Wer möchte nicht im Leben bleiben

Wer möchte nicht im Leben bleiben

Hardback
4.729

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Description

Ein Aufbegehren gegen die Einsamkeit

1985 nimmt sich eine junge Pianistin in Neubrandenburg das Leben. Jahrzehnte später stößt die Schriftstellerin Helene Bukowski auf ihre Geschichte. Behutsam nähert sie sich Christina, sucht in ihrer Biografie nach Rissen und Erschütterungen, aber auch nach Augenblicken großen Glücks. Sie lernt einen Vater kennen, der in der Tochter seine eigenen Träume verwirklichen will, eine Mutter, die es liebt, zu fotografieren, und ein Klavier, das unverrückbar in der Wohnung steht. Bukowski folgt Christina nach Berlin, an die Spezialschule für Musik, mit ihren kalten Übungsräumen und dem täglichen Drill. Später nach Moskau, zum Studium am Konservatorium, durch sturzbachartigen Regen und Nächte voller Schnee. Und sie findet eine Krankheit, für die es erst heute eine Diagnose gibt.

»Bukowskis Sprache hat eine geradezu magische Schönheit« Deutschlandfunk

»Wie Helene Bukowski aus dem Nachlass einer jungen Frau ein ganzes Leben rekonstruiert und daraus diesen schmerzlichen und klaren Roman komponiert, ist großartige Literatur.« Marion Brasch

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
384
Price
24.70 €

Author Description

Helene Bukowski, geboren 1993 in Berlin, studierte am Literaturinstitut Hildesheim. 2019 erschien ihr Debütroman »Milchzähne«, der für das Kino adaptiert wurde. 2022 folgte »Die Kriegerin«. Ihre Bücher wurden vielfach besprochen und in mehrere Sprachen übersetzt. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin wieder in ihrer Geburtsstadt und der Niederlausitz.

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Ein tief bewegender Roman über eine Kindheit und Jugend in der Ex-DDR Christina wächst in Neubrandenburg auf. Ihr Vater ist zunächst Opernsänger und später stellvertretender Schulleiter einer Musikschule tätig. Schon als Kleinkind erhält Christina Klavierunterricht. Im Alter von 10 Jahren geht sie auf eine Spezialschule für Musik in Berlin und lebt dann dort im dazugehörigen Internat. Das ganze Leben des jungen Mädchens ist geprägt vom täglichen stundenlangen Üben, strenger Erziehung durch ihre Klavierlehrerin und hohen Erwartungen der Eltern besonders des Vaters. Christina wird diesen Erwartung zunächst vollends gerecht und erhält ein Stipendium zum Studium am Konservatorium in Moskau. Während ihrer Studienzeit entwickelt die junge Pianisten immer wieder kurze depressive Episoden und gegen Ende des Studiums scheidet sie bei einem für Ihre Zukunft sehr wichtigen Wettbewerb bereits in der 2. Runde aus. Von diesem Versagen gelingt es ihr nie mehr sich zu erholen - dieses Buch stellt sehr präzise die Mühen, Hoffnungen und auch Leiden einer jungen Musikerin dar, die trotz vermeintlich großem Talent scheitert. Helene Bukowski hat ein sehr tiefgründiges Buch geschrieben, das auf einer wahren Geschichte beruht. Auch für Nicht-Musiker ist das Buch eine absolute Lesempfehlung, wenn man gerne Romane über psychologische Themen liest.

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Helene Bukowski legt mit "Wer möchte nicht im Leben bleiben" einen stillen, beklemmenden Roman vor, der die innere Auflösung einer Pianistin mit großer sprachlicher Kontrolle erzählt. Christine ist eine Figur, die an ihrem eigenen Anspruch, an der Härte ihres Berufs und an der Unfähigkeit, sich selbst zu schützen, zerbricht. Der Roman ist eindringlich, präzise und atmosphärisch dicht – aber auch radikal in seiner Konsequenz. Bukowski interessiert sich nicht für äußere Dramatik, sondern für die feinen Risse, die sich in einem hochfunktionalen Leben auftun. Christine lebt in einer Welt, in der Musik nicht nur Beruf, sondern Identität ist. Ihr Körper, ihr Alltag, ihre Beziehungen – alles ist der Kunst untergeordnet. Der Roman zeigt, wie Erschöpfung sich einschleicht, nicht explodiert, wie Perfektionismus zur Selbstzerstörung wird und wie ein Mensch, der nur im Funktionieren existiert, keinen Halt findet, wenn dieses Funktionieren bricht Es ist ein Roman über Überforderung, aber auch über die Leere, die entsteht, wenn man sich selbst nur als Leistungsträgerin kennt. "Wer möchte nicht im Leben bleiben" ist ein kompromissloser, stiller Roman über die Erschöpfung einer Künstlerin, die keinen Weg mehr findet, sich selbst zu tragen. Bukowski schreibt mit einer Präzision, die schmerzt, und einer Kälte, die nicht abstößt, sondern die innere Leere der Figur spürbar macht. Ein Buch, das nicht tröstet, aber tief beeindruckt.

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Schmerzlich, traurig, hilflos machend- das ist "Wer möchte nicht im Leben bleiben" von Helene Bukowski. Die Trauer kommt aus jeder Zeile, jedem Wort, ganz kunstvoll literarisch fein gesponnen und legt sich sacht, ganz sacht wie silberheller Nebel um den Leser. Die Hilflosigkeit und Machtlosigkeit fühlt man, weil das Ende gleich am Anfang steht. Christina, die junge hochbegabte Pianistin und Helene, die junge Autorin, die es sich in den Kopf gesetzt hat, ihre Geschichte zu erzählen, bilden eine Einheit. Die Geschichte vom Freitod der gerade mal 24jährigen Pianistin ist wahr. Sie spielt in der ehemaligen DDR. Ganz sanft und liebevoll zeichnet Helene Bukowski anhand von Tagebüchern, Erinnerungen, Fotos und Musikaufnahmen den Lebensweg nach von der Kindheit am Klavier über die Spezialschule in Berlin und das Studium in Moskau. Ein sehr, sehr emotionales Buch, ein tragisches Schicksal, ein besonderer Mensch. Ich war mehr als berührt.

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Wenn ich nur könnte, ich würde diesem Roman weitaus mehr als 5 Sterne geben.

Wenn ich nur könnte, ich würde diesem Roman weitaus mehr als 5 Sterne geben. Dieses Buch ist so wahnsinnig berührend geschrieben. Es steckt voller Poesie. Während meiner Lesestunden, die ich mit diesem Buch verbracht habe, habe ich das Gefühl gehabt, ich wäre ebenfalls an all den Orten, an denen die Protagonistin des Buches, Christina, gewandelt ist. Ich hatte alle Momente, glückliche wie traurige vor Augen, Geschmäcker im Mund, Gerüche in der Nase. Mich hat dieses Buch sehr emotional werden lassen. Ich danke Helene Bukowki, dass sie Christina mit diesem Roman eine Stimme gegeben hat. Ein berührender Roman, den ich nicht vergessen werde.

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Bedacht und einfühlsam schreibt eine Frau über eine andere

Die Geschichte von Christina hat mich sehr bewegt. Ebenso bewegt hat mich das Einfühlungsvermögen der Autorin, sich Christina zu nähern. Kein leichtes Schreibvorhaben, das aus meiner Sicht außerordentlich gelungen ist.

Bedacht und einfühlsam schreibt eine Frau über eine andere
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