Die Sonnenwächterin
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Description
Ausstattung: Durchgehend vierfarbig illustriert
Book Information
Author Description
Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie mit ihrer Familie auch lebt. Sie war bereits eine bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin, als ihr erster Erwachsenenroman, »Die Geschichte der Bienen«, international für Furore sorgte. Das Buch stand monatelang auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und war der meistverkaufte Roman 2017. »Die Schneeschwester«, der erste Teil eines großen Jahreszeitenquartetts für die ganze Familie, zusammen mit der Illustratorin Lisa Aisato, war das meistverkaufte Buch 2018 in Norwegen, wurde vielfach ausgezeichnet und in 29 Länder verkauft.
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"Die Jugend, ja, das ist der Frühling des Lebens." Lilja sollte im Frühling ihres Lebens sein, aber die Sonne war schon lange nicht mehr am Himmel aufgetaucht. Alles war dunkel, nass und kalt. Nichts wuchs mehr. Auch Lilja und die anderen Kinder des Dorfes wurden nicht größer. Die Menschen mussten hungern. Als Lilja ihrem Opa heimlich folgt findet sie das Geheimnis heraus, woher er alle drei Tage frisches Obst und Gemüse für die BewohnerInnen des Dorfes herbekommt. Und sie begegnet einem Jungen, seinen Hund und der Sonnenwächterin. Das Abenteuer beginnt. Lilja möchte endlich wieder Sonne und Wärme für alle im Dorf und für sich wünscht sie sich sehnlichst eine Umarmung. Die Buschwindröschen kommen als Zeichnung und im Text der Geschichte vor. Überhaupt sind die wunderschönen Illustrationen von Lisa Aisato wieder das Highlight des Buches💛💚 Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

"Ich war zwar nach der hochwachsenden, sonnenhungrigen Lilie benannt, aber ein anderer Name hätte besser gepasst, der einer kleinen bescheidenen Schattenpflanze. Manche Pflanzen kommen nämlich mit sehr wenig Licht und Pflege aus, und zu diesen gehörte ich." Die kleine Lilja lebt allein mit ihrem Großvater in einem kleinen Dorf und in einer Welt aus Düsternis und Regen. Jahreszeiten gibt es nicht, denn die Sonne ist verschwunden, als Lilja ein Jahr alt war. Im gleichen Jahr verlor sie auch ihre Eltern und Geschwister. Ein Buch über die Hoffnung und den Mut, etwas zu ändern. Mehr möchte ich zum Inhalt eigentlich gar nicht sagen. Nachdem mich "Die Schneeschwester" schon begeistert hat, war für mich klar, dass ich diese Reihe komplett haben muss. Wieder war ich gefangen von diesem modernen Märchen, von den Charakterzeichnungen der Protagonisten und der zauberhaften Illustration von Lisa Aisato. Ohne Frage gibt's hier eine unbedingte Leseempfehlung von mir ⭐☀️
Ein trauriges Kinderbuch mit wunderschönen Illustrationen.
Erlich gesagt bin ich etwas enttäuscht von diesem Buch. Ich habe mir ein Kinderbuch gewünscht das bei mir Frühlingsgefühle transportiert, das mich zum Träumen und Entspannen bringt. Stattdessen gab es viel Leid und Verlust, Melancholie aber auch Hoffnung. Es hat meine Stimmung eher gedrückt, das hatte ich nicht erwartet. Zum Glück gab es auch ein happy end, was man bei einem Kinderbuch auch erhofft. Die Illustrationen waren wie immer bezaubernd, schon alleine deshalb lohnt sich das Buch. Der erste Band mit der Weihnachtsgeschichte fand ich zwar deutlich besser, trotzdem hatte ich auch schöne Zeit mit diesem Buch.

„Wenn ich die Augen schloss, konnte ich auf den Wangen und der Nase noch die Sonne spüren, die prickelnde Wärme, die sich in mir ausbreitete und mit nichts zu vergleichen war, die mein Herz erweichte und meine Gedanken beruhigte. In gewisser Weise hatte ich also eine Vorstellung von der Sonne, obwohl sie vor langer Zeit verschwunden war, damals war ich gerade ein Jahr alt gewesen.“ Lilja lebt in einer Welt ohne Licht. Das Dorf, in dem das kleine hagere Waisenmädchen mit ihrem Großvater wohnt, ist von ewiger Dämmerung erfüllt. Hier gibt es keine Jahreszeiten, keinen Wechsel zwischen Tag und Nacht und keine Sonne, an deren prickelnde Wärme sich Lilja noch genau erinnern kann. Nur ewiger Regen und trübes Licht. Es ist Liljas Großvater, der die Leute im Dorf mit Nahrung versorgt. Sein Gemüse ist ihr Lebenselixier. Die Turmuhr am Markplatz ihr Taktgeber. Eines Tages vergisst der Großvater sein Brot auf dem Tisch. Lilja will es ihm bringen und entdeckt dabei einen geheimen Pfad hinter Großvaters Gewächshaus. Es ist verbotenes Terrain und dennoch kann sie nicht widerstehen. Sie folgt dem Pfad in den Wald, der in ihr eine große Furcht aber gleichzeitig auch Neugierde weckt. Hier eröffnet sich ihr bald eine ganz neue Welt. Eine Welt, von der sie nicht zu träumen gewagt hat und die Fluch und Segen zugleich ist. Und mit dem Betreten dieser Welt beginnt ihr wohl größtes Abenteuer. Hier, in diesem von Bergen umgebenen Tal begegnet Lilja einem wohlgenährten Jungen mit erdbeerroten Wangen und einer mit Sommersprossen übersäten Nase. Sie ist umgeben von dem raschelnden Blätterdach der üppigen Bäume und einem Meer aus dichtem Gras und Blumen, deren Farben sie bislang nur aus dem Malkasten ihres Vaters kannte. Lilja kann ihr Glück kaum fassen. Nie hätte sie gedacht, dass sie all das jemals sehen würde. Und es kommt noch besser. Denn hinter einem Stahltor in der Felswand liegt sie verborgen: Die verloren geglaubte Sonne. Es ist ihre Wärme und ihr Licht, das die Pflanzen und Blumen im Tal nährt und am Leben erhält. Doch die Sache hat einen Haken. Denn es darf nur zwei Mal am Tag für eine Sanduhr lang geöffnet werden. Es ist eine der Bedingungen, an der der Aufenthalt des im Tal lebenden Jungen geknüpft ist. Genau wie das Umsorgen der Beete und das Befüllen eines Korbes für das Dorf. Es sind die Regeln der Sonnenwächterin, die hier herrscht. Und während Lilja sich fortan täglich am Ertrag dieses Paradieses labt, nagt schon bald das schlechte Gewissen an ihr und lässt sie eine folgenschwere Entscheidung treffen. Schon 2018 sorgte das Erfolgsduo mit ihrer Geschichte um „Die Schneeschwester“ für Begeisterung bei ihren Leser*innen. Es war der Auftakt eines Quartetts, das nicht nur bunt und atmosphärisch, sondern auch besonders daherkommt. Sowohl der hochwertige, von einem Schutzumschlag umhüllte Einband, als auch die darin verborgene Geschichte schaffen es gleichermaßen, mich zu begeistern. Es ist das harmonische Zusammenspiel aus Text und Bild, das der Geschichte Leben einhaucht, den Leser und die Leserin einbettet, in ein berauschendes Meer aus Farben, Gefühlen und Gerüchen. Ich entschied mich vor ein paar Jahren dazu „Die Sonnenwächterin“ in der (Vor)Weihnachtszeit zu lesen. Denn warum sollte man sich im Winter immer nur auf saisonale Geschichten beschränken, wenn man der kalten und dristen Jahreszeit auch so viel Farbe und Wärme einhauchen kann!? Die Gefühle, die Maja Lunde mit ihren berührenden Zeilen in mir freisetzte, fanden sich in Lisa Aisatos ausdrucksstarken Illustrationen wieder. Ihre Bilder sind erfüllt von einem Facettenreichtum an Gefühlen: von Tristesse, Angst, Hunger und dem unbändigen Wunsch nach Wärme, aber auch von Glück, Liebe, Freiheit und Leben. Doch nicht nur Aisatos Bilder sondern auch Lundes Figuren begegnen einem vielfältig. Es ist nicht nur das Waisenmädchen Lilja oder der Junge aus dem Tal, dessen Konturen sich hier von Seite zu Seite zu Persönlichkeiten entfalten, es ist auch Liljas Großvater, die vom Hunger gezeichneten Freunde von Lilja, die von Wut beherrschte Sonnenwächterin oder der treu ergebene Vierbeiner des Jungen, die im Lauf der Geschichte an Farbe gewinnen. Maja Lunde, die sich bereits in ihrem Klimawandel-Quartett (u.a. „Die Geschichte der Bienen“ oder „Die Geschichte des Wassers“) mit Umwelt- und Politikthemen kritisch auseinandersetzt, ermahnt uns auch mit dieser Geschichte zu einem achtsamen und ressourcenschonenden Umgang mit der Natur. Sie zeigt uns nicht nur wie schön sondern auch wie vergänglich sie ist. Dass unser aller Leben unweigerlich mit ihr verbunden ist, wozu Menschen in Not im Stande sind und welch‘ menschlichen Abgründe sich dabei auftun können. Doch auch wenn „Die Sonnenwächterin“ sicherlich kleine wie große Leser*innen zu begeistern versteht, kann ich sie Familien nicht uneingeschränkt ans Herz legen. Die Geschichte, die mitunter keine leichte Kost darstellt, sollte nur älteren Kindern, im Optimalfall mit erwachsener Lesebegleitung, zugemutet werden. Viele Passagen kommen sehr beängstigend oder emotional aufwühlend daher und sorgen mitunter für ein langes und tiefgehendes Nachhallen. Diesem Gedankenprozess ist sicherlich nicht jeder gewachsen, bringt aber auch einen gewissen Lern- bzw. Reflexionsprozess mit sich.

Glad Midsommar! Kurz vorm kalendarischen Sommeranfang habe ich dieses wundervolle Buch beenden können. Wie schon der Vorgängerband von Maja Lunde und Lisa Aisato, hat auch dieses Buch mich wieder faszinieren können. Sowohl von der Geschichte her, als auch wiedermal von den Illustrationen. So viele kleine Meisterwerke in einem Buch. Ich liebe es! Die Geschichte hat auch wieder viel Melancholisches gepaart mit Zuversicht und Wärme. Die Sommergeschichte wartet auch schon auf meinem SuB. Übrigens sind wir grad in Schweden und es ist grad 23:22 Uhr und so unglaublich hell draußen. 🥰
„Er erzählte vom Frühling, der allerbesten Jahreszeit, wenn die ganze Welt aus dem Winterschlaf erwachte und sich die Natur auf einen Schlag veränderte, von den Monaten März, April und Mai, von den Samenkörnern, die keimten, von den Bäumen, die Blätter bekamen, und der Amsel, die auftauchte und ihre wunderschönen langen Triller von sich gab.“ „Ich war zwar nach der hochwachsenden, sonnenhungrigen Lilie benannt, aber ein anderer Name hätte besser gepasst, der einer kleinen bescheidenen Schattenpflanze. Manche Pflanzen kommen nämlich mit sehr wenig Licht und Pflege aus, und zu diesen gehörte ich.“
Ein modernes Märchen, das überzeugen kann
Lilja lebt in einer Welt ohne Sonne, in der es immer nur regnerisch und trüb ist. Ihr Großvater versorgt das Dorf mit Gemüse, doch der Boden ist so feucht, dass sich kaum etwas anpflanzen lässt. Eines Tages entdeckt Lilja einen geheimen Pfad in den Wald, in den die Kinder eigentlich nicht dürfen. Aber Lilja ist nicht wie andere Kinder, sie schluckt die Furcht herunter. Im Inneren des Waldes wartet eine ganz neue Welt - und das Abenteuer beginnt: Lilja muss sich ihren größten Ängsten stellen, findet aber auch Liebe und Freude. Und schließlich auch die Hoffnung auf einen neuen Frühling... Das Buch ist ein modernes Märchen über eine Welt ohne Sonne. Die meiste Zeit ist die Geschichte düster. Aber sie ist auch voller Hoffnung. Themen wie Klimawandel und die Bedeutung von Liebe, Freundschaft und Familie werden hier angesprochen. Die Illustrationen von Lisa Aisato haben mich besonders begeistert. Sie stecken so voller Liebe zum Detail und ergänzen die Geschichte von Maja Lunde perfekt. Nach "Die Schneeschwester" ist "Die Sonnenwächterin" ein Buch von Maja Müde, das mich voll und ganz überzeugen konnte.
>>„Ich träume vom Duft des Sommers in einer Blumenwiese, ich träume von Bäumen voller roter Blätter im Herbst, ich träume von verschneiten Dörfern im Winter. Und mehr als alles andere träume ich vom Frühling. Von sprießendem Laub, Weidenkätzchen, Huflattich und Leberblümchen... Leben, das der toten Natur entspringt. ...“<< Mit „Die Sonnenwächterin – Eine Frühlingsgeschichte“ haben Maja Lunde & Illustratorin Lisa Aisoato mal wieder vollends mein Herz getroffen!
Lilja lebt in einer Welt ohne Sonne, in der es durchgehend düster, nass und kalt ist. Die Menschen sind unglücklich, hungrig und dem Tode nahe. Ihr Großvater versorgt das Dorf zwar mit Obst und Gemüse, doch trotzdem reicht es nicht, um alle satt zu machen. Eines Tages entdeckt das Mädchen einen Pfad, der in den Wald führt, den zu betreten den Kindern streng verboten ist. Dennoch wagt Lilja sich in die Dunkelheit und entdeckt dort etwas, das Hoffnung auf einen neuen Frühling und ein besseres Leben entfacht. Für mich ist es nach „Die Schneeschwester“ schon das zweite Werk von Maja Lunde und Lisa Aisato und wieder bin ich absolut begeistert. Es ist ein wahnsinnig tolles, zauberhaft illustriertes Buch für jung und alt! Die Zeichnungen sind unglaublich detailverliebt - mal grau und trist, mal farbenfroh und sprühend vor Leben. Vor allem die Gesichter zeigen so viele Emotionen - einfach nur gelungen! „Die Sonnenwächterin“ ist märchenhaft, phantasievoll und voller wichtiger Botschaften, der Schreibstil poetisch, metaphorisch und sehr berührend. Es ist eine emotionale und tiefgründige Geschichte über Verzweiflung, Ängste, Verlust, aber auch über Freundschaft, Familie, Sehnsucht, Mut und darüber, das Richtige zu tun. Es ist bedrückend und hoffnungsvoll zugleich, tragisch und dennoch schön. Für mich definitiv eine Leseempfehlung!
Meine Meinung Die norwegische Autorin Maja Lunde ist für ihre Geschichten mit Klimahintergrund für Kinder und Erwachsene bekannt und hat nun, nach »Die Schneeschwestern«, mit der Illustratorin Lisa Aisato eine zweite zauberhafte Geschichte für kleine und große Leserinnen und Leser herausgebracht. In »Die Sonnenwächterin« erwartet einen eine düstere Welt ohne das Licht und die Wärme der Sonne, welche doch lebensnotwendig für alles Leben auf der Erde ist. Lilja wächst in dieser trostlosen, verregneten Welt auf, in der Nahrungsmittel knapp und der Hunger ständiger Begleiter sind. Doch ihr Großvater versorgt das Dorf mit Obst und Gemüse aus seinem Gewächshaus. Eines Tages folgt Lilja ihrem Großvater und entdeckt tief verborgen im Wald sein Geheimnis, denn das Essen stammt nicht aus seinem Gewächshaus, in dem nur noch verschrumpelte Setzlinge zu finden sind, sondern aus einem lichterfüllten Spalt in den Felsen. Von Neugier getrieben taucht Lilja immer tiefer in den Wald ein und entdeckt tief in der Dunkelheit eine völlig neue Welt, in der es Leben und Nahrung im Überfluss zu geben scheint und die Sonne in Gefangenschaft gehalten wird. Das Reich der Sonnenwächterin wird jedoch gut behütet und schon bald muss sich Lilja dem Abenteuer ihres Lebens stellen, denn sie will allen Menschen in ihrem Dorf zu einem besseren Leben verhelfen. Dafür muss sie jedoch gegen die Sonnenwächterin bestehen und die Sonne befreien. Maja Lunde ist mit »Die Sonnenwächterin« eine bezaubernde und bestechend moderne Märchengeschichte gelungen, die trotz der bedrückenden Dunkelheit und den trostlosen Zukunftsaussichten einen wärmenden Hoffnungsstrahl vermittelt und die große Bedeutung von Familie, Freundschaft und Liebe mit einem kritischen Blick auf den Klimawandel verknüpft. Die zauberhaft kolorierten Zeichnungen von Lisa Aisato laden zum in die Geschichte hineinträumen ein, überraschen mit tiefen Emotionen und einem wahrhaft wohligen Gefühl, das dem Untertitel ›Eine Frühlingsgeschichte‹ alle Ehre macht. »Die Sonnenwächterin« ist die perfekte Lektüre für große und kleine Freunde märchenhafter Geschichten, und eignet sich um in Frühlingsstimmung zu kommen. Dank der hochwertigen Aufmachung ist das Buch auch ideal als Geschenk. Fazit Ein herzerwärmendes Märchen vor dem wichtigen Hintergrund unserer Natur, welches nicht nur mit seiner Botschaft, sondern auch mit zauberhaften Illustrationen besticht. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 10.02.2022
"Es war der beste Geruch der Welt. Es roch nach Frühling." Als Lilja 1 Jahr alt war, verschwand die Sonne aus ihrem Leben. Ihr Umgebung ist trist und grau, Lebensmittel wachsen kaum. Alles ändert sich, als Lilja eines Tages ihrem Großvater folgt und ein verstecktes Tal entdeckt. Kann sie die Sonne finden und befreien? Ein zauberhaftes Buch von Maja Lunde mit wunderschönen Illustrationen von Lisa Aisato. Ein Buch für jung und alt über den Zauber des Frühlings, über den Wandel der Jahreszeiten. Und über Familie und Freundschaft. Es gibt einige melancholische Momenten aber auch viele hoffnungsvolle. Einfach schön.
Ein sehr schönes kleines Buch, ich fand die Geschichte leider eher vorhersehbar aber vielleicht sollte ich ein Kinderbuch auch nicht an einem so hohen Standard messen. Allgemein ist alles gut erzählt, etwas plakativ, aber das Setting ist sehr interessant und gut aufgebaut. Diese Reihe ist allgemein sehr schön und ich freu mich, dass jetzt auch noch ein drittes Buch kommt.
Ernsthaft, spannend und bewegend. Zuallererst möchte ich anmerken wie unheimlich schön und lebendig dieses Buch illustriert ist. Lisa Asiato hat hier wirklich wundervolle Arbeit geleistet, an der ich mich gar nicht satt sehen konnte. Man sieht jeder einzelnen Zeichnung an, wie viel Herzblut und Liebe zum Detail darin stecken. Ihre Illustrationen haben den eindrucksvollen und greifbaren Schreibstil von Maja Lunde perfekt ergänzt. Gemeinsam haben sie diese Geschichte zum Leben erweckt und etwas Einzigartiges erschaffen. Die Geschichte ist sehr ernst und nachdenklich, aber auf eine altersgerechte und nahbare Art und Weise. Sie schafft ein Bewusstsein für die Bedeutung der Natur und wie wichtig es für uns ist, diese zu schützen. Das Buch lehrt seine Leser:innen unaufdringlich und dennoch gut verständlich, die eigene Umwelt wertzuschätzen und nicht alles für selbstverständlich zu nehmen. Ich habe diese Geschichte zu großen Teilen als sehr düster und beklemmend empfunden, da ich natürlich die Parallelen zu den realen Tatbeständen und deren Auswirkungen erkannt habe. In Gedanken an den Klimawandel wurde mir beim Lesen richtig unbehaglich zumute, aber ich bin mir unsicher, inwieweit Kinder das alles wahrnehmen. Diese ungeschönte Form der Darstellung war wichtig, um den Ernst der beschriebenen Lage zu verdeutlichen, und letztlich kann man in meinen Augen gar nicht früh genug damit beginnen, Kinder über den Wert eines respektvollen Umgang mit der Natur aufzuklären. Dieses Buch leistest dazu einen mehr als wertvollen Beitrag. Außerdem war diese Geschichte nicht nur trist und melancholisch, denn es gab auch viele schöne und herzerwärmende Momente, die mir ein wohliges Gefühl bescherten. Maja Lunde erzählt diese Geschichte so anschaulich und gefühlvoll, dass ich mich ihr kaum mehr entziehen konnte. Lilja's Geschichte ging mir nahe und hat in verschiedener Hinsicht sehr viel in mir ausgelöst. Das Buch handelt von Freundschaft und Familie, vom Willen und Mut zur Veränderung in scheinbar hoffnungs- und auswegslosen Zeiten, von Verlust, aber auch von Akzeptanz und dem Loslassen-Können. Mit Lilja hat uns Maja Lunde jedenfalls eine starke, aufgeweckte und mutige Protagonistin an die Seite gestellt, die nicht so schnell aufgibt, sondern wagemutig für sich und ihre Überzeugungen einsteht. Junge Leser:inne können sich sicherlich gut mit ihr identifizieren, zumal diese Geschichte in der ersten Person Singular erzählt wird, und für Erwachsene kann Lilja's kindliche Perspektive auf die Welt ebenfalls bereichernd sein. Darüber hinaus ist dieses Buch nicht nur thematisch wertvoll, sondern auch spannend und abenteuerlich. Die Geschichte entwickelte sich ganz anders als ich zunächst dachte und konnte mich im weiteren Handlungsverlauf immer wieder überraschen. Maja Lunde erzählt diese Geschichte einfühlsam, lebendig und mitreißend. Ich wollte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. 4/ 5 Sterne ⭐️
Ein wundervolles Herzensbuch mit wichtiger Thematik
Ich habe alles an diesem Buch geliebt, obwohl manche Seiten schon sehr traurig waren. Aber Traurigkeit gehört nunmal auch dazu. Maja Lunde macht einfach für mich die schönsten tiefgründigen Geschichten. Die zum nachdenken anregen und lange im Gedächtnis bleiben. Dieses Mal ging es um das Thema Naturkatastrophen. Wir wünschen uns so oft die Sonne und am liebsten nur die Sonne. Beschweren uns aber auch wenn es zu heiß ist. Wir sollten alle mal wieder das wertschätzen was wir für die Normalität halten. Ich habe es sehr geliebt und auch diese Illustration hat das Buch zum Leben erweckt. Ein so tolles Herzensbuch ❤️ ich brauche unbedingt noch die windmacherin 🩷
Meine Meinung Die norwegische Autorin Maja Lunde ist für ihre Geschichten mit Klimahintergrund für Kinder und Erwachsene bekannt und hat nun, nach »Die Schneeschwestern«, mit der Illustratorin Lisa Aisato eine zweite zauberhafte Geschichte für kleine und große Leserinnen und Leser herausgebracht. In »Die Sonnenwächterin« erwartet einen eine düstere Welt ohne das Licht und die Wärme der Sonne, welche doch lebensnotwendig für alles Leben auf der Erde ist. Lilja wächst in dieser trostlosen, verregneten Welt auf, in der Nahrungsmittel knapp und der Hunger ständiger Begleiter sind. Doch ihr Großvater versorgt das Dorf mit Obst und Gemüse aus seinem Gewächshaus. Eines Tages folgt Lilja ihrem Großvater und entdeckt tief verborgen im Wald sein Geheimnis, denn das Essen stammt nicht aus seinem Gewächshaus, in dem nur noch verschrumpelte Setzlinge zu finden sind, sondern aus einem lichterfüllten Spalt in den Felsen. Von Neugier getrieben taucht Lilja immer tiefer in den Wald ein und entdeckt tief in der Dunkelheit eine völlig neue Welt, in der es Leben und Nahrung im Überfluss zu geben scheint und die Sonne in Gefangenschaft gehalten wird. Das Reich der Sonnenwächterin wird jedoch gut behütet und schon bald muss sich Lilja dem Abenteuer ihres Lebens stellen, denn sie will allen Menschen in ihrem Dorf zu einem besseren Leben verhelfen. Dafür muss sie jedoch gegen die Sonnenwächterin bestehen und die Sonne befreien. Maja Lunde ist mit »Die Sonnenwächterin« eine bezaubernde und bestechend moderne Märchengeschichte gelungen, die trotz der bedrückenden Dunkelheit und den trostlosen Zukunftsaussichten einen wärmenden Hoffnungsstrahl vermittelt und die große Bedeutung von Familie, Freundschaft und Liebe mit einem kritischen Blick auf den Klimawandel verknüpft. Die zauberhaft kolorierten Zeichnungen von Lisa Aisato laden zum in die Geschichte hineinträumen ein, überraschen mit tiefen Emotionen und einem wahrhaft wohligen Gefühl, das dem Untertitel ›Eine Frühlingsgeschichte‹ alle Ehre macht. »Die Sonnenwächterin« ist die perfekte Lektüre für große und kleine Freunde märchenhafter Geschichten, und eignet sich um in Frühlingsstimmung zu kommen. Dank der hochwertigen Aufmachung ist das Buch auch ideal als Geschenk. Fazit Ein herzerwärmendes Märchen vor dem wichtigen Hintergrund unserer Natur, welches nicht nur mit seiner Botschaft, sondern auch mit zauberhaften Illustrationen besticht. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 10.02.2022
Lilja wächst in einer Welt auf, in der die Sonne verschwunden ist und es Tag für Tag nur regnet. Mit seinem Gewächshaus, das sie nie betreten darf, versorgt ihr Großvater die Nachbarn mit Obst und Gemüse. Doch eines Tages schleicht Lilja hinein und kommt dabei einem großen Geheimnis auf die Spur, das sie in den düsteren Wald hinter dem Dorf führt. Dort findet sie Schreckliches heraus, aber auch neue Hoffnung und Freundschaft. „Die Sonnenwächterin“ ist der zweite Band des Jahreszeitenquartetts, welches die Autorin Maja Lunde 2018 mit dem ersten Band „Die Schneeschwester“ begann. Wie man unschwer bereits am Untertitel erkennen kann, widmet sich dieser Band dem Frühling. Unterstützt und getragen wird die emotionale Geschichte durch die Illustrationen von Lisa Aisato – ihre Bilder sind so voller Zartheit, Kraft und Detailverliebtheit, dass man sich die Handlung ohne ihre Kunst gar nicht vorstellen kann. Im gleichen Maße wie Lilja im Verlauf der Geschichte an Zuversicht und Stärke gewinnt, werden auch die Illustrationen nach und nach immer bunter. Während sich Band eins mit den Themen Trauer und Verlust auseinandersetzt, geht es dieses Mal um Rache und Vergebung, Freundschaft und Liebe und vermutlich ist auch das Umweltthema nicht ganz zufällig gewählt. (Zumal die Autorin in ihrem Romanquartett für Erwachsene Themen wie das Artensterben oder Wasserknappheit anspricht.) Protagonistin Lilja ist der beste Beweis dafür, dass man für eine bessere Zukunft auch kämpfen muss. Eine tolle Geschichte für Jung und Alt, die mich jedoch nicht ganz so begeistern konnte, wie der Vorgänger „Die Schneeschwester“. Dennoch vergebe ich die Höchstwertung und freue mich schon auf die restlichen beiden Jahreszeiten. Wer die Reihe bisher noch nicht kennt, sollte dringend zugreifen! Ein kleiner Tipp: Band eins eignet sich mit seinen 24 Kapiteln perfekt als Adventskalender.
Leider eine sehr trübsinnige Erzählung. Und dabei beginnt es sehr interessant und ich war neugierig, was es mit der Welt auf sich hat, in der nur noch Regen existiert und keine Sonne mehr scheint. Aber circa ab der Hälfte des Buches triftet es immer mehr ab in nur noch dunkle Gedanken und Gejammer der Protagonisten. Auch die eingebaute Magie konnte nicht überzeugen. Einzig allein die Sprecherin des Hörbuchs, Juliane Köhler, hielt mich in der Geschichte und lies mich neben der Hoffnung auf ein gutes Ende bis zu diesem durchhalten. Ein wenig versöhnt war ich dann auch, aber der Weg dahin war wirklich zäh.
Heute möchte ich euch ein für mich „typisches“ skandinavisch Buch vorstellen: Die Sonnenwächterin. Es geht in der Geschichte um das junge Mädchen Lilja, das sich kaum noch an die Sonne erinnern kann. Die Tage sind grau, die Menschen hungrig und es herrscht nur noch wenig Freude. Liljas Großvater ist das einzige überlebende Familienmitglied, das mit Lilja zusammenwohnt. Doch was ist mit der Sonne geschehen? Dieses Buch hat mich auf verschiedene Art und Weise berührt. Zum einen gibt es dort die Grundgeschichte mit den wunderschönen, aber in meinen Augen auch stets leicht melancholischen Illustrationen. Mir kamen die Zeichnungen bzw. kam die Art der Zeichnungen bekannt vor, und tatsächlich, „Die Weihnachtsgeschichte“ aus dem Woow Books Verlag wurde ebenfalls von Lisa Aisato illustriert. Für mich trifft Lisa Aisato perfekt die Atmosphäre und den „Ton“ der Geschichte, sodass für mich Text und Bild bei diesem Werk zusammengehören. Der Roman an sich ist schön, wird für mich jedoch durch die Illustrationen besonders lebendig. Zum anderen hat mich der Opa unheimlich an meine Oma erinnert, vielleicht auch etwas an meinen Vater. Es ist die „Stille Generation“, die den zweiten Weltkrieg miterlebt hat oder aber im letzten Kriegsjahr geboren wurde. Liljas Großvater fällt es schwer über Gefühle zu sprechen, sie zu zeigen oder einfach seine Enkelin in den Arm zu nehmen. Und Lilja wiederum wagt es auch nicht, hat jedoch den tiefen Wunsch, genau dies zu tun. Eine traurige, irgendwie jedoch auch mutmachende Geschichte über die Natur, Familie und Gefühle.
*4,5 ⭐️ Auch der zweite Teil der Schneeschwester konnte mich komplett begeistern. Die Stimmung dieser Geschichte ist sehr viel düsterer, was vor allem an der harten Welt, aber auch an den vielen hungernden Kindern liegt. Aber generell lässt die Geschichte viel Raum für Interpretationen und es sind noch einige weitere ernste Themen versteckt, wodurch die Geschichte sicherlich bei den Lesenden jeweils andere Botschaften vermittelt. Wie auch schon beim Vorgänger habe ich beim Lesen von „Die Sonnenwächterin“ sehr viele unterschiedliche Emotionen verspürt, welche durch die fantastischen Illustrationen noch einmal verdeutlicht wurden. Die Geschichte war eine Achterbahnfahrt der Gefühle, sodass sie mich am Ende ziemlich umhauen konnte. Kleinen Abzug gibts für den Schreibstil bzw. die Übersetzung. Bei der Schneeschwester ist mir davon nichts aufgefallen, aber hier wirkten ein paar der Sätze etwas holprig.
Ich bin ein Sonnenkind. Kälte, Nebel, Regen und Dunkelheit sind nichts für mich … ich liebe es, wenn es wieder wärmer wird. Wenn der Frühling im Anmarsch ist und ich weiß, der Sommer lässt nicht mehr lange auf sich warten. Leider kennt Lilja den Frühling und die Sonne nicht. Seit sie denken kann ist es grau in grau, nass, dunkel, finster, trist, traurig. Seit Jahren ist die Sonne verschwunden. Es gibt kaum was zu essen, denn ohne Sonne wächst natürlich auch nichts auf den Feldern, Bäumen und Sträuchern. Lilja’s Großvater besitzt ein Gewächshaus, in dem scheinbar die wenigen Dinge wachsen, um das Dorf halbwegs mit Essen zu versorgen. Einmal pro Woche kommt der Großvater mit einem vollen Korb. Lilja erscheint dies merkwürdig – wie schafft es der Großvater in dieser tristen Welt so farbenfrohes, leckeres Gemüse und Obst zum Wachsen zu bringen? Ihre Neugierde ist groß und Lilja begibt sich auf ein Abenteuer, dass ihre Welt und die des Dorfes ins Wanken bringt. „Die Sonnenwächterin“ ist eine zauberhafte Geschichte, eine wunderbare Parabel auf Mut, Menschlichkeit, Liebe, Freundschaft und Vergebung, und noch vieles mehr. Eine Geschichte, die Hoffnung gibt. Die Illustrationen sind wunderschön, sie passen so perfekt zur Geschichte. Sie hauchen dem Buch fast Leben ein. Für mich ist das Buch Magie – es hat mich, trotz der Tristheit, fröhlich gestimmt, denn Lilja ließ sich nicht beirren. Ich freue mich auf den ersten Band aus Maja Lunde’s Feder. Uneingeschränkte Leseempfehlung!
Frühlingsgeschichte aus dem Jahreszeitenquartett von Maja Lunde - eindrucksvoll illustriert von Lisa Aisato
Ein Buch über Freundschaft, Trauer, Liebe und über die Sonne. Lilja kennt die Welt nur trübe und verregnet. Die Menschen leiden Hunger, da es keine Sonne mehr gibt, nur endlos viel Regen. So macht sich Lilja auf die Suche nach der Sonne und lernt neue Freunde kennen und erlebt wundersames. Die Schneeschwester hat mir besser gefallen, trotzdem ist es ein tolles Buch und ich freue mich auf die weiteren Bände.
Ich bin mit hohen Erwartungen an die Sonnenwächterin gegangen, denn die Schneeschwester gehört für mich zu den schönsten Büchern die ich je gelesen habe. Ich hätte dieses Buch wirklich gerne geliebt aber leider konnte die Frühlingsgeschichte nicht mithalten. Die Geschichte um Lilja und ihren Großvater ist schön, die Illustrationen sind wundervoll, die Message dahinter wichtig. Aber es hat für mich alles keinen Sinn ergeben. Es ist als fehlt mir eine ganz bestimmte Informationen um es zu begreifen.
𝗠𝗲𝗶𝗻 𝗘𝗶𝗻𝗱𝗿𝘂𝗰𝗸: Ich weiß gar nicht mehr, wo ich das Buch entdeckt habe, aber ich glaube, das muss bei einer Bloggerin gewesen sein. Nachdem ich ihre Rezension gelesen habe, war es um mich geschehen und ich musste dieses Buch auf jeden Fall einziehen lassen. Für mich war es das erste Buch der Autorin und so wie sich dieses Buch las, war es bestimmt nicht das letzte, das ich von ihr gelesen habe. Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Wir lernen Lilja und ihre Welt ohne Sonne kennen, denn diese verschwand, als sie ein Jahr alt war. Sie stellt uns ihre Freunde, Tom und Thea vor und auch ihren Großvater, bei dem sie lebt. Ich muss zugeben, dass es mir schwer fällt, Worte für diese Geschichte zu finden, denn das Buch ist eindeutig etwas ganz besonderes. Die Autorin führt den Leser mit ihrem gefühlvollen und bildlichen Schreibstil durch Liljas Welt und das Abenteuer, in das sie sich begibt. Einmal angefangen zu lesen, konnte ich auch nicht mehr aufhören und flog nur so durch die Seiten und hing der Autorin sozusagen an den Lippen. Lisa Aisatos Illustrationen wirken verbunden mit der Geschichte so lebendig und erzeugen die passende Stimmung dazu. Ich habe mich während des Lesens nicht nur in die Geschichte vertieft, sondern konnte mir die Illustrationen immer wieder anschauen, ohne das es mir langweilig wurde. Diese sind nicht nur einfache Zeichnungen, sondern sind auch gespickt mit jedem noch so winzigen Detail. Lilja, unsere kleine Heldin, mochte ich von Anfang an. Sie hat was Liebevolles an sich, so dass ich sie ziemlich schnell in mein Herz schloss. Sie setzt nicht nur ihre ganze Hoffnung in das was sie tut, sondern sie glaubt ganz fest daran, dass sie es schafft. Ich persönlich würde das Buch ab dem Grundschulalter empfehlen. Denn diese Geschichte vermittelt so viel mehr, als die Suche nach der Sonne. Sie versprüht Hoffnung, Liebe, Zusammenhalt und das Glück, verloren geglaubte Menschen wiedergefunden zu haben. Fazit: Ein wundervolles Buch, das neben einer gefühlvollen Erzählweise und außergewöhnlichen Illustrationen so viel mehr zu bieten hat. Daher ist es nicht nur für Kinder geeignet, sondern öffnet auch die Herzen der Erwachsenen. Für mich gehört es eindeutig zu den Highlights in diesem Jahr und bekommt einen ganz besonderen Platz in meinem Regal.

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Ausstattung: Durchgehend vierfarbig illustriert
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Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie mit ihrer Familie auch lebt. Sie war bereits eine bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin, als ihr erster Erwachsenenroman, »Die Geschichte der Bienen«, international für Furore sorgte. Das Buch stand monatelang auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und war der meistverkaufte Roman 2017. »Die Schneeschwester«, der erste Teil eines großen Jahreszeitenquartetts für die ganze Familie, zusammen mit der Illustratorin Lisa Aisato, war das meistverkaufte Buch 2018 in Norwegen, wurde vielfach ausgezeichnet und in 29 Länder verkauft.
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"Die Jugend, ja, das ist der Frühling des Lebens." Lilja sollte im Frühling ihres Lebens sein, aber die Sonne war schon lange nicht mehr am Himmel aufgetaucht. Alles war dunkel, nass und kalt. Nichts wuchs mehr. Auch Lilja und die anderen Kinder des Dorfes wurden nicht größer. Die Menschen mussten hungern. Als Lilja ihrem Opa heimlich folgt findet sie das Geheimnis heraus, woher er alle drei Tage frisches Obst und Gemüse für die BewohnerInnen des Dorfes herbekommt. Und sie begegnet einem Jungen, seinen Hund und der Sonnenwächterin. Das Abenteuer beginnt. Lilja möchte endlich wieder Sonne und Wärme für alle im Dorf und für sich wünscht sie sich sehnlichst eine Umarmung. Die Buschwindröschen kommen als Zeichnung und im Text der Geschichte vor. Überhaupt sind die wunderschönen Illustrationen von Lisa Aisato wieder das Highlight des Buches💛💚 Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

"Ich war zwar nach der hochwachsenden, sonnenhungrigen Lilie benannt, aber ein anderer Name hätte besser gepasst, der einer kleinen bescheidenen Schattenpflanze. Manche Pflanzen kommen nämlich mit sehr wenig Licht und Pflege aus, und zu diesen gehörte ich." Die kleine Lilja lebt allein mit ihrem Großvater in einem kleinen Dorf und in einer Welt aus Düsternis und Regen. Jahreszeiten gibt es nicht, denn die Sonne ist verschwunden, als Lilja ein Jahr alt war. Im gleichen Jahr verlor sie auch ihre Eltern und Geschwister. Ein Buch über die Hoffnung und den Mut, etwas zu ändern. Mehr möchte ich zum Inhalt eigentlich gar nicht sagen. Nachdem mich "Die Schneeschwester" schon begeistert hat, war für mich klar, dass ich diese Reihe komplett haben muss. Wieder war ich gefangen von diesem modernen Märchen, von den Charakterzeichnungen der Protagonisten und der zauberhaften Illustration von Lisa Aisato. Ohne Frage gibt's hier eine unbedingte Leseempfehlung von mir ⭐☀️
Ein trauriges Kinderbuch mit wunderschönen Illustrationen.
Erlich gesagt bin ich etwas enttäuscht von diesem Buch. Ich habe mir ein Kinderbuch gewünscht das bei mir Frühlingsgefühle transportiert, das mich zum Träumen und Entspannen bringt. Stattdessen gab es viel Leid und Verlust, Melancholie aber auch Hoffnung. Es hat meine Stimmung eher gedrückt, das hatte ich nicht erwartet. Zum Glück gab es auch ein happy end, was man bei einem Kinderbuch auch erhofft. Die Illustrationen waren wie immer bezaubernd, schon alleine deshalb lohnt sich das Buch. Der erste Band mit der Weihnachtsgeschichte fand ich zwar deutlich besser, trotzdem hatte ich auch schöne Zeit mit diesem Buch.

„Wenn ich die Augen schloss, konnte ich auf den Wangen und der Nase noch die Sonne spüren, die prickelnde Wärme, die sich in mir ausbreitete und mit nichts zu vergleichen war, die mein Herz erweichte und meine Gedanken beruhigte. In gewisser Weise hatte ich also eine Vorstellung von der Sonne, obwohl sie vor langer Zeit verschwunden war, damals war ich gerade ein Jahr alt gewesen.“ Lilja lebt in einer Welt ohne Licht. Das Dorf, in dem das kleine hagere Waisenmädchen mit ihrem Großvater wohnt, ist von ewiger Dämmerung erfüllt. Hier gibt es keine Jahreszeiten, keinen Wechsel zwischen Tag und Nacht und keine Sonne, an deren prickelnde Wärme sich Lilja noch genau erinnern kann. Nur ewiger Regen und trübes Licht. Es ist Liljas Großvater, der die Leute im Dorf mit Nahrung versorgt. Sein Gemüse ist ihr Lebenselixier. Die Turmuhr am Markplatz ihr Taktgeber. Eines Tages vergisst der Großvater sein Brot auf dem Tisch. Lilja will es ihm bringen und entdeckt dabei einen geheimen Pfad hinter Großvaters Gewächshaus. Es ist verbotenes Terrain und dennoch kann sie nicht widerstehen. Sie folgt dem Pfad in den Wald, der in ihr eine große Furcht aber gleichzeitig auch Neugierde weckt. Hier eröffnet sich ihr bald eine ganz neue Welt. Eine Welt, von der sie nicht zu träumen gewagt hat und die Fluch und Segen zugleich ist. Und mit dem Betreten dieser Welt beginnt ihr wohl größtes Abenteuer. Hier, in diesem von Bergen umgebenen Tal begegnet Lilja einem wohlgenährten Jungen mit erdbeerroten Wangen und einer mit Sommersprossen übersäten Nase. Sie ist umgeben von dem raschelnden Blätterdach der üppigen Bäume und einem Meer aus dichtem Gras und Blumen, deren Farben sie bislang nur aus dem Malkasten ihres Vaters kannte. Lilja kann ihr Glück kaum fassen. Nie hätte sie gedacht, dass sie all das jemals sehen würde. Und es kommt noch besser. Denn hinter einem Stahltor in der Felswand liegt sie verborgen: Die verloren geglaubte Sonne. Es ist ihre Wärme und ihr Licht, das die Pflanzen und Blumen im Tal nährt und am Leben erhält. Doch die Sache hat einen Haken. Denn es darf nur zwei Mal am Tag für eine Sanduhr lang geöffnet werden. Es ist eine der Bedingungen, an der der Aufenthalt des im Tal lebenden Jungen geknüpft ist. Genau wie das Umsorgen der Beete und das Befüllen eines Korbes für das Dorf. Es sind die Regeln der Sonnenwächterin, die hier herrscht. Und während Lilja sich fortan täglich am Ertrag dieses Paradieses labt, nagt schon bald das schlechte Gewissen an ihr und lässt sie eine folgenschwere Entscheidung treffen. Schon 2018 sorgte das Erfolgsduo mit ihrer Geschichte um „Die Schneeschwester“ für Begeisterung bei ihren Leser*innen. Es war der Auftakt eines Quartetts, das nicht nur bunt und atmosphärisch, sondern auch besonders daherkommt. Sowohl der hochwertige, von einem Schutzumschlag umhüllte Einband, als auch die darin verborgene Geschichte schaffen es gleichermaßen, mich zu begeistern. Es ist das harmonische Zusammenspiel aus Text und Bild, das der Geschichte Leben einhaucht, den Leser und die Leserin einbettet, in ein berauschendes Meer aus Farben, Gefühlen und Gerüchen. Ich entschied mich vor ein paar Jahren dazu „Die Sonnenwächterin“ in der (Vor)Weihnachtszeit zu lesen. Denn warum sollte man sich im Winter immer nur auf saisonale Geschichten beschränken, wenn man der kalten und dristen Jahreszeit auch so viel Farbe und Wärme einhauchen kann!? Die Gefühle, die Maja Lunde mit ihren berührenden Zeilen in mir freisetzte, fanden sich in Lisa Aisatos ausdrucksstarken Illustrationen wieder. Ihre Bilder sind erfüllt von einem Facettenreichtum an Gefühlen: von Tristesse, Angst, Hunger und dem unbändigen Wunsch nach Wärme, aber auch von Glück, Liebe, Freiheit und Leben. Doch nicht nur Aisatos Bilder sondern auch Lundes Figuren begegnen einem vielfältig. Es ist nicht nur das Waisenmädchen Lilja oder der Junge aus dem Tal, dessen Konturen sich hier von Seite zu Seite zu Persönlichkeiten entfalten, es ist auch Liljas Großvater, die vom Hunger gezeichneten Freunde von Lilja, die von Wut beherrschte Sonnenwächterin oder der treu ergebene Vierbeiner des Jungen, die im Lauf der Geschichte an Farbe gewinnen. Maja Lunde, die sich bereits in ihrem Klimawandel-Quartett (u.a. „Die Geschichte der Bienen“ oder „Die Geschichte des Wassers“) mit Umwelt- und Politikthemen kritisch auseinandersetzt, ermahnt uns auch mit dieser Geschichte zu einem achtsamen und ressourcenschonenden Umgang mit der Natur. Sie zeigt uns nicht nur wie schön sondern auch wie vergänglich sie ist. Dass unser aller Leben unweigerlich mit ihr verbunden ist, wozu Menschen in Not im Stande sind und welch‘ menschlichen Abgründe sich dabei auftun können. Doch auch wenn „Die Sonnenwächterin“ sicherlich kleine wie große Leser*innen zu begeistern versteht, kann ich sie Familien nicht uneingeschränkt ans Herz legen. Die Geschichte, die mitunter keine leichte Kost darstellt, sollte nur älteren Kindern, im Optimalfall mit erwachsener Lesebegleitung, zugemutet werden. Viele Passagen kommen sehr beängstigend oder emotional aufwühlend daher und sorgen mitunter für ein langes und tiefgehendes Nachhallen. Diesem Gedankenprozess ist sicherlich nicht jeder gewachsen, bringt aber auch einen gewissen Lern- bzw. Reflexionsprozess mit sich.

Glad Midsommar! Kurz vorm kalendarischen Sommeranfang habe ich dieses wundervolle Buch beenden können. Wie schon der Vorgängerband von Maja Lunde und Lisa Aisato, hat auch dieses Buch mich wieder faszinieren können. Sowohl von der Geschichte her, als auch wiedermal von den Illustrationen. So viele kleine Meisterwerke in einem Buch. Ich liebe es! Die Geschichte hat auch wieder viel Melancholisches gepaart mit Zuversicht und Wärme. Die Sommergeschichte wartet auch schon auf meinem SuB. Übrigens sind wir grad in Schweden und es ist grad 23:22 Uhr und so unglaublich hell draußen. 🥰
„Er erzählte vom Frühling, der allerbesten Jahreszeit, wenn die ganze Welt aus dem Winterschlaf erwachte und sich die Natur auf einen Schlag veränderte, von den Monaten März, April und Mai, von den Samenkörnern, die keimten, von den Bäumen, die Blätter bekamen, und der Amsel, die auftauchte und ihre wunderschönen langen Triller von sich gab.“ „Ich war zwar nach der hochwachsenden, sonnenhungrigen Lilie benannt, aber ein anderer Name hätte besser gepasst, der einer kleinen bescheidenen Schattenpflanze. Manche Pflanzen kommen nämlich mit sehr wenig Licht und Pflege aus, und zu diesen gehörte ich.“
Ein modernes Märchen, das überzeugen kann
Lilja lebt in einer Welt ohne Sonne, in der es immer nur regnerisch und trüb ist. Ihr Großvater versorgt das Dorf mit Gemüse, doch der Boden ist so feucht, dass sich kaum etwas anpflanzen lässt. Eines Tages entdeckt Lilja einen geheimen Pfad in den Wald, in den die Kinder eigentlich nicht dürfen. Aber Lilja ist nicht wie andere Kinder, sie schluckt die Furcht herunter. Im Inneren des Waldes wartet eine ganz neue Welt - und das Abenteuer beginnt: Lilja muss sich ihren größten Ängsten stellen, findet aber auch Liebe und Freude. Und schließlich auch die Hoffnung auf einen neuen Frühling... Das Buch ist ein modernes Märchen über eine Welt ohne Sonne. Die meiste Zeit ist die Geschichte düster. Aber sie ist auch voller Hoffnung. Themen wie Klimawandel und die Bedeutung von Liebe, Freundschaft und Familie werden hier angesprochen. Die Illustrationen von Lisa Aisato haben mich besonders begeistert. Sie stecken so voller Liebe zum Detail und ergänzen die Geschichte von Maja Lunde perfekt. Nach "Die Schneeschwester" ist "Die Sonnenwächterin" ein Buch von Maja Müde, das mich voll und ganz überzeugen konnte.
>>„Ich träume vom Duft des Sommers in einer Blumenwiese, ich träume von Bäumen voller roter Blätter im Herbst, ich träume von verschneiten Dörfern im Winter. Und mehr als alles andere träume ich vom Frühling. Von sprießendem Laub, Weidenkätzchen, Huflattich und Leberblümchen... Leben, das der toten Natur entspringt. ...“<< Mit „Die Sonnenwächterin – Eine Frühlingsgeschichte“ haben Maja Lunde & Illustratorin Lisa Aisoato mal wieder vollends mein Herz getroffen!
Lilja lebt in einer Welt ohne Sonne, in der es durchgehend düster, nass und kalt ist. Die Menschen sind unglücklich, hungrig und dem Tode nahe. Ihr Großvater versorgt das Dorf zwar mit Obst und Gemüse, doch trotzdem reicht es nicht, um alle satt zu machen. Eines Tages entdeckt das Mädchen einen Pfad, der in den Wald führt, den zu betreten den Kindern streng verboten ist. Dennoch wagt Lilja sich in die Dunkelheit und entdeckt dort etwas, das Hoffnung auf einen neuen Frühling und ein besseres Leben entfacht. Für mich ist es nach „Die Schneeschwester“ schon das zweite Werk von Maja Lunde und Lisa Aisato und wieder bin ich absolut begeistert. Es ist ein wahnsinnig tolles, zauberhaft illustriertes Buch für jung und alt! Die Zeichnungen sind unglaublich detailverliebt - mal grau und trist, mal farbenfroh und sprühend vor Leben. Vor allem die Gesichter zeigen so viele Emotionen - einfach nur gelungen! „Die Sonnenwächterin“ ist märchenhaft, phantasievoll und voller wichtiger Botschaften, der Schreibstil poetisch, metaphorisch und sehr berührend. Es ist eine emotionale und tiefgründige Geschichte über Verzweiflung, Ängste, Verlust, aber auch über Freundschaft, Familie, Sehnsucht, Mut und darüber, das Richtige zu tun. Es ist bedrückend und hoffnungsvoll zugleich, tragisch und dennoch schön. Für mich definitiv eine Leseempfehlung!
Meine Meinung Die norwegische Autorin Maja Lunde ist für ihre Geschichten mit Klimahintergrund für Kinder und Erwachsene bekannt und hat nun, nach »Die Schneeschwestern«, mit der Illustratorin Lisa Aisato eine zweite zauberhafte Geschichte für kleine und große Leserinnen und Leser herausgebracht. In »Die Sonnenwächterin« erwartet einen eine düstere Welt ohne das Licht und die Wärme der Sonne, welche doch lebensnotwendig für alles Leben auf der Erde ist. Lilja wächst in dieser trostlosen, verregneten Welt auf, in der Nahrungsmittel knapp und der Hunger ständiger Begleiter sind. Doch ihr Großvater versorgt das Dorf mit Obst und Gemüse aus seinem Gewächshaus. Eines Tages folgt Lilja ihrem Großvater und entdeckt tief verborgen im Wald sein Geheimnis, denn das Essen stammt nicht aus seinem Gewächshaus, in dem nur noch verschrumpelte Setzlinge zu finden sind, sondern aus einem lichterfüllten Spalt in den Felsen. Von Neugier getrieben taucht Lilja immer tiefer in den Wald ein und entdeckt tief in der Dunkelheit eine völlig neue Welt, in der es Leben und Nahrung im Überfluss zu geben scheint und die Sonne in Gefangenschaft gehalten wird. Das Reich der Sonnenwächterin wird jedoch gut behütet und schon bald muss sich Lilja dem Abenteuer ihres Lebens stellen, denn sie will allen Menschen in ihrem Dorf zu einem besseren Leben verhelfen. Dafür muss sie jedoch gegen die Sonnenwächterin bestehen und die Sonne befreien. Maja Lunde ist mit »Die Sonnenwächterin« eine bezaubernde und bestechend moderne Märchengeschichte gelungen, die trotz der bedrückenden Dunkelheit und den trostlosen Zukunftsaussichten einen wärmenden Hoffnungsstrahl vermittelt und die große Bedeutung von Familie, Freundschaft und Liebe mit einem kritischen Blick auf den Klimawandel verknüpft. Die zauberhaft kolorierten Zeichnungen von Lisa Aisato laden zum in die Geschichte hineinträumen ein, überraschen mit tiefen Emotionen und einem wahrhaft wohligen Gefühl, das dem Untertitel ›Eine Frühlingsgeschichte‹ alle Ehre macht. »Die Sonnenwächterin« ist die perfekte Lektüre für große und kleine Freunde märchenhafter Geschichten, und eignet sich um in Frühlingsstimmung zu kommen. Dank der hochwertigen Aufmachung ist das Buch auch ideal als Geschenk. Fazit Ein herzerwärmendes Märchen vor dem wichtigen Hintergrund unserer Natur, welches nicht nur mit seiner Botschaft, sondern auch mit zauberhaften Illustrationen besticht. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 10.02.2022
"Es war der beste Geruch der Welt. Es roch nach Frühling." Als Lilja 1 Jahr alt war, verschwand die Sonne aus ihrem Leben. Ihr Umgebung ist trist und grau, Lebensmittel wachsen kaum. Alles ändert sich, als Lilja eines Tages ihrem Großvater folgt und ein verstecktes Tal entdeckt. Kann sie die Sonne finden und befreien? Ein zauberhaftes Buch von Maja Lunde mit wunderschönen Illustrationen von Lisa Aisato. Ein Buch für jung und alt über den Zauber des Frühlings, über den Wandel der Jahreszeiten. Und über Familie und Freundschaft. Es gibt einige melancholische Momenten aber auch viele hoffnungsvolle. Einfach schön.
Ein sehr schönes kleines Buch, ich fand die Geschichte leider eher vorhersehbar aber vielleicht sollte ich ein Kinderbuch auch nicht an einem so hohen Standard messen. Allgemein ist alles gut erzählt, etwas plakativ, aber das Setting ist sehr interessant und gut aufgebaut. Diese Reihe ist allgemein sehr schön und ich freu mich, dass jetzt auch noch ein drittes Buch kommt.
Ernsthaft, spannend und bewegend. Zuallererst möchte ich anmerken wie unheimlich schön und lebendig dieses Buch illustriert ist. Lisa Asiato hat hier wirklich wundervolle Arbeit geleistet, an der ich mich gar nicht satt sehen konnte. Man sieht jeder einzelnen Zeichnung an, wie viel Herzblut und Liebe zum Detail darin stecken. Ihre Illustrationen haben den eindrucksvollen und greifbaren Schreibstil von Maja Lunde perfekt ergänzt. Gemeinsam haben sie diese Geschichte zum Leben erweckt und etwas Einzigartiges erschaffen. Die Geschichte ist sehr ernst und nachdenklich, aber auf eine altersgerechte und nahbare Art und Weise. Sie schafft ein Bewusstsein für die Bedeutung der Natur und wie wichtig es für uns ist, diese zu schützen. Das Buch lehrt seine Leser:innen unaufdringlich und dennoch gut verständlich, die eigene Umwelt wertzuschätzen und nicht alles für selbstverständlich zu nehmen. Ich habe diese Geschichte zu großen Teilen als sehr düster und beklemmend empfunden, da ich natürlich die Parallelen zu den realen Tatbeständen und deren Auswirkungen erkannt habe. In Gedanken an den Klimawandel wurde mir beim Lesen richtig unbehaglich zumute, aber ich bin mir unsicher, inwieweit Kinder das alles wahrnehmen. Diese ungeschönte Form der Darstellung war wichtig, um den Ernst der beschriebenen Lage zu verdeutlichen, und letztlich kann man in meinen Augen gar nicht früh genug damit beginnen, Kinder über den Wert eines respektvollen Umgang mit der Natur aufzuklären. Dieses Buch leistest dazu einen mehr als wertvollen Beitrag. Außerdem war diese Geschichte nicht nur trist und melancholisch, denn es gab auch viele schöne und herzerwärmende Momente, die mir ein wohliges Gefühl bescherten. Maja Lunde erzählt diese Geschichte so anschaulich und gefühlvoll, dass ich mich ihr kaum mehr entziehen konnte. Lilja's Geschichte ging mir nahe und hat in verschiedener Hinsicht sehr viel in mir ausgelöst. Das Buch handelt von Freundschaft und Familie, vom Willen und Mut zur Veränderung in scheinbar hoffnungs- und auswegslosen Zeiten, von Verlust, aber auch von Akzeptanz und dem Loslassen-Können. Mit Lilja hat uns Maja Lunde jedenfalls eine starke, aufgeweckte und mutige Protagonistin an die Seite gestellt, die nicht so schnell aufgibt, sondern wagemutig für sich und ihre Überzeugungen einsteht. Junge Leser:inne können sich sicherlich gut mit ihr identifizieren, zumal diese Geschichte in der ersten Person Singular erzählt wird, und für Erwachsene kann Lilja's kindliche Perspektive auf die Welt ebenfalls bereichernd sein. Darüber hinaus ist dieses Buch nicht nur thematisch wertvoll, sondern auch spannend und abenteuerlich. Die Geschichte entwickelte sich ganz anders als ich zunächst dachte und konnte mich im weiteren Handlungsverlauf immer wieder überraschen. Maja Lunde erzählt diese Geschichte einfühlsam, lebendig und mitreißend. Ich wollte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. 4/ 5 Sterne ⭐️
Ein wundervolles Herzensbuch mit wichtiger Thematik
Ich habe alles an diesem Buch geliebt, obwohl manche Seiten schon sehr traurig waren. Aber Traurigkeit gehört nunmal auch dazu. Maja Lunde macht einfach für mich die schönsten tiefgründigen Geschichten. Die zum nachdenken anregen und lange im Gedächtnis bleiben. Dieses Mal ging es um das Thema Naturkatastrophen. Wir wünschen uns so oft die Sonne und am liebsten nur die Sonne. Beschweren uns aber auch wenn es zu heiß ist. Wir sollten alle mal wieder das wertschätzen was wir für die Normalität halten. Ich habe es sehr geliebt und auch diese Illustration hat das Buch zum Leben erweckt. Ein so tolles Herzensbuch ❤️ ich brauche unbedingt noch die windmacherin 🩷
Meine Meinung Die norwegische Autorin Maja Lunde ist für ihre Geschichten mit Klimahintergrund für Kinder und Erwachsene bekannt und hat nun, nach »Die Schneeschwestern«, mit der Illustratorin Lisa Aisato eine zweite zauberhafte Geschichte für kleine und große Leserinnen und Leser herausgebracht. In »Die Sonnenwächterin« erwartet einen eine düstere Welt ohne das Licht und die Wärme der Sonne, welche doch lebensnotwendig für alles Leben auf der Erde ist. Lilja wächst in dieser trostlosen, verregneten Welt auf, in der Nahrungsmittel knapp und der Hunger ständiger Begleiter sind. Doch ihr Großvater versorgt das Dorf mit Obst und Gemüse aus seinem Gewächshaus. Eines Tages folgt Lilja ihrem Großvater und entdeckt tief verborgen im Wald sein Geheimnis, denn das Essen stammt nicht aus seinem Gewächshaus, in dem nur noch verschrumpelte Setzlinge zu finden sind, sondern aus einem lichterfüllten Spalt in den Felsen. Von Neugier getrieben taucht Lilja immer tiefer in den Wald ein und entdeckt tief in der Dunkelheit eine völlig neue Welt, in der es Leben und Nahrung im Überfluss zu geben scheint und die Sonne in Gefangenschaft gehalten wird. Das Reich der Sonnenwächterin wird jedoch gut behütet und schon bald muss sich Lilja dem Abenteuer ihres Lebens stellen, denn sie will allen Menschen in ihrem Dorf zu einem besseren Leben verhelfen. Dafür muss sie jedoch gegen die Sonnenwächterin bestehen und die Sonne befreien. Maja Lunde ist mit »Die Sonnenwächterin« eine bezaubernde und bestechend moderne Märchengeschichte gelungen, die trotz der bedrückenden Dunkelheit und den trostlosen Zukunftsaussichten einen wärmenden Hoffnungsstrahl vermittelt und die große Bedeutung von Familie, Freundschaft und Liebe mit einem kritischen Blick auf den Klimawandel verknüpft. Die zauberhaft kolorierten Zeichnungen von Lisa Aisato laden zum in die Geschichte hineinträumen ein, überraschen mit tiefen Emotionen und einem wahrhaft wohligen Gefühl, das dem Untertitel ›Eine Frühlingsgeschichte‹ alle Ehre macht. »Die Sonnenwächterin« ist die perfekte Lektüre für große und kleine Freunde märchenhafter Geschichten, und eignet sich um in Frühlingsstimmung zu kommen. Dank der hochwertigen Aufmachung ist das Buch auch ideal als Geschenk. Fazit Ein herzerwärmendes Märchen vor dem wichtigen Hintergrund unserer Natur, welches nicht nur mit seiner Botschaft, sondern auch mit zauberhaften Illustrationen besticht. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 10.02.2022
Lilja wächst in einer Welt auf, in der die Sonne verschwunden ist und es Tag für Tag nur regnet. Mit seinem Gewächshaus, das sie nie betreten darf, versorgt ihr Großvater die Nachbarn mit Obst und Gemüse. Doch eines Tages schleicht Lilja hinein und kommt dabei einem großen Geheimnis auf die Spur, das sie in den düsteren Wald hinter dem Dorf führt. Dort findet sie Schreckliches heraus, aber auch neue Hoffnung und Freundschaft. „Die Sonnenwächterin“ ist der zweite Band des Jahreszeitenquartetts, welches die Autorin Maja Lunde 2018 mit dem ersten Band „Die Schneeschwester“ begann. Wie man unschwer bereits am Untertitel erkennen kann, widmet sich dieser Band dem Frühling. Unterstützt und getragen wird die emotionale Geschichte durch die Illustrationen von Lisa Aisato – ihre Bilder sind so voller Zartheit, Kraft und Detailverliebtheit, dass man sich die Handlung ohne ihre Kunst gar nicht vorstellen kann. Im gleichen Maße wie Lilja im Verlauf der Geschichte an Zuversicht und Stärke gewinnt, werden auch die Illustrationen nach und nach immer bunter. Während sich Band eins mit den Themen Trauer und Verlust auseinandersetzt, geht es dieses Mal um Rache und Vergebung, Freundschaft und Liebe und vermutlich ist auch das Umweltthema nicht ganz zufällig gewählt. (Zumal die Autorin in ihrem Romanquartett für Erwachsene Themen wie das Artensterben oder Wasserknappheit anspricht.) Protagonistin Lilja ist der beste Beweis dafür, dass man für eine bessere Zukunft auch kämpfen muss. Eine tolle Geschichte für Jung und Alt, die mich jedoch nicht ganz so begeistern konnte, wie der Vorgänger „Die Schneeschwester“. Dennoch vergebe ich die Höchstwertung und freue mich schon auf die restlichen beiden Jahreszeiten. Wer die Reihe bisher noch nicht kennt, sollte dringend zugreifen! Ein kleiner Tipp: Band eins eignet sich mit seinen 24 Kapiteln perfekt als Adventskalender.
Leider eine sehr trübsinnige Erzählung. Und dabei beginnt es sehr interessant und ich war neugierig, was es mit der Welt auf sich hat, in der nur noch Regen existiert und keine Sonne mehr scheint. Aber circa ab der Hälfte des Buches triftet es immer mehr ab in nur noch dunkle Gedanken und Gejammer der Protagonisten. Auch die eingebaute Magie konnte nicht überzeugen. Einzig allein die Sprecherin des Hörbuchs, Juliane Köhler, hielt mich in der Geschichte und lies mich neben der Hoffnung auf ein gutes Ende bis zu diesem durchhalten. Ein wenig versöhnt war ich dann auch, aber der Weg dahin war wirklich zäh.
Heute möchte ich euch ein für mich „typisches“ skandinavisch Buch vorstellen: Die Sonnenwächterin. Es geht in der Geschichte um das junge Mädchen Lilja, das sich kaum noch an die Sonne erinnern kann. Die Tage sind grau, die Menschen hungrig und es herrscht nur noch wenig Freude. Liljas Großvater ist das einzige überlebende Familienmitglied, das mit Lilja zusammenwohnt. Doch was ist mit der Sonne geschehen? Dieses Buch hat mich auf verschiedene Art und Weise berührt. Zum einen gibt es dort die Grundgeschichte mit den wunderschönen, aber in meinen Augen auch stets leicht melancholischen Illustrationen. Mir kamen die Zeichnungen bzw. kam die Art der Zeichnungen bekannt vor, und tatsächlich, „Die Weihnachtsgeschichte“ aus dem Woow Books Verlag wurde ebenfalls von Lisa Aisato illustriert. Für mich trifft Lisa Aisato perfekt die Atmosphäre und den „Ton“ der Geschichte, sodass für mich Text und Bild bei diesem Werk zusammengehören. Der Roman an sich ist schön, wird für mich jedoch durch die Illustrationen besonders lebendig. Zum anderen hat mich der Opa unheimlich an meine Oma erinnert, vielleicht auch etwas an meinen Vater. Es ist die „Stille Generation“, die den zweiten Weltkrieg miterlebt hat oder aber im letzten Kriegsjahr geboren wurde. Liljas Großvater fällt es schwer über Gefühle zu sprechen, sie zu zeigen oder einfach seine Enkelin in den Arm zu nehmen. Und Lilja wiederum wagt es auch nicht, hat jedoch den tiefen Wunsch, genau dies zu tun. Eine traurige, irgendwie jedoch auch mutmachende Geschichte über die Natur, Familie und Gefühle.
*4,5 ⭐️ Auch der zweite Teil der Schneeschwester konnte mich komplett begeistern. Die Stimmung dieser Geschichte ist sehr viel düsterer, was vor allem an der harten Welt, aber auch an den vielen hungernden Kindern liegt. Aber generell lässt die Geschichte viel Raum für Interpretationen und es sind noch einige weitere ernste Themen versteckt, wodurch die Geschichte sicherlich bei den Lesenden jeweils andere Botschaften vermittelt. Wie auch schon beim Vorgänger habe ich beim Lesen von „Die Sonnenwächterin“ sehr viele unterschiedliche Emotionen verspürt, welche durch die fantastischen Illustrationen noch einmal verdeutlicht wurden. Die Geschichte war eine Achterbahnfahrt der Gefühle, sodass sie mich am Ende ziemlich umhauen konnte. Kleinen Abzug gibts für den Schreibstil bzw. die Übersetzung. Bei der Schneeschwester ist mir davon nichts aufgefallen, aber hier wirkten ein paar der Sätze etwas holprig.
Ich bin ein Sonnenkind. Kälte, Nebel, Regen und Dunkelheit sind nichts für mich … ich liebe es, wenn es wieder wärmer wird. Wenn der Frühling im Anmarsch ist und ich weiß, der Sommer lässt nicht mehr lange auf sich warten. Leider kennt Lilja den Frühling und die Sonne nicht. Seit sie denken kann ist es grau in grau, nass, dunkel, finster, trist, traurig. Seit Jahren ist die Sonne verschwunden. Es gibt kaum was zu essen, denn ohne Sonne wächst natürlich auch nichts auf den Feldern, Bäumen und Sträuchern. Lilja’s Großvater besitzt ein Gewächshaus, in dem scheinbar die wenigen Dinge wachsen, um das Dorf halbwegs mit Essen zu versorgen. Einmal pro Woche kommt der Großvater mit einem vollen Korb. Lilja erscheint dies merkwürdig – wie schafft es der Großvater in dieser tristen Welt so farbenfrohes, leckeres Gemüse und Obst zum Wachsen zu bringen? Ihre Neugierde ist groß und Lilja begibt sich auf ein Abenteuer, dass ihre Welt und die des Dorfes ins Wanken bringt. „Die Sonnenwächterin“ ist eine zauberhafte Geschichte, eine wunderbare Parabel auf Mut, Menschlichkeit, Liebe, Freundschaft und Vergebung, und noch vieles mehr. Eine Geschichte, die Hoffnung gibt. Die Illustrationen sind wunderschön, sie passen so perfekt zur Geschichte. Sie hauchen dem Buch fast Leben ein. Für mich ist das Buch Magie – es hat mich, trotz der Tristheit, fröhlich gestimmt, denn Lilja ließ sich nicht beirren. Ich freue mich auf den ersten Band aus Maja Lunde’s Feder. Uneingeschränkte Leseempfehlung!
Frühlingsgeschichte aus dem Jahreszeitenquartett von Maja Lunde - eindrucksvoll illustriert von Lisa Aisato
Ein Buch über Freundschaft, Trauer, Liebe und über die Sonne. Lilja kennt die Welt nur trübe und verregnet. Die Menschen leiden Hunger, da es keine Sonne mehr gibt, nur endlos viel Regen. So macht sich Lilja auf die Suche nach der Sonne und lernt neue Freunde kennen und erlebt wundersames. Die Schneeschwester hat mir besser gefallen, trotzdem ist es ein tolles Buch und ich freue mich auf die weiteren Bände.
Ich bin mit hohen Erwartungen an die Sonnenwächterin gegangen, denn die Schneeschwester gehört für mich zu den schönsten Büchern die ich je gelesen habe. Ich hätte dieses Buch wirklich gerne geliebt aber leider konnte die Frühlingsgeschichte nicht mithalten. Die Geschichte um Lilja und ihren Großvater ist schön, die Illustrationen sind wundervoll, die Message dahinter wichtig. Aber es hat für mich alles keinen Sinn ergeben. Es ist als fehlt mir eine ganz bestimmte Informationen um es zu begreifen.
𝗠𝗲𝗶𝗻 𝗘𝗶𝗻𝗱𝗿𝘂𝗰𝗸: Ich weiß gar nicht mehr, wo ich das Buch entdeckt habe, aber ich glaube, das muss bei einer Bloggerin gewesen sein. Nachdem ich ihre Rezension gelesen habe, war es um mich geschehen und ich musste dieses Buch auf jeden Fall einziehen lassen. Für mich war es das erste Buch der Autorin und so wie sich dieses Buch las, war es bestimmt nicht das letzte, das ich von ihr gelesen habe. Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Wir lernen Lilja und ihre Welt ohne Sonne kennen, denn diese verschwand, als sie ein Jahr alt war. Sie stellt uns ihre Freunde, Tom und Thea vor und auch ihren Großvater, bei dem sie lebt. Ich muss zugeben, dass es mir schwer fällt, Worte für diese Geschichte zu finden, denn das Buch ist eindeutig etwas ganz besonderes. Die Autorin führt den Leser mit ihrem gefühlvollen und bildlichen Schreibstil durch Liljas Welt und das Abenteuer, in das sie sich begibt. Einmal angefangen zu lesen, konnte ich auch nicht mehr aufhören und flog nur so durch die Seiten und hing der Autorin sozusagen an den Lippen. Lisa Aisatos Illustrationen wirken verbunden mit der Geschichte so lebendig und erzeugen die passende Stimmung dazu. Ich habe mich während des Lesens nicht nur in die Geschichte vertieft, sondern konnte mir die Illustrationen immer wieder anschauen, ohne das es mir langweilig wurde. Diese sind nicht nur einfache Zeichnungen, sondern sind auch gespickt mit jedem noch so winzigen Detail. Lilja, unsere kleine Heldin, mochte ich von Anfang an. Sie hat was Liebevolles an sich, so dass ich sie ziemlich schnell in mein Herz schloss. Sie setzt nicht nur ihre ganze Hoffnung in das was sie tut, sondern sie glaubt ganz fest daran, dass sie es schafft. Ich persönlich würde das Buch ab dem Grundschulalter empfehlen. Denn diese Geschichte vermittelt so viel mehr, als die Suche nach der Sonne. Sie versprüht Hoffnung, Liebe, Zusammenhalt und das Glück, verloren geglaubte Menschen wiedergefunden zu haben. Fazit: Ein wundervolles Buch, das neben einer gefühlvollen Erzählweise und außergewöhnlichen Illustrationen so viel mehr zu bieten hat. Daher ist es nicht nur für Kinder geeignet, sondern öffnet auch die Herzen der Erwachsenen. Für mich gehört es eindeutig zu den Highlights in diesem Jahr und bekommt einen ganz besonderen Platz in meinem Regal.












































