Die Einsamkeit der Primzahlen
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Description
Der große Roman einer unerfüllten Liebe
Ein einziger Tag in ihrer Kindheit entscheidet über ihr Schicksal: An diesem Tag verliert Alice das Vertrauen in ihren Vater und ihre Lebenslust. Mattia hingegen verliert seine Schwester, als er sie nur ein Mal aus den Augen lässt.
Jahre später lernen Mattia und Alice einander kennen. Sie scheinen füreinander bestimmt zu sein. Doch das Leben legt ihnen Hindernisse in den Weg.
Book Information
Author Description
Paolo Giordano wurde 1982 in Turin geboren, wo er Physik studierte und mit einer Promotion in Theoretischer Physik abschloss. Danach arbeitete er als profilierter Journalist. Sein erster Roman «Die Einsamkeit der Primzahlen» war ein internationaler Bestseller. Er wurde in über vierzig Sprachen übersetzt und verfilmt. Zuletzt erschien sein vielbeachteter Roman "Den Himmel stürmen". Giordano erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den angesehensten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega. Paolo Giordano lebt in Rom.
Posts
Die Einsamkeit der Primzahlen ist ein ruhiges, aber emotional ziemlich starkes Buch. Besonders gut fand ich, wie die Einsamkeit und die inneren Verletzungen der Figuren beschrieben werden – oft traurig, aber sehr authentisch. Das Buch lebt weniger von Spannung, sondern mehr von der Stimmung und den Gedanken der Charaktere. Teilweise hat es sich für mich etwas gezogen, trotzdem bleibt die Geschichte im Kopf, weil sie zeigt, wie Menschen sich nahe sein können und sich trotzdem nie ganz erreichen.
Eine Geschichte über 2 Menschen, die in früher Kindheit einschneidende Erlebnisse haben, die sie einsam werden lassen. Auf dem gemeinsamen Weg finden sie heraus, was der Unterschied zwischen Liebe und gemeinsam einsam sein ist.
Auch wenn einige Situationen schon sehr düster beschrieben sind, hat mir das Buch gut gefallen. Ich konnte emotional mitschwingen und mochte den Schreibstil.
Die Geschichte einer unerfüllten Liebe - das steht auf dem Klappentext und das ist auch das, was man bekommt, so wie die Titanic ja doch immer den Eisberg entlang schrappt. Keine Überraschung in Sicht. Wie begleiten zwei Außenseiter durch ihre Schulzeit und auch später in einigen Erwachsenenjahren: er der geniale Junge, den keiner versteht und der niemanden an sich heranlässt und sie das Mädchen, das allen gefallen und einfach nur dazu gehören möchte und viel dafür gibt. Diese beiden Personen treffen aufeinander, umkreisen sich über Jahre hinweg, können nicht mit-, aber auch nicht ohne einander. Den Schluss fand ich seltsam und irgendwie unerwartet. Oder vielleicht doch erwartbar, aber vielleicht nicht von mir.
Eine bewegende und aufwühlende Geschichte um Alice und Mattia.
In dem Buch geht es anfangs um zwei Jugendliche, die das Schicksal ihrer jeweiligen Vergangenheit versuchen zu verarbeiten und zu unterdrücken. Zwei junge Erwachsene, die auf der gleichen Wellenlänge schwimmen, aber doch irgendwie in entgegengesetzte Richtungen. Der Autor hat zwei sehr bewegende Charaktere geschaffen. Das Buch ließ sich gut lesen, an manchen Stellen vielleicht etwas langatmig. Aber insgesamt ein rundum gelungenes, tiefgründiges Buch, welches mir manchmal den Atem stocken ließ. Denn auch sprachlicher Ebene ist das Buch ein absolutes Meisterwerk.
Das Buch dreht sich um Alice und Mattia, die beide früh ein Trauma erleben, das sich tief in ihre Seele eingräbt. Im Laufe der Geschichte begegnen, berühren und stützen sie sich, verfehlen sich letztendlich aber doch wieder und wieder. Die beiden laden den Leser wunderbar dazu ein, ein auf das andere Mal völlig an ihnen zu verzweifeln. Empfehlen würde ich das Buch Menschen, die eine gewisse Kargheit, Zähigkeit, Sperrigkeit mögen oder gut aushalten. Was mich von einer besseren Bewertung des Buches abhält, ist dass ich von der Charakterzeichnung in der Tiefe nicht ganz überzeugt werden konnte und mich beim Lesen wahrscheinlich immer wieder unterschwellig daran gestoßen habe. Die fast fanatische Selbstkontrolle, die Alice in ihrer Essstörung aufbringt, war schwer übereinzubringen mit ihrer ansonsten häufig spontanen, impulsiven und manipulativen Art. Fast von Beginn an und über viele Jahre ist sie so restriktiv, rigide und kontrolliert beim Essen und strebt nach einem vermeintlichen (Körper-)ideal, dass die Frage aufkommt, wo genau sich diese Eigenschaften in ihrem restlichen Leben finden. Bei Mattia scheint neben den Folgen der schweren Traumatisierung auch Autismus mehr als nur gelegentlich durchzuschimmern, dann aber wieder auch nicht. Es sind Charaktere, die sich sicher entziehen wollen, aber in mancher Hinsicht fehlte für mich die Stimmigkeit so sehr, dass sie mich komplett verloren haben. Daneben ist auch eine eher negative Schilderung weiblicher Charaktere auffällig, bei Alice, aber auch bei den Müttern, die irgendwie fast gar nicht vorzukommen scheinen und wenn dann als schwach, krank und/oder unfähig. *Triggerwarnung für Essstörungen und SVV
Besondere Menschen
Wechselseitig werden die Protagonisten Mattia und Alice und deren Leben beschrieben. Beide haben früh im Leben ein traumatisches Erlebnis. Das, und nicht nur das prägt sie und macht sie zu speziellen Menschen, die nicht so sind wie andere. Als sie sich begegnen, entsteht eine besondere Beziehung, warmherzig zueinander und berührend. Aber so richtig kommen sie nicht zueinander und in ihrem Leben nicht richtig zurecht. Gestört hat mich extrem die Darstellung des Essverhaltens von Aluce. Sie isst quasi nichts über den gesamten Zeitraum. Der Einzige, der dazu mal was sagt ist ihr Chef und einmal ihr Mann, aber dann passiert weiter nichts. Sie kann so weitermachen wie bisher. Das muss vielleicht zur besonderen Beschreibung gehören, wird hier meiner Meinung nach fast heroisiert, nicht gut! Sonst sehr warmherzig in der Sprache aber die Personen waren mir zu „nerdig“.
Interessante aber auch sehr bedrückende Geschichte. Irgendwie fehlten mir Infos zu den Charakteren um die Entwicklung besser nachvollziehbar zu machen. Alice empfand ich trotz ihres Schicksals als sehr unsympathisch und bin daher froh über Mattias Entscheidung. Das Ende des Buches war vorhersehbar und aufgrund des Verlaufes der Geschichte auch unabwendbar. Kann das Buch empfehlen auch wenn es keine leichte Kost ist.
„Der große Roman einer unvollendeten Liebe“ … und noch viel mehr! Giordano hat es geschafft ein gewissermaßen verstörendes und doch so reales Drama zu schreiben - Über unüberwindbare Hindernisse und Geheimnisse , über eine zarte Liebe und über das manchmal so grausame Dasein . Der Inhalt des Roman ist wirklich schwierig zu beschreiben und manchmal auch schwer zu begreifen! Es geht um die Geschichte zweier Menschen, Alice und Mattia, die in ihrer Kindheit etwas erlebt haben, dass sie den Rest ihres Lebens prägen wird.Und es ist mehr als das – Ergreiffend beschreibt Paolo G. wie die beiden zum ersten, zum zweiten, zum dritten Mal über Jahrzehnte hinweg aufeinander treffen und sich trotz der Vertrautheit mehr denn je alleine fühlen. In Mattias Augen sind Alice und er Primzahlen, allein und verloren, sich nahe, aber doch nicht nahe genug, um einander wirklich berühren zu können. Zwei zarte Seelen und die bittere Erkenntnis, dass beide nicht leben und nicht sterben wollen, nicht mit und nicht ohneeinander können. Und das man die Vergangenheit nie nie nie vergessen oder überwinden kann … Besonders erschreckend fand ich, wie schwer sich die beiden Protagonisten ihr Leben machen, gefangen in verzweifelten Gedanken, Schuldgefühlen und Selbsthass. Der Schreibstil von Giordano ist dabei melancholisch, manchmal verspielt, manchmal brutal sachlich. Der Erzähler wechselt kapitelweise zwischen den Welten von Alice und Mattia, bis sie auf dem Schulhof zum ersten Mal aufeinander treffen.Ein rundum gut gelungenes Drama, dass 2008 das meistverkaufte Buch Italiens war.
Melancholie pur
Das Buch machte mich gleichermaßen traurig wie froh, als ich es endlich ausgelesen habe... Die Schilderungen dieser außergewöhnlichen Charaktere konnte ich fast nicht ertragen, so lebensecht waren sie beschrieben. Da beide sind, wie sie sind, gibt es Hoffnung, Verzweiflung, Schmerz und Freude, Verletzung wie Heilung. Zu Recht ein preiswürdiger Roman, dieser lebensechte, authentische Schreibstil ist schon etwas Besonderes und gehört in meine Sammlung der besten Bücher.
Eine traurige Geschichte über das Leben
‘Die Einsamkeit der Primzahlen‘ wurde mir hier auf READO empfohlen und da das Buch spannend klang, habe ich es auf meine Wunschliste gepackt. Als ich es dann vor kurzem im Buchladen meines Vertrauens fand, nahm ich es mit. Mir fiel es anfangs etwas schwer in die Geschichte zu finden, aber das legte sich ab circa einem Viertel des Buches. Die Zeitsprünge ergaben zwar alle Sinn, trotzdem fiel es mir dabei manchmal schwer der Geschichte zu folgen. Oft hatte ich das Gefühl, mir fehle irgendwas. Trotzdem fand ich das Buch ganz gut. Mehr als 3,5 ⭐️ kann ich jedoch dennoch nicht geben.
Zwei Einsame Seelen die aufeinander treffen
Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Gerade am Anfang musste ich über die Athenzität schmunzeln. Es ist ein sehr harter Broken und eigentlich passiert nichts schönes, es ist sehr düster. Ich hätte mir gewünscht, dass die Traumata mehr ausgebaut wären und etwas realistischer bei Alice dargestellt worden wären. Hinzu kommt, dass ich mit den Charakteren leider keine Bindung hatte und sie beide teilweise sehr unsympathisch fand.
Melancholie pur
Es ist mir schwer gefallen in Buch zu kommen und auch dann wollte ich einfach nur das es zu Ende ist. Worum geht es? Alice und Mattia - zwei Menschen, einsam wie Primzahlen. Beide haben in jungen Jahren schlimmes erlebt und werden dieses Erlebnis nie los. Beide wären gerne ganz normal und sind so anderes wie Primzahlen zwischen all den normalen Zahlen. Aber es gibt Primzahlenzwillinge - Paare von Primzahlen, die fast nebeneinander stehen, sich fast berühren können. "Es waren die anderen, die zuerst bemerkten, was Alice und Mattia selbst erst viele Jahre später begreifen sollten." (Seite 117) Es ist keine Liebesgeschichte und doch ist es eine. Es ist eine Geschiche voller Verlust, Einsamkeit und Schmerz. Die den Leser manchmal hoffen lässt und gleichzeit klar macht das es keine Hoffnung gibt.

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Der große Roman einer unerfüllten Liebe
Ein einziger Tag in ihrer Kindheit entscheidet über ihr Schicksal: An diesem Tag verliert Alice das Vertrauen in ihren Vater und ihre Lebenslust. Mattia hingegen verliert seine Schwester, als er sie nur ein Mal aus den Augen lässt.
Jahre später lernen Mattia und Alice einander kennen. Sie scheinen füreinander bestimmt zu sein. Doch das Leben legt ihnen Hindernisse in den Weg.
Book Information
Author Description
Paolo Giordano wurde 1982 in Turin geboren, wo er Physik studierte und mit einer Promotion in Theoretischer Physik abschloss. Danach arbeitete er als profilierter Journalist. Sein erster Roman «Die Einsamkeit der Primzahlen» war ein internationaler Bestseller. Er wurde in über vierzig Sprachen übersetzt und verfilmt. Zuletzt erschien sein vielbeachteter Roman "Den Himmel stürmen". Giordano erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den angesehensten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega. Paolo Giordano lebt in Rom.
Posts
Die Einsamkeit der Primzahlen ist ein ruhiges, aber emotional ziemlich starkes Buch. Besonders gut fand ich, wie die Einsamkeit und die inneren Verletzungen der Figuren beschrieben werden – oft traurig, aber sehr authentisch. Das Buch lebt weniger von Spannung, sondern mehr von der Stimmung und den Gedanken der Charaktere. Teilweise hat es sich für mich etwas gezogen, trotzdem bleibt die Geschichte im Kopf, weil sie zeigt, wie Menschen sich nahe sein können und sich trotzdem nie ganz erreichen.
Eine Geschichte über 2 Menschen, die in früher Kindheit einschneidende Erlebnisse haben, die sie einsam werden lassen. Auf dem gemeinsamen Weg finden sie heraus, was der Unterschied zwischen Liebe und gemeinsam einsam sein ist.
Auch wenn einige Situationen schon sehr düster beschrieben sind, hat mir das Buch gut gefallen. Ich konnte emotional mitschwingen und mochte den Schreibstil.
Die Geschichte einer unerfüllten Liebe - das steht auf dem Klappentext und das ist auch das, was man bekommt, so wie die Titanic ja doch immer den Eisberg entlang schrappt. Keine Überraschung in Sicht. Wie begleiten zwei Außenseiter durch ihre Schulzeit und auch später in einigen Erwachsenenjahren: er der geniale Junge, den keiner versteht und der niemanden an sich heranlässt und sie das Mädchen, das allen gefallen und einfach nur dazu gehören möchte und viel dafür gibt. Diese beiden Personen treffen aufeinander, umkreisen sich über Jahre hinweg, können nicht mit-, aber auch nicht ohne einander. Den Schluss fand ich seltsam und irgendwie unerwartet. Oder vielleicht doch erwartbar, aber vielleicht nicht von mir.
Eine bewegende und aufwühlende Geschichte um Alice und Mattia.
In dem Buch geht es anfangs um zwei Jugendliche, die das Schicksal ihrer jeweiligen Vergangenheit versuchen zu verarbeiten und zu unterdrücken. Zwei junge Erwachsene, die auf der gleichen Wellenlänge schwimmen, aber doch irgendwie in entgegengesetzte Richtungen. Der Autor hat zwei sehr bewegende Charaktere geschaffen. Das Buch ließ sich gut lesen, an manchen Stellen vielleicht etwas langatmig. Aber insgesamt ein rundum gelungenes, tiefgründiges Buch, welches mir manchmal den Atem stocken ließ. Denn auch sprachlicher Ebene ist das Buch ein absolutes Meisterwerk.
Das Buch dreht sich um Alice und Mattia, die beide früh ein Trauma erleben, das sich tief in ihre Seele eingräbt. Im Laufe der Geschichte begegnen, berühren und stützen sie sich, verfehlen sich letztendlich aber doch wieder und wieder. Die beiden laden den Leser wunderbar dazu ein, ein auf das andere Mal völlig an ihnen zu verzweifeln. Empfehlen würde ich das Buch Menschen, die eine gewisse Kargheit, Zähigkeit, Sperrigkeit mögen oder gut aushalten. Was mich von einer besseren Bewertung des Buches abhält, ist dass ich von der Charakterzeichnung in der Tiefe nicht ganz überzeugt werden konnte und mich beim Lesen wahrscheinlich immer wieder unterschwellig daran gestoßen habe. Die fast fanatische Selbstkontrolle, die Alice in ihrer Essstörung aufbringt, war schwer übereinzubringen mit ihrer ansonsten häufig spontanen, impulsiven und manipulativen Art. Fast von Beginn an und über viele Jahre ist sie so restriktiv, rigide und kontrolliert beim Essen und strebt nach einem vermeintlichen (Körper-)ideal, dass die Frage aufkommt, wo genau sich diese Eigenschaften in ihrem restlichen Leben finden. Bei Mattia scheint neben den Folgen der schweren Traumatisierung auch Autismus mehr als nur gelegentlich durchzuschimmern, dann aber wieder auch nicht. Es sind Charaktere, die sich sicher entziehen wollen, aber in mancher Hinsicht fehlte für mich die Stimmigkeit so sehr, dass sie mich komplett verloren haben. Daneben ist auch eine eher negative Schilderung weiblicher Charaktere auffällig, bei Alice, aber auch bei den Müttern, die irgendwie fast gar nicht vorzukommen scheinen und wenn dann als schwach, krank und/oder unfähig. *Triggerwarnung für Essstörungen und SVV
Besondere Menschen
Wechselseitig werden die Protagonisten Mattia und Alice und deren Leben beschrieben. Beide haben früh im Leben ein traumatisches Erlebnis. Das, und nicht nur das prägt sie und macht sie zu speziellen Menschen, die nicht so sind wie andere. Als sie sich begegnen, entsteht eine besondere Beziehung, warmherzig zueinander und berührend. Aber so richtig kommen sie nicht zueinander und in ihrem Leben nicht richtig zurecht. Gestört hat mich extrem die Darstellung des Essverhaltens von Aluce. Sie isst quasi nichts über den gesamten Zeitraum. Der Einzige, der dazu mal was sagt ist ihr Chef und einmal ihr Mann, aber dann passiert weiter nichts. Sie kann so weitermachen wie bisher. Das muss vielleicht zur besonderen Beschreibung gehören, wird hier meiner Meinung nach fast heroisiert, nicht gut! Sonst sehr warmherzig in der Sprache aber die Personen waren mir zu „nerdig“.
Interessante aber auch sehr bedrückende Geschichte. Irgendwie fehlten mir Infos zu den Charakteren um die Entwicklung besser nachvollziehbar zu machen. Alice empfand ich trotz ihres Schicksals als sehr unsympathisch und bin daher froh über Mattias Entscheidung. Das Ende des Buches war vorhersehbar und aufgrund des Verlaufes der Geschichte auch unabwendbar. Kann das Buch empfehlen auch wenn es keine leichte Kost ist.
„Der große Roman einer unvollendeten Liebe“ … und noch viel mehr! Giordano hat es geschafft ein gewissermaßen verstörendes und doch so reales Drama zu schreiben - Über unüberwindbare Hindernisse und Geheimnisse , über eine zarte Liebe und über das manchmal so grausame Dasein . Der Inhalt des Roman ist wirklich schwierig zu beschreiben und manchmal auch schwer zu begreifen! Es geht um die Geschichte zweier Menschen, Alice und Mattia, die in ihrer Kindheit etwas erlebt haben, dass sie den Rest ihres Lebens prägen wird.Und es ist mehr als das – Ergreiffend beschreibt Paolo G. wie die beiden zum ersten, zum zweiten, zum dritten Mal über Jahrzehnte hinweg aufeinander treffen und sich trotz der Vertrautheit mehr denn je alleine fühlen. In Mattias Augen sind Alice und er Primzahlen, allein und verloren, sich nahe, aber doch nicht nahe genug, um einander wirklich berühren zu können. Zwei zarte Seelen und die bittere Erkenntnis, dass beide nicht leben und nicht sterben wollen, nicht mit und nicht ohneeinander können. Und das man die Vergangenheit nie nie nie vergessen oder überwinden kann … Besonders erschreckend fand ich, wie schwer sich die beiden Protagonisten ihr Leben machen, gefangen in verzweifelten Gedanken, Schuldgefühlen und Selbsthass. Der Schreibstil von Giordano ist dabei melancholisch, manchmal verspielt, manchmal brutal sachlich. Der Erzähler wechselt kapitelweise zwischen den Welten von Alice und Mattia, bis sie auf dem Schulhof zum ersten Mal aufeinander treffen.Ein rundum gut gelungenes Drama, dass 2008 das meistverkaufte Buch Italiens war.
Melancholie pur
Das Buch machte mich gleichermaßen traurig wie froh, als ich es endlich ausgelesen habe... Die Schilderungen dieser außergewöhnlichen Charaktere konnte ich fast nicht ertragen, so lebensecht waren sie beschrieben. Da beide sind, wie sie sind, gibt es Hoffnung, Verzweiflung, Schmerz und Freude, Verletzung wie Heilung. Zu Recht ein preiswürdiger Roman, dieser lebensechte, authentische Schreibstil ist schon etwas Besonderes und gehört in meine Sammlung der besten Bücher.
Eine traurige Geschichte über das Leben
‘Die Einsamkeit der Primzahlen‘ wurde mir hier auf READO empfohlen und da das Buch spannend klang, habe ich es auf meine Wunschliste gepackt. Als ich es dann vor kurzem im Buchladen meines Vertrauens fand, nahm ich es mit. Mir fiel es anfangs etwas schwer in die Geschichte zu finden, aber das legte sich ab circa einem Viertel des Buches. Die Zeitsprünge ergaben zwar alle Sinn, trotzdem fiel es mir dabei manchmal schwer der Geschichte zu folgen. Oft hatte ich das Gefühl, mir fehle irgendwas. Trotzdem fand ich das Buch ganz gut. Mehr als 3,5 ⭐️ kann ich jedoch dennoch nicht geben.
Zwei Einsame Seelen die aufeinander treffen
Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Gerade am Anfang musste ich über die Athenzität schmunzeln. Es ist ein sehr harter Broken und eigentlich passiert nichts schönes, es ist sehr düster. Ich hätte mir gewünscht, dass die Traumata mehr ausgebaut wären und etwas realistischer bei Alice dargestellt worden wären. Hinzu kommt, dass ich mit den Charakteren leider keine Bindung hatte und sie beide teilweise sehr unsympathisch fand.
Melancholie pur
Es ist mir schwer gefallen in Buch zu kommen und auch dann wollte ich einfach nur das es zu Ende ist. Worum geht es? Alice und Mattia - zwei Menschen, einsam wie Primzahlen. Beide haben in jungen Jahren schlimmes erlebt und werden dieses Erlebnis nie los. Beide wären gerne ganz normal und sind so anderes wie Primzahlen zwischen all den normalen Zahlen. Aber es gibt Primzahlenzwillinge - Paare von Primzahlen, die fast nebeneinander stehen, sich fast berühren können. "Es waren die anderen, die zuerst bemerkten, was Alice und Mattia selbst erst viele Jahre später begreifen sollten." (Seite 117) Es ist keine Liebesgeschichte und doch ist es eine. Es ist eine Geschiche voller Verlust, Einsamkeit und Schmerz. Die den Leser manchmal hoffen lässt und gleichzeit klar macht das es keine Hoffnung gibt.
























