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Romane

Die Nächte der Pest

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Über das Buch

Der neue Roman des Nobelpreisträgers über eine Epidemie: vor historischer Kulisse, sehr aktuell

Als im Jahre 1901 auf Minger die Pest ausbricht, beschuldigen sich Muslime und Christen gegenseitig. Ob nun die Pilger aus Mekka den Erreger eingeschleppt haben oder die Händler der Schiffe aus Alexandrien, auf der Insel herrschen chaotische Zustände: Verschwörungstheorien blühen auf, während die Quarantänemaßnahmen von Teilen der Bevölkerung in Frage gestellt werden. Als schließlich der osmanische Herrscher Abdul Hamid II die Insel mit Kriegsschiffen blockieren lässt, um die weitere Ausbreitung der Pest zu verhindern, sind die Menschen auf Minger auf sich allein gestellt.

Ungekürzte Lesung mit Thomas Loibl, Juliane Köhler
3 MP3-CDs, 23h 50min

Ausstattung: 1-5

Editionen (4)

ISBN9783844543551
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum14.02.22

Rezensionen & Bewertungen

9 Bewertungen

4 Rezensionen

3,4

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  • franziko
    franziko

    39 Follower

    4,0

    Auf der fiktiven Insel Minger bricht 1901 die Pest aus und ein hingeschickter Quarantänearzt wird ermordet. Daraufhin sendet der Sultan seine Nichte und ihren erst vor kurzem geehelichten Mann (ebenfalls Seuchenarzt) zur Aufklärung hin. Daraufhin nehmen wir Teil an der weiteren Entwicklung der Insel.

    Dieses Buch ist sehr gut geschrieben. Der Leser bleibt aber immer etwas distanziert und man schaut aus der Zukunft zurück auf die Vergangenheit. Die Erzählerin berichtet auch, dass sie Historikerin ist und die Geschichte der Entstehung des Staates Mingers aufschreiben will. Durch diese Distanziertheit baute sich nur gering ein Spannungsbogen auf und ich musste mich doch schon motivieren dieses dicke Buch durchzulesen. Dabei sind die Themen durchaus sehr spannend: Wie reagieren Menschen auf die Pest, warum halten sie sich nicht an die Quarantäne, Widerspruch Aberglaube Wissenschaft. Viele Punkte haben mich auch an die Corona-Pandemie erinnert. Auch die Entstehung des Staates Mingers war in seiner Widersprüchlichkeit sehr interessant. Fazit: für Geschichtsinteressierte auf alle Fälle eine Leseempfehlung, aber definitiv nichts zum schnell weglesen.

    3. Jan. 2026

  • Zum Hörbuch: Wieder einmal liefert "der Hörverlag" ein optisch sehr ansprechendes und Produktiv hochwertiges Hörbuch, mit zwei hervorragenden Sprechern mit Thomas Loibl und Juliane Köhler Zum Buch: Zusammengefasst erzählt das Buch von einem Ausbruch der Beulenpest auf der fiktiven Mittelmeerinsel Minger im Jahr 1901, als die Insel noch Teil des untergehenden Osmanischen Reiches war. Die Entwicklung der Charaktere ist ein wenig mangelhaft. Pamuk opfert manchmal die Detail-Geschichte den Interessen der Übergreifenden-Geschichte und behandelt das Buch wie ein trockenes Geschichtsbuch. Das schadet der "Lesbarkeit" des Buches ein wenig und die Lektüre kann sich manchmal wie eine lästige Pflicht anfühlen, besonders für den Laien, der kein besonderes Interesse an historischen Ereignissen hat. Die Charaktere hätten besser ausgearbeitet werden können und viel intimer sein können und ich fühlte mich nicht besonders in ihr Leben involviert, als Ergebnis. Auf den über 600 (!) Seiten des Buches habe ich nicht ein einziges Mal die Dramatik der Epidemie gespürt, die die Bevölkerung der kleinen Insel auslöscht, oder den revolutionären Rausch, oder die Qualen der allgegenwärtigen (so der Autor) religiösen Konflikte, oder schließlich die Erleichterung und das Glück, nachdem die Pest überwunden ist. Wirklich nur für totale Historien-Freaks geeignet.

    29. Juli 2025

  • andreasf
    andreasf

    4 Follower

    2,0

    Habe es nach 100 Seiten abgebrochen, da es zwar literarisch wertvoll sein mag, mich aber die drastischen Schilderungen von Krankheit und Siechtum zu sehr angewiedert haben.

    3. Dez. 2025

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Orhan Pamuk

Orhan Pamuk, 1952 in Istanbul geboren, wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. 2003 mit dem Impac-Preis, 2005 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2006 mit dem Nobelpreis für Literatur. Im Hörverlag erschienen von ihm bereits: »Rot ist mein Name«, »Schnee«, »Das Museum der Unschuld«, »Das stille Haus« »Die rothaarige Frau« und »Istanbul«.

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