21. Mai
"Wütende Frauen haben immer die Geschichte verändert, nur ihr Ruf ist schlecht." 🍎🐍
Rating:4

"Wütende Frauen haben immer die Geschichte verändert, nur ihr Ruf ist schlecht." 🍎🐍

Edith Löhe hat hier ein besonderes Buch erschaffen. Klara Kraft ist ausgebrannt. Ausgebrannt vom Patriarchat und allem, was es für ihr Leben mit sich bringt. Selbst in dem Frauenmagazin, für das sie als Journalistin arbeitet, kommt sie mit ihren feministischen Gedanken nicht weit und wird kurzerhand von ihrem Chef beurlaubt. Dabei wollte sie doch nur ein Interview über eine kritische, emanzipiert Pastorin drucken! Ihr Freund Noah gibt sich alle Mühe, Klara zu unterstützen, doch auch er kann ihr nicht das bieten, was sich Klara und alle Frauen wünschen: echte Gleichberechtigung, echte Wertschätzung. Dann passiert etwas Unglaubliches: Maria Magdalena meldet sich bei Klara per WhatsApp und mit ihr auch Ruth, Edith, Eva, Anna, Maria, Deborah und viele weitere biblische Frauen, deren Geschichten verzerrt wurden, oder die gleich ganz aus der Heiligen Schrift verbannt wurden. Klara, die der Kirche als 'Alte weiße Männer Verein' nichts abgewinnen kann, gerät in einen Strudel, der sie nicht mehr loslässt und ihr Leben auf den Kopf stellt. Ich muss sagen, dass ich den ersten Teil des Buches mega anstrengend fand. Klara trat als kämpfenden Feministin auf, die überall eine Front sieht und immer mit ihrem Uterus los schießen will. Allein den Uterus alle zwei Seiten als Waffe zu beschreiben, war mir etwas befremdlich und sprach mich gar nicht an. Ich habe nur weitergelesen, weil ich das Buch von einer Freundin wärmstens empfohlen bekommen habe. Irgendwann kam der Punkt, an dem Klara jedoch ihren Blick statt mit Wut mit Liebe füllte und auf einmal war da viel Wärme im Buch und mit der erreichten mich Klara und ihre Bible Bad Ass Mädels dann auch 💘 Und wie! Ich habe sie alle tief in meinem Herzen eingeschlossen ♥️ So wurde es dann zu einem unerklärlichen Lesevergnügen, das ich sehr genossen habe. Das Ende war für mich trotz "nicht klischee Happy End" dann am Ende auf seine Art und Weise auch ein schönes Happy End. Wer Lust auf die Geschichte vieler Frauen hat, die am Ende die Geschichten aller Frauen sind: ran an Bible Bad Ass!

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
17. Apr.
Rating:5

„Wütende Frauen haben immer die Geschichte verändert, nur Ihr Ruf ist schlecht.“ -Amen

Das dieses Buch nicht durch die Decke gegangen ist, ist mir unerklärlich…🤷🏽‍♀️ Das Konzept genial 🤩 eine „wütende“ „Feministin“ die im Chat mit vergessenen,falsch dargestellten,verleugneten Biblischen Frauen Frieden und Liebe findet, getoppt mit Berliner Humor… willkommene Abwechslung 🫶🏼 -„Mitgefühl für eine Gesellschaft, die kaum noch Fragen stellt, aber dafür schnell urteilt. Für eine Gesellschaft, die entschieden hat, nicht mehr zu vertrauen, weil Argwohn näher liegt als Liebe“- AMEN🫰🏽

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
3. Apr.
Feministisches Buch ohne Feminismus?
Rating:2

Feministisches Buch ohne Feminismus?

Klara, die vor Wut rasende Reporterin wird aufgrund eines Zwischenfalls in der Redaktion beurlaubt und kann sich so auf den Himmlischen Chat mit ihren neuen Weggefährtinnen einlassen. Voller "Kalendersprüche" hauen diese biblischen Charaktere eine Weisheit nach der anderen Raus und führen so Klara hin zur Kontrolle ihrer Wut. Ich habe das Buch aufgrund des vielen Positiven und feministischen Lobs gekauft, und schwankte beim Lesen immer zwischen krasser Empfehlung und kompletter Enttäuschung, hier kommt weshalb: Ich habe das Buch zu Ostern in Taizé gelesen, einem Glaubensdorf und Christlicher Gemeinschaft, begleitet von ökonomischen Bibelimpulsen zu ausgewählten Texten, bspw. des Johannesevangeliums. Hier ist öfter die Rede vom 'Desciple whom Jesus loved' (auf Deutsch: den Jünger den Jesus liebte, John 13:23), man kann nicht wissen ob die Person weiblich, männlich (im Deutschen werden männliche Pronomen verwendet) oder vielleicht sogar non-binär gewesen ist, allerdings kann sie durch verschiedene Menschen verschieden gelesen werden, nämlich männlich, weiblich, non-binär oder divers. Und hier setzt meine Kritik an: es wird viel von feministischer und queerer Theologie gesprochen, allerdings nur in der Binärität zwischen Männlich und Weiblich - die Bibel und queerfeministischen Interpretationen bieten allerdings so viel mehr. Achtung Spoiler: Weiter geht es mir der kompletten zweiten Hälfte des Buches, in der sich Klara versucht, unter himmlischer Anleitung, mit ihrem Uterus zu verbinden. Es wird suggeriert, dass vollkommene Weiblichkeit nur gelingen kann, wenn sich Frauen mit ihrem Uterus reconnecten. Ich sehe es allerdings als ebenso feministisch, wenn ich meinen Uterus hormonell kontrolliere. Nächstes Thema sind hier auch ausgelassene non-binäre und weitere Menschen mit Uterus, die sich ebenfalls nicht einer zugeschriebenen, vermeintlichen Weiblichkeit verbinden möchten. Zuletzt finde ich es schwach, dass sich Klara zwischen ihrer Beziehung zu Noah und ihrer Beziehung zur Erkenntnis durch die biblischen Charaktere entscheiden muss, was auch schon früh im Buch eingeleitet wird. Wieso kann nicht beides co-existieren, auch darin liegt Empowerment und Emanzipation - weil Intersektionalität? Was ich sehr mochte, war wie der Roman gute Gespräche und Diskussionen entfacht hat und so biblische Frauen tatsächlich in neues Licht gerückt wurden - ich werde mich auf jeden Fall weiter mit diesem Thema beschäftigen! Dennoch nur 2/5 Sternen da mir wirklich der Feminismus gefehtl halt. Von den Geschichten der übrigen Frauen ganz zu schweigen.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
25. März
Rating:5

Brilliant Geschichte Journalistin Klara hat genug vom Patriarchat und verwandelt Wut in Power. 💥 Sie holt biblische Frauenfiguren aus der verstaubten Ecke und zeigt uns einen Glauben, der nichts mit starren Dogmen, aber alles mit uns heute zu tun hat. Allein für die kreativen Kapitelnamen lohnt es sich!

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
6. März
Rating:2

Das war leider nichts für mich

Ich habe „Bible Bad Ass“ Rein zufällig in einer Buchhandlung entdeckt. Das Buch lag auf einem der vielen Tische und das Cover ist mir direkt ins Auge gesprungen. Daraufhin las ich den Klappentext, der mich sofort ansprach, weshalb ich das Buch mitnahm. Leider hat sich die Geschichte ziemlich gezogen und hat mich so gar nicht gefesselt, weshalb mir die nur 282 Seiten wie eine halbe Ewigkeit vorkamen. Ich bin froh, dass ich nun mit der Geschichte durch bin und ein neues Buch beginnen kann. Keine Empfehlung von mir.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
3. Jan.
Wirklich gutes Buch!
Rating:5

Wirklich gutes Buch!

Unglaublich gutes, ehrliches und vor allem feministisches Buch! Ich hab's geliebt und unglaublich oft gelacht, aber auch gestaunt. Man muss nicht gläubig sein, oder aber die Kirche hassen um das Buch zu lesen... Es zeigt bloß, wie dominant die Welt voller Männer ist und wie die geschichtlichen Frauen aus der Bibel gestrichen wurden. Wie passen biblische Frauen zur heutigen Zeit? Unsere Protagonistin Klara lernt aus den Geschichten der Frauen etwas uber sich selbst und findet durch jeder der Frauen ein Stück zu sich selbst und was sie eigentlich für Ziele hat. Mir gefiel das Buch sehr gut! Der Schreibstil war flüssig, kurze aber auch spannende Kapitel und Nachweise auf Bibel Verse. Sehr interessanter Denkanstoß!

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
23. Dez.
Rating:4.5

Wow! Hunderte Antworten auf Fragen, von denen ich sie irgendwie irgendwie immer stellen wollte, aber nie formulieren konnte. Das Gefühl von Verbundenheit mit dem Glauben, mir selbst, anderen Frauen. Am Ende glücklicher, weiser, verbundener. Mit neuen Denkanstößen zum Leben und mir selbst. Toll!

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
30. Nov.
Rating:4.5

Fiktional oder Realistisch? Oder schließt das eine das andere nicht aus? 🐚

Das war jetzt mal ein ganz außergewöhnlicher Roman. 😅 Etwas Fiktionales und doch Realistisches. Klara, eine Redakteurin, die alles durch die feministische Brille sieht und schon an jeder Ecke die Ungerechtigkeit des Systems erkennt, tauscht sich mit Frauen über die biblische Sicht aus. Das hat Auswirkungen auf sie und ihr Umfeld. Es liest sich spritzig und humorvoll. Auf ähnliche Buchempfehlungen würde ich mich freuen. ☺️

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
30. Nov.
Rating:3.5

Das Frauen in der Kirche eine wichtigere Rolle spielen, als allgemein bekannt, macht dieses Roman von Edith Löhle noch einmal deutlicher. Religion, Feminismus, digitale Welt, Zwischenmenschlichkeit treffen hier auf einander.

So sehr ich das Buch mit 5 Sternen bewerten möchte, stört es mich, dass der Female Rage damit gedämpft wird, dass weiblich gelesene Personen verständnisvoll auftreten sollen, barmherzig, … in den Schoß atmend, besonnen. Die Musik-Nachweise am Ende <3!

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
31. Okt.
Rating:4

Die spezielle WhatsApp Gruppe Klara, hat eine 💩Wut auf Männer, auf die Ungerechtigkeiten Frauen gegenüber und so vieles mehr. Sie will einen Artikel über eine sondere Pastorin schreiben und gerät in eine spezielle Situation. Sie bekommt Nachrichten von einer unbekannten Nummer, nach einer Zeit vertraut sie dieser und findet sich einer WhatsApp Gruppe mit Frauen aus der Bibel wieder. Sie hört von den Frauen, wie falsch, ungerecht und auch oft Namenlos sie dargestellt werden. Manches mögen Übersetzungsfehler sein, aber manches ist von Männern bewusst so dargestellt. Das Buch macht wütend, aber die Texte der Bibelfrauen versöhnen auch. Wer weiter in die Bibel einsteigen möchte, sollte den Podcast von der Zeit "Unter Pfarrerstöchtern" hören. Auch dort wird einiges richtig gestellt.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
26. Okt.
Rating:4.5

Ich bin ohne Religion aufgewachsen. Zuhause galt das Christentum eher als etwas Altes, Enges. Etwas, das Menschen klein macht, statt ihnen Freiheit zu geben. Bible Bad Ass beginnt mit einer Protagonistin, Klara, die völlig ausgebrannt ist: feministische Kleinkämpfe im Alltag, Redakteursstress, ein sexistischer Chef. Zynisch, überarbeitet und voller feministischer Müdigkeit bekommt sie den Auftrag, über eine motorradfahrende Pastorin zu schreiben und stolpert dadurch mitten in eine Welt, die sie nie betreten wollte. Über die „Bible Bad Ass“-Chatgruppe, alte Bibelgeschichten und moderne Fragen entsteht ein Diskurs über Weiblichkeit und Spiritualität. Für mich war das eine ungewohnte Mischung: feministische Erschöpfung trifft Religionsgeschichte trifft Popkultur. Als jemand, die von einer Mutter erzogen wurde, die Religion ausgesprochen skeptisch sieht, hat mir das Buch einen neuen Zugang eröffnet. Ich kann das Christentum nun ein Stück weit auch als Ressource für Fragen von Macht, Erzählung und Identität sehen und nicht nur als patriarchale Institution. Ich musste mich nicht religiös fühlen, um berührt zu sein. Das Buch hat mir einen kulturellen Zugang eröffnet zu den Erzählungen, Symbolen und Spannungen, die unsere Gesellschaft geprägt haben, selbst wenn man nie Teil davon war. Es geht nicht um Bekehrung, sondern um Neugier und Perspektive. Wie Klara immer wieder in Recherchen abdriftet nachdem ihr die „Schwestern“ neue Impulse geben, hat auch mich das Buch ständig weitergeschickt. Ich habe gegoogelt, nachgelesen, nachgedacht über Lilith, über Eva, über die vielen Frauen, die in religiösen Erzählungen verschwinden oder verfälscht werden. Ich bin tatsächlich um einiges schlauer, informierter und reflektierter nach diesem Buch. Nicht im dogmatischen, sondern im erkenntnisorientierten Sinn. Manchmal war der Ton etwas zu „cool“, fast performativ rebellisch, so, als wolle das Buch sicherstellen, bloß nicht fromm zu wirken. Aber das verzeihe ich ihm, weil die Grundidee trägt: Glauben, Feminismus und Moderne müssen sich nicht ausschließen. Bible Bad Ass ist kein Buch über Glauben, sondern über Neugier. Es öffnet Türen, durch die man gehen kann aber nicht muss. Ich bin religionslos geblieben, aber weniger ignorant. Und das ist vielleicht schon viel: ein Stück mehr Verständnis für die Geschichten, die unsere Kultur geprägt haben und für die Frauen, die in ihnen endlich wieder laut werden dürfen.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
2. Okt.
Rating:4.5

Klara ist Feministin und das ist ihr auch in ihrer Arbeit als Journalistin wichtig. Nachdem sie einen Artikel über die queere Pfarrerin Annnina schreibt, es dem Chef nicht gefällt und sie laut wird, wird sie freigestellt. Dabei entdeckt sie, dass sie in einen Chat hinzugefügt wurde, in denen die biblischen Frauen ihre Geschichten erzählen. Insgesamt eine wunderbare feministische Bibelstunde, bei der ich gern noch mehr gelesen hätte, da es mir am Ende etwas zu schnell ging.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
11. Sept.
Rating:3

"Solange Frauen als Objekte gelten und ihre Körper als Ware gehandelt werden, solange Sex auf Macht basiert, solange das weibliche Geschlechtsorgan ein Schimpfwort ist, solange Frauen bei gleicher Arbeit weniger verdienen als Männer, solange Frauen über Schönheit definiert werden, solange Frauen wegen ihres Geschlechts verfolgt und getötet werden, so lange sind wir alle unfrei. Und so lange ist die Geschichte einer Frau die Geschichte aller Frauen." Die Protagonistin Klara ist jung, lebt mit ihrem Partner zusammen und ist eine ambitionierte Journalistin für ein Frauenmagazin. Doch ausgerechnet dort eckt sie andauernd mit ihren feministischen Themenvorschlägen an, was schließlich zur Konsequenz hat, dass sie kurzerhand freigestellt wird, mit der Aussicht auf eine anschließende Kündigung. Für ihre letzte Recherche hat sie mit einer Pastorin gesprochen, die sich für mehr Frauenrechte in der Kirche einsetzt. Zur gleichen Zeit landet Klara plötzlich in einer WhatsApp-Chatgruppe namens “Bible Bad Ass”, in der sich außer ihr ausschließlich andere Frauen befinden - und zwar keine Unbekannten. Es stellt sich heraus, dass die Chatgruppe von längst verstorbenen Frauen betrieben wird, die allesamt in der Bibel entweder keine Aufmerksamkeit erhalten haben, oder deren Geschichten aus sexistischen Motiven stark zu ihren Ungunsten verändert wurden. Klara ist mittendrin in einer Art feministischem Bibelkreis, welcher die religiöse Geschichtsschreibung ordentlich auf den Kopf stellen möchte. Die Idee des Romans hat mich sehr angesprochen: unsichtbar gemachte Frauen, die endlich für den Raum kämpfen, der ihnen zusteht. Mir war vieles von dem, was Edith Löhle schreibt und was ja tatsächlich der Realität entspricht, vorher nicht bewusst, so war mein Leseerlebnis geprägt von Erkenntnisgewinn und Empörung. Leider fand ich die Umsetzung aber nicht so überzeugend. Angefangen beim Sprachstil der Protagonistin, der mir persönlich etwas zu angestrengt jugendlich, “auf die Fresse” war, wodurch sie mich recht schnell genervt hat. Außerdem spielt sich ein großer Teil des Romans in der Chatgruppe ab, in der die biblischen Frauen viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, wodurch es insgesamt wenig Plot gibt und der Spannungsbogen fehlt. Ich würde zu der Thematik sehr gerne ein Sachbuch lesen, in dieser Romanform hat es mich leider nicht abgeholt. Das Design und die Idee des Buchs hingegen verdienen 5 Sterne! CN: Abtr3ibung

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
6. Sept.
Rating:4

Ein bisschen habe ich Bible Bad Ass mit dem schönen Farbschnitt auch aus optischen Gründen gekauft, aber es hat mich auch inhaltlich begeistert - zumindest bis auf die letzten paar Seiten. Es erzählt von Klara, die voller Wut auf das patriarchale System ist und in einer WhatApp-Gruppe mit Frauen aus der Bibel landet, deren Geschichten systematisch verschwiegen und/oder verdreht wurden. In locker lässiger Erzählweise habe ich viel über biblische Frauenfiguren erfahren. Leider blieb für mich die Wut auf das Patriarchat dann zu sehr auf der Strecke. Statt diese konstruktiv zu nutzen, wirkte es für mich so, als würden zahlreiche Kalenderspruch-artige Weisheiten Klara dazu verleiten, ihre Wut einfach wegzuatmen und verpuffen zu lassen. Ich hätte mir so gern ein anderes Ende für dieses Buch gewünscht, das ich rund 220 Seiten voller Begeisterung gelesen habe. Wer hat das Buch auch gelesen? Wie ging's dir mit dem Ende?

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
1. Juli
Rating:4

Kurzweilig und informativ

Die Verbindung von Klara mit den biblischen Frauen war wunderbar zu lesen und hat mich auch zur Recherche angestiftet. Ich hatte mir etwas mehr Story um Klara selbst vorgestellt, doch so wirklich fehlt die nicht, weil die Geschichten der biblischen Frauen so spannend sind.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
15. März
Rating:4

Leicht zu lesen, viel Wissen gut verpackt

Dieses Buch ist sehr leicht zu lesen. In meinen Augen war es nicht sonderlich spannend, aber sehr interessant. Durch die verschiedenen Spielorte war der Inhalt auch gut zu merken. Also eine klare Empfehlung, man muss den Styl aber einfach mögen.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
4. März
Rating:3

Eine feministische Abrechnung mit den biblischen Frauenfiguren

Die Protagonistin des Romans “Bible Bad Ass”, Klara, hat ebenfalls mit der konventionellen Kirche gebrochen. Sie ist Journalistin bei einem hippen Frauenmagazin und als sie für ihren Chef - ausgerechnet während ihrer MENstruation - mal wieder eine tolle Story aus dem Hut zaubern soll, stößt sie auf die Geschichte der queeren evangelischen Pfarrerin Annina Ligniez, die ihr eine andere, sehr weibliche Sicht auf Bibel und die Kirche offenbart. Annina Ligniez ist eine reale Person, mit der Edith Löhle für den Roman tatsächlich zusammengearbeitet hat. Als Klara plötzlich in eine Whatsapp-Gruppe gerät, in der biblische Frauen ihre realen Geschichten erzählen, kommt es bei der Journalistin zu einem Umdenken: Können wir nicht zu einer modernen Form des Glaubens finden, indem wir den Fokus auf Schwesternschaft und Liebe lenken, statt auf Männerwirtschaft und Ausgrenzung? Achtung Spoiler ⚠️ Als Realistin finde ich es nicht gut, dass uns das Buch mit einer metaphysischen Erklärung für den Chat mit den biblischen Frauen abspeist. Woher kam dann das Ganze jetzt? Ist es fake oder real hardcore metaphysisch? Und dass die Protagonistin am Ende als esoterische und singuläre Spinnerin dasteht, hat mir auch nicht gefallen. Eine potenzielle Pseudo-Reformatorin, die alle Beziehungen zu ihrem bisherigen Leben abbricht? Interessant wäre gewesen zu wissen, was sie jetzt daraus macht. Aber an dieser Stelle endet leider das Buch. Was mich besonders gestört hat war das sie heterosexuelle Beziehungen mit soviel Hass auf das Männliche "pflegt"? Das ging mir ziemlich lange auf die Nerven und wurde nicht nur ein paar mal angeschrieben. Am liebsten hätte sie glaub ich jeden Mann auf den Scheiterhaufen verbrannt. Insgesamt betrachtet ist ''Bible Bad Ass'' ein äußerst interessantes Buch, das zum Nachdenken anregt und wichtige Perspektive auf biblische Geschichten bietet. Trotz einiger Schwächen und Längen kann man dieses Buch lesen, da es dazu anregt, über den eigenen Glauben und die Rolle der Frauen in der Religion nachzudenken.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
9. Feb.
Rating:4

Das thema ist enorm interessant vor allem wenn man sich vor augen führt was das für nen Ausmaß auf unser leben haben kann Super lohnenswert. Das ende ist meiner Meinung nach nen bisschen Wild, kann mir aber vorstellen das es auch richtig gut empfunden werden kann.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
31. Jan.
Post image
Rating:3.5

“Vielleicht ist es an der Zeit, einen längst fälligen Frühjahrsputz in mir zu machen: verstaubte Glaubenssätze ab-swiffern, veraltete Rollenverhältnisse entsorgen, Werte neu anordnen. Ich will, dass es in mir glänzt.” (S. 109) Viele junge und mittelalte Menschen kehren der Kirche heutzutage zurecht den Rücken. Was in diesem konservativen Männerverein abgeht, ist leider ganz und gar nicht mehr feierlich. Da können sie noch so viel Wein trinken und Hostien essen. Die Diskriminierung von Frauen und queeren Menschen zieht sich bis in unsere heutige, man sollte meinen, moderne und aufgeklärte Zeit. Am allerschlimmsten sind aber die furchtbaren Missbrauchsskandale, die vertuscht und verschleiert werden. Die Protagonistin des Romans “Bible Bad Ass”, Klara, hat ebenfalls mit der konventionellen Kirche gebrochen. Sie ist Journalistin bei einem hippen Frauenmagazin und als sie für ihren Chef - ausgerechnet während ihrer MENstruation - mal wieder eine tolle Story aus dem Hut zaubern soll, stößt sie auf die Geschichte der queeren evangelischen Pfarrerin Annina Ligniez, die ihr eine andere, sehr weibliche Sicht auf Bibel und die Kirche offenbart. Annina Ligniez ist eine reale Person, mit der Edith Löhle für den Roman tatsächlich zusammengearbeitet hat. Als Klara plötzlich in eine Whatsapp-Gruppe gerät, in der biblische Frauen ihre realen Geschichten erzählen, kommt es bei der Journalistin zu einem Umdenken: Können wir nicht zu einer modernen Form des Glaubens finden, indem wir den Fokus auf Schwesternschaft und Liebe lenken, statt auf Männerwirtschaft und Ausgrenzung? Das positive und das negative Element dieses Romans sind für mich eins: eine Flut an Informationen. Wenn man böse ist, könnte man sagen: Infodump, wenn man nett ist: Aufklärung. Man merkt einfach, dass die Autorin Journalistin und mit dem Finger stets bei Google ist. Für einen Roman mit Ich-Erzählerin fehlt mir die detaillierte Herausarbeitung des inneren Konflikts der Hauptfigur. Klar geht es auch immer wieder darum, dass sie angepisst ist von ihrem frauenfeindlichen, nicht-gendernden Umfeld und um die Probleme mit ihrem Freund Nico. Letzteren liebt sie eigentlich, aber er nimmt sie in ihrer extrem feministischen Haltung nicht immer ernst und das führt zu Problemen. Aber ich habe die Figur Klara dennoch nicht ganz greifen können, sie kam oft rüber wie ein wandelndes Klischee. Eigentlich Katholikin mit schwäbischen Wurzeln, die im hippen Berlin wohnt. Prenzlauer-Berg-Drama ick hör dir trapsen… [Spoiler ahead] Als Realistin finde ich es nicht gut, dass uns das Buch mit einer metaphysischen Erklärung für den Chat mit den biblischen Frauen abspeist. Woher kam dann das Ganze jetzt? Ist es fake oder real hardcore metaphysisch? Und dass die Protagonistin am Ende als esoterische und singuläre Spinnerin dasteht, hat mir auch nicht gefallen. Eine potenzielle Pseudo-Reformatorin, die alle Beziehungen zu ihrem bisherigen Leben abbricht? Interessant wäre gewesen zu wissen, was sie jetzt daraus macht. Aber an dieser Stelle endet leider das Buch. Das heißt jetzt allerdings nicht, dass ich aus “Bible Bad Ass” nichts mitgenommen habe. Während das Buch als Roman für mich kaum funktioniert, ist es als Informationsquelle für die jahrhundertelange Frauenfeindlichkeit der Institution Kirche Gold wert. Ich habe sehr viel gelernt über weibliche Geschichte und die Ungerechtigkeiten, die Männer den biblischen Frauen - angetan haben, indem sie deren Geschichte und Bedeutung z.B. für Jesus fehlinterpretiert oder klein gehalten haben. Ob es sie nun gab oder nicht, ist dabei irrelevant. Eigentlich ein sehr tolles, informatives und wichtiges Buch. Als erzählendes Sachbuch hätte es mir aber noch besser gefallen.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
15. Jan.
Rating:2

Wichtige Thematik, schlecht umgesetzt

Die Grundaussage und die Thematik sind wirklich wichtig und interessant, leider fand ich die Umsetzung nicht gut gelungen. Der Text ist sehr esoterisch und teilweise gezwungen modern. Persönlich bin ich absolut kein Freund von Chatverläufen, weshalb ich den Schreibstil auch nicht optimal fand.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
18. Dez.
Post image
Rating:2

Klara arbeitet als Journalistin bei einem vermeintlich feministischen Magazin. Als sie für eine neue Story in Kontakt mit einer fortschrittlichen evangelischen Pfarrerin kommt, beginnt sie, sich intensiver mit Religion und Kirche auseinander zu setzen. Doch ihr Chefredakteur möchte die Story nicht in Klaras Version drucken, was zu einem Wutausbruch und einer Beurlaubung führt. Klara ist mit ihrer Wut und ihren Nerven am Ende - da erhält sie eine rätselhafte WhatsApp-Nachricht von Maria Magdalena und findet sich kurzerhand in einem Gruppenchat mit den Frauen der Bibel wieder. Die Idee zu Edith Löhles Debütroman "Bible Bad Ass" finde ich toll: Durch einen WhatsApp-Chat werden den Lesenden auf moderne und lustige Weise vergessene oder verkannte Frauenfiguren der Bibel näher gebracht, was viel Identifikationspotential und einen anderen Blickwinkel auf die christliche Religion bietet. Die katholische Kirche ist sehr männlich und patriarchal geprägt, Frauen(geschichten) finden weder in der gängigen Bibel, noch in der gelebten Kirchenpraxis groß statt. Dass das nicht immer so war und Vieles auch einfach umgedeutet oder bewusst in Vergessenheit gedrängt wurde, arbeitet die Autorin in ihrem Roman gut heraus. Leider konnte ich "Bible Bad Ass" darüber hinaus aber wenig abgewinnen. Der Roman ist sehr handlungsarm, der Fokus liegt vor allem auf den Chats, Klaras Lebensausschnitt, der geschildert wird, verläuft eher so nebenher und wirkte auf mich extrem konstruiert. Ich wurde auch mit Klara als Protagonistin nicht warm, was einerseits wohl am Schreibstil, andererseits aber auch am starken Abdriften in esoterische Richtungen ab etwa der Hälfte des Buches liegt. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass Edith Löhle gerne besonders viele feministische Themen in ihrem Buch ansprechen wollte, was bestimmt gut gemeint war, aber letztlich doch eher überfrachtend wirkte. Ich kann "Bible Bad Ass" deshalb leider nicht weiterempfehlen, würde aber ein Sachbuch zum Thema sofort lesen!

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
7. Dez.
Rating:3.5

Selbst bin ich kein religiöser Mensch, aus Gründen, umso interessanter fand ich die Prämisse des Buchs: mehr über die vergessenen bzw. herausgestrichenen Frauen aus der Geschichte / Bibel zu lernen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist ein Mix aus Roman und (vermutlich) realer Wiedergabe biblisch relevanter Frauen, und der ein oder andere interessante Fakt hat mich sehr nachhaltig zum Nachdenken angeregt (z.B. dass die „Jungfrau Maria“ garkeine Jungfrau sondern „junge Frau“ war und es lediglich ein Übersetzungsfehler ist. Alles in allem sehr spannend und auch die Wut der Protagonistin finde ich durchs Buch hinweg sehr nachvollziehbar — bis zu einem gewissen Punkt. Denn am Ende verpufft sie mir ein wenig zu schnell. Und auch das Medium der Kommunikation mit den biblischen Frauen hat mich jetzt nicht aus den Socken gehauen sondern eher genervt (zu forciert gen y/ gen z digital?). Trotzdem eine Empfehlung!

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
1. Sept.
Rating:4

Eines meiner Jahreshighlights

Klara, eine Redakteurin bei einer angesagten Zeitung, befindet sich kurz vor einem Burnout. Ihr Artikel über eine queere, Motorrad fahrende Pfarrerin wurde abgelehnt. Zu Hause gerät sie in einen WhatsApp-Chat biblischer Frauen. Dieser bringt sie zum Nachdenken und Recherchieren über die biblischen Frauen in der Kirchengeschichte, das Patriarchat und Frauen in der heutigen Zeit. Ein ernstes Thema in einem modernen Umfeld. Ein guter Einstieg in dieses Thema.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
10. Juli
Rating:3

Kirchenkritische Frauenpower

Der Roman beleuchtet die Geschichten von Frauen aus der Bibel, denen noch immer viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Diese Frauen wurden schon damals, aber auch im Laufe der Zeit, stark verzerrt, kleingeredet und negativ dargestellt. Design und Konzept des Buches sind beeindruckend, eine gelungene Mischung aus modernen und traditionell kirchlichen Motiven. Die Gestaltung als WhatsApp-Chat erschien mir zunächst ungewohnt, funktioniert aber gut und fügt sich nahtlos in das Gesamtkonzept ein. Auch die eingestreuten Songtexte tragen zu einem angenehmen Lesegefühl bei, sind treffend platziert und machen einfach Spaß. Insgesamt hätte man die spannende Grundidee, insbesondere gegen Ende des Buches, noch besser umsetzen können. Teilweise waren die Chatgespräche und die Reaktionen der Protagonistin für meinen Geschmack etwas überzogen, kitschig und esoterisch. Dennoch hat es mir großen Spaß gemacht, dieses stark feministische, kirchenkritische Buch zu lesen. Ich konnte Neues über die weiblichen Figuren der Bibel lernen und wurde dazu angeregt, weiter in diesem Bereich zu recherchieren.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
1. Juli
Rating:4

Sehr lesenswert!

Die Idee find ich genial und die Infos über falsch interpretierte und fehlende Bibelstellen sind super interessant! Insgesamt hat mir bisschen ein Ziel gefehlt, auf das die ganze Geschichte zusteuert und ich konnte mit den pathetischen Textstellen und Ratschlägen („Atme in deine Gebärmutter“) nicht so viel anfangen.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
7. Juni
Rating:2

anders verkauft wird, aber: weibliche Wut ist nicht das Problem. Weibliche Wut (und nichtbinäre und oft auch Wut im Generellen) kann unglaublich produktiv sein, ist aber meistens zumindest ein Signal, dass etwas an einer Situation nicht richtig ist. Einem wütenden Menschen zu empfehlen, dass er/sie/they nicht wütend sein solle und diese Wut zu moralisieren, ist nicht in Ordnung - genau das passiert hier aber zwischen den Zeilen. Statt mit Wut solle man mit Liebe reagieren. Tja ... sagt ein Buch über eine Religion, deren Gottessohn mal aus Wut einen Tempel auseinandergelegt hat. Auch fand ich diese übertriebene und oft sehr skurrile Verherrlichung des weiblichen Körpers hier unangenehm. Ich will gar nicht wissen, wie oft es hier zu Wortneuschöpfungen mit den Worten "Vulva" (okay) und "Muschi" (ich hasse dieses Wort, warum wird das hier für Neologismen verwendet?!) kam. Klara hörte eine Millionen mal in ihren Schoß hinein. Ach, und scheinbar sind wir alle selbst schuld an unseren Regelschmerzen. Denn diese entstehen dadurch, dass wir nicht genug Kontakt mit unserer Weiblichkeit haben und kollektives Trauma mit uns herumtragen. Darüber konnte ich wirklich nur noch den Kopf schütteln. Ja, kollektives und vererbtes Trauma existiert und das haben wohl die meisten von uns. Aber so Menschen mit Menstruation für ihre Schmerzen verantwortlich zu machen? Nope, geht gar nicht! Durch diesen übermäßigen Fokus auf das Individuelle, auf die Gefühlsebene und die Verteufelung von Kritik verliert dieses Buch leider auch etwas wirklich wichtiges aus den Augen: Die katholische Kirche ist bei weitem nicht perfekt. Da sind ein großer Haufen Änderungen nötig und ich glaube nicht, dass die sich einfach ergeben werden. Die werden nicht einfach von selbst auftauchen, nur weil wir fest genug an die Bibel und an göttliche Kräfte geglaubt haben. Dafür müssen wir arbeiten. Wir müssen Kritik üben, müssen wütend sein, neue Thesen an Kirchentüren annageln. Nur durch brav sein, wird sich nichts verändern. Und auch Bücher wie dieses tragen nicht unbedingt zu einer Revolution bei.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
2. Juni
Rating:3.5

Regt zum Nachdenken und Recherchieren an

An sich finde ich die Geschichte ein wenig platt, aber: es gab für mich diverse Denkanstöße, bin neugierig auf einzelne Protagonistinnen des Chats geworden, werde mich sicherlich etwas eingehender mit der Materie beschäftigen. Und dann hat dieses Buch einen guten Sinn erfüllt.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
26. Mai
Rating:2.5

Interessante Idee - Plumpe Umsetzung

Das Konzept des Buchs hat mich direkt intrigued, gemeinsam mit der genialen Gestaltung. Ein Gruppenchat mit den Frauen der Bibel? Religion feministisch reloaded? Klingt top! Die ersten 50 Seiten war ich noch wohlgestimmt, zunehmend hat die Begeisterung jedoch nachgelassen. Der Schreibstil, und besonders die Dialoge und auch die Chatverläufe lasen sich für mich durchwegs unrund und dröge. Auch, dass die "Kalendersprüchigkeit" der Bibelcharaktere selbstironisch im Buch aufgegriffen wird, hat nciht viel geholfen. Im Gegensatz zu unserer Protagonistin konnte ich mich dem Gefloskel unserer Ladies der Bibel nicht erwärmen. Womit wir für mich zum Hauptproblem kommen: es war viel gutes da, es hat bloß für mich nicht gut ineinandergegriffen. Über große Sequenzen bekommt der Leser nur "vorerzählt", frei nach tell dont show ;) wir stecken endlos in Klaras Kopf, begleiten sie durch einen vernachlässigt wirkenden, gerade so nebenbei aberzählten Plot in der echten Welt, von Bibelfrau zu Bibelfrau, und bekommen zwar hier und da einige echt interessante und sicherlich gut recherchierte Informationen, der Charakter der Erzählung, bzw. die Struktur nutzen sich jedoch wahnsinnig schnell ab, werden zunehmend repetitiv, und geraten ins kalendersprüchliche/belanglose. Dazu kommt die immer stärkere Neigung ins spirituelle, statt die Bibel zu revolutionieren geht es plötzlich um Kommunikation mit dem Universum, und Klara wird zur Botschafterin des Friedens - das eine war mir einfach zu viel, das andere zu unerklärt. Alles blieb quasi ungreifbar, besonders auch ihre Entwicklung. Und so war für mich als Leser die Reaktion ihres Umfelds auch mehr als verständlich. Das Buch steckt irgendwo zwischen Kirchenrevolution, versucht feministischem Gesamtrundschlag, feministischem ComingOf(R)Age, Roman, Essay, und weiß nicht, was es sein möchte - all diese Ansätze sind DA, aber keiner von ihnen ist wirklich mit vollem Herzen ausgeschöpft, und so dümpelt Bible Bad Ass irgendwo zwischen Besinnung auf feministische Urkräfte und absurder Oberflächlichkeit vor sich hin. Schade.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
24. Mai
Rating:4

Interessantes über die Frauen in der Bibel

Was wäre wenn du plötzlich mit den Frauen in der Bibel in einer WhatsApp Gruppe wärst und dort nicht nur einiges über diese, sondern auch noch über dich selbst erfährst. Ich möchte die Idee, ich hab unheimlich viel nachgegoogelt an Themen und Dingen die ich noch nicht wusste und ich war sogar auch noch richtig gut unterhalten. Allein manchmal klingen die Damen aus der Bibel ein wenig esoterisch oder wie ein hübsches Motivations-Wandtattoo. Was vermutlich im Ganzen aber auch gut zu Ihnen passt.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
5. Mai
Rating:5

Eine biblische Bekehrung

Klara hat unfassbar viel Wut in sich. Wut auf jeden Mann und auf die Welt, die die Frauen nicht sehen. Die Witze über sie machen, die sie nicht ernst nehmen - ein feministischer Burn-Out. Sie ist Journalistin und möchte über eine neuweltliche Pastorin einen Artikel schreiben. Über sie rutscht sie in eine WhatsApp Gruppe voller biblischer Frauenfiguren wie Maria Magdalena und viele, die man so gar nicht kennt. Die Bible Bad Asses zeigen ihr die Lügen der Kirchenväter auf. Aber vorallem zeigen sie ihr auf, wie sie ihre Wut in Liebe ändern darf. „Frausein bedeutet für so viele Menschen einfach nicht frei zu sein.“ Wow! Ein hartes, ehrliches und so anderes Buch. Ich habe selbst keinerlei Berührungen mit der Kirche, daher war es für mich zu Anfang ungewohnt. Spannend war es dann, als ich merkte, dass auch die biblischen Frauengeschichten einem zeigen können, wie kraftvoll und stark Frauen sind. Wie wichtig es ist, mit Liebe den eigenen Weg zu gehen und an sich zu glauben. Wie stark unsere Energie ist! Die WhatsApp-Texte sind teilweise super witzig und auch krass ehrlich. Klara ist ein toller Mensch und ich fühle so mit ihr. Auch mich an das Buch bekehrt und vieles gelehrt. Ein Jahreshighlight 2024 für mich! Danke für dieses Buch 💫 „Es ist so viel bequemer, etwas zu kritisieren und auf der Stelle stehen zu bleiben, als nach dem eigenen Weg zu suchen und diesen zu gehen, egal wie steinig und holprig er ist.“

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
28. Apr.
Rating:4.5

Am Anfang wollte ich die Protagonisten noch schütteln, aber nach und nach gefiel es mir besser. Viel Wortwitz und lehrreich, habe viel Neues, aber nicht überraschendes erfahren.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
20. Apr.
Rating:4

Das Buch lässt mich noch ein bisschen verwirrt zurück. Es sind viele neue Gedanken in meinen Kopf eingezogen, was ich sehr an dem Buch mochte. Neue Infos über die Bibel garantiert! Der Schreibstil ist ne 10/10.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
14. Apr.
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Rating:2.5

Die Idee hinter 'BibleBadAss' ist einfach großartig und ich war vorm Lesen wirklich begeistert. Die Entscheidung, die Geschichten von Frauen, insbesondere derjenigen in der Bibel, zu erzählen, ist unglaublich wichtig. Als ehemalige Studentin der Theologie habe ich mich bereits intensiv mit Figuren wie Rahab, Maria, Lilith und der weiblichen Seite Gottes auseinandergesetzt, und es war erfrischend, ihre Geschichten auf eine neue und kreative Weise zu erleben. Viele der Fakten waren mir bereits aus meinem Studium bekannt, und die Darstellung der Theologin Annina war mir äußerst sympathisch. Dennoch muss ich zugeben, dass ich manchmal durch die esoterischen Elemente im Chat etwas befremdet war. Obwohl ich offen für neue Perspektiven bin, war der Bruch mit der traditionellen theologischen Interpretation für mich persönlich eine Herausforderung. Dennoch erkenne ich den Wert dieses Romans an – er regt definitiv zum Nachdenken an und öffnet Türen zu neuen Ideen und Ansichten. Abschließend ist es wichtig zu betonen, dass 'BibleBadAss' zwar als Roman klassifiziert ist, aber dennoch viele lehrreiche Aspekte bietet. Es ist eine inspirierende Lektüre, die dazu einlädt, über die traditionellen Grenzen hinauszudenken und die weiblichen Figuren der Bibel in einem neuen Licht zu betrachten. Man kann definitiv viel daraus lernen und sich inspirieren lassen.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
6. Apr.
Rating:3.5

Feministische Wutprosa meets überirdischen Bibel-Chat. Es ist schon ne ziemlich freshe Idee, sich aus feministischer Sicht mal der Kirche zu widmen und ein Licht auf die vielen geächteten und unterschlagenen Frauenfiguren der Religionsgeschichte zu werfen. Löhle bettet das in einen zeitaktuellen Plot und gibt uns volle Möhre Popkultur für einen guten Kontrast - I like. Die Tonalität, mit der sie die Hauptfigur Klara erzählen lässt, ist super getroffen und very relatable. Die Story rangiert zwischen informativ und unterhaltsam, was ich für eine gute Kombi halte angesichts des Themas. Wenn man sich auf das bisschen magical realism einlassen kann, macht das Buch Spaß. Doch leider verpasst es die Autorin das Ding mit nem ordentlichen Schlusspunkt nach Hause zu schreiben. Obwohl die Hauptfigur den Ansatz einer Entwicklung durchmachen darf, kippt es auf den letzten 20 Seiten plötzlich ins Lächerlich-Unglaubwürdige und die Schlussszene wirkt übers Knie gebrochen. Hier fehlten Klara einfach noch ein wenig Reflexion und 50 Seiten mehr, denn die Geschichte endet im Grunde genau an der Stelle, an der es für sie entwicklungstechnisch erst begann spannend zu werden. Am Ende dennoch ein super solides Debüt. Ich denke, wir lesen uns wieder, Edith.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
3. Apr.
Rating:5

So viel weibliche Wut, die sich am Ende in Versöhnung, Selbstliebe, Mitgefühl, Zuversicht und Stärke verwandelt.

Am Anfang war ich so skeptisch: Bible, Kirche, Glaube. Nee, gar keinen Bock. Ich bin ja nicht umsonst aus der Kirche ausgetreten. Aber dieses Buch will euch absolut nicht zum christlichen Glauben bekehren oder die Kirche beschönigen. Es geht eher um weibliche Selbstbestimmung und um „reclaiming the story“. Ganz grob geht es um Klara, eine Journalistin, die ganz viel Wut und Unzufriedenheit in sich trägt und bei ihrem Job bei einem Magazin zwangsbeurlaubt wird. Wegen ihrer letzten Recherche über Kirche und Glaube wird sie plötzlich Teil einer WhatsApp Gruppe. Und in der stecken alle vergessenen und missverstandenen Frauenfiguren der Bibel. Und sie erzählen ihre echten Geschichten. Klara findet dadurch immer mehr zu sich selbst. Boahr, mag ich den Schreibstil von diesem Buch. So frisch, modern, witzig und cool. Auch die WhatsApp Chats haben mir gut gefallen, das ist mal eine etwas andere Art biblische Figuren auftreten zu lassen. Klara ist eine sehr authentische und empathische Heldin, die versucht sich selbst und die Ungerechtigkeiten gegen Frauen* zu verstehen. Alles ist so feministisch und divers und einfach verdammt modern. Aber wirklich im allerbesten Sinne. Mein einziger kleiner Kritikpunkt: mir ist es manchmal zu kitschig, pathetisch und übertrieben gewesen. Für die Bibel-Figuren passt es irgendwie, aber für das Ende war es doch ein ganz schöner „Knall“. Ansonsten: lest dieses Buch, auch wenn ihr nix mit Kirche und Glauben am Hut habt. Die kleine Feministin in euch, die das Patriarchat stürzen möchte, wird es euch danken. 😉 Was für ein grandioses Debüt! Amen.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam
31. März
GRANDIOS!!!
Rating:5

GRANDIOS!!!

Bei diesem Buch hatte ich echt GROßE Erwartungen, wegen DIESEM Cover....gleichzeitig hatte ichdie Befürchtung, es kann nicht halten, was ich mir versprach... UNBEGRÜNDETE Sorge. Dieses Buch HATTE mich nach dem 1. Satz! ...und ließ mich bis zum LETZTEN Wort NICHT mehr los!!!! Ich würde es am liebsten JEDEN*R Lesenden in die Hände drücken. Inklusive den/die Firmlinge*n. GROßARTIG. Zum immer mal wieder lesen. Gehört eindeutig zu : "Die solltest- gelesen- haben"- Lektüren!!!! EHRLICH.

Bible Bad Ass
Bible Bad Assby Edith LöhleLeykam