Die Töchter von Ilian
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Description
Die Autorin von »Nijura – Das Erbe der Elfenkrone« und »Das Drachentor« schreibt den ersten epischen High-Fantasy-Roman für eine neue Generation von Leserinnen.
Vier magische Artefakte bestimmen das Schicksal der Welt:
Ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren.
Eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen.
Ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen.
Eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen.
Werden sie verschenkt, steigert sich die Macht der Artefakte, werden sie behalten, nimmt diese ab.
Doch die magischen Artefakte sind verschollen. Die Weisen Frauen, die einst friedvoll mit ihnen regierten, sind in die Wälder geflohen, und Kriegsfürsten herrschen über Menschen, Zwerge und Elfen.
Die Zeit ist gekommen, dass die Töchter aller Völker sich erheben, um die Macht zurückzugewinnen.
Für alle Leser*innen von Marion Zimmer Bradley, Ursula K. Le Guin, Leigh Bardugo und Tomi Adeyemi.
Book Information
Author Description
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, mit zehn folgte das erste Drehbuch, mit dreizehn ihr erster Roman. Seit ihrem literarischen Debüt »Nijura – das Erbe der Elfenkrone« gilt sie als eine der großen deutschsprachigen Fantasyautorinnen. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin, studiert Philosophie und widmet sich dem Schreiben.
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Vier magische Artefakte bestimmen das Schicksal der Welt: Ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren. Eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen. Ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen. Eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen. Werden sie verschenkt, steigert sich die Macht der Artefakte, werden sie behalten, nimmt diese ab. Doch die magischen Artefakte sind verschollen. Die junge Zwergin Walgreta ,die von den weißen Frauen abgelehnt wurde und der Elf Fayanu wollen nun gemeinsam die Reise antreten um diese Artefakten wieder zufinden Wird Ihnen das gelingen? Welche Abenteuer werden Sie erleben? Welchen Gefahren müssen Sie sich stellen?

🌳🍵🪈🪞✨💚
Dieses dicke Buch habe ich schon ewig ungelesen bei mir, aber nun habe ich endlich dazu gegriffen. Leider konnte es mich nicht wirklich überzeugen. Die dargestellte Welt und Geschichte war recht komplex, was es für mich teilweise schwierig gemacht hat, allem zu folgen. Auch wenn der Schreibstil grundsätzlich gut war und auch die Idee der Geschichte eigentlich ganz spannend ist, ist der Funke bei mir nicht übergesprungen. Ich will nicht sagen, dass es mir nicht gefallen hat, denn das wäre falsch; es gab durchaus spannende, berührende und andere tolle Momente, die mir in Erinnerung geblieben sind und auch die Charaktere und ihre Dynamiken und Entwicklungen habe ich gerne verfolgt, aber auch da ist der Funke nicht übergesprungen; ich habe keinen der Protagonisten wirklich längerfristig ins Herz geschlossen. Insgesamt halte ich es dennoch für ein mittelgutes Buch, auch wenn es mich eben leider nicht überzeugen konnte.
Ein guter Fantasyroman mit einem sehr speziellen Schreibstil. Es hat etwa bis zur Hälfte gedauert bis mich die Geschichte emotional packen konnte, was unter anderem auch durch den sehr speziellen und ausschweifenden Schreibstil Zustande kam. Als ich in der Geschichte drin war, hat es mir aber gut gefallen. Das Ende konnte mich wiederum nicht ganz begeistern. Alles in allem ein guter Fantasyroman, den man sich als eingefleischter Fantasyfan auf jeden Fall Mal anschauen sollte.
Um ehrlich zu sein, bin ich nach dem Lesen etwas zwiegespalten. Aber fangen wir vorne an. Wie es typisch für ein episches High-Fantasy-Buch ist, wird die Geschichte sehr charakterorientiert erzählt. Der Schreibstil ist dabei auch super und passt mit den Beschreibungen perfekt zur Storyline. Allerdings war es mir dann manchmal doch etwas zu ausschweifend – gerade am Ende stören die ausführlichen Beschreibungen und hindern den Lesefluss. Ich habe dann am Ende auch die längeren Passagen einfach übersprungen, weil es mich zu dem Zeitpunkt nicht wirklich interessiert hat, wie die Umgebung der Charaktere aussieht, während es zum Showdown kommt. Dennoch gab es viele – sehr viele – Plottwists, die mich völlig unerwartet getroffen haben. Zwischenzeitlich haben mich die Wendungen so aus dem Konzept gebracht, dass ich überlegt habe, das Buch abzubrechen. Letztendlich macht es aber doch gerade das aus, dass einen Twists völlig wirr im Kopf machen, oder? Also habe ich mich zusammengerissen und weitergelesen, weil ich es dann doch nicht erwarten konnte. Leider wurde mir Walgreta im Laufe der Geschichte immer unsympathischer. Fayanú habe ich geliebt, er war einfach toll! Aber Walgreta … na ja. Am Ende mochte ich sie wirklich nicht mehr, aber andererseits war ihre Entwicklung auch sehr authentisch, wenn man sich vor Augen ruft, welche Ereignisse alle so passiert sind, die sie natürlich alle auch geprägt haben. Sie wurde mir also unsympathisch, gleichzeitig konnte ich ihre Entwicklung aber auch sehr gut nachvollziehen. Die Atmosphäre ist die meiste Zeit ortsabhängig. Dennoch herrscht grundsätzlich eine düstere und vor allem einnehmende Grundstimmung vor. Das hat die Geschichte auf jeden Fall abgerundet! Abgesehen von den etwas unnötigen Beschreibungen am Ende, war das Finale geprägt von Herzklopfen und Spannung pur! Das große ABER ist für mich allerdings die Auflösung an sich. Die hat mir gar nicht gefallen, sie war enttäuschend und einfach zu plump. Ich hoffe sehr, dass es irgendwann eine Fortsetzung geben wird, aber da das Buch jetzt schon vor drei Jahren erschienen ist und bisher keine Ankündigung dazu kam, wird es wohl eher nicht mehr dazu kommen … Fazit Zusammenfassend hat mir das Buch also an sich ganz gut gefallen – es war spannend, das Lesen hat Spaß gemacht und mit Fayanú – einem der Hauptcharaktere – bin ich super klargekommen. Authentisch war es noch dazu, und auch mit neuen Ideen und wichtigen Messages gespickt. Trotzdem fand ich das Ende enttäuschend und es ist schade, dass Walgreta sich so stark ins Negative entwickelt hat.
Ein High Fantasy Titel der mich ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen hat. In die Welt Ilian die ebenso einzigartig war wie ihre Bewohner. Da waren Waldelfen, die unter der Erde versteckt lebten zusammen mit Lindwürmern, Küstenelfen, die ihr Glück an der Küste gefunden hatten sowie Zwerge und ihre Priesterinnen, die in Horuns Bauch lebten sowie das Volk der Urier und ihre neun Stämme, die Mittelländer und die Wyken, Zauberinnen. Ebenso einzigartig war die Art, Geschichten zu erzählen durch Wandererzähler oder die gespielten Geschichten und es gab viele Geschichten und Legenden die im Buch erzählt wurden und mich verzaubert haben. Aber der Kern der Geschichte lag bei den vier magischen Artefakten, die es im Reich hab. Das erste war der Blickende Becher, der einen die Vergangenheit zeigen konnte, das zweite die Flüsternde Flöte, die einen die Tiere verstehen lies und dafür sorgt, dass sie einem gehorchten, das dritte Artefakt war einst ein Spiegel, aus dessen Scherben das Kupferne Kleid geschaffen wurde welches blendete und Macht verlieh und das vierte und letzte Artefakt, die Sternscheibe, lies einen die Zukunft sehen. Genannt die Iliaden und verbunden mit einer Prophezeiung schrieben sie die Geschichte, die erzählt wurde. Eine Geschichte über Fayanú, der ein Auserwählter war und ein Wanderer zwischen den Welten und den Geschlechtern. Es ging um die vier Artefakte und den Wunsch mit ihnen die Welt zu verändern, es ging um viele ernste Themen wie Hunger, Tod und Raub und es gab einige heftige und blutige Szenen, Kriege und Schlachten und Leid, das den Charakteren zugefügt wurde, es gab aber auch eine Liebesgeschichte, die mich tief berührt hat. Die Geschichte all der Charaktere wurde abwechselnd erzählt und auch wenn jeder am Anfang seine eigenen Ziele verfolgt hat und an einem anderen Ort und Punkt war, führte das Schicksal sie am Ende doch alle zusammen und vorher kreuzten sich ihre Wege. Der Schreibstil der Autorin war bildhaft und spannend und die Seiten flogen nur so dahin. Besonders schön und episch fand ich die Beschreibungen zu den vier Artefakten und wie diese verwendet wurden und wie sie ihren Ursprung hatten. Auch die Jahreszeiten spielten eine größere Rolle und die Veränderungen der Landschaften wurden bildhaft beschrieben. Und dann waren da diese Worte von meinem liebsten Charakter aus dem Buch, Fayanú, der sagte: ,,Die Welt zu verändern, das heißt, sich wegzuwerfen, um fließendes Wasser zu erschüttern.“
3,5 Sterne Bei der Bewertung dieses Buches habe ich mich echt schwer getan. Hier wurde eine sehr komplexe Welt mit vielen Völkern und Charakteren geschaffen, die mir grundsätzlich gut gefallen hat. Allerdings habe ich sehr lange gebraucht um in die Geschichte hinein zu finden. Durch die vielen Charaktere und Handlungsstränge musste man sich etwas anstrengen um alles richtig im Kopf zu behalten. Zwischenzeitlich war ich richtig begeistert und habe vor allem Rianon in mein Herz geschlossen! Und dann kam das Ende...Ich weiß bis jetzt noch nicht was ich davon halten soll. Es ging mir alles zu schnell und erschien mir dann von der Autorin etwas einfach gemacht. Ich hätte mir etwas anderes vorgestellt. Trotzdem bedanke ich mich bei der lieben @be.nerdy für die schöne Leserunde :)
2,5 ⭐️ Seichte Fantasy mit einer Moral für Kinderbücher, nur durch die szenische Darstellung ehr etwas für ältere Teenager, wenn nicht Erwachsene. Dieses Dilemma macht den Read für einen Erwachsenen Leser unbefriedigend. Schöne Sprache aber extrem anspruchslos in der Auseinandersetzung mit gesetzten Themen. Eine patriarchale auf Polygamie geprägte Gesellschaft hätte so viel hergeben können. Nix wird draus gemacht. Ebenfalls der Transgender Aspekt wird nicht nennenswert weiter ausgearbeitet. Vieles das als essenziell für die Story dargestellt wird, wie die Lindwürmer, ist einfach nur da. Es folgen keine tieferen Ausführungen oder Einflechtungen. Während die erste Hälfte ereignisreich ist und die Figuren gut in Szene setzt, schleppt sich die 2. dahin und liefert wenig Entwicklung. Insgesamt bleiben die Figuren weitestgehend blass. Sehr unlogische und naive Verhaltensweisen dienen der Weiterentwicklung des Plots. Das Ende ist schon irgendwie enttäuschend für den aufgeblasenen Bimbam, den man zuvor durchlebt hat. Einige Handlungsstränge bleiben unbefriedigend in der Luft hängen.
Jenny-Mai Nuyen – Die Töchter von Illian Ein Becher, eine Flöte, ein Spiegel und eine Sternenscheibe. Die Vier magischen Artefakte bestimmen das Schicksal einer ganzen Welt. Werden sie verschenkt, steigert das ihre Macht. Werden sie behalten, schwächt die Macht ab. Doch die Artefakte sind verschollen. Die junge Zwergin Walgreta, die von den weisen Frauen abgelehnt wurde, und der Elf Fayanu wollen diese Artefakte nun wieder entdecken und begeben sich aus dem Grund gemeinsam auf die Suche. Das vorliegende Buch ist ein Einzelband aus der Feder von Jenny-Mai Nuyen. Ich kenne ihre Bücher nun schon seit vielen Jahren und habe jedes mit Genuss gelesen. Aus diesem Grund war mein Anspruch an diesen Roman – ihr erster bei Fischer-Tor – besonders hoch. Die ersten Seiten versprachen ein grandioses Leseerlebnis – voller Magie und tiefen Charakteren, die zu begeistern wissen. Ich liebe Jennys feingliedrige Sprache, mit der sie Welten um den Leser webt, wie ein Spinnennetz. Ich war von den ersten Kapiteln vollkommen gefangen, erzählt sie doch wundervoll farbenprächtig von Walgreta und ihrer Rückreise zu den Zwergen. Dass sich hinter Walgreta eine vielschichtige Persönlichkeit verbirgt, erfährt der Leser erst ein wenig später. Sie muss sich erst entblättern, was ich persönlich ziemlich gut finde. Walgreta ist ein Charakter, den man nicht unbedingt lieben muss. Sie hat recht egoistische Motive, die dennoch verständlich sind – jedenfalls zu Beginn bin ich ihrem Weg gern gefolgt. Durch den Elf Fayanu kommt der Love-Interesst von Walgreta ins Spiel. Fayanu hat schon eine durchaus Romanfüllende Vergangenheit hinter sich und ist dadurch gezeichnet – und hat dadurch auch nicht unbedingt die berste Meinung von seiner Rasse. Durch die heftige Liebesgeschichte, die sich zwischen Fayanu und Walgreta entspinnt, haben beide auch einen „Grund“ nach den Artefakten zu suchen. Jedoch sind beide bei ihrem Aufbruch noch recht naiv und unwissend. Der mir liebste Charakter war übrigens die Gans „Fledermaus“ – ich fand ihre sarkastischen gackernden Einwürfe so herrlich – ich wünschte, sie hätte in der Geschichte eine tragendere Rolle gespielt. Wie es sich für ein High-Fantasy-Buch gehört, wurde eine große Welt entworfen. Einige Orte davon bereist und viele Schlachten geschlagen. Moment mal – gehört? Nun ja, da kann man geteilter Meinung sein. Ich zumindest hätte mich durchaus damit begnügt, tiefer in die unterschiedlichen Rassen einzutauchen und Walgreta und Fayanu auf ihrer Reise zu begleiten und den Gefahren zu trotzen. Denn ich hatte das Gefühl, da hatte Jenny beim Schreiben wirklich Spaß, das Spiel mit den Wörtern liegt ihr und ich habe vor allem ihre Beschreibungen sehr genossen. Die Schlachten hingegen (und ich mag gut angelegte Schlachten!) erschienen mir irgendwie zu leblos. Ich ertappte mich dabei, wie ich recht anteilnahmslos darüber hinweglas, besonders als sie irgendwann überhandnahmen. Schade! So mochte ich auch das Menschenvolk nicht besonders. Jennys Ideen, die hinter diesem Roman stehen, sind wirklich grandios. Schenken, statt behalten oder stehlen oder erobern. Die Gender-Frage eines bestimmten Protagonisten. Das in einem Fantasy-Buch verarbeitet zu sehen, hat mein Herz erfreut. Was mich wiederum gestört hat, waren die philosophischen Anklänge, die Jenny mit hat einfließen lasse. Philosophie finde ich in so weit gut, wenn sie auch richtig ausgearbeitet wird. Hier hatte ich aber das Gefühl, sie wird nur kurz berührt, um sie dann wieder fallen zu lassen. Alles in allem ein Buch, das spaltet und mich hilflos mit der Bewertung zurücklässt. Die Grundstruktur des Buches war wunderbar, die Sprache so schön und melodisch wie ich sie von Jenny kenne, die Charakter widerborstig und eigen. Auch das mag ich sehr. Andererseits kam mir das Buch unausgereift an manchen Stellen vor und der Abschluss war mir einfach zu plötzlich. Auch einige Entwicklungen und Mittel fand ich persönlich nicht wirklich gut. Ich vergebe 3,5 Sterne für „Die Töchter von Ilian“.
Einfach grandios! Eine einzigartige High Fantasy Story in einer atemberaubenden Welt. Unglaublich spannend - von der ersten bis zur letzten Seite. Ich hoffe sehr, dass wir noch mehr aus dieser Welt erfahren werden und das Buch wird definitiv nicht das letzte sein, welches ich von Jenny May-Nuyen lesen werde :)
Meine Meinung Die Autorin hat hier in einem Einzelband eine sehr komplexe Welt erschaffen und ihre Geschichte geschrieben. Zwerge, Elfen und Menschen leben nicht mehr in Frieden zusammen. Einst herrschte der Frieden, der durch das ehrliche Schenken ge- und verstärkt wurde. Vier magische Artefakte entfalteten ihre Magie erst recht, indem sie immer weiter verschenkt wurden. Behielt man die Artefakte dauerhaft in seinem Besitz, verloren sie ihre magische Kraft. Nun sind sie verschwunden und zerstreut. Mit dem Kupfernen Kleid herrscht die Königin des kleinen Volkes, den Zwergen. Der Becher der Vergangenheit war zufällig in den Besitz einer Sklavin gekommen, einer Tochter des Alten Volkes aus dem geheimnisvollen Volk der Waldelfen. Eine Prophezeiung besagt, dass sobald alle Artefakte wieder nach Ilian zurückgebracht werden, sich wieder Frieden über die Völker legen und das Reich Ilian sich wieder über die Welt ausbreiten wird. So lernen wir als Leser*innen die Protagonist*innen Fayanú und Walgreta kennen, die glauben, dass sie in der Lage sind die Prophezeiung zu erfüllen, aber anders als erwartet. Auf der Suche nach den verschollenen Artefakten werden sie getrennt. Dabei spielt ihnen das Schicksal ziemlich übel mit. Beiden widerfährt drastische körperliche Gewalt, die mich als Leserin schon sehr schockiert hat. Damit hatte ich so nicht gerechnet. Fayanú und Walgreta haben einen Treffpunkt verabredet. Werden sie sich wiederfinden? Kriegerische Auseinandersetzungen sind an der Tagesordnung. Moralische Entscheidungen müssen getroffen werden. Machtgier, Unterdrückung, Intriegen und allerhand Ränkespiele machen das Leben nicht einfacher. Jedes Volk hat eine eigene Gesellschaftsordnung, die sich sehr von den anderen unterscheidet. Dabei erschienen mir die Menschenvölker noch die Primitivsten zu sein. Häppchenweise setzt sich die ganze Geschichte zusammen, da wir aus verschiedenen Sichten die Geschichte erzählt bekommen. So belgeiten wir einmal Fayanú, dann Walgreta, aber auch Rianon, den Fürsten des Sechsten Stammes und auch Mauskin, den Händler vom Volk der Tugaller auf ihrem Weg zu ihrem jeweiligen Ziel. Nach und nach steuert alles auf ein Ende zu, das mich wahrlich überrascht hat. Sprachlich sehr bildhaft und detailreich erzählt Jenny-Mai Nuyen ihre Geschichte ohne dabei Langeweile entstehen zu lassen. Alles ist wichtig, jeder Satz hat einen Sinn. Dabei zeigt sich auch oftmals, dass nichts einfach nur gut oder ausschließlich böse ist. Ihre Figuren sind gut durchdacht und erfahren interessante Entwicklungen, woraus spannende Fragestellungen entstehen. Fazit Eine interessante aber auch ziemlich düstere und auch insgesamt recht brutale Fantasygeschichte, die ich durch ihre Komplexität und Figurenvielfalt Fantasyanfängern nicht unbedingt empfehlen würde. Eine tiefsinnige und auch teilweise philosophische Story mit sehr gut ausgearbeiteten Charakteren, die sich permanent entwickeln, da die ständigen Herausforderungen ihre Anpassung erfordern.
Das neue Buch von der Autorin Jenny- Mai Nuyen trägt den Titel „Die Töchter von Ilian“ und ist wieder mal ein Fantasy- Roman aus ihrer Feder, auf den ich mich sehr gefreut habe. Ich war sehr auf ein weiteres Fantasy- Werk von Nuyen gespannt, dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Klappentext: Vier magische Artefakte bestimmen das Schicksal der Welt: Ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren. Eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen. Ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen. Eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen. Werden sie verschenkt, steigert sich die Macht der Artefakte, werden sie behalten, nimmt diese ab. Doch die magischen Artefakte sind verschollen. Die Weisen Frauen, die einst friedvoll mit ihnen regierten, sind in die Wälder geflohen, und Kriegsfürsten herrschen über Menschen, Zwerge und Elfen. Die Zeit ist gekommen, dass die Töchter aller Völker sich erheben, um die Macht zurückzugewinnen. Ihre früheren Fantasybücher wie z.B. Nijura oder Nocturna habe ich damals verschlungen. Als ich gelesen habe, dass Nuyen ein weiteres High- Fantasy- Werk veröffentlicht, habe ich mich darauf gefreut und konnte es kaum erwarten. Meine Erwartungen waren recht hoch. Und leider muss ich gestehen, dass diese nicht vollständig erfüllt wurden. Positiv möchte ich den poetischen und bildhaften Schreibstil von Nuyen hervorheben. Dieser ist wortgewaltig und hat mich in eine fantastische Welt katapultiert. Ich hatte das Gefühl, mit den Charakteren zusammen ein Abenteuer zu erleben und konnte mich in diesem Erzählstil richtig fallen lassen. „Die Töchter von Ilian“ hat viele spannende Passagen und recht unvorhersehbar. Einige Wendungen werden in die Geschichte eingebaut, die ich so nie erwartet hätte – oftmals wurde ich überrascht und die Geschichte entwickelte sich in eine ganz andere Richtung als ich vermutet hätte, wirkte dabei aber dennoch stimmig. Dies muss man Nuyen lassen, eine Geschichte spannend und vielschichtig aufbauen, kann sie. Die Grundidee konnte mich ebenfalls überzeugen. Die Geschichte rund um die vier Iliaden empfand ich fesselnd und überzeugend, welches ein solides Konzept abgegeben hat. Auch das Worldbuilding fand ich ansprechend. Eine vielseitige Welt mit einer eigenen Geschichte und unterschiedlichen Völkern und Traditionen wird erschaffen, sie besticht durch individuelle Ideen, die mit klassischen Ansätzen kombiniert werden. Die einzelnen Völker, welche diese Welt besiedeln, werden gut und umfangreich beleuchtet, sodass man einen guten Einblick in ihre Kultur erhält. Im Buch sind auch ein Personenregister und eine Landkarte beigefügt wurden. Besonders zu Beginn fand ich diese recht hilfreich und habe sie gerne zu Rate gezogen. Die Charaktere sind vielschichtig und haben ihre Ecken und Kanten. Die wichtigen Personen haben ihre eigene Geschichte, welche sie zu ihrem Handeln antreibt und dieses auch nachvollziehbar macht. Walgreta ist eine noch recht junge Zwergin, die bei den Weisen Frauen gelernt hat. Sie hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und ist willensstark. Walgreta ist bereit, für ihre Meinung einzutreten und vertritt diese auch, auch wenn es manchmal sinnvoll gewesen wäre, diese nicht immer laut kundzutun. Fayanu ist ein Waldelf in Begleitung einer Gans. Von seinem Volk hat er eine schicksalsschwere Aufgabe übertragen bekommen, mit dessen er hadert. Er sucht seine Aufgabe in dieser Welt, will diese aber auch zu einer besseren machen. Rianon ist ein Fürst der Urier, er strebt nach Macht, ist aber im Vergleich zu anderen Männern seines Volkes noch recht human. Leider muss ich gestehen, dass ich trotz der Vielseitigkeit der Charaktere keine richtige Bindung zu diesen aufbauen konnte. Ich habe ihre Entwicklungen mit verfolgt und war auch gespannt, was sie noch alles erleben werden, welche Aufgaben sie meistern müssen – aber einen Zugang zu ihnen habe ich leider nicht gehabt. Mit Walgreta bin ich bis zum Ende des Buches leider nicht warm geworden- Fayanu ist mir da schon eher sympathisch geworden, wobei es auch bei ihm Passagen gab, da hätte ich ihn gerne voran gestoßen. Allgemein waren mir die Urier viel zu präsent. Dieses Volk ist recht rau und kämpferisch. Hier hätte ich mir ein paar Kürzungen gewünscht. Diverse kriegerische Auseinandersetzungen werden ausgefochten - nicht immer habe ich diese als spannend empfunden. Bei anderen Szenen hätte ich mir mehr Infos gewünscht – z.B. über das Volk der Elfen oder vielleicht auch über die Iliaden. Jenny- Mai Nuyen hat mit „Die Töchter von Ilian“ ein vielschichtiges, komplexes High- Fantasy- Werk mit einem überzeugendem Worldbuilding erschaffen. Doch leider habe ich keinen Zugang zu den Protagonisten gefunden. Die Grundidee konnte mich aber dennoch überzeugen. Daher möchte ich 4 Sterne vergeben.
Dieses Buch habe ich schon während meiner Jahresvorschau entdeckt und fand es sofort interessant. Voller Vorfreude stürzte ich mich also in das Buch, doch vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch … Meine Meinung: Liebe zum Detail Was ziemlich schnell an diesem Buch auffällt, ist Nuyens Liebe zum Detail. Mit viel Mühe und Anschaulichkeit präsentiert die Autorin uns ihre Welt. Die verschiedenen Völker und deren Kultur, die Legenden der magischen Artefakte oder der Schöpfungsmythos. In all diesen Digen beweist die Autorin großen Ideenreichtum und vermittelt es dem Leser bildhaft. Besonders die Zwerge und ihre Kultur fand ich äußerst faszinierend, da sie sich schon deutlich von dem gängigen Fantasy Zwergenvolk unterscheiden. Alles in allem wirkt die Welt in sich stimmig, angefangen von dem unterschiedlichen Klang der Namen einzelner Angehörige verschiedener Völker, bis hin zu den Mythen und Legenden, alles wirkt gut durchdacht. Es passiert viel in den Zeilen und noch mehr dazwischen Ebenso komplex wie die Welt, gestaltet sich die Handlung. Prinzipiell finde ich das natürlich gut, ich will nicht blos 0815-Fantasy lesen, aber hier hatte ich das Gefühl, dass mir die Autorin zu viele Geschichten auf einmal und auf zu vielen Meta Ebenen erzählen will. Da haben wir Fayanús tragisches Schicksal in dem es um Liebe, Schmerz, Misshandlung und Traumabewältigung geht, Walgretas Geschichte in der es um Selbstfindung, Hoffnung aber auch die Verführung der Macht geht und dann noch Rianon und Mauskin, ebenfalls mit ihren eigenen Geschichten von Liebe, Verlust und Kampf. Zwar werden alle Fäden am Ende mehr oder weniger zusammen geführt, dennoch hatte ich während des Großteils des Buches das Gefühl ständig zwischen verschiedenen Ebenen hin und her zu springen. Dadurch fiel es mir sehr schwer eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Ich fühlte mich keinem verbunden und auch wenn mich die Tragik mancher Schicksale natürlich nicht kalt ließ, kann ich trotzdem nicht sagen, dass mich die Charaktere erreichten, was leider dazu führte, dass das Ganze Buch mich nicht mitreißen konnte. Lobend möchte ich aber noch das Ende ansprechen. Ich will natürlich nicht spoilern, daher sei nur soviel gesagt: Ich finde es toll, wenn Autoren den Mut haben das zu tun, was hier geschehen ist, denn ein solches Ende ist, wie auch in diesem Fall, zumeist bewegender und tiefgreifender als solche, die man erwarten würde. Fazit: Ein tiefgreifender Fantasyroman, voller Ideenreichtum und Liebe zum Detail. Leider konnte ich persönlich keine Bindung zu den Charakteren aufbauen, dennoch bin ich sicher, dass das Buch seine liebenden Leser finden wird.
Die Töchter von Ilian ist definitiv ein ziemlich guter High-Fantasy-Roman, wie ich finde. Einer meiner liebsten Aspekte daran war auf jeden Fall das Setting. Die Geschichte spielt nämlich in einer Welt, die nicht nur von Menschen, sondern auch von Zwergen, Küsten- sowie Waldelfen, Wyken und Lindwürmern bevölkert wird. Ich mochte die Dynamik zwischen diesen Völkern, die Rivalitäten und gegenseitigen Abhängigkeiten. Gern hätte ich noch mehr in die jeweilige Kultur hereingeschaut, wofür sich die verschiedenen Nebencharaktere der verschiedenen Völker auch super angeboten hätten. Genauso mochte ich die verschiedenen Mythen, die sich bei den Zwergen, Elfen oder Menschen erzählt wurden und die der ganzen Geschichte einfach ein besonderes Flair verliehen haben. Auch die Schauplätze an sich - vor allem Horuns Bauch hat es mir angetan - sind durch den Schreibstil wunderbar zum Leben erweckt worden und es hat Spaß gemacht, mit unseren Charakteren durch dieses alternative Universum zu reisen. Der Plot an sich hat mich auch gefesselt. Alles fokussierte sich von Beginn an auf die Iliaden, deren Verbleib und die Frage, in wessen Händen sie gut aufgehoben sein würden. Die Geschichte entfaltet sich eher gemächlich, was mich aber nicht gestört hat, da so auch viel Zeit für die unterschiedlichen Handlungsstränge und die jeweils involvierten Figuren da war. Die einzige Kritik , die ich vielleicht hätte, ist, dass das Ende im Vergleich zum Rest der Geschichte ein wenig zu schnell abgewickelt worden ist. So war es zwar wahnsinnig spannend, doch als ich es gelesen hatte, dachte ich mir, dass ich davon gern "mehr" gehabt hätte. Da Setting und Plot mich komplett überzeugt haben, bleibt vielleicht die Frage, warum es für mich persönlich nicht ganz zu 5 Sternen gereicht hat. Nun, leider sind mir die Figuren nicht ganz so sehr ans Herz gewachsen, wie ich es gewollt hätte. Sowohl die Hauptfiguren als auch die Nebenfiguren waren für sich gesehen sehr interessant, doch bei den Beziehungen zwischen ihnen hat mir in manchen Fällen einfach etwas gefehlt, das mich komplett in seinen Bann gezogen hat. Es ist nicht so, als würden die Figuren keine Entwicklung während des Verlaufs keine Entwicklung durchleben, aber während dieses Prozesses sind mir die Figuren nicht näher ans Herz gewachsen. Das ist wahrscheinlich nur mein persönlicher Eindruck, doch trotzdem der Grund, warum ich keine 5 Sterne vergeben kann. Ich freue mich auf alles, was Jenny-Mai Nuyen in der Zukunft noch schreiben wird, denn sie gehört auf jeden Fall zu meinen liebsten Autorinnen und ich war wirklich so positiv überrascht, als ich mitbekommen habe, dass sie diesen neuen Fantasy-Roman schreibt. Und dieser hat mich keineswegs enttäuscht. Als Abschluss möchte ich die tiefreichenden, sehr ansprechenden und zum Nachdenken anregenden philosophischen Gespräche und Gedanken in "Die Töchter von Ilian" hervorheben, die ich sehr sehr gern mitverfolgt habe.
War leider nichts für mich!
Die Geschichte hatte Potenzial, leider hat es aber gar nicht meinen Geschmack getroffen. Zudem habe ich vieles nicht nachvollziehen können UND was dringend gefehlt hat: Triggerwarnungen! Es wird dort s*xuelle Gewalt beschrieben und diese hat mich sehr getroffen beim Lesen, da sie nicht erwartet war..
Dieses Buch entwickelt sich immer wieder mal ganz anders als erwartet, und manchmal fand ich das gut, manchmal aber wirkte es mir zu unnatürlich. Die Inhaltsbeschreibung, die man so findet, ist sehr vage und erst der Klappentext verrät einiges zur Handlung des Buches - und das direkt etwas zu viel für meinen Geschmack! Die Namen der Völker - Zwerge, Elfen - beschreiben nicht unbedingt die typischen Wesen, die man unter diesen bekannten Begriffen erwartet, sondern sehen eigentlich recht normal aus und unterscheiden nur die verschiedenen Völker mit ihren Sprachen, Verhalten und Traditionen. Manche fanden das etwas verwirrend und das kann ich zwar nachvollziehen, aber mir hat es nichts ausgemacht. Die vier Iliaden, wie die magischen Artefakte genannt werden, sind natürlich ein wichtiger Punkt der Geschichte und es geht häufig um das Steigern ihrer Macht oder darum, dass verschiedene Figuren und Gruppen sie für sich beanspruchen. Unsere Protagonisten träumen davon, sie wieder in die Hände von vertrauenswürdigen Wyka zu legen und den Frieden und das Gleichgewicht zwischen den Völkern wiederherzustellen. Und dabei sind die beiden manchmal, trotz allem, was sie schon erlebt haben, unglaublich naiv. Walgreta ist eine Zwergin und eine Enkelin der Zwergenkönigin. Als sie ihrem Traum, eine Wyka zu werden, aufgeben muss, ist sie ziemlich niedergeschlagen und ist sich auch bewusst, dass sie vermutlich nie viel erreichen wird. Was aber vielleicht auch so sein sollte, denn sie trifft manchmal so unglaublich impulsive, unbedachte Entscheidungen! Sie ist sehr geradeheraus und für ihre spätere Position war mir das einfach zu blöd, wie leichtsinnig sie sich verhält. Sie hat zwar wirklich gute Absichten, aber ihre Art fand ich ziemlich nervig. Vor allem auch im Vergleich zu Rianon, der sich an die Spitze seines Stammes gekämpft hat und sehr darauf achtet, wie er nach außen wirkt. Er ist sehr zielstrebig und lässt sich zwar auch von seinen Gefühlen beeinflussen, aber er ist sehr gut darin, sie mit seinen eigentlichen Zielen und den Traditionen seines Volkes zu vereinen. Auch wenn er nach sexistischen Werten handelt und auch etwas hinterlistiger ist als sie liebe Walgreta, wirkt er einfach gerissener und schlauer, weswegen ich ihn als eine der Autoritätspersonen des Buches gesehen habe. Elf Fayanú ist ein etwas ungewohnter Charakter, der mit sich selbst zu kämpfen hat. Sowohl mit seinem Körper, der nicht seinem Inneren entspricht, als auch mit seiner Bestimmung, die ihm so gnadenlos aufgedrängt wurde. Ich fand es an diesem Buch aber schon faszinierend, wie die "guten" Charaktere eher wild um sich schlugen und die "bösen" dann eher besonnen wirkten, wenn auch auf eine sehr fanatische Art und Weise. Gerade deren begründete Entschlossenheit machte sie wohl auch so gefährlich. Zum Schluss war ich einfach nicht ganz glücklich mit dem Buch. Zwar mag ich unerwartete Wendungen, aber diese konnten mich gar nicht zufriedenstellen und das passierte mir das ganze Buch über recht regelmäßig. Auch die etwas oberflächlichen Handlungen der Charaktere waren mir oft zu plump. Den Schreibstil an sich finde ich sehr angenehm, doch die Handlung konnte mich nicht ganz überzeugen FAZIT "Die Töchter von Ilian" konnte mich leider nicht so überzeugen wie erhofft, denn trotz einer ganz soliden Fantasy-Welt waren mir manche Charaktere zu naiv, ihre Handlungen oberflächlich und die Wendungen konnten mich nur selten zufriedenstellen.
Sprachlich ist das Buch einfach wunderschön. Die Beschreibungen der Welten sind so plastisch das sie wie ein Film vor dem inneren Auge ablaufen. Jedoch, deswegen nur 4 Sterne, verliert sich die Geschichte oft darin. Zumal diese auch im ruhigen Tempo erzählt wird. Fazit: Ich bin sehr begeistert von der Welt und von dem Stil. Etwas mehr Tempo und weniger Beschreibung hätte der Geschichte gut getan. Allerdings ist das immer noch jammern auf hohen Niveau
Auch der zweite Leseanlauf gescheitert – ich gebe auf… Warum habe ich mich für das Buch entschieden? Ich versuche derzeit meinen SUB etwas abzubauen. Ich hatte das Buch lange auf meinem SUB liegen, weil mir zwar das Cover und der Klappentext sehr gefallen haben, aber nach dem ersten Leseanlauf konnte es mich nicht packen. Cover: Das Cover ist wunderschön. Mir gefallen die Grüntöne und auch die Schnörkel am Titel. Man erkennt es direkt als Fantasy-Roman. Inhalt: Vier magische Artefakte sind bestimmt, das Schicksal der Welt zu lenken. Leider sind diese bei den unterschiedlichen Völkern und verschollen. Die Töchter der Völker müssen sich erheben, um ihre Macht zurückzugewinnen, die diese Artefakte mit sich brachten. Handlung und Thematik: Eine fantasyreiche Suche in einer schön aufgebauten Welt in der viel Krieg herrscht. Leider ohne wirkliche Spannung. Ich habe das Buch auch beim zweiten Leseanlauf abgebrochen, diesmal bin ich aber bis Seite 180 gekommen. Charaktere: Es gibt gefühlt ewig viele Charaktere und man kann zu niemandem wirklich eine Beziehung aufbauen. Walgreta hat mir eigentlich gut gefallen, aber wirklich in sie hineinversetzen konnte ich mich nicht. Die ganzen Perspektivenwechsel überfordern mich etwas, ich würde mir zu Beginn mehr Zeit bei den einzelnen Charakteren wünschen. Schreibstil: Zuerst das Positive: Die Welt, die sich Jenny-Mai Nuyen einfallen hat lassen, ist wirklich wunderschön. Es gibt einige bildliche Beschreibungen und man kann sich gut in die Welt hineinfühlen. Leider führt das Fehlen von jeglicher Art von Spannung dazu, dass ich das Buch zum zweiten Mal abgebrochen habe. Die ganze Story plätschert dahin. Ich wurde absolut nicht mitgezogen. Wenn ich mal mit einem Charakter etwas wärmer wurde, ging es in eine andere Perspektive. Die Charaktere können sicherlich auch beim weiteren Lesen ihre Qualitäten haben, da sie schon besonders wirken, aber für mich ist diese Chance verstrichen. Ich bin nicht sicher, ob ich noch in Buch der Autorin lesen sollte. Persönliche Gesamtbewertung: Für mich fehlte jede Art von Spannung. Beim zweiten Leseversuch wieder abgebrochen. Keine Empfehlung von mir.
Abgebrochen bei Seite 200. Weder Cover, Klappentext noch die früheren Fantasybücher der Autorin haben mich darauf vorbereitet, wie düster und grausam dieses Buch ist. In wunderschönem Schreibstil wird hier ganz nebenbei jedwede Form sexueller Nötigung, auch mit Minderjährigen, beschrieben. Und gerade der blumige Schreibstil, der so gut in ein klassisches, leicht verträumtes, Fantasymärchen gepasst hätte, macht es um so verstörender.
3.5 - 4 Sterne TW: Vergewaltigung, Transphobie, Pädophilie Auch in ihrem neuesten Roman bleibt Jenny-Mai Nuyen ihrem Schreibstil treu: sehr bildhaft und detailverliebt. Ihre Liebe zum Detail ist kaum zu verkennen, gibt sie sich unglaublich viel Mühe damit, die Welt so anschaulich wie möglich zu präsentieren. Egal ob es nun um die verschiedenen Völker und deren Kulturen oder die Legenden die magischen Artefakte betreffend geht – die Autorin beweist unglaublichen Ideenreichtum. Sie bricht diesbezüglich auch mit altbekannten Klischees, so hebt sich das Volk der Zwerge in diesem Buch zum Beispiel sehr von dem altbekannten und gängigen Zwergenvölkern in anderen Fantasyromanen ab. Die Autorin hat eine sehr authentische und stimmige, von A bis Z durchdachte Welt geschaffen, die mit all ihren Mythen und Legenden unglaublich ausgereift ist. Eine so große Welt, wie die Autorin sie hier geschaffen hat allerdings, erfordert natürlich auch jede Menge Charaktere und Geschichten, wovon ich mich insbesondere am Anfang ein wenig erschlagen gefühlt habe. Ich hatte Schwierigkeiten, die Charaktere auseinander zu halten. Glücklicherweise gibt es im Buch ein Charakterverzeichnis, welches ich mir gerade auch am Anfang immer mal wieder zu Hilfe genommen habe. Die Handlungsstränge sind mithin nicht weniger komplex als die Welt, und in der die Geschichte spielt, was ich grundsätzlich wirklich toll finde, allerdings wurde es mir hier stellenweise doch ein wenig zu viel. Zum Beispiel erzählt die Autorin Walgretas Geschichte, in der es nicht nur um Selbstfindung, sondern auch um Verführung der Macht geht, aber es geht auch um Fayanús, der ein tragisches Schicksal erlitten hat. Es geht um Liebe und Schmerz, Misshandlung und Trauerbewältigung – alles wunderbare und vor allen Dingen wichtige Themen, die in ihrer Masse allerdings ein wenig erdrückend wirken können. Und natürlich haben wir da auch noch Mauskin und Rainon, in deren Geschichte es um Verlust und Liebe geht, um Kampf und Macht. Tatsächlich war ich ein wenig erstaunt darüber, wie brutal, düster und hoffnungslos diese Geschichte stellenweise ist. Während man bei dem eher friedlich wirkenden Cover auch von einer solchen Geschichte ausgeht, geht es im Buch wider Erwarten wirklich richtig brutal zu, zu vergleichen zum Beispiel mit Game of Thrones. Der Leser sollte sich gefasst machen auf Vergewaltigungen, Transphobie, Pädophilie und auch einige Sexszenen, die definitiv nicht im Einvernehmen von Statten gehen. Einige dieser Szenen sorgen definitiv für einen Schockmoment. Während mir diese Szenen nicht allzu viel ausmachten, hatte ich allerdings ein winzig kleines Problem mit einer ganz bestimmten Tatsache. Bei einem der Hauptcharaktere handelt es sich um einen Trans-Manns, was ich absolut großartig finde. Allerdings hatte ich das Gefühl, das alle schlimmen Sachen und dazu wirklich die schlimmsten aller schlimmen Sachen immer nur ihm zustoßen. Das Gute daran allerdings ist, dass am Ende all diese verschiedenen Handlungsstränge; all diese verschiedenen Fäden zu einem großen Ganzen zusammengefügt werden; wie ein Puzzle, das langsam von Seite zu Seite zusammengesetzt wird. Die Geschichte um die vier magischen Artefakte hat mir wirklich sehr gut gefallen: ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren, ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen, eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen und eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen. Die Artefakte müssen in Liebe verschenkt werden, sodass sich ihre Macht steigert. Behält man sie jedoch, nimmt die Macht ab. Wie ihr seht, sind der Kreativität und dem Ideenreichtum der Autorin keinerlei Grenzen gesetzt. Die Geschichte ist voll mit Magie, Zwergen, Elfen und Menschen – eben genau den Dingen, die ein gutes High Fantasy Buch braucht. Es geht um Macht und Krieg, um Liebe und Verlust … in diesem Buch steckt so viel, dass es schwierig ist, wirklich alles dieser Welt zu entdecken. Aus genau diesem Grund musste ich auch ein paar Stellen zwei Mal lesen und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich einiges auch schon wieder vergessen habe, obwohl es noch gar nicht so lange her ist, dass ich das Buch beendet habe. Was mir wirklich ganz besonders gefallen hat, ist die bewegende Liebesgeschichte, die die Autorin mit all diesen unglaublich tollen Fantasy Elementen erzählt. Man leidet praktisch mit den Charakteren, die man über die Seiten hinweg fast allesamt ins Herz geschlossen hat. Die Charaktere sind vielschichtig, haben Ecken und Kanten, was sie zu wirklich interessanten Wegbegleitern macht. Gerade auch die Entwicklung der Charaktere steht hier im Fokus, nimmt die Autorin sich für alle genug Zeit. Insbesondere auch die Tatsache, dass das Buch aus verschiedenen Sichten geschrieben ist, erleichtert es dem Leser, eine engere Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, sie zu verstehen und sich in sie hineinzuversetzen. Auch ein Pluspunkt: Vieles kommt völlig unerwartet. In den meisten Büchern ist es ja so, dass man zumindest eine Ahnung hat, wo die Geschichte hingeht, und oftmals liegt man damit auch richtig, doch, in in diesem Fall hat mich die Autorin mehr als einmal überrascht, was nicht nur zur Spannung beigetragen hat, sondern auch die Neugierde geschürt hat. Nichtsdestotrotz muss ich auch dazu sagen, dass mir all das zwar wunderbare Lesestunden beschert hat, mir gleichzeitig aber auch den Einstieg in die Geschichte ein wenig erschwert hat und auch wenn ich ein Fan ihres Schreibstils bin, wurde ich einige Male durch die Detailverliebtheit abgelenkt, was dazu führte, das ich mit meinen Gedanken irgendwo anders gelandet bin, nicht aber dort, wo sie hingehörten, nämlich bei der Geschichte. Abschließend möchte ich noch einmal kurz auf den Schreibstil der Autorin eingehen, der in meinen Augen wirklich unglaublich besonders ist. Bereits bei ihren anderen Büchern war es ihre Art zu Schreiben, die mich nachhaltig beeindruckt hat. Es scheint fast so, als würde sie jedes Wort, dass sie nieder schreibt, innig lieben und mit ein klein bisschen Magie versehen. Ihre Worte sind so mächtig, so gefühlvoll und emotional. Man kann sich einfach so davon träumen, was einfach wundervoll ist. LOHNT SICH DAS BUCH? Zu meinem neuen Lieblingsbuch der Autorin wurde Die Töchter von Ilian leider nicht (Nocturna ist nach wie vor auf Platz eins) und auch wenn ich mich nicht zu 100 % in der Geschichte einfinden konnte und immer mal wieder Schwierigkeiten hatte, die Geschichte wirklich zu fühlen und zu leben, so handelt es sich bei ihrem neuesten Werk dennoch um ein Fantasy-Epos, das in das Bücherregal eines jeden Fantasy-Fans gehört. Das Worldbuilding ist grandios, die Charaktere ganz wundervoll und der Schreibstil einzigartig – die Geschichte berührt und fesselt nicht nur, sondern hat auch einige Überraschungen parat. Jeder sollte sich unbedingt selbst ein Bild von dieser Geschichte machen.
Vier magische Artefakte bestimmen das Schicksal der Welt: Ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren. Eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen. Ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen. Eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen. Werden sie verschenkt, steigert sich die Macht der Artefakte, werden sie behalten, nimmt diese ab. Doch die magischen Artefakte sind verschollen. Die Weisen Frauen, die einst friedvoll mit ihnen regierten, sind in die Wälder geflohen, und Kriegsfürsten herrschen über Menschen, Zwerge und Elfen. Die Zeit ist gekommen, dass die Töchter aller Völker sich erheben, um die Macht zurückzugewinnen. (Klappentext) Ich hatte mir von dem Buch einen tollen, spannenden und mitreißenden Fantasy-Roman erhofft, aber leider konnte es mich nicht komplett überzeugen und ich wurde ein wenig enttäuscht. Den Einstieg fand ich ziemlich gut gemacht, der Prolog sehr vielversprechend und man lernt als Leser die Protagonistin Walgreta kennen. Sie ist eine Zwergin, was ich total cool fand, und hat einen großen Wunsch, nämlich eine Weise Frau zu werden. Mehrere Jahre war sie schon in Ausbildung, aber die Nachfolge hat ihre keine der Frauen angeboten. So bleibt ihr keine andere Wahl in ihr Zuhause, Horuns Bauch, den Hauptsitz des kleinen Volkes zurückzukehren. Ein Ort, den sie für immer hinter sich lassen wollte und sich dort nie richtig wohlgefühlt hat. Zitat : "Am Ende handeln alle Geschichten von der Liebe und ihrem langen Schatten, der Angst. [...] Ich will euch eine Geschichte erzählen." Kurz vor Horuns Bauch bemerkt Walgreta zum ersten Mal Fayanú, einen jungen Mann mit einer Gans, der zum alten Volk - den Elfen - gehört und Walgreta direkt fasziniert. Walgreta und Fayanú mochte ich beide als Protagonisten die meiste Zeit ganz gerne, sie hatten besonderen Geschichten und Schicksale. Und mir hat es sehr gut gefallen, dass sie charakterliche Tiefe hatten. Nur teilweise fand ich sie leicht naiv und ihre Gedanken und Handlungen nicht immer nachvollziehbar. Was mich leider nicht überzeugen konnte, war die Liebesgeschichte. Die beiden passten gut zusammen, aber sie kennen sich noch nicht lange und schon waren sie vertraut und innig. Ich fand es passierte viel zu schnell und hätte mir defintiv gewünscht, dass es langsamer vorangeht. Super gut gefallen hat mir das Worldbuilding mit den verschiedenen Völkern, ihren Traditionen und Kulturen. Das Buch hat schöne Karte und eine Glossar, was mir beides sehr positv aufgefallen ist. Begeistert hat mich auch die Namenswahl der Charaktere, die Namen sind ungewöhnlich und merkt total, dass sich die Autorin dabei viel Mühe gegeben hat. Zitat : "»Hast du Angst, dass ich ihn dir wegnehme ?«, fragte sie neckend. »Er würde dir nichts bringen. Ich müsste ihn dir schon schenken, damit er seine Zauberkraft für dich entfaltet.«" Auch wenn ich die Handlung fand ich eigentlich interessant, aber fand ich sie insgesamt nicht immer spannend. Toll gemacht waren die Artefakte, ihre Bedeutung und dass sie ihre Wirkung nur entfalten und verstärken, wenn sie weiterverschenkt werden. Der Schreibstil von Jenny-Mai Nuyen war märchenhaft und bildlich, nur leider auch sehr langamtig. Dadurch konnte mich die Geschichte nicht fesseln oder packen, was ich total schade fand. Ich bin dem Buch nur langsam vorangekommen, hatte keinen richtigen Lesefluss und es ging auch ein wenig die Lesefreude verloren. Fazit : Eigentlich eine gute und faszinierende Geschichte, aber leider war es für mich sehr langamtig und hat mich nicht packen oder mitreißen können.
Description
Die Autorin von »Nijura – Das Erbe der Elfenkrone« und »Das Drachentor« schreibt den ersten epischen High-Fantasy-Roman für eine neue Generation von Leserinnen.
Vier magische Artefakte bestimmen das Schicksal der Welt:
Ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren.
Eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen.
Ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen.
Eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen.
Werden sie verschenkt, steigert sich die Macht der Artefakte, werden sie behalten, nimmt diese ab.
Doch die magischen Artefakte sind verschollen. Die Weisen Frauen, die einst friedvoll mit ihnen regierten, sind in die Wälder geflohen, und Kriegsfürsten herrschen über Menschen, Zwerge und Elfen.
Die Zeit ist gekommen, dass die Töchter aller Völker sich erheben, um die Macht zurückzugewinnen.
Für alle Leser*innen von Marion Zimmer Bradley, Ursula K. Le Guin, Leigh Bardugo und Tomi Adeyemi.
Book Information
Author Description
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, mit zehn folgte das erste Drehbuch, mit dreizehn ihr erster Roman. Seit ihrem literarischen Debüt »Nijura – das Erbe der Elfenkrone« gilt sie als eine der großen deutschsprachigen Fantasyautorinnen. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin, studiert Philosophie und widmet sich dem Schreiben.
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Vier magische Artefakte bestimmen das Schicksal der Welt: Ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren. Eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen. Ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen. Eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen. Werden sie verschenkt, steigert sich die Macht der Artefakte, werden sie behalten, nimmt diese ab. Doch die magischen Artefakte sind verschollen. Die junge Zwergin Walgreta ,die von den weißen Frauen abgelehnt wurde und der Elf Fayanu wollen nun gemeinsam die Reise antreten um diese Artefakten wieder zufinden Wird Ihnen das gelingen? Welche Abenteuer werden Sie erleben? Welchen Gefahren müssen Sie sich stellen?

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Dieses dicke Buch habe ich schon ewig ungelesen bei mir, aber nun habe ich endlich dazu gegriffen. Leider konnte es mich nicht wirklich überzeugen. Die dargestellte Welt und Geschichte war recht komplex, was es für mich teilweise schwierig gemacht hat, allem zu folgen. Auch wenn der Schreibstil grundsätzlich gut war und auch die Idee der Geschichte eigentlich ganz spannend ist, ist der Funke bei mir nicht übergesprungen. Ich will nicht sagen, dass es mir nicht gefallen hat, denn das wäre falsch; es gab durchaus spannende, berührende und andere tolle Momente, die mir in Erinnerung geblieben sind und auch die Charaktere und ihre Dynamiken und Entwicklungen habe ich gerne verfolgt, aber auch da ist der Funke nicht übergesprungen; ich habe keinen der Protagonisten wirklich längerfristig ins Herz geschlossen. Insgesamt halte ich es dennoch für ein mittelgutes Buch, auch wenn es mich eben leider nicht überzeugen konnte.
Ein guter Fantasyroman mit einem sehr speziellen Schreibstil. Es hat etwa bis zur Hälfte gedauert bis mich die Geschichte emotional packen konnte, was unter anderem auch durch den sehr speziellen und ausschweifenden Schreibstil Zustande kam. Als ich in der Geschichte drin war, hat es mir aber gut gefallen. Das Ende konnte mich wiederum nicht ganz begeistern. Alles in allem ein guter Fantasyroman, den man sich als eingefleischter Fantasyfan auf jeden Fall Mal anschauen sollte.
Um ehrlich zu sein, bin ich nach dem Lesen etwas zwiegespalten. Aber fangen wir vorne an. Wie es typisch für ein episches High-Fantasy-Buch ist, wird die Geschichte sehr charakterorientiert erzählt. Der Schreibstil ist dabei auch super und passt mit den Beschreibungen perfekt zur Storyline. Allerdings war es mir dann manchmal doch etwas zu ausschweifend – gerade am Ende stören die ausführlichen Beschreibungen und hindern den Lesefluss. Ich habe dann am Ende auch die längeren Passagen einfach übersprungen, weil es mich zu dem Zeitpunkt nicht wirklich interessiert hat, wie die Umgebung der Charaktere aussieht, während es zum Showdown kommt. Dennoch gab es viele – sehr viele – Plottwists, die mich völlig unerwartet getroffen haben. Zwischenzeitlich haben mich die Wendungen so aus dem Konzept gebracht, dass ich überlegt habe, das Buch abzubrechen. Letztendlich macht es aber doch gerade das aus, dass einen Twists völlig wirr im Kopf machen, oder? Also habe ich mich zusammengerissen und weitergelesen, weil ich es dann doch nicht erwarten konnte. Leider wurde mir Walgreta im Laufe der Geschichte immer unsympathischer. Fayanú habe ich geliebt, er war einfach toll! Aber Walgreta … na ja. Am Ende mochte ich sie wirklich nicht mehr, aber andererseits war ihre Entwicklung auch sehr authentisch, wenn man sich vor Augen ruft, welche Ereignisse alle so passiert sind, die sie natürlich alle auch geprägt haben. Sie wurde mir also unsympathisch, gleichzeitig konnte ich ihre Entwicklung aber auch sehr gut nachvollziehen. Die Atmosphäre ist die meiste Zeit ortsabhängig. Dennoch herrscht grundsätzlich eine düstere und vor allem einnehmende Grundstimmung vor. Das hat die Geschichte auf jeden Fall abgerundet! Abgesehen von den etwas unnötigen Beschreibungen am Ende, war das Finale geprägt von Herzklopfen und Spannung pur! Das große ABER ist für mich allerdings die Auflösung an sich. Die hat mir gar nicht gefallen, sie war enttäuschend und einfach zu plump. Ich hoffe sehr, dass es irgendwann eine Fortsetzung geben wird, aber da das Buch jetzt schon vor drei Jahren erschienen ist und bisher keine Ankündigung dazu kam, wird es wohl eher nicht mehr dazu kommen … Fazit Zusammenfassend hat mir das Buch also an sich ganz gut gefallen – es war spannend, das Lesen hat Spaß gemacht und mit Fayanú – einem der Hauptcharaktere – bin ich super klargekommen. Authentisch war es noch dazu, und auch mit neuen Ideen und wichtigen Messages gespickt. Trotzdem fand ich das Ende enttäuschend und es ist schade, dass Walgreta sich so stark ins Negative entwickelt hat.
Ein High Fantasy Titel der mich ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen hat. In die Welt Ilian die ebenso einzigartig war wie ihre Bewohner. Da waren Waldelfen, die unter der Erde versteckt lebten zusammen mit Lindwürmern, Küstenelfen, die ihr Glück an der Küste gefunden hatten sowie Zwerge und ihre Priesterinnen, die in Horuns Bauch lebten sowie das Volk der Urier und ihre neun Stämme, die Mittelländer und die Wyken, Zauberinnen. Ebenso einzigartig war die Art, Geschichten zu erzählen durch Wandererzähler oder die gespielten Geschichten und es gab viele Geschichten und Legenden die im Buch erzählt wurden und mich verzaubert haben. Aber der Kern der Geschichte lag bei den vier magischen Artefakten, die es im Reich hab. Das erste war der Blickende Becher, der einen die Vergangenheit zeigen konnte, das zweite die Flüsternde Flöte, die einen die Tiere verstehen lies und dafür sorgt, dass sie einem gehorchten, das dritte Artefakt war einst ein Spiegel, aus dessen Scherben das Kupferne Kleid geschaffen wurde welches blendete und Macht verlieh und das vierte und letzte Artefakt, die Sternscheibe, lies einen die Zukunft sehen. Genannt die Iliaden und verbunden mit einer Prophezeiung schrieben sie die Geschichte, die erzählt wurde. Eine Geschichte über Fayanú, der ein Auserwählter war und ein Wanderer zwischen den Welten und den Geschlechtern. Es ging um die vier Artefakte und den Wunsch mit ihnen die Welt zu verändern, es ging um viele ernste Themen wie Hunger, Tod und Raub und es gab einige heftige und blutige Szenen, Kriege und Schlachten und Leid, das den Charakteren zugefügt wurde, es gab aber auch eine Liebesgeschichte, die mich tief berührt hat. Die Geschichte all der Charaktere wurde abwechselnd erzählt und auch wenn jeder am Anfang seine eigenen Ziele verfolgt hat und an einem anderen Ort und Punkt war, führte das Schicksal sie am Ende doch alle zusammen und vorher kreuzten sich ihre Wege. Der Schreibstil der Autorin war bildhaft und spannend und die Seiten flogen nur so dahin. Besonders schön und episch fand ich die Beschreibungen zu den vier Artefakten und wie diese verwendet wurden und wie sie ihren Ursprung hatten. Auch die Jahreszeiten spielten eine größere Rolle und die Veränderungen der Landschaften wurden bildhaft beschrieben. Und dann waren da diese Worte von meinem liebsten Charakter aus dem Buch, Fayanú, der sagte: ,,Die Welt zu verändern, das heißt, sich wegzuwerfen, um fließendes Wasser zu erschüttern.“
3,5 Sterne Bei der Bewertung dieses Buches habe ich mich echt schwer getan. Hier wurde eine sehr komplexe Welt mit vielen Völkern und Charakteren geschaffen, die mir grundsätzlich gut gefallen hat. Allerdings habe ich sehr lange gebraucht um in die Geschichte hinein zu finden. Durch die vielen Charaktere und Handlungsstränge musste man sich etwas anstrengen um alles richtig im Kopf zu behalten. Zwischenzeitlich war ich richtig begeistert und habe vor allem Rianon in mein Herz geschlossen! Und dann kam das Ende...Ich weiß bis jetzt noch nicht was ich davon halten soll. Es ging mir alles zu schnell und erschien mir dann von der Autorin etwas einfach gemacht. Ich hätte mir etwas anderes vorgestellt. Trotzdem bedanke ich mich bei der lieben @be.nerdy für die schöne Leserunde :)
2,5 ⭐️ Seichte Fantasy mit einer Moral für Kinderbücher, nur durch die szenische Darstellung ehr etwas für ältere Teenager, wenn nicht Erwachsene. Dieses Dilemma macht den Read für einen Erwachsenen Leser unbefriedigend. Schöne Sprache aber extrem anspruchslos in der Auseinandersetzung mit gesetzten Themen. Eine patriarchale auf Polygamie geprägte Gesellschaft hätte so viel hergeben können. Nix wird draus gemacht. Ebenfalls der Transgender Aspekt wird nicht nennenswert weiter ausgearbeitet. Vieles das als essenziell für die Story dargestellt wird, wie die Lindwürmer, ist einfach nur da. Es folgen keine tieferen Ausführungen oder Einflechtungen. Während die erste Hälfte ereignisreich ist und die Figuren gut in Szene setzt, schleppt sich die 2. dahin und liefert wenig Entwicklung. Insgesamt bleiben die Figuren weitestgehend blass. Sehr unlogische und naive Verhaltensweisen dienen der Weiterentwicklung des Plots. Das Ende ist schon irgendwie enttäuschend für den aufgeblasenen Bimbam, den man zuvor durchlebt hat. Einige Handlungsstränge bleiben unbefriedigend in der Luft hängen.
Jenny-Mai Nuyen – Die Töchter von Illian Ein Becher, eine Flöte, ein Spiegel und eine Sternenscheibe. Die Vier magischen Artefakte bestimmen das Schicksal einer ganzen Welt. Werden sie verschenkt, steigert das ihre Macht. Werden sie behalten, schwächt die Macht ab. Doch die Artefakte sind verschollen. Die junge Zwergin Walgreta, die von den weisen Frauen abgelehnt wurde, und der Elf Fayanu wollen diese Artefakte nun wieder entdecken und begeben sich aus dem Grund gemeinsam auf die Suche. Das vorliegende Buch ist ein Einzelband aus der Feder von Jenny-Mai Nuyen. Ich kenne ihre Bücher nun schon seit vielen Jahren und habe jedes mit Genuss gelesen. Aus diesem Grund war mein Anspruch an diesen Roman – ihr erster bei Fischer-Tor – besonders hoch. Die ersten Seiten versprachen ein grandioses Leseerlebnis – voller Magie und tiefen Charakteren, die zu begeistern wissen. Ich liebe Jennys feingliedrige Sprache, mit der sie Welten um den Leser webt, wie ein Spinnennetz. Ich war von den ersten Kapiteln vollkommen gefangen, erzählt sie doch wundervoll farbenprächtig von Walgreta und ihrer Rückreise zu den Zwergen. Dass sich hinter Walgreta eine vielschichtige Persönlichkeit verbirgt, erfährt der Leser erst ein wenig später. Sie muss sich erst entblättern, was ich persönlich ziemlich gut finde. Walgreta ist ein Charakter, den man nicht unbedingt lieben muss. Sie hat recht egoistische Motive, die dennoch verständlich sind – jedenfalls zu Beginn bin ich ihrem Weg gern gefolgt. Durch den Elf Fayanu kommt der Love-Interesst von Walgreta ins Spiel. Fayanu hat schon eine durchaus Romanfüllende Vergangenheit hinter sich und ist dadurch gezeichnet – und hat dadurch auch nicht unbedingt die berste Meinung von seiner Rasse. Durch die heftige Liebesgeschichte, die sich zwischen Fayanu und Walgreta entspinnt, haben beide auch einen „Grund“ nach den Artefakten zu suchen. Jedoch sind beide bei ihrem Aufbruch noch recht naiv und unwissend. Der mir liebste Charakter war übrigens die Gans „Fledermaus“ – ich fand ihre sarkastischen gackernden Einwürfe so herrlich – ich wünschte, sie hätte in der Geschichte eine tragendere Rolle gespielt. Wie es sich für ein High-Fantasy-Buch gehört, wurde eine große Welt entworfen. Einige Orte davon bereist und viele Schlachten geschlagen. Moment mal – gehört? Nun ja, da kann man geteilter Meinung sein. Ich zumindest hätte mich durchaus damit begnügt, tiefer in die unterschiedlichen Rassen einzutauchen und Walgreta und Fayanu auf ihrer Reise zu begleiten und den Gefahren zu trotzen. Denn ich hatte das Gefühl, da hatte Jenny beim Schreiben wirklich Spaß, das Spiel mit den Wörtern liegt ihr und ich habe vor allem ihre Beschreibungen sehr genossen. Die Schlachten hingegen (und ich mag gut angelegte Schlachten!) erschienen mir irgendwie zu leblos. Ich ertappte mich dabei, wie ich recht anteilnahmslos darüber hinweglas, besonders als sie irgendwann überhandnahmen. Schade! So mochte ich auch das Menschenvolk nicht besonders. Jennys Ideen, die hinter diesem Roman stehen, sind wirklich grandios. Schenken, statt behalten oder stehlen oder erobern. Die Gender-Frage eines bestimmten Protagonisten. Das in einem Fantasy-Buch verarbeitet zu sehen, hat mein Herz erfreut. Was mich wiederum gestört hat, waren die philosophischen Anklänge, die Jenny mit hat einfließen lasse. Philosophie finde ich in so weit gut, wenn sie auch richtig ausgearbeitet wird. Hier hatte ich aber das Gefühl, sie wird nur kurz berührt, um sie dann wieder fallen zu lassen. Alles in allem ein Buch, das spaltet und mich hilflos mit der Bewertung zurücklässt. Die Grundstruktur des Buches war wunderbar, die Sprache so schön und melodisch wie ich sie von Jenny kenne, die Charakter widerborstig und eigen. Auch das mag ich sehr. Andererseits kam mir das Buch unausgereift an manchen Stellen vor und der Abschluss war mir einfach zu plötzlich. Auch einige Entwicklungen und Mittel fand ich persönlich nicht wirklich gut. Ich vergebe 3,5 Sterne für „Die Töchter von Ilian“.
Einfach grandios! Eine einzigartige High Fantasy Story in einer atemberaubenden Welt. Unglaublich spannend - von der ersten bis zur letzten Seite. Ich hoffe sehr, dass wir noch mehr aus dieser Welt erfahren werden und das Buch wird definitiv nicht das letzte sein, welches ich von Jenny May-Nuyen lesen werde :)
Meine Meinung Die Autorin hat hier in einem Einzelband eine sehr komplexe Welt erschaffen und ihre Geschichte geschrieben. Zwerge, Elfen und Menschen leben nicht mehr in Frieden zusammen. Einst herrschte der Frieden, der durch das ehrliche Schenken ge- und verstärkt wurde. Vier magische Artefakte entfalteten ihre Magie erst recht, indem sie immer weiter verschenkt wurden. Behielt man die Artefakte dauerhaft in seinem Besitz, verloren sie ihre magische Kraft. Nun sind sie verschwunden und zerstreut. Mit dem Kupfernen Kleid herrscht die Königin des kleinen Volkes, den Zwergen. Der Becher der Vergangenheit war zufällig in den Besitz einer Sklavin gekommen, einer Tochter des Alten Volkes aus dem geheimnisvollen Volk der Waldelfen. Eine Prophezeiung besagt, dass sobald alle Artefakte wieder nach Ilian zurückgebracht werden, sich wieder Frieden über die Völker legen und das Reich Ilian sich wieder über die Welt ausbreiten wird. So lernen wir als Leser*innen die Protagonist*innen Fayanú und Walgreta kennen, die glauben, dass sie in der Lage sind die Prophezeiung zu erfüllen, aber anders als erwartet. Auf der Suche nach den verschollenen Artefakten werden sie getrennt. Dabei spielt ihnen das Schicksal ziemlich übel mit. Beiden widerfährt drastische körperliche Gewalt, die mich als Leserin schon sehr schockiert hat. Damit hatte ich so nicht gerechnet. Fayanú und Walgreta haben einen Treffpunkt verabredet. Werden sie sich wiederfinden? Kriegerische Auseinandersetzungen sind an der Tagesordnung. Moralische Entscheidungen müssen getroffen werden. Machtgier, Unterdrückung, Intriegen und allerhand Ränkespiele machen das Leben nicht einfacher. Jedes Volk hat eine eigene Gesellschaftsordnung, die sich sehr von den anderen unterscheidet. Dabei erschienen mir die Menschenvölker noch die Primitivsten zu sein. Häppchenweise setzt sich die ganze Geschichte zusammen, da wir aus verschiedenen Sichten die Geschichte erzählt bekommen. So belgeiten wir einmal Fayanú, dann Walgreta, aber auch Rianon, den Fürsten des Sechsten Stammes und auch Mauskin, den Händler vom Volk der Tugaller auf ihrem Weg zu ihrem jeweiligen Ziel. Nach und nach steuert alles auf ein Ende zu, das mich wahrlich überrascht hat. Sprachlich sehr bildhaft und detailreich erzählt Jenny-Mai Nuyen ihre Geschichte ohne dabei Langeweile entstehen zu lassen. Alles ist wichtig, jeder Satz hat einen Sinn. Dabei zeigt sich auch oftmals, dass nichts einfach nur gut oder ausschließlich böse ist. Ihre Figuren sind gut durchdacht und erfahren interessante Entwicklungen, woraus spannende Fragestellungen entstehen. Fazit Eine interessante aber auch ziemlich düstere und auch insgesamt recht brutale Fantasygeschichte, die ich durch ihre Komplexität und Figurenvielfalt Fantasyanfängern nicht unbedingt empfehlen würde. Eine tiefsinnige und auch teilweise philosophische Story mit sehr gut ausgearbeiteten Charakteren, die sich permanent entwickeln, da die ständigen Herausforderungen ihre Anpassung erfordern.
Das neue Buch von der Autorin Jenny- Mai Nuyen trägt den Titel „Die Töchter von Ilian“ und ist wieder mal ein Fantasy- Roman aus ihrer Feder, auf den ich mich sehr gefreut habe. Ich war sehr auf ein weiteres Fantasy- Werk von Nuyen gespannt, dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Klappentext: Vier magische Artefakte bestimmen das Schicksal der Welt: Ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren. Eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen. Ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen. Eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen. Werden sie verschenkt, steigert sich die Macht der Artefakte, werden sie behalten, nimmt diese ab. Doch die magischen Artefakte sind verschollen. Die Weisen Frauen, die einst friedvoll mit ihnen regierten, sind in die Wälder geflohen, und Kriegsfürsten herrschen über Menschen, Zwerge und Elfen. Die Zeit ist gekommen, dass die Töchter aller Völker sich erheben, um die Macht zurückzugewinnen. Ihre früheren Fantasybücher wie z.B. Nijura oder Nocturna habe ich damals verschlungen. Als ich gelesen habe, dass Nuyen ein weiteres High- Fantasy- Werk veröffentlicht, habe ich mich darauf gefreut und konnte es kaum erwarten. Meine Erwartungen waren recht hoch. Und leider muss ich gestehen, dass diese nicht vollständig erfüllt wurden. Positiv möchte ich den poetischen und bildhaften Schreibstil von Nuyen hervorheben. Dieser ist wortgewaltig und hat mich in eine fantastische Welt katapultiert. Ich hatte das Gefühl, mit den Charakteren zusammen ein Abenteuer zu erleben und konnte mich in diesem Erzählstil richtig fallen lassen. „Die Töchter von Ilian“ hat viele spannende Passagen und recht unvorhersehbar. Einige Wendungen werden in die Geschichte eingebaut, die ich so nie erwartet hätte – oftmals wurde ich überrascht und die Geschichte entwickelte sich in eine ganz andere Richtung als ich vermutet hätte, wirkte dabei aber dennoch stimmig. Dies muss man Nuyen lassen, eine Geschichte spannend und vielschichtig aufbauen, kann sie. Die Grundidee konnte mich ebenfalls überzeugen. Die Geschichte rund um die vier Iliaden empfand ich fesselnd und überzeugend, welches ein solides Konzept abgegeben hat. Auch das Worldbuilding fand ich ansprechend. Eine vielseitige Welt mit einer eigenen Geschichte und unterschiedlichen Völkern und Traditionen wird erschaffen, sie besticht durch individuelle Ideen, die mit klassischen Ansätzen kombiniert werden. Die einzelnen Völker, welche diese Welt besiedeln, werden gut und umfangreich beleuchtet, sodass man einen guten Einblick in ihre Kultur erhält. Im Buch sind auch ein Personenregister und eine Landkarte beigefügt wurden. Besonders zu Beginn fand ich diese recht hilfreich und habe sie gerne zu Rate gezogen. Die Charaktere sind vielschichtig und haben ihre Ecken und Kanten. Die wichtigen Personen haben ihre eigene Geschichte, welche sie zu ihrem Handeln antreibt und dieses auch nachvollziehbar macht. Walgreta ist eine noch recht junge Zwergin, die bei den Weisen Frauen gelernt hat. Sie hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und ist willensstark. Walgreta ist bereit, für ihre Meinung einzutreten und vertritt diese auch, auch wenn es manchmal sinnvoll gewesen wäre, diese nicht immer laut kundzutun. Fayanu ist ein Waldelf in Begleitung einer Gans. Von seinem Volk hat er eine schicksalsschwere Aufgabe übertragen bekommen, mit dessen er hadert. Er sucht seine Aufgabe in dieser Welt, will diese aber auch zu einer besseren machen. Rianon ist ein Fürst der Urier, er strebt nach Macht, ist aber im Vergleich zu anderen Männern seines Volkes noch recht human. Leider muss ich gestehen, dass ich trotz der Vielseitigkeit der Charaktere keine richtige Bindung zu diesen aufbauen konnte. Ich habe ihre Entwicklungen mit verfolgt und war auch gespannt, was sie noch alles erleben werden, welche Aufgaben sie meistern müssen – aber einen Zugang zu ihnen habe ich leider nicht gehabt. Mit Walgreta bin ich bis zum Ende des Buches leider nicht warm geworden- Fayanu ist mir da schon eher sympathisch geworden, wobei es auch bei ihm Passagen gab, da hätte ich ihn gerne voran gestoßen. Allgemein waren mir die Urier viel zu präsent. Dieses Volk ist recht rau und kämpferisch. Hier hätte ich mir ein paar Kürzungen gewünscht. Diverse kriegerische Auseinandersetzungen werden ausgefochten - nicht immer habe ich diese als spannend empfunden. Bei anderen Szenen hätte ich mir mehr Infos gewünscht – z.B. über das Volk der Elfen oder vielleicht auch über die Iliaden. Jenny- Mai Nuyen hat mit „Die Töchter von Ilian“ ein vielschichtiges, komplexes High- Fantasy- Werk mit einem überzeugendem Worldbuilding erschaffen. Doch leider habe ich keinen Zugang zu den Protagonisten gefunden. Die Grundidee konnte mich aber dennoch überzeugen. Daher möchte ich 4 Sterne vergeben.
Dieses Buch habe ich schon während meiner Jahresvorschau entdeckt und fand es sofort interessant. Voller Vorfreude stürzte ich mich also in das Buch, doch vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch … Meine Meinung: Liebe zum Detail Was ziemlich schnell an diesem Buch auffällt, ist Nuyens Liebe zum Detail. Mit viel Mühe und Anschaulichkeit präsentiert die Autorin uns ihre Welt. Die verschiedenen Völker und deren Kultur, die Legenden der magischen Artefakte oder der Schöpfungsmythos. In all diesen Digen beweist die Autorin großen Ideenreichtum und vermittelt es dem Leser bildhaft. Besonders die Zwerge und ihre Kultur fand ich äußerst faszinierend, da sie sich schon deutlich von dem gängigen Fantasy Zwergenvolk unterscheiden. Alles in allem wirkt die Welt in sich stimmig, angefangen von dem unterschiedlichen Klang der Namen einzelner Angehörige verschiedener Völker, bis hin zu den Mythen und Legenden, alles wirkt gut durchdacht. Es passiert viel in den Zeilen und noch mehr dazwischen Ebenso komplex wie die Welt, gestaltet sich die Handlung. Prinzipiell finde ich das natürlich gut, ich will nicht blos 0815-Fantasy lesen, aber hier hatte ich das Gefühl, dass mir die Autorin zu viele Geschichten auf einmal und auf zu vielen Meta Ebenen erzählen will. Da haben wir Fayanús tragisches Schicksal in dem es um Liebe, Schmerz, Misshandlung und Traumabewältigung geht, Walgretas Geschichte in der es um Selbstfindung, Hoffnung aber auch die Verführung der Macht geht und dann noch Rianon und Mauskin, ebenfalls mit ihren eigenen Geschichten von Liebe, Verlust und Kampf. Zwar werden alle Fäden am Ende mehr oder weniger zusammen geführt, dennoch hatte ich während des Großteils des Buches das Gefühl ständig zwischen verschiedenen Ebenen hin und her zu springen. Dadurch fiel es mir sehr schwer eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Ich fühlte mich keinem verbunden und auch wenn mich die Tragik mancher Schicksale natürlich nicht kalt ließ, kann ich trotzdem nicht sagen, dass mich die Charaktere erreichten, was leider dazu führte, dass das Ganze Buch mich nicht mitreißen konnte. Lobend möchte ich aber noch das Ende ansprechen. Ich will natürlich nicht spoilern, daher sei nur soviel gesagt: Ich finde es toll, wenn Autoren den Mut haben das zu tun, was hier geschehen ist, denn ein solches Ende ist, wie auch in diesem Fall, zumeist bewegender und tiefgreifender als solche, die man erwarten würde. Fazit: Ein tiefgreifender Fantasyroman, voller Ideenreichtum und Liebe zum Detail. Leider konnte ich persönlich keine Bindung zu den Charakteren aufbauen, dennoch bin ich sicher, dass das Buch seine liebenden Leser finden wird.
Die Töchter von Ilian ist definitiv ein ziemlich guter High-Fantasy-Roman, wie ich finde. Einer meiner liebsten Aspekte daran war auf jeden Fall das Setting. Die Geschichte spielt nämlich in einer Welt, die nicht nur von Menschen, sondern auch von Zwergen, Küsten- sowie Waldelfen, Wyken und Lindwürmern bevölkert wird. Ich mochte die Dynamik zwischen diesen Völkern, die Rivalitäten und gegenseitigen Abhängigkeiten. Gern hätte ich noch mehr in die jeweilige Kultur hereingeschaut, wofür sich die verschiedenen Nebencharaktere der verschiedenen Völker auch super angeboten hätten. Genauso mochte ich die verschiedenen Mythen, die sich bei den Zwergen, Elfen oder Menschen erzählt wurden und die der ganzen Geschichte einfach ein besonderes Flair verliehen haben. Auch die Schauplätze an sich - vor allem Horuns Bauch hat es mir angetan - sind durch den Schreibstil wunderbar zum Leben erweckt worden und es hat Spaß gemacht, mit unseren Charakteren durch dieses alternative Universum zu reisen. Der Plot an sich hat mich auch gefesselt. Alles fokussierte sich von Beginn an auf die Iliaden, deren Verbleib und die Frage, in wessen Händen sie gut aufgehoben sein würden. Die Geschichte entfaltet sich eher gemächlich, was mich aber nicht gestört hat, da so auch viel Zeit für die unterschiedlichen Handlungsstränge und die jeweils involvierten Figuren da war. Die einzige Kritik , die ich vielleicht hätte, ist, dass das Ende im Vergleich zum Rest der Geschichte ein wenig zu schnell abgewickelt worden ist. So war es zwar wahnsinnig spannend, doch als ich es gelesen hatte, dachte ich mir, dass ich davon gern "mehr" gehabt hätte. Da Setting und Plot mich komplett überzeugt haben, bleibt vielleicht die Frage, warum es für mich persönlich nicht ganz zu 5 Sternen gereicht hat. Nun, leider sind mir die Figuren nicht ganz so sehr ans Herz gewachsen, wie ich es gewollt hätte. Sowohl die Hauptfiguren als auch die Nebenfiguren waren für sich gesehen sehr interessant, doch bei den Beziehungen zwischen ihnen hat mir in manchen Fällen einfach etwas gefehlt, das mich komplett in seinen Bann gezogen hat. Es ist nicht so, als würden die Figuren keine Entwicklung während des Verlaufs keine Entwicklung durchleben, aber während dieses Prozesses sind mir die Figuren nicht näher ans Herz gewachsen. Das ist wahrscheinlich nur mein persönlicher Eindruck, doch trotzdem der Grund, warum ich keine 5 Sterne vergeben kann. Ich freue mich auf alles, was Jenny-Mai Nuyen in der Zukunft noch schreiben wird, denn sie gehört auf jeden Fall zu meinen liebsten Autorinnen und ich war wirklich so positiv überrascht, als ich mitbekommen habe, dass sie diesen neuen Fantasy-Roman schreibt. Und dieser hat mich keineswegs enttäuscht. Als Abschluss möchte ich die tiefreichenden, sehr ansprechenden und zum Nachdenken anregenden philosophischen Gespräche und Gedanken in "Die Töchter von Ilian" hervorheben, die ich sehr sehr gern mitverfolgt habe.
War leider nichts für mich!
Die Geschichte hatte Potenzial, leider hat es aber gar nicht meinen Geschmack getroffen. Zudem habe ich vieles nicht nachvollziehen können UND was dringend gefehlt hat: Triggerwarnungen! Es wird dort s*xuelle Gewalt beschrieben und diese hat mich sehr getroffen beim Lesen, da sie nicht erwartet war..
Dieses Buch entwickelt sich immer wieder mal ganz anders als erwartet, und manchmal fand ich das gut, manchmal aber wirkte es mir zu unnatürlich. Die Inhaltsbeschreibung, die man so findet, ist sehr vage und erst der Klappentext verrät einiges zur Handlung des Buches - und das direkt etwas zu viel für meinen Geschmack! Die Namen der Völker - Zwerge, Elfen - beschreiben nicht unbedingt die typischen Wesen, die man unter diesen bekannten Begriffen erwartet, sondern sehen eigentlich recht normal aus und unterscheiden nur die verschiedenen Völker mit ihren Sprachen, Verhalten und Traditionen. Manche fanden das etwas verwirrend und das kann ich zwar nachvollziehen, aber mir hat es nichts ausgemacht. Die vier Iliaden, wie die magischen Artefakte genannt werden, sind natürlich ein wichtiger Punkt der Geschichte und es geht häufig um das Steigern ihrer Macht oder darum, dass verschiedene Figuren und Gruppen sie für sich beanspruchen. Unsere Protagonisten träumen davon, sie wieder in die Hände von vertrauenswürdigen Wyka zu legen und den Frieden und das Gleichgewicht zwischen den Völkern wiederherzustellen. Und dabei sind die beiden manchmal, trotz allem, was sie schon erlebt haben, unglaublich naiv. Walgreta ist eine Zwergin und eine Enkelin der Zwergenkönigin. Als sie ihrem Traum, eine Wyka zu werden, aufgeben muss, ist sie ziemlich niedergeschlagen und ist sich auch bewusst, dass sie vermutlich nie viel erreichen wird. Was aber vielleicht auch so sein sollte, denn sie trifft manchmal so unglaublich impulsive, unbedachte Entscheidungen! Sie ist sehr geradeheraus und für ihre spätere Position war mir das einfach zu blöd, wie leichtsinnig sie sich verhält. Sie hat zwar wirklich gute Absichten, aber ihre Art fand ich ziemlich nervig. Vor allem auch im Vergleich zu Rianon, der sich an die Spitze seines Stammes gekämpft hat und sehr darauf achtet, wie er nach außen wirkt. Er ist sehr zielstrebig und lässt sich zwar auch von seinen Gefühlen beeinflussen, aber er ist sehr gut darin, sie mit seinen eigentlichen Zielen und den Traditionen seines Volkes zu vereinen. Auch wenn er nach sexistischen Werten handelt und auch etwas hinterlistiger ist als sie liebe Walgreta, wirkt er einfach gerissener und schlauer, weswegen ich ihn als eine der Autoritätspersonen des Buches gesehen habe. Elf Fayanú ist ein etwas ungewohnter Charakter, der mit sich selbst zu kämpfen hat. Sowohl mit seinem Körper, der nicht seinem Inneren entspricht, als auch mit seiner Bestimmung, die ihm so gnadenlos aufgedrängt wurde. Ich fand es an diesem Buch aber schon faszinierend, wie die "guten" Charaktere eher wild um sich schlugen und die "bösen" dann eher besonnen wirkten, wenn auch auf eine sehr fanatische Art und Weise. Gerade deren begründete Entschlossenheit machte sie wohl auch so gefährlich. Zum Schluss war ich einfach nicht ganz glücklich mit dem Buch. Zwar mag ich unerwartete Wendungen, aber diese konnten mich gar nicht zufriedenstellen und das passierte mir das ganze Buch über recht regelmäßig. Auch die etwas oberflächlichen Handlungen der Charaktere waren mir oft zu plump. Den Schreibstil an sich finde ich sehr angenehm, doch die Handlung konnte mich nicht ganz überzeugen FAZIT "Die Töchter von Ilian" konnte mich leider nicht so überzeugen wie erhofft, denn trotz einer ganz soliden Fantasy-Welt waren mir manche Charaktere zu naiv, ihre Handlungen oberflächlich und die Wendungen konnten mich nur selten zufriedenstellen.
Sprachlich ist das Buch einfach wunderschön. Die Beschreibungen der Welten sind so plastisch das sie wie ein Film vor dem inneren Auge ablaufen. Jedoch, deswegen nur 4 Sterne, verliert sich die Geschichte oft darin. Zumal diese auch im ruhigen Tempo erzählt wird. Fazit: Ich bin sehr begeistert von der Welt und von dem Stil. Etwas mehr Tempo und weniger Beschreibung hätte der Geschichte gut getan. Allerdings ist das immer noch jammern auf hohen Niveau
Auch der zweite Leseanlauf gescheitert – ich gebe auf… Warum habe ich mich für das Buch entschieden? Ich versuche derzeit meinen SUB etwas abzubauen. Ich hatte das Buch lange auf meinem SUB liegen, weil mir zwar das Cover und der Klappentext sehr gefallen haben, aber nach dem ersten Leseanlauf konnte es mich nicht packen. Cover: Das Cover ist wunderschön. Mir gefallen die Grüntöne und auch die Schnörkel am Titel. Man erkennt es direkt als Fantasy-Roman. Inhalt: Vier magische Artefakte sind bestimmt, das Schicksal der Welt zu lenken. Leider sind diese bei den unterschiedlichen Völkern und verschollen. Die Töchter der Völker müssen sich erheben, um ihre Macht zurückzugewinnen, die diese Artefakte mit sich brachten. Handlung und Thematik: Eine fantasyreiche Suche in einer schön aufgebauten Welt in der viel Krieg herrscht. Leider ohne wirkliche Spannung. Ich habe das Buch auch beim zweiten Leseanlauf abgebrochen, diesmal bin ich aber bis Seite 180 gekommen. Charaktere: Es gibt gefühlt ewig viele Charaktere und man kann zu niemandem wirklich eine Beziehung aufbauen. Walgreta hat mir eigentlich gut gefallen, aber wirklich in sie hineinversetzen konnte ich mich nicht. Die ganzen Perspektivenwechsel überfordern mich etwas, ich würde mir zu Beginn mehr Zeit bei den einzelnen Charakteren wünschen. Schreibstil: Zuerst das Positive: Die Welt, die sich Jenny-Mai Nuyen einfallen hat lassen, ist wirklich wunderschön. Es gibt einige bildliche Beschreibungen und man kann sich gut in die Welt hineinfühlen. Leider führt das Fehlen von jeglicher Art von Spannung dazu, dass ich das Buch zum zweiten Mal abgebrochen habe. Die ganze Story plätschert dahin. Ich wurde absolut nicht mitgezogen. Wenn ich mal mit einem Charakter etwas wärmer wurde, ging es in eine andere Perspektive. Die Charaktere können sicherlich auch beim weiteren Lesen ihre Qualitäten haben, da sie schon besonders wirken, aber für mich ist diese Chance verstrichen. Ich bin nicht sicher, ob ich noch in Buch der Autorin lesen sollte. Persönliche Gesamtbewertung: Für mich fehlte jede Art von Spannung. Beim zweiten Leseversuch wieder abgebrochen. Keine Empfehlung von mir.
Abgebrochen bei Seite 200. Weder Cover, Klappentext noch die früheren Fantasybücher der Autorin haben mich darauf vorbereitet, wie düster und grausam dieses Buch ist. In wunderschönem Schreibstil wird hier ganz nebenbei jedwede Form sexueller Nötigung, auch mit Minderjährigen, beschrieben. Und gerade der blumige Schreibstil, der so gut in ein klassisches, leicht verträumtes, Fantasymärchen gepasst hätte, macht es um so verstörender.
3.5 - 4 Sterne TW: Vergewaltigung, Transphobie, Pädophilie Auch in ihrem neuesten Roman bleibt Jenny-Mai Nuyen ihrem Schreibstil treu: sehr bildhaft und detailverliebt. Ihre Liebe zum Detail ist kaum zu verkennen, gibt sie sich unglaublich viel Mühe damit, die Welt so anschaulich wie möglich zu präsentieren. Egal ob es nun um die verschiedenen Völker und deren Kulturen oder die Legenden die magischen Artefakte betreffend geht – die Autorin beweist unglaublichen Ideenreichtum. Sie bricht diesbezüglich auch mit altbekannten Klischees, so hebt sich das Volk der Zwerge in diesem Buch zum Beispiel sehr von dem altbekannten und gängigen Zwergenvölkern in anderen Fantasyromanen ab. Die Autorin hat eine sehr authentische und stimmige, von A bis Z durchdachte Welt geschaffen, die mit all ihren Mythen und Legenden unglaublich ausgereift ist. Eine so große Welt, wie die Autorin sie hier geschaffen hat allerdings, erfordert natürlich auch jede Menge Charaktere und Geschichten, wovon ich mich insbesondere am Anfang ein wenig erschlagen gefühlt habe. Ich hatte Schwierigkeiten, die Charaktere auseinander zu halten. Glücklicherweise gibt es im Buch ein Charakterverzeichnis, welches ich mir gerade auch am Anfang immer mal wieder zu Hilfe genommen habe. Die Handlungsstränge sind mithin nicht weniger komplex als die Welt, und in der die Geschichte spielt, was ich grundsätzlich wirklich toll finde, allerdings wurde es mir hier stellenweise doch ein wenig zu viel. Zum Beispiel erzählt die Autorin Walgretas Geschichte, in der es nicht nur um Selbstfindung, sondern auch um Verführung der Macht geht, aber es geht auch um Fayanús, der ein tragisches Schicksal erlitten hat. Es geht um Liebe und Schmerz, Misshandlung und Trauerbewältigung – alles wunderbare und vor allen Dingen wichtige Themen, die in ihrer Masse allerdings ein wenig erdrückend wirken können. Und natürlich haben wir da auch noch Mauskin und Rainon, in deren Geschichte es um Verlust und Liebe geht, um Kampf und Macht. Tatsächlich war ich ein wenig erstaunt darüber, wie brutal, düster und hoffnungslos diese Geschichte stellenweise ist. Während man bei dem eher friedlich wirkenden Cover auch von einer solchen Geschichte ausgeht, geht es im Buch wider Erwarten wirklich richtig brutal zu, zu vergleichen zum Beispiel mit Game of Thrones. Der Leser sollte sich gefasst machen auf Vergewaltigungen, Transphobie, Pädophilie und auch einige Sexszenen, die definitiv nicht im Einvernehmen von Statten gehen. Einige dieser Szenen sorgen definitiv für einen Schockmoment. Während mir diese Szenen nicht allzu viel ausmachten, hatte ich allerdings ein winzig kleines Problem mit einer ganz bestimmten Tatsache. Bei einem der Hauptcharaktere handelt es sich um einen Trans-Manns, was ich absolut großartig finde. Allerdings hatte ich das Gefühl, das alle schlimmen Sachen und dazu wirklich die schlimmsten aller schlimmen Sachen immer nur ihm zustoßen. Das Gute daran allerdings ist, dass am Ende all diese verschiedenen Handlungsstränge; all diese verschiedenen Fäden zu einem großen Ganzen zusammengefügt werden; wie ein Puzzle, das langsam von Seite zu Seite zusammengesetzt wird. Die Geschichte um die vier magischen Artefakte hat mir wirklich sehr gut gefallen: ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren, ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen, eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen und eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen. Die Artefakte müssen in Liebe verschenkt werden, sodass sich ihre Macht steigert. Behält man sie jedoch, nimmt die Macht ab. Wie ihr seht, sind der Kreativität und dem Ideenreichtum der Autorin keinerlei Grenzen gesetzt. Die Geschichte ist voll mit Magie, Zwergen, Elfen und Menschen – eben genau den Dingen, die ein gutes High Fantasy Buch braucht. Es geht um Macht und Krieg, um Liebe und Verlust … in diesem Buch steckt so viel, dass es schwierig ist, wirklich alles dieser Welt zu entdecken. Aus genau diesem Grund musste ich auch ein paar Stellen zwei Mal lesen und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich einiges auch schon wieder vergessen habe, obwohl es noch gar nicht so lange her ist, dass ich das Buch beendet habe. Was mir wirklich ganz besonders gefallen hat, ist die bewegende Liebesgeschichte, die die Autorin mit all diesen unglaublich tollen Fantasy Elementen erzählt. Man leidet praktisch mit den Charakteren, die man über die Seiten hinweg fast allesamt ins Herz geschlossen hat. Die Charaktere sind vielschichtig, haben Ecken und Kanten, was sie zu wirklich interessanten Wegbegleitern macht. Gerade auch die Entwicklung der Charaktere steht hier im Fokus, nimmt die Autorin sich für alle genug Zeit. Insbesondere auch die Tatsache, dass das Buch aus verschiedenen Sichten geschrieben ist, erleichtert es dem Leser, eine engere Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, sie zu verstehen und sich in sie hineinzuversetzen. Auch ein Pluspunkt: Vieles kommt völlig unerwartet. In den meisten Büchern ist es ja so, dass man zumindest eine Ahnung hat, wo die Geschichte hingeht, und oftmals liegt man damit auch richtig, doch, in in diesem Fall hat mich die Autorin mehr als einmal überrascht, was nicht nur zur Spannung beigetragen hat, sondern auch die Neugierde geschürt hat. Nichtsdestotrotz muss ich auch dazu sagen, dass mir all das zwar wunderbare Lesestunden beschert hat, mir gleichzeitig aber auch den Einstieg in die Geschichte ein wenig erschwert hat und auch wenn ich ein Fan ihres Schreibstils bin, wurde ich einige Male durch die Detailverliebtheit abgelenkt, was dazu führte, das ich mit meinen Gedanken irgendwo anders gelandet bin, nicht aber dort, wo sie hingehörten, nämlich bei der Geschichte. Abschließend möchte ich noch einmal kurz auf den Schreibstil der Autorin eingehen, der in meinen Augen wirklich unglaublich besonders ist. Bereits bei ihren anderen Büchern war es ihre Art zu Schreiben, die mich nachhaltig beeindruckt hat. Es scheint fast so, als würde sie jedes Wort, dass sie nieder schreibt, innig lieben und mit ein klein bisschen Magie versehen. Ihre Worte sind so mächtig, so gefühlvoll und emotional. Man kann sich einfach so davon träumen, was einfach wundervoll ist. LOHNT SICH DAS BUCH? Zu meinem neuen Lieblingsbuch der Autorin wurde Die Töchter von Ilian leider nicht (Nocturna ist nach wie vor auf Platz eins) und auch wenn ich mich nicht zu 100 % in der Geschichte einfinden konnte und immer mal wieder Schwierigkeiten hatte, die Geschichte wirklich zu fühlen und zu leben, so handelt es sich bei ihrem neuesten Werk dennoch um ein Fantasy-Epos, das in das Bücherregal eines jeden Fantasy-Fans gehört. Das Worldbuilding ist grandios, die Charaktere ganz wundervoll und der Schreibstil einzigartig – die Geschichte berührt und fesselt nicht nur, sondern hat auch einige Überraschungen parat. Jeder sollte sich unbedingt selbst ein Bild von dieser Geschichte machen.
Vier magische Artefakte bestimmen das Schicksal der Welt: Ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren. Eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen. Ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen. Eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen. Werden sie verschenkt, steigert sich die Macht der Artefakte, werden sie behalten, nimmt diese ab. Doch die magischen Artefakte sind verschollen. Die Weisen Frauen, die einst friedvoll mit ihnen regierten, sind in die Wälder geflohen, und Kriegsfürsten herrschen über Menschen, Zwerge und Elfen. Die Zeit ist gekommen, dass die Töchter aller Völker sich erheben, um die Macht zurückzugewinnen. (Klappentext) Ich hatte mir von dem Buch einen tollen, spannenden und mitreißenden Fantasy-Roman erhofft, aber leider konnte es mich nicht komplett überzeugen und ich wurde ein wenig enttäuscht. Den Einstieg fand ich ziemlich gut gemacht, der Prolog sehr vielversprechend und man lernt als Leser die Protagonistin Walgreta kennen. Sie ist eine Zwergin, was ich total cool fand, und hat einen großen Wunsch, nämlich eine Weise Frau zu werden. Mehrere Jahre war sie schon in Ausbildung, aber die Nachfolge hat ihre keine der Frauen angeboten. So bleibt ihr keine andere Wahl in ihr Zuhause, Horuns Bauch, den Hauptsitz des kleinen Volkes zurückzukehren. Ein Ort, den sie für immer hinter sich lassen wollte und sich dort nie richtig wohlgefühlt hat. Zitat : "Am Ende handeln alle Geschichten von der Liebe und ihrem langen Schatten, der Angst. [...] Ich will euch eine Geschichte erzählen." Kurz vor Horuns Bauch bemerkt Walgreta zum ersten Mal Fayanú, einen jungen Mann mit einer Gans, der zum alten Volk - den Elfen - gehört und Walgreta direkt fasziniert. Walgreta und Fayanú mochte ich beide als Protagonisten die meiste Zeit ganz gerne, sie hatten besonderen Geschichten und Schicksale. Und mir hat es sehr gut gefallen, dass sie charakterliche Tiefe hatten. Nur teilweise fand ich sie leicht naiv und ihre Gedanken und Handlungen nicht immer nachvollziehbar. Was mich leider nicht überzeugen konnte, war die Liebesgeschichte. Die beiden passten gut zusammen, aber sie kennen sich noch nicht lange und schon waren sie vertraut und innig. Ich fand es passierte viel zu schnell und hätte mir defintiv gewünscht, dass es langsamer vorangeht. Super gut gefallen hat mir das Worldbuilding mit den verschiedenen Völkern, ihren Traditionen und Kulturen. Das Buch hat schöne Karte und eine Glossar, was mir beides sehr positv aufgefallen ist. Begeistert hat mich auch die Namenswahl der Charaktere, die Namen sind ungewöhnlich und merkt total, dass sich die Autorin dabei viel Mühe gegeben hat. Zitat : "»Hast du Angst, dass ich ihn dir wegnehme ?«, fragte sie neckend. »Er würde dir nichts bringen. Ich müsste ihn dir schon schenken, damit er seine Zauberkraft für dich entfaltet.«" Auch wenn ich die Handlung fand ich eigentlich interessant, aber fand ich sie insgesamt nicht immer spannend. Toll gemacht waren die Artefakte, ihre Bedeutung und dass sie ihre Wirkung nur entfalten und verstärken, wenn sie weiterverschenkt werden. Der Schreibstil von Jenny-Mai Nuyen war märchenhaft und bildlich, nur leider auch sehr langamtig. Dadurch konnte mich die Geschichte nicht fesseln oder packen, was ich total schade fand. Ich bin dem Buch nur langsam vorangekommen, hatte keinen richtigen Lesefluss und es ging auch ein wenig die Lesefreude verloren. Fazit : Eigentlich eine gute und faszinierende Geschichte, aber leider war es für mich sehr langamtig und hat mich nicht packen oder mitreißen können.




























