Der Roman ist die Form des Teufels
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Description
Als Karl Ove Knausgård im Dezember 2019 seine zwei Vorlesungen zur Tübinger Poetik-Dozentur hielt, war sein neuer Roman »Der Morgenstern« noch im Entstehen - wie auch (noch unbemerkt) die Pandemie. Prophetisch und programmatisch mutet an, was er in seiner zweiten Vorlesung vorträgt:
»Lawrence Durell sagte einmal, ein Kunstwerk zu erschaffen, heiße, sich ein Ziel zu setzen und anschließend im Schlaf dorthin zu wandeln. Das habe ich getan, ich habe mir zwei Ziele gesetzt und nun bin ich schlafend auf dem Weg in dieser Richtung.
Bei meinem ersten Ziel geht es um ein Gefühl, das mich seit längerem umtreibt, dass die Zukunft nicht mehr existiert, weil die Jetztzeit uns in Formen vermittelt wird, die so fest sind und so auf Wiederholung basieren, dass das Zukunftsartige an der Zukunft, Ihre Unvorhersehbarkeit, verschwunden ist, ähnlich einem Fluss, der in eine Röhre verlegt wird.
Bei meinem zweiten Ziel geht es darum, dass wir uns von der Natur abgewendet haben.
Wie schreibt man darüber einen Roman?«
Book Information
Author Description
Karl Ove Knausgård wurde 1968 geboren und gilt als einer der wichtigsten norwegischen Autoren der Gegenwart. Die Romane seines sechsbändigen, autobiographischen Projektes "Min Kamp" wurden weltweit zur Sensation. Sein großer »Morgenstern«-Romankosmos um das plötzliche Auftauchen eines neuen Sterns am Himmel lotet die Abgründe menschlichen Lebens aus und fasziniert mit seiner Soghaftigkeit auf ähnliche Weise. Das Essayistische ist eine treibende Kraft in Knausgårds schriftstellerischem Werk, das in 35 Sprachen übersetzt ist und vielfach preisgekrönt. 2015 erhielt Karl Ove Knausgård den WELT-Literaturpreis, 2017 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur, 2022 nahm er in Kopenhagen den Hans-Christan-Andersen-Literaturpreis entgegen. Er lebt in London.
Posts
@lesen_mit_jonas instagram/ reado Karl Ove Knausgård - ,,Der Roman ist die Firm des Teufels" Tübinger Vorlesungen Im Dezember 2019 hielt ,,Knausgård" zwei Vorlesungen zur Tübinger Poetik - Dozentur. Er spricht über das entstehen von Romanen und das Schreiben. Zu dieser Zeit entstand gerade sein Roman ,,Der Morgenstern". Er beschreibt, wie schwer es ihm gefallen ist, gerade als neuer Schriftsteller einen Roman zu schreiben. Er vergleicht einige Schriftsteller miteinander, und deren Art einen Roman zu entwerfen. Erwähnt werden zum Beispiel Flaubert oder Proust und deren Herangehensweisen. Außerdem spricht er über die Zeit von heute und früher, und warum wir immer noch die alten Geschichten lesen. Ein interessanter Einblick in die Arbeits - und Denkweise von Knausgård. Man erfährt vor allem etwas über seine Arbeit am neuen Romanprojekt und wie er an das Projekt herangeht. Ich denke ein nettes Buch für Menschen, die auch selber schreiben. Für Knausgård Fans wie mich natürlich sowieso ein Muss.

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Als Karl Ove Knausgård im Dezember 2019 seine zwei Vorlesungen zur Tübinger Poetik-Dozentur hielt, war sein neuer Roman »Der Morgenstern« noch im Entstehen - wie auch (noch unbemerkt) die Pandemie. Prophetisch und programmatisch mutet an, was er in seiner zweiten Vorlesung vorträgt:
»Lawrence Durell sagte einmal, ein Kunstwerk zu erschaffen, heiße, sich ein Ziel zu setzen und anschließend im Schlaf dorthin zu wandeln. Das habe ich getan, ich habe mir zwei Ziele gesetzt und nun bin ich schlafend auf dem Weg in dieser Richtung.
Bei meinem ersten Ziel geht es um ein Gefühl, das mich seit längerem umtreibt, dass die Zukunft nicht mehr existiert, weil die Jetztzeit uns in Formen vermittelt wird, die so fest sind und so auf Wiederholung basieren, dass das Zukunftsartige an der Zukunft, Ihre Unvorhersehbarkeit, verschwunden ist, ähnlich einem Fluss, der in eine Röhre verlegt wird.
Bei meinem zweiten Ziel geht es darum, dass wir uns von der Natur abgewendet haben.
Wie schreibt man darüber einen Roman?«
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Karl Ove Knausgård wurde 1968 geboren und gilt als einer der wichtigsten norwegischen Autoren der Gegenwart. Die Romane seines sechsbändigen, autobiographischen Projektes "Min Kamp" wurden weltweit zur Sensation. Sein großer »Morgenstern«-Romankosmos um das plötzliche Auftauchen eines neuen Sterns am Himmel lotet die Abgründe menschlichen Lebens aus und fasziniert mit seiner Soghaftigkeit auf ähnliche Weise. Das Essayistische ist eine treibende Kraft in Knausgårds schriftstellerischem Werk, das in 35 Sprachen übersetzt ist und vielfach preisgekrönt. 2015 erhielt Karl Ove Knausgård den WELT-Literaturpreis, 2017 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur, 2022 nahm er in Kopenhagen den Hans-Christan-Andersen-Literaturpreis entgegen. Er lebt in London.
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@lesen_mit_jonas instagram/ reado Karl Ove Knausgård - ,,Der Roman ist die Firm des Teufels" Tübinger Vorlesungen Im Dezember 2019 hielt ,,Knausgård" zwei Vorlesungen zur Tübinger Poetik - Dozentur. Er spricht über das entstehen von Romanen und das Schreiben. Zu dieser Zeit entstand gerade sein Roman ,,Der Morgenstern". Er beschreibt, wie schwer es ihm gefallen ist, gerade als neuer Schriftsteller einen Roman zu schreiben. Er vergleicht einige Schriftsteller miteinander, und deren Art einen Roman zu entwerfen. Erwähnt werden zum Beispiel Flaubert oder Proust und deren Herangehensweisen. Außerdem spricht er über die Zeit von heute und früher, und warum wir immer noch die alten Geschichten lesen. Ein interessanter Einblick in die Arbeits - und Denkweise von Knausgård. Man erfährt vor allem etwas über seine Arbeit am neuen Romanprojekt und wie er an das Projekt herangeht. Ich denke ein nettes Buch für Menschen, die auch selber schreiben. Für Knausgård Fans wie mich natürlich sowieso ein Muss.





