Die Perfektionen

Die Perfektionen

Softcover
3.567

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Monstera auf Dielenboden, schräg einfallendes Licht: 150 Seiten Wirklichkeit

Anna und Tom ziehen ins pulsierende Berlin, in der Hoffnung, hier die ersehnte Freiheit zu finden, kreativ zu arbeiten, weder an Schreibtische noch an Konventionen gebunden zu sein. Ihr Traumleben ist das einer ganzen Generation: eine helle Wohnung voller Pflanzen, eine Leidenschaft für internationales Essen und progressive Politik, eine Beziehung, die offen ist für sexuelle Experimente.

Anna und Tom sind ein Paar, sie stehen sich nahe, sind glücklich ... solange ihr Leben dem Bild entspricht, das sie imaginiert haben, solange sie sich vergleichen können mit denen, die in der Heimat geblieben sind. Doch jenseits dieses Bildes wächst eine taube Unzufriedenheit, sie fühlen sich gefangen, sind erneut auf der Suche. Gibt es ihn, den besseren Ort, authentisch und einladend?

***

Nominiert für den Premio Strega

***

»Vincenzo Latronico haucht allem, worauf er seinen Blick richtet, Leben und Sehnsucht ein.« Paolo Giordano, Autor des Weltbestsellers Die Einsamkeit der Primzahlen

»Ein einzigartiger, zwingender Roman-Essay über eine Generation, in der alle – mit kleinen Abweichungen – dasselbe tun. Ein Triumph! « La Lettura

»Ich habe zehn Jahre lang darauf gewartet, dass jemand dieses Buch schreibt.« Friedemann Karig

» Die Perfektionen ist ein Juwel von einem Roman: präzise geschliffen, facettenreich, prismatisch schillernd in seinem Kern. Vincenzo Latronico ist ein großartiger Schriftsteller.« Lauren Groff

»Latronico hat ein brillant durchdachtes Werk des sozialen Realismus geschrieben, eines der besten, die ich seit Langem gelesen habe.« Sunday Times

» Die Perfektionen ist ein prägendes Abbild einer Generation.« Financial Times

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
128
Price
15.50 €

Author Description

Vincenzo Latronico, geboren 1984 in Rom, ist Schriftsteller und überträgt Autoren wie Oscar Wilde, George Orwell und Isaac Asimov ins Italienische. Für seinen Roman Die Perfektionen, der in mehr als fünfzig Sprachen übersetzt wurde, war er für den Premio Strega nominiert und stand auf der Shortlist des International Booker. Latronico lebt und arbeitet in Mailand.

Posts

11
All
3.5

Kein Roman, sondern ein Essay über eine Generation, in der sich einige Lesende wiederfinden werden. Für mich ist es am Ende kein wichtiges Buch, aber es war sehr unterhaltsam.

4.5

Jahreshighlight

Anhand der Geschichte eines jungen Paares, wird ein satirisches Essay über gentrifizierung, der generellen Suche nach der eigenen Individualität, dem eigenen Glück und einem immer wieder neuem Leben, gespinnt. Sprachlich sehr pointiert, bissig und von großer Klasse.

3

Zwischen vermeintlichem Hauptstadt-Glanz und Sinnsuche

Ein junges Pärchen packt die Koffer und zieht nach Berlin. Nicht einfach so, sondern mit einer klaren Botschaft im Gepäck: Wir wollen mehr. Mehr als der geregelte Alltag, mehr als das, was die alten Schulfreunde zuhause leben. Berlin soll der Beweis sein, dass es anders geht. Das Buch spielt mit Perspektiven und fängt dabei das Lebensgefühl einer Generation ein, die so intensiv nach dem Sinn sucht, dass sie dabei manchmal vergisst, einfach zu leben. Gentrifizierung, Social-Media-Inszenierung, das Flüchten in Idealvorstellungen, all das zieht wie eine Kulisse am Leser vorbei. Das Paar bewegt sich dabei in einer sehr speziellen Berliner Bubble. Diese Welt ist so eng und eigentümlich, dass es schwerfällt, wirklich eine Bindung zu den Figuren aufzubauen. Man schaut eher durchs Fenster, als dass man mitfiebert. Man erkennt sich hin und wieder in einer Szene, nickt kurz, und ist schon wieder Zuschauer. Das Ende aber überrascht angenehm: Der Seelenfrieden findet sich am Schluss doch ausgerechnet in jener ruhigeren Welt, aus der das Paar einst floh. Nur eben mit ein paar Berliner Farbtupfern darin. Insgesamt ein kurzweiliges Buch, das nicht allzu tief schürft. Ein guter Begleiter für die Bahn oder den Nachmittag auf dem Balkon. Leicht im Gepäck, leicht wieder vergessen.​​​​​​​​​​​​​​​​

2

Ich glaube, ich habe noch nie so ein langweiliges Buch gelesen wie Die Perfektionen von Vincenzo Latronico aus dem Italienischen übersetzt von Verena von Koskull. Es passiert die ganze Zeit einfach nichts. Anna und Tom beschreiben ihr Leben, bzw eigentlich beschreiben sie immer nur den Raum. Vielleicht sollte das ein Kurzroman für (angehende) Architekt*innen sein? Für mich war das Buch so komplett ohne Handlung leider gar nichts. Mag sein, dass der eine oder die andere aus den Beschreibungen von Berlin, der Gesellschaft, Lissabon, Sizilien, der Web Design Branche etc. was für sich rausziehen kann, me leider not. #sorrynotsorry Aber Cover ist echt schön!

0.5

Das einzig Positive an dem Buch ist der Fakt, dass es so kurz ist.

Dieses Buch liest sich genauso, als ob Vincenzo ChatGPT gefragt hätte: „Spuck mir bitte alle Klischees über Berlin, freischaffende Pseudokreative, Menschen in Langzeitbeziehungen, Menschen, die langsam wirklich erwachsen werden, und Gentrifizierung aus. Eine Handlung brauche ich eigentlich überhaupt gar nicht – kleb mir einfach Satz für Satz irgendwie aneinander, und hoffen wir darauf, dass die Leute das nicht merken.“

Das einzig Positive an dem Buch ist der Fakt, dass es so kurz ist.
3

Ein Essay, der ein Roman sein will: zwei Italiener im Beröin der Nullerjahre. Anhand von Dingen wird die Geschichte der Gentrifizierung erzählt. Kein Dialog, nur Schilderung. So bleiben die beiden Protagonisten blaß, die Geschichte aber erzählenswert.

3.5

In diesem Roman geht es um die Darstellung und das angebliche "Scheinleben", welches uns nicht nur auf sozialen Plattformen begegnet, sondern immer mehr in unser Inneres, auf die Psyche, drückt. Warum schaffen wir ein "perfektes" Lebens und können es dennoch nicht genießen? Die beiden Protagonisten Anna und Tom sind in ihren kreativen Berufen erfolgreich und leben ein freies, konventionloses Leben mitten in Berlin. Berlin pulsiert und es scheint genau das Leben zu sein, was sich viele erträumen. So wird auf den ersten Seiten die moderne und ausgewogene Altbauwohnung mit all ihren Sinnen beschrueben und der Leser erfährt hautnah, in welchen Surroundings sich die Charaktere befinden. Diese Schilderungen des Autors sind ausufernd und für die Stimmung des Romans essentiell. Der Leser positioniert sich in die Beobachterrolle und wird mitgenommen, wenn der Mut da ist, das Gewohnte zu verlassen und das Glück im Ausland zu suchen. Moderne Lebensläufe nehmen einen anderen Schwung auf. Es ist eben nicht nur Beruf, Familie und Eigenheim, was erstrebenswert ist. Es ist vielmehr die Entwicklung, die einen herausfordert nicht stehen zu bleiben. Diese Unruhe und innere Heimatlosigkeit kippt allerdings und kann einem schnell den Boden unter den Füßen wegreißen. Das Streben nach Perfektion ist anzuzweifeln und doch kämpfen viele mit dieser Art des Anspruchs an sich selbst. Dabei ist es eine gewisse Oberflächlichkeit, die uns davon abhält, richtig ins Leben einzutauchen. Es geht hier um die Suche nach der Sinnhaftigkeit im Leben, die so individuell ist, wie wir Menschen.

2

Konnte leider nicht überzeugen

In dem Buch wird über Anna und Tom erzählt. Das Buch ist keine richtige Geschichte mit einem Plott, eher wie eine distanzierte Erzählung über die beiden. Dennoch ist der Schreibstil sehr besonders, da teilweise Dinge sehr detailliert beschreiben werden wie zum Beispiel die Wohnung, in der die beiden leben. Ebenfalls sticht der Schreibstil gegenüber anderen hervor, da immer mal wieder Wörter eingeflochten wurden, die nicht im Alltag verwendet werden. Die Charaktere haben Jobs in der Kreativbranche und sind nach Berlin gezogen, weil sie sich dort das perfekte Leben versprochen haben. Das Buch beschreibt immer wieder, wie sie der Perfektion hinterherjagen, die nicht bekommen können und hat mich insgesamt eher deprimiert. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass das Buch aussagt, das man in der heutigen Zeit in der Kreativbranche nicht glücklich werden kann und dass die Branche allgemein sehr negativ dargestellt wurde. Die Geschichte kam mir insgesamt schon sehr drückend vor und ich hätte mir ein bisschen weniger Negativität gewünscht. Denn auch wenn man Perfektion in dem Sinne nicht erreichen kann, kann man ja trotzdem einen Lebensstil finden, der einen glücklich und zufrieden macht und das geht sicher auch in der Kreativbranche. Natürlich hat das Buch auch viel Wahres und regt zum Nachdenken an. Gerade der sehr detaillierte Schreibstil hat mir gut gefallen und auch das Cover finde ich sehr gelungen. Insgesamt ist das Buch recht speziell und ich hatte mir erhofft, dass es mal etwas erfrischend anderes ist, aber leider konnte es mich nicht überzeugen. Ich kann es denjenigen empfehlen, die kein Problem mit etwas gehobener Sprache und einem etwas drückenden, gesellschaftskritischem Buch haben. Mit seinen 160 Seiten eignet es sich gut für eine Lektüre zwischendurch.

2

In dem Buch wird über Anna und Tom erzählt. Das Buch ist keine richtige Geschichte mit einem Plott, eher wie eine distanzierte Erzählung über die beiden. Dennoch ist der Schreibstil sehr besonders, da teilweise Dinge sehr detailliert beschreiben werden wie zum Beispiel die Wohnung, in der die beiden leben. Ebenfalls sticht der Schreibstil gegenüber anderen hervor, da immer mal wieder Wörter eingeflochten wurden, die nicht im Alltag verwendet werden. Die Charaktere haben Jobs in der Kreativbranche und sind nach Berlin gezogen, weil sie sich dort das perfekte Leben versprochen haben. Das Buch beschreibt immer wieder, wie sie der Perfektion hinterherjagen, die nicht bekommen können und hat mich insgesamt eher deprimiert. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass das Buch aussagt, das man in der heutigen Zeit in der Kreativbranche nicht glücklich werden kann und dass die Branche allgemein sehr negativ dargestellt wurde. Die Geschichte kam mir insgesamt schon sehr drückend vor und ich hätte mir ein bisschen weniger Negativität gewünscht. Denn auch wenn man Perfektion in dem Sinne nicht erreichen kann, kann man ja trotzdem einen Lebensstil finden, der einen glücklich und zufrieden macht und das geht sicher auch in der Kreativbranche. Natürlich hat das Buch auch viel Wahres und regt zum Nachdenken an. Gerade der sehr detaillierte Schreibstil hat mir gut gefallen und auch das Cover finde ich sehr gelungen. Insgesamt ist das Buch recht speziell und ich hatte mir erhofft, dass es mal etwas erfrischend anderes ist, aber leider konnte es mich nicht überzeugen. Ich kann es denjenigen empfehlen, die kein Problem mit etwas gehobener Sprache und einem etwas drückenden, gesellschaftskritischem Buch haben. Mit seinen 160 Seiten eignet es sich gut für eine Lektüre zwischendurch.

3

Die Suche nach dem guten Leben von Millenials

In dem Buch wird die Suche von Anna und Tom beschrieben, die sich mehr vom Leben erhoffen. Ihre Geschichte zeichnet ein gutes Bild der aktuellen Millenial-Generation in Großstädten. Ich hab mich und meinen Freundeskreis auf jeden Fall an einigen Punkten erkannt. Sie stellen sich die Frage, ob ihr Leben gut genug ist. Ist das Leben der anderen auf Social Media vielleicht besser? Verpasse ich etwas? Was bringt mir die Erfüllung? Das Buch nimmt den Trends wie Workation (von Strand arbeiten) oder digitale Nomaden, die reisen und dabei die Welt erkunden den Zauber und zeigt, dass auch ein Leben in der Sonne am Ende die innere Leere nicht füllen kann. Die Geschichte wird sehr nüchtern erzählt, wie ein Erzählbericht. Sie vermittelt aber auf jeden Fall die Rastlosigkeit der jungen, kreativen Medienschaffenden von heute.

4

Ganz andere Perspektive! Nüchterne Erzählweise und man kann sich oft an die eigene Nase fassen. Unsere Sucht nach Dopamin und der Drang nach Verbesserung, werden auf eine ganz besondere Art und Weise dargestellt.

Create Post