Die Powder-Mage-Chroniken 1

Die Powder-Mage-Chroniken 1

by Brian McClellan·Book 1 of 3
Paperback
4.048
PistolenSchwarzpulverCooler HeldMusketen

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Description

Die Powder-Mage-Trilogie bietet epische Fantasy in einer von den Umbrüchen Europas im 19. Jahrhundert inspirierten Welt. Schwerter wurden durch Musketen und Pistolen ersetzt, Leibeigene sind in Gewerkschaften organisiert und die alten Regeln der Magie werden durch Pulvermagier herausgefordert: eine Zunft von Scharfschützen, die durch das Schnupfen von Schwarzpulver außerordentliche Fähigkeiten erhält. Eine Mischung aus Brandon Sanderson mit einem Hauch Naomi Novik.

Book Information

Main Genre
Sci-Fi
Sub Genre
Apocalypse
Format
Paperback
Pages
774
Price
16.50 €

Posts

13
All
5

Wer glaubt schon an Prophezeiungen

Sie sind doch nur dummes Gerede und bringen uns nicht weiter. Götter gibt es lange nicht mehr nur noch unsere Magie und Rache. Und JA mir ist bewusst das sie nicht jeden ansprechen wird. Es geht um Blutschwur von @brian.mcclellan mein erstes Buch von ihm und auch sein erstes welches, soweit mir bekannt, verlegtes. Vorab möchte ich einen Gruß an den Thalia Mitarbeiter in Ludwigsburg im Breuni richten der sich unheimlich gefreut hat als er mir das Buch überreichte und meinte ,es ist so schade das diese Reihe so unbekannt ist und sag mir wie du es fandest" Ja hier bin ich nun und sage „verdammt noch mal was das gut" Ich gebe zu das Erste Kapitel hat mich noch irritiert, wurde doch ein Name ständig wiederholt doch glaubt mir danach, ach was sag ich noch während des Kapitels wird es immer besser. Wir haben eine Welt die an unsere angelegt ist aus Zeiten ohne Elektronik. Dennoch erlaubt sich der Autor hier und da kleinere modernere Annehmlichkeiten. Doch das ist für die Geschichte nicht wichtig denn wichtig ist die Magie die so explosiv ist wie der Name der Reihe es verspricht. Gottheiten und Anhänger, Krieger, Ermittler, Söhne und Freunde sind hier in ein blutiges Abenteuer verstrickt wo es um mehr geht als Länderreien. Brian schreibt dabei auf eine ganz spezielle Art die ihre Eigenheiten hat, die den derben Inhalt aber mit tragt. Magst du High Fantasy aus mehreren Perspektiven magst, Blutige Kämpfe und Geheimnisse, dann sieh dir undefiniert die Reihe an.

Wer glaubt schon an Prophezeiungen
5

Absolute Leseempfehlung, mal was „Neues“

Eine Fantasygeschichte, die nicht moderne Urbanität oder mittelalterliche Historie als Grundlage nimmt, sondern zur Zeit der Aufklärung und der französischen Revolution in einem komplett fiktiven Universum angesiedelt ist. Eine faszinierende Geschichte zwischen Monarchie, Feudalismus und staatlicher Neuordnung sowie aufkommender Säkularisation. Dabei gut ausgearbeitete Charaktere. Ich kann es nur empfehlen.

4

Ein ungewöhnliches Szenario am Fantasy Himmel „Dieses Buch ist einfach nur großartig. Ich habe jeden Moment davon genossen. Innovative Magie, eine mitreißende Handlung und eine interessante Welt. Ich hatte einen Riesenspaß.“ So wird das Buch vom renommierten Fantasy-Autor Brandon Sanderson beschrieben. Ein Kompliment, das Erwartungen schürt und neugierig auf einen Lesedurchlauf macht. Mittlerweile ist Brian McClellans Erstlingswerk zu einer Trilogie herangewachsen. Die Gods of Blood - Trilogie, welche im selben Universum spielt, ist bereits in Arbeit. Die Nation Adro ist Schauplatz des Spektakels. Eine vernachlässigte Bevölkerung, ein schwindender Staatsschatz und ein fragwürdiger Vertrag mit dem rivalisierenden Königreich Kez, veranlassen eine Gruppe von Verschwörern, das herrschende Königshaus Adros zu Fall zu bringen. Hierdurch gerät die Riege der Verschwörer unwissend in einen noch viel weitreichenderen Konflikt, der das Potenzial hat den gesamten Kontinent der Neun Königreiche in das Chaos zu stürzen. Schießpulver mal anders Der Autor bedient sich Elementen des 18. Jahrhunderts. Gekämpft wird mit Muskete und Bajonett. Herzu mischt der Autor ungewöhnliche Fantasyzutaten zu einem gelungenen Debütroman zusammen. Geschildert wird die Geschichte überwiegend aus drei Perspektiven. Feldmarschall Tamas, Oberbefehlshaber der adronischen Armee, ist Kopf des blutigen Staatsstreichs. Zusammen mit seinen Mitverschwörern aus verschiedenen Teilen des adronischen Staatsapparates gelingt es ihm, den König zu stürzen und die Macht an sich zu reißen. Wer glaubt, dass die Absetzung des Königs die größte Hürde im Vorhaben des Feldmarschalls darstellt, irrt gewaltig. Den wahren Herausforderungen muss sich Tamas erst noch stellen. Dazu bedient er sich gerne seines Sohnes Taniel. Genau wie Tamas ist Taniel ein sogenannter Gezeichneter. Durch den Verzehr von Schießpulver sind die Gezeichneten in der Lage, ihre Sinne übermenschlich zu schärfen oder Kugeln meilenweit zu schießen. Kugeln um die Ecke fliegen zu lassen, stellt einen talentierten Gezeichneten ebenfalls vor keine größeren Herausforderungen. Der dritte im Bunde ist ein pensionierter Polizeibeamter, der von Tamas beauftragt wird, Nachforschungen anzustellen. Dabei kommt Adamat ein besonderes Talent zugute - er vergisst nie. Gehörtes und Gesehenes brennt sich in sein Gedächtnis, was für einen Ermittler von unschätzbarem Wert ist. Derlei Talente sind in der Bevölkerung der Neun Königreiche weit und vielschichtig verbreitet. Den Gezeichneten stehen die sogenannten Privilegierten gegenüber. Diese sind in der Lage Elementar-Auren (Feuer, Wasser, Luft und Äther) aus einer Zwischenwelt zu bändigen, um so mit mächtigen Zaubern um sich zu werfen.   Das allein stellt schon ein facettenreiches Worldbuilding dar. McClellan würzt seine Geschichte jedoch noch mit Göttern, die in das Geschehen rund um den Staatsstreich in Adro eingreifen. Unterstützt werden die Protagonisten durch eine Reihe weiterer interessanter Charaktere.   Direkt im Geschehen   Das Buch beginnt actiongeladen. Der Staatsstreich ist blutig und grausam. Feldmarschall Tamas ist keinesfalls der klassische Held eines Fantasyromans. Gerade zu Beginn trifft er doch einige fragwürdige Entscheidungen, die beim Lesen nicht unbedingt für Sympathiepunkte sorgen. Dementsprechend wirkt Tamas zu Anfang wenig nahbar. Er verfolgt sein Ziel, Adro aus dem Joch der Monarchie zu befreien mit eiskalter Berechnung. Im Laufe der Handlung gewinnt Tamas jedoch immer mehr an Profil und man lernt mit seinen Entscheidungen zu leben. Taniel ist der Revolverheld der Geschichte, nur eben mit einer Muskete. Im Gegensatz zu seinem Vater erfüllt Taniels moralischer Kompass eher den Wunsch nach einem strahlenden Helden. Das Verhältnis zu seinem Vater ist mit wenig offen gezeigter Zuneigung gepflastert. Hier steht militärisches Gebaren klar im Vordergrund. Hieraus resultiert ein Kampf um die Anerkennung seines Vaters. Zusammen mit seiner mysteriösen Gefährtin aus einem fernen Land kämpft Taniel gegen die Feinde Adros. Dabei muss er sich mächtigen Zauberern stellen, die nichts weniger im Sinn haben als mit Hilfe alter und in Vergessenheit geratener Magie Chaos zu stiften. Adamat gerät im Laufe seiner Ermittlungen in die Schusslinie von Tamas und seinen Feinden. Er findet sich in einer äußerst prekären Lage wieder, die ihn von jetzt auf gleich zu einem Doppelagenten macht. Als Leser ist man zwar direkt im Geschehen, trotzdem bedarf es einiger der ca. 800 Seiten, um mit den Charakteren und der Storyline warm zu werden. Gerade zu Anfang, als der Autor versucht seine Weltenschöpfung aufzuzeigen, entstehen zum Teil aufgesetzt wirkende Dialoge. Die Protagonisten tauschen sich allzu offensichtlich über scheinbar allseits bekannte Fundamente des Worldbuildings aus. Die Leser erlangen so zwar ein schnelles Verständnis für die Ideen des Autors, jedoch auf Kosten der Glaubwürdigkeit. Das Präsentieren eines Worldbuildings haben andere Autoren schon geschickter zu Papier gebracht. Da sich diese Dialoge jedoch auf den Anfang des Buches beschränken, wird der Lesespaß nicht groß gestört. Lesespaß ist an dieser Stelle ein gutes Stichwort. Es macht einfach riesige Freude, die Protagonisten beim Kämpfen zu verfolgen. Da im Buch durchaus viel gekämpft wird, ist es von unschätzbarem Wert, dass jeder einzelne Kampf gekonnt in Szene gesetzt wird. Es werden Blitze geschleudert, Kugeln schwirren durch die Luft und ganze Stadtteile werden dem Erdboden gleichgemacht. Die verschiedenen Zutaten der Magie gegeneinander auszuspielen, ist eine der großen Stärken des Autors. Fazit Blutschwur ist ein Werk außergewöhnlicher Ideen. Spannung gepaart mit hervorragend in Szene gesetzten Kämpfen sorgen für einen gelungenen Lesespaß. In mir hat das Buch die Lust auf mehr geweckt und der nächste Band wird alsbald meine Sammlung an Fantasyromanen aufwerten.       

5

Ein rasantes und spannungsgeladenes High Fantasy Abenteuer Klappentext(Cross Cult Verlag): Schwerter wurden durch Musketen und Pistolen ersetzt, Leibeigene sind in Gewerkschaften organisiert und die alten Regeln der Magie werden durch Pulvermagier herausgefordert: eine Zunft von Scharfschützen, die durch das Schnupfen von Schwarzpulver außerordentliche Fähigkeiten erhält. Meine Meinung: Mit Blutschwur den 1. Band der Powder - Mage Chroniken hat Brian Mc Clellan ein spannundsgeladenes und rasantes Buch geschrieben. Die Geschichte konnte ich vom Schreibstil her, leicht und flüssig lesen. Obwohl die Geschichte sehr rasant voran schreitet, konnte ich der Handlung gut folgen. Die Mischung aus High Fantasy und einer moderneren Welt, ist ihm mit der Welt Adro sehr gut gelungen. Auch Beschreibungen von Adro konnte ich sehr gut folgen und haben mich zum verweilen eingeladen. Zur Not hätte ich aber auch die Landkarte bzw. Stadtkarte in dem Buch benutzen können. Die 3 Hauptcharaktere der Geschichte sind für mich gut durchdacht und vielschichtig, aber auch die Nebencharaktere sind gut gelungen. Obwohl wir den 3 Charakteren meistens immer nur pro Kapitel folgen, hatte ich auch hier nie Problem, der Handlung der Geschichte zu folgen. Auch das Buchcover wurde gut gewählt und passt hervorragend zur Geschichte von Brian Mc Clellan. Mein Fazit: Mit Blutschwur habe ich einen spannenden und action geladen Roman gelesen, der mich in allen Belangen sehr gut unterhalten hat. Eine klare Leseempfehlung gibt es für all die Leser, die rasante und spannungsgeladene High Fantasy mögen und lieben.

4

Great start to the series, fast paced story in an interesting fantasy setting musketeers go brrrr

4.5

Ein wirklich großartiger Auftakt!

Mit "Blutschwur" starte ich in Brian McClellans Powder-Mage-Chroniken. Und was soll ich sagen: Jede Seite riecht nur so nach Pulverdunst und Magie. (Übersetzt von Stephanie Pannen.) "Das Zeitalter der Könige ist tot ... und ich bin sein Mörder!" König Manouch plant sein Land Adro an die Kez zu verkaufen und damit sein Volk in die Sklaverei. Und wofür? Für Gold! Denn Manouch und sein Adel sind der Verschwendungssucht verfallen. Rauschende Feste reihen sich aneinander wie Perlen auf einer Kette. Doch da hat König Manouch die Rechnung nicht mit Tamas gemacht. Er und seine Pulvermagier wollen Ador in Freiheit sehen und das heißt für König Manouch und seinen elendigen Adel hat das letzte Stündlein geschlagen. Und so rollen die Köpfe... Doch damit beginnt der ganze Ärger für Tamas und seine Mannen erst. Denn was keiner weiß: Mit dem Tod Manouchs wurde ein Versprechen gebrochen ... ein Versprechen, das die alten Götter wieder auf den Plan ruft. Für mich war der Einstieg in McClellans Welt wirklich großartig! Und ich habe jede Seite davon genossen. Magie und Revolver sind eine wirklich geniale Mischung und auch die Welt, die McClellan hier erschaffen hat, ist sehr interessant und macht mich neugierig auf mehr. Die Charaktere sind durchweg grandios! Ob es Tamas ist, der von Wut und Hass auf die Kez zerfressen ist oder der alte Ermittler Adamas, der sich an jedes noch so kleine Detail erinnern kann und Angst um seine Familie hat. Aber auch all die anderen, wie Taniel, Pole, Vlora, Julene, Bo und wie sie alle heißen, sind mir ans Herz gewachsen - und zwar unabhängig davon, auf welcher Seite sie stehen. Einen besonders großen Platz in meinem Herzen hat Mihali. Das liegt nicht etwa daran, dass er ein Gott ist, sondern daran, dass er kochen kann - und wie er kochen kann. Fazit: Definitiv eine Reihe, die man auf dem Schirm haben sollte.

Ein wirklich großartiger Auftakt!
5

Was soll ich sagen...

... als ich von den schwarzpulverschnupfenden Magiern gehört habe, musste ich lachen. Es hat mich interessiert. Doch dass dieses Buch so gut war, habe ich nicht kommen sehen. Sehr zu empfehlen

2

Ein Fantasybuch, welches nicht auf dem sonst für High Fantasy üblichen mittelalterlichen Entwicklungsstand spielt, ist für mich ungewohnt, aber reizvoll. In Blutschwur gibt es Gewerkschaften, Reklametafeln und jede Menge Luftgewehre und Schießpulver. Dieses Pulver ist auch die Grundlage für das vom Autor erdachte Magiesystem der Pulvermagier. Soweit alles gut und schön. Gefallen hat mir der Roman trotzdem nicht besonders. Für ein Erstlingswerk ist er ganz gut geschrieben, aber trotzdem nicht der große Wurf. Trotz der Liebe zum Detail beim Magiesystem und der Konfliktschilderung, fehlte es mir beim Plot an Einfallsreichtum und vor allem an einer nachvollziehbaren Charakterdarstellung der Protagonisten. Der Feldmarschall Tamas ist tatsächlich das ganze Buch über in einer Gemütsverfassung (zornig) und spricht generell in einem Ton mit anderen Person (Befehl). Bei aller Begeisterung des Autors für den Militarismus, das ist doch sehr einseitig. Auch Tamas Sohn und der Kommissar, die die beiden anderen wesentlichen Handlungsstränge bilden, bleiben eher blass. Das Buch ist sehr auf Handlung ausgerichtet, da wird jeder Actionliebhaber seine Freude haben. Mich begeistert das weniger, wenn die Atmosphäre auf der Strecke bleibt. Lediglich zwei Nebenfiguren waren für mich interessant, Tamas Bodyguard und der Gott, der als Koch der Brigade wiedergeboren wurde. Daran konnte ich erkennen, dass der Autor durchaus in der Lage ist, Personen mit Wiedererkennungswert zu erschaffen. Aber wer erinnert sich schon an einen Film mit dem Oscar für den besten Nebendarsteller? Insgesamt waren es halbwegs unterhaltsam, aber für mich auch nicht so gut, das ich die Reihe fortsetzen muss.

5

Was hat dieser Reihenauftakt Spaß gemacht. Nicht nur die Welt, auch die Magie, die Charaktere und der Plot. Hier hat für mich fast alles gestimmt. Die Welt erinnert an ein Europa des 19. Jahrhunderts, eine Zeit voller revolutionärer Veränderungen. Industrialisierung, Menschenrechte, Demokratie und Marktwirtschaft sind nur ein paar der Schlagwörter, die man mit den Jahren ab 1800 in Verbindung bringt. Eine wirklich interessante Ausgangssituation, um einen Fantasyroman spielen zu lassen. Dazu kommt die wirklich innovative Idee eines Magiesystems: Pulvermagier*innen erlangen besondere Fähigkeiten, wie z.B. erhöhte Konzentration, indem sie Schwarzpulver schnupfen. Klingt erst mal ungewohnt, ist aber toll umgesetzt und macht richtig Spaß. Das liegt aber auch an den Charakteren, die toll beschrieben sind, nicht immer sympathisch, nicht fehlerlos, aber dabei immer authentisch und auf jeden Fall vielschichtig und lebendig. Einzig die Frauenrollen kommen etwas zu kurz, ich hoffe, das ändert sich im Laufe der Reihe noch! Dazu noch ein spannender Plot passend zu Demokratie, Bürger- bzw. Menschenrechten, Industrialisierung und viele Details zur Abrundung und Vertiefung der Welt. Et voilà: Fantasy, ziemlich ungewöhnlich, aber ziemlich cool. Auf jeden Fall empfehlenswert! 4,5 Sterne.

2

Ein Fantasybuch, welches nicht auf dem sonst für High Fantasy üblichen mittelalterlichen Entwicklungsstand spielt, ist für mich ungewohnt, aber reizvoll. In Blutschwur gibt es Gewerkschaften, Reklametafeln und jede Menge Luftgewehre und Schießpulver. Dieses Pulver ist auch die Grundlage für das vom Autor erdachte Magiesystem der Pulvermagier. Soweit alles gut und schön. Gefallen hat mir der Roman trotzdem nicht besonders. Für ein Erstlingswerk ist er ganz gut geschrieben, aber trotzdem nicht der große Wurf. Trotz der Liebe zum Detail beim Magiesystem und der Konfliktschilderung, fehlte es mir beim Plot an Einfallsreichtum und vor allem an einer nachvollziehbaren Charakterdarstellung der Protagonisten. Der Feldmarschall Tamas ist tatsächlich das ganze Buch über in einer Gemütsverfassung (zornig) und spricht generell in einem Ton mit anderen Person (Befehl). Bei aller Begeisterung des Autors für den Militarismus, das ist doch sehr einseitig. Auch Tamas Sohn und der Kommissar, die die beiden anderen wesentlichen Handlungsstränge bilden, bleiben eher blass. Das Buch ist sehr auf Handlung ausgerichtet, da wird jeder Actionliebhaber seine Freude haben. Mich begeistert das weniger, wenn die Atmosphäre auf der Strecke bleibt. Lediglich zwei Nebenfiguren waren für mich interessant, Tamas Bodyguard und der Gott, der als Koch der Brigade wiedergeboren wurde. Daran konnte ich erkennen, dass der Autor durchaus in der Lage ist, Personen mit Wiedererkennungswert zu erschaffen. Aber wer erinnert sich schon an einen Film mit dem Oscar für den besten Nebendarsteller? Insgesamt waren es halbwegs unterhaltsam, aber für mich auch nicht so gut, das ich die Reihe fortsetzen muss.

4

4 ⭐ Schießpulver und Magie! Der Autor nennt dieses Untergenre “Flintlock Fantasy” - Fantasy, die oft von den Umbrüchen in Europa im 18. und 19. Jahrhundert inspiriert ist (wobei es da sicherlich auch noch mehr Variationen gibt) und wo Schießpulver/Feuerwaffen eine Rolle spielen. Das Magiesystem basiert nämlich darauf, dass Magier*innen Schwarzpulver schnupfen und dadurch ihre Sinne schärfen. Im Laufe des Buches wird das Magiesystem erweitert, und auch Götter spielen eine Rolle... Das war ziemlich interessant und erinnert an die Nebelgeborenen-Welt von Brandon Sanderson! Die große Stärke von Blutschwur ist die Charakterzentriertheit der Narration. Alles ist nah am POV dran, weswegen mir die Charaktere (bis auf einen, den ich einfach ein bisschen langweilig fand) total ans Herz gewachsen sind. Besonders Taniel, ich möchte ihm so gern helfen

4

Brian McClellan hat mit seinem Fantasy- Werk „Blutschwur“ den ersten Teil seiner Powder- Mage- Chroniken geschrieben. Dieses Buch erzählt von einem politischen Putsch und dessen Folgen – das Ganze spielt sich in einer fantastischen Welt mit einem interessanten Magiesystem ab. Klappentext: Schwerter wurden durch Musketen und Pistolen ersetzt, Leibeigene sind in Gewerkschaften organisiert und die alten Regeln der Magie werden durch Pulvermagier herausgefordert: eine Zunft von Scharfschützen, die durch das Schnupfen von Schwarzpulver außerordentliche Fähigkeiten erhält. Ich wurde auf dieses Buch aufmerksam, weil McClellan ein Schüler von Brandon Sanderson ist. Der Klappentext hörte sich vielversprechend an und auch der Umfang von etwa 770 Seiten konnte mich nicht abschrecken. Im Gegenteil, ich erhoffte mir ein komplexes und einzigartiges Fantasy- Abenteuer. Und meine Erwartungen wurden diesbezüglich auch nicht enttäuscht. McClellan hat seinen ganz eigenen Erzählstil. Auf der einen Seite ist er detailiert, fast schon sachlich und emotionsarm und auf der anderen Seite ist er humoristisch und trifft die Situation dabei gekonnt auf den Punkt. Dieser Mix konnte mich in seinen Bann ziehen. Auch hat es ganz gut zum Inhalt des Buches gepasst. Thematisch ist dieses Fantasy- Werk recht militärisch, strategisch und kämpferisch. Das zentrale Thema ist ein politischer Putsch. Die Spitze der Macht wird in Adro neu besetzt und viele wichtige Menschen müssen dabei ihr Leben lassen. Machtkampf, Intrigen und Politik sind zentrale Themen. Daher verwundert es nicht, dass viele brutale und blutige Szenen im Verlauf des Buches erzählt werden. Viel Blut fließt im Verlauf der Handlung. Eine detailierte und vielseitige Betrachtung dieses politischen Aktes wird durchgeführt. Man bekommt aus erster Hand mit, welche Folgen dies für die einzelnen Charaktere hat, wie sie mit diesem kämpfen müssen und welche Hürden es zu meistern gibt. Viele unerwartete Wendungen geschehen, die zu Beginn des Putsches nicht anzusehen waren. Dabei besticht McClellan durch seine komplexe und dichte Erzählweise. Der Spannungsbogen wird permanent aufrecht erhalten, ein fesselndes Ereignis reiht sich an das nächste. Weder der Leser noch die Charaktere bekommen eine kleine Erholungspause. Der Einstieg wird hierbei genauso rasant gehalten wie die restlichen Seiten des Fantasy- Buches. Erzählt wird „Blutschwur“ aus mehreren Perspektiven. Dadurch bekommt man als Leser einen vielseitigen Einblick auf das Geschehen. Betrachtet die Ereignisse aus verschiedenen Sichtweisen. Dies macht dieses Werk noch interessanter – da man diverse Ereignisse kritischer betrachtet und sich eine vielseitigere Meinung zu den Ereignissen bilden kann. Erzählt wird aus der Sicht der männlichen Protagonisten. Tamas – Ein Pulvermagier, der den Putsch geleitet hat und einen hohen Posten im Militär hat. Man erfährt, wie er mit den Folgen des Putsches kämpfen muss. Welche Opfer er erbracht hat und im Verlauf des Buches erbringen muss. Auch bekommt man durch seine Perspektive einen guten Einblick in die strategisch durchdachten Vorkommnisse und was so alles im Hintergrund passiert. Ein weiterer Erzählstrang ist sein Sohn Taniel. Ihr Verhältnis zueinander ist recht kühl. Er versucht, die Anerkennung seines Vaters zu gewinnen und ist ebenfalls Soldat. Taniel ist ebenfalls ein ganz passabler Pulvermagier, auch wenn er teilweise mit seiner Sucht zu kämpfen hat. An seiner Seite ist Ka- Poel, welche mich durch ihre Art in ihren Bann ziehen konnte. Über sie möchte ich nur zu gerne mehr erfahren. Adamat stellt einen weiteren wichtigen Strang dar. Er ist ein älterer Mann, der als Ermittler seinen Lebensunterhalt verdient und damit seine Familie ernährt. Er schlägt sich durchs Leben – aber er hat eine ganz angenehme Art. Die Protagonisten sind alle komplex und vielschichtig gezeichnet, haben ihre ganz eigenen Ecken und Kanten. Aber auch diverse Nebencharaktere konnten mich überzeugen. Manche wurden gut ausgearbeitet und haben dieses Buch durch ihre Art bereichert. Jedoch hat mir manchmal einfach der emotionale Bezug zu den Charakteren gefehlt. Ich habe zwar mit ihnen mitgefiebert, aber mit ihnen mitgelitten habe ich nicht. „Blutschwur“ ist der erste Band der Powder- Mage- Chroniken. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass man erst einmal in die Welt eingeführt wird und sich in dieser zurechtfinden muss. Die Welt ist komplex angelegt. Nach und nach erfährt man mehr über diese- über ihre Länder und wie diese miteinander agieren. Aber auch über die Religion und die Traditionen erfährt man so einiges. Man wird immer tiefer in diese Welt eingeführt, sodass man langsam ein Gefühl dafür bekommt. Auch das Magiesystem hat ein interessantes und vielschichtiges Konzept, auch wenn ich dies auf den ersten Blick nicht vermutet hätte. Hier fehlten mir persönlich noch ein paar erklärende Worte. So ganz habe ich das Magiesystem, glaube ich, noch nicht durchschaut. Diverse Feinheiten sind noch nicht vollständig geklärt. Aber hier hoffe ich auf eine tiefgründige Erklärung im Verlauf der Reihe. Das Ende ist spannend und rasant, wie auch der Rest des Buches. Er macht definitiv Lust auf mehr, zu gerne möchte ich wissen, wie es mit Taniel, Tamas, Adamat und ihren Weggefährten weitergeht. Insgesamt hat mir das militärische Fantasy- Buch „Blutschwur – Powder- Mage- Chroniken 1“ von Brian McClellan ganz gut gefallen. Ein paar Kleinigkeiten habe ich jedoch vermisst. Dennoch konnte mein Interesse geweckt werden und zu gerne möchte ich erfahren, wie die Geschichte weitergeführt wird. Da noch Luft nach oben ist, möchte ich 4 Sterne vergeben.

0

The story didn't catch my attention ... but I didn't really like the German narrator, so I don't know if it's his "fault".

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