Babylons Asche
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Description
Die interstellaren Portale, gefeiert als Tore in eine neue Zukunft der Menschheit, erweisen sich als tödliche Falle. Kaum haben die Erde, der Mars und die anderen Planeten den Angriff des Alien-Protomoleküls einigermaßen überwunden, tritt es erneut in Aktion und lässt ein Schiff nach dem anderen im Inneren der Portale verschwinden. James Holden und seine Crew stehen kurz vor der Lösung des Rätsels, doch da zeigt sich die wahre Absicht des Gegners – und die Menschheit findet sich plötzlich als Spielball in einem Krieg zwischen galaktischen Mächten wieder …
THE EXPANSE – Die größte Space Opera unserer Zeit Der TV-Streaming-Blockbuster jetzt auf Amazon Prime – Staffel 4 ist bereits in Arbeit »James Coreys Saga ist das »Game of Thrones« der Science-Fiction!« (NPR Books)
Book Information
Author Description
Hinter dem Pseudonym James Corey verbergen sich die beiden Autoren Daniel James Abraham und Ty Corey Franck. Beide schreiben auch unter ihrem eigenen Namen Romane und leben in New Mexico. Mit ihrer erfolgreichen gemeinsamen Science-Fiction-Serie »The Expanse« haben sie sich weltweit in die Herzen von Lesern und Kritikern gleichermaßen geschrieben.
Posts
Eine neue Ära beginnt?
In diesem Band geht es vor allem um den Krieg zwischen der Freien Raummarine, eine radikale Abspaltung der AAP, also der Fraktion der Gürtler, und Erde und Mars. Die Weltraumschlachten sind durchaus spannend, aber es gibt so viele, dass ich es in diesem Band eher als langweilig empfunden habe. Endlich gibt es Neuzugang in der Crew der Rosinante: Beide kennen und lieben und hassen wir. Während es bei Bobby wie selbstverständlich ist, dass sie bei der Crew aufgenommen wird, ist es gerade mit Clarissa konplizierter bestellt - und ihre Einführung wird vom Storytelling her völlig verschenkt. Irgendwie hätte ich es besser gefunden, wenn nur eine der beiden Figuren zur Crew dazugekommen wäre. Bobby gehört quasi achon zur Truppe, die hätte schon einen Band eher aufgenommen werde können und dann hätte es hier Raum für den moralischen und zwischenmenschlichen Zwist zwischen Holden und Clarissa geben können. So wird einfach oft nur erwähnt, dass sie irgendwo mit Amos im Maschinenraum ist, einen Wirklichen Beitrag zur Crew, überhaupt zur Geschichte, hat sie nicht, was ich als sehr ärgerlich empfinde. Das Ende des Bandes, was aus der Menschheit, die die Erde verloren hat, vor dem Problem des sterbenden Mars, einer nun eingeschränkt unabhängigen Gürtel und den tausend neuen Welten hinter dem Alienring steht, ist wieder ganz interessant. Schade ist, dass der ganze Arc um das Protomolekül unterbrochen zu sein scheint und ich hoffe sehr, dass dieser wieder aufgenommen wird. Denn wer und warum die Probe des Protomoleküls gestohlen hat, ist noch unklar, ebenso ist das Rätsel nicht aufgedeckt, welche Macht vor einer Milliarden Jahren die für uns unbegreiflich hochzivilisierte, mehrere Galaxien besiedelnde Alienzivilisation schlagartig ausgerottet hat.
Sehr enttäuschendes (Vorab)Finale
„The Expanse“ ist bisher meine liebste Science-Fiction Buchreihe, doch nach den großartigen ersten vier Bänden bahnte sich schon im fünften Buch der Abstieg ins generische, austauschbare und ziellose an. Auf einmal standen nicht mehr die Crew der Rosinante und die Geheimnisse fremder Lebensformen und die Erkundung im Vordergrund, sondern der Krieg zwischen Menschen. Ein Krieg um Ressourcen, angetrieben von so klassischen wie langweiligen Motiven. Rache, sich selbst als der Retter der Unterdrückten sehen und Macht. Der sechste und damals als Finale geplante Band „Babylons Asche“ beschränkt sich dann leider nur noch darauf und begeht zudem den Fehler viel zu viele POVs zu haben und damit die Übersicht massiv zu verstückeln. Außerdem passiert bis zum letzten Viertel gefühlt gar nichts von Belangen. Hier musste ich mich leider doch mehr durch quälen als dass ich Spaß hatte beim lesen. Der immer noch grundsätzlich überzeugende Schreibtsil und die letzten 100 Seiten geben einen kleinen Aufschwung von 2 auf 2.5 Sterne.
Während das Rätsel um das Verschwinden von Schiffen zwischen den Toren noch immer nicht gelöst ist, bahnt sich ein Krieg an. Marco Inaros, der charismatische Anführer einer Gürtlerfraktion hat die Erde angegriffen und es ist nicht klar, ob sich die Menschen dort davon erholen können. Die dezimierten Streitkräfte der inneren Planeten versuchen, sich zu wehren, doch die Chancen stehen so schlecht, wie noch nie. Während die vorherigen Bände immer aus der Sicht von vier verschiedenen Charakteren geschrieben wurden (abgesehen von Prolog und Epilog, die oftmals eigene Sichtweisen einbrachten), waren es in „Babylons Asche“ 17 verschiedene Perspektiven. Einige waren altbekannte Charaktere, viele aber auch neue und oft gab es nur ein oder zwei Kapitel aus der Sicht der entsprechenden Person. Es ging hier mehr darum, aus welcher Sicht die Geschichte am besten erzählt werden konnte, wodurch jedoch fast jegliche Charakterentwicklung auf der Strecke blieb. Die Bücher der Expanse-Reihe sind allgemein stärker auf den Plot fokussiert als auf die Charaktere, aber bisher gab es immer genug Charakterentwicklung und besondere Momente zwischen diesen, damit ich investiert genug war. In diesem Buch dagegen hatte ich irgendwann nur noch wenig Interesse, was mit vielen der Charaktere geschah, weil diese so wenig im Fokus standen. Abgesehen davon war die Geschichte selbst durchaus interessant. Die Taten einer kleinen Gruppe bringen die gesamte Menschheit so sehr in Bedrängnis, dass ein Überleben selbst bei einem Sieg nicht mehr garantiert ist. Die einzige Chance, die alle haben, ist es, zusammenzuarbeiten. Die Verzweiflung wächst über das gesamte Buch und es ist von Anfang an klar, dass Opfer gebracht werden müssen. Die tatsächlichen Actionszenen im Buch waren dafür, dass alles darauf hinstrebte, seltsam kurz und antiklimatisch. Gerade weil die Geschichte so Plotorientiert war, hätte ich mir hier doch etwas stärkere Szenen gewünscht. Fazit: Trotz einer spannenden Geschichte war „Babylons Asche“ doch deutlich schwächer als seine Vorgänger. Die Charaktere kamen zu wenig zur Geltung und die Actionszenen waren deutlich zu kurz für die Vorarbeit, die für diese im Buch geleistet wurde.
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Die interstellaren Portale, gefeiert als Tore in eine neue Zukunft der Menschheit, erweisen sich als tödliche Falle. Kaum haben die Erde, der Mars und die anderen Planeten den Angriff des Alien-Protomoleküls einigermaßen überwunden, tritt es erneut in Aktion und lässt ein Schiff nach dem anderen im Inneren der Portale verschwinden. James Holden und seine Crew stehen kurz vor der Lösung des Rätsels, doch da zeigt sich die wahre Absicht des Gegners – und die Menschheit findet sich plötzlich als Spielball in einem Krieg zwischen galaktischen Mächten wieder …
THE EXPANSE – Die größte Space Opera unserer Zeit Der TV-Streaming-Blockbuster jetzt auf Amazon Prime – Staffel 4 ist bereits in Arbeit »James Coreys Saga ist das »Game of Thrones« der Science-Fiction!« (NPR Books)
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Author Description
Hinter dem Pseudonym James Corey verbergen sich die beiden Autoren Daniel James Abraham und Ty Corey Franck. Beide schreiben auch unter ihrem eigenen Namen Romane und leben in New Mexico. Mit ihrer erfolgreichen gemeinsamen Science-Fiction-Serie »The Expanse« haben sie sich weltweit in die Herzen von Lesern und Kritikern gleichermaßen geschrieben.
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Eine neue Ära beginnt?
In diesem Band geht es vor allem um den Krieg zwischen der Freien Raummarine, eine radikale Abspaltung der AAP, also der Fraktion der Gürtler, und Erde und Mars. Die Weltraumschlachten sind durchaus spannend, aber es gibt so viele, dass ich es in diesem Band eher als langweilig empfunden habe. Endlich gibt es Neuzugang in der Crew der Rosinante: Beide kennen und lieben und hassen wir. Während es bei Bobby wie selbstverständlich ist, dass sie bei der Crew aufgenommen wird, ist es gerade mit Clarissa konplizierter bestellt - und ihre Einführung wird vom Storytelling her völlig verschenkt. Irgendwie hätte ich es besser gefunden, wenn nur eine der beiden Figuren zur Crew dazugekommen wäre. Bobby gehört quasi achon zur Truppe, die hätte schon einen Band eher aufgenommen werde können und dann hätte es hier Raum für den moralischen und zwischenmenschlichen Zwist zwischen Holden und Clarissa geben können. So wird einfach oft nur erwähnt, dass sie irgendwo mit Amos im Maschinenraum ist, einen Wirklichen Beitrag zur Crew, überhaupt zur Geschichte, hat sie nicht, was ich als sehr ärgerlich empfinde. Das Ende des Bandes, was aus der Menschheit, die die Erde verloren hat, vor dem Problem des sterbenden Mars, einer nun eingeschränkt unabhängigen Gürtel und den tausend neuen Welten hinter dem Alienring steht, ist wieder ganz interessant. Schade ist, dass der ganze Arc um das Protomolekül unterbrochen zu sein scheint und ich hoffe sehr, dass dieser wieder aufgenommen wird. Denn wer und warum die Probe des Protomoleküls gestohlen hat, ist noch unklar, ebenso ist das Rätsel nicht aufgedeckt, welche Macht vor einer Milliarden Jahren die für uns unbegreiflich hochzivilisierte, mehrere Galaxien besiedelnde Alienzivilisation schlagartig ausgerottet hat.
Sehr enttäuschendes (Vorab)Finale
„The Expanse“ ist bisher meine liebste Science-Fiction Buchreihe, doch nach den großartigen ersten vier Bänden bahnte sich schon im fünften Buch der Abstieg ins generische, austauschbare und ziellose an. Auf einmal standen nicht mehr die Crew der Rosinante und die Geheimnisse fremder Lebensformen und die Erkundung im Vordergrund, sondern der Krieg zwischen Menschen. Ein Krieg um Ressourcen, angetrieben von so klassischen wie langweiligen Motiven. Rache, sich selbst als der Retter der Unterdrückten sehen und Macht. Der sechste und damals als Finale geplante Band „Babylons Asche“ beschränkt sich dann leider nur noch darauf und begeht zudem den Fehler viel zu viele POVs zu haben und damit die Übersicht massiv zu verstückeln. Außerdem passiert bis zum letzten Viertel gefühlt gar nichts von Belangen. Hier musste ich mich leider doch mehr durch quälen als dass ich Spaß hatte beim lesen. Der immer noch grundsätzlich überzeugende Schreibtsil und die letzten 100 Seiten geben einen kleinen Aufschwung von 2 auf 2.5 Sterne.
Während das Rätsel um das Verschwinden von Schiffen zwischen den Toren noch immer nicht gelöst ist, bahnt sich ein Krieg an. Marco Inaros, der charismatische Anführer einer Gürtlerfraktion hat die Erde angegriffen und es ist nicht klar, ob sich die Menschen dort davon erholen können. Die dezimierten Streitkräfte der inneren Planeten versuchen, sich zu wehren, doch die Chancen stehen so schlecht, wie noch nie. Während die vorherigen Bände immer aus der Sicht von vier verschiedenen Charakteren geschrieben wurden (abgesehen von Prolog und Epilog, die oftmals eigene Sichtweisen einbrachten), waren es in „Babylons Asche“ 17 verschiedene Perspektiven. Einige waren altbekannte Charaktere, viele aber auch neue und oft gab es nur ein oder zwei Kapitel aus der Sicht der entsprechenden Person. Es ging hier mehr darum, aus welcher Sicht die Geschichte am besten erzählt werden konnte, wodurch jedoch fast jegliche Charakterentwicklung auf der Strecke blieb. Die Bücher der Expanse-Reihe sind allgemein stärker auf den Plot fokussiert als auf die Charaktere, aber bisher gab es immer genug Charakterentwicklung und besondere Momente zwischen diesen, damit ich investiert genug war. In diesem Buch dagegen hatte ich irgendwann nur noch wenig Interesse, was mit vielen der Charaktere geschah, weil diese so wenig im Fokus standen. Abgesehen davon war die Geschichte selbst durchaus interessant. Die Taten einer kleinen Gruppe bringen die gesamte Menschheit so sehr in Bedrängnis, dass ein Überleben selbst bei einem Sieg nicht mehr garantiert ist. Die einzige Chance, die alle haben, ist es, zusammenzuarbeiten. Die Verzweiflung wächst über das gesamte Buch und es ist von Anfang an klar, dass Opfer gebracht werden müssen. Die tatsächlichen Actionszenen im Buch waren dafür, dass alles darauf hinstrebte, seltsam kurz und antiklimatisch. Gerade weil die Geschichte so Plotorientiert war, hätte ich mir hier doch etwas stärkere Szenen gewünscht. Fazit: Trotz einer spannenden Geschichte war „Babylons Asche“ doch deutlich schwächer als seine Vorgänger. Die Charaktere kamen zu wenig zur Geltung und die Actionszenen waren deutlich zu kurz für die Vorarbeit, die für diese im Buch geleistet wurde.











