Die Abendröte im Westen
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Description
Ein an historische Ereignisse angelehnter Roman über die Indianerkriege und die amerikanische Expansion nach Westen, voller Gewalt und Grausamkeit; ein mythisches Weltuntergangsepos, mit Bildern wie von Hieronymus Bosch. Hauptfigur ist ein vierzehnjähriger Junge, der 1850 nach Texas kommt und sich einer Bande marodierender Exsoldaten, Desperados und Abenteurer anschließt, die Komantschen, Apachen und friedliche Siedler abschlachten.
Book Information
Author Description
Cormac McCarthy wurde 1933 in Rhode Island geboren und wuchs in Knoxville, Tennessee auf. Für sein literarisches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Pulitzerpreis und dem National Book Award. Die amerikanische Kritik feierte seinen Roman «Die Straße» als «das dem Alten Testament am nächsten kommende Buch der Literaturgeschichte» (Publishers Weekly). Das Buch gelangte auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste und verkaufte sich weltweit mehr als eine Million Mal. Mehrere von McCarthys Büchern wurden bereits aufsehenerregend verfilmt, «Kein Land für alte Männer» von den Coen-Brüdern, «Der Anwalt» von Ridley Scott und «Ein Kind Gottes» von James Franco. Cormac McCarthy starb im Juni 2023 in Santa Fe, New Mexico.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
𝘿𝙞𝙚 𝘼𝙗𝙚𝙣𝙙𝙧ö𝙩𝙚 𝙞𝙢 𝙒𝙚𝙨𝙩𝙚𝙣 ist eines dieser Bücher, die ich seit Ewigkeiten lesen wollte. Im Original heisst der Titel BLOOD MERIDIAN und ist ikonisch geworden. Aufgrund seiner Lorbeeren habe ich mir hier viel versprochen - jedoch wurde es ein DNF. Auf dem Weg zum Abbruch dieses Buches bin ich eingetaucht in ein Westernsetting der 1850er Jahre. Wir halten uns im texanisch-mexikanischen Grenzgebiet auf und sehen die Ereignisse durch die Augen von The Kid, ein Teenager, der nie genauer beschrieben wird als DER JUNGE. McCormac beschreibt eine grausame Welt, die in episch schöner Landschaft, immer wieder neue Abgründe menschlichen Handelns zeigt. Wir sehen marodierende Banden, Kopfgeld- und Skalpjäger, native Americans, Siedler, Kriminelle... Moralische Standards sind hier weitestgehend abgeschafft. Was zählt ist Stärke und Mammon. Warum hat es für mich dennoch nicht funktioniert? Leider blieb das Buch den Charakteren gegenüber sehr distanziert. Dass die Hauptfigur immer nur "der Junge" war, ist bezeichnet für die nicht vorhandene Charakternähe. Aber die hätte ich gebraucht, um hier irgendwie mitzufiebern. Der Plot mäandert mehr oder weger durch das westamerikanische Trockenland. Mal fällt ein Pferd von Klippe, mal wird ein Skalp genommen. Kurzum, trotz der vielen brutalen Einschlüsse, fand ich es langweilig und trostlos. Einzig die Naturbeschreibungen waren grandios. Ich hätte dieses Buch wirklich gern gemocht und bleibe ein bischen ratlos zurück, warum ausgerechnet diese Geschichte als grosse Weltliteratur gefeiert wird. Gleichzeitig würde ich dem Autor gerne eine weitere Chance geben, hat er doch unter anderem Titel wie: NO COUNTRY FOR OLD MEN geschrieben. Kennt ihr das Buch? Was waren eure Eindrücke?

McCarthy zwingt mich mal wieder fast in die Knie.
Ich schätze Cormac McCarthy für seine schnörkellosen, rohen und ungeschönten Beschreibungen. Kein Wort zuviel, jeder Ausdruck passt wie die Faust aufs Auge. So verhält es sich auch mit "Die Abendröte im Westen". Schonungslos nimmt er uns mit auf eine abenteuerliche Reise mit einem 14jährigen namenlosen Jungen. Diese schließt sich einer Gruppe Männer, versammelt um einen Mann namens Richter Holden, an. Sie ziehen durch die Wüste, überfallen Dörfer, morden, brandschatzen, vergewaltigen. Der Junge versucht zu überleben. "Die Abendröte im Westen" garantiert ein intensives Leseerlebnis, welches an Intensität für mich nur durch "Die Straße" übertroffen wurde. Es ist ein Western, fernab jeder Cowboy-und-Indianer-Lagerfeuerromantik, bei dem man innehält und einen inneren Kampf ausfechten muss, ob man weiterlesen kann und möchte.
Für mich ist es völlig unverständlich, warum Quentin Tarantino "Die Abendröte im Westen" noch nicht verfilmt hat; liefert McCarthys Buch gerade die Handlungsstränge, die auch in Tarantinos Filmen immer wieder Bestandteile sind: Gewalt (wie etwa in Kill Bill), die Abgründe von Menschen in ihrer Zeit (Django Unchained) und stellenweise Dialoge, die auf den ersten Blick nicht ganz nachvollziehbar sind (Pulp Fiction). Wie die Filme von Tarantino, ist auch "Die Abendröte im Westen" kein Buch für jeden Leser. Wer probleme mit exzessiver Gewaltdarstellung hat und wer in Büchern Ablenkung vor der Realität sucht, der sollte McCarthys Werk nicht lesen. Auf alle anderen Leser wartet ein ultra brutales Buch, dass neben der Darstellung der damaligen (grausamen) Lebensumstände, vor allem durch die malerische Beschreibung der Landschaften überzeugt. Gen Ende war mir die Geschichte etwas zu lange und repetitiv und auch über den Umstand der ingesamt "blassen Charaktere" kann gestritten werden. Mir hat "Die Abendröte im Westen" in Summe dennoch gefallen, weshalb ich 4 von 5 Sterne vergebe.
3,5⭐ Die Story ist teilweise wirklich der Faustschlag ins Gesicht, wie es auf dem Cover beschrieben wird. Aber eben nur teilweise, weil für mich die angepriesene Hauptfigur, der Junge genannt, seiner Rolle als Hauptfigur nur bedingt gerecht wird. Eigentlich nur am Anfang und am Ende des Buches! Wenn man aber davon mal absieht ist es eine durchaus lesenswerte Geschichte, weil man da mal ein anderes Gesicht des sogenannten "Wilden Westen" gezeigt bekommt!
Ich habe schon ein paar Bücher von Cormac McCarthy gelesen und tatsächlich jedes davon verschlungen und auch geliebt. Umso erstaunlicher ist es nun für mich, dass ich dieses hier nach knapp 150 Seiten abbreche. Der (untypische) abgehackte Schreibstil und die mir zu vielen aneinandergereihten Adjektive stören mich zu sehr, als dass ich mich in die eigentlich interessante Geschichte vertiefen könnte. Und da ich mittlerweile einfach zu wenige Zeit habe (und teilweise auch nehme) um zu lesen, tue ich es mir nicht mehr an, mich bis zum Ende durch zu quälen. Es war aber bestimmt nicht mein letztes Buch dieses sonst so gemochten Autors.
Ganz ehrlich? Ich mochte das Buch nicht. Es war nicht schlecht geschrieben und es fiel mir auch nicht schwer es zu lesen. Obwohl es so gut wie keine Handlung gab und auch nicht sehr spannend war. Auch waren die Charaktere sehr dünn beschrieben und die Dialoge eher zu vernachlässigen. Einzig die Beschreibung der Landschaft war sensationell. Ich mochte es nicht, wegen der Grausamkeit und der Darstellung sinnloser Gewalt. Gefühlt endlos zog sich die “Blutspur” durch diesen Roman. Es ist mir bewusst, dass es sich wohl zu dieser Zeit so zugetragen hat und es mag sein, dass viele es für ein Meisterwerk halten. Ich gehöre nicht dazu.
brutal aber stark
wie der titel sagt, eine wahnsinnige brutalität, aber auch sehr schön geschrieben
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Ein an historische Ereignisse angelehnter Roman über die Indianerkriege und die amerikanische Expansion nach Westen, voller Gewalt und Grausamkeit; ein mythisches Weltuntergangsepos, mit Bildern wie von Hieronymus Bosch. Hauptfigur ist ein vierzehnjähriger Junge, der 1850 nach Texas kommt und sich einer Bande marodierender Exsoldaten, Desperados und Abenteurer anschließt, die Komantschen, Apachen und friedliche Siedler abschlachten.
Book Information
Author Description
Cormac McCarthy wurde 1933 in Rhode Island geboren und wuchs in Knoxville, Tennessee auf. Für sein literarisches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Pulitzerpreis und dem National Book Award. Die amerikanische Kritik feierte seinen Roman «Die Straße» als «das dem Alten Testament am nächsten kommende Buch der Literaturgeschichte» (Publishers Weekly). Das Buch gelangte auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste und verkaufte sich weltweit mehr als eine Million Mal. Mehrere von McCarthys Büchern wurden bereits aufsehenerregend verfilmt, «Kein Land für alte Männer» von den Coen-Brüdern, «Der Anwalt» von Ridley Scott und «Ein Kind Gottes» von James Franco. Cormac McCarthy starb im Juni 2023 in Santa Fe, New Mexico.
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𝘿𝙞𝙚 𝘼𝙗𝙚𝙣𝙙𝙧ö𝙩𝙚 𝙞𝙢 𝙒𝙚𝙨𝙩𝙚𝙣 ist eines dieser Bücher, die ich seit Ewigkeiten lesen wollte. Im Original heisst der Titel BLOOD MERIDIAN und ist ikonisch geworden. Aufgrund seiner Lorbeeren habe ich mir hier viel versprochen - jedoch wurde es ein DNF. Auf dem Weg zum Abbruch dieses Buches bin ich eingetaucht in ein Westernsetting der 1850er Jahre. Wir halten uns im texanisch-mexikanischen Grenzgebiet auf und sehen die Ereignisse durch die Augen von The Kid, ein Teenager, der nie genauer beschrieben wird als DER JUNGE. McCormac beschreibt eine grausame Welt, die in episch schöner Landschaft, immer wieder neue Abgründe menschlichen Handelns zeigt. Wir sehen marodierende Banden, Kopfgeld- und Skalpjäger, native Americans, Siedler, Kriminelle... Moralische Standards sind hier weitestgehend abgeschafft. Was zählt ist Stärke und Mammon. Warum hat es für mich dennoch nicht funktioniert? Leider blieb das Buch den Charakteren gegenüber sehr distanziert. Dass die Hauptfigur immer nur "der Junge" war, ist bezeichnet für die nicht vorhandene Charakternähe. Aber die hätte ich gebraucht, um hier irgendwie mitzufiebern. Der Plot mäandert mehr oder weger durch das westamerikanische Trockenland. Mal fällt ein Pferd von Klippe, mal wird ein Skalp genommen. Kurzum, trotz der vielen brutalen Einschlüsse, fand ich es langweilig und trostlos. Einzig die Naturbeschreibungen waren grandios. Ich hätte dieses Buch wirklich gern gemocht und bleibe ein bischen ratlos zurück, warum ausgerechnet diese Geschichte als grosse Weltliteratur gefeiert wird. Gleichzeitig würde ich dem Autor gerne eine weitere Chance geben, hat er doch unter anderem Titel wie: NO COUNTRY FOR OLD MEN geschrieben. Kennt ihr das Buch? Was waren eure Eindrücke?

McCarthy zwingt mich mal wieder fast in die Knie.
Ich schätze Cormac McCarthy für seine schnörkellosen, rohen und ungeschönten Beschreibungen. Kein Wort zuviel, jeder Ausdruck passt wie die Faust aufs Auge. So verhält es sich auch mit "Die Abendröte im Westen". Schonungslos nimmt er uns mit auf eine abenteuerliche Reise mit einem 14jährigen namenlosen Jungen. Diese schließt sich einer Gruppe Männer, versammelt um einen Mann namens Richter Holden, an. Sie ziehen durch die Wüste, überfallen Dörfer, morden, brandschatzen, vergewaltigen. Der Junge versucht zu überleben. "Die Abendröte im Westen" garantiert ein intensives Leseerlebnis, welches an Intensität für mich nur durch "Die Straße" übertroffen wurde. Es ist ein Western, fernab jeder Cowboy-und-Indianer-Lagerfeuerromantik, bei dem man innehält und einen inneren Kampf ausfechten muss, ob man weiterlesen kann und möchte.
Für mich ist es völlig unverständlich, warum Quentin Tarantino "Die Abendröte im Westen" noch nicht verfilmt hat; liefert McCarthys Buch gerade die Handlungsstränge, die auch in Tarantinos Filmen immer wieder Bestandteile sind: Gewalt (wie etwa in Kill Bill), die Abgründe von Menschen in ihrer Zeit (Django Unchained) und stellenweise Dialoge, die auf den ersten Blick nicht ganz nachvollziehbar sind (Pulp Fiction). Wie die Filme von Tarantino, ist auch "Die Abendröte im Westen" kein Buch für jeden Leser. Wer probleme mit exzessiver Gewaltdarstellung hat und wer in Büchern Ablenkung vor der Realität sucht, der sollte McCarthys Werk nicht lesen. Auf alle anderen Leser wartet ein ultra brutales Buch, dass neben der Darstellung der damaligen (grausamen) Lebensumstände, vor allem durch die malerische Beschreibung der Landschaften überzeugt. Gen Ende war mir die Geschichte etwas zu lange und repetitiv und auch über den Umstand der ingesamt "blassen Charaktere" kann gestritten werden. Mir hat "Die Abendröte im Westen" in Summe dennoch gefallen, weshalb ich 4 von 5 Sterne vergebe.
3,5⭐ Die Story ist teilweise wirklich der Faustschlag ins Gesicht, wie es auf dem Cover beschrieben wird. Aber eben nur teilweise, weil für mich die angepriesene Hauptfigur, der Junge genannt, seiner Rolle als Hauptfigur nur bedingt gerecht wird. Eigentlich nur am Anfang und am Ende des Buches! Wenn man aber davon mal absieht ist es eine durchaus lesenswerte Geschichte, weil man da mal ein anderes Gesicht des sogenannten "Wilden Westen" gezeigt bekommt!
Ich habe schon ein paar Bücher von Cormac McCarthy gelesen und tatsächlich jedes davon verschlungen und auch geliebt. Umso erstaunlicher ist es nun für mich, dass ich dieses hier nach knapp 150 Seiten abbreche. Der (untypische) abgehackte Schreibstil und die mir zu vielen aneinandergereihten Adjektive stören mich zu sehr, als dass ich mich in die eigentlich interessante Geschichte vertiefen könnte. Und da ich mittlerweile einfach zu wenige Zeit habe (und teilweise auch nehme) um zu lesen, tue ich es mir nicht mehr an, mich bis zum Ende durch zu quälen. Es war aber bestimmt nicht mein letztes Buch dieses sonst so gemochten Autors.
Ganz ehrlich? Ich mochte das Buch nicht. Es war nicht schlecht geschrieben und es fiel mir auch nicht schwer es zu lesen. Obwohl es so gut wie keine Handlung gab und auch nicht sehr spannend war. Auch waren die Charaktere sehr dünn beschrieben und die Dialoge eher zu vernachlässigen. Einzig die Beschreibung der Landschaft war sensationell. Ich mochte es nicht, wegen der Grausamkeit und der Darstellung sinnloser Gewalt. Gefühlt endlos zog sich die “Blutspur” durch diesen Roman. Es ist mir bewusst, dass es sich wohl zu dieser Zeit so zugetragen hat und es mag sein, dass viele es für ein Meisterwerk halten. Ich gehöre nicht dazu.
brutal aber stark
wie der titel sagt, eine wahnsinnige brutalität, aber auch sehr schön geschrieben










