Die Insel der Freundschaft

Die Insel der Freundschaft

Paperback
3.822
Japanische InselFreundschaftKirschblüten Und Rote BohnenWeihnachtsgeschenk

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Description

Irgendwo im Pazifischen Ozean befindet sich die japanische Insel Aburi, ein aus der Zeit gefallenes Fleckchen Erde. An diesem Ort bestimmen die Natur, die Witterung und das Meer das Leben – und die strikten Traditionen der Einheimischen. Der junge Ryosuke, der seine Stelle als Koch in einem Restaurant in Tokio verloren hat, nimmt hier einen Job als Bauarbeiter an. Nicht ganz ohne Hintergedanken: Hashi, ein Freund seines toten Vaters, lebt auf Aburi. Doch bevor er sich auf die Suche nach ihm macht, gilt es, sich auf der Insel einzugewöhnen. Was nicht eben einfach ist: Die Arbeit ist hart, die Einheimischen beäugen ihn skeptisch und einzig die Freundschaft zu zwei seiner Kollegen stellt einen Lichtblick dar. Als Ryosuke den alten Hashi schließlich trifft, ist dies eine Begegnung mit der Vergangenheit und einer möglichen Zukunft zugleich. Hashi besitzt eine kleine Ziegenherde, stellt selbst Käse her und verdingt sich als Fischer. Ryosuke bekommt eine Ahnung davon, wie ein anderes Leben aussehen könnte, eines, das ihn erfüllt: ein Leben mit einer Aufgabe, im Einklang mit der Natur und ohne das stetige Hadern mit sich. Aber ein Neuanfang ist nicht leicht, wenn die Verletzungen der Vergangenheit noch nachwirken …

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Paperback
Pages
348
Price
11.40 €

Author Description

Durian Sukegawa, geboren 1962, studierte an der Waseda-Universität in Tokio Philosophie. Er schreibt Romane und Gedichte, außerdem ist er in Japan als Schauspieler, Punkmusiker und Fernseh- sowie Radiomoderator bekannt. ›Kirschblüten und rote Bohnen‹ (DuMont 2016) war in Japan ein Bestseller und wurde von Naomi Kawase als Beitrag für Cannes 2015 verfilmt. Zuletzt erschien ›Die Insel der Freundschaft‹ (DuMont 2017).

Posts

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Unerwartet erreichte mich Buchpost aus dem Dumont Buchverlag, enthalten war dieses kleine und wunderbare Buch aus Japan. Von der „Insel der Freundschaft“ hatte ich bisher noch nichts gehört, doch der Klappentext klang vielversprechend und so stürzte ich mich in das Abenteuer. Die Geschichte erzählt von Ryosuke, der ehemals als Koch gearbeitet hat, aufgrund von persönlichen Problemen, dem Tod beider Eltern und der darauf folgenden Depression, beschließt er jedoch, auf einer Insel als Bauarbeiter anzuheuern. Doch die Insel mitten im Nirgendwo soll nicht nur eine Ausflucht aus seinem Leben sein, sondern für ihn einige Geheimnisse aufdecken – zumal hier ein sehr guter Freund seiner verstorbenen Eltern leben soll. Auf der Insel angekommen, schließt er rasch Freundschaft mit zwei weiteren Arbeitern, die auch vom Land auf die Insel gekommen sind, um Wasserleitungen zu reparieren: Tachikawa und Kaoru. Die Zwei beginnen, von ihren Problemen und Schwierigkeiten an Land zu erzählen, nur Ryosuke behält seine Sorgen für sich. Nach der Arbeit und an freien Tagen beginnt er, die kleine Insel zu erkunden. Er erklimmt den Berg und erforscht die heimische Flora und Fauna und stößt dabei auf eine Herde wider Ziegen, auf der Insel Pinza genannt. Schließlich findet er den Mann, den er sucht, und es scheint ihm fast, als könnten er und seine zwei Freunde einen Neuanfang wagen, indem sie auf der Insel bleiben. Doch die Inselbewohner mit ihren Riten und Bräuchen finden die Neuankömmlinge verdächtig und heißen sie nicht gerade willkommen, als die Drei verkünden, auf der Insel bleiben zu wollen… „Auf dieser Insel haben Sie eine Niederlage erlitten, aber Ihr Traum wird dadurch nicht aus Ihrem Leben verschwinden.“ Durian Sukegawa erzählt mit „Die Insel der Freundschaft“ eine wunderbare Geschichte von Freundschaft, Mut und dem Wunsch, sich zu beweisen. Ryosuke macht sich durch die Suche nach Hashi, dem alten Mann, auch auf die Suche nach Spuren seiner Vergangenheit, nach Geschichten, und versucht, seine Eltern so wieder ein Stück weit lebendig zu zaubern. Mithilfe seiner Kompagnons und Hashi will er versuchen, den alten Traum seines Vaters, nach dessen Scheitern dieser sich das Leben genommen hat, wieder auflodern zu lassen: eine Käserei auf der Insel aufzubauen und Käse nur aus Ziegenmilch der örtlichen Pinza herzustellen. Doch die Bräuche der Insel und die sturen Bewohner stellen sich den Vieren immer wieder in den Weg und machen den Weg für alle unnötig schwer. Letzten Endes steht Ryosuke alleine mit den Ziegen da und muss sich seinen Weg zum Erfolg bahnen, immer den Traum seines Vaters im Kopf. Mit Ryosuke erschafft Sukegawa einen runden, ausgefleischten Charakter, der einen ganzen Berg Probleme mit sich bringt. Seit dem Tod seiner Eltern verspürt er einen Hass gegen sich selbst und nach einem gescheiterten Selbstmordversuch ist das Verlangen, sich in den Abgrund zu stürzen, stärker als jemals zuvor. Durch die Käseherstellung erhofft sich Ryosuke nicht nur die Erfüllung seines Vaters Traum, sondern auch einen Sinn. Der Autor schafft es aber nicht nur, Ryosuke lebendig erscheinen zu lassen; die Hauptcharaktere sind alle sehr liebevoll gestaltet, die Nebencharaktere jedoch leider weniger: sei es der nichtssagende Bürgermeister oder auch der typische aggressive und cholerische Klischee-Charakter, der mit seinen Launen und Wutausbrüchen dem gesamten Buch schadet. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.de

4.5

Die Frage nach dem Sinn des Lebens, Tradition gegen Moderne und sehr viel wissenswertes über Käse und Fisch. Ein wirklich schöner Roman der die Geschichte von Ryouske, der seinen Platz im Leben finden will erzählt und uns auf eine abgeschiedene Insel mitnimmt. Keine 5 Sterne weil am Ende einige offene Fragen überbleiben, welche für unseren Protagonisten egal werden, aber für mich als Leser leider nicht XD

4

Evtl Spoiler in den CN am Ende! Das Buch hat irgendwie komisch und schleppend angefangen, aber schnell immer mehr Fahrt aufgenommen, teilweise mit einem leichten Drall ins mystisch/magische. Ganz wie nebenher werden universale und philosophische Themen wie Sinnsuche und Scheitern eingeflochten, und in ein sehr atmosphärisch beschriebenes Setting gesetzt. Leider bleiben mir zum Ende hin zu viele Fragen offen - nicht, dass ich das von japanischer Literatur nicht schon gewohnt wäre

4

Hat mir gut gefallen.

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