Die Kinder
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Description
Book Information
Author Description
Wulf Dorn (*1969) war zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik tätig, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit seinem Debütroman »Trigger« gelang ihm ein internationaler Bestseller, dem weitere folgten. Dorns Bücher werden in zahlreiche Sprachen übersetzt und begeistern eine weltweite Leserschaft. Für seine Storys und Romane wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem französischen Prix Polar, dem ELLE Readers Award und dem Glauser-Preis.
Posts
Mal ein ganz anderer Thriller, den man schon fast ins Horrorgenre einordnen könnte - zum Inhalt sage ich nichts, da man den Verlauf und speziell die Verwirrung, die der Autor auslöst, selbst erleben muss. Nur so viel: Es ist ganz groß so etwas zu schreiben, dass der Leser nun gar nicht weiß, was von allem, was Laura erzählt nun stimmt und was ihrer schon beinah Schizophrenie entspringt. Dann die Gesellschaftskritik, die er immer wieder leise reinbringt und gegen Ende mal richtig gipfelt … Fand ich richtig gut - und ich werde noch lange dran denken.
Nachdem ich „Trigger“ von Wulf Dorn gelesen habe, musste ich unbedingt ein weiteres Buch von ihm lesen! Patrick Landers entdeckt einen Unfall. Seine Schwägerin Laura Schraders sitzt im Auto und im Kofferraum liegt seine tote Tochter Mia. Sämtliche Dorfbewohner sind verschwunden. Was ist passiert? Laura Schraders ist schwanger. Sie hört aufeinmal eine Stimme. Sie hat Angst wahnsinnig zu werden. Um ihre Nerven zu beruhigen fährt Sie mit ihrer Schwester Susann und ihrer Nichte in das kleine Dorf. Doch da passieren schlimme Sachen. SPOILER Die Kinder bilden eine Art „Armee“ und wollen jeden Erwachsenen töten. Grund hierfür sind die Missstände auf der Welt, die durch Erwachsene ausgelöst wurden. Ich finde den Schreibstil sehr flüssig. Man kann das Buch schnell lesen aber ich bin mit dem Ende überhaupt nicht happy. Da war kein Plottwist. Die Erklärung der Kinder finde ich sehr an den Haaren beigezogen. Was ist mit Patrick Landers? Woher wusste er, dass er zur Hilfe eilen muss? Alleine, dass das ungeborene Baby von Laura mit ihr gesprochen hat fand ich sehr befremdlich und unrealistisch?
Bisher hatte ich nur Gutes von Wulf Dorn gehört, daher habe ich zugeschlagen, als das Hörbuch zu „Die Kinder“ in der Onleihe gerade frei war. David Nathan liest vor, dem ich sehr gerne zuhöre. Man erwartet Thrill, man bekommt Thrill – zumindest im ersten Kapitel. Auf der Suche nach seiner Ex-Frau und seiner Tochter findet ein Arzt ein verunfalltes Auto und macht einen grausigen Fund im Kofferraum des Wagens. Entgegen aller Warnungen stürzt er sich weiter hinein in die Gefahr. Leider ging es mit der Spannung von da an bergab. Grundsätzlich mochte ich, dass es sich in dem Buch viel um das Thema Mutterschaft mit dessen Licht- und Schattenseiten dreht. Obwohl diese Thematik hochemotional und nach wie vor aktuell ist, wurde ich nicht richtig davon berührt. Die Charaktere blieben recht blass und sie haben keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Größtenteils begleiten wir Laura, ihrer Schwester Su und Ihre Nichte Mia, die plötzlich merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag legt. Durch das Nachverfolgen ihrer Geschichte, die Laura in einem Verhörraum als Rückblende dem Psychologen Robert Winter eröffnet, werden wir langsam an eine übernatürliche Auflösung herangeführt, die leider durch den Klappentext nicht erkennbar war. Man weiß bis kurz vor Ende nicht, ob Laura fantasiert oder die Wahrheit erzählt, aber leider konnte dieser Kniff bei mir kein Gefühl der Spannung erzeugen. Ich denke, der Autor hat versucht, zu viele Genres bedienen zu wollen, Thriller, Mystery, Gesellschaftskritik, alles auf einmal. Und das ging ein wenig schief. Meine Erwartungen an einen Thriller wurden nicht erfüllt. Das Ende fand ich mittelmäßig und ich kann die Botschaft, die der Autor vermitteln wollte, auch nicht so richtig nachvollziehen oder für gut befinden. Die 1a Erzähltechnik von David Nathan und mein grundsätzliches Interesse am Thema Mutterschaft und Eltern-Kind-Verhältnis hielt mich aber bei der Stange. Der Schreibstil des Autors ist meines Erachtens einwandfrei, und da Trigger und auch Kalte Stille so hoch gelobt werden, werde ich Wulf Dorn wieder eine Chance geben.
Gerade ausgelesen und total begeistert. Naja, fast. Um eine spoilerfreie Rezension zu schreiben, kann ich so gut wie nichts über meinen Kritikpunkt sagen, der zu dem halben Punkt Abzug geführt hat. Spoiler: Nur so viel: Ich denke, man könnte diesen Roman gut und gerne auch in das Genre "Horror" einordnen. Bei "Die Kinder" ist meiner Meinung nach fast jedes Wort zu viel, da man sonst zu viel verrät. Dass Wulf Dorn einen tollen, flüssigen, einen durch die Seiten treibenden Schreibstil hat, dürfte allgemein bekannt sein. Innerhalb zweier Nachmittage war ich durch. Obwohl es eine rasante Thrillergeschichte ist, regt einen so einiges in "Die Kinder" zum Nachdenken an, besonders schön fand ich die fast schon philosophisch angehauchte Situation mit Laura Schrader und ihrem Vater am See. Fazit: Wer sich darauf einlassen kann, dass sich ein Thriller auch gewisser Horror-Elemente bedient ohne dabei ein Horrorroman zu sein, der sollte "Die Kinder" unbedingt lesen. Ich liebe Gedankenspiele und bin mit meinem Kopf auch Tage nach der Beendigung immer wieder bei diesem Buch.
*Rezensionsexemplar 'Die Kinder ist mein erstes Buch von Wulf Dorn, wenngleich ich bereits mehrere Bcher von ihm auf meinem SuB liegen habe. Nach allem, was ich bereits gehrt habe, sollten seine Bcher theoretisch genau in mein bevorzugtes Schema passen, jedoch hat mich Die Kinder nicht ganz berzeugen knnen. Die Story fngt sehr spannend an, denn unsere Hauptfigur Laura wird aus einem Unfallwagen gerettet, jedoch birgt der Kofferraum des Autos ein schreckliches Geheimnis. Im Laufe der Story wird langsam aufgedeckt wie es zu eben jenem Geschehnis gekommen ist. Dies geschieht indem wir neben der gegenwrtigen Handlung, Rckblicke von Laura erzhlt bekommen. Zu diesen zwei Strngen kommen noch einzelne, unabhngige Handlungen, die scheinbar sehr willkrlich gewhlt sind und nicht mit dem eigentlichen Geschehen zu tun haben. Im Groen und Ganzen ergeben diese eingeschobenen Geschichten zwar am Ende Sinn, dennoch sind sie nicht wirklich zielfhrend. Zum Zeitpunkt des Lesens fand ich sie zwar interessant, aber sie haben mich verwirrt. Auch Allgemein war mir kurz vor Schluss nicht klar, wie der Autor diesem groen Plott, den er zu Beginn erffnet hatte, noch so schnell auflsen will, denn ich bin bis zuletzt im Dunklen getappt. Genau das hat mir am Buch leider auch nicht gefallen. Der eigentliche Plott wurde zu Beginn der Story erffnet, dann jedoch bis zum Ende nicht mehr wirklich erwhnt. Das Ende mitsamt der Auflsung entsprach leider gar nicht meinem Geschmack. Jedoch war ich durch das gesamte Buch hindurch von der Atmosphre gefesselt, denn Wulf Dorn versteht es wirklich seine Leser zu fesseln. Daher ist das Buch auch kein wirklicher Flop fr mich, denn der Schreibstil hat mich tatschlich dazu angehalten immer weiter lesen zu mssen. Ich werde mein Glck also in Zukunft einfach mit einem anderen Werk von Wulf Dorn versuchen, letztlich war dieses Buch hier einfach nicht mein Geschmack.
😐 Naja. Es fing spannend an und ich konnte es erst nicht weglegen, aber dann wurde es ab der Hälfte so, dass ich es tatsächlich nur fertig gelesen habe, weil ich Bücher nunmal fertiglesen „muss“. Für mich total absurd, alles, was im Buch passiert. Edit: Jetzt weiß ich auch endlich,an was mich das Buch erinnert. Der Schwarm von Schätzing, nur halt mit Kindern und in schlecht.
Ich habe mich sehr gefreut, als ein neues Buch von Wulf Dorn erschien. Sein Buch „Trigger“ hat mir so gut gefallen, dass ich unbedingt noch ein weiteres Buch von ihm lesen musste. Der Klappentext von „Die Kinder“ hörte sich richtig gut an und ich dachte mir, dass es ein richtig guter Thriller wird. Zu Beginn des Buches gibt es eine kleine Vorbemerkung von Wulf Dorn, dass die Hauptgeschichte zwar ausgedacht ist, aber die Zwischensequenzen wahr sind. Und genau das, hat mich sehr neugierig gemacht. Ich war sehr gespannt auf diese besagten Zwischensequenzen. Und ich muss sagen, dass mir diese Zwischensequenzen am besten an diesem Buch gefielen. Die Geschichte beginnt gleich mit dem Ereignis, der das ganze zum Rollen bringt. Ich war froh, dass es keine lange Vorgeschichte gab und es direkt losging mit der Story. Die Hauptprotagonistin Laura Schrader wird auf einer abgelegenen Bergstraße gefunden und in ihrem Kofferraum befindet sich eine Leiche. Nun ist es die Aufgabe des Psychologen Robert Winter herauszufinden, was sich dahinter verbirgt, denn Laura Schrader erzählt eine unglaubliche Geschichte, die sehr absurd klingt. Als Leser wird man direkt in dieses Verhör hinein geschubst und erfährt, was Laura alles erlebt hat. Leider fängt ihre Geschichte ganz vorne an und es dauert sehr lange bis sie von dem unglaublichen Erlebnis erzählt. In dem Buch erfährt man als Leser sehr viel über Lauras Lebensgeschichte. Sie erzählt alles bis ins kleinste Detail und ich fand leider, dass es Erlebnisse gab, die ich nicht unbedingt erfahren wollte. Für mich wurde ihre Lebensgeschichte sehr weit ausgeholt. Es gab nämlich Charaktere über die ich fast gar nichts erfahren habe oder es wurde nur ganz kurz am Rande erwähnt. So war für mich der Psychologe Robert Winter kaum greifbar. Der Schreibstil von Wulf Dorn ist wie immer sehr flüssig und lässt sich leicht lesen, so dass ich schnell durch die Seiten kam. Die ganze Geschichte wurde so mysteriös und spannend aufgebaut, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weiterging. Dann hat Laura von ihrem Erlebten erzählt, wie sie auf der Bergstraße gelangt ist. Was ihr alles passiert ist und wer dafür verantwortlich war. Danach war plötzlich Schluss. Es kam mir vor, wie ein Cut. Die Polizei hatte ganz plötzlich etwas gefunden, ihre eigene Theorie aufgestellt und Lauras Geschichte für absurd erklärt. Es wurde nicht weiter aus Laura eingegangen. Sie wurde für verrückt erklärt, wurde entlassen und Robert Winter durfte nach Hause gehen. Er hinterfragte auch nichts weiter und war zufrieden mit den Ergebnissen der Polizei. Dann dachte ich, dass die Geschichte vorbei war, aber auf einmal kam noch eine Wendung, die das ganze wieder spannend machte. Erst danach kam das „richtige“ Ende und das fand ich wirklich sehr gut. Aber den Epilog habe ich leider nicht verstanden. Ich habe ihn mir sogar zweimal durchgelesen. Und auch am Ende habe ich nicht herausfinden können, wie es nun zu diesem Ereignis kam. Was der Auslöser war und warum diese Menschen nun genau so reagiert haben. Auf einmal haben sie so gehandelt, aber wie es zu ihrer persönlichen Veränderung kam, hat Wulf Dorn leider nicht erwähnt. Es war mal ein anderer Thriller von Wulf Dorn, der mir gut gefallen hat, mich aber leider mit der Auflösung nicht ganz überzeugen konnte. Dennoch möchte ich noch andere Bücher von Wulf Dorn lesen und ich bin schon sehr gespannt auf sein neues Buch.
Ein Thriller von Wulf Dorn mit mystischem Touch. Und mein erstes Buch von Wulf Dorn. Die Buch ist spannend geschrieben und ich bin auch wirklich schnell durchgekommen. Besonders die Ausgangslage gefällt mir, ein Unfall, eine Leiche im Kofferraum, ein wie ausgestorben wirkendes Dorf aus dem alle Anwohner verschwunden sind und eine Frau, die völlig wirr redet. Aber die Geschichte an sich und vor Allem die Auflösung und das Ende konnten mich nicht überzeugen. Mir fehlten Erklärungen, mir fehlten Zusammenhänge. Ich fand, man durchschaut die Geschichte auch zu schnell, auch wenn man es erst nicht glauben will. Auch die vermeintlich gruseligen Elemente haben bei mir nicht so richtig angeschlagen. Es war also eine Enttäuschung für mich
"Die Kinder" von Wulf Dorn wurde auf Instagram gehyped. Von den einen zumindest. Andere fanden das Buch unnötig brutal und konnten es nicht zur Seite legen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an das Buch. Die leider nicht erfüllt werden konnten. Die ersten 80 Seiten passiert nicht viel, außer einem Autounfall. Dann erfährt man, dass die Bewohner eines ganzen Dorfs einfach verschwunden sind. Und anstatt die Suche zu Beschreiben, muss sich der Leser durch die unspektakuläre Geschichte von Laura quälen. Immer wieder gibt es Einschübe, von Kindern, die Stimmen hören. Laura hört diese auch. Nur wird dies meiner Meinung nach nicht spannend übermittelt, es ist immer nur so am Rande präsent. Zu sehr am Rande. Das Buch braucht sehr lange, um in Fahrt zu kommen. Sehr brutal fand ich es nicht, eher langweilig. Die Grundidee gefällt mir dennoch, und deswegen bekommt "Die Kinder" *** von mir.
Kurzbeschreibung: Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn. *Quelle* Zum Autor: Wulf Dorn, Jahrgang 1969, arbeitete zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit seinem 2009 erschienenen Debütroman Trigger gelang ihm ein Sensationserfolg. Seitdem stehen seine Bücher auf internationalen Bestsellerlisten und haben zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den französischen Prix Polar. Meinung: Von Wulf Dorn habe ich bereits einige Bücher gelesen, wobei sein Debüt Trigger für mich immer noch zu seinem besten Buch im Bereich Psychothriller zählt. Nun war ich auf sein neuestes Werk gespannt, was wiederum mit dem Titel Thriller auf dem Cover bezeichnet wird. Zwar ist Thrill enthalten, doch das Augenmerk liegt eindeutig woanders. Bereits der Beginn des Buches lässt einem wohlige Schauer über den Rücken laufen: Laura Schrader wird auf einer einsam gelegenen Passstraße verletzt aus ihrem Wagen geborgen, in ihrem Kofferraum befindet sich eine Leiche. Der zuständige Ermittler Frank Bennell zieht den erfahrenen Psychologen Robert Winter hinzu, der Laura über die Geschehnisse befragen soll. In Rückblenden erzählt Laura nun ihre Geschichte, die so unwahrscheinlich klingt und die selbst Winter ihr bis zum (bitteren) Ende nicht abnimmt. Auf die einzeln agierenden Charaktere möchte ich gar nicht mal so weit eingehen, da diese doch recht blass bleiben und nicht unbedingt einen größeren Eindruck hinterlassen. Da ist das Thema des Buches weitaus interessanter: Denn Wulf Dorn liefert hier nicht wie gewohnt einen Psychothriller ab, sondern mixt dieses Genre noch mit einem Schuss Horror und gehöriger Gesellschaftskritik, die bald schon ins Mystische und Fantastische übergeht. Zwischen den erzählenden Rückblenden aus Laura Schraders Sicht streut Dorn einzelne Kapitel ein, die sich immer mit Kindern beschäftigen, denen auf der ganzen Welt Schlimmes angetan wird: z.B. in Kambodscha, wo ein Mädchen von ihrem Vater einem Pädophilen gegen Bezahlung übergeben wird oder in Ghana, wo Kinder auf einer riesigen Mülldeponie giftige Dämpfe einatmen, weil sie dort Elektroschrott verbrennen, um an wertvolle Metallteile zu kommen. Diese Zwischensequenzen, die einen auch schnell mal aus dem Lesefluss bringen, da sie vermeintlich nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun haben, konnte ich zuerst überhaupt nicht für mich in die Geschichte einordnen, das wird erst später klar, wenn die Handlung ins Fantastische übergleitet. Und darin lag auch mein Problem: Es wird sehr gesellschaftskritisch und das leider auch ein wenig penetrant. Mich konnten auch die angesprochenen Zwischensequenzen beileibe nicht so schockieren, wie es eigentlich bei diesen Themen sein müsste. Das tut mir leid, aber wenn man sehr aufmerksam und täglich die Nachrichten verfolgt, wird man einfach zusehends abgestumpfter, so schrecklich, wie sich das auch anhört. Zum Ende hin erlebt man dann noch einige Horrorszenen, die sehr blutig daherkommen. Daher ist dieses Buch nichts für zartbesaitete Leser! Der Schluss konnte mich leider nicht begeistern: Ich wartete auf eine schlüssige Auflösung, doch die kam nicht. Das Ende war viel zu viel des Guten und hat mich dann doch eher unbefriedigt zurückgelassen. Allerdings möchte ich den Schreibstil von Wulf Dorn loben, denn dieser ließ sich wieder ungemein gut lesen und der Autor versteht es sehr gut, Gänsehaut zu erzeugen. Fazit: Wulf Dorn hat mit Die Kinder einen Roman erdacht, der zwar wie ein Thriller beginnt, aber nach und nach ins Mystische und Fantastische übergeht. Das dürfte nicht jedermann liegen, zumal das Buch im Verlauf vor Gesellschaftskritik nur so strotzt, die mich leider emotional nicht erreichen konnte. Trotzdem liest sich das Buch sehr flott und es gibt einige Gänsehautmomente, die einen gruseln lassen.
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Wulf Dorn (*1969) war zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik tätig, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit seinem Debütroman »Trigger« gelang ihm ein internationaler Bestseller, dem weitere folgten. Dorns Bücher werden in zahlreiche Sprachen übersetzt und begeistern eine weltweite Leserschaft. Für seine Storys und Romane wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem französischen Prix Polar, dem ELLE Readers Award und dem Glauser-Preis.
Posts
Mal ein ganz anderer Thriller, den man schon fast ins Horrorgenre einordnen könnte - zum Inhalt sage ich nichts, da man den Verlauf und speziell die Verwirrung, die der Autor auslöst, selbst erleben muss. Nur so viel: Es ist ganz groß so etwas zu schreiben, dass der Leser nun gar nicht weiß, was von allem, was Laura erzählt nun stimmt und was ihrer schon beinah Schizophrenie entspringt. Dann die Gesellschaftskritik, die er immer wieder leise reinbringt und gegen Ende mal richtig gipfelt … Fand ich richtig gut - und ich werde noch lange dran denken.
Nachdem ich „Trigger“ von Wulf Dorn gelesen habe, musste ich unbedingt ein weiteres Buch von ihm lesen! Patrick Landers entdeckt einen Unfall. Seine Schwägerin Laura Schraders sitzt im Auto und im Kofferraum liegt seine tote Tochter Mia. Sämtliche Dorfbewohner sind verschwunden. Was ist passiert? Laura Schraders ist schwanger. Sie hört aufeinmal eine Stimme. Sie hat Angst wahnsinnig zu werden. Um ihre Nerven zu beruhigen fährt Sie mit ihrer Schwester Susann und ihrer Nichte in das kleine Dorf. Doch da passieren schlimme Sachen. SPOILER Die Kinder bilden eine Art „Armee“ und wollen jeden Erwachsenen töten. Grund hierfür sind die Missstände auf der Welt, die durch Erwachsene ausgelöst wurden. Ich finde den Schreibstil sehr flüssig. Man kann das Buch schnell lesen aber ich bin mit dem Ende überhaupt nicht happy. Da war kein Plottwist. Die Erklärung der Kinder finde ich sehr an den Haaren beigezogen. Was ist mit Patrick Landers? Woher wusste er, dass er zur Hilfe eilen muss? Alleine, dass das ungeborene Baby von Laura mit ihr gesprochen hat fand ich sehr befremdlich und unrealistisch?
Bisher hatte ich nur Gutes von Wulf Dorn gehört, daher habe ich zugeschlagen, als das Hörbuch zu „Die Kinder“ in der Onleihe gerade frei war. David Nathan liest vor, dem ich sehr gerne zuhöre. Man erwartet Thrill, man bekommt Thrill – zumindest im ersten Kapitel. Auf der Suche nach seiner Ex-Frau und seiner Tochter findet ein Arzt ein verunfalltes Auto und macht einen grausigen Fund im Kofferraum des Wagens. Entgegen aller Warnungen stürzt er sich weiter hinein in die Gefahr. Leider ging es mit der Spannung von da an bergab. Grundsätzlich mochte ich, dass es sich in dem Buch viel um das Thema Mutterschaft mit dessen Licht- und Schattenseiten dreht. Obwohl diese Thematik hochemotional und nach wie vor aktuell ist, wurde ich nicht richtig davon berührt. Die Charaktere blieben recht blass und sie haben keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Größtenteils begleiten wir Laura, ihrer Schwester Su und Ihre Nichte Mia, die plötzlich merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag legt. Durch das Nachverfolgen ihrer Geschichte, die Laura in einem Verhörraum als Rückblende dem Psychologen Robert Winter eröffnet, werden wir langsam an eine übernatürliche Auflösung herangeführt, die leider durch den Klappentext nicht erkennbar war. Man weiß bis kurz vor Ende nicht, ob Laura fantasiert oder die Wahrheit erzählt, aber leider konnte dieser Kniff bei mir kein Gefühl der Spannung erzeugen. Ich denke, der Autor hat versucht, zu viele Genres bedienen zu wollen, Thriller, Mystery, Gesellschaftskritik, alles auf einmal. Und das ging ein wenig schief. Meine Erwartungen an einen Thriller wurden nicht erfüllt. Das Ende fand ich mittelmäßig und ich kann die Botschaft, die der Autor vermitteln wollte, auch nicht so richtig nachvollziehen oder für gut befinden. Die 1a Erzähltechnik von David Nathan und mein grundsätzliches Interesse am Thema Mutterschaft und Eltern-Kind-Verhältnis hielt mich aber bei der Stange. Der Schreibstil des Autors ist meines Erachtens einwandfrei, und da Trigger und auch Kalte Stille so hoch gelobt werden, werde ich Wulf Dorn wieder eine Chance geben.
Gerade ausgelesen und total begeistert. Naja, fast. Um eine spoilerfreie Rezension zu schreiben, kann ich so gut wie nichts über meinen Kritikpunkt sagen, der zu dem halben Punkt Abzug geführt hat. Spoiler: Nur so viel: Ich denke, man könnte diesen Roman gut und gerne auch in das Genre "Horror" einordnen. Bei "Die Kinder" ist meiner Meinung nach fast jedes Wort zu viel, da man sonst zu viel verrät. Dass Wulf Dorn einen tollen, flüssigen, einen durch die Seiten treibenden Schreibstil hat, dürfte allgemein bekannt sein. Innerhalb zweier Nachmittage war ich durch. Obwohl es eine rasante Thrillergeschichte ist, regt einen so einiges in "Die Kinder" zum Nachdenken an, besonders schön fand ich die fast schon philosophisch angehauchte Situation mit Laura Schrader und ihrem Vater am See. Fazit: Wer sich darauf einlassen kann, dass sich ein Thriller auch gewisser Horror-Elemente bedient ohne dabei ein Horrorroman zu sein, der sollte "Die Kinder" unbedingt lesen. Ich liebe Gedankenspiele und bin mit meinem Kopf auch Tage nach der Beendigung immer wieder bei diesem Buch.
*Rezensionsexemplar 'Die Kinder ist mein erstes Buch von Wulf Dorn, wenngleich ich bereits mehrere Bcher von ihm auf meinem SuB liegen habe. Nach allem, was ich bereits gehrt habe, sollten seine Bcher theoretisch genau in mein bevorzugtes Schema passen, jedoch hat mich Die Kinder nicht ganz berzeugen knnen. Die Story fngt sehr spannend an, denn unsere Hauptfigur Laura wird aus einem Unfallwagen gerettet, jedoch birgt der Kofferraum des Autos ein schreckliches Geheimnis. Im Laufe der Story wird langsam aufgedeckt wie es zu eben jenem Geschehnis gekommen ist. Dies geschieht indem wir neben der gegenwrtigen Handlung, Rckblicke von Laura erzhlt bekommen. Zu diesen zwei Strngen kommen noch einzelne, unabhngige Handlungen, die scheinbar sehr willkrlich gewhlt sind und nicht mit dem eigentlichen Geschehen zu tun haben. Im Groen und Ganzen ergeben diese eingeschobenen Geschichten zwar am Ende Sinn, dennoch sind sie nicht wirklich zielfhrend. Zum Zeitpunkt des Lesens fand ich sie zwar interessant, aber sie haben mich verwirrt. Auch Allgemein war mir kurz vor Schluss nicht klar, wie der Autor diesem groen Plott, den er zu Beginn erffnet hatte, noch so schnell auflsen will, denn ich bin bis zuletzt im Dunklen getappt. Genau das hat mir am Buch leider auch nicht gefallen. Der eigentliche Plott wurde zu Beginn der Story erffnet, dann jedoch bis zum Ende nicht mehr wirklich erwhnt. Das Ende mitsamt der Auflsung entsprach leider gar nicht meinem Geschmack. Jedoch war ich durch das gesamte Buch hindurch von der Atmosphre gefesselt, denn Wulf Dorn versteht es wirklich seine Leser zu fesseln. Daher ist das Buch auch kein wirklicher Flop fr mich, denn der Schreibstil hat mich tatschlich dazu angehalten immer weiter lesen zu mssen. Ich werde mein Glck also in Zukunft einfach mit einem anderen Werk von Wulf Dorn versuchen, letztlich war dieses Buch hier einfach nicht mein Geschmack.
😐 Naja. Es fing spannend an und ich konnte es erst nicht weglegen, aber dann wurde es ab der Hälfte so, dass ich es tatsächlich nur fertig gelesen habe, weil ich Bücher nunmal fertiglesen „muss“. Für mich total absurd, alles, was im Buch passiert. Edit: Jetzt weiß ich auch endlich,an was mich das Buch erinnert. Der Schwarm von Schätzing, nur halt mit Kindern und in schlecht.
Ich habe mich sehr gefreut, als ein neues Buch von Wulf Dorn erschien. Sein Buch „Trigger“ hat mir so gut gefallen, dass ich unbedingt noch ein weiteres Buch von ihm lesen musste. Der Klappentext von „Die Kinder“ hörte sich richtig gut an und ich dachte mir, dass es ein richtig guter Thriller wird. Zu Beginn des Buches gibt es eine kleine Vorbemerkung von Wulf Dorn, dass die Hauptgeschichte zwar ausgedacht ist, aber die Zwischensequenzen wahr sind. Und genau das, hat mich sehr neugierig gemacht. Ich war sehr gespannt auf diese besagten Zwischensequenzen. Und ich muss sagen, dass mir diese Zwischensequenzen am besten an diesem Buch gefielen. Die Geschichte beginnt gleich mit dem Ereignis, der das ganze zum Rollen bringt. Ich war froh, dass es keine lange Vorgeschichte gab und es direkt losging mit der Story. Die Hauptprotagonistin Laura Schrader wird auf einer abgelegenen Bergstraße gefunden und in ihrem Kofferraum befindet sich eine Leiche. Nun ist es die Aufgabe des Psychologen Robert Winter herauszufinden, was sich dahinter verbirgt, denn Laura Schrader erzählt eine unglaubliche Geschichte, die sehr absurd klingt. Als Leser wird man direkt in dieses Verhör hinein geschubst und erfährt, was Laura alles erlebt hat. Leider fängt ihre Geschichte ganz vorne an und es dauert sehr lange bis sie von dem unglaublichen Erlebnis erzählt. In dem Buch erfährt man als Leser sehr viel über Lauras Lebensgeschichte. Sie erzählt alles bis ins kleinste Detail und ich fand leider, dass es Erlebnisse gab, die ich nicht unbedingt erfahren wollte. Für mich wurde ihre Lebensgeschichte sehr weit ausgeholt. Es gab nämlich Charaktere über die ich fast gar nichts erfahren habe oder es wurde nur ganz kurz am Rande erwähnt. So war für mich der Psychologe Robert Winter kaum greifbar. Der Schreibstil von Wulf Dorn ist wie immer sehr flüssig und lässt sich leicht lesen, so dass ich schnell durch die Seiten kam. Die ganze Geschichte wurde so mysteriös und spannend aufgebaut, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weiterging. Dann hat Laura von ihrem Erlebten erzählt, wie sie auf der Bergstraße gelangt ist. Was ihr alles passiert ist und wer dafür verantwortlich war. Danach war plötzlich Schluss. Es kam mir vor, wie ein Cut. Die Polizei hatte ganz plötzlich etwas gefunden, ihre eigene Theorie aufgestellt und Lauras Geschichte für absurd erklärt. Es wurde nicht weiter aus Laura eingegangen. Sie wurde für verrückt erklärt, wurde entlassen und Robert Winter durfte nach Hause gehen. Er hinterfragte auch nichts weiter und war zufrieden mit den Ergebnissen der Polizei. Dann dachte ich, dass die Geschichte vorbei war, aber auf einmal kam noch eine Wendung, die das ganze wieder spannend machte. Erst danach kam das „richtige“ Ende und das fand ich wirklich sehr gut. Aber den Epilog habe ich leider nicht verstanden. Ich habe ihn mir sogar zweimal durchgelesen. Und auch am Ende habe ich nicht herausfinden können, wie es nun zu diesem Ereignis kam. Was der Auslöser war und warum diese Menschen nun genau so reagiert haben. Auf einmal haben sie so gehandelt, aber wie es zu ihrer persönlichen Veränderung kam, hat Wulf Dorn leider nicht erwähnt. Es war mal ein anderer Thriller von Wulf Dorn, der mir gut gefallen hat, mich aber leider mit der Auflösung nicht ganz überzeugen konnte. Dennoch möchte ich noch andere Bücher von Wulf Dorn lesen und ich bin schon sehr gespannt auf sein neues Buch.
Ein Thriller von Wulf Dorn mit mystischem Touch. Und mein erstes Buch von Wulf Dorn. Die Buch ist spannend geschrieben und ich bin auch wirklich schnell durchgekommen. Besonders die Ausgangslage gefällt mir, ein Unfall, eine Leiche im Kofferraum, ein wie ausgestorben wirkendes Dorf aus dem alle Anwohner verschwunden sind und eine Frau, die völlig wirr redet. Aber die Geschichte an sich und vor Allem die Auflösung und das Ende konnten mich nicht überzeugen. Mir fehlten Erklärungen, mir fehlten Zusammenhänge. Ich fand, man durchschaut die Geschichte auch zu schnell, auch wenn man es erst nicht glauben will. Auch die vermeintlich gruseligen Elemente haben bei mir nicht so richtig angeschlagen. Es war also eine Enttäuschung für mich
"Die Kinder" von Wulf Dorn wurde auf Instagram gehyped. Von den einen zumindest. Andere fanden das Buch unnötig brutal und konnten es nicht zur Seite legen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an das Buch. Die leider nicht erfüllt werden konnten. Die ersten 80 Seiten passiert nicht viel, außer einem Autounfall. Dann erfährt man, dass die Bewohner eines ganzen Dorfs einfach verschwunden sind. Und anstatt die Suche zu Beschreiben, muss sich der Leser durch die unspektakuläre Geschichte von Laura quälen. Immer wieder gibt es Einschübe, von Kindern, die Stimmen hören. Laura hört diese auch. Nur wird dies meiner Meinung nach nicht spannend übermittelt, es ist immer nur so am Rande präsent. Zu sehr am Rande. Das Buch braucht sehr lange, um in Fahrt zu kommen. Sehr brutal fand ich es nicht, eher langweilig. Die Grundidee gefällt mir dennoch, und deswegen bekommt "Die Kinder" *** von mir.
Kurzbeschreibung: Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn. *Quelle* Zum Autor: Wulf Dorn, Jahrgang 1969, arbeitete zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit seinem 2009 erschienenen Debütroman Trigger gelang ihm ein Sensationserfolg. Seitdem stehen seine Bücher auf internationalen Bestsellerlisten und haben zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den französischen Prix Polar. Meinung: Von Wulf Dorn habe ich bereits einige Bücher gelesen, wobei sein Debüt Trigger für mich immer noch zu seinem besten Buch im Bereich Psychothriller zählt. Nun war ich auf sein neuestes Werk gespannt, was wiederum mit dem Titel Thriller auf dem Cover bezeichnet wird. Zwar ist Thrill enthalten, doch das Augenmerk liegt eindeutig woanders. Bereits der Beginn des Buches lässt einem wohlige Schauer über den Rücken laufen: Laura Schrader wird auf einer einsam gelegenen Passstraße verletzt aus ihrem Wagen geborgen, in ihrem Kofferraum befindet sich eine Leiche. Der zuständige Ermittler Frank Bennell zieht den erfahrenen Psychologen Robert Winter hinzu, der Laura über die Geschehnisse befragen soll. In Rückblenden erzählt Laura nun ihre Geschichte, die so unwahrscheinlich klingt und die selbst Winter ihr bis zum (bitteren) Ende nicht abnimmt. Auf die einzeln agierenden Charaktere möchte ich gar nicht mal so weit eingehen, da diese doch recht blass bleiben und nicht unbedingt einen größeren Eindruck hinterlassen. Da ist das Thema des Buches weitaus interessanter: Denn Wulf Dorn liefert hier nicht wie gewohnt einen Psychothriller ab, sondern mixt dieses Genre noch mit einem Schuss Horror und gehöriger Gesellschaftskritik, die bald schon ins Mystische und Fantastische übergeht. Zwischen den erzählenden Rückblenden aus Laura Schraders Sicht streut Dorn einzelne Kapitel ein, die sich immer mit Kindern beschäftigen, denen auf der ganzen Welt Schlimmes angetan wird: z.B. in Kambodscha, wo ein Mädchen von ihrem Vater einem Pädophilen gegen Bezahlung übergeben wird oder in Ghana, wo Kinder auf einer riesigen Mülldeponie giftige Dämpfe einatmen, weil sie dort Elektroschrott verbrennen, um an wertvolle Metallteile zu kommen. Diese Zwischensequenzen, die einen auch schnell mal aus dem Lesefluss bringen, da sie vermeintlich nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun haben, konnte ich zuerst überhaupt nicht für mich in die Geschichte einordnen, das wird erst später klar, wenn die Handlung ins Fantastische übergleitet. Und darin lag auch mein Problem: Es wird sehr gesellschaftskritisch und das leider auch ein wenig penetrant. Mich konnten auch die angesprochenen Zwischensequenzen beileibe nicht so schockieren, wie es eigentlich bei diesen Themen sein müsste. Das tut mir leid, aber wenn man sehr aufmerksam und täglich die Nachrichten verfolgt, wird man einfach zusehends abgestumpfter, so schrecklich, wie sich das auch anhört. Zum Ende hin erlebt man dann noch einige Horrorszenen, die sehr blutig daherkommen. Daher ist dieses Buch nichts für zartbesaitete Leser! Der Schluss konnte mich leider nicht begeistern: Ich wartete auf eine schlüssige Auflösung, doch die kam nicht. Das Ende war viel zu viel des Guten und hat mich dann doch eher unbefriedigt zurückgelassen. Allerdings möchte ich den Schreibstil von Wulf Dorn loben, denn dieser ließ sich wieder ungemein gut lesen und der Autor versteht es sehr gut, Gänsehaut zu erzeugen. Fazit: Wulf Dorn hat mit Die Kinder einen Roman erdacht, der zwar wie ein Thriller beginnt, aber nach und nach ins Mystische und Fantastische übergeht. Das dürfte nicht jedermann liegen, zumal das Buch im Verlauf vor Gesellschaftskritik nur so strotzt, die mich leider emotional nicht erreichen konnte. Trotzdem liest sich das Buch sehr flott und es gibt einige Gänsehautmomente, die einen gruseln lassen.

















