Der ewige Krieg

Der ewige Krieg

Softcover
4.252
KriegZusatzmaterialMeisterwerke Der Science FictionSoldat

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Description

Krieg. In gigantischen Raumschiffen werden die Soldaten mit Lichtgeschwindigkeit von einem Gefecht zu anderen befördert. Doch während es für sie immer nur einige Monate dauert, vergehen auf der Erde Jahrhunderte. Einer der bedeutendsten Antikriegsromane, die je geschrieben wurden - neu übersetzt nach der vom Autor überarbeiteten und erweiterten Fassung. Mit einem Vorwort von Ben Bova.

Book Information

Main Genre
Sci-Fi
Sub Genre
Military
Format
Softcover
Pages
336
Price
10.30 €

Author Description

Joe Haldeman, 1943 in Oklahoma City geboren, studierte Physik, Astronomie, Mathematik und Informatik an den Universitäten von Maryland und Iowa. 1967 wurde er zum Militär eingezogen und nach Vietnam geschickt. Die schrecklichen Erlebnisse in diesem Krieg, aus dem er schwer verwundet zurückkehrte, haben ihn zutiefst geprägt und sein Schreiben maßgeblich beeinflusst. Mit zahlreichen preisgekrönten Romanen und Erzählungen hat er sich als einer der bekanntesten SF-Autoren unserer Zeit etabliert, der wesentlich an der Renaissance der naturwissenschaftlich-technisch orientierten Science-Fiction mitwirkte. Darüber hinaus hat er sich als Bühnenautor einen Namen gemacht. Joe Haldeman lebt mit seiner Frau Gay in Ormond Beach, Florida.

Posts

6
All
5

Seiner Zeit voraus. Physikalisch top. Soziologisch top.

4

Trigger Warnung

Großartiges Anti-Kriegs Buch über relativistische Zeit und die Sinnlosigkeit von Krieg. Leider reproduziert es homophobe Stereotype und vertritt die Meinung (Homo)Sexualität sei (staatlich) lenkbar ohne dies zu dekonstruieren. Homophobie tötet Menschen. Täglich.

4

Meine Bewertung des Textes (Minimum 1 Punkt / Maximum 5 Punkte): ➡️ Schreibstil/Sprache: 5
➡️ Charaktere: 4
➡️ Geschichte: 4
➡️ Überraschungen/Wendungen: 4
➡️ Spannung/Atmosphäre/Lebendigkeit: 4 ➡️ Faszination/Magnetische Wirkung: 4 ➡️ Gewichtung/Ausgewogenheit: 3 ➡️ Anspruch/Tiefe/Botschaft: 4 Gesamtbewertung: 4 ⭐⭐⭐⭐️ Das gewisse Etwas (+ oder -):➕ Besonderheiten: sehr guter lebendiger Klassiker der Science-Fiction

4

Ein äusserst eindrückliches Buch, das die Frage nach Sinn und Unsinn des Krieges stellt. Im Sci-Fi-Gewand kommt dieses kritische Werk daher, das auf den Erfahrungen des Autors im Vietnamkrieg beruht. Diese Verbindung zur realen Geschichte macht das Buch nur noch eindrücklicher (vor allem die Szene, in denen Mandella und Margery wieder nach Hause zurückkehren). Aufgrund dieses Zusammenhanges finde ich es auch eine Idiotie, dass der Heyne-Verlag die Geschichte einfach mal 300 Jahre in die Zukunft versetzt hat. Was kommt als nächstes, "2384"?

5

Beeindruckende, atmosphärische Kriegsgeschichte - als Kritik an Sinnhaftigkeit von Krieg generell - aktuell wie eh und je

Wie begleiten den Soldaten William Mandella durch seine Dienstzeit während eines Krieges gegen einen feindliche Spezies. Allerdings vergehen für William nur wenige Monate, während auf der Erde mitunter viele, viele Jahre vergehen. Und mit jeder Rückkehr zu Erde wird die Entfremdung zwischen William und der veränderten Menschheit größer. Autor Joe Haldeman schafft es erschreckend gut, uns das Gefühl zu vermitteln, das Veteranen oftmals nach einem Einsatz empfinden müssen. In Zeiten wie diesen, kann ich eine Lektüre von der ewige Krieg nur empfehlen.

5

Zu allererst: ich bin nicht mehr wirklich ein großer Science-Fiction Fan wie früher. Zumindest dachte ich das. Bis ich dieses Buch gelesen habe. Ich bin durch Zufall darauf gestoßen, aber es war ein wirklich schöner Zufall. Nunja, zur Geschichte muss eigentlich nicht viel gesagt werden, wie Peter F. Hamilton schon in seinem Schlusswort treffend sagt ist der Plot an sich recht simpel. Aber was macht dann dieses Buch so gut? Eindeutig die Art wie Haldeman dieses futuristische Universum zum Leben erweckt. Es gibt doch recht viele technische Begriffe, allerdings verliert sich das Buch nicht zu sehr in Einzelheiten, sondern nimmt die ganze Technik nur als erklärenden Rahmen. In diesem findet dann die Geschichte statt. Hauptsächlich geht es um die Beziehung zwischen William Mandella und Marigay Potter. Obwohl die beiden nicht sehr viele Seiten explizit zusammen als Paar sind, fängt man sehr schnell an die zwei zu mögen, und für sie mitzufiebern. Haldeman schafft es unglaublich sympathische und authentische Charaktere zum Leben zu erwecken. Und genau das ist es: alle Charaktere fühlen sich lebendig an, man hat Interesse an ihnen. Nicht viele Autor*innen schaffen das so gut! Ich bin wirklich kein Fan von Happy-Endings, aber bei "the Forever War" wollte ich die ganze Zeit über, dass es Potter und Mandella gelingt wieder vereint zu werden. Als die beiden durch die Zuteilung zu unterschiedlichen Einheiten getrennt wurden war ich wirklich trautig. Ich musste sogar kurz aufhören zu lesen. Es war ja eigentlich klar, dass die beiden sich, bedingt durch die andere Zeitwahrnehmung (Ich habe das noch nicht 100% verstanden, aber auf jeden Fall sind zwei Monate auf interstellaren Reisen mehrere Jahre auf stationären Planeten/der Erde) besteht ja eigentlich auch keine Möglichkeit, dass eine Wiedervereinigung stattfinden kann. Und dann ist da noch dieser mörderische Krieg, den kaum jemand überlebt. Umso zufriedenstellender war es dann, dass die beiden wieder zusammen kommen, trotz der Umstände. Der Krieg mit den Taurans (Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, deshalb auch die englische Bezeichnung) ist ein wirklich interessantes Bild, das Haldeman hier zeichnet. Eine Spezies die anscheinend nicht weiß wie Krieg geführt wird. Das wissen die Menschen allerdings nicht. Jedoch kommt es ab und zu im Buch gut raus. Zum Beispiel beim ersten Boden Gefecht mit den Außerirdischen: Sie wehren sich nicht und lassen sich im Grunde genommen abschlachten. Oder als Mandella mit seiner Einheit am Ende des Buches auf Sade 138 gegen diese kämpft wird gesagt, dass die Taurans sehr unkreativ sind was ihre Taktik angeht, sie kopieren menschliches Verhalten. Das alles erklärt sich am Ende des Buches, dort wird klar, dass der Krieg einfach nur durch die Unfähigkeit zu kommunizieren ausgelöst wurde. Die Außerirdischen kannten gar keinen Krieg, aber da Menschen und Taurans nicht miteinander kommunizieren konnten, dachten die Menschen die Außerirdischen wären feindlich. Und so beginnt die Geschichte des Jahrhunderte dauernden Krieges. Ein Punkt der mir hier noch sehr wichtig ist, ist die Symbolik des Krieges für den Vietnam Krieg in dem der Autor auch eingesetzt war. Ich bin kein Literaturwissenschaftler, deshalb bleibt der Teil auch etwas kürzer. Aber: die Parallelen sind doch sehr deutlich und gut herausgearbeitet. Wenn man es weiß und darauf achtet wird dieses Buch einerseits zu einem genialen Science-Fiction Roman, andererseits zu einer sehr guten Kritik am Vietnamkrieg. Aber das sollte jede*r für sich selber lesen und herausfinden. Fazit: wieder einmal ein Buch, das man gelesen haben muss. Eines das im Kopf bleibt und an das man sich noch ewig erinnern wird. Und eines mit wiederlese-Faktor.

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