Die Tochter
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Description
Die beiden Freundinnen hatten sich geschworen, niemals Mutter zu werden. Unvorstellbar, ihre Freiheit für ein Kind aufzugeben. Und doch ist eines Tages alles anders. Alina wird schwanger. Laura, die sich die Eileiter durchtrennen ließ, empfindet dies als Verrat. Weshalb die Fehler der eigenen Mütter wiederholen und sich in Abhängigkeit begeben? Dann aber stellen die Ärzte fest, dass etwas mit Alinas Baby nicht stimmt. Ihr Leben nimmt einen ganz anderen Lauf, als sie es sich gedacht hatte. Zu selben Zeit freundet sich Laura mit einem kleinen Jungen in der Nachbarschaft an, dessen Mutter ihn vernachlässigt. Die neuen Erfahrungen wecken Ungeahntes im Inneren der beiden Freundinnen. Auf zwei sehr unterschiedlichen Arten lernen sie kennen, was es auch heißen kann, Frau zu sein.
Book Information
Author Description
Guadalupe Nettel, 1973 in Mexico City geboren, zählt zu den wichtigsten Stimmen der lateinamerikanischen Literatur. Sie wuchs in Frankreich, Montreal und Barcelona auf und promovierte an der École des Hautes Études in Paris. Mehrere ihrer Romane erhielten internationale Anerkennung und wurden mit bedeutenden Literaturpreisen ausgezeichnet sowie in mehr als 17 Sprachen übersetzt. Guadalupe Nettel arbeitet als Journalistin u. a. für »The New York Times«, »El País«, »La Repúbblica, »La Stampa« sowie für das »Granta Magazine«. Außerdem ist sie Herausgeberin des renommierten mexikanischen Literaturmagazins »La Revista de la Universidad de Mexico«. Sie lebt in Mexico City und in Paris.
Posts
Der Roman, 'Die Tochter' von Guadalupe Nettel, ging in eine ganz andere Richtung, als ich anfangs dachte, und hat mich immer ein Stückchen mehr mitgenommen. Die Freundinnen Alina und Laura umtreiben die gleichen Gedanken wie wahrscheinlich viele Frauen. Muttersein - ja oder nein? Sagen beide anfangs in ihren Zwanzigern kategorisch nein, wandelt sich diese Einstellung bei Alina komplett und sie wird gewollt schwanger. Leider läuft es nicht wie erhofft und ihr Kind wird mit einem seltenen Gen-Defekt geboren. Hätte man jetzt vermutet, dass Laura sich von ihrer Freundin abwendet und eventuell sogar mit erhobenem Zeigefinger Reden schwingt, da täuscht man sich. Laura hält an ihrer Einstellung, nicht Mutter sein zu wollen, fest, aber steht weiterhin zu ihrer Freundin und deren Entscheidungen und freundet sich auch mit einem kleinen Jungen und seiner Mutter an. Ich finde, diese Thematik rund um das Thema Mutterschaft ist nicht immer einfach zu behandeln, und das ist der Autorin hier sehr gut gelungen. Der Roman verurteilt nicht - er nimmt sich der unterschiedlichen Themen und Überzeugungen an. Schön zu spüren und zu lesen war diese große Solidarität der Frauen untereinander. Trotz der Zerrissenheit im Denken und Handeln. Das hat mich am meisten begeistert und auch berührt. Die Thematik um Alina und ihre Tochter Inès ist zwar schwierig und traurig, aber auch hoffnungsvoll. Einzig das Ende ging mir dann doch zu flott und ich hätte gerne noch ein paar Seiten Zeit gehabt, um mich aus der Erzählung zu verabschieden. Wer gerne Bücher dieser Art liest, dem kann ich nur ans Herz legen, hierbei zuzugreifen. Ein wirklich gutes Buch.

Mitreißend, klug, klar und kraftvoll
MUTTERWERDEN GEHÖRT NICHT ZU IHREN LEBENSPLÄNEN, DOCH DANN KOMMT ALLES ANDERS »Eine herzzerreißend intensive Reise.« The New York Times Book Review Mein Leseeindruck: Ihr Lieben! Dieses Buch habe ich aufgesogen, jedes einzelne Wort! So ein gutes Buch! Im Mittelpunkt stehen die Frauen Alina und Laura, die bis zum Tag X ihre Unabhängigkeit genießen, Mutterschaft steht nicht auf ihrer Agenda! Es handelt sich hierbei um eine unvergessliche Geschichte über die Ambivalenz des Mutterseins, Freundschaft, Partnerschaft, Pflege, Entscheidungen, Solidarität von Frauen, unvorhersehbare Vorkommnisse! Wahnsinnig gut dargestellt! Diese Geschichte ist so tiefgründig, mitten aus dem Leben gegriffen. Ein Buch wie ein Schlag vors Gesicht! Das Schicksal lauert überall, aber wie geht man damit um, stellt sich darauf ein? Wie weit öffnet man die Familie für Fremde? Fragen über Fragen. Intensiv, traurig, echt. Der Leser wird konfrontiert, was es heißt vor seinen eigenen menschlichen Abgründen zu stehen. Mitreißend, klug, klar und kraftvoll wird hier die Komplexität der Fraulichkeit ausgelotet. Kurz um, dieses Buch erscheint aktuell in 23 Sprachen und war für den International Booker Prize nominiert. Absolut gerechtfertigt! Fazit: Unbedingt lesen! Eure Claudia
Mutter sein...
Als Leserin hat mich Die Tochter von Guadalupe Nettel mit einer Thematik konfrontiert, die viele Frauen bewegt: Muttersein – ja oder nein? Zuerst war ich überrascht, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, und ich konnte mich gut in die unterschiedlichen Sichtweisen von Alina und Laura hineinversetzen. Besonders schön fand ich, wie respektvoll die Freundschaft der beiden trotz aller Unterschiede bestehen bleibt, und auch die Solidarität zwischen den Frauen hat mich berührt. Gleichzeitig fiel es mir nicht immer leicht, am Ball zu bleiben. Manche Abschnitte haben sich für mich etwas gezogen, und das Ende kam mir viel zu plötzlich – ich hätte gerne mehr Zeit gehabt, mich von der Geschichte zu verabschieden. Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen und finde die Botschaft wichtig, aber es hat mich nicht so stark gepackt, dass ich mehr als drei Sterne vergeben könnte.

Lesen, lesen, lesen!
Die beiden Erzählstränge fesselten mich von den ersten Seiten an, sodass ich das Buch kaum noch weglegen konnte. Guadalupe Nettel zeichnet die Protagonistinnen mit allen ambivalenten Emotionen des Mutterseins ,gewollt oder ungewollt, nach in direkten und ungeschönten Formulierungen. Sie führen mitten ins Herz und treffen dort, wo es weh tut. Themen wie Trauerarbeit mit Eltern vor der Geburt, die diversen Kommunikationen mit den Fachpersonen und ein Taubennest auf dem Balkon bereichern das Werk. Der Roman zeigt auf eine harte und doch liebevolle Art, wie bedeutungsvoll Familie und Gesundheit ist. Er lässt mich demütig zurück und voller Dankbarkeit für mein eigenes behütetes Leben mit wundervollen kleinen Lebewesen. Die Bereitschaft sich mit ungeschönten Lebensrealitäten aktiv auseinanderzusetzen, sollte eine Voraussetzung für das Lesen des Buches sein.

Was ist Mutterschaft?
Ab dem ersten Absatz war klar, das wird mein Buch. Die Thematik war mir so vertraut und ich konnte mich sehr gut mit der Protagonistin identifizieren. Die Autorin hat eine sehr schöne Erzählstimme. Emotional, nah und ehrlich. . Es geht um Mutterschaft. Zwei Freundinnen die ein Pakt schließen. Doch eine bricht dieses und was das mit der Freundschaft macht, wird hier geschildert. Beide Frauen haben im Laufe der Geschichte unterschiedliche Ansichten. Ich konnte beide sehr gut verstehen. Eine radikale Entscheidung und eine hoffnungsvolle Entwicklung. . Es geht aber auch um Ängste, Schuld, Machtlosigkeit, Trauer und noch so viel mehr. Das Buch hat mich emotional total abgeholt. Ich konnte das alles, diese Zerrissenheit so gut verstehen. Das Buch hat ganz viel mit mir gemacht. Ich war traurig, ich war wütend und ich war hoffnungslos. Ich konnte es wirklich nicht aus der Hand legen. Wollte unbedingt bei beiden Frauen bleiben. Hätte sie am liebsten Umarmt. So nah gehen einem die Charaktere. . Das Buch wirft auch die Frage auf „Was ist Mutterschaft eigentlich?“ Sie ist eben nicht nur schön und harmonisch. Sondern auch anstrengend, kräftezehrend, Grenzen überschreitend. Ein Thema wo ich mich so gut identifizieren konnte.Ungewollter Kinderwunsch und unerfüllter Kinderwunsch, zwei Gegensätze die doch so viel gemeinsam haben. . Das Buch ist in zwei Teilen erzählt aber mit einer Perspektive. Es hat mich mitgerissen, berührt und sehr bewegt. Ein tolles Buch. Tolle Umsetzung dieser Thematik. Es gibt kein richtig oder falsch. Und es gibt eben verschiedene Lebensmodelle. Es hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Am Ende kommt alles so, wie es soll.

Muttersein - ja oder nein? Und was bedeutet das?
„Die Tochter“ ist eine herzzerreißende Geschichte von zwei Freundinnen, Alina und Laura, beide entscheiden sich eigentlich für ein Leben ohne Kinder. Alina bekommt irgendwann doch einen Kinderwunsch, wird durch künstliche Befruchtung schwanger, ihre Tochter kommt allerdings mit einem seltenen Gendeffekt auf die Welt. Schon vor der Geburt hieß es, dass sie nicht lebensfähig sein wird. Alina und ihr Mann stellen sich darauf ein, gleich nach der Geburt ihre wieder zu verlieren. Doch es kommt alles anders und auf Alina warten auf einmal ganz andere Aufgaben. Laura hingegen entscheidet sich sehr früh gegen das Muttersein und lässt sich ihre Eileiter abklemmen. Bis sie sich dazu entscheidet, ihrem Nachbarsjungen Platz in ihrem Leben zu geben. Ein unglaubliches gutes Buch, berührend, traurig und neben all den Entscheidungen, die als Frau entscheidend für das eigene Leben sind, eine Hommage an eine tiefen schwesterliche Freundschaft 💜

Guadalupe Nettels Roman „Die Tocher“ im Originaltitel "La hija única" (Das einzige Kind) beleuchtet auf einfühlsame Weise die vielfältigen Facetten der Mutterschaft. Im Mittelpunkt stehen drei Frauen: Alina, die im achten Schwangerschaftsmonat eine niederschmetternde Diagnose erhält, Laura, die einen Lebensweg ohne traditionelle Mutterschaft wählt und Doris, eine alleinerziehende Mutter mit einem verhaltensauffälligen Sohn. Durch die Verflechtung ihrer Geschichten entsteht ein intensives Porträt dieser Frauenschicksale. Die Autorin verwendet eine klare und schnörkellose Sprache und transportiert die Gedanken und Gefühle der Protagonistinnen in meinen Augen authentisch. Laura, die im Roman als Erzählerin fungiert, bietet eine reflektierte Perspektive auf Mutterschaft und die verschiedenen Wege, wie Menschen Fürsorge und Verantwortung übernehmen. Alinas Schicksal hat mich dabei am meisten berührt, da ich ihre innere Zerrissenheit und den schmerzlichen Abschied aus einer Welt voller Hoffnungen am besten nachempfinden konnte. Doris Erzählstrang nimmt den geringsten Raum ein und bleibt etwas oberflächlich, so dass ich sie mehr als Nebenfigur wahrgenommen habe, obwohl ihre Lebenssituation sicher auch noch erzählerisches Potential gehabt hätte. Ein besonderes Stilmittel ist die Metapher des Taubennests auf Lauras Balkon, deren Bedeutung ich erst zum Ende der Geschichte so richtig erfasst habe und die die Themen Fürsorge und Verantwortung subtil widerspiegelt. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich dadurch nochmal zum Nachdenken über die verschiedenen Formen von Elternschaft angestoßen wurde. Insgesamt ist "Die Tochter" ein eindrücklicher Roman, der die Komplexität von Mutterschaft, Freundschaft und individuellen Lebensentscheidungen beleuchtet und auf gerade mal 283 Seiten ein vielschichtiges Bild von Liebe, Schmerz und Hoffnung zeichnet.

Dieser Roman hat mein Herz gebrochen.
Der Roman von Guadalupe Nettel stellt auf intensive Weise da, was es für Frauen bedeuten kann, Mutter zu sein. Es ist ein sehr schweres Buch, da sie sich die schlechtesten Szenarien gesucht hat. Aber es ist auch von Hoffnung erfüllt. Die Authentizität, der Schmerz und die Liebe haben mich überzeugen können. Ein schmerzhaftes, aber lesenswertes Buch.
Die Geschichte über Frauen und das Thema Kinderwunsch. So groß es in unserer heutigen Zeit doch immer noch ist.
In diesem Roman geht es hauptsächlich um zwei Freundinnen. Laura und Alina. Ein bisschen irritiert mich der Klappentext, denn ich bin davon ausgegangen, dass es mehr um Laura gehen würde, schließlich wird das Buch ausschließlich aus ihrer Perspektive erzählt. Kann aber auch sein, dass ich mich da getäuscht habe und im Vorfeld nicht richtig gelesen habe. Für mich ging es zu viel um Alina und ihre Schwangerschaft und anschließend das Leben mit einem Kind, welches sehr viel Zeit der Eltern in Anspruch nimmt. Das Ende kam für mich auch irgendwie abprupt, denn ich bin von 280 Seiten ausgegangen, wovon dann aber am Ende gefühlt mehr als 40 Seiten Leseproben für andere Bücher der Schriftstellerin sind. Keine Ahnung, ob das nur beim Ebook so ist oder ob das Hardcover auch voll davon ist. Mich hat die Geschichte mit Lauras Nachbarin Doris und ihrem Sohn Nico gepackt und da hätte ich mir gewünscht mehr von zu lesen. Das kann aber auch einfach eine persönliche Präferenz sein, da meine eigenen Kinder in Nicos Alter sind und mich Geschichten mit Babys nicht so packen. Alles in allem für mich persönlich keine leichte Kost gewesen. Das Buch hat mich doch irgendwie gepackt und daher drei von fünf Sternen ✨
Am Anfang des Buches war ich etwas enttäuscht, das es nicht so lief wie ich es mir im Klapptext vorgestellt habe. Wir erhalten Einblick in das Leben von 3 Frauen, die a) ein Kind bekommt. b) kein Kind möchte. c) ein verhaltensauffälliges Kind groß zieht. Jedoch haben mich alle Charaktere komplett abgeholt und jetzt war authentisch ohne unsympathisch zu sein. Der Schreibstil war (für mich) sehr schonungslos und ohne auszuschmücken. Das fand ich, da ich i.d.R. ausschweifende Bücher lese, wirklich gut - somit wurden die Themen nochmal deutlich hervorgerufen. Für mich eigentlich einen halben Stern Abzug, weil mit wirklich eine Triggerwarnung gefehlt hat. Ich persönlich habe das Buch auch kurz mal weglegen müssen. (Triggerwarnung - Stille Geburt)
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Die beiden Freundinnen hatten sich geschworen, niemals Mutter zu werden. Unvorstellbar, ihre Freiheit für ein Kind aufzugeben. Und doch ist eines Tages alles anders. Alina wird schwanger. Laura, die sich die Eileiter durchtrennen ließ, empfindet dies als Verrat. Weshalb die Fehler der eigenen Mütter wiederholen und sich in Abhängigkeit begeben? Dann aber stellen die Ärzte fest, dass etwas mit Alinas Baby nicht stimmt. Ihr Leben nimmt einen ganz anderen Lauf, als sie es sich gedacht hatte. Zu selben Zeit freundet sich Laura mit einem kleinen Jungen in der Nachbarschaft an, dessen Mutter ihn vernachlässigt. Die neuen Erfahrungen wecken Ungeahntes im Inneren der beiden Freundinnen. Auf zwei sehr unterschiedlichen Arten lernen sie kennen, was es auch heißen kann, Frau zu sein.
Book Information
Author Description
Guadalupe Nettel, 1973 in Mexico City geboren, zählt zu den wichtigsten Stimmen der lateinamerikanischen Literatur. Sie wuchs in Frankreich, Montreal und Barcelona auf und promovierte an der École des Hautes Études in Paris. Mehrere ihrer Romane erhielten internationale Anerkennung und wurden mit bedeutenden Literaturpreisen ausgezeichnet sowie in mehr als 17 Sprachen übersetzt. Guadalupe Nettel arbeitet als Journalistin u. a. für »The New York Times«, »El País«, »La Repúbblica, »La Stampa« sowie für das »Granta Magazine«. Außerdem ist sie Herausgeberin des renommierten mexikanischen Literaturmagazins »La Revista de la Universidad de Mexico«. Sie lebt in Mexico City und in Paris.
Posts
Der Roman, 'Die Tochter' von Guadalupe Nettel, ging in eine ganz andere Richtung, als ich anfangs dachte, und hat mich immer ein Stückchen mehr mitgenommen. Die Freundinnen Alina und Laura umtreiben die gleichen Gedanken wie wahrscheinlich viele Frauen. Muttersein - ja oder nein? Sagen beide anfangs in ihren Zwanzigern kategorisch nein, wandelt sich diese Einstellung bei Alina komplett und sie wird gewollt schwanger. Leider läuft es nicht wie erhofft und ihr Kind wird mit einem seltenen Gen-Defekt geboren. Hätte man jetzt vermutet, dass Laura sich von ihrer Freundin abwendet und eventuell sogar mit erhobenem Zeigefinger Reden schwingt, da täuscht man sich. Laura hält an ihrer Einstellung, nicht Mutter sein zu wollen, fest, aber steht weiterhin zu ihrer Freundin und deren Entscheidungen und freundet sich auch mit einem kleinen Jungen und seiner Mutter an. Ich finde, diese Thematik rund um das Thema Mutterschaft ist nicht immer einfach zu behandeln, und das ist der Autorin hier sehr gut gelungen. Der Roman verurteilt nicht - er nimmt sich der unterschiedlichen Themen und Überzeugungen an. Schön zu spüren und zu lesen war diese große Solidarität der Frauen untereinander. Trotz der Zerrissenheit im Denken und Handeln. Das hat mich am meisten begeistert und auch berührt. Die Thematik um Alina und ihre Tochter Inès ist zwar schwierig und traurig, aber auch hoffnungsvoll. Einzig das Ende ging mir dann doch zu flott und ich hätte gerne noch ein paar Seiten Zeit gehabt, um mich aus der Erzählung zu verabschieden. Wer gerne Bücher dieser Art liest, dem kann ich nur ans Herz legen, hierbei zuzugreifen. Ein wirklich gutes Buch.

Mitreißend, klug, klar und kraftvoll
MUTTERWERDEN GEHÖRT NICHT ZU IHREN LEBENSPLÄNEN, DOCH DANN KOMMT ALLES ANDERS »Eine herzzerreißend intensive Reise.« The New York Times Book Review Mein Leseeindruck: Ihr Lieben! Dieses Buch habe ich aufgesogen, jedes einzelne Wort! So ein gutes Buch! Im Mittelpunkt stehen die Frauen Alina und Laura, die bis zum Tag X ihre Unabhängigkeit genießen, Mutterschaft steht nicht auf ihrer Agenda! Es handelt sich hierbei um eine unvergessliche Geschichte über die Ambivalenz des Mutterseins, Freundschaft, Partnerschaft, Pflege, Entscheidungen, Solidarität von Frauen, unvorhersehbare Vorkommnisse! Wahnsinnig gut dargestellt! Diese Geschichte ist so tiefgründig, mitten aus dem Leben gegriffen. Ein Buch wie ein Schlag vors Gesicht! Das Schicksal lauert überall, aber wie geht man damit um, stellt sich darauf ein? Wie weit öffnet man die Familie für Fremde? Fragen über Fragen. Intensiv, traurig, echt. Der Leser wird konfrontiert, was es heißt vor seinen eigenen menschlichen Abgründen zu stehen. Mitreißend, klug, klar und kraftvoll wird hier die Komplexität der Fraulichkeit ausgelotet. Kurz um, dieses Buch erscheint aktuell in 23 Sprachen und war für den International Booker Prize nominiert. Absolut gerechtfertigt! Fazit: Unbedingt lesen! Eure Claudia
Mutter sein...
Als Leserin hat mich Die Tochter von Guadalupe Nettel mit einer Thematik konfrontiert, die viele Frauen bewegt: Muttersein – ja oder nein? Zuerst war ich überrascht, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, und ich konnte mich gut in die unterschiedlichen Sichtweisen von Alina und Laura hineinversetzen. Besonders schön fand ich, wie respektvoll die Freundschaft der beiden trotz aller Unterschiede bestehen bleibt, und auch die Solidarität zwischen den Frauen hat mich berührt. Gleichzeitig fiel es mir nicht immer leicht, am Ball zu bleiben. Manche Abschnitte haben sich für mich etwas gezogen, und das Ende kam mir viel zu plötzlich – ich hätte gerne mehr Zeit gehabt, mich von der Geschichte zu verabschieden. Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen und finde die Botschaft wichtig, aber es hat mich nicht so stark gepackt, dass ich mehr als drei Sterne vergeben könnte.

Lesen, lesen, lesen!
Die beiden Erzählstränge fesselten mich von den ersten Seiten an, sodass ich das Buch kaum noch weglegen konnte. Guadalupe Nettel zeichnet die Protagonistinnen mit allen ambivalenten Emotionen des Mutterseins ,gewollt oder ungewollt, nach in direkten und ungeschönten Formulierungen. Sie führen mitten ins Herz und treffen dort, wo es weh tut. Themen wie Trauerarbeit mit Eltern vor der Geburt, die diversen Kommunikationen mit den Fachpersonen und ein Taubennest auf dem Balkon bereichern das Werk. Der Roman zeigt auf eine harte und doch liebevolle Art, wie bedeutungsvoll Familie und Gesundheit ist. Er lässt mich demütig zurück und voller Dankbarkeit für mein eigenes behütetes Leben mit wundervollen kleinen Lebewesen. Die Bereitschaft sich mit ungeschönten Lebensrealitäten aktiv auseinanderzusetzen, sollte eine Voraussetzung für das Lesen des Buches sein.

Was ist Mutterschaft?
Ab dem ersten Absatz war klar, das wird mein Buch. Die Thematik war mir so vertraut und ich konnte mich sehr gut mit der Protagonistin identifizieren. Die Autorin hat eine sehr schöne Erzählstimme. Emotional, nah und ehrlich. . Es geht um Mutterschaft. Zwei Freundinnen die ein Pakt schließen. Doch eine bricht dieses und was das mit der Freundschaft macht, wird hier geschildert. Beide Frauen haben im Laufe der Geschichte unterschiedliche Ansichten. Ich konnte beide sehr gut verstehen. Eine radikale Entscheidung und eine hoffnungsvolle Entwicklung. . Es geht aber auch um Ängste, Schuld, Machtlosigkeit, Trauer und noch so viel mehr. Das Buch hat mich emotional total abgeholt. Ich konnte das alles, diese Zerrissenheit so gut verstehen. Das Buch hat ganz viel mit mir gemacht. Ich war traurig, ich war wütend und ich war hoffnungslos. Ich konnte es wirklich nicht aus der Hand legen. Wollte unbedingt bei beiden Frauen bleiben. Hätte sie am liebsten Umarmt. So nah gehen einem die Charaktere. . Das Buch wirft auch die Frage auf „Was ist Mutterschaft eigentlich?“ Sie ist eben nicht nur schön und harmonisch. Sondern auch anstrengend, kräftezehrend, Grenzen überschreitend. Ein Thema wo ich mich so gut identifizieren konnte.Ungewollter Kinderwunsch und unerfüllter Kinderwunsch, zwei Gegensätze die doch so viel gemeinsam haben. . Das Buch ist in zwei Teilen erzählt aber mit einer Perspektive. Es hat mich mitgerissen, berührt und sehr bewegt. Ein tolles Buch. Tolle Umsetzung dieser Thematik. Es gibt kein richtig oder falsch. Und es gibt eben verschiedene Lebensmodelle. Es hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Am Ende kommt alles so, wie es soll.

Muttersein - ja oder nein? Und was bedeutet das?
„Die Tochter“ ist eine herzzerreißende Geschichte von zwei Freundinnen, Alina und Laura, beide entscheiden sich eigentlich für ein Leben ohne Kinder. Alina bekommt irgendwann doch einen Kinderwunsch, wird durch künstliche Befruchtung schwanger, ihre Tochter kommt allerdings mit einem seltenen Gendeffekt auf die Welt. Schon vor der Geburt hieß es, dass sie nicht lebensfähig sein wird. Alina und ihr Mann stellen sich darauf ein, gleich nach der Geburt ihre wieder zu verlieren. Doch es kommt alles anders und auf Alina warten auf einmal ganz andere Aufgaben. Laura hingegen entscheidet sich sehr früh gegen das Muttersein und lässt sich ihre Eileiter abklemmen. Bis sie sich dazu entscheidet, ihrem Nachbarsjungen Platz in ihrem Leben zu geben. Ein unglaubliches gutes Buch, berührend, traurig und neben all den Entscheidungen, die als Frau entscheidend für das eigene Leben sind, eine Hommage an eine tiefen schwesterliche Freundschaft 💜

Guadalupe Nettels Roman „Die Tocher“ im Originaltitel "La hija única" (Das einzige Kind) beleuchtet auf einfühlsame Weise die vielfältigen Facetten der Mutterschaft. Im Mittelpunkt stehen drei Frauen: Alina, die im achten Schwangerschaftsmonat eine niederschmetternde Diagnose erhält, Laura, die einen Lebensweg ohne traditionelle Mutterschaft wählt und Doris, eine alleinerziehende Mutter mit einem verhaltensauffälligen Sohn. Durch die Verflechtung ihrer Geschichten entsteht ein intensives Porträt dieser Frauenschicksale. Die Autorin verwendet eine klare und schnörkellose Sprache und transportiert die Gedanken und Gefühle der Protagonistinnen in meinen Augen authentisch. Laura, die im Roman als Erzählerin fungiert, bietet eine reflektierte Perspektive auf Mutterschaft und die verschiedenen Wege, wie Menschen Fürsorge und Verantwortung übernehmen. Alinas Schicksal hat mich dabei am meisten berührt, da ich ihre innere Zerrissenheit und den schmerzlichen Abschied aus einer Welt voller Hoffnungen am besten nachempfinden konnte. Doris Erzählstrang nimmt den geringsten Raum ein und bleibt etwas oberflächlich, so dass ich sie mehr als Nebenfigur wahrgenommen habe, obwohl ihre Lebenssituation sicher auch noch erzählerisches Potential gehabt hätte. Ein besonderes Stilmittel ist die Metapher des Taubennests auf Lauras Balkon, deren Bedeutung ich erst zum Ende der Geschichte so richtig erfasst habe und die die Themen Fürsorge und Verantwortung subtil widerspiegelt. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich dadurch nochmal zum Nachdenken über die verschiedenen Formen von Elternschaft angestoßen wurde. Insgesamt ist "Die Tochter" ein eindrücklicher Roman, der die Komplexität von Mutterschaft, Freundschaft und individuellen Lebensentscheidungen beleuchtet und auf gerade mal 283 Seiten ein vielschichtiges Bild von Liebe, Schmerz und Hoffnung zeichnet.

Dieser Roman hat mein Herz gebrochen.
Der Roman von Guadalupe Nettel stellt auf intensive Weise da, was es für Frauen bedeuten kann, Mutter zu sein. Es ist ein sehr schweres Buch, da sie sich die schlechtesten Szenarien gesucht hat. Aber es ist auch von Hoffnung erfüllt. Die Authentizität, der Schmerz und die Liebe haben mich überzeugen können. Ein schmerzhaftes, aber lesenswertes Buch.
Die Geschichte über Frauen und das Thema Kinderwunsch. So groß es in unserer heutigen Zeit doch immer noch ist.
In diesem Roman geht es hauptsächlich um zwei Freundinnen. Laura und Alina. Ein bisschen irritiert mich der Klappentext, denn ich bin davon ausgegangen, dass es mehr um Laura gehen würde, schließlich wird das Buch ausschließlich aus ihrer Perspektive erzählt. Kann aber auch sein, dass ich mich da getäuscht habe und im Vorfeld nicht richtig gelesen habe. Für mich ging es zu viel um Alina und ihre Schwangerschaft und anschließend das Leben mit einem Kind, welches sehr viel Zeit der Eltern in Anspruch nimmt. Das Ende kam für mich auch irgendwie abprupt, denn ich bin von 280 Seiten ausgegangen, wovon dann aber am Ende gefühlt mehr als 40 Seiten Leseproben für andere Bücher der Schriftstellerin sind. Keine Ahnung, ob das nur beim Ebook so ist oder ob das Hardcover auch voll davon ist. Mich hat die Geschichte mit Lauras Nachbarin Doris und ihrem Sohn Nico gepackt und da hätte ich mir gewünscht mehr von zu lesen. Das kann aber auch einfach eine persönliche Präferenz sein, da meine eigenen Kinder in Nicos Alter sind und mich Geschichten mit Babys nicht so packen. Alles in allem für mich persönlich keine leichte Kost gewesen. Das Buch hat mich doch irgendwie gepackt und daher drei von fünf Sternen ✨
Am Anfang des Buches war ich etwas enttäuscht, das es nicht so lief wie ich es mir im Klapptext vorgestellt habe. Wir erhalten Einblick in das Leben von 3 Frauen, die a) ein Kind bekommt. b) kein Kind möchte. c) ein verhaltensauffälliges Kind groß zieht. Jedoch haben mich alle Charaktere komplett abgeholt und jetzt war authentisch ohne unsympathisch zu sein. Der Schreibstil war (für mich) sehr schonungslos und ohne auszuschmücken. Das fand ich, da ich i.d.R. ausschweifende Bücher lese, wirklich gut - somit wurden die Themen nochmal deutlich hervorgerufen. Für mich eigentlich einen halben Stern Abzug, weil mit wirklich eine Triggerwarnung gefehlt hat. Ich persönlich habe das Buch auch kurz mal weglegen müssen. (Triggerwarnung - Stille Geburt)














