Bible Bad Ass

Bible Bad Ass

Ebook
3.7234

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Description

Hier kommt der Chat mit den Frauen, die aus der Bibel gestrichen wurden

Klara hat die Schnauze voll. Ihre Arbeit als Redakteurin eines sogenannten Frauenmagazins, der allgegenwärtige Sexismus des Chefredakteurs, die Erwartungen ihres Boyfriends und die miserable Situation von Frauen überall auf der Welt bringen sie an den Rand eines feministischen Burn-Outs. Als sie den Auftrag bekommt, eine Story über eine motorradfahrende Pastorin zu schreiben, führt die Recherche sie zu biblischen Frauenfiguren, von denen sie noch nie gehört hat. Wie sehr es doch mit den herrschenden Geschlechterverhältnissen zu tun hat, wie Geschichten von Frauen erzählt und überliefert werden! Während Klara die Story aufschreibt, melden sich immer mehr unbekannte Nummern auf ihrem Smartphone, die sie zu einer Gruppe namens »Bible Bad Ass« einladen. Sie nennen sich Magdalena, Maria, Ruth, Lilith, … – was, zur Hölle, ist hier los?

Bible Bad Ass ist eine Abrechnung mit den Lügen der Kirchenväter und der Anfang einer Vertöchterung. Ein hartes, smartes und durch und durch popkulturelles Debüt.

Erste Auflage in Sonderausstaung mit Motivfarbschnitt

Feministische Ikonen aus biblischen Zeiten melden sich per Chat zu Wort.

Das furiose Debüt einer deutschen Journalistin.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Ebook
Pages
256
Price
18.99 €

Author Description

Edith Löhle ist Journalistin und Autorin. Nachdem sie über zehn Jahre für Lifestyle-Medien arbeitete, zuletzt als Chefredakteurin der deutschen NYLON und des BLONDE Magazins, drehen sich ihre Arbeiten heute um soziale Gerechtigkeit. Als Autorin der ZDFDoku »Digital Empire: Programmierte Ungerechtigkeit« war sie 2022 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Außerdem gründete sie HeyNana.de, die Oma-Plattform für den Generationendialog. »Bible Bad Ass« ist ihr literarisches Debüt.

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"Wütende Frauen haben immer die Geschichte verändert, nur ihr Ruf ist schlecht." 🍎🐍

Edith Löhe hat hier ein besonderes Buch erschaffen. Klara Kraft ist ausgebrannt. Ausgebrannt vom Patriarchat und allem, was es für ihr Leben mit sich bringt. Selbst in dem Frauenmagazin, für das sie als Journalistin arbeitet, kommt sie mit ihren feministischen Gedanken nicht weit und wird kurzerhand von ihrem Chef beurlaubt. Dabei wollte sie doch nur ein Interview über eine kritische, emanzipiert Pastorin drucken! Ihr Freund Noah gibt sich alle Mühe, Klara zu unterstützen, doch auch er kann ihr nicht das bieten, was sich Klara und alle Frauen wünschen: echte Gleichberechtigung, echte Wertschätzung. Dann passiert etwas Unglaubliches: Maria Magdalena meldet sich bei Klara per WhatsApp und mit ihr auch Ruth, Edith, Eva, Anna, Maria, Deborah und viele weitere biblische Frauen, deren Geschichten verzerrt wurden, oder die gleich ganz aus der Heiligen Schrift verbannt wurden. Klara, die der Kirche als 'Alte weiße Männer Verein' nichts abgewinnen kann, gerät in einen Strudel, der sie nicht mehr loslässt und ihr Leben auf den Kopf stellt. Ich muss sagen, dass ich den ersten Teil des Buches mega anstrengend fand. Klara trat als kämpfenden Feministin auf, die überall eine Front sieht und immer mit ihrem Uterus los schießen will. Allein den Uterus alle zwei Seiten als Waffe zu beschreiben, war mir etwas befremdlich und sprach mich gar nicht an. Ich habe nur weitergelesen, weil ich das Buch von einer Freundin wärmstens empfohlen bekommen habe. Irgendwann kam der Punkt, an dem Klara jedoch ihren Blick statt mit Wut mit Liebe füllte und auf einmal war da viel Wärme im Buch und mit der erreichten mich Klara und ihre Bible Bad Ass Mädels dann auch 💘 Und wie! Ich habe sie alle tief in meinem Herzen eingeschlossen ♥️ So wurde es dann zu einem unerklärlichen Lesevergnügen, das ich sehr genossen habe. Das Ende war für mich trotz "nicht klischee Happy End" dann am Ende auf seine Art und Weise auch ein schönes Happy End. Wer Lust auf die Geschichte vieler Frauen hat, die am Ende die Geschichten aller Frauen sind: ran an Bible Bad Ass!

"Wütende Frauen haben immer die Geschichte verändert, nur ihr Ruf ist schlecht." 🍎🐍
5

„Wütende Frauen haben immer die Geschichte verändert, nur Ihr Ruf ist schlecht.“ -Amen

Das dieses Buch nicht durch die Decke gegangen ist, ist mir unerklärlich…🤷🏽‍♀️ Das Konzept genial 🤩 eine „wütende“ „Feministin“ die im Chat mit vergessenen,falsch dargestellten,verleugneten Biblischen Frauen Frieden und Liebe findet, getoppt mit Berliner Humor… willkommene Abwechslung 🫶🏼 -„Mitgefühl für eine Gesellschaft, die kaum noch Fragen stellt, aber dafür schnell urteilt. Für eine Gesellschaft, die entschieden hat, nicht mehr zu vertrauen, weil Argwohn näher liegt als Liebe“- AMEN🫰🏽

4

Das Cover und der Farbschnitt haben mich das Buch kaufen lassen und der Inhalt enttäuscht zum Glück ebenfalls nicht. Unfassbar gute Idee, viele neue Erkenntnisse.

4.5

Fiktional oder Realistisch? Oder schließt das eine das andere nicht aus? 🐚

Das war jetzt mal ein ganz außergewöhnlicher Roman. 😅 Etwas Fiktionales und doch Realistisches. Klara, eine Redakteurin, die alles durch die feministische Brille sieht und schon an jeder Ecke die Ungerechtigkeit des Systems erkennt, tauscht sich mit Frauen über die biblische Sicht aus. Das hat Auswirkungen auf sie und ihr Umfeld. Es liest sich spritzig und humorvoll. Auf ähnliche Buchempfehlungen würde ich mich freuen. ☺️

5

Wenn ich könnte würde ich 1000 Sterne für dieses grandiose Buch vergeben!!! MUST READ!!!

3.5

Das Frauen in der Kirche eine wichtigere Rolle spielen, als allgemein bekannt, macht dieses Roman von Edith Löhle noch einmal deutlicher. Religion, Feminismus, digitale Welt, Zwischenmenschlichkeit treffen hier auf einander.

So sehr ich das Buch mit 5 Sternen bewerten möchte, stört es mich, dass der Female Rage damit gedämpft wird, dass weiblich gelesene Personen verständnisvoll auftreten sollen, barmherzig, … in den Schoß atmend, besonnen. Die Musik-Nachweise am Ende <3!

3

Eine feministische Abrechnung mit den biblischen Frauenfiguren

Die Protagonistin des Romans “Bible Bad Ass”, Klara, hat ebenfalls mit der konventionellen Kirche gebrochen. Sie ist Journalistin bei einem hippen Frauenmagazin und als sie für ihren Chef - ausgerechnet während ihrer MENstruation - mal wieder eine tolle Story aus dem Hut zaubern soll, stößt sie auf die Geschichte der queeren evangelischen Pfarrerin Annina Ligniez, die ihr eine andere, sehr weibliche Sicht auf Bibel und die Kirche offenbart. Annina Ligniez ist eine reale Person, mit der Edith Löhle für den Roman tatsächlich zusammengearbeitet hat. Als Klara plötzlich in eine Whatsapp-Gruppe gerät, in der biblische Frauen ihre realen Geschichten erzählen, kommt es bei der Journalistin zu einem Umdenken: Können wir nicht zu einer modernen Form des Glaubens finden, indem wir den Fokus auf Schwesternschaft und Liebe lenken, statt auf Männerwirtschaft und Ausgrenzung? Achtung Spoiler ⚠️ Als Realistin finde ich es nicht gut, dass uns das Buch mit einer metaphysischen Erklärung für den Chat mit den biblischen Frauen abspeist. Woher kam dann das Ganze jetzt? Ist es fake oder real hardcore metaphysisch? Und dass die Protagonistin am Ende als esoterische und singuläre Spinnerin dasteht, hat mir auch nicht gefallen. Eine potenzielle Pseudo-Reformatorin, die alle Beziehungen zu ihrem bisherigen Leben abbricht? Interessant wäre gewesen zu wissen, was sie jetzt daraus macht. Aber an dieser Stelle endet leider das Buch. Was mich besonders gestört hat war das sie heterosexuelle Beziehungen mit soviel Hass auf das Männliche "pflegt"? Das ging mir ziemlich lange auf die Nerven und wurde nicht nur ein paar mal angeschrieben. Am liebsten hätte sie glaub ich jeden Mann auf den Scheiterhaufen verbrannt. Insgesamt betrachtet ist ''Bible Bad Ass'' ein äußerst interessantes Buch, das zum Nachdenken anregt und wichtige Perspektive auf biblische Geschichten bietet. Trotz einiger Schwächen und Längen kann man dieses Buch lesen, da es dazu anregt, über den eigenen Glauben und die Rolle der Frauen in der Religion nachzudenken.

4

Die spezielle WhatsApp Gruppe Klara, hat eine 💩Wut auf Männer, auf die Ungerechtigkeiten Frauen gegenüber und so vieles mehr. Sie will einen Artikel über eine sondere Pastorin schreiben und gerät in eine spezielle Situation. Sie bekommt Nachrichten von einer unbekannten Nummer, nach einer Zeit vertraut sie dieser und findet sich einer WhatsApp Gruppe mit Frauen aus der Bibel wieder. Sie hört von den Frauen, wie falsch, ungerecht und auch oft Namenlos sie dargestellt werden. Manches mögen Übersetzungsfehler sein, aber manches ist von Männern bewusst so dargestellt. Das Buch macht wütend, aber die Texte der Bibelfrauen versöhnen auch. Wer weiter in die Bibel einsteigen möchte, sollte den Podcast von der Zeit "Unter Pfarrerstöchtern" hören. Auch dort wird einiges richtig gestellt.

3

"Solange Frauen als Objekte gelten und ihre Körper als Ware gehandelt werden, solange Sex auf Macht basiert, solange das weibliche Geschlechtsorgan ein Schimpfwort ist, solange Frauen bei gleicher Arbeit weniger verdienen als Männer, solange Frauen über Schönheit definiert werden, solange Frauen wegen ihres Geschlechts verfolgt und getötet werden, so lange sind wir alle unfrei. Und so lange ist die Geschichte einer Frau die Geschichte aller Frauen." Die Protagonistin Klara ist jung, lebt mit ihrem Partner zusammen und ist eine ambitionierte Journalistin für ein Frauenmagazin. Doch ausgerechnet dort eckt sie andauernd mit ihren feministischen Themenvorschlägen an, was schließlich zur Konsequenz hat, dass sie kurzerhand freigestellt wird, mit der Aussicht auf eine anschließende Kündigung. Für ihre letzte Recherche hat sie mit einer Pastorin gesprochen, die sich für mehr Frauenrechte in der Kirche einsetzt. Zur gleichen Zeit landet Klara plötzlich in einer WhatsApp-Chatgruppe namens “Bible Bad Ass”, in der sich außer ihr ausschließlich andere Frauen befinden - und zwar keine Unbekannten. Es stellt sich heraus, dass die Chatgruppe von längst verstorbenen Frauen betrieben wird, die allesamt in der Bibel entweder keine Aufmerksamkeit erhalten haben, oder deren Geschichten aus sexistischen Motiven stark zu ihren Ungunsten verändert wurden. Klara ist mittendrin in einer Art feministischem Bibelkreis, welcher die religiöse Geschichtsschreibung ordentlich auf den Kopf stellen möchte. Die Idee des Romans hat mich sehr angesprochen: unsichtbar gemachte Frauen, die endlich für den Raum kämpfen, der ihnen zusteht. Mir war vieles von dem, was Edith Löhle schreibt und was ja tatsächlich der Realität entspricht, vorher nicht bewusst, so war mein Leseerlebnis geprägt von Erkenntnisgewinn und Empörung. Leider fand ich die Umsetzung aber nicht so überzeugend. Angefangen beim Sprachstil der Protagonistin, der mir persönlich etwas zu angestrengt jugendlich, “auf die Fresse” war, wodurch sie mich recht schnell genervt hat. Außerdem spielt sich ein großer Teil des Romans in der Chatgruppe ab, in der die biblischen Frauen viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, wodurch es insgesamt wenig Plot gibt und der Spannungsbogen fehlt. Ich würde zu der Thematik sehr gerne ein Sachbuch lesen, in dieser Romanform hat es mich leider nicht abgeholt. Das Design und die Idee des Buchs hingegen verdienen 5 Sterne! CN: Abtr3ibung

5

Wirklich gutes Buch!

Unglaublich gutes, ehrliches und vor allem feministisches Buch! Ich hab's geliebt und unglaublich oft gelacht, aber auch gestaunt. Man muss nicht gläubig sein, oder aber die Kirche hassen um das Buch zu lesen... Es zeigt bloß, wie dominant die Welt voller Männer ist und wie die geschichtlichen Frauen aus der Bibel gestrichen wurden. Wie passen biblische Frauen zur heutigen Zeit? Unsere Protagonistin Klara lernt aus den Geschichten der Frauen etwas uber sich selbst und findet durch jeder der Frauen ein Stück zu sich selbst und was sie eigentlich für Ziele hat. Mir gefiel das Buch sehr gut! Der Schreibstil war flüssig, kurze aber auch spannende Kapitel und Nachweise auf Bibel Verse. Sehr interessanter Denkanstoß!

Wirklich gutes Buch!
3.5

“Vielleicht ist es an der Zeit, einen längst fälligen Frühjahrsputz in mir zu machen: verstaubte Glaubenssätze ab-swiffern, veraltete Rollenverhältnisse entsorgen, Werte neu anordnen. Ich will, dass es in mir glänzt.” (S. 109) Viele junge und mittelalte Menschen kehren der Kirche heutzutage zurecht den Rücken. Was in diesem konservativen Männerverein abgeht, ist leider ganz und gar nicht mehr feierlich. Da können sie noch so viel Wein trinken und Hostien essen. Die Diskriminierung von Frauen und queeren Menschen zieht sich bis in unsere heutige, man sollte meinen, moderne und aufgeklärte Zeit. Am allerschlimmsten sind aber die furchtbaren Missbrauchsskandale, die vertuscht und verschleiert werden. Die Protagonistin des Romans “Bible Bad Ass”, Klara, hat ebenfalls mit der konventionellen Kirche gebrochen. Sie ist Journalistin bei einem hippen Frauenmagazin und als sie für ihren Chef - ausgerechnet während ihrer MENstruation - mal wieder eine tolle Story aus dem Hut zaubern soll, stößt sie auf die Geschichte der queeren evangelischen Pfarrerin Annina Ligniez, die ihr eine andere, sehr weibliche Sicht auf Bibel und die Kirche offenbart. Annina Ligniez ist eine reale Person, mit der Edith Löhle für den Roman tatsächlich zusammengearbeitet hat. Als Klara plötzlich in eine Whatsapp-Gruppe gerät, in der biblische Frauen ihre realen Geschichten erzählen, kommt es bei der Journalistin zu einem Umdenken: Können wir nicht zu einer modernen Form des Glaubens finden, indem wir den Fokus auf Schwesternschaft und Liebe lenken, statt auf Männerwirtschaft und Ausgrenzung? Das positive und das negative Element dieses Romans sind für mich eins: eine Flut an Informationen. Wenn man böse ist, könnte man sagen: Infodump, wenn man nett ist: Aufklärung. Man merkt einfach, dass die Autorin Journalistin und mit dem Finger stets bei Google ist. Für einen Roman mit Ich-Erzählerin fehlt mir die detaillierte Herausarbeitung des inneren Konflikts der Hauptfigur. Klar geht es auch immer wieder darum, dass sie angepisst ist von ihrem frauenfeindlichen, nicht-gendernden Umfeld und um die Probleme mit ihrem Freund Nico. Letzteren liebt sie eigentlich, aber er nimmt sie in ihrer extrem feministischen Haltung nicht immer ernst und das führt zu Problemen. Aber ich habe die Figur Klara dennoch nicht ganz greifen können, sie kam oft rüber wie ein wandelndes Klischee. Eigentlich Katholikin mit schwäbischen Wurzeln, die im hippen Berlin wohnt. Prenzlauer-Berg-Drama ick hör dir trapsen… [Spoiler ahead] Als Realistin finde ich es nicht gut, dass uns das Buch mit einer metaphysischen Erklärung für den Chat mit den biblischen Frauen abspeist. Woher kam dann das Ganze jetzt? Ist es fake oder real hardcore metaphysisch? Und dass die Protagonistin am Ende als esoterische und singuläre Spinnerin dasteht, hat mir auch nicht gefallen. Eine potenzielle Pseudo-Reformatorin, die alle Beziehungen zu ihrem bisherigen Leben abbricht? Interessant wäre gewesen zu wissen, was sie jetzt daraus macht. Aber an dieser Stelle endet leider das Buch. Das heißt jetzt allerdings nicht, dass ich aus “Bible Bad Ass” nichts mitgenommen habe. Während das Buch als Roman für mich kaum funktioniert, ist es als Informationsquelle für die jahrhundertelange Frauenfeindlichkeit der Institution Kirche Gold wert. Ich habe sehr viel gelernt über weibliche Geschichte und die Ungerechtigkeiten, die Männer den biblischen Frauen - angetan haben, indem sie deren Geschichte und Bedeutung z.B. für Jesus fehlinterpretiert oder klein gehalten haben. Ob es sie nun gab oder nicht, ist dabei irrelevant. Eigentlich ein sehr tolles, informatives und wichtiges Buch. Als erzählendes Sachbuch hätte es mir aber noch besser gefallen.

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4

Ein bisschen habe ich Bible Bad Ass mit dem schönen Farbschnitt auch aus optischen Gründen gekauft, aber es hat mich auch inhaltlich begeistert - zumindest bis auf die letzten paar Seiten. Es erzählt von Klara, die voller Wut auf das patriarchale System ist und in einer WhatApp-Gruppe mit Frauen aus der Bibel landet, deren Geschichten systematisch verschwiegen und/oder verdreht wurden. In locker lässiger Erzählweise habe ich viel über biblische Frauenfiguren erfahren. Leider blieb für mich die Wut auf das Patriarchat dann zu sehr auf der Strecke. Statt diese konstruktiv zu nutzen, wirkte es für mich so, als würden zahlreiche Kalenderspruch-artige Weisheiten Klara dazu verleiten, ihre Wut einfach wegzuatmen und verpuffen zu lassen. Ich hätte mir so gern ein anderes Ende für dieses Buch gewünscht, das ich rund 220 Seiten voller Begeisterung gelesen habe. Wer hat das Buch auch gelesen? Wie ging's dir mit dem Ende?

4

Kurzweilig und informativ

Die Verbindung von Klara mit den biblischen Frauen war wunderbar zu lesen und hat mich auch zur Recherche angestiftet. Ich hatte mir etwas mehr Story um Klara selbst vorgestellt, doch so wirklich fehlt die nicht, weil die Geschichten der biblischen Frauen so spannend sind.

4.5

Ich bin ohne Religion aufgewachsen. Zuhause galt das Christentum eher als etwas Altes, Enges. Etwas, das Menschen klein macht, statt ihnen Freiheit zu geben. Bible Bad Ass beginnt mit einer Protagonistin, Klara, die völlig ausgebrannt ist: feministische Kleinkämpfe im Alltag, Redakteursstress, ein sexistischer Chef. Zynisch, überarbeitet und voller feministischer Müdigkeit bekommt sie den Auftrag, über eine motorradfahrende Pastorin zu schreiben und stolpert dadurch mitten in eine Welt, die sie nie betreten wollte. Über die „Bible Bad Ass“-Chatgruppe, alte Bibelgeschichten und moderne Fragen entsteht ein Diskurs über Weiblichkeit und Spiritualität. Für mich war das eine ungewohnte Mischung: feministische Erschöpfung trifft Religionsgeschichte trifft Popkultur. Als jemand, die von einer Mutter erzogen wurde, die Religion ausgesprochen skeptisch sieht, hat mir das Buch einen neuen Zugang eröffnet. Ich kann das Christentum nun ein Stück weit auch als Ressource für Fragen von Macht, Erzählung und Identität sehen und nicht nur als patriarchale Institution. Ich musste mich nicht religiös fühlen, um berührt zu sein. Das Buch hat mir einen kulturellen Zugang eröffnet zu den Erzählungen, Symbolen und Spannungen, die unsere Gesellschaft geprägt haben, selbst wenn man nie Teil davon war. Es geht nicht um Bekehrung, sondern um Neugier und Perspektive. Wie Klara immer wieder in Recherchen abdriftet nachdem ihr die „Schwestern“ neue Impulse geben, hat auch mich das Buch ständig weitergeschickt. Ich habe gegoogelt, nachgelesen, nachgedacht über Lilith, über Eva, über die vielen Frauen, die in religiösen Erzählungen verschwinden oder verfälscht werden. Ich bin tatsächlich um einiges schlauer, informierter und reflektierter nach diesem Buch. Nicht im dogmatischen, sondern im erkenntnisorientierten Sinn. Manchmal war der Ton etwas zu „cool“, fast performativ rebellisch, so, als wolle das Buch sicherstellen, bloß nicht fromm zu wirken. Aber das verzeihe ich ihm, weil die Grundidee trägt: Glauben, Feminismus und Moderne müssen sich nicht ausschließen. Bible Bad Ass ist kein Buch über Glauben, sondern über Neugier. Es öffnet Türen, durch die man gehen kann aber nicht muss. Ich bin religionslos geblieben, aber weniger ignorant. Und das ist vielleicht schon viel: ein Stück mehr Verständnis für die Geschichten, die unsere Kultur geprägt haben und für die Frauen, die in ihnen endlich wieder laut werden dürfen.

5

Feministisches Meisterwerk

Hat Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Hab’s verschlungen… Danke!

5

"Warum bin ich so geladen? Weil Geschichte jahrtausendelang von Männern konzipiert und verdreht wurde." "Bad Ass ist ein positiver Ausdruck für jemanden, der oder die sich nicht verarschen lässt, einen eigenen Weg geht, rebellisch und cool." Und auf diesem Weg begleiten wir Klara. Wie ein Wirbelsturm stürmt dieses Buch auf mich ein! So unglaublich viel Wut steckt in Klara, der feministischen Journalistin, die sich immer öfter über die patriachalischen Strukturen und Äußerungen ärgert. Und dann wirbele ich mit ihr durch den Gruppenchat mit den totgeschwiegenen Frauen der Bibel. Wie viel ist den falschen Übersetzungen geschuldet? "Entweder wurden die Frauenfiguren aus der Bibel gestrichen, absichtlich oder unabsichtlich falsch überliefert, übersetzt oder die Kirche hat diese Frauen bis heute kleingehalten." Noch in keinem Buch habe ich mit so vielen Klebezettel Textstellen markiert! "Wir allesamt sind, was Männer wollen: die Jungfrauen und die Huren, die Geschändeten und die Standhaften, wir sind die von Sinnen und die Sinnlichen. " Auch ich möchte etwas für mich ganz persönlich mitnehmen und verinnerlichen: "Statt dir den Weg im Dschungel der Erwartungen zu bahnen, suche immer nach dem Paradies in dir."

4

Interessantes über die Frauen in der Bibel

Was wäre wenn du plötzlich mit den Frauen in der Bibel in einer WhatsApp Gruppe wärst und dort nicht nur einiges über diese, sondern auch noch über dich selbst erfährst. Ich möchte die Idee, ich hab unheimlich viel nachgegoogelt an Themen und Dingen die ich noch nicht wusste und ich war sogar auch noch richtig gut unterhalten. Allein manchmal klingen die Damen aus der Bibel ein wenig esoterisch oder wie ein hübsches Motivations-Wandtattoo. Was vermutlich im Ganzen aber auch gut zu Ihnen passt.

3

Kirchenkritische Frauenpower

Der Roman beleuchtet die Geschichten von Frauen aus der Bibel, denen noch immer viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Diese Frauen wurden schon damals, aber auch im Laufe der Zeit, stark verzerrt, kleingeredet und negativ dargestellt. Design und Konzept des Buches sind beeindruckend, eine gelungene Mischung aus modernen und traditionell kirchlichen Motiven. Die Gestaltung als WhatsApp-Chat erschien mir zunächst ungewohnt, funktioniert aber gut und fügt sich nahtlos in das Gesamtkonzept ein. Auch die eingestreuten Songtexte tragen zu einem angenehmen Lesegefühl bei, sind treffend platziert und machen einfach Spaß. Insgesamt hätte man die spannende Grundidee, insbesondere gegen Ende des Buches, noch besser umsetzen können. Teilweise waren die Chatgespräche und die Reaktionen der Protagonistin für meinen Geschmack etwas überzogen, kitschig und esoterisch. Dennoch hat es mir großen Spaß gemacht, dieses stark feministische, kirchenkritische Buch zu lesen. Ich konnte Neues über die weiblichen Figuren der Bibel lernen und wurde dazu angeregt, weiter in diesem Bereich zu recherchieren.

4

Eines meiner Jahreshighlights

Klara, eine Redakteurin bei einer angesagten Zeitung, befindet sich kurz vor einem Burnout. Ihr Artikel über eine queere, Motorrad fahrende Pfarrerin wurde abgelehnt. Zu Hause gerät sie in einen WhatsApp-Chat biblischer Frauen. Dieser bringt sie zum Nachdenken und Recherchieren über die biblischen Frauen in der Kirchengeschichte, das Patriarchat und Frauen in der heutigen Zeit. Ein ernstes Thema in einem modernen Umfeld. Ein guter Einstieg in dieses Thema.

3.5

Guter Snack für zwischendurch, wenn die Theoriebücher wieder drohen, alle Nervenzellen zu belegen.

„Der Gedanke an die Kirche fühlt sich für mich an wie eine vergorene Milch, längst abgelaufen und so nicht mehr genießbar.“ (Löhle 2024, S. 101f.) Wer kennt es nicht? Damals im Deutschunterricht eine Interpretation abgegeben und die Note, die dann zurückkam, entsprach so ganz und gar nicht dem, was man sich erhofft hatte. Urteil: falsch interpretiert. Na jut, woran hat et jelegen? Es is’ natürlich immer so die Frache. Ich sach natürlich immer: woran hat et jelegen? Äh, das fracht man sich nachher natürlich immer, woran et jelegen hat. Und man kommt trotzdem zu keiner zufriedenstellenden Antwort. Aber was hat das mit Edith Löhles Debütroman „Bible Bad Ass“ zu tun? Unmittelbar erstmal nichts. Die Protagonistin und Journalistin bei der Zeitschrift OWN Klara hat schon vor langer Zeit mit ihrem katholisch-christlichen Glauben gebrochen, nämlich zu dem Zeitpunkt, als sie bemerkte, dass höhere Posten nur Männern vorgesehen sind. Die*der Leser*in begleitet zunächst Klara mit ihrer „geladenen Waffe“ in ihrer Hose (a.k.a. ihrem Uterus), „geladen mit Enttäuschung und Zorn, Hülsen voll Wut“ (S. 8) durch die Welt des Patriarchats. Als nach der Ablehnung ihres ersten Artikelvorschlags, warum Männer die Menstruation checken müssen, auch ihr zweiter Entwurf zur Portraitierung der Zigarette rauchenden, Sex zelebrierenden, queeren, evangelischen Pfarrerin Annina von Martin, der Chefredakteur, komplett umgeschrieben wird, platzt ihre Wut aus ihr raus und sie wird beurlaubt. Genau in diesem Moment lässt sie sich auf den WhatsApp-Chat mit einer unbekannten Nummer ein, genauer, mit Maria Magdalena. Und Klaras bisher bestehendes, männlich dominiertes, christliches Weltbild beginnt zu bröckeln, sie hat eine Offenbarung und es eröffnet sich ihr eine neue, feministische Interpretation der Bibel, mit völlig revolutionär gedachten Frauen. Löhles Debüt ist so zugänglich, dass ich von mir selbst überrascht war, wie schnell ich die Seiten weggeatmet hatte. Das lag nicht primär an der christlichen Thematik (in my case: klassisch ostdeutsch atheistische Sozialisierung), sondern vielmehr an der Art, wie das Buch geschrieben ist. Es fühlt sich so erfrischend an, es hat mich zum Lachen gebracht und mit jeder popkulturellen Referenz habe ich einen neuen Ohrwurm des Tages gefunden. Die Autorin verbindet Belletristik, christlichen Glauben und Feminismus so elegant, dass ich euch das Buch nach schwer im Magen liegender Kost sehr empfehlen kann!

Guter Snack für zwischendurch, wenn die Theoriebücher wieder drohen, alle Nervenzellen zu belegen.
3

Female Rage mit Maria Magdalena via WhatsApp diskutieren?

Hab mich noch nie so abgeholt gefühlt. An einigen Momenten, hat die Autorin mir so aus der Seele gesprochen, dass ich Gänsehaut hatte. Und dann hab ich weiter gelesen. Ich weiß nicht was ich erwartet habe. Vielleicht war ich voreingenommen, weil ich unmittelbar davor "Alte weiße Männer" von Sophie Passmann gelesen habe, welches so herrlich ehrlich und realistisch ist. Tja das war hier leider nicht der Fall. Ich dachte erst die Protagonistin wäre die Autorin selbst, ist sie aber nicht. War trotzdem alles super unterhaltsam geschrieben also was soll's. Dann hat die Hauptfigur jedoch mit den seit tausenden von Jahren toten (wenn überhaupt jemals existierenden) weiblichen Figuren aus der Bibel per WHATSAPP GESCHRIEBEN? Mal ebenso mit Maria Magdalena über den Begriff Hu*** diskutieren, wer kennts nicht. Naja, ab da wars für mich dann jeden Falls nicht mehr das, was ich mir eigentlich erhofft hatte. Nämlich eine feministische Aufarbeitung der Frau in der christlichen Kirche. Trotzdem super wichtiges Buch (wenn auch mit einem crazy Twist), sollte jeder gelesen haben! Bin nur so durch die Seiten geflogen.

5

Wow was ein göttliches Buch!

Es hat mich so gepackt und musste es an einem Tag durchlesen… das hallt noch lange nach…

5

Lesen! Das Buch muss man fühlen!

3.5

Regt zum Nachdenken und Recherchieren an

An sich finde ich die Geschichte ein wenig platt, aber: es gab für mich diverse Denkanstöße, bin neugierig auf einzelne Protagonistinnen des Chats geworden, werde mich sicherlich etwas eingehender mit der Materie beschäftigen. Und dann hat dieses Buch einen guten Sinn erfüllt.

4

Sehr lesenswert!

Die Idee find ich genial und die Infos über falsch interpretierte und fehlende Bibelstellen sind super interessant! Insgesamt hat mir bisschen ein Ziel gefehlt, auf das die ganze Geschichte zusteuert und ich konnte mit den pathetischen Textstellen und Ratschlägen („Atme in deine Gebärmutter“) nicht so viel anfangen.

2.5

Ich bin hin- und hergerissen zwischen den vielen guten, wichtigen Gedanken und der wenig überzeugenden Erzählweise in diesem Buch.

3.5

Selbst bin ich kein religiöser Mensch, aus Gründen, umso interessanter fand ich die Prämisse des Buchs: mehr über die vergessenen bzw. herausgestrichenen Frauen aus der Geschichte / Bibel zu lernen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist ein Mix aus Roman und (vermutlich) realer Wiedergabe biblisch relevanter Frauen, und der ein oder andere interessante Fakt hat mich sehr nachhaltig zum Nachdenken angeregt (z.B. dass die „Jungfrau Maria“ garkeine Jungfrau sondern „junge Frau“ war und es lediglich ein Übersetzungsfehler ist. Alles in allem sehr spannend und auch die Wut der Protagonistin finde ich durchs Buch hinweg sehr nachvollziehbar — bis zu einem gewissen Punkt. Denn am Ende verpufft sie mir ein wenig zu schnell. Und auch das Medium der Kommunikation mit den biblischen Frauen hat mich jetzt nicht aus den Socken gehauen sondern eher genervt (zu forciert gen y/ gen z digital?). Trotzdem eine Empfehlung!

2

Klara arbeitet als Journalistin bei einem vermeintlich feministischen Magazin. Als sie für eine neue Story in Kontakt mit einer fortschrittlichen evangelischen Pfarrerin kommt, beginnt sie, sich intensiver mit Religion und Kirche auseinander zu setzen. Doch ihr Chefredakteur möchte die Story nicht in Klaras Version drucken, was zu einem Wutausbruch und einer Beurlaubung führt. Klara ist mit ihrer Wut und ihren Nerven am Ende - da erhält sie eine rätselhafte WhatsApp-Nachricht von Maria Magdalena und findet sich kurzerhand in einem Gruppenchat mit den Frauen der Bibel wieder. Die Idee zu Edith Löhles Debütroman "Bible Bad Ass" finde ich toll: Durch einen WhatsApp-Chat werden den Lesenden auf moderne und lustige Weise vergessene oder verkannte Frauenfiguren der Bibel näher gebracht, was viel Identifikationspotential und einen anderen Blickwinkel auf die christliche Religion bietet. Die katholische Kirche ist sehr männlich und patriarchal geprägt, Frauen(geschichten) finden weder in der gängigen Bibel, noch in der gelebten Kirchenpraxis groß statt. Dass das nicht immer so war und Vieles auch einfach umgedeutet oder bewusst in Vergessenheit gedrängt wurde, arbeitet die Autorin in ihrem Roman gut heraus. Leider konnte ich "Bible Bad Ass" darüber hinaus aber wenig abgewinnen. Der Roman ist sehr handlungsarm, der Fokus liegt vor allem auf den Chats, Klaras Lebensausschnitt, der geschildert wird, verläuft eher so nebenher und wirkte auf mich extrem konstruiert. Ich wurde auch mit Klara als Protagonistin nicht warm, was einerseits wohl am Schreibstil, andererseits aber auch am starken Abdriften in esoterische Richtungen ab etwa der Hälfte des Buches liegt. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass Edith Löhle gerne besonders viele feministische Themen in ihrem Buch ansprechen wollte, was bestimmt gut gemeint war, aber letztlich doch eher überfrachtend wirkte. Ich kann "Bible Bad Ass" deshalb leider nicht weiterempfehlen, würde aber ein Sachbuch zum Thema sofort lesen!

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Klara, Redakteurin eines Frauenmagazins, ist verärgert über ihren sexistischen Chef, die Erwartungen ihres Partners, ihre Menstruationsbeschwerden und die allgegenwärtigen Ungerechtigkeiten, mit denen Frauen immer noch zu kämpfen haben. Als sie eine Geschichte über eine unkonventionelle Pastorin recherchiert, wird sie Teil einer mysteriösen Chatgruppe namens "Bible Bad Ass". Immer mehr unbekannte Nummer treten bei und es entfacht sich eine rege Diskussion mit sämtlichen vergessenen biblischen Frauenfiguren… „Bible Bad Ass“ von Edith Löhle bietet eine erfrischende Perspektive auf biblische Frauenfiguren, verpackt in eine moderne und rebellische Geschichte um die Journalistin Klara. Durch ihre Recherche entdeckt Klara nicht nur die Vielfalt und Stärke der biblischen Frauenfiguren, sondern auch die Verflechtung von Geschlechterverhältnissen und patriarchalen Strukturen. Löhle wählt für ihren Debütroman einen frischen, unterhaltsamen Erzählstil, der vor Wut, Humor und popkulturellen Anspielungen nur so strotzt. Mit einem Mix aus Roman und Chatprotokollen sowie eingängigen Songtexten (die ganze Playlist findet sich am Ende des Buchs), die die Stimmung perfekt einfangen, ist dieses Buch eine inspirierende Lektüre für alle, die mehr über die Rolle der Frau in der Bibel erfahren möchten. Löhles Roman ist nicht nur äußerst informativ, sondern auch ein kluges Manifest weiblicher Wut, das wichtige Themen wie fehlende Anerkennung und veraltete Frauenbilder anspricht. Mir hat diese kraftvolle feministische Reise durch biblische Geschichten mit all ihren feministischen Vorbildern eine Menge Spaß bereitet. Eine gelungene Abrechnung mit den Lügen der Vergangenheit, die zum Nachdenken und Diskutieren über Geschlechterrollen und die Interpretation von religiösen Texten anregt. Über die tolle Aufmachung dieses Buches und den wundervollen Motivfarbschnitt muss ich ja wohl nichts mehr sagen, oder!?! Einfach nur genial. Chapeau!

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2

Das war leider nichts für mich

Ich habe „Bible Bad Ass“ Rein zufällig in einer Buchhandlung entdeckt. Das Buch lag auf einem der vielen Tische und das Cover ist mir direkt ins Auge gesprungen. Daraufhin las ich den Klappentext, der mich sofort ansprach, weshalb ich das Buch mitnahm. Leider hat sich die Geschichte ziemlich gezogen und hat mich so gar nicht gefesselt, weshalb mir die nur 282 Seiten wie eine halbe Ewigkeit vorkamen. Ich bin froh, dass ich nun mit der Geschichte durch bin und ein neues Buch beginnen kann. Keine Empfehlung von mir.

2

anders verkauft wird, aber: weibliche Wut ist nicht das Problem. Weibliche Wut (und nichtbinäre und oft auch Wut im Generellen) kann unglaublich produktiv sein, ist aber meistens zumindest ein Signal, dass etwas an einer Situation nicht richtig ist. Einem wütenden Menschen zu empfehlen, dass er/sie/they nicht wütend sein solle und diese Wut zu moralisieren, ist nicht in Ordnung - genau das passiert hier aber zwischen den Zeilen. Statt mit Wut solle man mit Liebe reagieren. Tja ... sagt ein Buch über eine Religion, deren Gottessohn mal aus Wut einen Tempel auseinandergelegt hat. Auch fand ich diese übertriebene und oft sehr skurrile Verherrlichung des weiblichen Körpers hier unangenehm. Ich will gar nicht wissen, wie oft es hier zu Wortneuschöpfungen mit den Worten "Vulva" (okay) und "Muschi" (ich hasse dieses Wort, warum wird das hier für Neologismen verwendet?!) kam. Klara hörte eine Millionen mal in ihren Schoß hinein. Ach, und scheinbar sind wir alle selbst schuld an unseren Regelschmerzen. Denn diese entstehen dadurch, dass wir nicht genug Kontakt mit unserer Weiblichkeit haben und kollektives Trauma mit uns herumtragen. Darüber konnte ich wirklich nur noch den Kopf schütteln. Ja, kollektives und vererbtes Trauma existiert und das haben wohl die meisten von uns. Aber so Menschen mit Menstruation für ihre Schmerzen verantwortlich zu machen? Nope, geht gar nicht! Durch diesen übermäßigen Fokus auf das Individuelle, auf die Gefühlsebene und die Verteufelung von Kritik verliert dieses Buch leider auch etwas wirklich wichtiges aus den Augen: Die katholische Kirche ist bei weitem nicht perfekt. Da sind ein großer Haufen Änderungen nötig und ich glaube nicht, dass die sich einfach ergeben werden. Die werden nicht einfach von selbst auftauchen, nur weil wir fest genug an die Bibel und an göttliche Kräfte geglaubt haben. Dafür müssen wir arbeiten. Wir müssen Kritik üben, müssen wütend sein, neue Thesen an Kirchentüren annageln. Nur durch brav sein, wird sich nichts verändern. Und auch Bücher wie dieses tragen nicht unbedingt zu einer Revolution bei.

2.5

Die Idee hinter 'BibleBadAss' ist einfach großartig und ich war vorm Lesen wirklich begeistert. Die Entscheidung, die Geschichten von Frauen, insbesondere derjenigen in der Bibel, zu erzählen, ist unglaublich wichtig. Als ehemalige Studentin der Theologie habe ich mich bereits intensiv mit Figuren wie Rahab, Maria, Lilith und der weiblichen Seite Gottes auseinandergesetzt, und es war erfrischend, ihre Geschichten auf eine neue und kreative Weise zu erleben. Viele der Fakten waren mir bereits aus meinem Studium bekannt, und die Darstellung der Theologin Annina war mir äußerst sympathisch. Dennoch muss ich zugeben, dass ich manchmal durch die esoterischen Elemente im Chat etwas befremdet war. Obwohl ich offen für neue Perspektiven bin, war der Bruch mit der traditionellen theologischen Interpretation für mich persönlich eine Herausforderung. Dennoch erkenne ich den Wert dieses Romans an – er regt definitiv zum Nachdenken an und öffnet Türen zu neuen Ideen und Ansichten. Abschließend ist es wichtig zu betonen, dass 'BibleBadAss' zwar als Roman klassifiziert ist, aber dennoch viele lehrreiche Aspekte bietet. Es ist eine inspirierende Lektüre, die dazu einlädt, über die traditionellen Grenzen hinauszudenken und die weiblichen Figuren der Bibel in einem neuen Licht zu betrachten. Man kann definitiv viel daraus lernen und sich inspirieren lassen.

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3

Das Buch hat mich an vielen Stellen abgeholt und ich hab mich oft in meiner weiblichen Wut verstanden gefühlt. Es war sehr spannend, so viel über weibliche Figuren der Bibel und Kirchengeschichte zu lernen, allerdings waren manche Passagen auch sehr langatmig. Gestört hat mich teilweise, dass die Charaktere nicht so gut ausgearbeitet wurden und oft die Erzählung sehr schnell gesprungen ist. Hätte mir etwas mehr Tiefe gewünscht.

5

Eine biblische Bekehrung

Klara hat unfassbar viel Wut in sich. Wut auf jeden Mann und auf die Welt, die die Frauen nicht sehen. Die Witze über sie machen, die sie nicht ernst nehmen - ein feministischer Burn-Out. Sie ist Journalistin und möchte über eine neuweltliche Pastorin einen Artikel schreiben. Über sie rutscht sie in eine WhatsApp Gruppe voller biblischer Frauenfiguren wie Maria Magdalena und viele, die man so gar nicht kennt. Die Bible Bad Asses zeigen ihr die Lügen der Kirchenväter auf. Aber vorallem zeigen sie ihr auf, wie sie ihre Wut in Liebe ändern darf. „Frausein bedeutet für so viele Menschen einfach nicht frei zu sein.“ Wow! Ein hartes, ehrliches und so anderes Buch. Ich habe selbst keinerlei Berührungen mit der Kirche, daher war es für mich zu Anfang ungewohnt. Spannend war es dann, als ich merkte, dass auch die biblischen Frauengeschichten einem zeigen können, wie kraftvoll und stark Frauen sind. Wie wichtig es ist, mit Liebe den eigenen Weg zu gehen und an sich zu glauben. Wie stark unsere Energie ist! Die WhatsApp-Texte sind teilweise super witzig und auch krass ehrlich. Klara ist ein toller Mensch und ich fühle so mit ihr. Auch mich an das Buch bekehrt und vieles gelehrt. Ein Jahreshighlight 2024 für mich! Danke für dieses Buch 💫 „Es ist so viel bequemer, etwas zu kritisieren und auf der Stelle stehen zu bleiben, als nach dem eigenen Weg zu suchen und diesen zu gehen, egal wie steinig und holprig er ist.“

4

Ein feministischer Einblick in die Bibel und deren Frauen, denen die Kirche viel Unrecht getan hat. Man hätte aus der Idee des Buches deutlich mehr rausholen können, aber diese Umsetzung war schon ziemlich cool. Wieso liegt das nicht in jeder christlichen Buchhandlung?

4.5

Am Anfang wollte ich die Protagonisten noch schütteln, aber nach und nach gefiel es mir besser. Viel Wortwitz und lehrreich, habe viel Neues, aber nicht überraschendes erfahren.

4

Das Buch lässt mich noch ein bisschen verwirrt zurück. Es sind viele neue Gedanken in meinen Kopf eingezogen, was ich sehr an dem Buch mochte. Neue Infos über die Bibel garantiert! Der Schreibstil ist ne 10/10.

3.5

Feministische Wutprosa meets überirdischen Bibel-Chat. Es ist schon ne ziemlich freshe Idee, sich aus feministischer Sicht mal der Kirche zu widmen und ein Licht auf die vielen geächteten und unterschlagenen Frauenfiguren der Religionsgeschichte zu werfen. Löhle bettet das in einen zeitaktuellen Plot und gibt uns volle Möhre Popkultur für einen guten Kontrast - I like. Die Tonalität, mit der sie die Hauptfigur Klara erzählen lässt, ist super getroffen und very relatable. Die Story rangiert zwischen informativ und unterhaltsam, was ich für eine gute Kombi halte angesichts des Themas. Wenn man sich auf das bisschen magical realism einlassen kann, macht das Buch Spaß. Doch leider verpasst es die Autorin das Ding mit nem ordentlichen Schlusspunkt nach Hause zu schreiben. Obwohl die Hauptfigur den Ansatz einer Entwicklung durchmachen darf, kippt es auf den letzten 20 Seiten plötzlich ins Lächerlich-Unglaubwürdige und die Schlussszene wirkt übers Knie gebrochen. Hier fehlten Klara einfach noch ein wenig Reflexion und 50 Seiten mehr, denn die Geschichte endet im Grunde genau an der Stelle, an der es für sie entwicklungstechnisch erst begann spannend zu werden. Am Ende dennoch ein super solides Debüt. Ich denke, wir lesen uns wieder, Edith.

2.5

Interessante Idee - Plumpe Umsetzung

Das Konzept des Buchs hat mich direkt intrigued, gemeinsam mit der genialen Gestaltung. Ein Gruppenchat mit den Frauen der Bibel? Religion feministisch reloaded? Klingt top! Die ersten 50 Seiten war ich noch wohlgestimmt, zunehmend hat die Begeisterung jedoch nachgelassen. Der Schreibstil, und besonders die Dialoge und auch die Chatverläufe lasen sich für mich durchwegs unrund und dröge. Auch, dass die "Kalendersprüchigkeit" der Bibelcharaktere selbstironisch im Buch aufgegriffen wird, hat nciht viel geholfen. Im Gegensatz zu unserer Protagonistin konnte ich mich dem Gefloskel unserer Ladies der Bibel nicht erwärmen. Womit wir für mich zum Hauptproblem kommen: es war viel gutes da, es hat bloß für mich nicht gut ineinandergegriffen. Über große Sequenzen bekommt der Leser nur "vorerzählt", frei nach tell dont show ;) wir stecken endlos in Klaras Kopf, begleiten sie durch einen vernachlässigt wirkenden, gerade so nebenbei aberzählten Plot in der echten Welt, von Bibelfrau zu Bibelfrau, und bekommen zwar hier und da einige echt interessante und sicherlich gut recherchierte Informationen, der Charakter der Erzählung, bzw. die Struktur nutzen sich jedoch wahnsinnig schnell ab, werden zunehmend repetitiv, und geraten ins kalendersprüchliche/belanglose. Dazu kommt die immer stärkere Neigung ins spirituelle, statt die Bibel zu revolutionieren geht es plötzlich um Kommunikation mit dem Universum, und Klara wird zur Botschafterin des Friedens - das eine war mir einfach zu viel, das andere zu unerklärt. Alles blieb quasi ungreifbar, besonders auch ihre Entwicklung. Und so war für mich als Leser die Reaktion ihres Umfelds auch mehr als verständlich. Das Buch steckt irgendwo zwischen Kirchenrevolution, versucht feministischem Gesamtrundschlag, feministischem ComingOf(R)Age, Roman, Essay, und weiß nicht, was es sein möchte - all diese Ansätze sind DA, aber keiner von ihnen ist wirklich mit vollem Herzen ausgeschöpft, und so dümpelt Bible Bad Ass irgendwo zwischen Besinnung auf feministische Urkräfte und absurder Oberflächlichkeit vor sich hin. Schade.

4

Ich weiß gar nicht so wirklich was ich schreiben soll. Dieses Buch war anders als alles was ich vorher gelesen habe aber auch super interessant, amüsant und spannend.

3.5

Ich feier die Thematik und wie sich mit den biblischen weiblichen Charakterinnen auseinandergesetzt wurde. Dieses Buch hat mich wütend gemacht, hoffnungsvoll gestimmt und inspiriert. Oft mochte ich den Schreibstil nicht so gerne. Die Formulierungen waren mir gerade bei den Chatdialogen zu gestochen und an einigen Stellen war mir das Buch zu esoterisch. Aus theologischer Sicht gab es ein paar Schwächen. Trotzdem würde ich das Buch unbedingt weiterempfehlen

5

So viel weibliche Wut, die sich am Ende in Versöhnung, Selbstliebe, Mitgefühl, Zuversicht und Stärke verwandelt.

Am Anfang war ich so skeptisch: Bible, Kirche, Glaube. Nee, gar keinen Bock. Ich bin ja nicht umsonst aus der Kirche ausgetreten. Aber dieses Buch will euch absolut nicht zum christlichen Glauben bekehren oder die Kirche beschönigen. Es geht eher um weibliche Selbstbestimmung und um „reclaiming the story“. Ganz grob geht es um Klara, eine Journalistin, die ganz viel Wut und Unzufriedenheit in sich trägt und bei ihrem Job bei einem Magazin zwangsbeurlaubt wird. Wegen ihrer letzten Recherche über Kirche und Glaube wird sie plötzlich Teil einer WhatsApp Gruppe. Und in der stecken alle vergessenen und missverstandenen Frauenfiguren der Bibel. Und sie erzählen ihre echten Geschichten. Klara findet dadurch immer mehr zu sich selbst. Boahr, mag ich den Schreibstil von diesem Buch. So frisch, modern, witzig und cool. Auch die WhatsApp Chats haben mir gut gefallen, das ist mal eine etwas andere Art biblische Figuren auftreten zu lassen. Klara ist eine sehr authentische und empathische Heldin, die versucht sich selbst und die Ungerechtigkeiten gegen Frauen* zu verstehen. Alles ist so feministisch und divers und einfach verdammt modern. Aber wirklich im allerbesten Sinne. Mein einziger kleiner Kritikpunkt: mir ist es manchmal zu kitschig, pathetisch und übertrieben gewesen. Für die Bibel-Figuren passt es irgendwie, aber für das Ende war es doch ein ganz schöner „Knall“. Ansonsten: lest dieses Buch, auch wenn ihr nix mit Kirche und Glauben am Hut habt. Die kleine Feministin in euch, die das Patriarchat stürzen möchte, wird es euch danken. 😉 Was für ein grandioses Debüt! Amen.

5

'Cause I‘m my own soulmate I know how to love me I know that I‘m always gonna hold me down Lizzo

4.5

Ein schöner Roman der zum Denken anregt! Auch für Menschen die mit der Kirche bisher nicht in Berührung gekommen sind.

4

Richtig cool ♀️💪

4.5

Klara ist Feministin und das ist ihr auch in ihrer Arbeit als Journalistin wichtig. Nachdem sie einen Artikel über die queere Pfarrerin Annnina schreibt, es dem Chef nicht gefällt und sie laut wird, wird sie freigestellt. Dabei entdeckt sie, dass sie in einen Chat hinzugefügt wurde, in denen die biblischen Frauen ihre Geschichten erzählen. Insgesamt eine wunderbare feministische Bibelstunde, bei der ich gern noch mehr gelesen hätte, da es mir am Ende etwas zu schnell ging.

2.5

Fängt gut an, aber driftet für mich ins komische ab. Die Frauen aus der Bibel reden so geschwollen und es wird von der Protagonistin übernommen. War nicht so meins

5

Brilliant Geschichte Journalistin Klara hat genug vom Patriarchat und verwandelt Wut in Power. 💥 Sie holt biblische Frauenfiguren aus der verstaubten Ecke und zeigt uns einen Glauben, der nichts mit starren Dogmen, aber alles mit uns heute zu tun hat. Allein für die kreativen Kapitelnamen lohnt es sich!

3

Eine feministische Geschichte über die Sicht von Frauen in der Bibel. Nicht schlecht geschrieben, aber die Protagonistin hat mich dezent aufgeregt!

5

GRANDIOS!!!

Bei diesem Buch hatte ich echt GROßE Erwartungen, wegen DIESEM Cover....gleichzeitig hatte ichdie Befürchtung, es kann nicht halten, was ich mir versprach... UNBEGRÜNDETE Sorge. Dieses Buch HATTE mich nach dem 1. Satz! ...und ließ mich bis zum LETZTEN Wort NICHT mehr los!!!! Ich würde es am liebsten JEDEN*R Lesenden in die Hände drücken. Inklusive den/die Firmlinge*n. GROßARTIG. Zum immer mal wieder lesen. Gehört eindeutig zu : "Die solltest- gelesen- haben"- Lektüren!!!! EHRLICH.

GRANDIOS!!!
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