Die Teehändlerin

Die Teehändlerin

by Susanne Popp·Book 1 of 3
Softcover
3.896
TeeladenTeehandelFrauenromanFamiliengeschichte Tee

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Die große Welt des Tees, die bewegende Geschichte einer Frau, die ihren Weg geht und das Schicksal einer Kaufmannsfamilie – eine bewegende Saga von Bestseller-Autorin Susanne Popp

Frankfurt 1838: Als Kaufmannstochter und Ehefrau des Teehändlers Tobias Ronnefeldt genießt Friederike es sehr, ab und an hinter der Theke ihres Geschäfts zu stehen – sie liebt den blumigen, leicht erdigen Duft der dunklen Teeblätter. Doch tiefere Einblicke in den Handel bleiben ihr verwehrt. Das ändert sich, als Tobias 1838 zu einer monatelangen Reise nach China, dem Land des Tees, aufbricht. Ausgerechnet jetzt, wo sie schwanger ist. Bald merkt sie, dass sie dem neuen Prokuristen, den Tobias eingestellt hat, nicht trauen kann. Das ganze Unternehmen ist in Gefahr. So bleibt Friederike nichts anderes übrig, als die Geschicke des Hauses selbst in die Hand zu nehmen. Um diese Herausforderung zu bestehen, muss sie neue Kräfte entwickeln – und den Mut, sich zu behaupten.

»Eine sinnliche Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Toll recherchiert und liebevoll erzählt. Zum Eintauchen und Wegschmökern.« Miriam Georg

Die Ronnefeldt-Saga von Susanne Popp

Band 1: »Die Teehändlerin«

Band 2: »Der Weg der Teehändlerin«

Band 3: »Das Erbe der Teehändlerin«

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Softcover
Pages
560
Price
13.40 €

Author Description

Die Bestseller-Autorin Susanne Popp befasst sich seit vielen Jahren beruflich mit dem Bewahren und Weitergeben von Familiengeschichten. In ihren Romanen verbindet sie sorgfältig recherchierte Fakten mit fiktiven Elementen zu Erzählungen über Identität, Heimat und Erinnerung, so etwa im ersten Band ihrer Dilogie »Melodie der neuen Welt«, sowie über die bisweilen zerstörerische Kraft von Erwartungen und Traditionen. Die Autorin hat mit dem Bestseller »Die Teehändlerin«, einer Trilogie über das Familienunternehmen Ronnefeldt, ihre Leserinnen begeistert, ebenso mit der Dilogie »Loreley«. Sie lebt heute mit ihrem Mann am Zürichsee in der Schweiz.

Posts

22
All
4

Schön erzählte Familiensaga mit einigen echten Ereignissen. Spannend und emotional, manchmal auch erschütternd. Besonders die Rolle der Frau in der damaligen Zeit fand ich mal wieder sehr erschreckend und bin schon froh nicht in dieser Zeit gelebt zu haben. Die Charaktere im Buch finde ich toll ausgearbeitet. Es gibt Charaktere die man mag und mit denen man fühlt, aber auch welche die total unsympathisch sind. Gute Mischung. Insgesamt fand ich das Buch sehr lesenswert.

3

Langatmig...

Ich bin mit hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen. Recht schnell musste ich merken, dass mir das Buch sehr langatmig geschrieben war, wenig Spannung und meiner Meinung nach eher flachen Geschichte. Vielleicht bin ich auch von Romanen wie der Tuchvilla verwöhnt, ich weiss es nicht, mich nervte das Buch nach einiger Zeit etwas. Schade, ich hätte mehr erwartet.

3

Auftakt der Ronnefeldt-Saga. Der Beginn eines mittlerweile 200 Jahre alten Unternehmens, mit einer starken Frau als Hauptperson. Interessante Geschichte, die evtl ein paar Längen hat, trotzdem aber Lust auf den nächsten Band macht.

5

☕️🫖🍵🧑‍🧑‍🧒‍🧒

In „Die Teehändlerin“ begleiten wir hauptsächlich Friederike Ronnefeldt, welche während der Abwesenheit ihres Mannes ihr Teegeschäft am Laufen halten muss. Aber in diesem Buch steckt noch viel mehr. Wir bekommen auch Einblick in das Leben ihrer Schwestern, ihres Schwagers und ein paar anderer Bewohner Frankfurts Anfang des 19. Jahrhunderts. Außerdem begleiten wir ihren Mann Tobias auf seiner China-Reise auf Spuren des Tees. Es war für mich eine Geschichte, in der ich mich einfach fallen lassen konnte. Alle Figuren waren so toll beschrieben und ausgearbeitet, dass ich sehr mit ihnen mitfühlen konnte. Ich hatte das Gefühl, mit ihnen in Frankfurt zu leben. Genau das wünsche ich mir, bei so einer Geschichte. Auch die Spannungsmomente kamen nicht zu kurz, da Friederike versucht herauszufinden, was ihr neuer Prokurist vor ihr verbirgt. Ich freue mich sehr auf Band 2 und darauf, die Familie Ronnefeldt da weiter begleiten zu dürfen!

☕️🫖🍵🧑‍🧑‍🧒‍🧒
3

Schöner, historischer Roman für alle Teeliebhaber

Das Buch liest sich durchaus etwas anspruchsvoll und man bedarf etwas Zeit um sich einen Überblick über die Personen zu verschaffen. Dann schafft es das Buch allerdings auf leichte Weise, Eindrücke über die gesellschaftlichen Entwicklungen, sowohl in Deutschland als auch in anderen Teilen der Welt, zu vermitteln. Besonders Emanziption und Weltgeschehen spielen eine wichtige Rolle, aber auch das damalige Wissen über Tee fasziniert. Die Figuren und ihre Erlebnisse wachsen einem ans Herz, sodass man dem Ende des Romans entgegenfiebert.

3

War in Ordnung

Es war schon interessant. Ronnefeldt hat bis heute eine 200 Jährige Teetradition. Und über Tobias und Friederike Ronnefeldt geht es im ersten Band. Tobias reist nach China, während Friederike schwanger ist. Für beide ist diese lange Trennung nicht leicht. Friederike muss sich intensiver um den Laden kümmern, da der Prokurist Mertens ihr nicht ganz geheuer ist. Als sie genauer nachforscht findet sie etwas skandalöses raus.

3

Netter Roman für Zwischendurch. Allerdings etwas zu lang und vieles zu detailliert. Es ist zwar schön wenn alles Figuren vorgestellt werden. Aber es war hier etwas zuviel. Genau so wie mit den Handlungssträngen. Ein paar weniger wären gut gewesen. Für mich ist der Funkte nicht übergesprungen,dass ich Teil 2 lesen muss.

3

War nicht ganz so informativ wie erhofft, hat mir aber trotzdem gut gefallen...

4

Leichte Literatur für Teeliebhaber

Ein wunderschön geschriebenes Buch, dass die Geschichte der Familie Ronnefeldt aus verschiedenen Perpektiven aufgreift. Zudem ließ sich das Buch quasi von alleine und nur meine müden Äuglein konnten mich vom weiterlesen abhalten. Ich freue mich jedes mal darauf wieder einen Blick in dieses Buch zu werfen und endlich zu erfahren wie es weitergeht. Die Geschichte hat mich einfach gepackt. Ich habe mitgefiebert. Ich habe mich gefreut. Ich war überrascht und erstaunt. Man kann sich leicht in die Figuren und die Zeit hinein versetzen und die Sichtweisen und Rollenbilder von damals, die sich heute glücklicherweise nach und nach auflösen, waren verständlich und nachvollziehbar dargestellt. Alles in allem ein gutes Buch für alle, die ins 17. Jahrhundert abtauchen möchten und einer modernen Frau durch Ihr Leben begleiten möchten.

4

Friederike Ronnefeldt ist die Frau des Frankfurter Teehändlers Tobias Ronnefeldt. Als dieser im Jahr 1838 zu einer mehrmonatigen Reise nach China aufbricht, bleibt die Schwangere Friederike mit vier Kindern und einem Prokuristen, der die Geschäfte ihres Mannes weiter führen soll, allein zurück. Doch bereits von Beginn an vertraut Friederike ihm nicht und nimmt so schnell die Geschäfte in die eigene Hand. Was sie als Frau in der damaligen Zeit vor enorme Herausforderungen stellt. Die Teehändlerin erscheint als Taschenbuchausgabe heute, 25.08., ganz neu. Danke an Fischer Taschenbuch und Vorablesen, dass ich dieses Buch bereits lesen durfte. Als Teeliebhaberin ist mir dieses Buch sofort ins Auge gestochen. Frankfurt ist gar nicht so weit weg von wo ich lebe. Und als ich dann auch noch gelesen habe, worum es geht, war ich wirklich neugierig. Auch das Cover ist mir mit seinen eher frühlingshaften Pastelltönen sofort ins Auge gestochen. Die Rosen, die Altbauten im Hintergrund, das Cover hat mich sehr angesprochen. Der Schriftzug, so schön er auch ist, hat jedoch ein kleines Manko: Am Buchrücken ist bei mir während des Lesens ein Teil des Titels fast vollständig verblasst. Der Stil war wirklich angenehm und flüssig zu lesen. Durch ihre bildhafte Sprache, die Details und die Ausarbeitung der Charaktere hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl eine "trockene" Autobiographie zu lesen, sondern wurde wirklich gut unterhalten. Die Charaktere sind sehr detailliert ausgearbeitet. Auch die eher unsympathischen Figuren - ich mochte den Prokuristen von Anfang an nicht - bekommen Tiefe und Facetten. Doch gerade Friederikes Entwicklung im Verlauf der Geschichte fand ich spannend und eindrucksvoll. In der damaligen Zeit war es nicht üblich, dass Frauen, gerade wohlhabendere, gearbeitet haben. Stattdessen gehörte die Frau hinter den Herd, vor ihre Stickarbeit oder zu ihren Kindern. Doch im Laufe der Geschichte entwickelt sich Friedrike zu einer starken und durchaus emanzipierten Frau, die sich auch gegen Widerstände behauptet. Inwieweit alles historisch korrekt ist, kann ich nicht sagen, dafür kenne ich mich in der damaligen Zeit zu wenig aus. Mir persönlich hat die Welt, in die "Die Teehändlerin" den Leser entführt wirklich gut gefallen. Und auch ein wenig Neugierig gemacht. Wenn wir das nächste Mal in Frankfurt sind, werde ich vielleicht mal nach neuen Teesorten stöbern gehen. Ab der Hälfte nimmt die Handlung richtig Fahrt auf und ich wollte das Buch kaum mehr weglegen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und vergebe 4 von 5 Sternen.

4

Sehr nett und unterhaltsam

Eine packende Geschichte auf wahren Begebenheiten.

4

Klappentext von der Verlagsseite: Die große Welt des Tees, das bewegende Schicksal einer starken Frau und der Aufstieg einer berühmten Kaufmannsfamilie: Teil 1 der Ronnefeldt-Saga Frankfurt 1838: Als Kaufmannstochter und Ehefrau des Teehändlers Tobias Ronnefeldt genießt Friederike es sehr, ab und an hinter der Theke ihres Geschäfts zu stehen – sie liebt den blumigen, leicht erdigen Duft der dunklen Teeblätter. Doch tiefere Einblicke in den Handel bleiben ihr verwehrt. Das ändert sich, als Tobias 1838 zu einer monatelangen Reise nach China, dem Land des Tees, aufbricht. Ausgerechnet jetzt, wo sie schwanger ist. Bald merkt sie, dass sie dem neuen Prokuristen, den Tobias eingestellt hat, nicht trauen kann. Das ganze Unternehmen ist in Gefahr. So bleibt Friederike nichts anderes übrig, als die Geschicke des Hauses selbst in die Hand zu nehmen. Um diese Herausforderung zu bestehen, muss sie neue Kräfte entwickeln – und den Mut, sich zu behaupten. »Eine sinnliche Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Toll recherchiert und liebevoll erzählt. Zum Eintauchen und Wegschmökern.« Miriam Georg Die Ronnefeldt-Saga von Susanne Popp Band 1: »Die Teehändlerin« Band 2: »Der Weg der Teehändlerin« (Erscheinungstermin 30.03.2022) Autoreninfo von der Verlagsseite: Susanne Popp, geboren 1967, ist die Tochter von Jugendherbergseltern – Hagebuttentee, serviert in großen Metallkannen, gehört daher zu ihren Kindheitserinnerungen. Heute bevorzugt sie jedoch eine Tasse Darjeeling oder Oolong, und sie liebt es, in die Teeregionen der Welt zu reisen. Mit der Schriftstellerei begann sie als Verfasserin von Privatbiographien. Die Geschichte der Familie Ronnefeldt zu erzählen, war ihr daher ein ganz persönliches Anliegen, denn in diesem Traditionsunternehmen verbindet sich die Sehnsucht nach fernen Ländern mit dem Schicksal einer Familie im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Die Autorin lebt heute mit ihrem Mann und ihrer Tochter am Zürichsee in der Schweiz. Erster Satz: Friederike stand vor ihrem Laden in der Neuen Kräme und betrachtete die Schaufensterauslage. Meinung: “Die Teehändlerin” von Susanne Popp erzählt einen Teil der Firmengeschichte der Teemarke Ronnefeldt. Sie existiert noch heute und macht auch sehr guten Tee. Als passionierte Tee-Trinkerin war es für mich ein schönes Lesevergnügen in die Welt der Ronnefeldts einzutauchen. Susanne Popp erzählt im auktorialen Stil zwei Jahre aus dem Leben der Friederike Ronnefeldt, die zusammen mit ihrem Mann Tobias Ronnefeldt den Kolonialwarenhandel mit Tee und Stoffen aus China betreibt. Für die Biedermeier-Zeit in den Jahren 1838 bis 1840 sehr ungewöhnlich, sollten sich doch die Frauen aus dem Geschäft heraushalten und eher sich um die Kinder, Haushalt und um die schönen Künste kümmern. So wurde Friederike auch erzogen, dennoch hat die kluge und willensstarke Frau, als die ich sie in diesem historischen Roman kennengelernt habe, ihre eigenen Ideen wie das Teegeschäft geführt werden soll. Dieses Engagement passt weder ihren Mann Tobias, als er 1840 von seiner langen China-Reise wieder kommt noch in der Zwischenzeit seinem Prokuristen Mertens, der ein wahres Schlitzohr und Gauner ist. Aber Friederike setzt sich durch. Friederike war mir über den gesamten Roman sehr sympathisch, eine patente, aufgeweckte und engagierte Frau, die sich im Getümmel der hektischen Zeit in Frankfurt mit dem Wunsch der Bürger nach mehr Demokratie zurechtfinden muss und auch ihren Kolonialwarenhandel vor den Machenschaften von Mertens schützen muss. Ein Problem hatte ich mit ihrem Mann Tobias. Sicher war die Zeit damals so, dass der Mann im Geschäft und auch sonst zu bestimmen hatte. Aber das er einfach so, als Friederike mit dem vierten Kind schwanger war, die lange Schiffsreise nach China auf sich nahm und das Geschäft Mertens überließ, konnte ich nicht verstehen. Die China-Reise fand in der Realität nicht statt und ich fand den Kniff von Susanne Popp für den Spannungsbogen der Geschichte sehr gelungen. Denn so kam Julius Mertens ins Spiel. Ein alter Freund von Tobias und der ehemalige Hauslehrer von Friederike, der ein richtiger Ganove ist. Aber davon weiß Tobias natürlich nichts und vertraut ihm sein Geschäft an. Wahrlich keine gute Entscheidung und Friederike muss ganz schön kämpfen, den Kolonialwarenhandel zu retten. Alle Figuren sind schön differenziert ausgestaltet, alle mit Ecken und Kanten und auch die Nebenfiguren, teils haben sie wirklich gelebt, sind liebevoll gestaltet. Sprachlich zog mich der Roman schon mit den ersten Zeilen in seinen Bann. Sie ist nicht nur bildreich, sodass ich immer das Gefühl hatte das Leben in Frankfurt am Main zu der Biedermeier-Zeit mitzuerleben, sondern einfach leicht zu lesen. Dabei ist der Roman in keiner Weise seicht und einfach geschrieben, es gibt auch einiges an Schachtelsätze, welche aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch tun. Gerade der auktoriale Erzählstil bewirkt, dass man sowohl von Tobias Reise nach China, als auch von Julius Mertens Schandtaten sowie von Friederike und ihrem Leben ohne ihren Mann mitbekommt. Diese Sprache ist wirklich bildhaft und man bekommt dadurch auch einen guten Einblick in das Leben der Frauen um 1840. Susanne Popp erzählt nicht nur eine Familiengeschichte um eine Tee-Dynastie, sondern sie flechtet auch gekonnt die damaligen politischen und historischen Geschehnisse der Biedermeier-Zeit historisch genau ein. Ein Beispiel dafür ist das Sängerfest, dass wirklich stattfand und die Diskussionen der Bürgerschaft für mehr Mitsprache und deren Angst vor Armut durch die Industrialisierung. Auch die unterschiedlichen Religionen, die miteinander ihre Schwierigkeiten haben, das Bürgerrecht und die Kultur mit ihrer Musik, Lyrik und Kunst wird angesprochen. Aber nicht nur das historische wird thematisiert, was wäre ein historischer Roman mit dem Titel “Die Teehändlerin”, wenn nicht auch über Tee gesprochen wird. Sehr gekonnt verwebt erfuhr ich einiges über den Teeanbau in China, die Teezeremonie und die verschiedenen Teesorten, ebenso über die langen Wege bis der Tee von China nach Europa kam. Neben der gelungenen Sprache und der spannenden, teilweise auch ereignislosen Handlung, die ab und an dahin plätschert, birgt gerade die Aufmachung des Buches ein genauerer Blick. Aber dazu nach meiner kurzen Einlassung: Manchmal hat man einfach das Gefühl es gelingt Friederike zu leicht wieder Ordnung im Kolonialwarenhandel zu schaffen, gerade wo es damals unüblich war, das Frauen, die Verhandlungen im Geschäft führten, aber ich fasse diesen sehr leichten Kritikpunkt unter schriftstellerischer Freiheit und es ist für mich kein großes Manko. Denn der historische Roman hat mich gut unterhalten. Das Cover mit der jungen nachdenklichen Frau am Fenster, die auf die Altstadt ihrer Stadt blickt, hat mich direkt angezogen. Ein weiteres Highlight der Gestaltung ist der Stadtplan auf der Innenseite der vorderen Klappenbroschur mit den wichtigsten Kennzeichnungen der Handlungsorte in Frankfurt am Main. Dann findet man in der hinteren Klappe noch Bilder der Ronnefeldts. Gerade diese liebevolle Aufmachung des Buches ist ein großer Pluspunkt des Buches, denn wer mag nicht eine gute und schöne Gestaltung der Lektüre. Hinzu kommt ein Personenverzeichnis zu Beginn, welches explizit die real existierenden Personen der Handlung und die erfundenen unterscheidet. In dem Nachwort, welches ich sehr gerne gelesen habe, klärt Susanne Popp uns auf, was historisch belegt ist und was dichterische Freiheit ist, ohne die ein historischer Roman nicht leben kann. Im Übrigen hat Ronnefeldt eine Teesonderedition zum Buch gemacht: Friederieke Feinste Teeselection, genauer Jasmine White Downey. Als passionierte Tee-Trinkerin wird dieser Tee bald bei mir einziehen und dann werde ich wieder an die willensstarke Friederike denken. Fazit “Die Teehändlerin” von Susanne Popp ist ein schöner und in sich stimmiger historischer Roman zur Biedermeier-Zeit zu den Ronnefeldts. Ein gelungenes Setting mit gut dargestellten Charakteren und schöner Sprache lässt die Seiten nur so dahin fliegen, auch wenn es zwischendurch etwas gemütlich und ruhig weitergeht. Das Buch macht Lust auf die Fortsetzung, die im März 2022 unter dem Titel “Der Weg der Teehändlerin” erscheint.

3

Frankfurt, Ende der 1830er Jahre. Friederike und Tobias Ronnefeldt führen eine glückliche Ehe und Tobias steht kurz davor sich seinen Lebenstraum zu verwirklichen. Er wird nach China reisen und dort den Tee erforschen, den er in Deutschland verkauft. Als dann allerdings sein Prokurist kurz vor der Abreise verunglückt, ist Not am Mann. Da scheint der alte Schulkollege Julius Mertens ein Geschenk des Himmels zu sein. Allerdings hat der einige Geheimnisse, die das Geschäft in Gefahr bringen könnte. Doch Friederike weiß sich zu helfen und bekommt Unterstützung sowohl von ihrem Schwager als auch von Paul Birkholz, einem Arzt. Mir hat das Buch gut gefallen. Es gelingt der Autorin die gesellschaftlichen Entwicklungen der Zeit lebendig zu machen. Man bekommt als Leser ein gutes Gefühl dafür, wie die Gesellschaft damals funktioniert hat. Friederike hat schwer zu kämpfen in der Zeit, in der Tobias auf Reisen ist. Sich selbst ums Geschäft zu kümmern ist kaum möglich, wird dies doch gesellschaftlich geächtet. Doch eigentlich bleibt ihr nichts anderes übrig, nachdem sie feststellen muss, dass Mertens sich nicht wirklich um den Teehandel kümmert. Doch das Buch umfasst auch die Zeit, nachdem Tobias aus China zurückgekommen ist. Hier zeigt sich, wie die Eheleute sich weiterentwickelt haben. Tobias‘ Erfahrungen lassen ihn nicht unbeeindruckt und Friederikes neues Selbstbewusstsein ist für ihn sehr ungewohnt. Ich fand es schön, wie die beiden versuchen wieder zueinander zu finden und Kompromisse zu schließen. Am Ende bleiben einige Fragen offen und daher freue ich mich auf die Fortsetzung der Reihe, in der wir erfahren werden, wie es mit der Familie Ronnefeldt weitergeht. Von mir hier eine Leseempfehlung, nicht nur für Teefreunde.

5

Kurzweilig und spannend

Die Titelheldin Friederike Ronnefeldt ist die Ehefrau des Frankfurter Teehändlers Tobias Ronnefeldt. Als dieser sich auf die labge Reise nach China macht, führt die schwangere Heldin dessen Teehandel und muss sich gegen allerhand Widrigkeiten behaupten. Kurzweilig und spannend wird diese Geschichte erzählt.

4

Interessante Handlung, aber sehr langatmig geschrieben.

4

Interessanter Einblick in die Biedermeierzeit. Auch interessant das Nachwort der Autorin zu tatsächlichen Personen und Begebenheiten

5

Rezension Den Roman von Susanne Popp ist ein tolles historisches Buch. Die Kapitel lesen sich sehr kurzweilig. Dazu trägt sicherlich der gute Schreibstil als auch die Sichtweise der unterschiedlichen Charaktere bei. Die einzelnen Kapitel sind mit Daten versehen, sodass man wunderbar weiß, wie viel Zeit bisher vergangen ist. Das hilft einem ungemein um den Überblick zu behalten. Es sind doch recht viele unterschiedliche Charaktere, die von ihren Erlebnissen und Gedanken berichten. Was mich besonders fasziniert, gleichzeitig aber auch erschreckt hat, ist die Lebensweise der Frauen in der Zeit des Buches. Die Frauen dort versuchen unabhängig zu sein und ihre Angelegenheiten selbst regeln. Heutzutage kann man sich kaum vorstellen, wie damals gelebt wurde. Umso erstaunlicher ist es, dass die Autorin genau diese Momente für den Leser eingefangen hat. Man fühlt sich wahrhaftig in die damalige Zeit zurückversetzt. Klare Leseempfehlung! Ich bin so gespannt auf den nächsten Band und finde es schade, dass ich noch so lange darauf warten muss.

3

Ich hab Lust auf Tee!

Das Buch hat super angefangen, finde ich, und es ging auch super weiter, oder? Mir hat's auch gefallen, aber irgendwann fand ich's etwas langatmig, oder ich hab keinen richtigen Plot gesehen. Ja, es wird die Geschichte von den Ronnefeldts erzählt, sie ist auch spannend, aber ich wusste nicht, wohin mich dieses Buch irgendwann bringen möchte. Ja, es geht um Friederike und den Teeladen und Tobias, und da stellt sich natürlich die Frage, wird Friederike irgendwann den Teeladen übernehmen, was wird passieren? Aber für mich ist der Spannungsbogen leider nicht so weit nach oben gegangen, dass ich sagen würde, ich möchte jetzt mit dem zweiten Band weitermachen. Es war 'ne nette Geschichte, natürlich ist noch 'ne Frage da, aber ich möchte diese Fragen leider nicht stellen, beziehungsweise ich fühle keinen Drang, diese Fragen zu stellen.

3.5

Das Buch hat mich unterhalten. Die Geschichte war spannend und ich finde es bemerkenswert, dass sie so ähnlich passiert ist. Die Rolle der Frau und wie sehr sie eingeschränkt wird in ihrer Autonomie hat mich oft sauer gemacht. Die Kapitel von Tobias haben mich irgendwie gar nicht interessiert 😅

3

2.5 Da ich sehr gerne historische Sagas lese, war ich auf den ersten Teil der Ronnefeld-Saga sehr gespannt, in der Friederike mit ihrem Ehemann ein Teegeschäft führt. Das Buch beginnt eigentlich recht interessant und man lernt nach und nach die verschiedenen Personen kennen. Auch das Setting und die Zeit wird detailliert erklärt. Ich mag es, wenn man sich alles bildlich vorstellen kann. Allerdings nahmen die Beschreibungen für mich irgendwann zu sehr überhand. Es werden unglaublich viele Details und Kleinigkeiten beschrieben, was für mich immer langweiliger und auch ermüdend wurde. Insbesondere weil die Handlung in diesem Zusammenhang absolut auf der Strecke bleibt. Es passiert einfach viel zu wenig im Verlauf der Geschichte und die Handlung zieht sich mit der Zeit extrem. Die Charaktere sind eigentlich recht interessant, aber ich konnte kaum eine Verbindung zu den Personen aufbauen und ich habe mich sehr schwer getan, mich von den Erlebnissen und Geschehnissen fesseln zu lassen. Der Auftakt der Saga war für mich wider Erwarten sehr schwach und ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen.

3

„Frauen sind nicht für das Auftreten in der Öffentlichkeit gemacht, schon allein ihre Biologie spricht dagegen.“ Ein Teeladen ist das Refugium der Eheleute Friederike und Tobias Ronnefeldt. Das kleine Geschäft in Frankfurt am Main spiegelt das Leben einer Kaufmannsfamilie im 19. Jahrhundert. Doch Tobias Ronnefeldt will weit mehr, als Tee zu verkaufen. Er möchte alles über das Gebräu wissen und interessiert sich besonders für den Anbau der Pflanze. Denn wie viel einfacher wäre es, die Teeblätter vor Ort anzupflanzen, statt sie über die Meere nach Deutschland zu verschiffen. Während Tobias auf einer mehrmonatigen Reise durch China unterwegs ist, gerät im heimischen Frankfurt einiges aus den Fugen. Entgegen aller gesellschaftlichen Normen sieht sich Friederike außer Stande, sich aus dem Teegeschäft herauszuhalten. Der von Tobias angestellte Prokurist Mertens handelt doch tatsächlich mit Shungas, erotische Zeichnungen aus Fernost. Er ist für das Geschäft unhaltbar. Zeit für die engagierte junge Frau und Mutter, das Geschäft während der Abwesenheit ihres Mannes an sich zu nehmen. Der Auftakt der Familiensaga um die Ronnefeldts versprach schon durch die Gestaltung des Covers ein eher entspanntes Buch. Der Leser findet sich im Frankfurt des 19. Jahrhunderts wieder und wird von Susanne Popp durch die historischen Straßenzüge geführt. Recht schnell entstehen Bilder, die die Geschichte erlebbar machen. Weniger anschaulich wird leider der in China spielende Teil des Romans erzählt. Am auffälligsten für mich war allerdings, dass sich das Thema Tee beliebig hätte durch jedes andere Gut hätte ersetzen lassen. Das ist besonders bedauerlich, weil - kurz gegoogelt - es die Fa. Ronnefeldt tatsächlich gibt. Da hätte sich sicher einiges Interessantes erzählen lassen. Schade, aber zumindest bleibt noch für die weiteren Teile Luft nach oben. Ich bin erstmal raus.

Create Post