Die Sicht der Dinge
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Description
Als er die Nachricht vom Tode des Vaters erhält, fährt Yoichi zu dessen Beerdigung in seinen Heimatort Tottori. 15 Jahre hat er seine Familie nicht mehr besucht, darin bestrebt, die Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend zu verdrängen. Nun erweist er seinem Vater bei der Totenwache die letzte Ehre – und verblasste Erinnerungen werden lebendig. Die Gespräche im Kreise der Verwandten revidieren festgefahrene Ansichten, machen alte Schuldzuweisungen nichtig. Vor Yoichi entfaltet sich ein vollkommen neues Bild seines Vaters. PRESSESTIMMEN zu DIE SICHT DER DINGE (zur deutschsprachigen Erstveröffentlichung im Jahr 2013): »Ein großartiges Buch. Bereits im letzten Jahr veröffentlichte der Carlsen-Verlag Taniguchis "Vertraute Fremde" - die meisterhafte Erzählung von einem gehetzten Großstadtmenschen auf der unfreiwilligen Reise in seine Vergangenheit. Dafür wurde der Japaner mit dem Preis als bester Szenarist auf dem renommierten Comic-Festival in Angoulême ausgezeichnet. Kaum vorstellbar schien, dass Taniguchi noch einmal ein solcher Wurf gelingen würde. Doch nun ist es vollbracht. So wie in dem Vorgängerband tritt auch in "Die Sicht der Dinge" ein Vertreter der schnelllebigen Jetztzeit seinen Weg in die Heimat an, die er in jungen Jahren und im Streit mit seinem Vater verlassen hat.« (Christian Schlüter, FRANKFURTER RUNDSCHAU) »Taniguchi erweist sich in dieser nun auch auf Deutsch vorliegenden Graphic Novel erneut als Meister des feinen Strichs und der großen Emotionen. Mit nur wenigen Bildern gelingt es dem Künstler, die ganze Gefühlswelt seiner Figuren vor dem Leser auszubreiten. Nachdenklich und stimmungsvoll kreist seine Geschichte um Begriffe wie Ehrgefühl, Verlust und Vertrauen.« (dpa)
Book Information
Author Description
Jiro Taniguchi wurde 1947 in Tottori, Japan, geboren und gilt heute weltweit als einer der renommiertesten Mangazeichner. Seine Karriere als Zeichner startete er 1972 mit dem Manga »Kareta Heya«. Ab 1974 entstanden unter der Mitarbeit des Journalisten Natsuo Sekikawa Kriminalstorys, zu Beginn der 1980er Jahre schuf er mit Szenarist Carib Marley mehrere Boxergeschichten. An der Serie »Botchan no Jidai Kara« (dt. etwa »In der Zeit von Botchan«), einem Werk über das intellektuelle Leben in Japan gegen Ende des 19. Jahrhunderts, arbeitete der Zeichner ab 1986 und wurde mit Erscheinen des fünften Bandes im Jahr 1998 dafür mit dem Osamu-Tezuka-Culture-Award geehrt.Neben weiteren Genre-Arbeiten wie »NY no Benkei« (übers. »Benkei in New York«, 1994) begann Taniguchi in den 1990er-Jahren seinen Geschichten einen persönlichen Ton zu geben und aus dem Alltäglichen heraus zu erzählen. So entstand neben »Inu o Kau« (dt. TRÄUME VON GLÜCK), einer einfühlsamen Schilderung des Sterbens eines Haustieres, die Kurzgeschichtensammlung »Aruku Hito« (dt. DER SPAZIERENDE MANN). 1994 folgte »Chichi no Koyomi« (dt. DIE SICHT DER DINGE), 1997 erschien der Band »Harukana Machi-E«, für den er auf dem internationalen Comicfestival in Angoulême 2003 als bester Szenarist ausgezeichnet wurde. Dieses Schlüsselwerk erschien unter dem Titel VERTRAUTE FREMDE 2007 bei Carlsen und wurde auch in Deutschland bereits zweimal prämiert: als »Comic des Jahres 2007« sowie - auf dem Comic-Salon Erlangen 2008 - mit dem Max und Moritz-Preis als »Bester Manga«. Weitere Titel folgten, darunter der autobiografisch inspirierte Band EIN TOD IM WINTER über einen aufstrebenden Manga-Zeichner, den es in die Metropole Tokio zieht, sowie DER KARTOGRAPH, eine im historischen Edo angesiedelte Geschichte.Jiro Taniguchi gilt heute weltweit als einer der renommiertesten Manga-Zeichner, dessen Werke auf Deutsch bei Carlsen und Schreiber und Leser erscheinen. Für einige Geschichten arbeitete er mit anderen Autoren wie Masayuki Kusumi (DER GEHEIME GARTEN VOM NAKANO BROADWAY und DER GOURMET) oder Autorinnen wie Hiromi Kawakami (DER HIMMEL IST BLAU, DIE ERDE IST WEISS) zusammen. Mit DIE WÄCHTER DES LOUVRE schuf Taniguchi 2014 ein großformatiges Album als Auftragsarbeit des Museum Louvre, das jährlich in Zusammenarbeit mit dem französischen Verlag Futuropolis berühmten Comickünstlern einen eigenen Blick auf die ehrwürdige Kulturinstitution gewähren lässt. Im Jahr 2016 erschien IHR NAME WAR TOMOJI, die Lebensgeschichte Tomoji Uchidas, die in den 1930er-Jahren den buddhistischen Shojushin-Tempel in Tachikawa gründete. Sensibel und eindringlich beschreibt Taniguchi ihre Kindheit und Jugend in einem Dorf am Fuße des Yatsugatake während der Taisho-Epoche (1912-1926).2016 ehrte der Comic-Salon Erlangen den Künstler mit einer großen Ausstellung. Sein mit einer kleinen Rahmenhandlung versehener, komplett farbiger Bildband VENEDIG (der zunächst als Buchedition exklusiv für Louis Vuitton entstand), ist 2017 als reguläre deutsche Buchhandelsausgabe bei Carlsen erschienen.Am 11. Februar 2017 verstarb Jiro Taniguchi im Alter von 69 Jahren.
Posts
Ein Mann kehrt anlässlich des Todes seines Vaters in seine Heimatstadt zurück - eine Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit setzt ein. Schon eine Seite (siehe Bild) lässt ein Gefühl wachsen für das Kommende. Man wird ruhig, besinnt sich auf die eigenen Erfahrungen, die während des Lesens Resonanz zur Lektüre bieten. Wie waren wir als Kinder? Welche tief empfundenen Gefühle setzen sich hahrelang hartnäckig fest und sind am Ende des Lebens doch absolut unwichtig und nur ein Quell der die einsetzende Reue speist? Bei Taniguchi gibt es kein Gut und Böse, keine Schuld und keine Helden - es gibt nur Menschen und deren Handlungen. Früher kannte ich den Namen Taniguchi nicht mal. Heute ist er (für mich) einer der ganz großen Mangakas (wenn nicht gar der Größte). Oder wie Christian Gasser (von der NZZ) schrieb: "Letztlich geht es in den Geschichten von Taniguchi um die Suche nach Glück, die er in einer berührenden Mischung aus Humanismus, Melancholie, leichter Skepsis, feinem Humor und viel Poesie schildert." Oder wie ich es bereits in früheren Rezis zu Taniguchis Werken schrieb: Ein Werk von Taniguchi lesen ist lesendes Meditieren.

Sehr fesselnde Geschichte!
Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte rein fühlen. Sie hat mich sehr zum nachdenken bewegt und das fand ich sehr schön 🙈 Ich bin am Ende tatsächlich auch etwas emotional geworden, weil die Geschichte sich für mich so greifbar real anfühlte. 👀 Ein schönes Werk und sehr zu empfehlen ☺️

Persönlich und emotional
Dieses Werk erzählt uns die Geschichte eines erwachsenen Mannes welcher gezwungen ist in seine Heimat zurückzukehren als sein Vater stirbt. Er war seit über 15 Jahren nicht mehr dort und wird mit vielen Geschichten und Erlebnissen konfrontiert, die seine eigene Sicht der Dinge erklären. Mit einem persönlichen Nachwort von Taniguchi.

Ein ruhiges und bedachtes Werk das sich mit den Themen Familie, Reue und Selbstfindung befasst. Inhaltlich erinnert es mich von der Prämisse her an „Vertraute Fremde“, da Taniguchi in beiden Werken den oben genannten Themenkreis abbildet und durchdringt. Im vorliegenden Werk geht es um einen Mann der nach vielen Jahren der selbstgewählten Entfremdung von seiner Familie nun aufgrund des Todes seines Vaters wieder in die Heimat zurückkehrt. Dort erfährt er vieles über seinen Vater, seine Familie und auch sich selbst. Zeichnerisch ist das Werk absolut hervorragend, der typische Stil von Taniguchi ist sofort erkennbar. Beeindruckend fand ich wie gut die Zeichnungen die Emotionen der Figuren darstellen und vermitteln. Alles in allem sehr interessant und kurzweilig.
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Als er die Nachricht vom Tode des Vaters erhält, fährt Yoichi zu dessen Beerdigung in seinen Heimatort Tottori. 15 Jahre hat er seine Familie nicht mehr besucht, darin bestrebt, die Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend zu verdrängen. Nun erweist er seinem Vater bei der Totenwache die letzte Ehre – und verblasste Erinnerungen werden lebendig. Die Gespräche im Kreise der Verwandten revidieren festgefahrene Ansichten, machen alte Schuldzuweisungen nichtig. Vor Yoichi entfaltet sich ein vollkommen neues Bild seines Vaters. PRESSESTIMMEN zu DIE SICHT DER DINGE (zur deutschsprachigen Erstveröffentlichung im Jahr 2013): »Ein großartiges Buch. Bereits im letzten Jahr veröffentlichte der Carlsen-Verlag Taniguchis "Vertraute Fremde" - die meisterhafte Erzählung von einem gehetzten Großstadtmenschen auf der unfreiwilligen Reise in seine Vergangenheit. Dafür wurde der Japaner mit dem Preis als bester Szenarist auf dem renommierten Comic-Festival in Angoulême ausgezeichnet. Kaum vorstellbar schien, dass Taniguchi noch einmal ein solcher Wurf gelingen würde. Doch nun ist es vollbracht. So wie in dem Vorgängerband tritt auch in "Die Sicht der Dinge" ein Vertreter der schnelllebigen Jetztzeit seinen Weg in die Heimat an, die er in jungen Jahren und im Streit mit seinem Vater verlassen hat.« (Christian Schlüter, FRANKFURTER RUNDSCHAU) »Taniguchi erweist sich in dieser nun auch auf Deutsch vorliegenden Graphic Novel erneut als Meister des feinen Strichs und der großen Emotionen. Mit nur wenigen Bildern gelingt es dem Künstler, die ganze Gefühlswelt seiner Figuren vor dem Leser auszubreiten. Nachdenklich und stimmungsvoll kreist seine Geschichte um Begriffe wie Ehrgefühl, Verlust und Vertrauen.« (dpa)
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Jiro Taniguchi wurde 1947 in Tottori, Japan, geboren und gilt heute weltweit als einer der renommiertesten Mangazeichner. Seine Karriere als Zeichner startete er 1972 mit dem Manga »Kareta Heya«. Ab 1974 entstanden unter der Mitarbeit des Journalisten Natsuo Sekikawa Kriminalstorys, zu Beginn der 1980er Jahre schuf er mit Szenarist Carib Marley mehrere Boxergeschichten. An der Serie »Botchan no Jidai Kara« (dt. etwa »In der Zeit von Botchan«), einem Werk über das intellektuelle Leben in Japan gegen Ende des 19. Jahrhunderts, arbeitete der Zeichner ab 1986 und wurde mit Erscheinen des fünften Bandes im Jahr 1998 dafür mit dem Osamu-Tezuka-Culture-Award geehrt.Neben weiteren Genre-Arbeiten wie »NY no Benkei« (übers. »Benkei in New York«, 1994) begann Taniguchi in den 1990er-Jahren seinen Geschichten einen persönlichen Ton zu geben und aus dem Alltäglichen heraus zu erzählen. So entstand neben »Inu o Kau« (dt. TRÄUME VON GLÜCK), einer einfühlsamen Schilderung des Sterbens eines Haustieres, die Kurzgeschichtensammlung »Aruku Hito« (dt. DER SPAZIERENDE MANN). 1994 folgte »Chichi no Koyomi« (dt. DIE SICHT DER DINGE), 1997 erschien der Band »Harukana Machi-E«, für den er auf dem internationalen Comicfestival in Angoulême 2003 als bester Szenarist ausgezeichnet wurde. Dieses Schlüsselwerk erschien unter dem Titel VERTRAUTE FREMDE 2007 bei Carlsen und wurde auch in Deutschland bereits zweimal prämiert: als »Comic des Jahres 2007« sowie - auf dem Comic-Salon Erlangen 2008 - mit dem Max und Moritz-Preis als »Bester Manga«. Weitere Titel folgten, darunter der autobiografisch inspirierte Band EIN TOD IM WINTER über einen aufstrebenden Manga-Zeichner, den es in die Metropole Tokio zieht, sowie DER KARTOGRAPH, eine im historischen Edo angesiedelte Geschichte.Jiro Taniguchi gilt heute weltweit als einer der renommiertesten Manga-Zeichner, dessen Werke auf Deutsch bei Carlsen und Schreiber und Leser erscheinen. Für einige Geschichten arbeitete er mit anderen Autoren wie Masayuki Kusumi (DER GEHEIME GARTEN VOM NAKANO BROADWAY und DER GOURMET) oder Autorinnen wie Hiromi Kawakami (DER HIMMEL IST BLAU, DIE ERDE IST WEISS) zusammen. Mit DIE WÄCHTER DES LOUVRE schuf Taniguchi 2014 ein großformatiges Album als Auftragsarbeit des Museum Louvre, das jährlich in Zusammenarbeit mit dem französischen Verlag Futuropolis berühmten Comickünstlern einen eigenen Blick auf die ehrwürdige Kulturinstitution gewähren lässt. Im Jahr 2016 erschien IHR NAME WAR TOMOJI, die Lebensgeschichte Tomoji Uchidas, die in den 1930er-Jahren den buddhistischen Shojushin-Tempel in Tachikawa gründete. Sensibel und eindringlich beschreibt Taniguchi ihre Kindheit und Jugend in einem Dorf am Fuße des Yatsugatake während der Taisho-Epoche (1912-1926).2016 ehrte der Comic-Salon Erlangen den Künstler mit einer großen Ausstellung. Sein mit einer kleinen Rahmenhandlung versehener, komplett farbiger Bildband VENEDIG (der zunächst als Buchedition exklusiv für Louis Vuitton entstand), ist 2017 als reguläre deutsche Buchhandelsausgabe bei Carlsen erschienen.Am 11. Februar 2017 verstarb Jiro Taniguchi im Alter von 69 Jahren.
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Ein Mann kehrt anlässlich des Todes seines Vaters in seine Heimatstadt zurück - eine Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit setzt ein. Schon eine Seite (siehe Bild) lässt ein Gefühl wachsen für das Kommende. Man wird ruhig, besinnt sich auf die eigenen Erfahrungen, die während des Lesens Resonanz zur Lektüre bieten. Wie waren wir als Kinder? Welche tief empfundenen Gefühle setzen sich hahrelang hartnäckig fest und sind am Ende des Lebens doch absolut unwichtig und nur ein Quell der die einsetzende Reue speist? Bei Taniguchi gibt es kein Gut und Böse, keine Schuld und keine Helden - es gibt nur Menschen und deren Handlungen. Früher kannte ich den Namen Taniguchi nicht mal. Heute ist er (für mich) einer der ganz großen Mangakas (wenn nicht gar der Größte). Oder wie Christian Gasser (von der NZZ) schrieb: "Letztlich geht es in den Geschichten von Taniguchi um die Suche nach Glück, die er in einer berührenden Mischung aus Humanismus, Melancholie, leichter Skepsis, feinem Humor und viel Poesie schildert." Oder wie ich es bereits in früheren Rezis zu Taniguchis Werken schrieb: Ein Werk von Taniguchi lesen ist lesendes Meditieren.

Sehr fesselnde Geschichte!
Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte rein fühlen. Sie hat mich sehr zum nachdenken bewegt und das fand ich sehr schön 🙈 Ich bin am Ende tatsächlich auch etwas emotional geworden, weil die Geschichte sich für mich so greifbar real anfühlte. 👀 Ein schönes Werk und sehr zu empfehlen ☺️

Persönlich und emotional
Dieses Werk erzählt uns die Geschichte eines erwachsenen Mannes welcher gezwungen ist in seine Heimat zurückzukehren als sein Vater stirbt. Er war seit über 15 Jahren nicht mehr dort und wird mit vielen Geschichten und Erlebnissen konfrontiert, die seine eigene Sicht der Dinge erklären. Mit einem persönlichen Nachwort von Taniguchi.

Ein ruhiges und bedachtes Werk das sich mit den Themen Familie, Reue und Selbstfindung befasst. Inhaltlich erinnert es mich von der Prämisse her an „Vertraute Fremde“, da Taniguchi in beiden Werken den oben genannten Themenkreis abbildet und durchdringt. Im vorliegenden Werk geht es um einen Mann der nach vielen Jahren der selbstgewählten Entfremdung von seiner Familie nun aufgrund des Todes seines Vaters wieder in die Heimat zurückkehrt. Dort erfährt er vieles über seinen Vater, seine Familie und auch sich selbst. Zeichnerisch ist das Werk absolut hervorragend, der typische Stil von Taniguchi ist sofort erkennbar. Beeindruckend fand ich wie gut die Zeichnungen die Emotionen der Figuren darstellen und vermitteln. Alles in allem sehr interessant und kurzweilig.








