Das Jahrhundert der Toleranz
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Description
Die Welt befindet sich im Umbruch. Von einer von den USA dominierten zu einer multipolaren Weltordnung mit China und Indien als neuen Machtzentren. Das schleichende Ende der Pax Americana stellt die Europäer vor eine enorme Herausforderung: Wie gehen wir mit dem Aufstieg dieser Länder um? Die Gefahr wächst, dass wir es nicht schaffen, auf globaler Ebene auf neue Feindbilder zu verzichten. Auf die Schablonen »Christen gegen Heiden«, »Zivilisierte gegen Wilde«, »Freiheit gegen Kommunismus«, »Christlich-abendländische Kultur gegen den Islam« folgt nun »Demokratien gegen Autokratien«.
• Wer hat dieses Narrativ in die Welt gesetzt?
• Welche Interessen stehen dahinter?
• Warum ist es erfolgreich?
Dieser Essay möchte zeigen, dass die vermeintliche »systemische Rivalität« zu China und anderen Staaten zwar eine Rivalität ist, aber keine systemische. Die Aufgabe unseres Jahrhunderts besteht darin, aus diesen althergebrachten Freund-Feindmustern auszubrechen und unterschiedliche Entwicklungswege und kulturelle Eigenheiten zuzulassen. Denn die Menschenrechte, die keine »westlichen« Werte sind, werden wir nur dann schützen und bewahren, wenn wir ihnen voll und ganz entsprechen. Toleranz, Diversität und Offenheit lassen sich einfordern, wenn wir sie im Umgang mit anderen selbst praktizieren. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit versammelt das 21. Jahrhundert im Zeichen der globalen ökologischen Katastrophe alle im selben Boot. Meistern können wir sie nur, wenn wir auf das schauen, was alle Länder und Kulturen eint, nicht auf das, was sie trennt. Es wird kein Jahrhundert des »Entweder-oder« nach dem Zuschnitt einer Hegemonialmacht mehr sein, wie die vergangenen – sondern, will sich die menschliche Zivilisation nicht selbst vernichten: das Jahrhundert der Toleranz.
Book Information
Author Description
Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Er ist Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seit seinem sensationellen Erfolg mit »Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?« waren alle seine Bücher zu philosophischen oder gesellschaftspolitischen Themen große Bestseller und wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung »Precht« im ZDF und diskutiert zusammen mit Markus Lanz im Nr.1-Podcast »LANZ & PRECHT« im wöchentlichen Rhythmus gesellschaftliche, politische und philosophische Entwicklungen.
Posts
Taten sagen mehr als Worte.
Richard David Precht kritisiert in »Das Jahrhundert der Toleranz« die Doppelmoral westlicher Wertepolitik, die oft missionarisch auftritt und dabei universelle Menschenrechte zur politischen Waffe degradiert. Er warnt davor, dass westliche Staaten im Namen der Moral handeln, ohne sich selbst an internationale Standards wie den Internationalen Strafgerichtshof zu halten. Die einseitige Betonung „westlicher“ Werte schwächt deren universellen Anspruch und liefert autoritären Regimen eine willkommene Angriffsfläche. Precht fordert mehr Selbstkritik, echte Toleranz und eine Wertepolitik, die nicht auf Machtinteressen, sondern auf glaubwürdigem Vorleben basiert. Nur so könne das 21. Jahrhundert tatsächlich ein Jahrhundert der Toleranz werden, oder das letzte sein, in dem menschliche Geschichte geschrieben wird. Das Buch regt stark zum Nachdenken an und zeigt, dass Precht zu einem der universellsten und unabhängigsten Denkern unserer Zeit zählt und sich nicht scheut, Unbequemes, das unseren Zeitgeist in Frage stellt, anzusprechen.
Das Jahrhunder der Toleranz hört sich erstmal nach einem guten Plan an. Etwas mehr Toleranz könnten wir schließlich auch alle in unserem Alltag etwas mehr gebrauchen und würde die ein oder andere Sache erleichtern. Das Buch lässt sich für ein Sachbuch finde ich sehr flüssig lesen. Das meiste ist auch sehr verständlich geschrieben, sodass auch jemand ohne große politische Vorkenntnisse das Buch meines Erachtens nach sehr gut lesen kann. Ein gewisses Grundinteresse für Außenpolitik ist aber sicher hilfreich. Um den Inhalt objektiv beurteilen zu können bin ich wahrscheinlich nicht Experte genug. Für mich persönlich waren aber ein paar interessante Ansätze dabei. Manche Themen hätten für mich aber noch etwas mehr vertieft werden können. Insgesamt ein interessantes Buch, dass durchaus die ein oder andere Erkenntnis bringen kann und daher sich auch lesenswert ist.

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Die Welt befindet sich im Umbruch. Von einer von den USA dominierten zu einer multipolaren Weltordnung mit China und Indien als neuen Machtzentren. Das schleichende Ende der Pax Americana stellt die Europäer vor eine enorme Herausforderung: Wie gehen wir mit dem Aufstieg dieser Länder um? Die Gefahr wächst, dass wir es nicht schaffen, auf globaler Ebene auf neue Feindbilder zu verzichten. Auf die Schablonen »Christen gegen Heiden«, »Zivilisierte gegen Wilde«, »Freiheit gegen Kommunismus«, »Christlich-abendländische Kultur gegen den Islam« folgt nun »Demokratien gegen Autokratien«.
• Wer hat dieses Narrativ in die Welt gesetzt?
• Welche Interessen stehen dahinter?
• Warum ist es erfolgreich?
Dieser Essay möchte zeigen, dass die vermeintliche »systemische Rivalität« zu China und anderen Staaten zwar eine Rivalität ist, aber keine systemische. Die Aufgabe unseres Jahrhunderts besteht darin, aus diesen althergebrachten Freund-Feindmustern auszubrechen und unterschiedliche Entwicklungswege und kulturelle Eigenheiten zuzulassen. Denn die Menschenrechte, die keine »westlichen« Werte sind, werden wir nur dann schützen und bewahren, wenn wir ihnen voll und ganz entsprechen. Toleranz, Diversität und Offenheit lassen sich einfordern, wenn wir sie im Umgang mit anderen selbst praktizieren. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit versammelt das 21. Jahrhundert im Zeichen der globalen ökologischen Katastrophe alle im selben Boot. Meistern können wir sie nur, wenn wir auf das schauen, was alle Länder und Kulturen eint, nicht auf das, was sie trennt. Es wird kein Jahrhundert des »Entweder-oder« nach dem Zuschnitt einer Hegemonialmacht mehr sein, wie die vergangenen – sondern, will sich die menschliche Zivilisation nicht selbst vernichten: das Jahrhundert der Toleranz.
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Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Er ist Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seit seinem sensationellen Erfolg mit »Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?« waren alle seine Bücher zu philosophischen oder gesellschaftspolitischen Themen große Bestseller und wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung »Precht« im ZDF und diskutiert zusammen mit Markus Lanz im Nr.1-Podcast »LANZ & PRECHT« im wöchentlichen Rhythmus gesellschaftliche, politische und philosophische Entwicklungen.
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Taten sagen mehr als Worte.
Richard David Precht kritisiert in »Das Jahrhundert der Toleranz« die Doppelmoral westlicher Wertepolitik, die oft missionarisch auftritt und dabei universelle Menschenrechte zur politischen Waffe degradiert. Er warnt davor, dass westliche Staaten im Namen der Moral handeln, ohne sich selbst an internationale Standards wie den Internationalen Strafgerichtshof zu halten. Die einseitige Betonung „westlicher“ Werte schwächt deren universellen Anspruch und liefert autoritären Regimen eine willkommene Angriffsfläche. Precht fordert mehr Selbstkritik, echte Toleranz und eine Wertepolitik, die nicht auf Machtinteressen, sondern auf glaubwürdigem Vorleben basiert. Nur so könne das 21. Jahrhundert tatsächlich ein Jahrhundert der Toleranz werden, oder das letzte sein, in dem menschliche Geschichte geschrieben wird. Das Buch regt stark zum Nachdenken an und zeigt, dass Precht zu einem der universellsten und unabhängigsten Denkern unserer Zeit zählt und sich nicht scheut, Unbequemes, das unseren Zeitgeist in Frage stellt, anzusprechen.
Das Jahrhunder der Toleranz hört sich erstmal nach einem guten Plan an. Etwas mehr Toleranz könnten wir schließlich auch alle in unserem Alltag etwas mehr gebrauchen und würde die ein oder andere Sache erleichtern. Das Buch lässt sich für ein Sachbuch finde ich sehr flüssig lesen. Das meiste ist auch sehr verständlich geschrieben, sodass auch jemand ohne große politische Vorkenntnisse das Buch meines Erachtens nach sehr gut lesen kann. Ein gewisses Grundinteresse für Außenpolitik ist aber sicher hilfreich. Um den Inhalt objektiv beurteilen zu können bin ich wahrscheinlich nicht Experte genug. Für mich persönlich waren aber ein paar interessante Ansätze dabei. Manche Themen hätten für mich aber noch etwas mehr vertieft werden können. Insgesamt ein interessantes Buch, dass durchaus die ein oder andere Erkenntnis bringen kann und daher sich auch lesenswert ist.









