Das Handelshaus

Das Handelshaus

Softcover
4.49
DreikronenkriegNordische KriegeHistorischer RomanHanse

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Description

Liebe, Gier, Verrat – und ein mächtiges Handelshaus vor dem Untergang

Stettin, 1566. Das Handelshaus der Familie Loytz ist eines der reichsten in Nordeuropa. Doch nach dem Tod des Patriarchen entzweien sich die Söhne Michael und Stephan. Beide ringen um die Führung des Unternehmens. Auch in der Liebe sind die Brüder Rivalen. Sie werben um die schöne Leni. Als Leni sich in Stephan verliebt, wird sie jedoch von ihrem Vater mit Michael verheiratet. In dieser Zeit, geprägt vom Dreikronenkrieg und dem Niedergang der einst mächtigen Hanse, kämpfen die Brüder Loytz um die Zukunft ihres Handelshauses – gegeneinander und auch gegen einen alten Erzfeind, den mächtigen Kurfürsten Joachim von Brandenburg …

Book Information

Main Genre
Historical Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
624
Price
12.40 €

Author Description

Axel S. Meyer, 1968 in Braunschweig geboren, studierte Germanistik und Geschichte. Heute lebt er in Rostock, wo er als Redakteur der Ostsee-Zeitung tätig ist. Bei Rowohlt hat er bereits mehrere historische Romane veröffentlicht, darunter die erfolgreiche Reihe um den Wikinger Hakon und zuletzt den Roman «Der Mann, der die Welt ordnete» über den schwedischen Naturforscher Carl von Linné.

Posts

3
All
4.5

Historisch, spannend, intregant. Stettin anno 1566, eines der mächtigsten und reichsten Handelshaus Europas steht vor dem Untergang. Nach dem Tod des Vaters steht der älteste von drei Brüdern Michael als Regierer des Familienunternehmen vor. Der mittlere Bruder Stephan hat ebenfalls Ambitionen auf die Geschäftsführung und ist somit sein Rivale. Nicht nur die junge Leni ist weiterer Konfliktpunkt der beiden Männer auch der dritte Bruder Simon sorgt immerwieder für Probleme. Doch während die Brüder Loytz sich gegenseitig bekämpfen, tritt ein weiterer Wiedersacher in den Vordergrund, der mächtige Kurfürst von Brandenburg... Ein historischer Roman mit vielen interessanten neuen Einblicken in den damaligen Handel und das Leben an sich. Sehr gut zu lesen und prima recherchiert. Hat mir persönlich sehr gut gefallen, leider waren die ganzen Intrigen ein, zwei zu viel. Das bleibt der einzige Kritikpunkt und so bewerte ich mit 4,5 Sterne.

4

Sehr interessant, gute Geschichte

Dieses Buch hatte mich gefunden. Da es so dick ist, habe ich es als ebook gelesen. Es hat sich sehr gelohnt und ich hatte es innerhalb kurzer Zeit durchgelesen. Der Roman ist gut recherchiert. Zeitliche Abläufe und Erklärungen kommen allerdings erst zum Schluss in der Geschichte. Daher ein Punkt Abzug. Es war sehr gut geschrieben und ich kann das Buch an historisch interessierte Leser weiterempfehlen.

4

Schlüpft in euer Wams und legt die Armbrust bereit: 600 Seiten Loytz-Dynastie – Der historische Bruderkrieg um den Erhalt eines der mächtigsten Handelshäuser jener Zeit

Nach dem maritimen Hochgenuss von „Die Herren der See“ war klar: Axel S. Meyer hat ein Abo auf mein Bücherregal. Und so lag er prompt da, der nächste Kandidat für lange Nächte: „Das Handelshaus“. Ein ziemlicher Brocken mit seinen 600 Seiten, der schon beim Anblick signalisiert: Hier wird nicht gehetzt, hier wird historisch fundiert gelitten. ​Wir begeben uns nach Stettin, an der Schwelle vom 15. zum 16. Jahrhundert, wo die Loytz-Dynastie, die "Fugger des Nordens", den Handel beherrscht und sich das Leben anfühlt wie eine Mischung aus "Die Werwölfe vom Düsterwald" und "Die Buddenbrooks". ​Im Zentrum des Dramas: die Loytz-Brüder Michael, Stephan und Simon. Jeder von ihnen ist ein Unikat, das man gerne mal auf eine Therapie-Couch schicken würde. Als der strenge Patriarch auf überraschend grausame Weise ablebt, schlägt die Stunde des Ältesten: Michael. Er schnappt sich die Rolle des Regierers, des „CEO“, und führt das Unternehmen mit jener Härte, die der Vater den Jungs jahrelang eingebläut hat. ​Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Brüder sich entzweien. Stephan, der zurückkehrt von einer Bildungsreise nach Italien, findet seinen kleinen Bruder, von der Familie verstoßen, stets auf der Suche nach dem nächsten Branntwein-Rausch, in einer düsteren Hafenspelunke vor und macht es sich zur Aufgabe, ihn zu resozialisieren um fortan gemeinsam die Strippen im Handelshaus zu ziehen. Der folgende Kampf hat alles: Einfluss, Intrigen und natürlich Leni. Eine Frau, die, völlig unabsichtlich und aus verschiedensten Gründen im Kopf eines jeden der drei Brüder herumgeistert. Der Plot verspricht Rasanz verliert jedoch sehr schnell an Tempo. ​Die Geschichte um die Brüder und Leni ist wahnsinnig spannend angelegt, wirkt aber streckenweise etwas zu geschickt konstruiert. Man hat das Gefühl, Meyer hat hier und da ein paar Extra-Handlungsstränge eingewebt - wenn nicht gar konstruiert - was ab und an deutlich Tempo kostet. ​Aber - und das ist das große ABER, welches aus meiner Sicht dennoch die 4 Sterne rechtfertigt - ​Meyer ist ein genialer Reiseführer in die Vergangenheit. Er schafft es, das Leben zu jener Zeit so detailgetreu auszuleuchten, dass man beim Lesen fast automatisch die Nase rümpft, weil man sich in das geschäftige, aber hygienisch herausfordernde, Stettin versetzt fühlt und die von nassem, salzigen Heringsduft geschwängerte Luft der Hafengassen förmlich in das eigene Riechorgan wabert. ​Man lernt unheimlich viel über die soziokulturellen Gepflogenheiten (verabredete Heirat, Umgang mit Kranken, Ständegesellschaft, Hexenwahn) und bekommt einen Einblick, wie der Handel in der Hanse funktionierte – und welche Schwierigkeiten das Leben ohne fließend Wasser und Google Maps so mit sich brachte. Das ist mehr als nur Kulisse - das ist der wahre Hauptdarsteller des Buches! ​ Fazit: ​„Das Handelshaus“ ist sicher nicht geeignet für Leser die nach einem adrenalingefütterten Pageturner suchen aber es ist das perfekte Buch für alle, die einen Roman auch gern Mal als detailreiche Geschichtsstunde sehen. Lasst euch von sprachlichen Bildern in eine Ära der Kleinstaaterei entführen, in der Rivalitäten noch mit Armbrust und Faustrohr und nicht nur per Insta-Reel ausgetragen wurden. Die letzten 100 Seiten entschädigen dann übrigens mit einem Spannungsfeuerwerk, das man ohnehin nicht mehr weglegen mag.

Schlüpft in euer Wams und legt die Armbrust bereit:
600 Seiten Loytz-Dynastie – Der historische Bruderkrieg um den Erhalt eines der mächtigsten Handelshäuser jener Zeit
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