Die Nächte der Pest

Die Nächte der Pest

Hardback
3.28

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Description

Kann eine alles erschütternde Katastrophe die Menschen einen? Der neue große Roman des Nobelpreisträgers Orhan Pamuk Als im Jahre 1901 auf Minger die Pest ausbricht, beschuldigen sich Muslime und Christen gegenseitig. Ob nun die Pilger aus Mekka den Erreger eingeschleppt haben oder die Händler aus Alexandrien, auf der Insel herrschen chaotische Zustände. Als schließlich der Sultan Abdülhamit II. sowie England und Frankreich die Insel mit Kriegsschiffen blockieren lassen, um die weitere Ausbreitung der Pest zu verhindern, sind die Menschen auf Minger auf sich allein gestellt. Orhan Pamuks neues Buch ist einzigartiger Abgesang auf das von Nationalismus und Aberglaube gefährdete Osmanische Reich sowie ein großer historischer Roman, in dem sich Phantasie und Wirklichkeit, Vergangenheit und Gegenwart, Ost und West raffiniert verbinden.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
696
Price
30.90 €

Author Description

Orhan Pamuk, 1952 in Istanbul geboren, studierte Architektur und Journalismus. Für seine Werke erhielt er u.a. 2003 den Impac-Preis, 2005 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2006 den Nobelpreis für Literatur. Bei Hanser erschienen zuletzt Der Koffer meines Vaters (2010), Cevdet und seine Söhne (Roman, 2011), Der naive und der sentimentalische Romancier (2012), der Katalog Die Unschuld der Dinge. Das Museum der Unschuld in Istanbul (2012), Diese Fremdheit in mir (Roman, 2016), Die rothaarige Frau (Roman, 2017), Istanbul (Erinnerungen und Bilder aus einer Stadt, 2018) und Die Nächte der Pest (Roman, 2022).

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Auf der fiktiven Insel Minger bricht 1901 die Pest aus und ein hingeschickter Quarantänearzt wird ermordet. Daraufhin sendet der Sultan seine Nichte und ihren erst vor kurzem geehelichten Mann (ebenfalls Seuchenarzt) zur Aufklärung hin. Daraufhin nehmen wir Teil an der weiteren Entwicklung der Insel.

Dieses Buch ist sehr gut geschrieben. Der Leser bleibt aber immer etwas distanziert und man schaut aus der Zukunft zurück auf die Vergangenheit. Die Erzählerin berichtet auch, dass sie Historikerin ist und die Geschichte der Entstehung des Staates Mingers aufschreiben will. Durch diese Distanziertheit baute sich nur gering ein Spannungsbogen auf und ich musste mich doch schon motivieren dieses dicke Buch durchzulesen. Dabei sind die Themen durchaus sehr spannend: Wie reagieren Menschen auf die Pest, warum halten sie sich nicht an die Quarantäne, Widerspruch Aberglaube Wissenschaft. Viele Punkte haben mich auch an die Corona-Pandemie erinnert. Auch die Entstehung des Staates Mingers war in seiner Widersprüchlichkeit sehr interessant. Fazit: für Geschichtsinteressierte auf alle Fälle eine Leseempfehlung, aber definitiv nichts zum schnell weglesen.

Zum Hörbuch: Wieder einmal liefert "der Hörverlag" ein optisch sehr ansprechendes und Produktiv hochwertiges Hörbuch, mit zwei hervorragenden Sprechern mit Thomas Loibl und Juliane Köhler Zum Buch: Zusammengefasst erzählt das Buch von einem Ausbruch der Beulenpest auf der fiktiven Mittelmeerinsel Minger im Jahr 1901, als die Insel noch Teil des untergehenden Osmanischen Reiches war. Die Entwicklung der Charaktere ist ein wenig mangelhaft. Pamuk opfert manchmal die Detail-Geschichte den Interessen der Übergreifenden-Geschichte und behandelt das Buch wie ein trockenes Geschichtsbuch. Das schadet der "Lesbarkeit" des Buches ein wenig und die Lektüre kann sich manchmal wie eine lästige Pflicht anfühlen, besonders für den Laien, der kein besonderes Interesse an historischen Ereignissen hat. Die Charaktere hätten besser ausgearbeitet werden können und viel intimer sein können und ich fühlte mich nicht besonders in ihr Leben involviert, als Ergebnis. Auf den über 600 (!) Seiten des Buches habe ich nicht ein einziges Mal die Dramatik der Epidemie gespürt, die die Bevölkerung der kleinen Insel auslöscht, oder den revolutionären Rausch, oder die Qualen der allgegenwärtigen (so der Autor) religiösen Konflikte, oder schließlich die Erleichterung und das Glück, nachdem die Pest überwunden ist. Wirklich nur für totale Historien-Freaks geeignet.

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Habe es nach 100 Seiten abgebrochen, da es zwar literarisch wertvoll sein mag, mich aber die drastischen Schilderungen von Krankheit und Siechtum zu sehr angewiedert haben.

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