Die Achse der Autokraten
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Description
FRIEDENSPREIS DES DEUTSCHEN BUCHHANDELS 2024 FÜR DAS GESAMTWERK VON ANNE APPLEBAUM
Autokratische Herrschaft besteht im 21. Jahrhundert nicht länger nur aus einem Tyrannen an der Spitze, der mit Gewalt sein Volk unterdrückt: Heute werden Autokratien durch ausgeklügelte Netzwerke geführt, es hat sich eine neue internationale autokratische Allianz gebildet, wie Bestsellerautorin Anne Applebaum in ihrem neuen Buch zeigt. Von China bis Weißrussland, von Syrien bis Russland unterstützen sich Autokraten von heute gegenseitig mit Ressourcen und Equipment made in Iran, Myanmar oder Venezuela: von Propaganda-Trollfarmen und Bots über Investitionsmöglichkeiten für ihre korrupten Staatsunternehmen bis hin zum Austausch modernster Überwachungstechnologien. Applebaum offenbart, wie die Diktatoren der Welt hinter den Kulissen zusammenarbeiten und sich mit aggressiven Taktiken gegenseitig Sicherheit und Straffreiheit verschaffen. Und sie macht deutlich, wie diese autokratische Allianz unsere Demokratie untergräbt.
»Das ist die eigentliche Lehre aus der deutschen Geschichte: Nicht, dass Deutsche nie wieder Krieg führen dürfen, sondern dass sie eine besondere Verantwortung dafür haben, sich für die Freiheit einzusetzen und dabei auch Risiken einzugehen.« (Aus der Dankesrede von Anne Applebaum zum Friedenspreis 2024)
Book Information
Author Description
Anne Elizabeth Applebaum, geboren 1964 in Washington, D. C., zählt zu den profiliertesten Kritiker*innen autoritärer Herrschaftssysteme und russischer Expansionspolitik. Die Historikerin und Journalistin begann ihre Karriere 1988 als Korrespondentin des Economist in Warschau, von wo sie über den Zusammenbruch des Kommunismus berichtete. Sie schrieb für viele renommierte Zeitungen und arbeitet seit 2019 als Kolumnistin für die Zeitschrift The Atlantic und als Senior Fellow an der Johns Hopkins School of Advanced International Studies. Applebaum ist ausgewiesene Expertin der osteuropäischen Geschichte und der autoritären Regime Osteuropas. Ihre Bücher Der Gulag (2003), Der Eiserne Vorhang (2012), Roter Hunger (2019) und Die Verlockung des Autoritären (2021), in denen sie den Mechanismen autoritärer Machtsicherung nachspürt, wurden internationale Bestseller und mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Pulitzer-Preis 2004 und mit dem Carl-von-Ossietzky-Preis 2024. 2024 erhielten Anne Applebaum und ihr Ehemann Radosław Sikorski gemeinsam den Europapreis für politische Kultur der Hans Ringier Stiftung. Applebaums neues Buch Die Achse der Autokraten erschien im Oktober 2024 beim Siedler Verlag. Für ihr Gesamtwerk wurde Anne Applebaum mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2024 ausgezeichnet. »Der Historikerin Anne Applebaum den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels zuzusprechen, ist eine großartige, durchaus mutige Entscheidung. (…) Diese Autorin hat einen unvergleichlichen Sinn für die Selbstgefährdung der freiheitlichen Demokratie.« ZEIT Online (25.06.2024)»Seinen Friedenspreis vergibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in friedlichen wie in kriegerischen Zeiten. Doch kaum könnte die diesjährige Auszeichnung unmittelbarer auf das gegenwärtige Kriegsgeschehen stoßen als mit der Wahl von Anne Applebaum. (…) Ihr Werk erinnert daran, dass nur mit der Vergegenwärtigung der Geschichte ein wirklicher Friede möglich wird. Darin liegt Anne Applebaums bleibendes Verdienst.« Der Tagesspiegel (26.06.2024)
Posts
Definition und Verbindungen - aber mit der Zeit redundant und sehr meinungseinachränkend
Man erfährt, wie Autokratien entstanden sind und entstehen. Mechanismen - offensichtliche, weniger offensichtliche und versteckte - werden dargelegt und erklärt. Die Meinung der Autorin schwingt mit, zeigt sich und bringt so die Leserschaft dazu, ebenfalls in den Prozess der eigenen Meinungsbildung zu gehen. Ein guter Essay eben. Daher keine 5 Sterne. Es möchte meines Erachtens nach als Sachbuch erscheinen, ist jedoch entweder ein langer Kommentar oder ein Essay. Doch leider kippt dieser im letzten Drittel zu einer überstülpenden Meinungsdarlegung. Menschen, welche dieses Buch in die Hand nehmen, interessieren sich für Politik und Autokratien - da muss man ihnen als Autorin die Freiheit der eigenen kritischen Meinungsbildung überlassen. Das gelingt am Ende nicht. Dennoch konnte ich viele Zusammenhänge und Mechanismen der heutigen Autokratien besser erkennen und verstehen.
Was für ein Buch! Klare Lesempfehlung für jeden der unsere Welt in ihrer Komplexität besser verstehen will.
Ich glaube ich habe kein anderes Buch zu dem ich soo viele Notizen gemacht habe. Anne Applebaum hat ein Werk erschaffen, dass aufklärt über die heutige globale Politik. Wie Autokratien zusammen arbeiten und was es bedeutet - auxh für unser tägliches Leben, egal wo wir leben. Viele was sie beschreibt ist nicht neu. Wir alle haben von Ukraine Krieg gehört, von der Gefahr sozialer Medien für die freie Meinung von Chinas gruseligem Aufstieg... aber niemand hat das bisher so systematisch und klar in Zusammenhang gestellt. Und in den ersten Kapiteln konnte ich immer wieder nur den Kopf schütteln über all die perfiden Ideen und Methoden über die ich gelesen habe. Als Deutsche mit Migrationshintergrund aus Russland fühle ich mich vielen dieser Globalen Probleme persönlich verbunden. Und endlich hatte ixh das Gefühl all diese Puzzleteile die ich mein Leben über gesammelt hatte in ein Bild zusammenfügen zu können. Das schöne ist, das das Buch einen nichjt hoffnungslos zurück lässt. Es gibt Lösungen. Wir müssen dafür kämpfen, dass sie umgesetzt werden.
Anne Applebaum beschreibt eindrucksvoll, wie pragmatisch und abgestimmt autokratische Staaten auf politischer, militärischer und wirtschaftlicher Ebene zusammenarbeiten, allen voran China, Russland, Belarus, Nordkorea, Iran, Venezuela, Kuba, Simbabwe, aber auch viele andere, in wechselnden Allianzen auch zusammen mit Demokratien wie Brasilien, Ungarn, Türkei und Indien. Die Kleptokratien unterstützen sich gegenseitig bei der Geldwäsche sowie bei der Unterdrückung ihrer jeweiligen Bevölkerungen (Waffenlieferungen, Überwachungs- und Polizeitechnik, Söldner). Eindrucksvoll ist auch der Hinweis Applebaums, dass gerade in Afrika das Angebot der Gruppe Wagner vermarket wird: Bodenschätze gegen "Regime Survival Package" (Personenschutz für den Diktator; Attentate auf seine politische Gegner; Niederschlagung von Aufständen; Kampagnen in Rundfunk und sozialen Medien; Kleptokratische Auslandskontakte). Oppositionelle in einer Autokratie haben also nicht nur die Schergen der eigenen Regierung zum Gegner, sondern die geballte Macht der gesamten Achse. Autokratien, das waren für mich bisher unterschiedliche Schauplätze, zumal die Regime ideologisch so gut wie nichts miteinander verbindet. Applebaums Verdienst ist es, uns vor Augen zu führen, dass wir es mit einer starken Front zu tun haben. Die Losung "Wandel durch Handel" war ein folgenreicher Irrtum des Westens. Die aktuelle Entwicklung geht in die genau andere Richtung. Applebaums Buch rüttelt auf. Hoffentlich mit Erfolg.
Russland, China, Nordkorea, Iran, Venezuela - die Liste der Autokratien in ihren verschiedensten Ausprägungen ist lang, hybride und nicht abschließend, ihre Macht wird immer weiter gestärkt, vor allem dadurch, dass sie sich gegenseitig den Rücken frei halten - durch Korruption, Fake News, den Austausch von Technologien und wirtschaftlicher Kontrolle. Die amerikanisch polnische Historikerin und Journalistin Anne Applebaum seziert in ihrem Sachbuch "Die Achse der Autokraten - Korruption, Kontrolle, Propaganda: Wie Diktatoren sich gegenseitig an der Macht halten" genau diese Strukturen, die Autokratien erschaffen und aufrecht erhalten - und wie westliche Demokratien diese durch ihr Finanzwesen und ihre Wirtschaft unterstützen. Das Buch setzt einen dringend benötigten Fokus auf die Gefahren, die von autokratischen Tendenzen auf die Demokratie ausgehen und bietet wichtige Einblicke in aktuelle geopolitische Entwicklungen. Trotz der komplexen Thematik ist das Sachbuch gut verständlich und fesselnd geschrieben. Anne Applebaum gelingt es, eine große Menge an Informationen leicht zugänglich zu machen. Applebaum macht deutlich, wie die Diktatoren der Welt hinter den Kulissen zusammenarbeiten und sich mit aggressiven Taktiken gegenseitig Sicherheit und Straffreiheit verschaffen - sehr lesenswert und gerade durch das letzte Kapitel, das Handlungsspielräume für Demokrat*innen eröffnet, sich gegen die Autokratisierung der Welt zu wehren, auch ein hoffnungsvolles Buch. Gelesen habe ich "Die Achse der Autokraten" in der haptisch und optisch ansprechenden Ausgabe der Büchergilde mit einem Einband mit Metallic-Textur-Papier - sehr zu empfehlen! Übersetzt von Jürgen Neubauer.

Erschreckend und messerscharf analysiert
Die Achse der Autokraten ist ein Buch, das aufrüttelt. Anne Applebaum beschreibt mit klarem Blick und enormem Hintergrundwissen, wie autoritäre Systeme weltweit miteinander vernetzt sind – nicht nur politisch, sondern auch ideologisch. Was mich besonders beeindruckt hat: Sie schreibt nicht trocken-analytisch, sondern mit Haltung. Sie macht deutlich, wie gefährlich diese Netzwerke sind – und wie schnell liberale Demokratien ins Wanken geraten können, wenn wir nicht genau hinsehen. Es ist kein einfaches Buch, aber ein notwendiges. Hochaktuell, beunruhigend – und ein Weckruf. #DieAchseDerAutokraten #AnneApplebaum #DemokratieVerteidigen #AutoritarismusVerstehen
Ein beeindruckendes Buch. Mir wurde einmal mehr klar was für ein Glück es ist in einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft zu leben. Leider ist das glaube ich zunehmend weniger Zeitgenossen klar. Schlüsselsatz des Buches: Keine Demokratie ist sicher. Gerade die Leute, die dieses Buch am dringendsten lesen sollten, werden es vermutlich nicht tun.
Dieses Buch gibt einem einen aktuellen Überblick, wie autokratische Staaten zusammen versuchen, demokratische Ordnungen zu destabilisieren. Sehr lehrreich und gut geschrieben.
„Doch es gibt freiheitliche Gesellschaften und offene und freie Nationen, die ihren Bürgern bessere Aussichten auf ein sinnvolles Leben bieten als geschlossene Diktaturen. (…) Es gab so wenige von ihnen in der Geschichte der Menschheit, und so viele davon hatten nur für kurze Zeit Bestand und gingen dann unter. Freiheitliche Gesellschaften können zerstört werden, von außen genauso wie von innen, durch Kriege und durch Demagogen. Oder sie können gerettet werden - aber nur, wenn die von uns, die in ihnen leben, sich die Mühe machen, sie zu retten „ Die Dringlichkeit dieser Aussage trifft jeden Tag mehr zu. Frau Applebaum hilft einem das Weltgeschehen ein klein wenig mehr zu verstehen. Empfehlung für alle, die sich für das aktuelle Zeitgeschehen interessieren.
Dieses Buch ist für mich das wichtigste Buch, welches ich in diesem gelesen habe und eher mehr als 5 Sterne verdient. Anne Applebaum hat zurecht Titel Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2024 als Preisträgerin erhalten. Sie beschreibt sehr anschaulich mit vielen sehr gut nachvollziehbaren Beispielen, welchen Einfluss Diktatoren, und nicht nur Putin, auf die Welt haben und vor allen Dingen mit welchen hinterhältigen Mitteln sie sich an der Macht halten und sich selbst feiern und das ganz offen. Dabei zeigt sie auch auf welchem großen Fehler bzw. idealistischen Vorstellungen die Demokratien unterlegen waren oder noch sind, wie auch schon Willi Brandt 1970. Im Folgenden ein Zitat aus dem Buch: "Man ging selbstverständlich davon aus, dass sich Demokratie und freiheitliches Gedankengut in einer offeneren und vernetzen Welt einfach in die den autokratischen Staaten verbreiten würden. Niemand konnte sich vorstellen, dass stattdessen die Autokratie und ihr Gedankengut in die demokratische Welt vordringen. " Im Kapitel: die Verunglimpfung der Demokraten zeigt sie auf, dass sich Diktatoren nicht aufgrund ihrer ungewöhnlichen Autokratie der Persönlichkeit an der Macht halten, sondern aufgrund von Apathie und Angst der Mehrheit. Ebenso zeigt die Autorin auf dass die Diktatoren sehr genau beobachten welchen Siegen und Niederlagen die Demokratien gerade unterliegen, um dann größt mögliche Chaos zu stiften . Z.B. wenn man sich nicht auf Waffenlieferungen für die Ukraine einigen kann.... Im Epilog ermutigt Sie die Demokratien und die Menschen sich zu vereinigen. Es ist ein Appell an die Bürger aller Länder, auch an die in Autokratien Lebenden, an diejenigen die demokratische Werte teilen. Diese Buch ist sehr lesenswert für jedermann der an die Demokratie glaubt und für diese steht
Aufrüttelnd und erschreckend
Anne Applebaums Buch ist sehr gut recherchiert und geschrieben. In Form von Essays klärt sie über verschiedene Autokratien, ihren Machterhalt und ihre gegenseitige Unterstützung auf. Vieles habe ich so im täglichen Nachrichtenfluss schon einmal gelesen, verdrängt und jetzt wieder in den hinteren Ecken meines Hirns gefunden. So gebündelt von dem verantwortungslosen Handeln mächtiger Männer zu lesen, erschreckt mich und rüttelt mich auf. Und da stellt sich mir die Frage, wie können wir als Bevölkerung handeln? Diese Frage sollte am Ende beantwortet werden, dies wird im Epilog deutlich - nur weiß ich nicht, welche Empfehlung ich am Ende erhalte bzw. ob diese überhaupt auf mich zutrifft. Dies stellt auch letztlich meinen einzigen Kritikpunkt dar: Alle Demokraten sollen sich vereinigen, aber was mir als ganz normaler Teil einer Gesellschaft empfohlen wird, ist mir nicht ganz klar. Natürlich weiß ich, was ich machen sollte und was ich bereits mache, um unsere Demokratie aufrecht zu erhalten. Aber was kann mein Beitrag sein, um Autokratien zu schwächen? Nichtsdestotrotz ein wichtiges Buch, dass unbedingt und verpflichtend von allen gelesen werden sollte, die die Möglichkeiten haben im Großen etwas zu verändern. Zu empfehlen ist es jedoch auch allen anderen!
Gedanken zur aktuellen nicht mehr freiheitlichen Weltordnung
Applebaum versteht es mit ihren neuem Buch aufzuzeigen, dass autokratische Systeme durch ein Verbund von globalen Netzwerken mit anderen demokratiefeindlichen Ordnungen zusammenarbeiten , um das klassisch freiheitlich orientierte Weltordnungssystem langsam aber sich zu zerbröckeln. Wer die aktuelle Weltlage besser verstehen möchte, kommt um dieses Buch nicht herum ! Absolut lesenswert und sehr lehrreich !
Guter Überblick der Thematik
Das Buch führt gut ins Thema ein, macht auf verschiedene Taktiker unterschiedlicher autokratischer Regierungen aufmerksam, bleibt dabei aber leider an der Oberfläche und weder sonderlich überraschend oder investigativ, noch greift es auf wissenschaftliche und theoretische Grundlagen zurück. Das kann man natürlich von einem so kurzen Buch nicht erwarten, als Student der Thematik fand ich es dennoch schade.
Kurzweiliges Buch, hervorragend begründet, allerdings schnell redundant
Anne Applebaum gelingt es, zu belegen, dass Autokratien trotz verschiedener Interessen und ohne vordergründige Berührungspunkte einander stützen, um Demokratien zu destabilisieren. Die These wird bereits in den ersten wenigen Kapiteln nachvollziehbar begründet. Anschließend wird mit den Ergebnissen zu wenig weitergearbeitet; die These wird mithilfe von weiteren Beispielen weiterhin belegt, aber nicht etwa vertieft oder einem Transfer unterzogen. Weil die These stark belegt, stichhaltig und in sich schlüssig ist, hätte ich mir Schlüsse iSv. gebotenen oder gewünschten Handlungen gewünscht, die greifbarer und mutiger sind - auch wenn es sich nur um Gedankenexperimente gehandelt hätte.
Description
FRIEDENSPREIS DES DEUTSCHEN BUCHHANDELS 2024 FÜR DAS GESAMTWERK VON ANNE APPLEBAUM
Autokratische Herrschaft besteht im 21. Jahrhundert nicht länger nur aus einem Tyrannen an der Spitze, der mit Gewalt sein Volk unterdrückt: Heute werden Autokratien durch ausgeklügelte Netzwerke geführt, es hat sich eine neue internationale autokratische Allianz gebildet, wie Bestsellerautorin Anne Applebaum in ihrem neuen Buch zeigt. Von China bis Weißrussland, von Syrien bis Russland unterstützen sich Autokraten von heute gegenseitig mit Ressourcen und Equipment made in Iran, Myanmar oder Venezuela: von Propaganda-Trollfarmen und Bots über Investitionsmöglichkeiten für ihre korrupten Staatsunternehmen bis hin zum Austausch modernster Überwachungstechnologien. Applebaum offenbart, wie die Diktatoren der Welt hinter den Kulissen zusammenarbeiten und sich mit aggressiven Taktiken gegenseitig Sicherheit und Straffreiheit verschaffen. Und sie macht deutlich, wie diese autokratische Allianz unsere Demokratie untergräbt.
»Das ist die eigentliche Lehre aus der deutschen Geschichte: Nicht, dass Deutsche nie wieder Krieg führen dürfen, sondern dass sie eine besondere Verantwortung dafür haben, sich für die Freiheit einzusetzen und dabei auch Risiken einzugehen.« (Aus der Dankesrede von Anne Applebaum zum Friedenspreis 2024)
Book Information
Author Description
Anne Elizabeth Applebaum, geboren 1964 in Washington, D. C., zählt zu den profiliertesten Kritiker*innen autoritärer Herrschaftssysteme und russischer Expansionspolitik. Die Historikerin und Journalistin begann ihre Karriere 1988 als Korrespondentin des Economist in Warschau, von wo sie über den Zusammenbruch des Kommunismus berichtete. Sie schrieb für viele renommierte Zeitungen und arbeitet seit 2019 als Kolumnistin für die Zeitschrift The Atlantic und als Senior Fellow an der Johns Hopkins School of Advanced International Studies. Applebaum ist ausgewiesene Expertin der osteuropäischen Geschichte und der autoritären Regime Osteuropas. Ihre Bücher Der Gulag (2003), Der Eiserne Vorhang (2012), Roter Hunger (2019) und Die Verlockung des Autoritären (2021), in denen sie den Mechanismen autoritärer Machtsicherung nachspürt, wurden internationale Bestseller und mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Pulitzer-Preis 2004 und mit dem Carl-von-Ossietzky-Preis 2024. 2024 erhielten Anne Applebaum und ihr Ehemann Radosław Sikorski gemeinsam den Europapreis für politische Kultur der Hans Ringier Stiftung. Applebaums neues Buch Die Achse der Autokraten erschien im Oktober 2024 beim Siedler Verlag. Für ihr Gesamtwerk wurde Anne Applebaum mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2024 ausgezeichnet. »Der Historikerin Anne Applebaum den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels zuzusprechen, ist eine großartige, durchaus mutige Entscheidung. (…) Diese Autorin hat einen unvergleichlichen Sinn für die Selbstgefährdung der freiheitlichen Demokratie.« ZEIT Online (25.06.2024)»Seinen Friedenspreis vergibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in friedlichen wie in kriegerischen Zeiten. Doch kaum könnte die diesjährige Auszeichnung unmittelbarer auf das gegenwärtige Kriegsgeschehen stoßen als mit der Wahl von Anne Applebaum. (…) Ihr Werk erinnert daran, dass nur mit der Vergegenwärtigung der Geschichte ein wirklicher Friede möglich wird. Darin liegt Anne Applebaums bleibendes Verdienst.« Der Tagesspiegel (26.06.2024)
Posts
Definition und Verbindungen - aber mit der Zeit redundant und sehr meinungseinachränkend
Man erfährt, wie Autokratien entstanden sind und entstehen. Mechanismen - offensichtliche, weniger offensichtliche und versteckte - werden dargelegt und erklärt. Die Meinung der Autorin schwingt mit, zeigt sich und bringt so die Leserschaft dazu, ebenfalls in den Prozess der eigenen Meinungsbildung zu gehen. Ein guter Essay eben. Daher keine 5 Sterne. Es möchte meines Erachtens nach als Sachbuch erscheinen, ist jedoch entweder ein langer Kommentar oder ein Essay. Doch leider kippt dieser im letzten Drittel zu einer überstülpenden Meinungsdarlegung. Menschen, welche dieses Buch in die Hand nehmen, interessieren sich für Politik und Autokratien - da muss man ihnen als Autorin die Freiheit der eigenen kritischen Meinungsbildung überlassen. Das gelingt am Ende nicht. Dennoch konnte ich viele Zusammenhänge und Mechanismen der heutigen Autokratien besser erkennen und verstehen.
Was für ein Buch! Klare Lesempfehlung für jeden der unsere Welt in ihrer Komplexität besser verstehen will.
Ich glaube ich habe kein anderes Buch zu dem ich soo viele Notizen gemacht habe. Anne Applebaum hat ein Werk erschaffen, dass aufklärt über die heutige globale Politik. Wie Autokratien zusammen arbeiten und was es bedeutet - auxh für unser tägliches Leben, egal wo wir leben. Viele was sie beschreibt ist nicht neu. Wir alle haben von Ukraine Krieg gehört, von der Gefahr sozialer Medien für die freie Meinung von Chinas gruseligem Aufstieg... aber niemand hat das bisher so systematisch und klar in Zusammenhang gestellt. Und in den ersten Kapiteln konnte ich immer wieder nur den Kopf schütteln über all die perfiden Ideen und Methoden über die ich gelesen habe. Als Deutsche mit Migrationshintergrund aus Russland fühle ich mich vielen dieser Globalen Probleme persönlich verbunden. Und endlich hatte ixh das Gefühl all diese Puzzleteile die ich mein Leben über gesammelt hatte in ein Bild zusammenfügen zu können. Das schöne ist, das das Buch einen nichjt hoffnungslos zurück lässt. Es gibt Lösungen. Wir müssen dafür kämpfen, dass sie umgesetzt werden.
Anne Applebaum beschreibt eindrucksvoll, wie pragmatisch und abgestimmt autokratische Staaten auf politischer, militärischer und wirtschaftlicher Ebene zusammenarbeiten, allen voran China, Russland, Belarus, Nordkorea, Iran, Venezuela, Kuba, Simbabwe, aber auch viele andere, in wechselnden Allianzen auch zusammen mit Demokratien wie Brasilien, Ungarn, Türkei und Indien. Die Kleptokratien unterstützen sich gegenseitig bei der Geldwäsche sowie bei der Unterdrückung ihrer jeweiligen Bevölkerungen (Waffenlieferungen, Überwachungs- und Polizeitechnik, Söldner). Eindrucksvoll ist auch der Hinweis Applebaums, dass gerade in Afrika das Angebot der Gruppe Wagner vermarket wird: Bodenschätze gegen "Regime Survival Package" (Personenschutz für den Diktator; Attentate auf seine politische Gegner; Niederschlagung von Aufständen; Kampagnen in Rundfunk und sozialen Medien; Kleptokratische Auslandskontakte). Oppositionelle in einer Autokratie haben also nicht nur die Schergen der eigenen Regierung zum Gegner, sondern die geballte Macht der gesamten Achse. Autokratien, das waren für mich bisher unterschiedliche Schauplätze, zumal die Regime ideologisch so gut wie nichts miteinander verbindet. Applebaums Verdienst ist es, uns vor Augen zu führen, dass wir es mit einer starken Front zu tun haben. Die Losung "Wandel durch Handel" war ein folgenreicher Irrtum des Westens. Die aktuelle Entwicklung geht in die genau andere Richtung. Applebaums Buch rüttelt auf. Hoffentlich mit Erfolg.
Russland, China, Nordkorea, Iran, Venezuela - die Liste der Autokratien in ihren verschiedensten Ausprägungen ist lang, hybride und nicht abschließend, ihre Macht wird immer weiter gestärkt, vor allem dadurch, dass sie sich gegenseitig den Rücken frei halten - durch Korruption, Fake News, den Austausch von Technologien und wirtschaftlicher Kontrolle. Die amerikanisch polnische Historikerin und Journalistin Anne Applebaum seziert in ihrem Sachbuch "Die Achse der Autokraten - Korruption, Kontrolle, Propaganda: Wie Diktatoren sich gegenseitig an der Macht halten" genau diese Strukturen, die Autokratien erschaffen und aufrecht erhalten - und wie westliche Demokratien diese durch ihr Finanzwesen und ihre Wirtschaft unterstützen. Das Buch setzt einen dringend benötigten Fokus auf die Gefahren, die von autokratischen Tendenzen auf die Demokratie ausgehen und bietet wichtige Einblicke in aktuelle geopolitische Entwicklungen. Trotz der komplexen Thematik ist das Sachbuch gut verständlich und fesselnd geschrieben. Anne Applebaum gelingt es, eine große Menge an Informationen leicht zugänglich zu machen. Applebaum macht deutlich, wie die Diktatoren der Welt hinter den Kulissen zusammenarbeiten und sich mit aggressiven Taktiken gegenseitig Sicherheit und Straffreiheit verschaffen - sehr lesenswert und gerade durch das letzte Kapitel, das Handlungsspielräume für Demokrat*innen eröffnet, sich gegen die Autokratisierung der Welt zu wehren, auch ein hoffnungsvolles Buch. Gelesen habe ich "Die Achse der Autokraten" in der haptisch und optisch ansprechenden Ausgabe der Büchergilde mit einem Einband mit Metallic-Textur-Papier - sehr zu empfehlen! Übersetzt von Jürgen Neubauer.

Erschreckend und messerscharf analysiert
Die Achse der Autokraten ist ein Buch, das aufrüttelt. Anne Applebaum beschreibt mit klarem Blick und enormem Hintergrundwissen, wie autoritäre Systeme weltweit miteinander vernetzt sind – nicht nur politisch, sondern auch ideologisch. Was mich besonders beeindruckt hat: Sie schreibt nicht trocken-analytisch, sondern mit Haltung. Sie macht deutlich, wie gefährlich diese Netzwerke sind – und wie schnell liberale Demokratien ins Wanken geraten können, wenn wir nicht genau hinsehen. Es ist kein einfaches Buch, aber ein notwendiges. Hochaktuell, beunruhigend – und ein Weckruf. #DieAchseDerAutokraten #AnneApplebaum #DemokratieVerteidigen #AutoritarismusVerstehen
Ein beeindruckendes Buch. Mir wurde einmal mehr klar was für ein Glück es ist in einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft zu leben. Leider ist das glaube ich zunehmend weniger Zeitgenossen klar. Schlüsselsatz des Buches: Keine Demokratie ist sicher. Gerade die Leute, die dieses Buch am dringendsten lesen sollten, werden es vermutlich nicht tun.
Dieses Buch gibt einem einen aktuellen Überblick, wie autokratische Staaten zusammen versuchen, demokratische Ordnungen zu destabilisieren. Sehr lehrreich und gut geschrieben.
„Doch es gibt freiheitliche Gesellschaften und offene und freie Nationen, die ihren Bürgern bessere Aussichten auf ein sinnvolles Leben bieten als geschlossene Diktaturen. (…) Es gab so wenige von ihnen in der Geschichte der Menschheit, und so viele davon hatten nur für kurze Zeit Bestand und gingen dann unter. Freiheitliche Gesellschaften können zerstört werden, von außen genauso wie von innen, durch Kriege und durch Demagogen. Oder sie können gerettet werden - aber nur, wenn die von uns, die in ihnen leben, sich die Mühe machen, sie zu retten „ Die Dringlichkeit dieser Aussage trifft jeden Tag mehr zu. Frau Applebaum hilft einem das Weltgeschehen ein klein wenig mehr zu verstehen. Empfehlung für alle, die sich für das aktuelle Zeitgeschehen interessieren.
Dieses Buch ist für mich das wichtigste Buch, welches ich in diesem gelesen habe und eher mehr als 5 Sterne verdient. Anne Applebaum hat zurecht Titel Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2024 als Preisträgerin erhalten. Sie beschreibt sehr anschaulich mit vielen sehr gut nachvollziehbaren Beispielen, welchen Einfluss Diktatoren, und nicht nur Putin, auf die Welt haben und vor allen Dingen mit welchen hinterhältigen Mitteln sie sich an der Macht halten und sich selbst feiern und das ganz offen. Dabei zeigt sie auch auf welchem großen Fehler bzw. idealistischen Vorstellungen die Demokratien unterlegen waren oder noch sind, wie auch schon Willi Brandt 1970. Im Folgenden ein Zitat aus dem Buch: "Man ging selbstverständlich davon aus, dass sich Demokratie und freiheitliches Gedankengut in einer offeneren und vernetzen Welt einfach in die den autokratischen Staaten verbreiten würden. Niemand konnte sich vorstellen, dass stattdessen die Autokratie und ihr Gedankengut in die demokratische Welt vordringen. " Im Kapitel: die Verunglimpfung der Demokraten zeigt sie auf, dass sich Diktatoren nicht aufgrund ihrer ungewöhnlichen Autokratie der Persönlichkeit an der Macht halten, sondern aufgrund von Apathie und Angst der Mehrheit. Ebenso zeigt die Autorin auf dass die Diktatoren sehr genau beobachten welchen Siegen und Niederlagen die Demokratien gerade unterliegen, um dann größt mögliche Chaos zu stiften . Z.B. wenn man sich nicht auf Waffenlieferungen für die Ukraine einigen kann.... Im Epilog ermutigt Sie die Demokratien und die Menschen sich zu vereinigen. Es ist ein Appell an die Bürger aller Länder, auch an die in Autokratien Lebenden, an diejenigen die demokratische Werte teilen. Diese Buch ist sehr lesenswert für jedermann der an die Demokratie glaubt und für diese steht
Aufrüttelnd und erschreckend
Anne Applebaums Buch ist sehr gut recherchiert und geschrieben. In Form von Essays klärt sie über verschiedene Autokratien, ihren Machterhalt und ihre gegenseitige Unterstützung auf. Vieles habe ich so im täglichen Nachrichtenfluss schon einmal gelesen, verdrängt und jetzt wieder in den hinteren Ecken meines Hirns gefunden. So gebündelt von dem verantwortungslosen Handeln mächtiger Männer zu lesen, erschreckt mich und rüttelt mich auf. Und da stellt sich mir die Frage, wie können wir als Bevölkerung handeln? Diese Frage sollte am Ende beantwortet werden, dies wird im Epilog deutlich - nur weiß ich nicht, welche Empfehlung ich am Ende erhalte bzw. ob diese überhaupt auf mich zutrifft. Dies stellt auch letztlich meinen einzigen Kritikpunkt dar: Alle Demokraten sollen sich vereinigen, aber was mir als ganz normaler Teil einer Gesellschaft empfohlen wird, ist mir nicht ganz klar. Natürlich weiß ich, was ich machen sollte und was ich bereits mache, um unsere Demokratie aufrecht zu erhalten. Aber was kann mein Beitrag sein, um Autokratien zu schwächen? Nichtsdestotrotz ein wichtiges Buch, dass unbedingt und verpflichtend von allen gelesen werden sollte, die die Möglichkeiten haben im Großen etwas zu verändern. Zu empfehlen ist es jedoch auch allen anderen!
Gedanken zur aktuellen nicht mehr freiheitlichen Weltordnung
Applebaum versteht es mit ihren neuem Buch aufzuzeigen, dass autokratische Systeme durch ein Verbund von globalen Netzwerken mit anderen demokratiefeindlichen Ordnungen zusammenarbeiten , um das klassisch freiheitlich orientierte Weltordnungssystem langsam aber sich zu zerbröckeln. Wer die aktuelle Weltlage besser verstehen möchte, kommt um dieses Buch nicht herum ! Absolut lesenswert und sehr lehrreich !
Guter Überblick der Thematik
Das Buch führt gut ins Thema ein, macht auf verschiedene Taktiker unterschiedlicher autokratischer Regierungen aufmerksam, bleibt dabei aber leider an der Oberfläche und weder sonderlich überraschend oder investigativ, noch greift es auf wissenschaftliche und theoretische Grundlagen zurück. Das kann man natürlich von einem so kurzen Buch nicht erwarten, als Student der Thematik fand ich es dennoch schade.
Kurzweiliges Buch, hervorragend begründet, allerdings schnell redundant
Anne Applebaum gelingt es, zu belegen, dass Autokratien trotz verschiedener Interessen und ohne vordergründige Berührungspunkte einander stützen, um Demokratien zu destabilisieren. Die These wird bereits in den ersten wenigen Kapiteln nachvollziehbar begründet. Anschließend wird mit den Ergebnissen zu wenig weitergearbeitet; die These wird mithilfe von weiteren Beispielen weiterhin belegt, aber nicht etwa vertieft oder einem Transfer unterzogen. Weil die These stark belegt, stichhaltig und in sich schlüssig ist, hätte ich mir Schlüsse iSv. gebotenen oder gewünschten Handlungen gewünscht, die greifbarer und mutiger sind - auch wenn es sich nur um Gedankenexperimente gehandelt hätte.

















