Die Letzten werden die Ersten sein
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Description
»Shriver scheint uns immer ein paar Schritte voraus zu sein. Sie ist die Kassandra der amerikanischen Literatur.« New York Times Book Review
»Ich habe beschlossen, einen Marathon zu laufen«, verkündet Remington Alabaster, noch bevor er auch nur ein einziges Mal joggen war. Seine Frau Serenata dagegen hat fast alle Sportarten dieser Welt ausprobiert, bis eine Arthrose in den Knien sie zur Untätigkeit verdammte. Bleiben ihrem Mann nur deswegen so viel Kraft und Elan, weil er sie sich 64 Jahre lang aufgespart hat? Serenatas Belustigung weicht bald dem puren Entsetzen.
Scharfzüngig und beschwingt schildert Lionel Shriver den Verfall unserer Körper und entwirft ein herrlich eigensinniges Paar, dessen Ehe durch einen aberwitzigen Entschluss ins Wanken gerät.
»Alt gegen jung, hässlich gegen schön, gesund gegen krank: Shriver stachelt alle gegeneinander auf, unterhaltsam und bissig.« Der Spiegel
Book Information
Author Description
Lionel Shriver, geboren 1957 in Gastonia, North Carolina, lebt mit ihrem Mann, dem Jazzmusiker Jeff Williams, in Portugal und London. Ihr in 25 Sprachen übersetzter Roman »Wir müssen über Kevin reden« wurde mit dem Orange Prize for Fiction ausgezeichnet. Auch ihr um ein Gedankenspiel kreisender Roman »Liebespaarungen« erhielt international höchstes Kritikerlob und stand über Wochen auf den Bestsellerlisten. Zuletzt erschien »Die Letzten werden die Ersten sein«.
Posts
Intelligente Ansichten über älter werden und Körperkult
Es ist der denkbar schlechteste Zeitpunkt zu dem Remington Alabaster das Marathonlaufen für sich entdecken konnte. Denn seine Frau Serenata muss ihr sportlich aktives Leben wegen kaputter Knie aufgeben. Für die langjährige Ehe der beiden wird das zur Belastungsprobe … Auch dieser Shriver enttäuscht wieder mal nicht und bietet alles, was man von der Autorin gewohnt ist: geschliffene Dialoge, die vor allem den intellektuellen Schlagabtausch des Paares zum Vergnügen machen; ein schonungsloser und entlarvender Blick auf die (amerikanische) Gesellschaft; eine intelligente Auseinandersetzung von Rollenklischees und Beziehungen zwischen Mann und Frau. Die Ehe (und ihre Dynamik) von Serenata und Remington wird wahrscheinlich für jüngere Leserinnen noch nicht so viel bedeutungsvolles transportieren, wessen Paarbeziehung allerdings ebenfalls schon zwei Jahrzehnte oder mehr hinter sich hat, wird wieder einmal sehr viel Nachdenkenswertes in diesem Roman vorfinden, verpackt in den teils sarkastisch-humorvollen Stil der Autorin. Allerdings muss ich sagen, dass mir in diesem Buch, im Vergleich zum Beispiel zu dem großartigen ‚Liebespaarungen‘, ein wenig die Handlung fehlt. Wir bewegen uns nur in dem Spannungsfeld von Remingtons Vorbereitung auf den Marathon bzw. danach den Triathlon und das hat mich als Thematik nicht wirklich gecatcht. Ich habe damit so absolut gar nichts am Hut und auch das ganze Feld der Körperoptimierung lässt mich sowas von kalt (ich bin da ganz bei Deacon 😅), dass mir da wirklich die Verbindung fehlte. Zwar war die Gegenüberstellung des Fitnesswahns Remingtons zum religiösen Wahn seiner Tochter richtig gut gemacht, aber es hat mich nicht durch das ganze Buch getragen. Wer da mehr in der Materie drin ist (vielleicht sogar kritisch), wird da aber bestimmt viel herausziehen, ebenso wie Fans der Autorin. Ansonsten gibt es deutlich empfehlenswertere Bücher von ihr.
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»Shriver scheint uns immer ein paar Schritte voraus zu sein. Sie ist die Kassandra der amerikanischen Literatur.« New York Times Book Review
»Ich habe beschlossen, einen Marathon zu laufen«, verkündet Remington Alabaster, noch bevor er auch nur ein einziges Mal joggen war. Seine Frau Serenata dagegen hat fast alle Sportarten dieser Welt ausprobiert, bis eine Arthrose in den Knien sie zur Untätigkeit verdammte. Bleiben ihrem Mann nur deswegen so viel Kraft und Elan, weil er sie sich 64 Jahre lang aufgespart hat? Serenatas Belustigung weicht bald dem puren Entsetzen.
Scharfzüngig und beschwingt schildert Lionel Shriver den Verfall unserer Körper und entwirft ein herrlich eigensinniges Paar, dessen Ehe durch einen aberwitzigen Entschluss ins Wanken gerät.
»Alt gegen jung, hässlich gegen schön, gesund gegen krank: Shriver stachelt alle gegeneinander auf, unterhaltsam und bissig.« Der Spiegel
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Author Description
Lionel Shriver, geboren 1957 in Gastonia, North Carolina, lebt mit ihrem Mann, dem Jazzmusiker Jeff Williams, in Portugal und London. Ihr in 25 Sprachen übersetzter Roman »Wir müssen über Kevin reden« wurde mit dem Orange Prize for Fiction ausgezeichnet. Auch ihr um ein Gedankenspiel kreisender Roman »Liebespaarungen« erhielt international höchstes Kritikerlob und stand über Wochen auf den Bestsellerlisten. Zuletzt erschien »Die Letzten werden die Ersten sein«.
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Intelligente Ansichten über älter werden und Körperkult
Es ist der denkbar schlechteste Zeitpunkt zu dem Remington Alabaster das Marathonlaufen für sich entdecken konnte. Denn seine Frau Serenata muss ihr sportlich aktives Leben wegen kaputter Knie aufgeben. Für die langjährige Ehe der beiden wird das zur Belastungsprobe … Auch dieser Shriver enttäuscht wieder mal nicht und bietet alles, was man von der Autorin gewohnt ist: geschliffene Dialoge, die vor allem den intellektuellen Schlagabtausch des Paares zum Vergnügen machen; ein schonungsloser und entlarvender Blick auf die (amerikanische) Gesellschaft; eine intelligente Auseinandersetzung von Rollenklischees und Beziehungen zwischen Mann und Frau. Die Ehe (und ihre Dynamik) von Serenata und Remington wird wahrscheinlich für jüngere Leserinnen noch nicht so viel bedeutungsvolles transportieren, wessen Paarbeziehung allerdings ebenfalls schon zwei Jahrzehnte oder mehr hinter sich hat, wird wieder einmal sehr viel Nachdenkenswertes in diesem Roman vorfinden, verpackt in den teils sarkastisch-humorvollen Stil der Autorin. Allerdings muss ich sagen, dass mir in diesem Buch, im Vergleich zum Beispiel zu dem großartigen ‚Liebespaarungen‘, ein wenig die Handlung fehlt. Wir bewegen uns nur in dem Spannungsfeld von Remingtons Vorbereitung auf den Marathon bzw. danach den Triathlon und das hat mich als Thematik nicht wirklich gecatcht. Ich habe damit so absolut gar nichts am Hut und auch das ganze Feld der Körperoptimierung lässt mich sowas von kalt (ich bin da ganz bei Deacon 😅), dass mir da wirklich die Verbindung fehlte. Zwar war die Gegenüberstellung des Fitnesswahns Remingtons zum religiösen Wahn seiner Tochter richtig gut gemacht, aber es hat mich nicht durch das ganze Buch getragen. Wer da mehr in der Materie drin ist (vielleicht sogar kritisch), wird da aber bestimmt viel herausziehen, ebenso wie Fans der Autorin. Ansonsten gibt es deutlich empfehlenswertere Bücher von ihr.





