Blut in den Bayous
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Description
Book Information
Posts
Diese Reihe macht süchtig!
Heaven's Prisoners lautet der Originaltitel von Band 2 der Dave-Robicheaux-Reihe. Beim Lesen fragte ich mich, was es mit dem Titel auf sich hat. Dave liefert auf Seite 301 schließlich die Erklärung: Dass die Unschuldigen, die stellvertretend für uns leiden, Gesalbte des Herrn sind und von Gott auf besondere Weise geliebt werden - die Votivkerze ihres Lebens hat sie zu Gefangenen des Himmels gemacht. Es geht also um die vielen Unschuldigen, die hier entweder leiden oder sogar ihr Leben lassen müssen. Natürlich gibt es auch wieder eine ganze Reihe böser Menschen, die von Dave die Rechnung präsentiert bekommen. Insofern passt auch der deutsche Titel. Die Bayous und Umgebung sind voller Blut und Leid ... Insgesamt hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen. Auch Daves Privatleben erfährt einige überraschende Änderungen und somit wird es nie langweilig. Das Schema Dave macht Gangster platt, wäre ansonsten auch irgendwann eintönig. Über die Beschreibung von Land und Leute hatte ich mich beim letzten Mal bereits geäußert und bleibe diesbezüglich bei meiner Begeisterung. In einigen Rezensionen las ich von ewig langen und sich immer wiederholenden Beschreibungen. Vereinzelt mag dies stimmen, aber gerade die Atmosphäre ist für mich das Salz in der Suppe. Vielleicht scheiden sich hier einfach die Geister, wie bei der Langatmigkeit eines Stephen King. Entweder man liebt es oder man hasst es. Ich bleibe der Reihe weiterhin treu und vergebe erneut 5 Sterne!
Ein harter Krimi, der sich weniger auf raffinierte Rätsel als auf moralische Zerrissenheit und gesellschaftliche Verantwortung konzentriert.
Wieder begeistert, tmosphärisch dicht, klassische Hardboiled-Elemente, sehr literarische Sprache, kompromisslos brutal, aber auch sehr poetisch. Wahrlich kein leichter Nebenbei-Krimi, sondern ein intensiver Südstaaten-Noir mit viel Gewalt, Alkoholismus und moralischer Schwere. Besonders gefallen hat mir wieder, wie Burke Krimi und politisches Zeitbild verbindet. Diesmal geht es um Flüchtlinge aus El Salvador: Der Roman macht sichtbar, wie Bürgerkrieg, Gewalt und Migration im südlichen Louisiana aufeinandertreffen. Heute fast vergessen, die USA unterstützten autoritäre Regime in Guatemala, Grenada und El Salvador. Und stehen damit wieder als Kriegstreiber im Visier, die die Soldaten El Salvadors finanzieren. In dem Krieg sollen etwa 50000 Menschen verschwunden sein, durch die korrupte Soldateaka geholt, brutalst getötet und verscharrt Gerade die Verbindung von Flucht, Polizeidruck und falscher offizieller Darstellung gibt dem Buch eine klare politische Schärfe. Verfilmt mit Alex Baldwin, leider wohl aufgrund verschiedener Umstände nicht so gelungen. Ich hab den Film nicht gesehen, das Buch ist sehr lesenswert.
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Diese Reihe macht süchtig!
Heaven's Prisoners lautet der Originaltitel von Band 2 der Dave-Robicheaux-Reihe. Beim Lesen fragte ich mich, was es mit dem Titel auf sich hat. Dave liefert auf Seite 301 schließlich die Erklärung: Dass die Unschuldigen, die stellvertretend für uns leiden, Gesalbte des Herrn sind und von Gott auf besondere Weise geliebt werden - die Votivkerze ihres Lebens hat sie zu Gefangenen des Himmels gemacht. Es geht also um die vielen Unschuldigen, die hier entweder leiden oder sogar ihr Leben lassen müssen. Natürlich gibt es auch wieder eine ganze Reihe böser Menschen, die von Dave die Rechnung präsentiert bekommen. Insofern passt auch der deutsche Titel. Die Bayous und Umgebung sind voller Blut und Leid ... Insgesamt hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen. Auch Daves Privatleben erfährt einige überraschende Änderungen und somit wird es nie langweilig. Das Schema Dave macht Gangster platt, wäre ansonsten auch irgendwann eintönig. Über die Beschreibung von Land und Leute hatte ich mich beim letzten Mal bereits geäußert und bleibe diesbezüglich bei meiner Begeisterung. In einigen Rezensionen las ich von ewig langen und sich immer wiederholenden Beschreibungen. Vereinzelt mag dies stimmen, aber gerade die Atmosphäre ist für mich das Salz in der Suppe. Vielleicht scheiden sich hier einfach die Geister, wie bei der Langatmigkeit eines Stephen King. Entweder man liebt es oder man hasst es. Ich bleibe der Reihe weiterhin treu und vergebe erneut 5 Sterne!
Ein harter Krimi, der sich weniger auf raffinierte Rätsel als auf moralische Zerrissenheit und gesellschaftliche Verantwortung konzentriert.
Wieder begeistert, tmosphärisch dicht, klassische Hardboiled-Elemente, sehr literarische Sprache, kompromisslos brutal, aber auch sehr poetisch. Wahrlich kein leichter Nebenbei-Krimi, sondern ein intensiver Südstaaten-Noir mit viel Gewalt, Alkoholismus und moralischer Schwere. Besonders gefallen hat mir wieder, wie Burke Krimi und politisches Zeitbild verbindet. Diesmal geht es um Flüchtlinge aus El Salvador: Der Roman macht sichtbar, wie Bürgerkrieg, Gewalt und Migration im südlichen Louisiana aufeinandertreffen. Heute fast vergessen, die USA unterstützten autoritäre Regime in Guatemala, Grenada und El Salvador. Und stehen damit wieder als Kriegstreiber im Visier, die die Soldaten El Salvadors finanzieren. In dem Krieg sollen etwa 50000 Menschen verschwunden sein, durch die korrupte Soldateaka geholt, brutalst getötet und verscharrt Gerade die Verbindung von Flucht, Polizeidruck und falscher offizieller Darstellung gibt dem Buch eine klare politische Schärfe. Verfilmt mit Alex Baldwin, leider wohl aufgrund verschiedener Umstände nicht so gelungen. Ich hab den Film nicht gesehen, das Buch ist sehr lesenswert.





