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Die Nächte der Pest

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Über das Buch

»Die Nächte der Pest« ist ein mitreißender Roman über die Epidemie auf einer von Christen und Muslimen bewohnten Insel im Mittelmeer. Orhan Pamuk beschreibt darin das von Nationalismus und Aberglaube gefährdete Osmanische Reich, das am Vorabend des Ersten Weltkriegs zum Spielball der Kolonialmächte Europas wird. Ein einzigartiges Epos, in dem sich Fantasie und Wirklichkeit, Vergangenheit und Gegenwart, Ost und West vereinen und sich die Frage stellt: Kann eine alles erschütternde Katastrophe die Menschen einen?

Editionen (4)

ISBN9783596705269
VerlagFISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum30.08.23
Seitenzahl704

Rezensionen & Bewertungen

9 Bewertungen

4 Rezensionen

3,4

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  • franziko
    franziko

    39 Follower

    4,0

    Auf der fiktiven Insel Minger bricht 1901 die Pest aus und ein hingeschickter Quarantänearzt wird ermordet. Daraufhin sendet der Sultan seine Nichte und ihren erst vor kurzem geehelichten Mann (ebenfalls Seuchenarzt) zur Aufklärung hin. Daraufhin nehmen wir Teil an der weiteren Entwicklung der Insel.

    Dieses Buch ist sehr gut geschrieben. Der Leser bleibt aber immer etwas distanziert und man schaut aus der Zukunft zurück auf die Vergangenheit. Die Erzählerin berichtet auch, dass sie Historikerin ist und die Geschichte der Entstehung des Staates Mingers aufschreiben will. Durch diese Distanziertheit baute sich nur gering ein Spannungsbogen auf und ich musste mich doch schon motivieren dieses dicke Buch durchzulesen. Dabei sind die Themen durchaus sehr spannend: Wie reagieren Menschen auf die Pest, warum halten sie sich nicht an die Quarantäne, Widerspruch Aberglaube Wissenschaft. Viele Punkte haben mich auch an die Corona-Pandemie erinnert. Auch die Entstehung des Staates Mingers war in seiner Widersprüchlichkeit sehr interessant. Fazit: für Geschichtsinteressierte auf alle Fälle eine Leseempfehlung, aber definitiv nichts zum schnell weglesen.

    3. Jan. 2026

  • Zum Hörbuch: Wieder einmal liefert "der Hörverlag" ein optisch sehr ansprechendes und Produktiv hochwertiges Hörbuch, mit zwei hervorragenden Sprechern mit Thomas Loibl und Juliane Köhler Zum Buch: Zusammengefasst erzählt das Buch von einem Ausbruch der Beulenpest auf der fiktiven Mittelmeerinsel Minger im Jahr 1901, als die Insel noch Teil des untergehenden Osmanischen Reiches war. Die Entwicklung der Charaktere ist ein wenig mangelhaft. Pamuk opfert manchmal die Detail-Geschichte den Interessen der Übergreifenden-Geschichte und behandelt das Buch wie ein trockenes Geschichtsbuch. Das schadet der "Lesbarkeit" des Buches ein wenig und die Lektüre kann sich manchmal wie eine lästige Pflicht anfühlen, besonders für den Laien, der kein besonderes Interesse an historischen Ereignissen hat. Die Charaktere hätten besser ausgearbeitet werden können und viel intimer sein können und ich fühlte mich nicht besonders in ihr Leben involviert, als Ergebnis. Auf den über 600 (!) Seiten des Buches habe ich nicht ein einziges Mal die Dramatik der Epidemie gespürt, die die Bevölkerung der kleinen Insel auslöscht, oder den revolutionären Rausch, oder die Qualen der allgegenwärtigen (so der Autor) religiösen Konflikte, oder schließlich die Erleichterung und das Glück, nachdem die Pest überwunden ist. Wirklich nur für totale Historien-Freaks geeignet.

    29. Juli 2025

  • andreasf
    andreasf

    4 Follower

    2,0

    Habe es nach 100 Seiten abgebrochen, da es zwar literarisch wertvoll sein mag, mich aber die drastischen Schilderungen von Krankheit und Siechtum zu sehr angewiedert haben.

    3. Dez. 2025

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Orhan Pamuk

Orhan Pamuk, 1952 in Istanbul geboren, studierte Architektur und Journalismus und lebte mehrere Jahre in New York. Für seine Romane erhielt er 1990 den Independent Foreign Fiction Award, 1991 den Prix de la découverte européenne, 2003 den International IMPAC Dublin Literary Award, 2005 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und in demselben Jahr den Ricarda-Huch-Preis, 2006 den Nobelpreis für Literatur und 2007 die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin als »Ausnahmeerscheinung der Weltliteratur«.

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