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Ein fiktiver Roman, der inspiriert wurde von deutscher Geschichte: dem Bau der Berliner Mauer 1961, die damals eine ganze Stadt spaltete und zahlreiche Leben für immer veränderte. Gut für zwischendurch, geht aber nicht wirklich in die Tiefe. Inhalt: Berlin, März 1961: die junge Lübeckerin Anja Kapling kann es kaum glauben, als Willy Brandt sie als seine neue Stenotypistin auswählt. Die Stimmung in Berlin ist angespannt, noch ist die Grenze in den Ostteil der Stadt durchlässig. Wir lernen das Leben verschiedener Bürger im Ost- bzw Westteil Berlins kennen: da wäre Anjas Schwester Renate, die mit ihrem Sohn Peter Pelze von West nach Ost schmuggelt; oder Günther, der im gleichen Haus unter Anja wohnt und im KaDeWe abeitet; und wir begleiten den Bauingenieur Harry Lohse mit seiner Verlobten Elke, die in verschiedenen Bezirken wohnen und zusammen ziehen wollen...usw. Dann in der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 ändert sich das Leben all dieser Menschen schlagartig, als die Stadt von einen auf den anderen Tag gespalten wird... Aus der Buchreihe "Schicksalsmomente der Geschichte" geht es hier um den Bau der Berliner Mauer 1961. Man konnte bildlich, sprachlich, politisch und menschlich in die Vergangenheit zurück reisen und ein Stück unserer deutschen Geschichte erleben. Ich selbst bin in der DDR geboren und aufgewachsen und interessiere mich zunehmend für deutsche Geschichte. Auch wenn es ein fiktives Buch ist, lässt sich gut erahnen wie die Lage zu dieser Zeit gewesen sein musste. Ich konnte noch ein paar wissenswerte Fakten rund um Berlin mitnehmen. Dennoch habe ich mir generell mehr geschichtliche Fakten gewünscht. Im Buch gab es vorrangig "nur" unterschiedliche Einzelschicksale, zwischen denen hin und her gesprungen wurde. Das war oft verwirrend. Außerdem blieben dadurch viele Charaktere blass und oberflächlich. Einzig allein Anja fand ich nahbar, sie bildete als Hauptprotagonistin das Bindeglied zwischen allen Beteiligten. Inhaltlich fand ich es recht unspektakulär, trotz des Kernthemas, mir fehlten die großen Emotionen, die ich mir erhofft habe. Das Ende kam dann auch noch recht abrupt und unspektakulär. Der Schreibstil war angenehm, bildlich und flüssig, manchmal etwas fad/langweilig. Das Buch ist in 5 Abschnitte geteilt mit kurzen Kapiteln, die sich schnell lesen ließen. Es gibt einen chronologisch Aufbau für die Zeit vom 27.03.1961 bis zum 17.06.1963. Fazit: Gute Unterhaltung für zwischendurch, ohne große Tiefe. Ein entspanntes, kaum dramatisches Zeitdokument, das dennoch lesenswert ist, wenn man es gern unbeschwert mag. 3,5/5⭐️
Aug 22, 2025
Ein fiktiver Roman, der inspiriert wurde von deutscher Geschichte: dem Bau der Berliner Mauer 1961, die damals eine ganze Stadt spaltete und zahlreiche Leben für immer veränderte. Gut für zwischendurch, geht aber nicht wirklich in die Tiefe. Inhalt: Berlin, März 1961: die junge Lübeckerin Anja Kapling kann es kaum glauben, als Willy Brandt sie als seine neue Stenotypistin auswählt. Die Stimmung in Berlin ist angespannt, noch ist die Grenze in den Ostteil der Stadt durchlässig. Wir lernen das Leben verschiedener Bürger im Ost- bzw Westteil Berlins kennen: da wäre Anjas Schwester Renate, die mit ihrem Sohn Peter Pelze von West nach Ost schmuggelt; oder Günther, der im gleichen Haus unter Anja wohnt und im KaDeWe abeitet; und wir begleiten den Bauingenieur Harry Lohse mit seiner Verlobten Elke, die in verschiedenen Bezirken wohnen und zusammen ziehen wollen...usw. Dann in der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 ändert sich das Leben all dieser Menschen schlagartig, als die Stadt von einen auf den anderen Tag gespalten wird... Aus der Buchreihe "Schicksalsmomente der Geschichte" geht es hier um den Bau der Berliner Mauer 1961. Man konnte bildlich, sprachlich, politisch und menschlich in die Vergangenheit zurück reisen und ein Stück unserer deutschen Geschichte erleben. Ich selbst bin in der DDR geboren und aufgewachsen und interessiere mich zunehmend für deutsche Geschichte. Auch wenn es ein fiktives Buch ist, lässt sich gut erahnen wie die Lage zu dieser Zeit gewesen sein musste. Ich konnte noch ein paar wissenswerte Fakten rund um Berlin mitnehmen. Dennoch habe ich mir generell mehr geschichtliche Fakten gewünscht. Im Buch gab es vorrangig "nur" unterschiedliche Einzelschicksale, zwischen denen hin und her gesprungen wurde. Das war oft verwirrend. Außerdem blieben dadurch viele Charaktere blass und oberflächlich. Einzig allein Anja fand ich nahbar, sie bildete als Hauptprotagonistin das Bindeglied zwischen allen Beteiligten. Inhaltlich fand ich es recht unspektakulär, trotz des Kernthemas, mir fehlten die großen Emotionen, die ich mir erhofft habe. Das Ende kam dann auch noch recht abrupt und unspektakulär. Der Schreibstil war angenehm, bildlich und flüssig, manchmal etwas fad/langweilig. Das Buch ist in 5 Abschnitte geteilt mit kurzen Kapiteln, die sich schnell lesen ließen. Es gibt einen chronologisch Aufbau für die Zeit vom 27.03.1961 bis zum 17.06.1963. Fazit: Gute Unterhaltung für zwischendurch, ohne große Tiefe. Ein entspanntes, kaum dramatisches Zeitdokument, das dennoch lesenswert ist, wenn man es gern unbeschwert mag. 3,5/5⭐️
Aug 22, 2025








