Charlotte

Charlotte

Hardback
4.437
KunstgeschichteFranzösische LiteraturDeutsch-Jüdische GeschichteKunst Des 20. Jahrhunderts

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Description

"David Foenkinos riskiert alles und schafft ein großartiges literarisches Monument für die Malerin Charlotte Salomon." (Elle)

„Das ist mein ganzes Leben“ – mit diesen Worten übergibt Charlotte 1942 einem Vertrauten einen Koffer voller Bilder. Sie sind im französischen Exil entstanden und erzählen, wie sie als kleines Mädchen, damals im Berlin der 1920er, nach dem Tod der Mutter das Alleinsein lernt, während sich ihr Vater, ein angesehener Arzt, in die Arbeit stürzt. Dann die Jahre, in denen das kulturelle Leben wieder Einzug hält bei den Salomons. Die Stiefmutter ist eine berühmte Sängerin; man ist bekannt mit Albert Einstein, Erich Mendelsohn, Albert Schweitzer. Charlotte beginnt zu malen, und es entstehen Bilder, in denen dieses einzelgängerische, verträumte Mädchen sein Innerstes nach außen kehrt, Bilder, die von großer Begabung zeugen. Doch dann ergreift 1933 der Hass die Macht, es folgen Flucht, Exil, aber auch Leidenschaft und Heirat. Nur ihre Bilder überleben – Zeugnis ihrer anrührenden Geschichte, die David Foenkinos nahe an der historischen Realität entlang erzählt.

„David Foenkinos nähert sich Charlotte Salomon, als sei sie seine Schwester, seine Mutter, oder gar seine Geliebte.“ Le Point

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
240
Price
18.50 €

Author Description

David Foenkinos, 1974 geboren, lebt als Schriftsteller und Drehbuchautor in Paris. Seit 2002 veröffentlicht er Romane, darunter den Millionenbestseller „Nathalie küsst“, der auch als Film mit Audrey Tautou das Publikum begeisterte. Seine Bücher werden in rund vierzig Sprachen übersetzt. Der vielfach ausgezeichnete Roman „Charlotte“ hat sich allein in Frankreich rund eine halbe Million Mal verkauft und wurde auch in Deutschland zum Bestseller. "Das geheime Leben des Monsieur Pick" war in Frankreich monatelang auf der Bestsellerliste und kommt 2019 in die Kinos.

Posts

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All
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Foenkinos verwebt akribische Recherche mit literarischer Finesse und schafft ein bewegendes Denkmal für eine Künstlerin, deren Leben und Werk eine bleibende Relevanz besitzen.

„Charlotte“ von David Foenkinos ist ein eindringlicher, bedrückender biografischer Roman über die jüdische Künstlerin Charlotte Salomon, deren Leben und Werk untrennbar mit den Schrecken des Nationalsozialismus verbunden sind. Foenkinos schildert Charlottes (von Verlusten und familiären Tragödien) geprägtes Leben in einer poetischen, fragmentarischen Sprache, die die emotionale Intensität der Geschichte unterstreicht. Mit großer Sensibilität zeichnet er Charlottes außergewöhnliches Schaffen nach, insbesondere ihr Werk „Leben? Oder Theater?“, das Malerei, Theater und Literatur auf einzigartige Weise verbindet. Zugleich gelingt ihm eine respektvolle Würdigung ihres künstlerischen Vermächtnisses, das durch ihren frühen Tod in Auschwitz tragisch unvollendet blieb. Foenkinos verwebt akribische Recherche mit literarischer Finesse und schafft ein bewegendes Denkmal für eine Künstlerin, deren Leben und Werk eine bleibende Relevanz besitzen. „Charlotte“ ist ein ergreifendes Porträt von Kunst, Überlebenswillen und Menschlichkeit in dunkelster Zeit, bei dem ich immer wieder eine Lesepause einlegen musste, um das Geschriebene zu verarbeiten.

5

Sehr Interessant

Ich fand die Geschichte von Charlotte extrem interessant. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Ich fand man konnte es flüssig lesen. Ich hab danach auch erstmal halbe Stunde Internetrecherche betrieben, um so viel wie möglich von Charlottes Leben zu sehen. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum ihre Geschichte und ihre Werke nicht so bekannt und in Vergessenheit geraten sind. (Abschweifend vom Buch) Ich finde die Beziehung zwischen Alfred und Charlotte allerdings echt eigenartig… immerhin war er ziemlich alt, hat sie nicht gut behandelt und sie war komplett besessen von ihm?? Komischer Typ schleicht sich während den Unterrichtsstunden ins Zimmer der Tochter und berührt die Tochter wenn Mutter nicht hinsieht. Das nennt man heutzutage Creep

5

Dieses Buch hat mich absolut in seinen Bann gezogen. Sowohl stilistisch, als auch vom Inhalt. Noch nie habe ich etwas von der deutschen Malerin Charlotte Salomon gehört, die der Tod in Auschwitz ereilt, nachdem sie nach Südfrankreich geflohen ist. David Foenkinos erzählt ihr Leben und seine Bewunderung in so einer besonderen Weise. Ich bin wirklich total gerührt!

4

”Charlotte“ erzählt das Leben der Malerin Charlotte Salomon. Der Roman basiert auf einer wahren Geschicht.

Schon früh spürt Charlotte, dass sie anders auf die Welt blickt als viele um sie herum. Sie beobachtet intensiv, fühlt tief und verarbeitet ihre Gedanken und Gefühle vor allem durch die Kunst. Ihre Kindheit ist von Verlust und Schweigen geprägt. Während sie älter wird, verändert sich Deutschland und Berlin. Die politische Lage wird gefährlich. Charlotte erlebt wo Freiheit langsam verschwindet. Das Malen gibt ihr Halt, Orientierung und die Möglichkeit Gefühle auszudrücken. Sie träumt davon eine ernstzunehmende Künstlerin zu werden. Foenkinos beschreibt nicht nur die historischen Ereignisse, sondern auch wie Charlotte denkt, fühlt, zweifelt und liebt. Die Kunst ist dabei ein wichtiger Bestandteil. Die Sätze im Roman sind kurz, oft nur wenige Worte lang. Es wirkt wie ein Gedicht. Die Sprache wirkt ruhig aber gleichzeitig intensiv. Foenkinos konzentriert sich auf Emotionen und Atmosphäre. Viele Szenen wirken besonders Nachbar und bewegend. Leser können langsam in Charlottes Gedankenwelt eintauchen. Auch Themen wie Familie, Schweigen, Trauma, Liebe, Angst und Hoffnung spielen eine Rolle. Die Geschichte bleibt menschlich und persönlich. Bewertung: Charlotte ist ein besonderes Buch. Der Roman schafft es, historisches als persönliches Erleben darzustellen. Durch die ruhige, präzise und mitfühlende Schreibweise entsteht eine Verbindung zur Hauptfigur. Die besondere Form des Stils macht das Buch besonders. Es fühlt sich weniger wie ein gewöhnlicher Roman an, sondern ehr wie eine literarische Hommage.

a really good, extremely well written book, but it made me miserable

5

Sehr ergreifende Geschichte. Schnörkellos erzählt, was sehr eindringlich wirkt.

5

Kompaktes Meisterwerk „Das wahre Maß des Lebens ist die Erinnerung.“ (Walter Benjamin) Für meine „20 in 20“-SuB-Abbau-Liste hatte ich mir unter anderem „Charlotte“ von David Foenkinos notiert und es hat tatsächlich funktioniert *g*. Hätte ich vorher gewusst bzw. geahnt, was für ein kompaktes Meisterwerk dieser Roman ist, hätte ich ihn bereits früher von seinem „Ungelesen“-Status befreit. Nun gut, sei´s drum… David Foenkinos hat sich in seinem biografischen Roman mit dem Leben und Wirken der jüdischen Malerin Charlotte Salomon gewidmet. Dabei orientiert er sich an Salomon´s autobiografischem Werk „Leben? Oder Theater?“. Schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass es (inhaltlich) keine leichte Lektüre sein würde; zu schnell gibt Foenkinos einen Einblick in die tragische Geschichte der Familie Grunwald (mütterlicherseits), die sich wie ein roter Faden durch Charlottes Leben ziehen soll… Das viel zu kurze Leben von Charlotte (sie war 26 und schwanger, als sie in Auschwitz vergast wurde) war alles andere als „rosig“. Schon früh wird sie mit den „Lebenslügen“ ihrer Familie konfrontiert, die sie allerdings erst im Laufe der Zeit „aufdeckt“. Und trotzdem gibt es etwas, was ihr Kraft gibt, mit dem Leben und seinen Ungerechtigkeiten zurechtzukommen: die Kunst. Pedantisch lässt uns Foenkinos am Leben Charlottes teilhaben und bezieht sich selbst, seine Faszination für Charlotte Salomon, seine Recherchearbeiten für den Roman usw. geschickt mit ein, indem er die Leser*innen direkt anspricht und seine Gedanken mit ihnen teilt – sehr authentisch und ein großartiger Coup. Die Sätze in diesem im wahrsten Sinne des Wortes kompakten Meisterwerk sind kurz. Und prägnant. Und sagen in wenigen Worten mehr, als mancher Bandwurmsatz. Ich habe mittlerweile so viel über die Zeit des Nationalsozialismus und seine Gräueltaten gelesen und war und bin immer wieder auf´s Neueste geschockt, mit welcher Brutalität die Nazis vorgegangen sind. In diesem Roman wird das Grauen jedoch durch die kompakte, reduzierte Satzstruktur noch einmal verschärft – unglaublich, was Foenkinos hier geleistet hat. Für mich stellt „Charlotte“ ein Lehrbuch und Referenzwerk in Bezug auf die Intensität von kurzen, prägnanten Sätzen dar. Darum gibt´s von mir 10 symbolische Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Ich könnte mir das Buch auch gut als Schullektüre vorstellen. ©kingofmusic

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Zur Charlotte Salomon Charlotte Salomon war eine jüdische Malerin, die in Auschwitz mit 26 Jahren umgebracht wurde. Ihre Lebenswerk Leben? Oder Theater entstand binnen 18 Monaten. In diesen 18 Monaten zeichnete sie über 1000 Gouachen, von denen sie 769 Bilder aussuchte und an einen Freund gab, der es für sie aufbewahren sollte. Nach ihrem Tod und dem Krieg überreichte man ihr Werk ihren Eltern. Sie hatte ihr komplettes Leben wie ein Theaterstück aufgezeichnet. Ausgestellt wird dieses Werk im Joods Historisch Museum in Amsterdam. Klappentext Berlin in den 1930ern: Bei der großbürgerlichen Familie Salomon verkehren gefeierte Sänger, Literaten und berühmte Wissenschaftler. Bis die Nazis dem illustren Treiben ein Ende bereiten, und damit auch dem Traum der begabten Tochter Charlotte, als Künstlerin Karriere zu machen. Verzweifelt flieht die junge Frau zu den Großeltern nach Südfrankreich, um zu leben und zu lieben - und wie im Rausch Hunderte von Bildern zu malen, die ihre eigene bewegte Geschichte erzählen. Das Buch David Foenkinos führt uns mit kurzen Sätzen, die auf dem ersten Blick einem Gedicht ähneln durch das Leben Charlottes. Die Heirat ihrer Eltern, ihre Geburt. Wie sich die Mutter Franziska das Leben nimmt. Mit wirklich ziemlich knappen Sätzen, die einen doch erschüttern. Charlottes Vater heiratet ein zweites mal die Opernsängerin Paula Lindberg. Paula Lindberg spielt eine große Rolle in Charlottes Leben. Sie mag sie sehr. Der nächste wichtige Mensch für Charlotte ist Alfred Wolfsohn, der Gesangspädagoge von Paula Lindberg. Nachdem er mehrmals im Hause Salomons ist, verliebt sich Charlotte in ihn und sie treffen sich heimlich. Als der Krieg unerträglich wird, zwingen die Eltern Charlotte wegzugehen. Somit emigriert sie zu ihren Großeltern mütterlicherseits nach Villefranche. Albert verabschiedet sie am Bahnsteig mit den Worten "Mögest du nie vergessen, dass ich an dich glaube", an denen sie ihr ganzes Leben lang fest hält. Nach der Emigration nach Frankreich erlebt Charlotte noch den Tod ihrer Großmutter. Sie wirft sich vor ihren Augen aus dem Fenster. Dort erfährt sie auch zum ersten Mal, dass ihre eigene Mutter nicht an einer Krankheit gestorben ist. Genauso wenig ihre Tante Charlotte, nach der sie benannt ist. Charlotte Salomon macht nach dem Tod ihrer Großmutter viel mit ihrem Großvater durch. Es geht soweit, dass der Großvater bei einer Übernachtung in einer Pension möchte, dass sie sich zu ihm legt. In Tagen von Krieg wäre das ja nicht schlimm. Charlotte geht weg und schließt sich für 18 Monate in einer Pension ein und zeichnet in dieser Phase wie eine Wahnsinnige über 1000 Gouachen und somit ensteht Leben? Oder Theater? Nachdem sie die ausgesuchten Gouachen ihrem Arzt Dr. Moridis gibt, kehrt sie zurück, um auf ihren Großvater aufzupassen. Nach dem Tod des Großvaters heiratet sie Alexander Nagler. Als sie im fünften Monat schwanger ist, werden sie und ihr Mann verraten. Charlotte Salomon wird nach Auschwitz gebracht und nach 10 Tagen ihrer Ankunft dort vergast. Meine Gedanken Ich finde dass das Buch gut gelungen ist. Sonst hätte es auch nicht zwei Auszeichnungen bekommen. Sehr interessant fand ich die Stellen, an dem der Autor seien Recherchen erzählt. Mitten im Leben von Charlotte können wir dann solche Sätze lesen wie: "In Villefranche-sur-Mer erinnert man sich lebhaft an sie. 1968 wurde ihr großartiges Landhaus abgerissen. Um einer Luxusvilla Platz zu machen. Im Garten wurde ein riesiger Swimmingpool gebaut. [...] Wie komme ich da hinein? Gar nicht. Das einst so gastliche Haus ist heute abgeriegelt." Wie schon am Anfang bemerkt liest man dieses Buch runter, wie als würde man ein Gedicht lesen. Der Autor zeigt mir, dass kurze knappe Sätze sehr wichtig sein können und dass es nicht immer langen Erklärungen braucht. An dieser Stelle möchte ich mich beim Penguin Verlag bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. - so many books, so little time. www.ahukader.de

5

Grandioses Buch! Rezi folgt!

4

Eine etwas andere Biografie über eine Künstlerin Das Buch: erzählt das Leben von der Zeichnerin Charlotte Salomon vor und während des zweiten Weltkrieges. Das fängt bei der Kindheit und Jugend an und endet mit einem jähen Tod. Immer wieder wird sie aus ihrer Traumwelt gerissen, doch das Zeichnen hilft ihr alles zu vergessen. Fazit: Es ist ein ungewöhnliches Buch. Das erste, was dem Leser auffällt sind die Sätze. Jeder Satz bekommt eine eigene Zeile gutgeschrieben. Das mag dem einen am Lesefluss stören, doch es passt zu der Stimmung. So kurz wie Charlottes Leben war, so kurz kommen die Abschnitte herüber. Und so wird es doch passend. Was leider nicht so passend war, waren die Bemerkungen des Autors. Zum Glück nicht zu oft schweift der Autor ab vom Leben Charlottes und teilt uns seine Recherchen zu diesem Buch mit. So reist er nach Berlin, besucht Orte, die auch Charlotte mochte und interviewt Zeitzeugen in Frankreich, die Charlotte wirklich oder nur vom Hörensagen kannten. Das kam doch zu selbstdarstellerisch herüber. Schade. Charlotte selbst wird dem Leser sehr nahegebracht. Obwohl man doch zu dem eigentlichen Akt, wo sie ihr Leben zeichnet, kaum etwas erfährt. Das, was der Nachwelt erhalten blieb, wird hier nur nebensächlich erwähnt. Im Vordergrund stehen hier eher die Familienverhältnisse und die Interaktionen untereinander. Doch auch diese sind durchaus interessant und ungewöhnlich. Zusammenfassend ist dies eine Biografie mit ungewöhnlichen Elementen für das Genre. Auch wenn man nichts über diese Künstlerin weiß, ist es durchaus interessant. Ohne große historische Fakten wird hier ein Schicksal während des Nationalsozialismus nähergebracht. Man muss nichts von Kunst verstehen, aber man versteht hier die Künstlerin. https://booksoftination.wordpress.com/2016/12/14/david-foenkinos-charlotte/

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