Der Zahir
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Description
Book Information
Author Description
Paulo Coelho wurde 1947 in Rio de Janeiro geboren. Seine Romane, darunter ›Der Alchimist‹, ›Veronika beschließt zu sterben‹ und ›Elf Minuten‹, wurden Weltbestseller, in 89 Sprachen übersetzt und über 320 Millionen Mal verkauft. Die Themen seiner Bücher regen zum Nachdenken an und dazu, den eigenen Weg zu suchen. Er lebt mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf.
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Eine zum Nachdenken anregende Geschichte🙏🏻
Erneut die Freiheit, aber das ist nur ein Gefühl; Freiheit ist nicht das Fehlen von Verpflichtungen, sondern die Fähigkeit, zu wählen - und mich auf das einzulassen, wovon ich glaube, dass es das Beste für mich ist. »Ich habe kürzlich etwas herausgerunden: Die wahren Freunde sind diejenigen, die bei uns sind, wenn etwas Gutes geschieht. Sie drücken uns die Daumen, freuen sich über unsere Siege. Die falschen Freunde sind diejenigen, die nur in schwierigen Zeiten auftauchen, mit diesem solidarischtraurigen Gesicht, weil ihnen unser Leid in ihrem eigenen Elend als Trost dient. Während meiner Krise im vergangenen Jahr sind verschiedene Leute, die ich nie zuvor gesehen habe, bei mir erschienen, um mich zu ›trösten‹. Ich hasse das.« »Ich weiß nicht. Aber ich habe gesehen, daß im Krieg, so paradox es klingen mag, die Menschen glücklich sind. Die Welt hat für sie einen Sinn. Wie ich schon gesagt habe, die vollkommene Macht oder die Aufopferung für eine Sache geben ihrem Leben einen Sinn. Sie sind fähig, grenzenlos zu lieben, denn sie haben nichts mehr zu verlieren. Ein tödlich verletzter Soldat bittet die Ärzte nie: ›Rettet mich doch!« Seine letzten Worte sind meistens: ›Sagen Sie meinem Sohn und meiner Frau, daß ich sie liebe.‹« »Er war lebendig, als er starb.«

Typisch Coelho – leise, tiefgründig und voller innerer Bilder. Der Zahir hat mich berührt, weil das Buch auf einfache, fast unscheinbare Weise große Fragen stellt: über Liebe, Loslassen, Obsession und die Suche nach sich selbst. Es ist keine laute Geschichte, sondern eine, die nachhallt. Man liest sie und denkt danach weiter.
»In Buenos Aires ist der Zahir eine gewöhnliche Münze im Wert von zwanzig Centavos; die Buchstaben NT und die Ziffer 2 sind hineingekerbt wie von einer Rasierklinge oder einem Taschenmesser; auf der Rückseite findet sich die Jahreszahl 1929. In Gujarat, gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts, war der Zahir ein Tiger; in Java ein Blinder aus der Moschee von Surakarta, den die Gläubigen steinigten; in Persien ein Astrolabium, das Naidr Shah auf den Meeresgrund versenken ließ; in den Verliesen des Mahdi, um 1892, war er ein kleiner Kompaß, der in einer Turbanfalte steckte und den Rudolf Carl von Slatin angefaßt hatte.«
Leseerfahrung: ⭐️⭐️⭐️✨ In einem Song: Dancing On My Own - Calum Scott In einem Wort: angekommen Inhaltliches: Als Symbol steht Coelhos Zahir für »etwas, was man, hat man es einmal berührt oder gesehen, nie wieder vergißt und was unser ganzes Denken bis zum Wahnsinn besetzt […]; [s]ein Zahir hat einen Namen und sein Name ist Esther« (S.57). Esthers unangekündigte Flucht aus ihrem Eheleben an der Seite des literarischen Ichs (in größter Bescheidenheit der Autor selbst) bringt dieses an seinen persönlichen Resignationspunkt; zu dem »Ereignis in unserem Leben, das dafür verantwortlich ist, daß wir aufgehört haben, weiter voranzuschreiten« (S.239) — so leben Menschen »ihre immer gleichen Tage und Nächte, in denen Abenteuer nur ein Wort aus einem Buch war oder etwas im Fernsehen« (S.18). Auf der Suche nach Esther schleicht Coelho an der Seite eines obskuren Kultes durch die nächtlichen Straßen Paris, begegnet anderen Suchenden in Alma-Ata und findet in den Steppen Kasachstans — wie könnte es anders sein? —, zu sich selbst. »Kritisches«: Die erste Hälfte des Buchs liest sich als Rebellion gegen die gängige soziale Norm der Ehe; denn die Liebe sei dann verloren gegangen »als wir genaue Regeln dafür festgelegt haben, wie sie sich zu zeigen hat« (S.143). Und »schlimmer als allein und elend nachts durch Genf zu flanieren [keine Liebe zu leben], ist es, jemanden an unserer Seite zu haben und dazu beizutragen, daß der Mensch das Gefühl hat, er spiele in unserem Leben keine Rolle [die Liebe nach klassischem Rollenbild zu leben]« (S.251). Des Lebenssinns im reinsten Anblick müsse diese Norm überwunden werden, das wahre Leben begänne »in dem Augenblick, in dem Menschen beschließen, sich einem Problem zu stellen, [denn dann] bemerken sie, daß sie zu viel mehr fähig sind, als sie eigentlich dachten« (S. 128). Möglich wird dies, wenn die veralteten gesellschaftlichen Normen von Monogamie, Heirat, Unterwerfung und Friedhöflichkeit für bessere Werte fallengelassen und »die eigene Geschichte vergessen [wird, das] heißt, die Zuwege rein zu halten, die erlauben, daß diese Energie sich tagtäglich so offenbart, wie sie es will, und zuzulassen, daß sie uns führt« (S.209). Falls Coelho damit zum Ausdruck bringen möchte, dass echte Liebe mit Bedingungslosigkeit beginnt, so möchte ich die Botschaft unterstützen. Jetzt is‘ es nur so: »Wenn ich [Coelho] eine Botschaft vermitteln wollte, würde ich einen Satz schreiben, kein Buch!« (S.282) Persönliches: Viele Passagen des Buchs sind von so arroganter Selbstdarstellung durchzogen, dass meine Finger beim Berühren der Seiten ganz glitschig-schleimig wurden; die Reise zu seinem persönlichen Zahir war für mich jedoch wirklich rührend. Zur Frage der sozialen Norm bleibt nur Alligatoah zu zitieren: ›den Trend zu hassen, ist auch nur ein Trend‹ — ich weiß es doch auch nich´.

Ich weiß nicht was ich von dem Buch halten soll
Ich kam an sich gut in das Buch hinein. Ich habe es in kurzer Zeit durch gehabt. Leider kam ich mit dem Charakter, der scheinbar Paulo Ceolho selber ist nicht zurecht. Ich konnte auch nichts aus der Geschichte mitnehmen. Das Ende war dann offen, und ich weiß nicht ob es mir gefällt. Vielleicht war das Buch nichts für mich aber andere fangen sicher was damit an.

Ich weiß nicht so richtig, was ich davon halten soll. Anfangs bin ich gut in die Geschichte reingekommen, aber irgendwie entwickelte sie sich sehr schleppend. Ich hatte mir durch den Klappentext etwas ganz anderes vorgestellt. Das offene Ende ließ mich auch eher unbefriedigt zurück. Da haben mir andere Coelho-Bücher schon wesentlich besser gefallen.
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Paulo Coelho wurde 1947 in Rio de Janeiro geboren. Seine Romane, darunter ›Der Alchimist‹, ›Veronika beschließt zu sterben‹ und ›Elf Minuten‹, wurden Weltbestseller, in 89 Sprachen übersetzt und über 320 Millionen Mal verkauft. Die Themen seiner Bücher regen zum Nachdenken an und dazu, den eigenen Weg zu suchen. Er lebt mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf.
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Eine zum Nachdenken anregende Geschichte🙏🏻
Erneut die Freiheit, aber das ist nur ein Gefühl; Freiheit ist nicht das Fehlen von Verpflichtungen, sondern die Fähigkeit, zu wählen - und mich auf das einzulassen, wovon ich glaube, dass es das Beste für mich ist. »Ich habe kürzlich etwas herausgerunden: Die wahren Freunde sind diejenigen, die bei uns sind, wenn etwas Gutes geschieht. Sie drücken uns die Daumen, freuen sich über unsere Siege. Die falschen Freunde sind diejenigen, die nur in schwierigen Zeiten auftauchen, mit diesem solidarischtraurigen Gesicht, weil ihnen unser Leid in ihrem eigenen Elend als Trost dient. Während meiner Krise im vergangenen Jahr sind verschiedene Leute, die ich nie zuvor gesehen habe, bei mir erschienen, um mich zu ›trösten‹. Ich hasse das.« »Ich weiß nicht. Aber ich habe gesehen, daß im Krieg, so paradox es klingen mag, die Menschen glücklich sind. Die Welt hat für sie einen Sinn. Wie ich schon gesagt habe, die vollkommene Macht oder die Aufopferung für eine Sache geben ihrem Leben einen Sinn. Sie sind fähig, grenzenlos zu lieben, denn sie haben nichts mehr zu verlieren. Ein tödlich verletzter Soldat bittet die Ärzte nie: ›Rettet mich doch!« Seine letzten Worte sind meistens: ›Sagen Sie meinem Sohn und meiner Frau, daß ich sie liebe.‹« »Er war lebendig, als er starb.«

Typisch Coelho – leise, tiefgründig und voller innerer Bilder. Der Zahir hat mich berührt, weil das Buch auf einfache, fast unscheinbare Weise große Fragen stellt: über Liebe, Loslassen, Obsession und die Suche nach sich selbst. Es ist keine laute Geschichte, sondern eine, die nachhallt. Man liest sie und denkt danach weiter.
»In Buenos Aires ist der Zahir eine gewöhnliche Münze im Wert von zwanzig Centavos; die Buchstaben NT und die Ziffer 2 sind hineingekerbt wie von einer Rasierklinge oder einem Taschenmesser; auf der Rückseite findet sich die Jahreszahl 1929. In Gujarat, gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts, war der Zahir ein Tiger; in Java ein Blinder aus der Moschee von Surakarta, den die Gläubigen steinigten; in Persien ein Astrolabium, das Naidr Shah auf den Meeresgrund versenken ließ; in den Verliesen des Mahdi, um 1892, war er ein kleiner Kompaß, der in einer Turbanfalte steckte und den Rudolf Carl von Slatin angefaßt hatte.«
Leseerfahrung: ⭐️⭐️⭐️✨ In einem Song: Dancing On My Own - Calum Scott In einem Wort: angekommen Inhaltliches: Als Symbol steht Coelhos Zahir für »etwas, was man, hat man es einmal berührt oder gesehen, nie wieder vergißt und was unser ganzes Denken bis zum Wahnsinn besetzt […]; [s]ein Zahir hat einen Namen und sein Name ist Esther« (S.57). Esthers unangekündigte Flucht aus ihrem Eheleben an der Seite des literarischen Ichs (in größter Bescheidenheit der Autor selbst) bringt dieses an seinen persönlichen Resignationspunkt; zu dem »Ereignis in unserem Leben, das dafür verantwortlich ist, daß wir aufgehört haben, weiter voranzuschreiten« (S.239) — so leben Menschen »ihre immer gleichen Tage und Nächte, in denen Abenteuer nur ein Wort aus einem Buch war oder etwas im Fernsehen« (S.18). Auf der Suche nach Esther schleicht Coelho an der Seite eines obskuren Kultes durch die nächtlichen Straßen Paris, begegnet anderen Suchenden in Alma-Ata und findet in den Steppen Kasachstans — wie könnte es anders sein? —, zu sich selbst. »Kritisches«: Die erste Hälfte des Buchs liest sich als Rebellion gegen die gängige soziale Norm der Ehe; denn die Liebe sei dann verloren gegangen »als wir genaue Regeln dafür festgelegt haben, wie sie sich zu zeigen hat« (S.143). Und »schlimmer als allein und elend nachts durch Genf zu flanieren [keine Liebe zu leben], ist es, jemanden an unserer Seite zu haben und dazu beizutragen, daß der Mensch das Gefühl hat, er spiele in unserem Leben keine Rolle [die Liebe nach klassischem Rollenbild zu leben]« (S.251). Des Lebenssinns im reinsten Anblick müsse diese Norm überwunden werden, das wahre Leben begänne »in dem Augenblick, in dem Menschen beschließen, sich einem Problem zu stellen, [denn dann] bemerken sie, daß sie zu viel mehr fähig sind, als sie eigentlich dachten« (S. 128). Möglich wird dies, wenn die veralteten gesellschaftlichen Normen von Monogamie, Heirat, Unterwerfung und Friedhöflichkeit für bessere Werte fallengelassen und »die eigene Geschichte vergessen [wird, das] heißt, die Zuwege rein zu halten, die erlauben, daß diese Energie sich tagtäglich so offenbart, wie sie es will, und zuzulassen, daß sie uns führt« (S.209). Falls Coelho damit zum Ausdruck bringen möchte, dass echte Liebe mit Bedingungslosigkeit beginnt, so möchte ich die Botschaft unterstützen. Jetzt is‘ es nur so: »Wenn ich [Coelho] eine Botschaft vermitteln wollte, würde ich einen Satz schreiben, kein Buch!« (S.282) Persönliches: Viele Passagen des Buchs sind von so arroganter Selbstdarstellung durchzogen, dass meine Finger beim Berühren der Seiten ganz glitschig-schleimig wurden; die Reise zu seinem persönlichen Zahir war für mich jedoch wirklich rührend. Zur Frage der sozialen Norm bleibt nur Alligatoah zu zitieren: ›den Trend zu hassen, ist auch nur ein Trend‹ — ich weiß es doch auch nich´.

Ich weiß nicht was ich von dem Buch halten soll
Ich kam an sich gut in das Buch hinein. Ich habe es in kurzer Zeit durch gehabt. Leider kam ich mit dem Charakter, der scheinbar Paulo Ceolho selber ist nicht zurecht. Ich konnte auch nichts aus der Geschichte mitnehmen. Das Ende war dann offen, und ich weiß nicht ob es mir gefällt. Vielleicht war das Buch nichts für mich aber andere fangen sicher was damit an.


















