All die schönen Pferde
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Zwei junge Ausreißer, John und Lacey, sind auf dem Weg nach Mexiko, um dort ein besseres,
einfacheres Leben zu finden. Sie träumen von Abenteuern, heißblütigen Pferden und unberührter
Natur. Doch sie geraten in eine archaische Welt, in der Gerechtigkeit ohne Gnade herrscht.
Der Auftakt von Cormac McCarthy’s Bordertrilogie
Book Information
Author Description
Cormac McCarthy wurde 1933 in Rhode Island geboren und wuchs in Knoxville, Tennessee auf. Für sein literarisches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Pulitzerpreis und dem National Book Award. Die amerikanische Kritik feierte seinen Roman «Die Straße» als «das dem Alten Testament am nächsten kommende Buch der Literaturgeschichte» (Publishers Weekly). Das Buch gelangte auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste und verkaufte sich weltweit mehr als eine Million Mal. Mehrere von McCarthys Büchern wurden bereits aufsehenerregend verfilmt, «Kein Land für alte Männer» von den Coen-Brüdern, «Der Anwalt» von Ridley Scott und «Ein Kind Gottes» von James Franco. Cormac McCarthy starb im Juni 2023 in Santa Fe, New Mexico.
Posts
„Sie erreichten die Hochprärie, wo sie im Schrittempo weiterzogen; aus der Schwärze ringsum schwärmten die Sterne. Irgendwo in der leeren Nacht hörten sie kurz eine Glocke läuten, irgendwo, wo es gar keine Glocke gab; sie zogen über die runde Estrade der Erde, ein einziges lichtloses Dunkel, es trug sie und hob sie zum Himmel empor, sie ritten nicht unter, sondern mitten im Sternenschwarm, sie ritten unbeschwert und wachsam zugleich, wie eben erst freigelassene Diebe in der irisierenden Dunkelheit, wie junge Diebe in einem leuchtenden Obstgarten, mit leichten Jacken bekleidet gegen die Kälte und zehntausend Welten zur Auswahl.“ Es mag vielleicht nicht so sehr offensichtlich sein, aber ich habe eine Schwäche für Western. Egal ob Film oder Buch, Geschichten über Farmer, Cowboys oder Bandidos kriegen mich eigentlich immer und triggern mein absolut romantisiertes Bild des Wilden Westens. So hat es auch McCarthy wieder einmal geschafft, mich vollends gefangen zu nehmen. Die Handlung entwickelt sich rund um Grady und Rawlins, zwei jugendliche Ausreißer, die sich auf den Weg nach Mexiko machen, um sich dort ein Leben aufzubauen. Unterwegs treffen sie einen weiteren Jungen, der ihnen nicht so ganz geheuer ist und im weiteren Verlauf der Geschichte wird klar, dass aus dieser zufälligen Begegnung noch die ein oder andere Schwierigkeit erwachsen wird. McCarthy beschreibt in seiner üblich nüchternen Art die Reise der beiden Jungen und was ihnen unterwegs widerfährt. Einen großen Teil der Handlung nehmen hier auch, wie der Titel bereits vermuten lässt, die Pferde ein. Trotz eines nicht ausufernd emotionalen Stils wird absolut deutlich, dass das Leben der beiden kein leichtes ist und mehrfach habe ich mit Grady und Rawlins gefühlt und gelitten. Besonders mochte ich das atmosphärische Setting und wie McCarthy es schafft, durch seine Beschreibungen ein stimmiges und mitreißendes Bild zu zeichnen. Darüberhinaus versteht er es, die inneren Abgründe der Menschen aufzuzeigen und ursprüngliches, brutales Verhalten als Konsequenz der eigenen Erfahrungen entstehen zu lassen. Nichtsdestotrotz empfand ich dieses Buch, im Gegensatz zu manch anderen seiner Werke, als eher zahm. Ich habe die Geschichte wirklich gerne gelesen und überlege seitdem wieder, wie ich es schaffen kann, meine romantischen Vorstellungen der eigenen Ranch in der Prärie Wirklichkeit werden zu lassen.

Wow, was für ein Buch. Wieder einmal hat mich McCarthy völlig in seine Welt und seine Sprache hineingezogen, mich festgebunden und nicht mehr losgelassen. Und nein, man muss kein Pferdenarr sein, um dieses Buch zu lesen. Auch wird ein Pferdefreund nicht automatisch Freude an diesem Werk haben. Die gesamte Ausstrahlung des Buches passt in die Welt, in der es spielt. In die trockene Welt von Texas und Mexiko, in die Wüste und das Ödland. Hier spielt einem das Leben manchmal übel mit und nicht umsonst erinnert unser Held ein wenig an einen modernen Michael Kohlhaas.
Wow! Anfangs war ich nicht sicher, ob ich das Buch durchhalten würde. Fand es etwas langweilig, bis nie klarwurde, dass sehr viel passiert und nur die Sprache einem durch ihre Unaufgeregtheit den Eindruck vermittelt, es passiere nicht viel. Hab es nur in der deutschen Übersetzung gelesen, werde aber definitiv die Lektüre im Original beizeiten nachholen. Tolles Buch, auch wenn man vielleicht anfangs glaubt, mit den Themen nicht soviel anfangen zu können. Bin gespannt auf die weiteren Teile.
Description
Zwei junge Ausreißer, John und Lacey, sind auf dem Weg nach Mexiko, um dort ein besseres,
einfacheres Leben zu finden. Sie träumen von Abenteuern, heißblütigen Pferden und unberührter
Natur. Doch sie geraten in eine archaische Welt, in der Gerechtigkeit ohne Gnade herrscht.
Der Auftakt von Cormac McCarthy’s Bordertrilogie
Book Information
Author Description
Cormac McCarthy wurde 1933 in Rhode Island geboren und wuchs in Knoxville, Tennessee auf. Für sein literarisches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Pulitzerpreis und dem National Book Award. Die amerikanische Kritik feierte seinen Roman «Die Straße» als «das dem Alten Testament am nächsten kommende Buch der Literaturgeschichte» (Publishers Weekly). Das Buch gelangte auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste und verkaufte sich weltweit mehr als eine Million Mal. Mehrere von McCarthys Büchern wurden bereits aufsehenerregend verfilmt, «Kein Land für alte Männer» von den Coen-Brüdern, «Der Anwalt» von Ridley Scott und «Ein Kind Gottes» von James Franco. Cormac McCarthy starb im Juni 2023 in Santa Fe, New Mexico.
Posts
„Sie erreichten die Hochprärie, wo sie im Schrittempo weiterzogen; aus der Schwärze ringsum schwärmten die Sterne. Irgendwo in der leeren Nacht hörten sie kurz eine Glocke läuten, irgendwo, wo es gar keine Glocke gab; sie zogen über die runde Estrade der Erde, ein einziges lichtloses Dunkel, es trug sie und hob sie zum Himmel empor, sie ritten nicht unter, sondern mitten im Sternenschwarm, sie ritten unbeschwert und wachsam zugleich, wie eben erst freigelassene Diebe in der irisierenden Dunkelheit, wie junge Diebe in einem leuchtenden Obstgarten, mit leichten Jacken bekleidet gegen die Kälte und zehntausend Welten zur Auswahl.“ Es mag vielleicht nicht so sehr offensichtlich sein, aber ich habe eine Schwäche für Western. Egal ob Film oder Buch, Geschichten über Farmer, Cowboys oder Bandidos kriegen mich eigentlich immer und triggern mein absolut romantisiertes Bild des Wilden Westens. So hat es auch McCarthy wieder einmal geschafft, mich vollends gefangen zu nehmen. Die Handlung entwickelt sich rund um Grady und Rawlins, zwei jugendliche Ausreißer, die sich auf den Weg nach Mexiko machen, um sich dort ein Leben aufzubauen. Unterwegs treffen sie einen weiteren Jungen, der ihnen nicht so ganz geheuer ist und im weiteren Verlauf der Geschichte wird klar, dass aus dieser zufälligen Begegnung noch die ein oder andere Schwierigkeit erwachsen wird. McCarthy beschreibt in seiner üblich nüchternen Art die Reise der beiden Jungen und was ihnen unterwegs widerfährt. Einen großen Teil der Handlung nehmen hier auch, wie der Titel bereits vermuten lässt, die Pferde ein. Trotz eines nicht ausufernd emotionalen Stils wird absolut deutlich, dass das Leben der beiden kein leichtes ist und mehrfach habe ich mit Grady und Rawlins gefühlt und gelitten. Besonders mochte ich das atmosphärische Setting und wie McCarthy es schafft, durch seine Beschreibungen ein stimmiges und mitreißendes Bild zu zeichnen. Darüberhinaus versteht er es, die inneren Abgründe der Menschen aufzuzeigen und ursprüngliches, brutales Verhalten als Konsequenz der eigenen Erfahrungen entstehen zu lassen. Nichtsdestotrotz empfand ich dieses Buch, im Gegensatz zu manch anderen seiner Werke, als eher zahm. Ich habe die Geschichte wirklich gerne gelesen und überlege seitdem wieder, wie ich es schaffen kann, meine romantischen Vorstellungen der eigenen Ranch in der Prärie Wirklichkeit werden zu lassen.

Wow, was für ein Buch. Wieder einmal hat mich McCarthy völlig in seine Welt und seine Sprache hineingezogen, mich festgebunden und nicht mehr losgelassen. Und nein, man muss kein Pferdenarr sein, um dieses Buch zu lesen. Auch wird ein Pferdefreund nicht automatisch Freude an diesem Werk haben. Die gesamte Ausstrahlung des Buches passt in die Welt, in der es spielt. In die trockene Welt von Texas und Mexiko, in die Wüste und das Ödland. Hier spielt einem das Leben manchmal übel mit und nicht umsonst erinnert unser Held ein wenig an einen modernen Michael Kohlhaas.
Wow! Anfangs war ich nicht sicher, ob ich das Buch durchhalten würde. Fand es etwas langweilig, bis nie klarwurde, dass sehr viel passiert und nur die Sprache einem durch ihre Unaufgeregtheit den Eindruck vermittelt, es passiere nicht viel. Hab es nur in der deutschen Übersetzung gelesen, werde aber definitiv die Lektüre im Original beizeiten nachholen. Tolles Buch, auch wenn man vielleicht anfangs glaubt, mit den Themen nicht soviel anfangen zu können. Bin gespannt auf die weiteren Teile.







