Bonjour Agneta
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Description
Agneta entdeckt die bunten Farben des Lebens
Agneta reicht es. Sie ist 49 und fühlt sich, als ob das Leben an ihr vorbeizieht. Ihre Kinder melden sich nur, wenn sie Geld brauchen, für die Kollegen ist sie unsichtbar und ihren Mann Magnus sieht sie neuerdings nur noch in Radlershorts oder Neoprenanzug. Weißbrot, Käse, Wein – strengstens VERBOTEN. Also alles, was Agneta liebt – und seit Neuestem hinter dem Kühlschrank versteckt.
Wenn man sich einfach ins Leben fallen lässt: Emma Hamberg gelingt ein leichtes Buch über eine Heldin, die sich neu erfindet.
Als sie eines Tages eine seltsame Zeitungsanzeige entdeckt, fasst sie einen Entschluss. Kurz darauf findet Agneta sich in einem malerischen Städtchen in der Provence wieder.Es beginnt ein Abenteuer, in dem sie endlich die Liebe zu sich selbst entdeckt – und vielleicht auch die zu einem anderen Mann.
»Bissig, witzig, voller Lebenslust: Agneta muss man einfach lieben!« Femina
Book Information
Author Description
Emma Hamberg ist Autorin, Illustratorin und Drehbuchautorin und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Töchtern in Schweden. Ihre lebensbejahenden Romane werden von den Leserinnen geliebt und führen in ihrem Heimatland regelmäßig die Spitze der Bestsellerliste an.
Posts
Ein Buch mit wichtiger Aussage.
Man sollte sich die Message dieses Buches wirklich zu Herzen nehmen...Du bist toll, so wie du bist! Das Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Ich habe mir direkt Band 2 besorgt. Das Personal ist liebevoll beschrieben und ich habe mit Ihnen mit gegrübelt und auch gefeiert. Einen Stern Abzug, weil mir stellenweise Agneta zu sprunghaft und die Handlung zu aufdringlich war. Trotzdem möchte ich wissen, wie es mit Agneta und Einar weiter geht.
Was für ein herrlicher Roman! Agneta wurde von Kindesbeinen an eingebläut sich schnell zufrieden zu geben. Ihre Mutter hat ihr mitgegeben, dass sie alle Menschen gut behandeln muss, wenn diese sich schon mit ihr abgeben. So hat sie dann auch Magnus geheiratet. Sie hat nie das Beste vom Leben verlangt. Schnell zufrieden gibt sie sich nicht, aber sie ist ja auch nicht zufrieden. Weder im Job, noch in der Ehe, in der Magnus bestimmt wo es lang geht und was gegessen und getrunken wird. "Unter der Oberfläche ist es still ruhig, und niemand kann dich schreien hören." Von der ersten Seite an habe ich das Buch geliebt! Dieser herrlich ironische und selbstironische Ton. Dieses fein sezierende auf den Punkt bringen. Als Agnes dann die Zeitungsannonce entdeckt und sich in das Abenteuer Frankreich begibt, begleitet man sie auf eine Reise zu sich selbst. Dort soll sie sich um Einar kümmern, der über 80 ist und an Demenz leidet. Agnes landet in einem skurrilen Kloster voller frivoler Kunst und einem Mann, der seine große Liebe gefunden und an den Tod verloren hat. "Er war mein ein und alles, mein neues Universum, nachdem ich mein altes verloren hatte. Jetzt habe ich gar kein Universum mehr. Nur noch ein dunkles schwarzes Loch." Es ist ein Genuss diesen Roman zu lesen. Durch das Kloster zu schlendern, die Katzen zu streicheln. Den Käse zu essen und dazu Rotwein zu trinken. Ich gehe mit Agneta und Einar in die Bar zu Fabien und in das Atelier von Bonnibelle. Aber vor allem war es ein Genuss Agneta bei ihrer Entfaltung zur Lavendelfrau zuzuschauen und auch "Kummer mit Lebensfreude zu tragen". Vielleicht ist es das, was ich auf jeden Fall mitnehmen möchte aus diesem Buch. Auch wenn ich Sorgen habe, die Lebensfreude nicht verlieren. Es ist ein fröhliches Buch, voller Freude, Tanz und kulinarischen Leckereien, auch wenn sich das bisher in der Rezension vielleicht nicht so angehört hat. "Du hast ein Segel, ein Ruder und Wind, und vor dir liegt das Meer. Du musst nur rausgehen." Große Leseempfehlung!!!
Eine Liebesgeschichte ans Leben!
Das war ein absoluter Wohlfühlroman. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die Charaktere sind authentisch und weit von Normal entfernt ; schlichtweg sie sind einfach schrullig goldig. - Ich habe sie alle gleich ins Herz geschlossen und ich hätte gerne mit Agneta getauscht und die Nächte durchgetanzt mit Einar und 42 Sorten Käse gegessen. Das Buch ist witzig aber auch berührend und was mir am meisten gefallen hat, dass schwere Themen mit Hoffnung und Optimismus behandelt wird. Wer sich ab und an unsichtbar/ nicht gesehen fühlt, dem empfehle ich das Buch wärmsten. Ich bin sicher du entdeckt durch das Lesen deine eigene innere Lavendelfrau oder Sonnenblumenfrau.... (Die Farbe/ Blume die dich zum strahlen bringt). Und für das Extra Vergnügen empfehle ich das Hörbuch - Die Sprecherin ist der Wahnsinn. Wenn Julia Dernbach liest, ist es als würde man selbst in dem kleinen Dorf Saint Carelle, zwischen all den Charakteren, sein.
Eine so schöne Geschichte😍
In "Bonjour Agneta" geht es um einen Neuanfang und den Mut sich etwas undenkbares zu trauen. Agneta ist 49 Jahre alt und unglücklich in ihrem Leben. Sie lebt in Schweden, ist verheiratet mit Magnus, der sie in ihrer Person nicht wahrnimmt und Mutter zweier erwachsener Kinder, die sich nur melden, wenn sie Geld brauchen. Im Beruf bleibt sie für ihre Kollegen unsichtbar. Als sie das registriert meldet sich sich auf eine Zeitungsanzeige, in der um Hilfe für einen "Jungen" in Frankreich gebeten wird. Sie trifft dort nicht auf einen Jungen, sondern auf den über 80 jährigen Einar, den sie betreuen soll. Einar schafft es ihr wieder neuen Lebensmut zu schenken, Agneta beginnt sich kennenzulernen und Veränderungen zuzulassen. Es war herrlich in Saint Carelle zu verweilen. Die Bewohner waren so liebenswert! Ein wirklich schönes, aber auch witziges Buch, ich habe es gerne gelesen.
-feinfühlig -witzig
!!Rezi könnte Spoilern!!! "bonjour Agneta" hat mich sehr berührt. Eine Frau die mehr vom Leben möchte als ihr bisher zugetraut wurde. Einar dessen beginnende Demenz so authentisch dargestellt wird. Die besondere Verbindung zwischen Agneta & Einar ist einfach wunderschön.💜 Dieses Buch hätte noch mehr Sterne verdient! Mit einer unfassbar feinen Art schafft es die Autorin Agneta lebendig zu machen. Man hat Sie vor Augen, den kalten Haferbrei,Magnus. Agnetas Gedanken sind manchmal so unfassbar witzig,manchmal auch genauso berührend. Eine so tolle,sympatische Protagonistin! Der Klappentext beschreibt nur einen Bruchteil dessen was man bekommt. Dieses Buch hat mich sehr berührt.
Geschichte top
Agneta, 49, wohnt in Schweden, verheiratet mit Magnus, Mutter einer Tochter und eines Sohnes. Magnus ist dem Fitness- und Gesundheitswahn verfallen. Agneta zieht nur widerwillig mit. Ihre Kinder tanzen nur an wenn sie Geld brauchen. Beim Job geht es auch eher bergab. Ihr Alltag ist ihr überdrüssig. Zufällig entdeckt sie in der Zeitung eine eher schlecht übersetzte Annonce aus Frankreich, bei welcher für einen älteren, schwedisch sprechenden Jungen eine Betreungsperson gesucht wird. Wollte sie nicht schon immer mal nach Frankreich als Au-Pair? So nimmt ihr Schicksal ihren Lauf. Die Geschichte hat mich sehr interessiert. Da ich zur gleichen Alterschicht zähle. Der Schreibstil ist jedoch sehr speziell. Zum Teil sehr intim. Ich las das Buch zusammen mit einer Lesegruppe. Auch hier schneiden sich die Meinungen über den Schreibstil.
Agneta ist 49 und hat (verständlicherweise) die Nase voll von ihrem Leben und ihrem Mann. Sie begibt sich auf ein Abenteuer in die malerische Provence und entdeckt nicht nur die Gegend und deren liebenswerte Menschen sondern insbesondere sich selbst. „Ich muss meine Angst mit Mut übertönen. Sonst werde ich für den Rest meines Lebens still stehen.“ (S. 173) Mit Witz aber auch Tiefgründigkeit wird über die Reise von der unscheinbaren Agneta zur Lavendelfrau berichtet.
Eine herzerwärmende Geschichte mit Humor erzählt ⭐️⭐️⭐️⭐️
Emma Hamberg hat mit Bonjour Agneta ein tolles Buch vorgelegt. Agneta, aus deren Sicht die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird, ist eine tolle Protagonistin, die über sich hinauswächst und in ihrer Lebensmitte das Leben für sich entdeckt. Unterstützt wird sie dabei von den Bewohnern Saint Carelles, allen voran Einar, Fabien und Bonnibelle. Auch Einars bewegte Geschichte wird hier erzählt, der ebenfalls ein bewundernswerter Charakter ist, und Agneta mit seiner Lebenslust ansteckt. Seine Demenz hindert ihn nicht daran, die guten Momente zu genießen. Auch der Genuss - allem voran der kulinarische - findet hier seinen Platz und des Öfteren habe ich Appetit bekommen sowohl auf die herzhaften wie auch die süßen Köstlichkeiten, die Emma Hamberg beschreibt. Klare Leseempfehlung für dieses Buch, das Lust aufs Leben, Essen, Genießen und Reisen macht.
Ein überraschendes Highlight
Also, damit habe ich jetzt nicht gerechnet! Zu diesem Buch habe ich viele Rezensionen gelesen und sie waren zum Teil sehr durchwachsen. Das Buch wäre sexuell zu sehr aufgeladen, phasenweise hätte es Längen und es sei vorhersehbar und unglaubwürdig. Also war ich gewappnet und dachte für ein Strandbuch wird es wohl reichen. Ich würde es ja schon gerne mögen, denn das Cover finde ich von der Farbgebung so schön. Und nun lest, was daraus für mich geworden ist: Agneta ist 49 und blass bis zur Unsichtbarkeit. Die Kinder sind aus dem Haus und lassen sich maximal noch Geld swishen, ihre Eltern leben ein privilegiertes Leben zwischen Golf und Bridge, gerne auch mal im Ausland. Und ihr Mann, Magnus ist dem Optimierungwahn verfallen. R kümmert sich in erster Linie um seine Hobbys und will diese zu Agnetas machen. Auch seine Ernährungsgewohnheiten, die absolut narzisstische Züge tragen, stülpt er seiner Frau über. Da sie sich nicht wehrt, merkt er nicht, dass sie einfach nur eins will – in Ruhe gelassen werden! Da sticht ihr eine Anzeige ins Auge. In der Provence wird eine Art Au-Pair gesucht, die sich um einen scheinbar hilfsbedürftigen Jungen kümmern soll. Dieser stellt sich dann aber als der demente Einar heraus, der ein sehr bewegtes und nicht immer einfaches Leben hatte. Noch ahnungslos, was da auf sie zukommt, bricht Agneta Hals über Kopf in das kleine Dorf in der Nähe von Avignon auf und vollzieht nach und nach eine Metamorphose. Ich habe dieses Buch geliebt! Es mag damit Zusammenhängen, dass ich in der gleichen Gegend Urlaub gemacht habe und die Atmosphäre nicht nur lesen, sondern auch live vor Ort spüren konnte. Doch das kann es natürlich nicht alleine sein. Der Autorin ist hier ein sehr vielschichtiger Unterhaltungroman gelungen. In Agneta steckt viel von dem, was Frauen Ende 40 fühlen. Sie sind für die Gesellschaft nicht mehr sichtbar. Sie kämpfen mit Übergewicht, Lustlosigkeit und einer mangelnden Libido (die hier noch mal eine ganz neue Interpretation erfährt) . Der Partner bestimmt ihr Leben, auch das ist keine Seltenheit in den Beziehungen, die Frauen in meiner Generation zu führen. Er wird es schon besser wissen, also macht man, was er sagt, ist konfliktscheu und verheimlicht dafür die ein oder andere Ausnahme. Auch die Darstellung von Sexualität im Alter insbesondere von Menschen, mit Demenz bekommt hier einen relativ authentischen Platz. Einar ist unglaublich gut gezeichnet. Er hat ein großes Herz und musste viel opfern, um seinen Weg gehen zu können. Dass er als queere Person, die sich den größten Teil seines Lebens körperlich ausleben durfte, aneckt kann ich nur bedingt verstehen. Es steckt so viel Lebensfreude in ihm. Gleichzeitig schwingt die Verzweiflung über den Verlust seines Partners und seines Gedächtnisses immer mit. Ja, es ist ein sehr körperliches Buch, aber auf einer Ebene, die ich tiefgründig und vor allem realistisch fand. Wir alle müssen uns schließlich mit dem zunehmenden Verfall unserer sterblichen Hülle auseinandersetzen und das Ausleben von Lust verändert sich mit der Zeit, ist aber ja nicht weg. Die Wege, die die Protagonisten dabei gehen, halte ich für relativ authentisch und die Beschreibungen Einars seiner doch sehr verwegenen Jahre mit Armand sind jetzt nichts, was mich schocken konnte. Den Teil mit Jacob und Agneta fand ich zuerst etwas skurril, doch ganzheitlich gesehen passt auch dieser Ausflug in die Fantasie ganz gut in die Geschichte. Die Beschreibung der Dorfgemeinschaft mag etwas zu harmonisch daherkommen. Die Nebenfiguren sind liebevoll gezeichnet und haben alle einen berechtigten Platz. Außerdem bieten Sie einen guten Ausgleich zu den Protagonisten mit ihren ganzen Problemen. Besonders Bonibelles kleines Geheimnis hat mich begeistert. Das ist mal was ganz anderes. Und die Atmosphäre eines kleinen Dorfes in Südfrankreich ist richtig gut gelungen. Ihr merkt, ich bin begeistert! Figurenzeichnung und -entwicklung, Plot, Kulisse und Vielschichtigkeit – alles ist meinem Empfinden nach gut komponiert, und das Ende konnte mich abholen. Das ist für die Menschen. In dieser Geschichte lebende Vorbilder gab, ist für mich das Tüpfelchen auf dem i. Dass dem Roman zu wenig Tiefgang unterstellt wird, verstehe ich nicht wirklich, mich hat er auf vielen Ebenen zum nachdenken und reflektieren angeregt. Also ein Highlight im Bereich der Unterhaltungromane für mich – wer hätte das gedacht?! Und Teil 2 ist schon bestellt! Ich empfehle das Buch also allen, die sich mit den oben genannten Themen gerne auseinandersetzen und ein stimmungsvolles und Buch lesen möchten, dass Zerstreuung verspricht und die schweren Dinge im Leben zu etwas Besonderem macht.
Wie man mit 49 sein Leben über Bord wirft und bei einem mürrischen 80-Jährigen landet. 🇫🇷🧀
Agneta flieht aus ihrem langweiligen Alltag direkt in die Provence – und trifft dort auf Einar, einen alten Herrn mit Demenz, der mal grantelt wie ein nasser Kater und im nächsten Moment Lebensweisheiten raushaut, als hätte er sie bei „Wer wird Millionär?“ gewonnen. Zwischen vergessenen Erinnerungen, Käsegelüsten und kleinen Wundern zeigt Einar: Altsein kann verdammt charmant sein – und Neuanfänge haben kein Mindestalter. 🥖☀️ 🍷 Der Roman balanciert zwischen Charmewellen und leisen Traurigkeiten: mal genießt man das provenzalische Flair, mal fühlt man das Ziehen des Lebens, das uns alle einholt. „Bonjour Agneta“ ist kein Krimi, aber das Rätsel, wer sich selbst noch erkennen kann, wenn die Erinnerung verblasst, ist fesselnd. Einar ist kein sanftes Fürsorgeprojekt, sondern ein Mensch mit Narben, Geheimnissen und Würde — und er sorgt dafür, dass Agnetas Neuanfang nicht zur kitschigen Postkartenreise wird, sondern zu einer echten Begegnung. Perfekt für alle, die glauben, das Abenteuer sei vorbei – es fängt gerade erst an!
Ich konnte mit Agneta nicht richtig warm werden.
Agneta fragt sich mit 49, ob das alles ist. Ein nörgelnder Mann, Kinder, die sich nur melden, wenn sie Geld brauchen und ein Job, bei dem sie unsichtbar wirkt. Als sie eines Tages eine seltsame Zeitungsanzeige sieht, fasst sie einen Entschluss. Sie nimmt das Stellenangebot als Au Pair Mädchen in der Provence an. Doch hat sie den Mut auch das spontane Abenteuer durchzuziehen? Dieses Buch ist der Anfang einer Dilogie. Ich fand die Geschichte in grossen Teile als schwierig. Vielleicht lag es an der sprachlich holprigen Übersetzung vom Schwedischen ins Deutsche. Oder mir entging der schwedische Humor. Wie auch immer. Es gibt durchaus Szenen, die herzerwärmend sind oder den Leser zum Schmunzeln bringen. Aber es gibt auch Situationen, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte. Besonders bei der eigenartigen Protagonistin. Auch die provenzalische Atmosphäre kam nur bedingt bei mir an. Ausser, dass man dringend den Käse und den Wein probieren und lieben soll. Mein Fazit: Die Geschichte hat ihre schönen Momente, aber auch Situationen, die ich nicht richtig nachvollziehen konnte. 3 Sterne.

Herzensbuch
Dieses Buch hatte ich eigentlich gar nicht auf dem Schirm. Aber manchmal findet wie von Zauberhand zusammen, was zusammen gehört. Unter dem Motto “Starke Frauen in Romanen” hatte der Verlag mir den Titel vorgeschlagen. Nach einem Blick in die Leseprobe war ich dermaßen begeistert, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. . Darum geht’s: Agneta ist 49 Jahre alt. Die Kinder sind aus dem Haus. Ihr Ehemann Magnus hat beschlossen: Wir machen jetzt Sport und ernähren uns gesund. Agneta will beides nicht. Sie futtert heimlich weiter fettigen Käse und trinkt ihren geliebten Rotwein. Und dann meldet sie sich spontan auf eine seltsame Anzeige, die sie von Schweden nach Frankreich führt… . Große Agneta-Liebe! Das war genau meine Protagonistin. Allein vom Alter her konnte ich mich perfekt mit ihr identifizieren und mich auch sonst so gut in sie hineinversetzen. Agneta hat das Bedürfnis, mal etwas anders zu machen und Neues zu erleben. Aber so wie sie es will und nicht, wie andere es ihr sagen. Sie geht das Wagnis ein. In einem französischen Dorf soll sich die Schwedin um den 80-jährigen und dementen Einar kümmern. Es war mir ein Fest zu lesen, wie Agneta sich in dieser Situation zurechtfindet und aufblüht. . “Bonjour Agneta” ist ein in leisen Tönen geschriebener Roman, der trotzdem laut nachhallt. Die Geschichte erweitert den Horizont und macht einfach nur glücklich. Agneta entdeckt neue Lebenslust, lernt andere Lebensmodelle kennen und findet Liebe und Freundschaft, wie sie sie bisher nicht hatte. Der Roman ist einerseits unendlich sanft und gleichzeitig doch sehr kraftvoll. Er ist ausgestattet mit einer feinen Portion Ironie und ganz viel Herz. Die Geschichte regt zum Nachdenken an. “Bonjour Agneta” ist klug, witzig und warmherzig und einfach pure Lesefreude. Ich habe hier ein neues Herzensbuch gefunden.

📌 "Das bin ich. Ich bin eine faule, käseliebende Weintrinkerin, die nichts für Sport übrig hat." - S. 197 Die Geschichte der Schwedin Agneta, einer Frau im besten Mittelalter, der klar wird, dass sie ihr wahres Ich stets von ihrem Ehemann hat unterdrücken lassen, bis sie als Au-Pair (in Frankreich) für den dementen Einar endlich zu sich selbst findet. Fing stark und amüsant an, ließ aber dann im Verlauf nach und hatte für mich einige Längen. Außerdem fand ich Einars Demenz nicht zufriedenstellend beschrieben. Den zweiten Teil werde ich nicht lesen. 📌 "Du hast ein Segel, ein Ruder und Wind, und vor dir liegt das Meer. Du musst nur rausgehen." - S. 208

Ich habe vom 2024 erschienenen Roman von Emma Hamberg das Hörbuch gehört. Die Sprecherin schafft es, allen Charakteren Leben einzuhauchen und die einzigartigen Persönlichkeiten herauszustreichen. Auch bei 1,5-facher Geschwindigkeit ist die Aussprache stets klar und gut verständlich. Worum geht es? Agneta ist 49, die Kinder sind aus dem Haus und Ehemann Magnus hat komplett andere Interessen als sie selbst. Ihr Job langweilt sie und sie wünscht es sich dringend, endlich mal von zu Hause rauszukommen - gerne auch mit einem Babystitterjob der anderen Art. Meine Meinung: Mich hat das Buch über mehre Wochen unterwegs in den öffentlichen Verkehrsmitteln begleitet und ich muss sagen, dass ich mich auf meine Zeit mit Agneta ganz besonders gefreut habe. Auch, wenn die Protagonistin schon etwas älter ist und mich mit meinem Mann einige gemeinsame Interessen verbinden, so kann ich ihren Wunsch nach "etwas Neuem" durchaus verstehen. Agnetas Umfeld in Schweden ging mir ziemlich auf die Nerven - vor allem die Kinder, die nur präsent sind, wenn sie gerade etwas wollen. Aus meiner Sicht die schlimmste Beziehungsebene in der Geschichte. Klar, beide haben ihr eigenes Leben. Aber dass sie dann nicht mal in Erwägung ziehen, die Mutter zu besuchen oder sich zumindest per Videotelefonie einen Eindruck verschaffen? Schwer nachzuvollziehen. Frankreich hat mir auf jeden Fall voll und ganz gefallen, auch, wenn Wein und Käse so gar nicht meine Welt sind. Die Entwicklung der Protagonistin gefällt mir und auch, wie das Thema Demenz hier bearbeitet wird. Fazit: Ein tolles Hörbuch für Frauen zwischen Ende 30 und Anfang 70.
Eine warmherzige und lustige Geschichte, die zum Nachdenken anregt.
Endlich mal eine Prota von fast 50. Das war sowohl realistisch als auch erfrischend, denn - oh Wunder - auch Menschen jenseits der 30 leben noch. 😅 Bevor ihr Leben aber so wirklich los geht, muss Agneta erstmal aus ihrem festgefahrenen Alltag entkommen. Ihr Gedanken sind dabei so ehrlich, ernüchternd, aber auch so lustig. Stück für Stück kehrt sie zu sich selbst zurück und lernt sich neu kennen. Und das umgeben von ganz herzlich-schrulligen Menschen. Ich habe Agneta gern auf ihrer Reise begleitet.
Heiter und nachdenklich zugleich
Das farbige Cover strahlt schon Lebensfreude aus. Ganz anders als Agnetas Leben in Schweden. Mit fast 50 stellt sich für Agneta die Frage, wie es in ihrem Leben weitergehen soll. Die erwachsenen Kinder sind aus dem Haus und Ehemann Magnus mutiert zum Sport- und Fitnessjunky. Agneta dagegen eher der Sportmuffel, dafür eine Genießerin beim Essen. Beide haben sich nicht mehr wirklich viel zu sagen und entfernen sich immer mehr. Dazu noch Agnetas Job, der sie ebenfalls nicht erfüllt. Sie steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Entweder weiter im alten Trott oder etwas Neues wagen. Sie entscheidet sich für eine Veränderung und tritt heraus aus dem Schatten ihres bisherigen Lebens. Einige Überraschungen erwarten sie in Frankreich, aber auch Wärme und Herzlichkeit der französischen Dorfbewohner. Sie entdeckt ganz neue Seiten an sich und weiß am Ende was sie will und was nicht. Mir gefiel der flüssige Schreibstil und ich konnte mich gut in die Protagonistin Agneta hineinversetzen. Es war faszinierend sie auf ihrem Weg zu begleiten und ihre Veränderungen mitzuerleben, mal zum Schmunzeln, dann wieder zum Nachdenken. Ein empfehlenswertes Buch und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Agneta, eine 49-jährige verheiratete Frau mit zwei erwachsenen Kindern, realisiert eines Tages, dass sie nicht glücklich ist. Ihr Mann lebt seine Selbstverwirklichung mit Ernährungsoptimierungen und Extremradfahren und – schwimmen aus, woran sie sich nicht beteiligen möchte, ihre Kinder melden sich nur bei ihr, wenn sie Geld brauchen. Sie bricht aus Alltag und Ehe aus, indem sie sich auf eine merkwürdige Zeitungsannonce meldet und kurz darauf in einem verschlafenen Provence-Städtchen wiederfindet. Und hier beginnt das Abenteuer ihres Lebens, denn sie trifft auf eine Handvoll sehr ungewöhnlicher Menschen, die für sie inspirierend und lebensverändernd sind. Ein sehr ungewöhnliches Buch, dessen Inhalt und Handlung ich nicht habe kommen sehen, entsprechend überrascht war ich und konnte nicht aufhören zu lesen, obwohl ich es schwierig finde zu entscheiden, welchen LeserInnen ich das Buch anempfehlen kann.
"Was ich von Einars Welt verstanden habe, ist, dass es immer um den Augenblick geht. Bei ihm muss man den Augenblick festhalten und nutzen."
Ich weiß nicht wie ich dieses Buch beschreiben soll, aber es hat mich auf einer anderen Art berührt. Es hat einem gezeigt, das Leben zu Leben, auch wenn andere einen komisch finden. Es ist egal, was andere sagen, Hauptsache man ist Glücklich.
Einfach nur herrlich !
Was für ein tolles Buch!! Es ist witzig und behandelt doch ein durchaus ernstes Thema. Wie lebt man ein Leben? Wie findet man sich selbst? Welche Verhaltensweise werden uns von der Gesellschaft antrainiert und was wollen wir eigentlich selbst? Ich habe jede Seite genossen ! Klare Leseempfehlung!
Auf das Buch „Bonjour Agneta“ war ich schon sehr gespannt, da mich zum einen der Klappentext sehr angesprochen hat und ich zum anderen schon viele positive Stimmen zum Buch gehört habe. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, die Geschichte an sich verläuft insgesamt eher ruhiger, trotzdem hält sie einige Überraschungen bereit. Agnetas Geschichte erzählt die Autorin auf eine lockere Art mit einer guten Portion Humor. Trotz dieser lockeren Art ist es der Autorin sehr gut gelungen Themen, wie Entfremdung, Sorgen und Ängste, Demenz, aber auch Freundschaft und Mut dem Leben eine neue Wendung zu geben, in ihre Geschichte zu verpacken, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Die Charaktere im Buch wurden von der Autorin sehr gut dargestellt und wirkten allesamt authentisch auf mich. Agneta, aber auch Einar habe ich besonders in mein Herz geschlossen. Agneta fühlt sich in ihrer Ehe festgefahren, sie sieht sich selbst als unsichtbare Frau und anders, als die Menschen in ihrem Umfeld. Trotzdem finde ich es sehr mutig von ihr, als sie spontan nach Frankreich in das kleiner Dorf Saint Carelle aufbricht, ohne wirklich zu wissen, was sie dort erwartet. Dort angekommen erfährt Agneta, dass sie sich um Einar, einen älteren, dementen Mann, kümmern soll. Trotz Zweifel und Ängste, dass diese Entscheidung nach Frankreich aufzubrechen, falsch sein könnte, wachsen ihr mit der Zeit das Dorf, die französische Lebensweise und auch einige der Dorfbewohner, wie Bonnibelle, Fabiene und Einar, sehr ans Herz und man merkt förmlich, wie Agneta dort aufblüht und wieder sie selbst sein kann. Aber auch Einar und seine Geschichte, die man im Laufe des Buches erfährt hat mich sehr berührt und ich empfand ihn als eine wundervollen und spannende Person. Mir hat „Bonjour Agneta“ unglaublich gut gefallen. Ich habe Agnetas Entwicklung sehr gerne verfolgt, aber ich mochte auch das kleine französische Dorf in der Provance sehr gerne. Man bekam mit den Beschreibungen der Autorin einen guten Eindruck vom französischen Lebensstil, der sich sehr von Agnetas unterscheidet. Es wird lecker gegessen (kein kalter Haferbrei, sonder Käse mit Baguette 😉), Wein getrunken und einfach gelebt. Das hat die Autorin sehr gut herübergebracht. Ich vergebe dem Buch auf jeden Fall volle fünf Sterne und kann die Geschichte nur sehr empfehlen.

Eine gute, authentische Geschichte
**** Worum geht es? **** Ein Zitat aus dem Klappentext fasst den Inhalt für meinen Geschmack optimal zusammen: „Zwischen Croissants und Träumen: Agneta sucht das Glück.“ **** Mein Eindruck **** Ein Buch über die Befreiung aus dem Status Quo, den Mut spontan auszubrechen und das für sich beste daraus zu machen. Agneta ist ein äußerst interessanter Charakter, der mich immer wieder stutzig machte. Die Welt aus ihren Augen zu erleben, war für mich wirklich bereichernd. Ich habe ihre Entwicklung mit großem Interesse verfolgt und die Zeit mit ihr in Frankreich genossen, auch wenn ich mich an die Dialoge erstmal gewöhnen musste. Letztlich waren sie einfach authentisch, doch das deutsch, englisch, französisch Gestammel oder auch die falschen Übersetzungen über einen Translater unterbrechen den Lesefluss. Der Schreibstil war ansonsten echt flüssig und die Atmosphäre stets präsent. Die Zeit mit Agneta und Einar war dafür umso schöner, eine berührende Freundschaft. Für ihren Mann Magnus konnte ich kein gutes Wort finden. Ich habe durchweg auf eine Scheidung gehofft, was passiert, bleibt dem Lesenden überlassen, aber Magnus ist einfach ein Alptraum mit seinen ganzen Regeln und bewussten Erniedrigungen. Dabei wirkt er echt bodenständig, was es umso schlimmer macht, aber das ist natürlich alles so beabsichtigt und damit echt gut gelungen. Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten mit seinem ganz eigenen Stil. Ich freue mich auf Band 2. **** Empfehlung? **** Eine Geschichte, mitten aus dem Leben gegriffen, die emotional aufwühlt und sich in ihrem ganz eigenem Stil zu unterhalten weiß. Für Fans von zeitgenössischen Romanen spreche ich eine Empfehlung aus.
Spannende Reise zu sich selbst!
Neuanfang auf Französisch Agneta reicht es! Sie ist 49 und fühlt sich, als ob das Leben an ihr vorbei zieht. Die Kinder melden sich nur wenn sie Geld brauchen. Ihr Mann ist nur noch in Radlershorts und Neoprenanzug unterwegs. Wenn er nicht gerade trainiert widmet er sich seinem Hobby der Vogelbeobachtung. Er mäkelt die ganze Zeit rum, macht Agneta Vorschriften und stellt Regeln und Verbote auf. Weißbrot, Käse, Wein - Alles VERBOTEN- alles was Agneta liebt! So fängt sie an zu rebellieren und sich still und heimlich was zu gönnen. Ihre Arbeit bringt ihr auch keine Freude und auch bei ihren Arbeitskollegen findet sie keinen richtigen Anschluss. Sie fühlt sich nicht gesehen, weder von ihrer Familie noch von den Kollegen - sie ist UNSICHTBAR! Als sie eines Tages eine seltsame Zeitungsanzeige entdeckt, fasst sie einen Entschluss. Kurz darauf findet Agneta sich in der Provence wieder. In dem malerischen Städtchen ticken die Uhren ganz anders als bei Ihr zu Hause. Es beginnt ein Abenteuer, in dem sie sich selbst entdeckt und das das Leben so viel mehr zu bieten hat. Es kann sehr bunt sein, wenn man sich traut. Die Geschichte handelt davon wie es ist, nicht gesehen zu werden, unsichtbar zu sein oder auch sein zu wollen. Wie sehr negative Menschen einen runter ziehen können. Das man lange stumm und still leidet und wieviel Mut und Kraft es braucht um auszubrechen. Sich einzugestehen das man andere Träume hat. Wie wichtig es ist sich wohl zu fühlen, sich selbst zu lieben und das das keine Frage des Gewichts ist. Das Buch macht sehr nachdenklich und zeigt einem das es nie zu spät ist etwas zu verändern! Man braucht nur MUT! Es hat so viel Spaß gemacht Agneta bei ihrer Reise zu begleiten, ich fand die Charaktere sehr spannend und interessant, konnte es kaum weglegen. Tolles Buch!
Description
Agneta entdeckt die bunten Farben des Lebens
Agneta reicht es. Sie ist 49 und fühlt sich, als ob das Leben an ihr vorbeizieht. Ihre Kinder melden sich nur, wenn sie Geld brauchen, für die Kollegen ist sie unsichtbar und ihren Mann Magnus sieht sie neuerdings nur noch in Radlershorts oder Neoprenanzug. Weißbrot, Käse, Wein – strengstens VERBOTEN. Also alles, was Agneta liebt – und seit Neuestem hinter dem Kühlschrank versteckt.
Wenn man sich einfach ins Leben fallen lässt: Emma Hamberg gelingt ein leichtes Buch über eine Heldin, die sich neu erfindet.
Als sie eines Tages eine seltsame Zeitungsanzeige entdeckt, fasst sie einen Entschluss. Kurz darauf findet Agneta sich in einem malerischen Städtchen in der Provence wieder.Es beginnt ein Abenteuer, in dem sie endlich die Liebe zu sich selbst entdeckt – und vielleicht auch die zu einem anderen Mann.
»Bissig, witzig, voller Lebenslust: Agneta muss man einfach lieben!« Femina
Book Information
Author Description
Emma Hamberg ist Autorin, Illustratorin und Drehbuchautorin und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Töchtern in Schweden. Ihre lebensbejahenden Romane werden von den Leserinnen geliebt und führen in ihrem Heimatland regelmäßig die Spitze der Bestsellerliste an.
Posts
Ein Buch mit wichtiger Aussage.
Man sollte sich die Message dieses Buches wirklich zu Herzen nehmen...Du bist toll, so wie du bist! Das Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Ich habe mir direkt Band 2 besorgt. Das Personal ist liebevoll beschrieben und ich habe mit Ihnen mit gegrübelt und auch gefeiert. Einen Stern Abzug, weil mir stellenweise Agneta zu sprunghaft und die Handlung zu aufdringlich war. Trotzdem möchte ich wissen, wie es mit Agneta und Einar weiter geht.
Was für ein herrlicher Roman! Agneta wurde von Kindesbeinen an eingebläut sich schnell zufrieden zu geben. Ihre Mutter hat ihr mitgegeben, dass sie alle Menschen gut behandeln muss, wenn diese sich schon mit ihr abgeben. So hat sie dann auch Magnus geheiratet. Sie hat nie das Beste vom Leben verlangt. Schnell zufrieden gibt sie sich nicht, aber sie ist ja auch nicht zufrieden. Weder im Job, noch in der Ehe, in der Magnus bestimmt wo es lang geht und was gegessen und getrunken wird. "Unter der Oberfläche ist es still ruhig, und niemand kann dich schreien hören." Von der ersten Seite an habe ich das Buch geliebt! Dieser herrlich ironische und selbstironische Ton. Dieses fein sezierende auf den Punkt bringen. Als Agnes dann die Zeitungsannonce entdeckt und sich in das Abenteuer Frankreich begibt, begleitet man sie auf eine Reise zu sich selbst. Dort soll sie sich um Einar kümmern, der über 80 ist und an Demenz leidet. Agnes landet in einem skurrilen Kloster voller frivoler Kunst und einem Mann, der seine große Liebe gefunden und an den Tod verloren hat. "Er war mein ein und alles, mein neues Universum, nachdem ich mein altes verloren hatte. Jetzt habe ich gar kein Universum mehr. Nur noch ein dunkles schwarzes Loch." Es ist ein Genuss diesen Roman zu lesen. Durch das Kloster zu schlendern, die Katzen zu streicheln. Den Käse zu essen und dazu Rotwein zu trinken. Ich gehe mit Agneta und Einar in die Bar zu Fabien und in das Atelier von Bonnibelle. Aber vor allem war es ein Genuss Agneta bei ihrer Entfaltung zur Lavendelfrau zuzuschauen und auch "Kummer mit Lebensfreude zu tragen". Vielleicht ist es das, was ich auf jeden Fall mitnehmen möchte aus diesem Buch. Auch wenn ich Sorgen habe, die Lebensfreude nicht verlieren. Es ist ein fröhliches Buch, voller Freude, Tanz und kulinarischen Leckereien, auch wenn sich das bisher in der Rezension vielleicht nicht so angehört hat. "Du hast ein Segel, ein Ruder und Wind, und vor dir liegt das Meer. Du musst nur rausgehen." Große Leseempfehlung!!!
Eine Liebesgeschichte ans Leben!
Das war ein absoluter Wohlfühlroman. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die Charaktere sind authentisch und weit von Normal entfernt ; schlichtweg sie sind einfach schrullig goldig. - Ich habe sie alle gleich ins Herz geschlossen und ich hätte gerne mit Agneta getauscht und die Nächte durchgetanzt mit Einar und 42 Sorten Käse gegessen. Das Buch ist witzig aber auch berührend und was mir am meisten gefallen hat, dass schwere Themen mit Hoffnung und Optimismus behandelt wird. Wer sich ab und an unsichtbar/ nicht gesehen fühlt, dem empfehle ich das Buch wärmsten. Ich bin sicher du entdeckt durch das Lesen deine eigene innere Lavendelfrau oder Sonnenblumenfrau.... (Die Farbe/ Blume die dich zum strahlen bringt). Und für das Extra Vergnügen empfehle ich das Hörbuch - Die Sprecherin ist der Wahnsinn. Wenn Julia Dernbach liest, ist es als würde man selbst in dem kleinen Dorf Saint Carelle, zwischen all den Charakteren, sein.
Eine so schöne Geschichte😍
In "Bonjour Agneta" geht es um einen Neuanfang und den Mut sich etwas undenkbares zu trauen. Agneta ist 49 Jahre alt und unglücklich in ihrem Leben. Sie lebt in Schweden, ist verheiratet mit Magnus, der sie in ihrer Person nicht wahrnimmt und Mutter zweier erwachsener Kinder, die sich nur melden, wenn sie Geld brauchen. Im Beruf bleibt sie für ihre Kollegen unsichtbar. Als sie das registriert meldet sich sich auf eine Zeitungsanzeige, in der um Hilfe für einen "Jungen" in Frankreich gebeten wird. Sie trifft dort nicht auf einen Jungen, sondern auf den über 80 jährigen Einar, den sie betreuen soll. Einar schafft es ihr wieder neuen Lebensmut zu schenken, Agneta beginnt sich kennenzulernen und Veränderungen zuzulassen. Es war herrlich in Saint Carelle zu verweilen. Die Bewohner waren so liebenswert! Ein wirklich schönes, aber auch witziges Buch, ich habe es gerne gelesen.
-feinfühlig -witzig
!!Rezi könnte Spoilern!!! "bonjour Agneta" hat mich sehr berührt. Eine Frau die mehr vom Leben möchte als ihr bisher zugetraut wurde. Einar dessen beginnende Demenz so authentisch dargestellt wird. Die besondere Verbindung zwischen Agneta & Einar ist einfach wunderschön.💜 Dieses Buch hätte noch mehr Sterne verdient! Mit einer unfassbar feinen Art schafft es die Autorin Agneta lebendig zu machen. Man hat Sie vor Augen, den kalten Haferbrei,Magnus. Agnetas Gedanken sind manchmal so unfassbar witzig,manchmal auch genauso berührend. Eine so tolle,sympatische Protagonistin! Der Klappentext beschreibt nur einen Bruchteil dessen was man bekommt. Dieses Buch hat mich sehr berührt.
Geschichte top
Agneta, 49, wohnt in Schweden, verheiratet mit Magnus, Mutter einer Tochter und eines Sohnes. Magnus ist dem Fitness- und Gesundheitswahn verfallen. Agneta zieht nur widerwillig mit. Ihre Kinder tanzen nur an wenn sie Geld brauchen. Beim Job geht es auch eher bergab. Ihr Alltag ist ihr überdrüssig. Zufällig entdeckt sie in der Zeitung eine eher schlecht übersetzte Annonce aus Frankreich, bei welcher für einen älteren, schwedisch sprechenden Jungen eine Betreungsperson gesucht wird. Wollte sie nicht schon immer mal nach Frankreich als Au-Pair? So nimmt ihr Schicksal ihren Lauf. Die Geschichte hat mich sehr interessiert. Da ich zur gleichen Alterschicht zähle. Der Schreibstil ist jedoch sehr speziell. Zum Teil sehr intim. Ich las das Buch zusammen mit einer Lesegruppe. Auch hier schneiden sich die Meinungen über den Schreibstil.
Agneta ist 49 und hat (verständlicherweise) die Nase voll von ihrem Leben und ihrem Mann. Sie begibt sich auf ein Abenteuer in die malerische Provence und entdeckt nicht nur die Gegend und deren liebenswerte Menschen sondern insbesondere sich selbst. „Ich muss meine Angst mit Mut übertönen. Sonst werde ich für den Rest meines Lebens still stehen.“ (S. 173) Mit Witz aber auch Tiefgründigkeit wird über die Reise von der unscheinbaren Agneta zur Lavendelfrau berichtet.
Eine herzerwärmende Geschichte mit Humor erzählt ⭐️⭐️⭐️⭐️
Emma Hamberg hat mit Bonjour Agneta ein tolles Buch vorgelegt. Agneta, aus deren Sicht die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird, ist eine tolle Protagonistin, die über sich hinauswächst und in ihrer Lebensmitte das Leben für sich entdeckt. Unterstützt wird sie dabei von den Bewohnern Saint Carelles, allen voran Einar, Fabien und Bonnibelle. Auch Einars bewegte Geschichte wird hier erzählt, der ebenfalls ein bewundernswerter Charakter ist, und Agneta mit seiner Lebenslust ansteckt. Seine Demenz hindert ihn nicht daran, die guten Momente zu genießen. Auch der Genuss - allem voran der kulinarische - findet hier seinen Platz und des Öfteren habe ich Appetit bekommen sowohl auf die herzhaften wie auch die süßen Köstlichkeiten, die Emma Hamberg beschreibt. Klare Leseempfehlung für dieses Buch, das Lust aufs Leben, Essen, Genießen und Reisen macht.
Ein überraschendes Highlight
Also, damit habe ich jetzt nicht gerechnet! Zu diesem Buch habe ich viele Rezensionen gelesen und sie waren zum Teil sehr durchwachsen. Das Buch wäre sexuell zu sehr aufgeladen, phasenweise hätte es Längen und es sei vorhersehbar und unglaubwürdig. Also war ich gewappnet und dachte für ein Strandbuch wird es wohl reichen. Ich würde es ja schon gerne mögen, denn das Cover finde ich von der Farbgebung so schön. Und nun lest, was daraus für mich geworden ist: Agneta ist 49 und blass bis zur Unsichtbarkeit. Die Kinder sind aus dem Haus und lassen sich maximal noch Geld swishen, ihre Eltern leben ein privilegiertes Leben zwischen Golf und Bridge, gerne auch mal im Ausland. Und ihr Mann, Magnus ist dem Optimierungwahn verfallen. R kümmert sich in erster Linie um seine Hobbys und will diese zu Agnetas machen. Auch seine Ernährungsgewohnheiten, die absolut narzisstische Züge tragen, stülpt er seiner Frau über. Da sie sich nicht wehrt, merkt er nicht, dass sie einfach nur eins will – in Ruhe gelassen werden! Da sticht ihr eine Anzeige ins Auge. In der Provence wird eine Art Au-Pair gesucht, die sich um einen scheinbar hilfsbedürftigen Jungen kümmern soll. Dieser stellt sich dann aber als der demente Einar heraus, der ein sehr bewegtes und nicht immer einfaches Leben hatte. Noch ahnungslos, was da auf sie zukommt, bricht Agneta Hals über Kopf in das kleine Dorf in der Nähe von Avignon auf und vollzieht nach und nach eine Metamorphose. Ich habe dieses Buch geliebt! Es mag damit Zusammenhängen, dass ich in der gleichen Gegend Urlaub gemacht habe und die Atmosphäre nicht nur lesen, sondern auch live vor Ort spüren konnte. Doch das kann es natürlich nicht alleine sein. Der Autorin ist hier ein sehr vielschichtiger Unterhaltungroman gelungen. In Agneta steckt viel von dem, was Frauen Ende 40 fühlen. Sie sind für die Gesellschaft nicht mehr sichtbar. Sie kämpfen mit Übergewicht, Lustlosigkeit und einer mangelnden Libido (die hier noch mal eine ganz neue Interpretation erfährt) . Der Partner bestimmt ihr Leben, auch das ist keine Seltenheit in den Beziehungen, die Frauen in meiner Generation zu führen. Er wird es schon besser wissen, also macht man, was er sagt, ist konfliktscheu und verheimlicht dafür die ein oder andere Ausnahme. Auch die Darstellung von Sexualität im Alter insbesondere von Menschen, mit Demenz bekommt hier einen relativ authentischen Platz. Einar ist unglaublich gut gezeichnet. Er hat ein großes Herz und musste viel opfern, um seinen Weg gehen zu können. Dass er als queere Person, die sich den größten Teil seines Lebens körperlich ausleben durfte, aneckt kann ich nur bedingt verstehen. Es steckt so viel Lebensfreude in ihm. Gleichzeitig schwingt die Verzweiflung über den Verlust seines Partners und seines Gedächtnisses immer mit. Ja, es ist ein sehr körperliches Buch, aber auf einer Ebene, die ich tiefgründig und vor allem realistisch fand. Wir alle müssen uns schließlich mit dem zunehmenden Verfall unserer sterblichen Hülle auseinandersetzen und das Ausleben von Lust verändert sich mit der Zeit, ist aber ja nicht weg. Die Wege, die die Protagonisten dabei gehen, halte ich für relativ authentisch und die Beschreibungen Einars seiner doch sehr verwegenen Jahre mit Armand sind jetzt nichts, was mich schocken konnte. Den Teil mit Jacob und Agneta fand ich zuerst etwas skurril, doch ganzheitlich gesehen passt auch dieser Ausflug in die Fantasie ganz gut in die Geschichte. Die Beschreibung der Dorfgemeinschaft mag etwas zu harmonisch daherkommen. Die Nebenfiguren sind liebevoll gezeichnet und haben alle einen berechtigten Platz. Außerdem bieten Sie einen guten Ausgleich zu den Protagonisten mit ihren ganzen Problemen. Besonders Bonibelles kleines Geheimnis hat mich begeistert. Das ist mal was ganz anderes. Und die Atmosphäre eines kleinen Dorfes in Südfrankreich ist richtig gut gelungen. Ihr merkt, ich bin begeistert! Figurenzeichnung und -entwicklung, Plot, Kulisse und Vielschichtigkeit – alles ist meinem Empfinden nach gut komponiert, und das Ende konnte mich abholen. Das ist für die Menschen. In dieser Geschichte lebende Vorbilder gab, ist für mich das Tüpfelchen auf dem i. Dass dem Roman zu wenig Tiefgang unterstellt wird, verstehe ich nicht wirklich, mich hat er auf vielen Ebenen zum nachdenken und reflektieren angeregt. Also ein Highlight im Bereich der Unterhaltungromane für mich – wer hätte das gedacht?! Und Teil 2 ist schon bestellt! Ich empfehle das Buch also allen, die sich mit den oben genannten Themen gerne auseinandersetzen und ein stimmungsvolles und Buch lesen möchten, dass Zerstreuung verspricht und die schweren Dinge im Leben zu etwas Besonderem macht.
Wie man mit 49 sein Leben über Bord wirft und bei einem mürrischen 80-Jährigen landet. 🇫🇷🧀
Agneta flieht aus ihrem langweiligen Alltag direkt in die Provence – und trifft dort auf Einar, einen alten Herrn mit Demenz, der mal grantelt wie ein nasser Kater und im nächsten Moment Lebensweisheiten raushaut, als hätte er sie bei „Wer wird Millionär?“ gewonnen. Zwischen vergessenen Erinnerungen, Käsegelüsten und kleinen Wundern zeigt Einar: Altsein kann verdammt charmant sein – und Neuanfänge haben kein Mindestalter. 🥖☀️ 🍷 Der Roman balanciert zwischen Charmewellen und leisen Traurigkeiten: mal genießt man das provenzalische Flair, mal fühlt man das Ziehen des Lebens, das uns alle einholt. „Bonjour Agneta“ ist kein Krimi, aber das Rätsel, wer sich selbst noch erkennen kann, wenn die Erinnerung verblasst, ist fesselnd. Einar ist kein sanftes Fürsorgeprojekt, sondern ein Mensch mit Narben, Geheimnissen und Würde — und er sorgt dafür, dass Agnetas Neuanfang nicht zur kitschigen Postkartenreise wird, sondern zu einer echten Begegnung. Perfekt für alle, die glauben, das Abenteuer sei vorbei – es fängt gerade erst an!
Ich konnte mit Agneta nicht richtig warm werden.
Agneta fragt sich mit 49, ob das alles ist. Ein nörgelnder Mann, Kinder, die sich nur melden, wenn sie Geld brauchen und ein Job, bei dem sie unsichtbar wirkt. Als sie eines Tages eine seltsame Zeitungsanzeige sieht, fasst sie einen Entschluss. Sie nimmt das Stellenangebot als Au Pair Mädchen in der Provence an. Doch hat sie den Mut auch das spontane Abenteuer durchzuziehen? Dieses Buch ist der Anfang einer Dilogie. Ich fand die Geschichte in grossen Teile als schwierig. Vielleicht lag es an der sprachlich holprigen Übersetzung vom Schwedischen ins Deutsche. Oder mir entging der schwedische Humor. Wie auch immer. Es gibt durchaus Szenen, die herzerwärmend sind oder den Leser zum Schmunzeln bringen. Aber es gibt auch Situationen, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte. Besonders bei der eigenartigen Protagonistin. Auch die provenzalische Atmosphäre kam nur bedingt bei mir an. Ausser, dass man dringend den Käse und den Wein probieren und lieben soll. Mein Fazit: Die Geschichte hat ihre schönen Momente, aber auch Situationen, die ich nicht richtig nachvollziehen konnte. 3 Sterne.

Herzensbuch
Dieses Buch hatte ich eigentlich gar nicht auf dem Schirm. Aber manchmal findet wie von Zauberhand zusammen, was zusammen gehört. Unter dem Motto “Starke Frauen in Romanen” hatte der Verlag mir den Titel vorgeschlagen. Nach einem Blick in die Leseprobe war ich dermaßen begeistert, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. . Darum geht’s: Agneta ist 49 Jahre alt. Die Kinder sind aus dem Haus. Ihr Ehemann Magnus hat beschlossen: Wir machen jetzt Sport und ernähren uns gesund. Agneta will beides nicht. Sie futtert heimlich weiter fettigen Käse und trinkt ihren geliebten Rotwein. Und dann meldet sie sich spontan auf eine seltsame Anzeige, die sie von Schweden nach Frankreich führt… . Große Agneta-Liebe! Das war genau meine Protagonistin. Allein vom Alter her konnte ich mich perfekt mit ihr identifizieren und mich auch sonst so gut in sie hineinversetzen. Agneta hat das Bedürfnis, mal etwas anders zu machen und Neues zu erleben. Aber so wie sie es will und nicht, wie andere es ihr sagen. Sie geht das Wagnis ein. In einem französischen Dorf soll sich die Schwedin um den 80-jährigen und dementen Einar kümmern. Es war mir ein Fest zu lesen, wie Agneta sich in dieser Situation zurechtfindet und aufblüht. . “Bonjour Agneta” ist ein in leisen Tönen geschriebener Roman, der trotzdem laut nachhallt. Die Geschichte erweitert den Horizont und macht einfach nur glücklich. Agneta entdeckt neue Lebenslust, lernt andere Lebensmodelle kennen und findet Liebe und Freundschaft, wie sie sie bisher nicht hatte. Der Roman ist einerseits unendlich sanft und gleichzeitig doch sehr kraftvoll. Er ist ausgestattet mit einer feinen Portion Ironie und ganz viel Herz. Die Geschichte regt zum Nachdenken an. “Bonjour Agneta” ist klug, witzig und warmherzig und einfach pure Lesefreude. Ich habe hier ein neues Herzensbuch gefunden.

📌 "Das bin ich. Ich bin eine faule, käseliebende Weintrinkerin, die nichts für Sport übrig hat." - S. 197 Die Geschichte der Schwedin Agneta, einer Frau im besten Mittelalter, der klar wird, dass sie ihr wahres Ich stets von ihrem Ehemann hat unterdrücken lassen, bis sie als Au-Pair (in Frankreich) für den dementen Einar endlich zu sich selbst findet. Fing stark und amüsant an, ließ aber dann im Verlauf nach und hatte für mich einige Längen. Außerdem fand ich Einars Demenz nicht zufriedenstellend beschrieben. Den zweiten Teil werde ich nicht lesen. 📌 "Du hast ein Segel, ein Ruder und Wind, und vor dir liegt das Meer. Du musst nur rausgehen." - S. 208

Ich habe vom 2024 erschienenen Roman von Emma Hamberg das Hörbuch gehört. Die Sprecherin schafft es, allen Charakteren Leben einzuhauchen und die einzigartigen Persönlichkeiten herauszustreichen. Auch bei 1,5-facher Geschwindigkeit ist die Aussprache stets klar und gut verständlich. Worum geht es? Agneta ist 49, die Kinder sind aus dem Haus und Ehemann Magnus hat komplett andere Interessen als sie selbst. Ihr Job langweilt sie und sie wünscht es sich dringend, endlich mal von zu Hause rauszukommen - gerne auch mit einem Babystitterjob der anderen Art. Meine Meinung: Mich hat das Buch über mehre Wochen unterwegs in den öffentlichen Verkehrsmitteln begleitet und ich muss sagen, dass ich mich auf meine Zeit mit Agneta ganz besonders gefreut habe. Auch, wenn die Protagonistin schon etwas älter ist und mich mit meinem Mann einige gemeinsame Interessen verbinden, so kann ich ihren Wunsch nach "etwas Neuem" durchaus verstehen. Agnetas Umfeld in Schweden ging mir ziemlich auf die Nerven - vor allem die Kinder, die nur präsent sind, wenn sie gerade etwas wollen. Aus meiner Sicht die schlimmste Beziehungsebene in der Geschichte. Klar, beide haben ihr eigenes Leben. Aber dass sie dann nicht mal in Erwägung ziehen, die Mutter zu besuchen oder sich zumindest per Videotelefonie einen Eindruck verschaffen? Schwer nachzuvollziehen. Frankreich hat mir auf jeden Fall voll und ganz gefallen, auch, wenn Wein und Käse so gar nicht meine Welt sind. Die Entwicklung der Protagonistin gefällt mir und auch, wie das Thema Demenz hier bearbeitet wird. Fazit: Ein tolles Hörbuch für Frauen zwischen Ende 30 und Anfang 70.
Eine warmherzige und lustige Geschichte, die zum Nachdenken anregt.
Endlich mal eine Prota von fast 50. Das war sowohl realistisch als auch erfrischend, denn - oh Wunder - auch Menschen jenseits der 30 leben noch. 😅 Bevor ihr Leben aber so wirklich los geht, muss Agneta erstmal aus ihrem festgefahrenen Alltag entkommen. Ihr Gedanken sind dabei so ehrlich, ernüchternd, aber auch so lustig. Stück für Stück kehrt sie zu sich selbst zurück und lernt sich neu kennen. Und das umgeben von ganz herzlich-schrulligen Menschen. Ich habe Agneta gern auf ihrer Reise begleitet.
Heiter und nachdenklich zugleich
Das farbige Cover strahlt schon Lebensfreude aus. Ganz anders als Agnetas Leben in Schweden. Mit fast 50 stellt sich für Agneta die Frage, wie es in ihrem Leben weitergehen soll. Die erwachsenen Kinder sind aus dem Haus und Ehemann Magnus mutiert zum Sport- und Fitnessjunky. Agneta dagegen eher der Sportmuffel, dafür eine Genießerin beim Essen. Beide haben sich nicht mehr wirklich viel zu sagen und entfernen sich immer mehr. Dazu noch Agnetas Job, der sie ebenfalls nicht erfüllt. Sie steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Entweder weiter im alten Trott oder etwas Neues wagen. Sie entscheidet sich für eine Veränderung und tritt heraus aus dem Schatten ihres bisherigen Lebens. Einige Überraschungen erwarten sie in Frankreich, aber auch Wärme und Herzlichkeit der französischen Dorfbewohner. Sie entdeckt ganz neue Seiten an sich und weiß am Ende was sie will und was nicht. Mir gefiel der flüssige Schreibstil und ich konnte mich gut in die Protagonistin Agneta hineinversetzen. Es war faszinierend sie auf ihrem Weg zu begleiten und ihre Veränderungen mitzuerleben, mal zum Schmunzeln, dann wieder zum Nachdenken. Ein empfehlenswertes Buch und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Agneta, eine 49-jährige verheiratete Frau mit zwei erwachsenen Kindern, realisiert eines Tages, dass sie nicht glücklich ist. Ihr Mann lebt seine Selbstverwirklichung mit Ernährungsoptimierungen und Extremradfahren und – schwimmen aus, woran sie sich nicht beteiligen möchte, ihre Kinder melden sich nur bei ihr, wenn sie Geld brauchen. Sie bricht aus Alltag und Ehe aus, indem sie sich auf eine merkwürdige Zeitungsannonce meldet und kurz darauf in einem verschlafenen Provence-Städtchen wiederfindet. Und hier beginnt das Abenteuer ihres Lebens, denn sie trifft auf eine Handvoll sehr ungewöhnlicher Menschen, die für sie inspirierend und lebensverändernd sind. Ein sehr ungewöhnliches Buch, dessen Inhalt und Handlung ich nicht habe kommen sehen, entsprechend überrascht war ich und konnte nicht aufhören zu lesen, obwohl ich es schwierig finde zu entscheiden, welchen LeserInnen ich das Buch anempfehlen kann.
"Was ich von Einars Welt verstanden habe, ist, dass es immer um den Augenblick geht. Bei ihm muss man den Augenblick festhalten und nutzen."
Ich weiß nicht wie ich dieses Buch beschreiben soll, aber es hat mich auf einer anderen Art berührt. Es hat einem gezeigt, das Leben zu Leben, auch wenn andere einen komisch finden. Es ist egal, was andere sagen, Hauptsache man ist Glücklich.
Einfach nur herrlich !
Was für ein tolles Buch!! Es ist witzig und behandelt doch ein durchaus ernstes Thema. Wie lebt man ein Leben? Wie findet man sich selbst? Welche Verhaltensweise werden uns von der Gesellschaft antrainiert und was wollen wir eigentlich selbst? Ich habe jede Seite genossen ! Klare Leseempfehlung!
Auf das Buch „Bonjour Agneta“ war ich schon sehr gespannt, da mich zum einen der Klappentext sehr angesprochen hat und ich zum anderen schon viele positive Stimmen zum Buch gehört habe. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, die Geschichte an sich verläuft insgesamt eher ruhiger, trotzdem hält sie einige Überraschungen bereit. Agnetas Geschichte erzählt die Autorin auf eine lockere Art mit einer guten Portion Humor. Trotz dieser lockeren Art ist es der Autorin sehr gut gelungen Themen, wie Entfremdung, Sorgen und Ängste, Demenz, aber auch Freundschaft und Mut dem Leben eine neue Wendung zu geben, in ihre Geschichte zu verpacken, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Die Charaktere im Buch wurden von der Autorin sehr gut dargestellt und wirkten allesamt authentisch auf mich. Agneta, aber auch Einar habe ich besonders in mein Herz geschlossen. Agneta fühlt sich in ihrer Ehe festgefahren, sie sieht sich selbst als unsichtbare Frau und anders, als die Menschen in ihrem Umfeld. Trotzdem finde ich es sehr mutig von ihr, als sie spontan nach Frankreich in das kleiner Dorf Saint Carelle aufbricht, ohne wirklich zu wissen, was sie dort erwartet. Dort angekommen erfährt Agneta, dass sie sich um Einar, einen älteren, dementen Mann, kümmern soll. Trotz Zweifel und Ängste, dass diese Entscheidung nach Frankreich aufzubrechen, falsch sein könnte, wachsen ihr mit der Zeit das Dorf, die französische Lebensweise und auch einige der Dorfbewohner, wie Bonnibelle, Fabiene und Einar, sehr ans Herz und man merkt förmlich, wie Agneta dort aufblüht und wieder sie selbst sein kann. Aber auch Einar und seine Geschichte, die man im Laufe des Buches erfährt hat mich sehr berührt und ich empfand ihn als eine wundervollen und spannende Person. Mir hat „Bonjour Agneta“ unglaublich gut gefallen. Ich habe Agnetas Entwicklung sehr gerne verfolgt, aber ich mochte auch das kleine französische Dorf in der Provance sehr gerne. Man bekam mit den Beschreibungen der Autorin einen guten Eindruck vom französischen Lebensstil, der sich sehr von Agnetas unterscheidet. Es wird lecker gegessen (kein kalter Haferbrei, sonder Käse mit Baguette 😉), Wein getrunken und einfach gelebt. Das hat die Autorin sehr gut herübergebracht. Ich vergebe dem Buch auf jeden Fall volle fünf Sterne und kann die Geschichte nur sehr empfehlen.

Eine gute, authentische Geschichte
**** Worum geht es? **** Ein Zitat aus dem Klappentext fasst den Inhalt für meinen Geschmack optimal zusammen: „Zwischen Croissants und Träumen: Agneta sucht das Glück.“ **** Mein Eindruck **** Ein Buch über die Befreiung aus dem Status Quo, den Mut spontan auszubrechen und das für sich beste daraus zu machen. Agneta ist ein äußerst interessanter Charakter, der mich immer wieder stutzig machte. Die Welt aus ihren Augen zu erleben, war für mich wirklich bereichernd. Ich habe ihre Entwicklung mit großem Interesse verfolgt und die Zeit mit ihr in Frankreich genossen, auch wenn ich mich an die Dialoge erstmal gewöhnen musste. Letztlich waren sie einfach authentisch, doch das deutsch, englisch, französisch Gestammel oder auch die falschen Übersetzungen über einen Translater unterbrechen den Lesefluss. Der Schreibstil war ansonsten echt flüssig und die Atmosphäre stets präsent. Die Zeit mit Agneta und Einar war dafür umso schöner, eine berührende Freundschaft. Für ihren Mann Magnus konnte ich kein gutes Wort finden. Ich habe durchweg auf eine Scheidung gehofft, was passiert, bleibt dem Lesenden überlassen, aber Magnus ist einfach ein Alptraum mit seinen ganzen Regeln und bewussten Erniedrigungen. Dabei wirkt er echt bodenständig, was es umso schlimmer macht, aber das ist natürlich alles so beabsichtigt und damit echt gut gelungen. Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten mit seinem ganz eigenen Stil. Ich freue mich auf Band 2. **** Empfehlung? **** Eine Geschichte, mitten aus dem Leben gegriffen, die emotional aufwühlt und sich in ihrem ganz eigenem Stil zu unterhalten weiß. Für Fans von zeitgenössischen Romanen spreche ich eine Empfehlung aus.
Spannende Reise zu sich selbst!
Neuanfang auf Französisch Agneta reicht es! Sie ist 49 und fühlt sich, als ob das Leben an ihr vorbei zieht. Die Kinder melden sich nur wenn sie Geld brauchen. Ihr Mann ist nur noch in Radlershorts und Neoprenanzug unterwegs. Wenn er nicht gerade trainiert widmet er sich seinem Hobby der Vogelbeobachtung. Er mäkelt die ganze Zeit rum, macht Agneta Vorschriften und stellt Regeln und Verbote auf. Weißbrot, Käse, Wein - Alles VERBOTEN- alles was Agneta liebt! So fängt sie an zu rebellieren und sich still und heimlich was zu gönnen. Ihre Arbeit bringt ihr auch keine Freude und auch bei ihren Arbeitskollegen findet sie keinen richtigen Anschluss. Sie fühlt sich nicht gesehen, weder von ihrer Familie noch von den Kollegen - sie ist UNSICHTBAR! Als sie eines Tages eine seltsame Zeitungsanzeige entdeckt, fasst sie einen Entschluss. Kurz darauf findet Agneta sich in der Provence wieder. In dem malerischen Städtchen ticken die Uhren ganz anders als bei Ihr zu Hause. Es beginnt ein Abenteuer, in dem sie sich selbst entdeckt und das das Leben so viel mehr zu bieten hat. Es kann sehr bunt sein, wenn man sich traut. Die Geschichte handelt davon wie es ist, nicht gesehen zu werden, unsichtbar zu sein oder auch sein zu wollen. Wie sehr negative Menschen einen runter ziehen können. Das man lange stumm und still leidet und wieviel Mut und Kraft es braucht um auszubrechen. Sich einzugestehen das man andere Träume hat. Wie wichtig es ist sich wohl zu fühlen, sich selbst zu lieben und das das keine Frage des Gewichts ist. Das Buch macht sehr nachdenklich und zeigt einem das es nie zu spät ist etwas zu verändern! Man braucht nur MUT! Es hat so viel Spaß gemacht Agneta bei ihrer Reise zu begleiten, ich fand die Charaktere sehr spannend und interessant, konnte es kaum weglegen. Tolles Buch!








































