Die Flucht
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Description
Book Information
Author Description
Fuminori Nakamura, geboren 1977 in Tokai, studierte Öffentliche Verwaltung und Staatsverwaltung an der Universität Fukushima. 2002 erschien sein Debüt ›Ju‹ (›Der Revolver‹). Inzwischen hat er in Japan über ein Dutzend Romane veröffentlicht, die in viele Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Fuminori Nakamura lebt in Tokio.
Posts
Nakamuras persönlichstes Buch bisher
Sternenvergabe fiktiv: Nakamura zählt zu den bedeutendsten Autoren Japans. Seine Werke *Der Dieb*, *Die Maske* und *Der Revolver* waren die spannendsten Japanischen Krimis, die ich bisher lesen durfte. Umso mehr habe ich mich auf *Die Flucht* gefreut und wurde nicht enttäuscht, jedoch ist meine Begeisterung dem Autor gutzuschreiben und nicht zu 100% seinem aktuellen Werk. Keine Frage, es ist unfassbar spannend und auch historisch sehr informativ. Nakamura selber erläutert im Nachwort auch seine Gedanken hierzu. Es ist für ihn eins seiner persönlichsten Bücher, umso wichtiger war es ihm, auch einen der im Buch geführten Charaktere nochmal zu erläutern, da er erfahrungsgemäß festgestellt hat, dass einige Leser keine volle Zuordnung fanden. Der Epilog und sein Nachwort waren für mich nochmal zusammenfassend und verständlich erläutert. Dieses Buch beinhaltet viele historische Fakten, ob von der Christenverfolgung in Japan, dem Atomabwurf in Nagasaki oder dem gebotenen Rassismus unter Asiaten, war dieser Roman sehr umfangreich. Die tatsächliche Geschichte über die, durch Zufall in die Hände des Reporters gefallene Trompete aus dem 2. Weltkrieg beginnt spannend und brutal, wie man Nakamura kennt. Der Hauptprotagonist kommt durch Zufall an dieses besondere Musikinstrument ran und begibt sich anschließend auf die Reise. Auf den Philippinen lernt er eine Vietnamesin kennen, in die er sich unsterblich verliebt und welche auch später seine Liebe erwidert. Jedoch kurze Zeit später bei einer Demonstration stirbt. Der Journalist verfällt dadurch in Depressionen und als dann noch ein Mann, namens B auftaucht, der eine Figur zwischen Fiktion und Realität darstellt und ihm mit Folter und Mord droht, beginnt eine Flucht. Wir durchreisen Zeiten und historische Ereignisse, Lernen den Ursprung der Trompete kennen und was es damit auf sich hat. Die Geschichte war sehr spannend und auch umfangreich, aber selbst nun nach dem Ende, beschäftigt mich die Geschichte noch immer. Das Nachwort hat zwar ein wenig Licht ins Dunkel gebracht, aber es muss an mir liegen, dass ich nicht allen Passagen folgen konnte. Dennoch Nakamura geschuldet ist der Schreibstil durchdringend und wie gewohnt gut. Ich empfehle daher dieses Buch Nakamura Fans und LeserIN, die gerne komplexere Krimis lesen. Von mir dennoch eine Empfehlung, weil ich trotz dem Ende sehr viel interessantes über die asiatische Kultur und die historischen Ereignisse gelernt habe. #fuminorinakamura #dieflucht #diogenes #japan #literatur #japanliterature #history #worldwar #theescape #rassism #asien #krimi #empfehlung #spannend
Dieser im Diogenes-Verlag am 20.03.2024 erschienene Roman ist der erste, den ich von Fuminori Nakamura gelesen habe. Übersetzt von Luise Steggewentz - 496 Seiten. Kenji Yamamine - ein Journalist und Kritiker - wird zu Beginn der Geschichte bedroht und verfolgt, weil er im Besitz der sogenannten Teufelstrompete ist. Verschieden Mächte - eine religiöse Sekte, ein Mann namens B. und die Regierung - verfolgen ihn und versuchen auf unterschiedliche Art und Weise an die Trompete zu kommen. Eine schöne Frau bietet sich ihm an, B. droht ihm mit Folter oder qualvollem Tod. Er entkommt jedoch und reist Zwecks Recherchen auf die Philipinen; dort trifft er die junge Anh und verliebt sich in sie. Zurück in Japan dauert es nicht lang und Anh meldet sich bei ihm; sie ist als Sprachschülerin nach Japan gekommen, muss sich die horrende Gebühr dieser Schule jedoch als Hostess verdienen (da ihr keine andere lukrative Arbeit gestattet ist). Kenji kauft sie frei und beide werden ein Liebespaar - sie beschließen, zu heiraten. Anh und Kenji bzw. ihre Ahnen haben - ohne dass die beiden es geahnt hätten - eine gemeinsame Vergangenheit. Doch Anh stirbt bei gewaltsamen Ausschreitungen während einer Demonstration durchbringen Schubser. Kenji ist der Verzweiflung nah und macht sich - auch getrieben durch die Flucht vor seinen Verfolgern - auf, um die Geheimnisse der Trompete aufzudecken. Er findet Aufzeichnungen des Trompeters Suzuki, in denen dieser seine Erlebnisse mit der Trompete an der Front des zweiten Weltkrieges schildert. Diese Aufzeichnungen beginnen noch in Japan und schildern die Liebe Suzukis zu einer jungen Frau; später erzählen sie von der Gewalt an der Front, geprägt auch von Massenvergewaltigungen von Frauen an den Orten der Kämpfe durch japanische Soldaten. Weiter möchte ich hier nicht vorgreifen. Der Autor schafft es meisterlich, die Handlungsstränge eines Krimis mit denen einer (oder eigentlich zweier) Liebesgeschichte(n) zu verknüpfen und mit historischen Daten zu unterfüttern. Hinzu kommt die Selbstanalyse des Trompeters, wodurch die Story nochmals auf ein nächsthöheres Niveau gehoben wird. Als Leser erfährt man etwas über die japanische Geschichte, was - zumindest mir - bisher nicht so geläufig war. So war ich erstaunt, von der sehr grausamen Christenverfolgung in Japan zu lesen. Zudem zeigt es schonungslos auf, welche Fremdenfeindlichkeit in Japan noch lange herrschte. Sprachlich lässt der Autor einen weitestgehend durch die Seiten fliegen, auch wenn man sich manchmal schon einlassen muss auf die Sprünge in Zeit und Perspektive. Teilweise tatsächlich ein ganz wenig zu lang in der Wortgewalt - und der Epilog bzw. das Ende haben mich doch ein ganz klein wenig verwirrt. Wie auch immer. Ein Buch, welches ich jedem empfehlen möchte, der moderne japanische Literatur mag. Wer also Haruki Murakami oder Kenzaburo Oe mag, der ist hier gut bedient. Oder auch Kazuo Ishiguro - wenn dieser auch in England aufgewachsen ist, beherrscht er eine ähnlich literarische Magie. Von mir 4,5/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.
Eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte
Ich muss sagen, das ich nicht wirklich weiß, was ich von „Die Flucht“ halten soll. Es war mir zu verschachtelt und undurchsichtig. Auch ist mir zwar die Faszination der Trompete innerhalb des Buches klar, aber als Leser hat mich diese nie fasziniert. Auch die verschiedenen handelnden Personen waren für mich teilweise nicht verständlich in ihren Handlungen. Schade, da mich der Klappentext wirklich angesprochen hatte. Eventuell ist dies auch ein Buch, das gelesen und nicht gehört werden sollte.
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Fuminori Nakamura, geboren 1977 in Tokai, studierte Öffentliche Verwaltung und Staatsverwaltung an der Universität Fukushima. 2002 erschien sein Debüt ›Ju‹ (›Der Revolver‹). Inzwischen hat er in Japan über ein Dutzend Romane veröffentlicht, die in viele Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Fuminori Nakamura lebt in Tokio.
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Nakamuras persönlichstes Buch bisher
Sternenvergabe fiktiv: Nakamura zählt zu den bedeutendsten Autoren Japans. Seine Werke *Der Dieb*, *Die Maske* und *Der Revolver* waren die spannendsten Japanischen Krimis, die ich bisher lesen durfte. Umso mehr habe ich mich auf *Die Flucht* gefreut und wurde nicht enttäuscht, jedoch ist meine Begeisterung dem Autor gutzuschreiben und nicht zu 100% seinem aktuellen Werk. Keine Frage, es ist unfassbar spannend und auch historisch sehr informativ. Nakamura selber erläutert im Nachwort auch seine Gedanken hierzu. Es ist für ihn eins seiner persönlichsten Bücher, umso wichtiger war es ihm, auch einen der im Buch geführten Charaktere nochmal zu erläutern, da er erfahrungsgemäß festgestellt hat, dass einige Leser keine volle Zuordnung fanden. Der Epilog und sein Nachwort waren für mich nochmal zusammenfassend und verständlich erläutert. Dieses Buch beinhaltet viele historische Fakten, ob von der Christenverfolgung in Japan, dem Atomabwurf in Nagasaki oder dem gebotenen Rassismus unter Asiaten, war dieser Roman sehr umfangreich. Die tatsächliche Geschichte über die, durch Zufall in die Hände des Reporters gefallene Trompete aus dem 2. Weltkrieg beginnt spannend und brutal, wie man Nakamura kennt. Der Hauptprotagonist kommt durch Zufall an dieses besondere Musikinstrument ran und begibt sich anschließend auf die Reise. Auf den Philippinen lernt er eine Vietnamesin kennen, in die er sich unsterblich verliebt und welche auch später seine Liebe erwidert. Jedoch kurze Zeit später bei einer Demonstration stirbt. Der Journalist verfällt dadurch in Depressionen und als dann noch ein Mann, namens B auftaucht, der eine Figur zwischen Fiktion und Realität darstellt und ihm mit Folter und Mord droht, beginnt eine Flucht. Wir durchreisen Zeiten und historische Ereignisse, Lernen den Ursprung der Trompete kennen und was es damit auf sich hat. Die Geschichte war sehr spannend und auch umfangreich, aber selbst nun nach dem Ende, beschäftigt mich die Geschichte noch immer. Das Nachwort hat zwar ein wenig Licht ins Dunkel gebracht, aber es muss an mir liegen, dass ich nicht allen Passagen folgen konnte. Dennoch Nakamura geschuldet ist der Schreibstil durchdringend und wie gewohnt gut. Ich empfehle daher dieses Buch Nakamura Fans und LeserIN, die gerne komplexere Krimis lesen. Von mir dennoch eine Empfehlung, weil ich trotz dem Ende sehr viel interessantes über die asiatische Kultur und die historischen Ereignisse gelernt habe. #fuminorinakamura #dieflucht #diogenes #japan #literatur #japanliterature #history #worldwar #theescape #rassism #asien #krimi #empfehlung #spannend
Dieser im Diogenes-Verlag am 20.03.2024 erschienene Roman ist der erste, den ich von Fuminori Nakamura gelesen habe. Übersetzt von Luise Steggewentz - 496 Seiten. Kenji Yamamine - ein Journalist und Kritiker - wird zu Beginn der Geschichte bedroht und verfolgt, weil er im Besitz der sogenannten Teufelstrompete ist. Verschieden Mächte - eine religiöse Sekte, ein Mann namens B. und die Regierung - verfolgen ihn und versuchen auf unterschiedliche Art und Weise an die Trompete zu kommen. Eine schöne Frau bietet sich ihm an, B. droht ihm mit Folter oder qualvollem Tod. Er entkommt jedoch und reist Zwecks Recherchen auf die Philipinen; dort trifft er die junge Anh und verliebt sich in sie. Zurück in Japan dauert es nicht lang und Anh meldet sich bei ihm; sie ist als Sprachschülerin nach Japan gekommen, muss sich die horrende Gebühr dieser Schule jedoch als Hostess verdienen (da ihr keine andere lukrative Arbeit gestattet ist). Kenji kauft sie frei und beide werden ein Liebespaar - sie beschließen, zu heiraten. Anh und Kenji bzw. ihre Ahnen haben - ohne dass die beiden es geahnt hätten - eine gemeinsame Vergangenheit. Doch Anh stirbt bei gewaltsamen Ausschreitungen während einer Demonstration durchbringen Schubser. Kenji ist der Verzweiflung nah und macht sich - auch getrieben durch die Flucht vor seinen Verfolgern - auf, um die Geheimnisse der Trompete aufzudecken. Er findet Aufzeichnungen des Trompeters Suzuki, in denen dieser seine Erlebnisse mit der Trompete an der Front des zweiten Weltkrieges schildert. Diese Aufzeichnungen beginnen noch in Japan und schildern die Liebe Suzukis zu einer jungen Frau; später erzählen sie von der Gewalt an der Front, geprägt auch von Massenvergewaltigungen von Frauen an den Orten der Kämpfe durch japanische Soldaten. Weiter möchte ich hier nicht vorgreifen. Der Autor schafft es meisterlich, die Handlungsstränge eines Krimis mit denen einer (oder eigentlich zweier) Liebesgeschichte(n) zu verknüpfen und mit historischen Daten zu unterfüttern. Hinzu kommt die Selbstanalyse des Trompeters, wodurch die Story nochmals auf ein nächsthöheres Niveau gehoben wird. Als Leser erfährt man etwas über die japanische Geschichte, was - zumindest mir - bisher nicht so geläufig war. So war ich erstaunt, von der sehr grausamen Christenverfolgung in Japan zu lesen. Zudem zeigt es schonungslos auf, welche Fremdenfeindlichkeit in Japan noch lange herrschte. Sprachlich lässt der Autor einen weitestgehend durch die Seiten fliegen, auch wenn man sich manchmal schon einlassen muss auf die Sprünge in Zeit und Perspektive. Teilweise tatsächlich ein ganz wenig zu lang in der Wortgewalt - und der Epilog bzw. das Ende haben mich doch ein ganz klein wenig verwirrt. Wie auch immer. Ein Buch, welches ich jedem empfehlen möchte, der moderne japanische Literatur mag. Wer also Haruki Murakami oder Kenzaburo Oe mag, der ist hier gut bedient. Oder auch Kazuo Ishiguro - wenn dieser auch in England aufgewachsen ist, beherrscht er eine ähnlich literarische Magie. Von mir 4,5/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.
Eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte
Ich muss sagen, das ich nicht wirklich weiß, was ich von „Die Flucht“ halten soll. Es war mir zu verschachtelt und undurchsichtig. Auch ist mir zwar die Faszination der Trompete innerhalb des Buches klar, aber als Leser hat mich diese nie fasziniert. Auch die verschiedenen handelnden Personen waren für mich teilweise nicht verständlich in ihren Handlungen. Schade, da mich der Klappentext wirklich angesprochen hatte. Eventuell ist dies auch ein Buch, das gelesen und nicht gehört werden sollte.












