Couchsurfing in der Ukraine

Couchsurfing in der Ukraine

Paperback
4.623

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Description

Vom Mut, der Hoffnung und einem Leben im Ausnahmezustand

Bestsellerautor Stephan Orth hat den Krieg Russlands gegen die Ukraine von Anbeginn intensiv miterlebt. Durch seine ukrainische Freundin Julija verbindet ihn ein besonderes Band mit dem Land. Wie geht es den Menschen, die geblieben sind? Wie sieht ihr Alltag aus, was gibt ihnen Hoffnung? Und was hat das alles mit uns zu tun? Mit diesen Fragen reist er nach Kyjiw und Odesa, nach Charkiw und in die Karpaten. Er wohnt bei Einheimischen, hört ihre Geschichten, ist beeindruckt von ihrem Mut und Lebenswillen – und packt selbst beim Wiederaufbau mit an.

Persönliche Einblicke und Begegnungen auf Augenhöhe

Sein bewegender Bericht ermöglicht uns eine Perspektive, die weit über den Krieg hinausreicht.

»Stephan Orth versteht es hervorragend, Land und Leute für den Leser lebendig werden zu lassen.« Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Book Information

Main Genre
Self-Help & Non-Fiction
Sub Genre
Travel & Vacation
Format
Paperback
Pages
256
Price
18.50 €

Author Description

Stephan Orth, Jahrgang 1979, studierte Anglistik, Wirtschaftswissenschaften, Psychologie und Journalismus. Von 2008 bis 2016 arbeitete er als Redakteur im Reiseressort von SPIEGEL ONLINE, bevor er sich als Autor selbstständig machte. Für seine Reportagen wurde Orth mehrfach mit dem Columbus-Preis ausgezeichnet. Er ist Autor des Nr.1-Bestsellers »Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt«. Bei Malik erschienen seine Bücher »Opas Eisberg«, die SPIEGEL-Bestseller »Couchsurfing im Iran«, »Couchsurfing in Russland« (ausgezeichnet mit dem ITB BuchAward), »Couchsurfing in China«, »Couchsurfing in Saudi-Arabien« und zuletzt sein England-Reisebericht »Absolutely ausgesperrt«. Er lebt in Kyjiw und Hamburg.

Posts

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All
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Eines der Bücher, die ich zeitgleich unbedingt lesen wollte und absolut nicht lesen wollte

Nach Radio Sarajevo eines der besten Kriegsberichtsbücher, die ich gelesen habe. Hatte mehr als nur einmal Tränen in den Augen und hätte am liebsten nicht mehr weiter gelesen. Habe ich aber trotzdem.

5

Ich mag gar nicht viel über dieses Buch schreiben, man muss es einfach gelesen haben. Ich musst ein paar Mal pausieren beim Lesen, weil mir die Schicksale nahe gingen.

5

Stephan Orth schreibt wirklich klasse und auch sehr authentisch mit viel Humor und dennoch ist sehr viel zum Nachdenken mit verwoben. Auch in seinem neusten Buch schreibt er genau so. Allerdings geht es dieses Mal deutlich tiefer. Stephan ist unterwegs in der Ukraine. Inmitten des laufenden Krieges besucht er dieses Land mit einer Mission: Couchsurfing! Er möchte schauen wie die Menschen vor Ort sind. Ihre Geschichten kennenlernen und damit auch ihre Sichtweise. Außerdem lebt seine Freundin in Kiew und diese besucht er ebenfalls so oft er nur kann zwischen seinen Couchsurfing Ausflügen. Dabei wird viel über den Krieg gesprochen. Natürlich, wie kann es auch anders sein. Über ein Land welches sich bereits seit so langer Zeit im Krieg befindet gibt es meist nur dieses eine Thema zu erzählen. Dennoch begegnet ihm jeder Mensch unglaublich herzlich, darf seine Geschichte erzählen und diese sehen wir durch die Augen und das Herz von Stephan. Das hat mich wirklich beeindruckt zurück gelassen. Allerdings auch sehr nachdenklich. Denn es war sehr hart dieses Buch zu lesen. Es macht sehr viel mit einem. Gibt einen neuen Einblick auf Russland durch die Augen der Ukraine. Für mich ist dieses Buch ein Muss, welches jeder gelesen haben sollte. Nicht um sich daran zu ergötzen sondern um zu verstehen. Die Menschen. Das Land. Die Kultur. Einfach alles. Bitte lest dieses Buch! Wenn ihr es schon gelesen habt, dann kauft es euren Freunden damit sie es auch lesen!

5

Couchsurfen im Kriegsgebiet

Ich interessiere mich sehr für unsere östlich Europäischen Länder. Mein Urlaub Februar 2022 mit dem Ziel Ukraine fiel leider aus. Gerne hätte ich Land, Menschen und Kultur kennengelernt. Ich hatte das Buch paarmal in der Buchhandlung in der Hand. War aber skeptisch ob es sich nur um Sensationslust am Krieg geht. Der Autor ist in verschiedene Gebiete gereist auch in die Frontnahen. Sein Zentraler Ausgangspunkt war immer Kiev, wo seine Freundin wohnt. Von dort ging es meist mit dem Zug weiter. Stephan Trift viele verschiedene Menschen und berichtet Ihre Geschichten und hört ihnen zu. Ohne je aufdringlich zu wirken. Mich hat es fasziniert, wie die Ukrainer versuchen ihren Alltag möglichst normal nachzugehen. Man erfährt auch viel Hintergrund Wissen zum Thema Propaganda, Fake News seitens Russland. Besonders traurig ist es, dass er Menschen kennengelernt hat / gesehen hat wie eine alte Blumenverkäuferin vor einem Supermarkt, die 5 Tage später aufgrund eines Raketen Einschlages gestorben ist. Sobald es wieder sicher möglich ist, werde ich das Land besuchen. Die Ukraine versucht jetzt schon den Tourismus in sicheren Gebieten anzukurbeln, damit das Leben wieder weitergehen kann.

Couchsurfen im Kriegsgebiet
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"Der Krieg in der Ukraine ist zehnmal schrecklicher, als wir ihn uns aus der Ferne vorstellen können. Und gleichzeitig existiert zehnmal mehr Alltagsleben, als die meisten denken."

Für dieses Buch fehlen mir die Worte und gleichzeitig habe ich so viele Gedanken dazu. Ein Zitat aus dem Buch beschreibt es womöglich am besten: "Der Krieg in der Ukraine ist zehnmal schrecklicher, als wir ihn uns aus der Ferne vorstellen können. Und gleichzeitig existiert zehnmal mehr Alltagsleben, als die meisten denken." Stephan Orths vorherige Bücher über Couchsurfing in China, Russland und dem Iran zeigten eine intime Sicht der Menschen vor Ort. Doch dieses Buch hat mich zehnmal mehr berührt. Vermutlich, weil sich der Krieg seit Beginn so nah anfühlte, weil nur ein Land zwischen uns und der Ukraine liegt, weil durch Social Media und den Medien schreckliche Bilder gezeichnet wurden, die real sind und Angst machen. Aber all das, ist nach über 2 Jahren Krieg nicht mehr so präsent. Es traten andere Konflikte und Krisen an dessen Stelle. Als Mensch gewöhnt man sich schnell. So auch die Ukrainer:innen, die das Beste daraus machen und für ihre Freiheit kämpfen. Ich war überrascht von mir, dass ich in der Bibliothek nach diesem Buch griff. Der Titel verrät schon, dass es darin um den Krieg gehen wird. Vor kurzem habe ich erst IG & Co. Von meinem Handy gelöscht, weil ich und meine Angststörung keinen Content mehr zu all den Kriegen und schlechten Nachrichten sehen können. Meine Kollegin, die erst vor ein paar Tagen ihre Tante bei israelischen Angriffen im Iran verlor, meinte dazu: "As long as you have the privilege to ignore the wars by deleting an app, do it. Keep yourself sane. Others can't." Ich hatte daher Respekt davor, das Buch zu lesen. Beim Lesen des Buches gingen mir die Schicksale sehr nahe, insbesondere das von der 85-jährigen Lidija aus Lyman, die allein in ihrem winzigen Keller des zerstörten Hauses lebt, nahe der Gefechte. Hier musste ich sehr schlucken. Gleichzeitig war es beeindruckend, wie die Menschen einen normalen Alltag haben und sich dieses Recht auch nehmen. Ich weiß nicht, wie meine Vorstellung vom Krieg war, so jedenfalls nicht. Sehr spannend war auch das Thema der Propaganda seitens Russland, wie sie bewusst Nachrichtenkriege führen, um eine verzerrte Realität zu ihren Gunsten zu zeichnen. Wie verblendet viele Menschen sind, die lieber den "Fakten" Putins und der russischen Medien glauben als ihren Verwandten in der Ukraine, die den Krieg hautnah mitbekommen. Diese Art der Gehirnwäsche verdient meiner Meinung nach ein eigenes Buch. Das Buch hat in mir den festen Entschluss geweckt, die Ukraine nach Ende des Krieges zu besuchen. Es ist eine ganz große Leseempfehlung, da es sich trotz des schweren Themas leicht liest, eine Prise Humor bereithält und die Hoffnung der Menschen widerspiegelt. Und es weckt den großen Wunsch zu helfen. Am Ende gibt es auch eine Spendenempfehlung. Und es macht deutlich klar, dass auch wir Einfluss darauf haben wie Kriege in anderen Ländern ausgehen werden und ob uns ein ähnliches Schicksal droht: "Während ich das schreibe, würde laut einer YouGov-Umfrage fast ein Drittel der Deutschen bei der nächsten Wahl für eine der Parteien stimmen, die für mehr Handel mit Russland plädiert, Öl und Gas. Wofür Putin die Einnahmen daraus verwenden würde, ist nicht schwer zu erraten. Ja, auch andere Handelspartner, die Öl und Gas liefern, sind keine Vorzeigedemokratien. Es gibt dennoch Unterschiede, und einer davon lautet: Diese Länder haben kein Militär, das sich auf einem Schlachtfeld in unsere Richtung bewegt. An der Wahlurne kann jeder etwas tun." Das Buch erschien Anfang August, noch bevor die Wahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg zeigten, wie die Russlandpropaganda auch in deutschen Köpfen wirkt...

"Der Krieg in der Ukraine ist zehnmal schrecklicher, als wir ihn uns aus der Ferne vorstellen können. Und gleichzeitig existiert zehnmal mehr Alltagsleben, als die meisten denken."
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