Die Identität

Die Identität

Softcover
3.623
CssrIdentitätLiebesbriefeVerlangen

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Description

Chantal und Jean-Marc sind ein glückliches Paar. Doch als Chantal bemerkt, dass sich die Männer nicht mehr nach ihr umdrehen, hat Jean-Marc einen Plan. Um ihr das Gefühl wiederzugeben, attraktiv und begehrenswert zu sein, schreibt er ihr anonyme Liebesbriefe. Fasziniert beobachtet er, wie Chantal mit jedem eintreffenden Brief strahlender und lebendiger wird. Bis Jean-Marc die Eifersucht packt. Ihre Liebe wird zu einem gefährlichen Spiel, in dem der eine dem anderen zu entgleiten droht.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
160
Price
14.40 €

Author Description

Milan Kundera, 1929 in Brünn, ehemals Tschechoslowakei, geboren, ging 1975 ins Exil nach Frankreich, wo er seither lebte und publizierte. Sein Werk wurde in alle Weltsprachen übersetzt und mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Nelly-Sachs-Preis (1987), dem Staatspreis für Literatur der Tschechischen Republik (2007) und dem Franz-Kafka-Preis (2020). Milan Kundera starb im Juli 2023 in Paris.

Posts

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"Nichts zu wissen, sich alles vorstellen zu müssen. Sie könnte sich nicht einmal das Leben nehmen, denn Selbstmord wäre Verrat, wäre die Weigerung zu warten, hieße die Geduld verlieren. Sie wäre dazu verurteilt, bis ans Ende ihrer Tage in ununterbrochenem Schrecken zu leben." Bereits vor ein paar Jahren habe ich dieses Buch begonnen und nach 18 Seiten wieder beiseite gelegt, weil es mich langweilte. Ich war wohl noch nicht bereit dafür. Diesmal las ich es und war gleich nach den ersten Seiten begeistert. Die Geschichte ist sehr schlicht aber sehr tiefgründig. Wunderschön. Es geht darum zu lieben, ohne sich selbst zu verlieren. Um die Zweifel, die Ängste, die Wut auf den anderen, weil er einen schwach macht. Das Buch hätte noch etwas länger sein können, aber die Geschichte war auch so abgerundet.

2

Ich konnte mit dem Buch leider gar nichts anfangen. Der Beginn langweilig und das Ende wirr. Habe mich nur aufgrund geringer Seitenzahl doch für das Durchlesen entschieden, anderenfalls hätte ich wohl abgebrochen. Die auf der Umschlagsrückseite angekündigte schönste Liebesgeschichte, die im letzten Jahrtausend geschrieben wurde (laut Welt am Sonntag), habe ich somit vergeblich gesucht. Für mich daher aus der Kategorie: Abraten und nur 2 Sterne.

4

Milan Kundera ist ein Meister der Romane über tiefgründige Liebesbeziehungen. Ich hatte eine Phase Anfang der 90er Jahre, in der ich viele seiner noch in der Tschechoslowakei spielenden psychologischen Liebesromane las. Die Identität aus dem Jahr 1998 unterscheidet sich schon durch seine Kürze von seinen frühen Werken. Die Handlung wirkt sehr reduziert. Es sind mehr Schlaglichtaufnahmen in kurzen Kapitel, die zwischen Chantal und ihrem Lebenspartner Jean-Marc hin und herspringen. Chantal ist eine Frau, die mit ihrem Alter hadert. Nach einem schlechten Traum und einem unerfreulichen Barbesuch, will Jean-Marc wissen, warum sie so traurig sei. Darauf entgegnet sie ihm, dass die Männer ihr nicht mehr hinterherschauen. Dieser beiläufig geäußerte Satz bringt eine Kette von Handlungen, Missverständnissen, Gedanken und Träume in Gang, die sich bei allen Bemühen, die Beziehung am Leben zu erhalten, in eine immer größer werdende Distanz zwischen beiden entwickelt. Sieht man immer nur eine Seite von seinem Partner? Wie viele Gesichter hat der geliebte Mensch tatsächlich? Welches ist die wahre Identität? Am Ende wird es eine Spur zu surreal, Traum und Wirklichkeit sind noch schwer auseinanderzuhalten und bevor man enttäuscht die letze Seite aufschlägt, schaltet sich der allwissende Ich-Erzähler ein und hebt das Buch auf eine andere Ebene. Das ist bestimmt nicht jedermann Geschmack. Auf jeden Fall hat es mich sehr beschäftigt und ich bekomme das Buch nicht mehr aus dem Kopf. Ich bin in der Lage, mir den Schluss zu erklären. Ob der auch im Sinne des Autors ist, bleibt offen. Mir hat diese Novelle sehr gefallen. Es macht Lust, mal wieder einen frühen Kundera zu lesen.

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Milan Kundera ist ein Meister der Romane über tiefgründige Liebesbeziehungen. Ich hatte eine Phase Anfang der 90er Jahre, in der ich viele seiner noch in der Tschechoslowakei spielenden psychologischen Liebesromane las. Die Identität aus dem Jahr 1998 unterscheidet sich schon durch seine Kürze von seinen frühen Werken. Die Handlung wirkt sehr reduziert. Es sind mehr Schlaglichtaufnahmen in kurzen Kapitel, die zwischen Chantal und ihrem Lebenspartner Jean-Marc hin und herspringen. Chantal ist eine Frau, die mit ihrem Alter hadert. Nach einem schlechten Traum und einem unerfreulichen Barbesuch, will Jean-Marc wissen, warum sie so traurig sei. Darauf entgegnet sie ihm, dass die Männer ihr nicht mehr hinterherschauen. Dieser beiläufig geäußerte Satz bringt eine Kette von Handlungen, Missverständnissen, Gedanken und Träume in Gang, die sich bei allen Bemühen, die Beziehung am Leben zu erhalten, in eine immer größer werdende Distanz zwischen beiden entwickelt. Sieht man immer nur eine Seite von seinem Partner? Wie viele Gesichter hat der geliebte Mensch tatsächlich? Welches ist die wahre Identität? Am Ende wird es eine Spur zu surreal, Traum und Wirklichkeit sind noch schwer auseinanderzuhalten und bevor man enttäuscht die letze Seite aufschlägt, schaltet sich der allwissende Ich-Erzähler ein und hebt das Buch auf eine andere Ebene. Das ist bestimmt nicht jedermann Geschmack. Auf jeden Fall hat es mich sehr beschäftigt und ich bekomme das Buch nicht mehr aus dem Kopf. Ich bin in der Lage, mir den Schluss zu erklären. Ob der auch im Sinne des Autors ist, bleibt offen. Mir hat diese Novelle sehr gefallen. Es macht Lust, mal wieder einen frühen Kundera zu lesen.

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