Die Straße

Die Straße

Softcover
4.1461
Vater/SohnSohnZerstörungUsa

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Description

Die Welt nach dem Ende der Welt

Ein Mann und ein Kind schleppen sich durch ein verbranntes Amerika. Nichts bewegt sich in der zerstörten Landschaft, nur die Asche im Wind. Es ist eiskalt, der Schnee schimmert grau. Sie haben kaum etwas bei sich: ihre Kleider am Leib, einen Einkaufswagen mit der nötigsten Habe und einen Revolver mit zwei Schuss Munition. Ihr Ziel ist die Küste, obwohl sie nicht wissen, was sie dort erwartet. Die Geschichte der beiden ist eine düstere Parabel auf das Leben, und sie erzählt von der herzzerreißenden Liebe eines Vaters zu seinem Sohn.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
256
Price
16.50 €

Author Description

Cormac McCarthy wurde 1933 in Rhode Island geboren und wuchs in Knoxville, Tennessee auf. Für sein literarisches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Pulitzerpreis und dem National Book Award. Die amerikanische Kritik feierte seinen Roman «Die Straße» als «das dem Alten Testament am nächsten kommende Buch der Literaturgeschichte» (Publishers Weekly). Das Buch gelangte auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste und verkaufte sich weltweit mehr als eine Million Mal. Mehrere von McCarthys Büchern wurden bereits aufsehenerregend verfilmt, «Kein Land für alte Männer» von den Coen-Brüdern, «Der Anwalt» von Ridley Scott und «Ein Kind Gottes» von James Franco. Cormac McCarthy starb im Juni 2023 in Santa Fe, New Mexico.

Characteristics

8 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
77%
N/A
32%
N/A
76%
N/A
62%
75%
15%
33%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
68%
89%
62%
65%

Pace

Fast13%
Slow38%
Moderate50%
Variable0%

Writing Style

Simple13%
Complex13%
Moderate75%
Bildhaft (63%)Minimalistisch (75%)Poetisch (25%)Außergewöhnlich (63%)

Posts

82
All
3

Ein stilistisch außergewöhnliches Buch, das durch seine radikale Reduktion wirkt.

Ein Vater und sein Sohn ziehen durch eine zerstörte, von Asche bedeckte Welt. Es gibt kaum noch Leben, kaum Hoffnung – nur den Versuch zu überleben und dabei ein Stück Menschlichkeit zu bewahren. Meine Meinung Ich habe wirklich schwer in den Stil reingefunden. Die Sätze sind extrem kurz, es gibt kaum Satzzeichen, Dialoge werden eher erzählerisch wiedergegeben als klassisch geführt. Namen fehlen komplett – alles bleibt anonym. Diese bewusste Reduktion zieht sich durch das ganze Buch: Es ist düster, karg, ausgebrannt. Und genau das passt wiederum perfekt zur Welt, die beschrieben wird. Der Text selbst transportiert die Ödnis und Leere – nicht nur inhaltlich, sondern durch seine Form. Gefühle werden kaum direkt vermittelt, sondern eher nüchtern erzählt. Trotzdem entsteht durchgehend ein starkes Unbehagen. Es gibt keine klassische Spannung, keine großen Höhepunkte – stattdessen ist es konstant beklemmend. Es fühlt sich beim Lesen fast klamm an – wie die Kleidung der Figuren. Alles wirkt monoton, aber gerade dadurch entwickelt der Stil etwas Eigenes, fast schon Poetisches. Die Story ist sehr geradlinig, ohne große Plottwists. Schon früh hatte ich das Gefühl, dass es nicht um ein Ziel geht, sondern um die Reise an sich. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn wird nur in kleinen Rückblicken angedeutet. Man erfährt kaum konkrete Details: kein genaues Alter, kein Ort, keine Zeit. Ich habe mich selbst ständig dabei ertappt, mir vorzustellen, wo sie sind, wann das alles spielt, was genau passiert ist. Man weiß nur: Es ist dunkel, alles ist voller Asche – aber das „Warum“ bleibt vage. Genau das hat mich stellenweise etwas frustriert. Ich hätte mir ein kleines bisschen mehr Einordnung der Katastrophe gewünscht, gerade um nachvollziehen zu können, warum die Welt so ist, wie sie ist. Auch die Form trägt viel zur Wirkung bei: keine klassischen Kapitel, viele Absätze – das Buch fühlt sich selbst an wie eine Reise, mit kleinen Stopps zum Durchatmen. Am Ende bleibt für mich vor allem dieses Gefühl: Das Buch ist emotional – aber auf eine fast verstörend emotionslose Art. Gefühle sind da, sie sind wichtig – aber sie hinterlassen einen kalten Beigeschmack. Ein stilistisch außergewöhnliches Buch, das durch seine radikale Reduktion wirkt. Nicht zugänglich für jeden – aber genau darin liegt auch seine Stärke. Die Straße ist weniger eine Geschichte, die man „liest“, sondern eher eine Erfahrung, die man durchsteht.

Ein stilistisch außergewöhnliches Buch, das durch seine radikale Reduktion wirkt.
5

Wie überragend kann eine apokalyptische Dystopie sein? "Die Straße" so ganz laut: "JA"😂.

5

Die Welt nach der Apokalypse 🌍🔚

Die Straße ist ein düsteres, stilles und beklemmendes Buch – und gerade deshalb so eindrucksvoll. Ein namenloser Vater zieht mit seinem Sohn durch eine postapokalyptische Welt: verbrannte Landschaften, Asche überall, keine Tiere, keine Pflanzen, kaum noch Menschlichkeit. Die wenigen Überlebenden gehen einander aus dem Weg und kämpfen jeder für sich ums Überleben. Selbst Erinnerungen an die Menschheit und Sprache beginnen langsam zu verblassen. Die wenigen Dialoge sind oft einsilbig und sagen trotzdem soviel. Im Mittelpunkt steht der Überlebenskampf dieses Vater-Sohn-Duos – hart, trostlos und voller Angst, zugleich aber auch getragen von tiefer Liebe und Fürsorge. Genau diese Mischung macht den Roman so faszinierend und erschütternd zugleich. Der Vater erinnert dabei fast an Moses, der seinen Sohn durch eine endlose Wüste führt, immer auf der Suche nach Hoffnung und einem kleinen Rest Leben. Dabei passiert eigentlich gar nicht „viel“ im klassischen Sinne: keine große Action, keine spektakulären Wendungen und kein typisches Happy End, in dem die Menschheit plötzlich alles besser macht. Und gerade das macht die Geschichte so glaubwürdig und intensiv. Nicht ohne Grund wurde das Buch mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Es gibt außerdem eine Verfilmung, auf die ich jetzt ebenfalls sehr gespannt bin. Ich habe das Buch zunächst gelesen, dann unterwegs als Hörbuch weitergehört – und bin schließlich komplett beim Hörbuch geblieben. Christian Brückner liest mit seiner tiefen, ruhigen und rauhen Stimme unglaublich atmosphärisch. Dadurch wirkte die Geschichte auf mich noch intensiver und eindringlicher. Eine grandioses Erlebnis für diejenigen , die Dystopien mögen- düster, traurig und gleichzeitig unglaublich stark erzählt. Trigger Warnung: wenn nichts Pflanzliches oder Tierisches zum Essen bleibt, … Kannibalismus.

Die Welt nach der Apokalypse 🌍🔚
5

📖 die straße von Cormac McCarthy Die Welt nach dem Ende der Welt 🌍 Mein Mann und ich schauen für unser Leben gerne Filme. Dieses Jahr haben wir unter anderem einen Großteil der Filme mit Viggo Mortensen geschaut - darunter auch die Adaption dieses Romans, den ich dann unbedingt lesen wollte und der eines meiner Highlights 2025 geworden ist! Es geht um einen Mann und seinen Sohn, die nach einer nicht näher erläuterten Katastrophe durch ein postapokalyptisches Amerika wandern, mit nichts als einem Einkaufswagen und den Sachen, die sie am Leib tragen. Sie sind auf dem Weg zur Küste, in der Hoffnung, dass es dort weniger unwirtlich ist. Die Atmosphäre des Buchs ist sehr düster und hoffnungslos. Es gibt nichts und die beiden sind quasi permanent in Gefahr, denn anderen Überlebenden können sie nicht trauen und Nahrung ist knapp. Diese absolute Trostlosigkeit spiegelt sich auch im Schreibstil des Autors wieder - dieser ist sehr nüchtern, emotionslos und er verzichtet sowohl auf Namen als auch gänzlich auf Anführungszeichen bei wörtlicher Rede. Die Sätze sind kurz ebenso wie die Abschnitte. Ich kenne kein anderes Buch von Cormac McCarthy - vielleicht ist dies grundsätzlich sein Stil. Hier passt seine Schreibweise enorm gut zur dystopischen Atmosphäre und Thematik. Dennoch lässt es den Leser nicht gänzlich niedergeschlagen zurück: trotz aller Ausweglosigkeit haben die beiden Hoffnung und ich fand es herzzerreißend zu lesen, wie der Vater alles dafür tut, seinem Sohn eine Zukunft zu ermöglichen und ihm wichtige Werte mit auf den Weg gibt, die in dieser Welt voller Schrecken verloren gegangen zu sein scheinen. Man spürt, wie sehr sich die beiden Protagonisten lieben und brauchen. 💜 Für mich persönlich habe ich aus dem Buch mitgenommen, wie unglaublich der Überlebenswille von Menschen ist, insbesondere wenn man jemanden hat, für den es sich zu leben lohnt. Auch wenn man denkt, dass alles verloren ist, geht es doch immer irgendwie weiter. ⭐⭐⭐⭐⭐/5 Sicher nicht für jeden was, aber für alle, die Lust haben auf eine kurze aber intensive Reise durch das Ende der Welt.

Post image
4

Düster und niederschmetternd

"Die Straße" von Cormac McCarthy ist ein düsterer Roman, der uns einen Mann und seinen Sohn begleiten lässt, die sich auf dem Weg nach Süden, zur Küste, befinden. In der Hoffnung dort sicher zu sein. "Auf dieser Straße gibt es keine Männer, aus denen Gott spricht. Sie sind fort, ich bin allein, und sie haben die Welt mit sich genommen." Das Land ist verheert. Alles liegt unter einer dicken Ascheschicht. Es ist kalt. Der Mann und das Kind haben nur wenig Habseligkeiten, die sie in ihren Rucksäcken und in einem Einkaufswagen mit sich haben. Kälte, Hunger und Angst sind ihre ständigen Begleiter. Sie sind immer auf der Suche nach Häusern, die sie vielleicht noch plündern können, damit sie überleben. Die Gefahr geht nicht nur vom Erfrieren und Verhungern aus, nein, auch von anderen Menschen. Anderen Menschen, die töten, um zu überleben. Doch der Mann und der Junge versuchen die Flamme der Hoffnung hochzuhalten. "Die Straße" ist ein niederschmetterndes Buch, düster und voller Pein. Und auch wenn der Vater und sein Sohn versuchen positiv zu denken, so wird mir beim Lesen das Herz schwer, ob der Hoffnungslosigkeit und Dunkelheit, die aus jeder Zeile, wie auch zwischen den Zeilen, wie dunkler, zähflüssiger Teer hervorquillt. Vor allem das Kind tut mir leid. Während der Vater sich noch an all die schönen Dinge vor der unbekannten Katastrophe erinnert, kennt der Junge nichts anderes als Hunger, Kälte, Angst und Tod. Was macht das mit einer zarten Kinderseele? Wo bleibt Freude und Licht, die diese Seele wachsen lassen? Obwohl Mc Carthy sehr distanziert und nüchtern schreibt, kommen doch all die dunklen Gefühle, all die Hoffnungslosigkeit und Angst deutlich durch - vielleicht liegt das auch gerade an diesem distanziertem Schreibstil, der das Gefühl von einfachem Hinnehmen und Aushalten vermittelt. Auch bleiben Vater und Sohn namenlos, was eine zusätzliche Distanz zu den Charakteren schafft. Was jedoch vom Anfang bis zum Ende bleibt, ist die Liebe zwischen Vater und Sohn. "Ich werde mein Versprechen halten, flüsterte er. Ganz gleich, was passiert. Ich werde dich nicht allein in die Dunkelheit schicken."

Düster und niederschmetternd
4

Grau, Blass, Tot, Kalt, Still, Karg, … Verzweifelt

Dieses Buch ist etwas sehr Besonderes und Eigenständiges, hat mich aber schlussendlich nicht ganz so überzeugen können, wie ich vermutet hatte. McCarthy schafft es eindrücklich, seine öde, verbrannte Postapokalypse vor unseren Auge entstehen zu lassen. Mit vielen Adjektiven und Formulierungen wird immer wieder die vorherrschende Kälte, Asche, Tristesse und der Hunger wirkungsvoll thematisiert, Vater und Sohn sind zwei erschöpfte Figuren auf dem großen Spielbrett jener kargen, grausamen und aufs Überleben ausgerichteten Welt. Dass Vorgeschichte und Motivation nur am Rande erwähnt werden, lässt mich die namenlosen Handelnden zu Unrecht kaum Kennenlernen. Für mich hat diese Geschichte daher in erster Linie über Atmosphäre und sehr bedrückende Bilder funktioniert, auf der Gefühlsebene konnte es mich nicht zu 100% abholen.

4

Düster und fesselnd

4

Eine dystopische Geschichte über einen Vater und Sohn, die zu Fuß durch Amerika unterwegs sind, um zu Überleben.. es lebt nur noch ein kleiner Anteil an Menschen, Tiere gibt es nicht mehr und auch die Natur ist scheinbar nicht mehr lebensfähig.. was zu diesen Umständen führte bleibt unklar.. eine Geschichte mit dem Ziel des Vaters den Sohn bis zum Ende zu beschützen..

4.5

Dystopie in Perfektion

Es gibt nichts mehr auf der Welt. Keine Namen, kaum Leben, keine Freude und keine Hoffnung. Selten wurde Dystopie so perfekt beschrieben wie in diesem Buch. Die Grausamkeit von Menschen, bei völliger Hoffnungslosigkeit wurde unglaublich stark und Bildgewaltig wiedergegeben. Die Beziehung, zwischen Vater und Kind, ist bewegend und zugleich eine Betrachtung zweier unterschiedlicher Wahrnehmungen. Der Vater eher Realist, der Sohn Humanist. Die verschiedenen Ansichten in solch einer Welt, sind interessant und geben dieser Geschichte einen emotionalen Anstrich. Eine durch und durch tolle Leseerfahrung

Dystopie in Perfektion
4.5

Ein Vater. Ein Sohn. Eine Straße. Mehr lässt McCarthy nicht zu.

Die Welt ist verbrannt, reduziert auf Grautöne und Asche. Kein Name, kein Ort, kein Ziel. Und doch liest man atemlos, weil zwischen diesen trostlosen Zeilen etwas glimmt: eine Liebe, so still und so tief, dass sie alles überstrahlt. McCarthys Sprache ist unbarmherzig. Wie eine investigative Reportage ohne Kamera. Kein Trost, nur Protokoll. Für mich als Vater war dieses Buch schwer zu ertragen. Wegen der Grausamkeit, wegen der Nähe, wegen der Möglichkeit. Dialoge sind auf das Notwendige reduziert und doch voller Menschlichkeit. McCarthy schreibt kein Endzeitdrama. Er schreibt über Würde im Überleben. Über Güte im Zerfall. Und über die Frage, was von uns bleibt, wenn alles andere verschwindet. „The Road“ ist schmerzhaft schön. Es ist Erinnerung und Warnung zugleich. Es war schon so dunkel. Es kann wieder so sein.

Ein Vater. Ein Sohn. Eine Straße. Mehr lässt McCarthy nicht zu.
4.5

Ein Vater und sein Sohn schleppen sich durch eine verbrannte Welt, voller Kälte, Asche und Gefahren. Unglaublich düster ist diese Dystopie, ich habe so oft auf einen kleinen Schimmer Licht und Hoffnung gehofft. Aber das Schicksal treibt das Duo immer weiter gnadenlos voran. Seit ich das Buch beendet hab, habe ich so oft noch daran gedacht. Der ganze Erzählstil war unglaublich dicht und die Stimmung des Buches gräbt sich tief ein. Aber dies Geschichte hat mich auch einfach generell wahnsinnig traurig gemacht. Also nichts für zwischendurch und auch keine leichte Kost.

3

„Wir müssen weiter“

Ein Mann und sein Sohn sind auf dem Weg nach Süden. Sie durchqueren erschöpft und hungrig aschebelegte, menschenleere Landschaften und folgen der Straße in eine hoffentlich bessere Zukunft. Was ist mit unserer Welt passiert? Was hat es mit den eigenartigen Umwelt-Phänomenen auf sich? Wer sind die „Guten“ und die „Bösen“? Auf diese Fragen bekommen wir keine wirkliche Antwort aber die atmosphärische Sprache voller Ruhe und gleichzeitiger Gefahr macht diese apokalyptische Erzählung einzigartig. Grausige Szenen letzter menschlicher Regungen begegnen minimalistischen Gesprächen zwischen Vater und Sohn, welche gar nicht anders können als sich einzig und allein um das Überleben auf der Straße zu kümmern. Den handvoll Menschen, denen sie begegnen, können sie nicht vertrauen und trotzdem verinnerlicht der Junge ein gewisses Urvertrauen, welches auch den Vater immer wieder rührt. Ganz sicher handelt es sich hier um eine gelungene Version einer apokalyptischen Zukunftsprognose, die zeigt, wie sich nacktes Überleben und Menschlichkeit immer wieder gegenseitig anziehen und wieder abstoßen. Der allegorische Charakter dieser Geschichte, der den Text für manche zu einem Klassiker und einer Pflichtlektüre macht, hat sich mir nicht ganz erschlossen. Trotzdem bleibt diese Geschichte hängen und kratzt an einer Urangst, die McCarthy gekonnt aufs Papier gebracht hat.

4

Platz 15 NYT Bestseller Readers Choice

Ein Buch, das ich so schnell nicht vergessen werde – auch wenn ich es oft gerne verdrängt hätte. McCarthys Sprache ist knapp, fast karg, seine Welt trostlos, kaputt, menschenfeindlich. Und doch geht es um das Menschlichste überhaupt: die Liebe eines Vaters zu seinem Sohn. Ich habe selten etwas so Verstörendes gelesen. Besonders die Szenen rund um Kannibalismus waren für mich schwer zu ertragen. Ich hätte mir eine Inhaltswarnung gewünscht – nicht aus Sensibilität, sondern aus Selbstschutz. Diese Bilder bleiben, und nicht jeder möchte sie mit sich herumtragen. Trotzdem: Die Straße ist ein wichtiges Buch. Es zeigt, wie unschuldig Kinder sind – und wie tief Menschen sinken können, wenn alles verloren scheint. Es fragt, was Güte bedeutet, wenn es keine Regeln mehr gibt. Und es erinnert daran, dass selbst im schlimmsten Dunkel ein kleiner Lichtschein weitergetragen werden kann. Für mich war es kein schönes, aber ein intensives Leseerlebnis. Und eines, das mich nachdenklich zurücklässt.

Platz 15 NYT Bestseller Readers Choice
4

🛣️ Definitiv lesenswert für alle, die sich auf düstere, tiefgehende Geschichten einlassen möchten und und sich von einer beklemmenden Atmosphäre fesseln lassen wollen.

Eine Straße, zwei Menschen und der Rest ist Dunkelheit „The Road“ ist ein düsterer, postapokalyptischer Roman über einen (namenlosen) Vater und seinen kleinen Sohn, die durch eine zerstörte Welt ziehen. Zu Fuß, meist entlang einer Straße, immer auf der Suche nach Essen, Sicherheit und vielleicht einem besseren Ort. Mehr gibt es nicht – und genau das macht es so intensiv. McCarthy zieht einen ab der ersten Seite in seine düstere Welt. Trotz seines minimalistischen Stils entsteht eine so graue, hoffnungslose Atmosphäre, der man sich kaum entziehen kann. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Vater und Sohn – für mich war das der einzige, zarte Hoffnungsschimmer in all der Dunkelheit. Der Vater versucht verzweifelt, seinen Sohn zu schützen. Nicht nur vor der Welt, sondern auch davor, selbst ein Teil ihrer Grausamkeit zu werden. Besonders berührend fand ich, sich bewusst zu machen, was dieser Junge tagtäglich erlebt – und dass genau das für ihn längst zur Normalität geworden ist. „We carry the fire.“ Trotz (oder gerade wegen) des minimalistischen Stils entstehen unglaublich eindringliche Bilder und eine Atmosphäre, die noch lange nachhallt. Man erfährt wenig über die Vergangenheit oder darüber, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Aber ich denke darum geht es hier auch nicht. Es geht nicht darum, wer du warst…sondern ob du es schaffst, in einer so zerstörten Welt Mensch zu bleiben. Und das machte das Buch für mich stark. Themen wie Moral vs. Überleben, die Liebe zwischen Eltern und Kind und die Frage nach Hoffnung in einer hoffnungslosen Welt ziehen sich durch jede Seite. Definitiv lesenswert für alle, die sich auf düstere, tiefgehende Geschichten einlassen möchten und und sich von einer beklemmenden Atmosphäre fesseln lassen wollen. ☝️Ein Blick in die Graphic Novel von Manu Larcenet lohnt sich übrigens auch sehr – sie fängt die Atmosphäre dieser Geschichte beeindruckend ein.

🛣️ Definitiv lesenswert für alle, die sich auf düstere, tiefgehende Geschichten einlassen möchten und und sich von einer beklemmenden Atmosphäre fesseln lassen wollen.
5

Düstere Parabel über Vaterschaft

Ich weine nicht beim Lesen. Jedenfalls normalerweise nicht. Bei den letzten Seiten von „Die Straße“ war das anders. Cormac McCarthys Werk hat mich aufgewühlt und zutiefst berührt. Selten hat mich Literatur mit einer vergleichbaren Wucht getroffen. Was McCarthy in seinem preisgekrönten Roman erzählt, ist nicht neu. In einer postapokalyptischen Zukunft hat eine unbekannte Katastrophe die Welt zerstört und mit einer dicken Ascheschicht überzogen. Die wenigen verbliebenen Menschen kämpfen um ihr Überleben und sind dabei zum Großteil zu Kannibalen geworden. In dieser grausamen Umgebung folgt die Geschichte einem Vater und seinem Sohn auf ihrem Weg nach Süden. Im Gepäck haben sie wenig mehr als die Kleidung an ihren Leibern und die Hoffnung auf ein besseres Leben. So oder so ähnlich erzählen viele dystopische Geschichten. Es ist das „Wie“, das „Die Straße“ zu einem herausragenden Erlebnis macht. Sprachlich ist der Roman reduziert und karg. Wörtliche Rede wird ohne Anführungszeichen geführt, was den Verfall der Welt sprachlich widerspiegelt. Wo es keine Vögel oder Sonne mehr gibt, gehen den Menschen auch die Wörter dafür verloren. Wo sich Vorgänger auf effekthascherische Action oder Spannung fokussierten, interessieren McCarthy vor allem die Wahrnehmungen, Empfindungen und Hoffnungen seiner beiden Protagonisten. Diese sind ambivalent und philosophisch. Denn der Vater versucht, in dieser furchtbaren Welt für seinen Sohn menschliche Güte, Zivilisation und Moral zu bewahren. Dabei zieht er eine klare Grenze zwischen „den Guten“ (sie selbst) und „den Bösen“ (den Kannibalen). Der Sohn hinterfragt diese Unterscheidung jedoch immer wieder, was die moralische Komplexität des Überlebens und der Frage verdeutlicht, ob man auch in der Hoffnungslosigkeit einer der „Guten“ bleiben kann. Der Vater mutet bisweilen wie der alttestamentarische Moses an, der seinen Sohn in der Hoffnung auf Erlösung wie einen Heilsbringer durch die Einöde führt. So ist „Die Straße“ vor allem eine biblische Parabel über Vaterschaft, die in ihrer intensiven, atmosphärischen Dichte ihresgleichen sucht.

Düstere Parabel über Vaterschaft
4.5

📝 „Nächte, deren Dunkel alle Dunkelheit überstieg, und jeder Tag grauer als der vorangegangene.“ (S.7) 📝 „Alles Anmutige und Schöne, das einem am Herzen liegt, hat einen gemeinsamen Ursprung im Schmerz.“ (S.51) 📖 Ein große Katastrophe führt zu einem Überlebenskampf für Vater und Sohn in einer kargen Umwelt. Die Sonne ist verschwunden. Währungen und Edelmetalle sind wertlos. Was zählen sind übriggebliebene Lebensmittel, Zusammenhalt und die Hoffnung. 💭 Der Autor vermittelt gekonnt von Seite eins eine düstere und triste Atmosphäre. Verzweiflung und Kraftlosigkeit prägen die Charaktere. Vater und Sohn treffen regelmäßig auf tote Lebewesen. Alle Hoffnung ist von Asche begraben. Ergreifend finde ich, wie der Vater den Sohn mit wenigen in nüchterner Art geäußerten Worten dennoch vor der Hoffnungslosigkeit zu bewahren versucht und ihn vor Gefahren schützt. Ich fragte mich beim Lesen, ob der unverbrauchte Optimismus von Kindern nicht der beste Antrieb für ein besseres menschliches Miteinander ist. Am Ende dieses Buches tendiere ich zu der Antwort ja. Für mich eine etwas andere Lektüre als sonst, aber dadurch umso lesenswerter!

Post image
5

Einfach ein Meisterwerk. Ein tolles Buch von einem tollen Autor. Über eine Vaterliebe, so tief, einen wunderbaren Jungen, über das Überleben wenn die Welt schon längst gestorben ist und über Menschlichkeit. Ich kann es jedem empfehlen der etwas für Dystopien übrig hat.

3.5

So traurig

Eine wirklich traurige Endzeitgeschichte über einen Vater und seinen Sohn. Einige nennen dieses Buch ein Meisterwerk, andere "das deprimierendste was sie je lesen haben". Für mich war es eine bedrückende, aber auch liebevolle und tragische Geschichte. Ich konnte, trotz vieler wiederholender Erzählstränge, und einfach gehaltenen Dialogen mit Spannung lesen. Ich hatte einen Dauerschauer über dem Rücken und mein Herz war ganz schwer. Ich kann nicht sagen, ob ich diese Geschichte jemandem empfehlen würde, weil sie so traurig ist und ich würde selbst auch nicht die Verfilmung schauen wollen. Ich bin auch froh darüber das Buch durchgelesen zu haben, aber dennoch hat es mich sehr bewegt und ich denke noch viel daran. Wer Dystopien mag und auch einer tragisch traurigen Geschichte nicht abgeneigt ist, wird es mögen.

3

Irgendwie faszinierend aber deprimierend und düster

Ich mag Dystopien aber dieses Buch ist wirklich deprimierend. Ein Vater und sein Sohn irren durch eine tote, vergiftete, neblige Welt - immer voller Angst, Not und Hunger.

5

Ich habe auf TikTok schon viele Bücher gesehen … aber Die Straße hat mich komplett anders getroffen.Kein unnötiger Hype,

Ich habe auf TikTok schon viele Bücher gesehen … aber Die Straße hat mich komplett anders getroffen.Kein unnötiger Hype, keine große Action, keine typischen Plot Twists. Nur ein Vater und sein Sohn. Namenlos. Allein. Auf einer endlosen Straße durch eine zerstörte Welt. Und genau das macht dieses Buch so besonders.Die beiden laufen einfach weiter — immer auf der Suche nach Essen, Wärme und irgendeiner Form von Hoffnung. Die Dialoge wirken am Anfang fast komisch oder leer … aber je weiter man liest, desto mehr versteht man, warum sie genau so geschrieben sind. Dieses Buch gibt dir keine großen Antworten.Du erfährst nicht alles über die Welt, nicht jedes Detail wird erklärt — aber das ist auch gar nicht wichtig. Denn im Mittelpunkt steht etwas anderes:Wie bleibt man Mensch in einer Welt, in der Menschlichkeit kaum noch existiert? Der Vater und der Sohn versuchen trotz Hunger, Angst und Hoffnungslosigkeit die „Guten“ zu bleiben. Und genau das macht die Story so emotional. Alles fühlt sich grau, kalt und schwer an — aber gleichzeitig unglaublich echt. Viele sagen nicht ohne Grund, dass The Last of Us stark von diesem Buch inspiriert wurde. Und das merkt man sofort: diese trostlose Atmosphäre, die leisen Gespräche und die Beziehung zwischen zwei Menschen, die einfach nur versuchen zu überleben. Nur eben ohne Zombies — dafür mit noch mehr Stille und Gefühl. Erwartet hier keine Action. Dieses Buch lebt von Atmosphäre, Emotionen und dem Gefühl von Überleben.Und wenn man dranbleibt, wird man definitiv nicht enttäuscht. 😞 ⚠️ Triggerwarnung:Das Buch enthält harte Szenen mit Kannibalismus, verhungerten Menschen und verstörenden Momenten. Nicht leicht zu lesen.

4

„Es gab nur wenige Nächte, in denen er, wenn er im Dunkeln lag, die Toten nicht beneidete.“ Ein Buch das viel Zeit braucht und nicht leicht verdaulich ist.

4.5

Düstere Postapokalypse – Eine Reise ohne Ankunft

Ein Vater und sein Sohn reisen durch eine postapokalyptische, hoffnungslose Welt immer auf der Suche und um "das Feuer" zu bewahren. Die Strasse ist ein schwer zu beschreibendes Buch welches einen mit seiner dystopischen und hoffnungslosen Welt erdrückt und man sich dennoch dabei erwischt kleine Funken der Hoffnung erkennen zu wollen welche aber beinahe jedesmal direkt wieder erlischen. "Einmal in diesen ersten Tagen war er in einem öden Wald erwacht und hatte im Liegen Schwärmen von Zugvögeln in der bitteren Dunkelheit über ihm gelauscht. Ihr gedämpftes Kreischen in mehreren Kilometern Höhe, wo sie die Erde ebenso sinnlos umkreisten wie Insekten, die den Rand einer Schüssel entlangwimmeln. Er wünschte ihnen gute Reise, bis sie fort waren. Er hörte nie wieder welche."

4

Die Frage nach Menschlichkeit in einer postapokalyptischen, zerstörten Welt

Cormac McCarthys Roman „Die Straße“ erzählt die Geschichte eines Vaters und seines jungen Sohnes, die nach einer unbenannten Katastrophe durch ein verwüstetes Amerika wandern. Ihr Ziel ist die Küste, in der Hoffnung, dort bessere Überlebenschancen zu finden. Die Welt, die sie durchqueren, ist karg, trostlos und voller Gefahren. Unter einem ascheverhangenen Himmel kämpfen sie jeden Tag ums Überleben, während sie ihre Menschlichkeit gegen die Bedrohungen durch rivalisierende Gruppen und Kannibalen verteidigen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die tiefe Beziehung zwischen Vater und Sohn, die sich in einer zutiefst unmenschlichen Welt bewahren wollen. „Die Straße“ hat mich tief berührt. McCarthy gelingt es, mit einer sachlichen und knappen Sprache eine eindringliche Atmosphäre zu schaffen. Der Verzicht auf überflüssige Verben und der personale Erzähler betonen das Erstarrtsein der postapokalyptischen Welt, in der Vater und Sohn ums Überleben kämpfen. Die Trostlosigkeit, die sich durch das gesamte Buch zieht, wird durch kleine, aber bedeutungsvolle Momente der Hoffnung unterbrochen. Die Eintönigkeit, die McCarthy bewusst als Stilmittel einsetzt, hat mich teilweise überwältigt. Es ist kein Buch, das man leicht weglesen kann; ich musste oft pausieren, um die emotionale Schwere zu verarbeiten. Die düstere, fast schon nihilistische Grundstimmung verlangt eine gewisse Bereitschaft, sich auf die Härte der Geschichte einzulassen. Trotz dieser düsteren Welt schafft es McCarthy, eine zutiefst bewegende Beziehung zwischen Vater und Sohn darzustellen. Diese Beziehung ist das Herzstück des Romans und zeigt, wie zwei Menschen in einer entmenschlichten Umgebung ihre Menschlichkeit bewahren. Besonders beeindruckend fand ich, wie McCarthy den unerschütterlichen, kindlichen Optimismus des Sohnes beschreibt, der trotz der düsteren Umstände kontinuierlich durchscheint. Er glaubt konsequent an „das Gute“ und unterteilt Menschen in „die Guten“ und „die Bösen“, wobei er sich und seinen Vater zu den Ersteren zählt. „Die Straße“ ist keine klassische Dystopie mit actionreichen Wendungen. Sie kommt auch ganz ohne Zombies aus. Stattdessen konzentriert sich der Roman auf das Hier und Jetzt – den nackten Überlebenskampf in einer Welt, die so realistisch und beängstigend dargestellt wird, dass ich mich immer wieder fragte, wie ich in einer solchen Situation reagieren würde. Das Ende des Buches ist traurig und zugleich hoffnungsvoll, was eine Vielzahl an Interpretationsmöglichkeiten eröffnet. Obwohl mich das Buch emotional stark angesprochen hat, hatte ich dennoch das Gefühl, dass zwischen all den intensiven Momenten etwas Handlung und Plot fehlten. Die Eintönigkeit, die als Stilmittel dient, ließ mich stellenweise das Bedürfnis nach mehr Substanz verspüren. Deswegen 1 Stern Abzug. Fazit: „Die Straße“ ist ein unglaublich kraftvoller und emotionaler Roman, der einen intensiv mit der Frage nach Menschlichkeit in einer zerstörten Welt konfrontiert. Eine beeindruckende Lektüre, die jedoch die passende Stimmung und Bereitschaft für ihre düstere Thematik erfordert. ⭐️⭐️⭐️⭐️

4.5

Cormac McCarthy - Die Straße Fallout-Vibes und die unerschütterliche Liebe zwischen Vater und Sohn - so lässt sich dieser Roman, der eigentlich mehr eine Parabel ist, am besten Beschreiben.  📚 "Die Straße" erzählt die Geschichte eines namenlosen Vaters und seines kleinen Sohnes in Amerika, die durch eine postapokalyptische, zerstörte Welt wandern. Was genau passiert ist, erfährt man nicht, kann es aber durch Beschreibung der komplett verwüsteten Natur erahnen. Sämtliche Pflanzen und Tiere sind ausgestorben, die Sonne wird von Asche verdeckt, und die meisten Menschen sind entweder tot oder verroht. Vater und Sohn kämpfen auf dem Weg Richtung Küste ums Überleben – sie suchen nach Nahrung, Schutz und versuchen dabei, nicht in die Hände von Plünderern oder Kannibalen zu fallen. Dabei halten sie an einem moralischen Grundsatz fest: Sie sind "die Guten" und tragen "das Feuer" in sich. 💭 Die Endzeitgeschichte stellt das Verhältnis von Vater und Sohn in den Mittelpunkt. Gemeinsam versuchen sie, verzweifelt und trotz trotz aller Umstände nie die Hoffnung zu verlieren und ein Stück Menschlichkeit weiterleben zu lassen. Denn ihre Liebe ist das einzige, was ihrem Leben noch einen Sinn verleiht. Symbolisch tragen sie "das Feuer" in sich weiter, welches für moralische Integrität und Mitgefühl steht, auch wenn sonst nicht mehr viel von der uns bekannten Welt übrig ist. Die bewusst namenlosen Figuren symbolisieren dabei jeden und jede von uns und es stellt sich die zentrale Frage: Was macht uns noch menschlich, wenn alles verloren ist?  ⭐️ In die sehr einfache und trostlose Sprache musste ich mich erst einlesen, doch irgendwann wurde ich von dieser beklemmenden Stimmung überwältigt und habe mich mehrfach gefragt, wie ich in einer solchen Situation wohl denken und handeln würde. Fazit: Keine einfache Kost, dennoch ein großartiges Werk, das auf jede Leseliste gehört.

3

Ein Klassiker?

Hui. Was ein deprimierendes und einsilbiges Buch. Es war einfach eine Erzählung, es kam keine großartige Spannung auf und das Ende war dann auch recht knapp. Für mich ist es damit endlich abgehakt. ☑️

5

Toll, was Cormack McCarthy alles erzählt, indem er sich auf die Beschreibung der Handlung und Umgebung beschränkt. Das kann nicht jeder. Das erschwert schon den Zugang zum Buch und den Figuren, aber wenn man einmal drin ist, dann folgt man dem Flow. Aber man muss dem minimalistischen Schreiben grundsätzlich etwas abgewinnen können, um das Buch zu mögen. Wer es lieber opulent und ausgeschmückt mag, der wird vermutlich eher weniger zufrieden sein. Ich fand's toll atmosphärisch, wenngleich düster und deprimierend.

4

Düster, verzweifelt, mitreißend. Im Grunde nichts anderes erwartet und doch beeindruckt, wie authentisch alles wirkt. Trotz der Stimmung der Geschichte absolut lesenswert👌🏻

Das einzige, woran ich mich gewöhnen musste, was aber super zum Konzept der untergegangenen Welt passt, sind die fehlenden „“, wenn Vater und Sohn miteinander sprechen, aber anscheinend hat man nach der Apokalypse nicht einmal mehr „“ und warum auch? Ein kleines Zeichen dafür, dass die menschliche Zivilisation und Kultur am Ende ist. Aber ganz unironisch, die Stimmung ist düster, doch Vater und Sohn klammern sich an die Hoffnung, dass es einen sicheren Ort gibt. Es braucht dabei keinen Antagonisten. Die tote Welt, die die beiden durchqueren ist feindlich und brutal genug. Es gibt kaum Essen oder Wasser, es fehlt einfach an allem, vor allem Menschlichkeit. Gerade die Beziehung zwischen Vater und Sohn, die sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt, trägt die Geschichte. Jeder Schritt, jede kalte Nacht, jede Entscheidung zeigt das auch. Aus meiner Sicht ein ungewöhnliches, aber sehr wohl lesenswertes Buch🤙🏻

3.5

Sehr kurzweilig, dennoch atmosphärisch und interessant.

Ein Mann und sein Sohn wandern durchs abgebrannt und verlorene Land mit nur einem Ziel. Zu überleben. Ich weiß weder wie die beiden heißen noch was genau passiert ist. Man bekommt immer so ein paar Andeutungen was passiert ist aber nicht so richtig. Der Vater möchte seinem Sohn auch schützen. Sehr kurzweilig und schnell durchgelesen, erleben wir die Reise der beiden, immer an der Nähe der Straße. Wer was kurzes und schnelles sucht, dann schaut mal in das Buch. So vom Schreibstil hat es mich ein bisschen an einen Krimi erinnert.

4

Eine dystopische Erzählung. Ein Vater läuft mit seinem Sohn und ein paar Habseligkeiten durch ein zerstörtes, verbranntes Land. Sie sind auf der Suche nach Nahrung, Schutz und Gleichgesinnten, die sich ihre Menschlichkeit bewahrt haben. Gibt es solche Menschen überhaupt noch? Es geht auch um Hoffnung und die dünne Linie zwischen gut und böse. Ist man immer noch ein guter Mensch, wenn man unmenschlich handelt (handeln muss), um seine Liebsten zu schützen? Ist es überhaupt wert, zu hoffen in dieser aussichtlosen Lage?

5

Eins der besten Bücher, die ich gelesen habe. Gehört zu der Art, die mal nie wieder vergisst. Eine düstere, eindringliche Geschichte vom Vater und Sohn aus der Welt, wo das Leben zerstört wurde. Grau, leblos, gefährlich.

5

Wow. Ich habe das Buch gelesen und gleichzeitig gehört. Gesprochen von Christian Brückner. Der Schriftsteller McCarthy ist ein schriftstellerischer Killer, er tötet den Schnik Schnak mit einer scharfen Klinge, die alle Schnörkel von Sprache abschneidet. Es geht um einen Roadtrip von Vater und Sohn nach der Apokalypse. Das Buch macht betroffen, trautig, lässt einen bangen und alle seine eigenen Werte infragestellen. Und es geht um die Liebe. Zwischen Vater und Sohn.

5

So bewegend, emotional und berührend. Dieser Roman war nicht nur ergreifend, sondern auch unheimlich atmosphärisch. Eine absolute Empfehlung, aber nichts für empfindliche Menschen.

"Die Straße" ist ein sehr besonderes Buch, das von seiner düsteren Stimmung lebt. Wir als Leser erleben in Cormac McCarthy's Roman eine unheimliche, zerstörte, dystopische Welt in der Vater und Sohn ums Überleben kämpfen und gleichzeitig versuchen "das Feuer", die Hoffnung und das Gute zu bewahren. Ich habe nicht nur einmal gespürt, wie mir ein Schauer über den Rücken lief. Die ganz besondere Beziehung zwischen Vater und Sohn hat mich enorm berührt, sodass ich bei einigen Dialogen einerseits schmunzeln und andererseits die Tränen zurückhalten musste. Ich habe mit den den beiden Protagonisten mit gelitten, gehofft, geträumt und getrauert. Ihre Erlebnisse und Empfindungen wurden zu meinen und ich hatte, wenn ich das Buch zur Seite legen musste, immer einen Fuß in der Geschichte. Sie hat mich nicht mehr losgelassen und ich Frage mich ob die Kinder von heute oder morgen irgendwann in einer solchen Welt leben müssen.

5

War begeistert und musste am Ende arg schlucken. 🥹

Mein erstes Buch von McCarthy und wohl nicht sein bestes, obwohl er dafür den Pulitzer-Preis erhalten hat. Dennoch war ich begeistert, und musste am Ende arg schlucken. Nach einer unklaren Katastrophe in näherer Zukunft ziehen ein Vater und sein kleiner Sohn durch eine apokalyptische, zerstörte Welt. Alles ist verkohlt, verbrannt, schwarz. Farben gibt es nur im Traum, aus denen die beiden immer wieder angstvoll erwachen. Zurecht, denn es geht durchaus grauslig zu - Achtung Spoiler: Gebratene Kinder oder mumifizierte Schädel oder marodierende Kannibalen - und dabei mag ich Horror in Film und Literatur gar nicht. Einziger Lichtblick in dieser grausamen und hoffnungslosen Geschichte ist die innige Vater-Sohn-Beziehung. Und deren Diskussionen, über Ethik und Moral in der toten Welt. Das Ende ist sehr berührend. Ein guter Einstieg in weitere McCarthy Bücher.

5

Die Atmosphäre, die McCarthy in diesem Buch erschafft, ist einfach spürbar drückend. Irgendwann habe ich angefangen, mich über die Glücksfälle nicht mehr zu freuen, weil es einfach klar ist, dass sie nicht reichen werden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, das Ende hat mich sehr berührt!

3.5

Kein Meisterwerk, aber heftiger Tobak

Das Buch ist von 2007, wurde mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet und später auch verfilmt. Sprechen diese Dinge für ein gutes Buch? Ich muss sagen, jein. Das Buch hat so gesehen eine spannende Story, jedoch verliert man sich beim Lesen in der bildgewaltigen Darstellung des Autors. Er benennt wirklich gefühlt jede Pflanze, jedes Ding. So oft musste ich noch nie Begriffe nachschlagen, wie in diesem Buch. Weiterhin kommen einem die Sätze beim Lesen oft abgehakt vor, nicht ausgeschrieben, da der Autor sie tatsächlich manchmal abkürzt. Ein weiterer Nachteil ist, dass das Buch keine Kapitel hat, nur Absätze und manchmal wechselt es einfach zwischendrin zwischen Gegenwart und Vergangenheit, was sehr irritierend ist. Die Gespräche finden oft in der gleichen Zeile stand, das heißt zwei verschiedene Personen reden in der selben Zeile und es gibt keine Anführungszeichen. Das ist alles sehr gewöhnungsbedürftig. Als Film ist das Buch garantiert gut, da bin ich mir fast sicher. Jedoch so, ein harter Schinken, durch den man sich beißen muss. Manche Stellen fand ich sehr spannend und habe schnell drüber gelesen, andere wiederum waren richtig zäh und dauerten. Bei der Kürze des Buches, sollte man es eigentlich schneller durch haben. Schade, dass hier so viel Potential verschleudert wurde. Trotzdem ein trauriges Buch, das zum Nachdenken anregt. Ich empfehle es trotzdem, da es garantiert viele Leser erreicht. Mich konnte es nur 50:50 abholen.

Kein Meisterwerk, aber heftiger Tobak
4

Wenn Trostlosigkeit ein Buch wäre…

…dann dieses. Viel mehr noch: diese Geschichte ist der Trostlosigkeit ihr Vadder! Postapokalypse - aber richtig! Keine Zombies, kein Schnickschnack, kaum Menschen und noch weniger Hoffnung. Wir begleiten einen Vater und seinen kleinen Sohn auf ihrem Weg durch eine verbrannte Welt - immer der Straße nach, das unmittelbar drohende Ende stets vor Augen. Denn eines ist von Anfang an klar: Die Reise der beiden endet nicht im Elysium. Täglich lauert der Tod: Hungertod, Kältetod, Raubmord oder fatale Krankheit. Ein Schicksal, vor dem der Vater seinen Jungen mit aller Kraft und gegen jeden Sinn und Verstand bewahren will - so lange es ihm eben möglich ist… Der Junge selbst ist in dieser kargen, perspektivlosen Ödnis aufgewachsen und kann sich an ein Vorher gar nicht erinnern. Welche traumatischen Erfahrungen er machen musste und welches Bild er vom Leben hat, können wir anhand seines teils apathischen Handelns und seiner spärlichen Kommunikation bestenfalls erahnen. Überhaupt erlangen wir zunächst nur wenig Einsicht in das Innenleben der beiden Figuren. Einzelne Erinnerungsfetzen des Vaters, ansonsten nur durch meist sehr knappe Dialoge zwischen den beiden, die sich gezwungenermaßen auf das Wesentliche konzentrieren, sich immer wieder um dieselben Fragen drehen und das meiste unausgesprochen lassen… So viel mehr steht zwischen den Zeilen und verklingt in der Stille. Der Mann und der Junge bleiben bis zum Ende hin namenlos. Man könnte meinen, das ließe die Figuren unnahbar erscheinen, doch viel mehr werden sie dadurch zur perfekten Projektionsfläche für uns Leser. Und welche Bedeutung haben Namen und Identität noch im Angesicht des Endes der Welt, an dem alle gleich sind? McCarthy bedient sich hier einer pragmatischen, stakkatohaften Prosa, die die widrigen Bedingungen der Romanwelt vermittelt. Die Sprache erscheint oft kantig, man möchte sagen, abstoßend einfach und plump. Viel „er tat dies, er tat das, er schaute hierhin, schaute dorthin. Kurze Sätze. Ellipsen. Gleichzeitig kann sie sehr poetisch sein, besonders in der Beschreibung der Welt. Beides dient dazu eine Atmosphäre zu vermitteln, die unter die Haut geht: S. 117 „Zwei weitere Tage. Dann drei. Sie hungerten erbärmlich. Das Land war geplündert, kahl gefressen, verheert. Jeder Krume beraubt. Die Nächte waren entsetzlich kalt und sargschwarz, und die lange Spanne des Morgens hatte etwas fürchterlich Stilles. Wie die Dämmerung vor einer Schlacht. Die wächserne Haut des Jungen war fast schon durchscheinend. Mit seinen großen, starren Augen wirkte er wie ein außerirdisches Wesen.“ S. 242 „Die Straße durchquerte einen ausgetrockneten Morast, wo Eisrohre wie Formationen in einer Höhle aus dem gefrorenen Matsch ragten. Am Straßenrand die Überreste eines alten Feuers. Dahinter ein langer Betondamm. Ein toter Sumpf. Aus dem grauen Wasser ragten tote Bäume mit Schleppen aus grauen Moosresten. An der Bordschwelle seidige Aschehäufchen. Er stützte sich auf die grobe Betonbrüstung. Vielleicht wäre es in der Zerstörung der Welt endlich möglich zu erkennen, woraus sie bestand. Ozeane, Berge. Das gewichtige Gegenschauspiel von Dingen, die zu bestehen aufhören. Die allumfassende Ödnis, ödematisch und von kalter Profanität. Die Stille.“ Die Geschichte ist in kurze, oft nur Absatz-lange Episoden gegliedert, die zahllose, aufeinanderfolgende Tage oder Momente schildern. Figurenrede und innerer Monolog werden nicht signifikant von der Erzählerrede abgegrenzt - so vermischen sich die Eindrücke, man weiß nicht immer sofort, wer gerade spricht. Man verliert den Überblick über Raum und Zeit, mäandert mit den beiden Figuren durch diese tote Welt und teilt ihre alltäglichen Erlebnisse. Was sie im Einzelnen erleben, ist im Sinne einer konkreten Handlung relativ unerheblich - darum geht es im Endeffekt gar nicht. Wir können uns ungefähr vorstellen, worauf das Ganze hinaus laufen wird. Auf dem Weg dahin ist in erster Linie die Beziehung zwischen Vater und Sohn interessant und wie die beiden auf das unweigerliche Ende zugehen… Pro Tipp: Beim Lesen den Soundtrack von „The Last of Us“ hören (auch wenn man dazu noch keine bestehende emotionale Verknüpfung hat), hebt die Erfahrung auf einen ganz neuen Level!

Wenn Trostlosigkeit ein Buch wäre…
3

A bleak and depressing book, but therefore very on-brand for its genre.

I honestly don’t know how to feel about this book. While the overall story seems believable enough in its own quiet and repetitive narrative, the way the boy and his father were portrayed was missing something for me. The fathers missive: reaching the coastline and keeping the boy safe was clear from the beginning, subtle flashbacks to his life before explained little to nothing except for the fact that his son was likely born during/shortly after the world-altering events. We explore his inner world here and there, the father worries about the boy, but his feelings stay rather surface level. In the beginning the boy appears to be nothing more than a obedient sidekick, tethering his father to this life and the world. While there is some character growth in his newfound independence towards the end of the book, both characters stay too one-dimensional to make me feel anything besides a deep hopelessness regarding the desolate world and its cruel inhabitants. The Road checks a lot of boxes for a good dystopian novel and world, unfortunately I would have wished for more insights on how the people living in it truly feel about it.

5

In einer postapokalyptischen Welt sind ein Vater und sein Sohn, namenlos, auf der Straße unterwegs nach Süden. Die Welt ist gezeichnet. Von Zerstörung, von Hoffnungslosigkeit. Der Vater versucht, seinen Sohn auf das Leben ohne ihn vorzubereiten, da er den Tod kommen spürt. Sie schlagen sich durch eine Welt, in der so gut wie nichts mehr übrig ist, und verstecken sich vor Menschen, denen jede Menschlichkeit abhanden gekommen ist. Doch sie versuchen trotzdem, das Feuer, die Hoffnung zu bewahren. Unglaublich intensiv schildert McCarthy die Odyssee der beiden. Man fiebert mit, freut sich über das kleinste Licht in der Düsternis, obwohl man doch ahnt, dass es am Ende wohl keinen Grund für Hoffnung gibt. Ein beeindruckendes Buch, das mich oft zum Innehalten und Nachdenken gebracht hat.

5

Habe im Flixbus sehr die Tränen am Ende zurückhalten müssen so wie schon lange nicht mehr. Ein sublimes Buch. Ein sehr hartes Buch, das mit trockenen Worten sehr laut wird. Ein riesiges vergrabenes Reservoir an Gedanken und Hoffnungen und Gefühlen, das sich in kargen Wortfolgen erahnen lässt, bis man die enge Beziehung zwischen Vater und Sohn immer stärker fühlt und der Respekt vor diesen Menschen ins Unermessliche wächst. Was für ein Vater und was für eine Liebe!

3.5

Düster und beklemmend schildert CormacMcCarthy ein Endzeitszenario. Teilweise war der Schreibstil sehr schwierig, aber die tragische Vater-Sohn Geschichte machten das wieder wett.

3.5

Ein tolles Buch, wenn man sich hoffnungslos und depressiv fühlen möchte.

5

Postapokalyptische Spannung, detaillierter Weltenentwurf, ausgearbeitete Charaktere, tiefsinnige Dialoge. Das sind alles Punkte, die eine Dystopie zu einem interessanten Roman machen. Und all dies besitzt dieses Buch nicht. Und trotzdem ist verdammt gut und geht nicht nur unter die Haut, sondern auch kräftig an die Nieren. Eigentlich sind diese 250 Seiten schnell gelesen, aber ich konnte täglich nur eine kleine Dosis genießen. Vielleicht wollte ich in unseren pandemiebeprägten Zeiten diese Vorstellung von einem Ende der Welt nicht so nah an mich heranlassen. Man könnte ja gerade auch mal die Hoffnung verlieren. Wie schlimm ist es dann erst, wenn ein Vater mit seinem Sohn durch eine verbrannte, nahezu menschenleere Welt zieht auf einer Straße ins Nirgendwo. Wenn es wenigstens ein Licht am Ende des Tunnels gegeben hätte. Warum schreibt man so ein trostloses Buch? Und vor allem: warum lesen es die Leute? Was macht diese Faszination nach dem Untergang aus? Bloße Unterhaltung kann es nicht sein. Ich habe nicht recherchiert, was Cormac McCarthy zu diesem Roman animiert hat. Ich kann nur sagen, was es in mir auslöste. Zum einen eine tiefe Bewunderung oder Sehnsucht nach so einer innigen Vater-Sohn-Beziehung. Dabei blickt McCarthy nie zurück, sondern bleibt konsequent das ganze Buch über im Jetzt. Quasi Achtsamkeit in der Apokalypse. Wie erfahren nie, was zum Weltuntergang führte und wie das Leben der Beiden in einer besseren Welt mal aussah. Die Individualität wird dabei sogar soweit vom Autor eliminiert, dass er er ihnen nicht nur keine Vergangenheit, sondern auch keine Namen gibt. Sie bleiben der Mann und das Kind. Schon dadurch stellt sich Hoffnungslosigkeit ein, denn eigentlich sind sie bereits verloren und vergessen. Zum anderen ist dieser Roman ein Paradebeispiel, wie „Show, don’t tell“ in der Literatur funktionieren kann, wenn man wie ein Arthouse-Filmregisseur eine Kameraeinstellung nimmt und nur erzählt, was passiert oder was geredet wird. Hier werden keine Gefühle erklärt oder Empfindungen beschrieben. Es geht nur ums nackte Überleben und die Unterhaltungen werden immer einsilbiger, je näher man dem Ende kommt. Aber ist es wirklich nur eine Dystopie? Warum nennt der Autor das Buch „The Road“? Ist die Straße nicht als Symbol für das ganze Leben zu sehen, auf der wir entlang schreiten, Gefahren begegnen, Leid und Zweisamkeit erfahren und auch nicht wissen, warum wie die Straße entlanglaufen? Den Fragen der eigenen Kinder nach dem Sinn des Wanderns auch nicht erklären können? Auch nicht wissen, wo die Straße des Lebens endet. Und am Ende der Straße tritt dann das ein, was jedem von uns erwartet. Puh. Was ein intensives Buch. Was kann ein Autor mit Wörtern alles in mir anrichten. Das wird mir so schnell nicht aus dem Kopf gehen.

3

Ich hatte eine Stoner-Erfahrung erwartet. Tjo, dann halt nicht. Reduzierter Stil, reduzierte Welt, reduzierte Dialoge. So was hat mich bei vielen anderen Büchern voll gepackt. Aber das hier:

2

Das deprimierendste Buch das ich jemals gelesen habe.

Das Buch ist mit Sicherheit ein wichtiges Stück Literaturgeschichte, wenn man bedenkt, dass es zu einem Meisterwerk wie "The Last of us" inspiriert hat. Gleichzeitig ist es aber auch eines der deprimierendsten Bücher, wenn nicht sogar das deprimierendste Buch, was ich jemals gelesen habe. Und es zieht sich. Gefühlt endlos, wie die Straße auf der Vater und Sohn unterwegs sind. Ich habe mir ein paar Rezensionen zu dem Buch durchgelesen und Videos angeschaut. Offenbar kann man sehr viel mehr in dem Buch sehen, als mir das gelungen ist. Die Vater und Sohn Geschichte geht sicherlich ans Herz, aber dass in dem Buch kaum mehr passiert als dass sich die Beiden in einer toten Welt auf der immerwährenden Suche nach Essen von A nach B schleppen, hat es mir schwergemacht und ich bin kaum vorangekommen. Mehr als 20 Seiten am Stück waren nicht drin. Dass McCarthy komplett auf wörtliche Rede verzichtet hat, ist auch ein Grund, obwohl es dem Ganzen eine gewisse Poesie mitgibt. Mit der Filmadaption damals bin ich komischweise besser zurechtgekommen. Das Buch werde ich aber zeitnah aussortieren.

5

Ein unglaubliches Buch, das mich nachdenklich zurücklässt.

5

Eine tragische, dunkle Dystopie, in der doch die bedingungslose Liebe zwischen Vater und Sohn ein wenig Licht in die Welt brachte.

4

Gewisse Wiederholungen im Buch haben mich wahnsinnig gemacht ("Ich weiß nicht"), aber ich vermute das sollte ein stilistisches Mittel sein? Die Geschichte ist sehr bewegend und man fragt sich wie man selber an Stelle des Vaters handeln würde. Es war mein erstes Buch von Cormac McCarthy und ich werde mich noch an "no country for old men" heranwagen, bevor ich entscheide, ob mir sein Schreibstil zusagt.

5

Ein Meisterwerk!

Ein Mann und ein Junge. Vater und Sohn. Beide ohne Namen. Auf einer Erde, über der die Sonne nicht mehr scheint, weil Asche den Himmel verdunkelt, es Asche regnet, weil Asche den Schnee zu einem grauen Schleier werden lässt. Eine Erde, wo nahezu jede Tierart ausgestorben ist, wo die Pflanzen meist tot und fast alle Menschen umgekommen sind. Ausgelaugt, kränkelnd und hungrig schleppen die beiden sich langsam einer ehemaligen Interstate Richtung Süden entlang, in der Hoffnung, irgendwann das Meer zu erreichen, weil es dort wärmer sein soll, sie nur dort überleben können. Sie besitzen nicht mehr als die dreckigen Kleider, die sie am Leib tragen. Dazu jeder seinen aschgrauen Mundschutz, um die Luft, die sie atmen, zu filtern. Der Vater schiebt einen alten Einkaufswagen aus einem Supermarkt vor sich her, in sie dem Krempel, der vielleicht einmal nützlich sein könnte, und ein paar Konservendosen verwahren. Und am Griff dieses Wagens haben sie den Rückspiegel eines Motorrads angeschraubt, um zu sehen, was hinter ihnen auf der Straße passiert. Denn sie wandern in Furcht durch diese Welt aus Asche. Wir erleben einen Vater, der alles für seinen Sohn tut und einen Sohn, der seinem Vater unerschütterlich vertraut - bis auch dieser zeigt, dass selbst an guten Menschen Auswegslosigkeit und Furcht nicht spurlos vorbeigehen. Immer wieder werden die beiden auf ihrem langen Weg mit einer unerschöpflichen Grausamkeit konfrontiert. Kälte. Hunger. Krankheit. Menschen. Und als Leser fürchtet man mit. Denn ohne in einer apokalyptischen Zeit zu leben wissen wir auch im Hier und Jetzt, dass u.a. Menschen grausam sein können. Und sie umso grausamer werden, desto erbarmungsloser das Leben wird. Das Empathie und Nächstenliebe die Eigenschaften sind, die als erstes in Menschen sterben. McCarthy zeigt der Leserschaft auf, dass wir alles sind, aber nur nicht wirklich schlau und dass wir der Erde nicht würdig sind. Und auch, dass Liebe uns tragen kann - wenn wir es zulassen. Zurecht ist dieses Werk mit dem Publitzer Preis ausgezeichnet worden. Diese Reise, die man mit dem Vater und Sohn antritt, lässt nicht kalt und berührte auch nach dem Reread mehr als dreizehn Jahre später jede einzelne Faser meines Seins.

Ein Meisterwerk!
5

Düster und fesselnd zugleich 💔

Eine düstere Geschichte über den Überlebenskampf und die Liebe zwischen Vater und Sohn. Die Hoffnungslosigkeit in dieser dystopischen Welt erdrückt einen und man leidet mit. Moralische Entscheidungen und Grundsätze werden auf die Probe gestellt. Dieses Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt.

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