkenntlichkeit veränderten Erde (und deren Bevölkerung) ist. Bemerkenswert ist das Alter des Romans von weit über 100 Jahren. Das Alter wirkt sich dabei nicht auf die Lesbarkeit, wohl aber auf das Erzähltempo aus. Bemerkenswert ist das der Autor, seines Zeichens ebenfalls Wissenschaftler, mit seinem Erstling den tatsächlich allerersten Science-fiction (Roman) schrieb, der die Möglichkeit von Zeitreisen etablierte. Seine Berufung scheint insbesondere bei den physikalischen Ausführungen zur Funktionsweise dieser Zeitmaschine deutlich durch. Eine schöne und schön kurze Geschichte.
Absolut fantastisch
Durch meine Lesegewohnheiten habe ich bisher natürlich schon einige Male von HG Wells gehört. Nun kam ich das erste mal dazu eines seiner Werke zu lesen. Gerne geb ich ganz offen zu, das dieses Buch vollkommen zurecht zu den weltweiten, zeitlosen Klassikern der Science-Fiction Literatur zählt. Die Erzählweise, der Aufbau, die immer wieder kehrenden, Lehren aus der Verhaltensweise des Menschen. Dazu ein offenes Ende, welches für jeden viel Interpretationsspielraum übrig lässt. Ich kann das Buch hier absolut jedem empfehlen. Auch denen, die keine Werke in dieser Richtung lesen, denn zu sehr taucht es nicht in sein Genre ein. Es ist viel mehr für jeden aufgeschlossenen, interessierten Menschen eine Pflichtlektüre. Wer hätte schon gedacht, dass in diesem Buch die Morlocks erfunden wurden :) „Stärke entsteht durch Entbehrung, Sicherheit fördert Schwäche“
Normalerweise kann ich mit Klassikern nicht so viel anfangen, weil mir die Schreibweise meistens zu altmodisch und sperrig ist, aber in "Die Zeitmaschine" habe ich überraschend gut hineingefunden. (Was wahrscheinlich auch an der geringen Seitenzahl des Buches liegt, die es gar nicht ermöglicht hätte, eine allzu komplexe Geschichte aufzubauen). Im Buch schildert der Autor H. G. Wells eine Art dystopische Zukunft, die auf Grundlagen des Lebens im 20. Jahrhundert entstanden ist und sich deshalb auf "Basics", ganz ohne technischen Schnickschnack, beschränkt. Fokus seiner Zukunftsvision ist vor allem eine Trennung in zwei Wesensarten: Den Eloi und Morlocks. Elois entstammen ursprünglich der Aristokratenklasse und leben über der Erde; ihr zukünftiges Ich ist dumm, sieht dafür aber schön aus. Dem gegenüber steht die Arbeiterklasse, die sich zu den Morlocks entwickeln hat und unterirdisch im Dunkeln lebt. Die Morlocks sind hässliche, grausame Wesen, die allerdings durch ihre Arbeit, die sie nach wie vor ausführen, zumindest einen Teil ihres Intellekts behalten konnten. Der Erzähler des Buches - der Zeitreisende - reist Millionen von Jahre in die Zukunft und sieht sich diese neue Welt an. Und wir als Leser können ihn dabei begleiten. Mir hat das Buch bis auf den sehr schnell abgehandelten und eher lieblosen Schlussteil ganz gut gefallen. Ich fand es faszinierend zu sehen, welche Zukunftsvisionen sich aus der damaligen Zeit ergeben haben - etwas, das heute vermutlich ganz anders aussieht. Die damalige Sicht auf die Zukunft von Wells wurde im Nachwort als pessimistisch beschrieben, aber ich denke, der Umstand, dass er davon ausgegangen ist, dass es die Erde und die Menschheit überhaupt noch so lange geben wird, ist aus heutiger Sicht wohl doch eher als optimistisch zu werten ;)
Sicherlich muss man diese (doch recht kurze) Geschichte im Kontext sehen. Schließlich wurde sie schon 1895 geschrieben und war damals das erste Buch, welches sich mit dem Thema Zeitreisen beschäftigte. Damit auch die erste Dystopie. Sicherlich auch sehr gesellschaftskritisch. Heute - über 120 Jahre später - holt mich die Geschichte allerdings nicht vor'm Ofen hervor. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig (halt "alt") und die Erlebnisse des Zeitreisenden ganz nett, aber kein Reißer. Es war ok, dass es eine so kurze Geschichte ist und doch wieder war sie mir zu kurz. Da ist man heutzutage einfach "mehr" gewohnt... Immerhin noch 3 Sterne, aufgrund der Bedeutung für die Literatur und Gesellschaft zu der damaligen Zeit.
H.G. Well's hat sich für seine Zukunftsvision nicht wie viele andere Science-Fiction Romane oder Dystopien eine nahe Zukunft in max. ein paar hundert Jahren ausgesucht, sondern eine Zeit die mehrere hunderttausend Jahre in der Zukunft der liegt. Ebenfalls konträr zu vielen anderen Romanen gibt es keine genialen Erfindungen, keine weiter entwickelte Zivilisation. Ich würde in einer so weit entfernten Zukunft eher erwarten dass die Menschheit eine interplanetare oder sogar interstellare Spezies geworden ist, stattdessen hat ein extremer Rückschritt eingesetzt. Wissenschaft, Technik oder Städte gibt es nicht mehr. Die Menschheit hat sich in zwei Spezies aufgespalten, die beide nicht sehr schmeichelhaft sind. Die einen etwas minderbemittelte, naive, schwächliche Gestalten, die anderen tierähnliche Monster. H.G. Well's hat sich an denen im 19. Jdh. vorherrschenden Problemen der Klassenunterschiede orientiert und diese mehrere hunderttausend Jahre weiter gesponnen. Mir hat die Zeitmaschine ganz gut gefallen, wenn ich auch nicht in all seinen Vorstellungen und Ansichten mit Wells übereinstimme. Irgendwie hatte ich auch etwas mehr erwartet. So oft wie diese Geschichte zitiert und gehypt wird, war ich dann am Ende doch etwas enttäuscht. Die ganze Zeit dachte dass da noch was kommen muss, was letztendlich nicht der Fall war.
Ein namenloser Zeitreisender findet sich im Jahr 802.701 in einer Welt wieder, in der sich die Natur die Erde größtenteils zurück erobert hat. An der Erdoberfläche leben zwergenähnliche Wesen, deren Leben von der Erfüllung der Grundbedürfnisse geprägt ist. Neben Spiel, Essen, Schlaf und Fortpflanzung scheinen die Eloi, wie der Zeitreisende sie nennt, keine Ängste, Sorgen oder Verpflichtungen zu kennen. Im Kontrast dazu entdeckt er lemurenartige Wesen, die unter der Erde in riesigen Tunnelsystemen leben, da sie sich nur im Dunkeln wohlfühlen. Nachts kommen die Morlocks gelegentlich an die Oberfläche und lehren nicht nur die Eloi, sondern auch den Zeitreisenden das Fürchten. Dieser muss sich jedoch schon bald näher mit den Morlocks auseinandersetzen, da er sie verdächtigt, seine Zeitmaschine kurz nach seiner Landung entwendet zu haben. Im Laufe der kurzweiligen und auch äußerst kurzen Geschichte entdeckt der Zeitreisende, dass die Welt und vor allem das Machtverhältnis der beschriebenen Bewohner nicht so ist wie es zunächst scheint. Die gewählte Sprache des Zeitreisenden für dieses Abenteuer ist nüchtern und von einer gewissen Arroganz geprägt, die den Forschungscharakter aber nur unterstützt und mir sehr viel Spaß bereitet hat. Insgesamt eine sehr unterhaltsame Geschichte mit interessante Gedanken zum Einfluss von (Un-)Gleichheiten in Gesellschaften, der Unterdrückung eines Menschen/Wesen durch einen anderen und die Auswirkungen dieser Umstände auf die stetige Fortentwicklung der Menschheit.
How will the Earth look like 800,000 years in the future? That's a question everyone can only attempt to find an answer to, while H.G. Wells was one of the first writers who tackled the topic of time-travelling and painted a rather convincing picture of the future. Published in 1895, the book introduces a scientist who uses a Time Machine to be transferred into the age of a slowly dying earth. Humans have been separated by time, genetics, wars and change of their habitats into two different races, the Eloi and the subterranean Morlocks. At only about 100 pages, Wells manages to delve into a lot of different topics, among which can be found the ambiguity of human natures, the mutual effects of humans on our planet and our planet on humans, as well as a profound look into what defines humanity itself. As a dystopian story, this tale has probably been rather ground-breaking back when it was published, and some might even consider it to be the father of all time-travel romance stories. Unlike more recent publications, however, Wells doesn't lose the point of his story in describing romantic affairs and dramatic love stories, but rather delivers a fast-paced narration coated with a prose not unlike most other writing styles from the Victorian era. Since the author builds up his story from some scientific background (the inclusion of which I highly appreciated because Wells didn't leave things unexplained), it is not easy to get into it, but once the narrative gains speed, you will digest this book in the course of a few hours. For me, the engaging writing and the adventurous atmosphere contributed a huge part to my enjoyment of the novella. His descriptions of the dying earth were fascinating and very memorable, as was the ending which surprised and depressed me simultaneously. Much has already been said about Wells' book and its contents, so I will conclude my review by saying that readers who are not afraid to read important dystopian classics should give this one a try.
i read this for a class but it didn't feel like i had to force myself to keep reading. in addition to being an interesting insight in the literature of the 1890s / the development of the scifi genre, it was also fast-paced and enjoyable. a simple and short story with a not completely convincing ending.























































