Auf allen vieren

Auf allen vieren

Softcover
3.6402

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Description

Miranda July hat mit »Auf allen vieren« einen großen Roman über Weiblichkeit abseits der Norm und Lust außerhalb von Konventionen geschrieben, der in vielem neue Maßstäbe setzt.

Eine mittelmäßig bekannte Künstlerin schenkt sich selbst zum 45. Geburtstag einen Trip von der Westküste der USA nach New York. Sie möchte sich etwas beweisen und plant die Tour alleine mit dem Auto, raus aus der Komfortzone. Doch weit soll sie nicht kommen. Wenige Kilometer von ihrem Vorstadthaus entfernt verliebt sie sich vermeintlich Davey, den Mann, der ihre Autoscheibe an der Tankstelle saubermacht. Sie mietet sich in einem billigen Motel ein, lässt ihr Zimmer von Daveys Frau, einer Inneneinrichterin, völlig neu gestalten und imaginiert sich in ein anderes Leben hinein.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
416
Price
15.50 €

Author Description

Miranda July, 1974 in Barre (Vermont) geboren, ist Filmemacherin, Künstlerin und Schriftstellerin. Ihre Arbeiten wurden schon im Museum of Modern Art und auf der Biennale in Venedig gezeigt. Bei den Spielfilmen »Ich und du und alle, die wir kennen« (2005) und »The Future« (2011) schrieb sie das Drehbuch, führte Regie und spielte die Hauptrolle. »Zehn Wahrheiten«, ihr Debüt als Autorin, wurde mit dem Frank O’Connor-Preis ausgezeichnet, dem höchstdotierten Kurzgeschichtenpreis der Welt. Sie entwickelte die Messaging-App »Somebody«, die Nachrichten nicht elektronisch übermittelt, sondern Personen in der Nähe sucht, um diese persönlich zu überbringen. Miranda July lebt in Los Angeles.

Posts

80
All
3

Ich weiß nicht, was ich sagen soll 😂

Eventuell hab ich das Buch nicht verstanden. Ich fands von vorne bis hinten sehr weird und kinky, womit ich null gerechnet hatte. Aber konnte es auch nicht weglegen

4.5

Moderner Roman der den Zeitgeist haargenau trifft

Abbruch, Abbruch, Abbruch!

Entschuldigung, aber mit dem Buch habe ich mich unwohl gefühlt. Nach 41 Seiten war es mir schon so drüber, dass es einfach nicht mehr ging. Und wollte die Autorin tatsächlich noch radikal ehrlich und aufrüttelnd über ein Frauenleben in der Perimenopause schreiben oder hat sie sich schon lustig gemacht über narzisstisches Umsichselbstkreisen, Oversharing und einer Selbstverständlichkeit, die mehr an Gleichgültigkeit erinnert, beim Umgang mit verschiedensten Sexualitäten? Kann sein, dass das Buch noch besser wird. Kann sein, dass es am Ende alles einen Sinn ergibt. Ich werde es nie erfahren, denn dieses Unwohlsein zwischen Lächerlichkeit und Authentizität mag ich nicht aushalten.

4

Ungewöhnlich.

Die Mirre des Lebens, Wechseljahre - und was kommt danach? Dieses Buch ist ein wilder Ritt durch die Gefühlswelt einer Frau - oder aller Frauen?

3.5

Romane von und über Frauen in der Prä-Menopause erobern seit einiger Zeit den Büchermarkt. Einer davon ist Auf allen Vieren von Miranda July, ein tiefgründiger und schonungsloser Seelenstriptease über Einsamkeit, Begehren und Sehnsucht. Die Hauptfigur begibt sich auf einen Selbstfindungstrip und definiert und verhandelt im Anschluss daran ihre Ehe neu. Eines der krassesten und weirdesten (sagt man das so?) Bücher, welches ich in den letzten Jahre gelesen habe, das mich aber viel zum Nachdenken angeregt hat.

Post image
4

Auf allen vieren erzählt die Geschichte einer 45-jährigen Schriftstellerin, die scheinbar alles hat: Ehe, Kind, Haus, Stabilität. Doch innerlich fühlt sie sich zunehmend eingeengt. Ein geplanter Roadtrip von LA nach NY endet schon nach kurzer Zeit. Was folgt, ist kein klassischer Plot mit großen äußeren Ereignissen, sondern eine radikale Innenschau. Die Protagonistin hinterfragt ihre Ehe, ihre Sexualität, ihr Altern, ihre Rolle als Mutter und als Frau. Zwischen Selbstironie, Verletzlichkeit und Provokation beschreibt Miranda July eine Phase des Umbruchs. Der Roman is mutig und sehr direkt geschrieben, stellenweise waren mir die intimen Szenen etwas zu plakativ, auch wenn genau diese Offenheit Teil des Konzepts.

5

Das war crazy shit. Nachdem ich einige Meinungen zu diesem Buch gehört bzw. gelesen hatte, war ich mir nicht sicher, was mich hier erwartet. Eine Frau Mitte 40, die einen Trip allein mit dem Auto von L.A. nach New York wagen will, es nur wenige Kilometer weit schafft und dort stecken bleibt, um ein Hotelzimmer komplett neu einrichten zu lassen. Wtf? Will ich das wirklich lesen? Klingt das nicht deprimierend? Mitte 40 und sie schafft es nicht, ihr Ziel zu erreichen? Ja, ich will und es ist absolut belebend. Denn da ist auch diese Frau, die sich so sehr in einen jungen Mann verguckt, dass ihre sexuelle Fantasien überhandnehmen? All die Skepsis zum Inhalt des Buches wie weggeblasen, nachdem die Protagonistin dem jungen, sehr attraktiven Davey begegnet. Ganz schnell war ich gedanklich weg vom liebevollen Ehemann und dem nonbinären Kind und fühlte mich absolut verbunden mit der lustvollen Fantasie der Protagonistin. Es wurde sehr spicy, total schräg und irgendwie konfus. Ich konnte so gut mitgehen, nachempfinden und war der Protagonistin so dankbar für die irrationalen Gedanken und Fantasien. Und auch der U-Turn der Erzählung, als die Geschichte wieder zurückkehrt zu Familie, war für mich auf ne spezielle Art schräg und doch so stimmig. Neben all dem Sex und Begehren, wurden so viele andere Themen mit eingeflochten, die ich so gern gelesen habe. Gespräche zwischen Frauen zu Menopause und Fantasien, patriarchale Strukturen, traumatische Geburtserlebnisse und noch so vieles mehr. Ich hab es total gefühlt, aber habe auch gleichzeitig gemerkt, dass diesen crazy shit für manche zu abgefahren sein könnte. Dafür ist es zu explizit und vielleicht auch zu schräg?! Ich hätte gern mehr davon. S.86 „Und selbst, nachdem wir das winzige Baby nach Hause geholt hatten, blieben wir eins. Wir hatten zu seltsamen Zeiten Sex und auch etwas früher als empfohlen, einfach weil wir es nicht abwarten konnten; einmal machten wir es am Fußende des Bettes, während das Baby oben am Kopfende schlief. Es war eine Kriegsromanze: F*cken im Angesicht des Todes, inmitten der Trümmer“ S.97 „[…]ich hatte noch in keinem Alter einen konkreten männlichen Körper so begehrt wie jetzt. […]Sich nach einem Menschen in seiner gesamten Länge, von Kopf bis Fuß, zu verzehren, das taten eher körperbetonte Sextypen wie Jordi, und Männer. Jetzt verstand ich zum ersten Mal, worum alle so einen Wirbel machten. Dass einen etwas Schönes mitten ins Herz treffen und zutiefst anrühren konnte, dass es einen auf die Knie sinken ließ und dann - hier wurde es ein bisschen verquer - den Wunsch in einem weckte, dieses reine und schöne Ding zu f*cken.“ S.354 „Bei mir fiel die Menopause mit dem Tod eines Familienmitglieds zusammen, und das hat mich gelehrt, dass man bereit sein muss loszulassen, und zwar alles und jeden, wenn man wirklich und wahrhaftig leben will.“

4

Very human somehow

This book shouldn't have worked for me regarding its plot, its themes, its protagonist... but it did. All the little and big quirks of the character, her fantasies and jealousies were just so human and relatable! It's hard to describe but this is a gem of a book und I had a lot of fun reading it while also aching for...something. Freedom, maybe. And I love the message of being brave and embracing oneself. Even more because it does not just happen like some kind of miracle, it is a choice.

3

Es hat mich nicht so richtig abgeholt. Ich bin mir auch nicht ganz sicher woran es liegt. Zu viel Sex und Masturbation. Zu viel Begierde und Betrug. Alles in allem ein „okayes“ Buch.

INHALT Eine Frau mittleren Alters langweilt sich in ihrem klassischen Leben und möchte reisen, einmal quer durch die USA. Bereits nach wenigen Kilometern strandet sie in einem Motel und verbringt die ihre ganze Reise dort. Mit ihm. Einen jüngeren, vergebenen Mann. Sie lernt sich und ihre Sexualität neu kennen; betrügt ihren Mann und kehrt nach einiger Zeit wieder in den Schoß der Familie zurück. Dort ist plötzlich nichts mehr wie es war. EINDRUCK UND FAZIT Dieses Buch haben ich für unseren Buchclub angefragt - und bin direkt gestartet. Erst einmal muss ich feststellen, dass es so ganz anders ist, als ich dachte. Was genau ich erwartete habe, kann ich nun nicht mehr genau sagen - aber ich fand es gut! Viele verschiedenen Themen greift die Autorin auf: geschlechtsneutrale Sprache, Sexualität Ü45, eigene Beziehung zum Körper, Verarbeitung von Traumata und unkonventionelle Liebesbeziehungen. Und das auf doch recht wenigen Seiten. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, wenn doch irgendwie meine Stimmung kippte. Ich kann spicy Themen lesen (und manchmal auch überlesene) und finde wichtig, das sie in Büchern thematisiert werden. Aber es dreht sich am Ende ausschließlich um Sex, Masturbation und Begierde. Davon war ich am Ende leider etwas gelangweilt. Ein besonderes Buch, anders und erfrischend irgendwie - aber nicht ganz rund am Ende.

3

Das war ein wilder Ritt

In "Auf allen Vieren" treffen wir auf eine Künstlerin in ihren Vierzigern, die scheinbar alles hat: Karriere, Haus, Mann und Kind. Trotzdem scheint etwas zu fehlen und so begibt sie sich auf einen Roadtrip von L.A. nach New York, der allerdings schon eine halbe Fahrtstunde von ihrem Zuhause entfernt im Motelzimmer einer kalifornischen Kleinstadt endet. Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gelesen und ich bin mir nicht sicher, ob ich das gut oder schlecht finden soll. Im Roman werden wichtige Themen wie Perimenopause, Mutterschaft und weibliches Begehren schonungslos ehrlich und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen angesprochen. Die Stimmung ist quasi permanent sexuell aufgeladen, was aber primär über die Gedankenwelt der Protagonistin passiert. So handelt es sich bei dem Roman auch nicht um ein handlungsgetriebenes Buch, der Fokus liegt klar auf der inneren Zerrissenheit der Protagonistin und der Suche nach ihrem wahren Ich. Was mich wirklich gestört hat, war die Sprache, die über weite Teile extrem roh, barsch und vulgär ist, was mir persönlich einfach nicht gefallen hat. Eventuell hinkte auch die Übersetzung etwas, denn dass beispielsweise wiederholt Dinge "fein säuberlich" erledigt werden, hat mich halb wahnsinnig gemacht. Daher an dieser Stelle nur eine bedingte Leseempfehlung

Das war ein wilder Ritt
2.5

Es ist ein Roman über eine Frau kurz vor den Wechseljahren, auch ein queerer Roman und das sexuelle Erleben und die sexuellen Wunschphantasien dieser Frau stehen in weiten Teilen im Mittelpunkt, oft recht drastisch beschrieben. Die Handlung schlägt Haken, die Protagonistin ist inkonsequent, mal besessen, mal wirklich mutig, dann wieder von Konventionen gehemmt. Das alles war etwas zu übertrieben für mich. Und gleichzeitig lässt sich das Buch gut lesen, die Sprache trägt von einer abenteuerlichen Entscheidung zur nächsten. Im zweiten Teil des Buches realisiert die Protagonistin, dass sie nicht mehr ohne Weiteres in ihr altes Leben zurückkehren kann und fängt an, sich selbst mehr zu trauen und ihre Wahrheit zu verkünden und diese zu leben. Das ist mutig, da sie - auch das Wohl ihres Kindes im Blick- eine andere Form des Zusammenlebens mit ihrem Mann findet und sich durch Solidarität mit anderen Frauen weiter entwickelt. Hier sind wichtige Haltungen beschrieben, die mich auch zum Nachdenken anregten. Das Leseerlebnis war für mich daher zweigeteilt. Ich würde das Buch nicht weiterempfehlen, bereue aber nicht, es gelesen zu haben. Ich verstehe diese Frau so gar nicht und kann sie gleichzeitig so sein lassen, wie sie ist, weil sie eben ihren Weg geht. Sie kann meiner Meinung nach nicht für die Mehrzahl der Frauen stehen , da sie ein privilegiertes Leben führt. Unberührt davon gibt es einige Erkenntnisse, die ich als Frau jenseits der 45 doch bedenkenswert finde.

5

Eine Reise

Ich finde das Buch wirklich schwer zu beschreiben, aber es ist wie ein Traum - und ich finde es sehr mutig und Mut machend Es ist die Reise einer Mutter und zeigt, dass wir alle unsere Leben selbst bestimmen, es gibt keine Limits.

4.5

Es war unhinged, weird, drüber, voller Verlangen und kurz gesagt: einfach großartig!

3

Schonungslos und herausfordernd . Aber auch szenisch überreizt wie ein Kunstwerk, dass Aufmerksamkeit erregen muss. Mich hat damals ihr Debütroman „10 Wahrheiten“ , ein Kurzgeschichtenband, sehr gefallen. Also wollte ich unbedingt diesen Roman lesen. Die Vielzahl an bedeutsamen Themen, die Miranda July hier aufgreift, haben mich sehr positiv gestimmt. Eine Frau und ihre Rollen: Mutter, Geliebte, Ehefrau, Freundin, Tochter und Arbeitgeberin. Hinzu kommen noch Perimenopause, die oft zu unbeachtet bleibt in der Literatur, der Hormonabfall und die Konsequenzen, die daraus entstehen können. Außerdem sehr interessant ein nonbinäres Kind, aber da fehlte es mir an Auseinandersetzung und Tiefe, es wurde nur lapidar beschrieben. Hingegen die emotionale Achterbahnfahrt der Protagonistin zeitweilig zu überzogen und ausufernd wirkte. Wichtige Themen, aber für mich nicht wirklich authentisch umgesetzt, obwohl die Rollen und die Phase des Lebens, der meinen sehr gleichen. Und es sind nicht einmal die expliziten, sexuellen Szenen und Phantasien, die mich aus der Bahn geworfen hätten, sondern der Umgang mit diesen. Nicht unbedingt eine Zeitverschwendung, aber nur selektiv empfehlenswert.

2

Drüber

Was wäre die Literatur ohne die „schönste Nebensache der Welt“? Es würden ganze Genres wegfallen. In diesem Buch allerdings mutiert der Beischlaf zur „schönsten(?), Hauptsache der Welt“, zumindest für die nicht namentlich näher benannte ICH-Erzählerin, die uns an allen Einzelheiten ihrer Lust und der Ausübung dieser teilhaben lässt. Eigenwillig, getrieben und sehr auf ihren Körper bedacht, so kann man unsere Protagonistin beschreiben. Sie steht kurz vor den Wechseljahren und der nahende Östrogenabfall, der alle Frauen irgendwann ereilt, macht ihr Angst. Sie begibt sich auf eine Reise nach New York, ohne Mann und non-binäres Kind. Eine große Summe Geld, die sie einfach so auf den Kopf hauen will (weil sie es kann) verleiht ihr die Unabhängigkeit, der Spur des Schönen zu folgen. Also ändert sie schon nach 70 km ihren Plan, nistet sich in einem Motel ein und renoviert dort auf eigene Kosten das Zimmer aufs Exquisiteste. So weit so crazy! Dabei hat sie ein Auge auf Davey geworfen, dem Mann ihrer Innenarchitektin. Es gilt, seine Aufmerksamkeit zu erregen und mit ihm im Bett zu landen. Wie sie das tut und ob das glückt, müsst ihr selber lesen. Dieser Roman ist auf absolute Körperlichkeit ausgelegt. Es gibt kaum einen Abschnitt, wo Weiblichkeit mit ihren inneren und äußeren Vor- bzw. Nachteilen nicht die Hauptrolle spielt. Dabei wirkt die Denke der Protagonistin bisweilen etwas larmoyant, obwohl sie sich Mühe gibt gegen alles, was auch nur im Ansatz anstrengend oder müßig erscheint, anzukämpfen. Wir hüpfen zwischen Rück- und Ausblicken, fühlen uns getrieben durch die Gedankensprünge der Hauptfigur, und ich musste des öfteren rätseln, wie sie zu den Erkenntnissen gelangte, die manchmal etwas weird daherkommen. Sie telefoniert endlos mit ihren Freundinnen und lässt sich ermutigen, ihren Weg zu gehen. 130 Seiten hat mir das richtig Spaß gemacht, doch dann fiel meine Spannungskurve genauso schnell ab, wie das Östrogen seit meinem 50. Lebensjahr. Die schonungslose Beschreibungen von Kopulation und Körperflüssigkeiten hat mich anfangs ja noch interessiert, wurde aber mit der Zeit ermüdend und langweilig. Der inflationären Einsatz ihrer Hände zwischen ihren Beinen war nach dem 20. Mal so beliebig wie die Beschreibung des salutierens mit Harris. Gleichzeitig machte mich der Plot unglaublich nervös und irgendwie auch ein bisschen aggressiv. Ich habe nicht wirklich verstanden, wo das Problem der ICH-Erzählerin lag und mir kam die ganze Geschichte irgendwann total überzogen und bedeutungslos vor. Es scheint eine bestimmte Art von Humor hier drin zu stecken, zu dem ich keinen Zugang finde. Total gerne hingegen habe ich die Teile gelesen, in der die Protagonistin ihre Rolle als Mutter und den Bezug zu ihrem Kind beschrieb. Ich hätte zwar gerne mehr über die Hintergründe erfahren, doch das benutzen von non-binären Pronomen verlieh dem Text einen gewissen Pfiff. Ich mag das. Meine Recherche zur Autorin ergab, dass sie ein Tausendsassa ist und in Amerika zur Pop-Ikone mutiert. Sie probiert sich in fast allen künstlerischen Gebieten aus und feiert dort besonders als Performance Künstlerin großer Erfolge. Rick Moody bemerkte zwar „die fehlende formale schriftstellerische Ausbildung Julys und ihren Mangel an Gestaltungssicherheit, schätzte jedoch sehr die Weirdness ihrer Schreibweise.“ (wikipedia.) das trifft für mich in diesem Text den Nagel auf den Kopf! Ziemlich wirr und sehr verrückt! Es hätte ein guter Roman über die Veränderung von Körper und Psyche der Frauen ab 45 sein können. Mir war es zu egozentrisch und auf fast allen Ebenen zu drüber. Am Ende konnte ich keinerlei Erkenntnis daraus gewinnen, und das Lesevergnügen hielt sich auch in Grenzen. Ich denke ihr müsst selber ausprobieren, ob euch dieser Stil liegt.

5

Authentische Charaktere und interessante Handlung

Ich hab viel von dem Buch gehört und dementsprechend waren meine Erwartungen hoch: und ich fand das Buch wirklich wirklich toll. Authentische Charaktere (besonders das Kind fand ich super spannend!) und sehr interessante Handlung

5

Absolut worth the hype! Was für ein Buch! Miranda July hat so viele Gedanken in mir angestoßen. „All fours“ ist etwas für alle, die gesellschaftliche Beziehungsnormen in Frage stellen und nach Freiheit, Selbstbestimmung und „bei sich selbst sein“ streben. 10/10!

1.5

Ich freue mich immer, wenn es in Büchern um Frauen in ihren 40ern geht und dabei auch die unumwindbare Hormonachterbahn erwähnt wird. Weil die Inhalte zur Perimenopause an sich gut recherchiert waren, gebe ich einen halben Stern extra. Warum das allerdings Thema in diesem Buch war, weiß ich nicht. Niemand, den ich kenne, hat sich in der Perimenopause gefühlt wie die Protagonistin in diesem Buch. Am Anfang dachte ich noch, dass es mal was ganz anderes und originell ist, aber das stimmt nicht. Eigentlich geht es nur um Sex und alles wiederholt sich immer wieder. Könnte ich Bücher abbrechen, ich hätte es abgebrochen.

3

Ein Buch über die Lebensmitte und das Ausbrechen

Um es kurz zu machen: Dieses Buch ist abgefahren. Es ist crazy, es ist wild und nachvollziehbar. Gleichzeitig aber auch nicht. Für mich hat das Buch stark angefangen und mich schnell in seinen Bann gezogen, genauso schnell hat es mich dann aber auch wieder verloren. Irgendwie habe ich Seite für Seite den Bezug zur Hauptfigur verloren und mich dann mehr oder weniger Richtung Ende durchgequält. Und das, ohne irgendetwas zu empfinden. Kein schlechtes Buch, aber eben einfach nicht meins.

1

Es ist eine Idee, die neugierig macht: Selbstbestimmung, Kreativität, Krisenbewältigung und der Mut, aus dem Gewohnten auszubrechen. Die Sprache hat in der deutschen Übersetzung auf mich am Anfang sehr erfrischend gewirkt. Auch hat der Anfang vielversprechend gewirkt. Doch meine anfängliche Begeisterung hat sich rasch in Ernüchterung gewandelt. Die Protagonistin hat mich ziemlich schnell genervt. Ihr Verhalten und ihr Umgang mit Davey wirkt daneben, unreif und unglaubwürdig. Die wilde, teils schräg angelegte Handlung – insbesondere die sich anbahnende Affäre und die skurrilen Details, wie die Szene mit Urin und Tampon waren sehr befremdlich zu lesen. Es ist mir beim Lesen sehr schwer gefallen, sie als eine Frau in den Mittleren Jahren zu akzeptieren; stattdessen hat sie auf mich eher wie Teenager gewirkt. Dadurch leidet die eigentliche Thematik der Geschichte, die ich super interessant fand. Ich hätte das Buch so gerne gemocht, aber leider war es für mich nichts.

Post image
1.5

Das Buch und die Autorin werden total gefeiert, meins war's überhaupt nicht. Die Protagonistin war nervig, die Sprache vulgär und dann auch noch geschlechtsneutrale Pronomen wie dey, demm für ihr Kind und zum Schluss wurde alles noch wirrer.

5

Ein verrückter Selbstfindungstrip

Eine namenlose Künstlerin lässt Mann und Kind zurück, um mit dem Auto von der Westküste nach New York zu fahren. Bereits nach 30 Minuten Autofahrt strandet sie in einem Motel, weil der Mann, der ihre Windschutzscheibe putzt, sie total fasziniert. Sie lässt das Motelzimmer für viel Geld neu einrichten, um dort Davey zu empfangen, den Mann von der Tankstelle. Doch Davey ist zwar verliebt, aber seiner Frau treu, und so können die beiden sich nur platonisch treffen. Das ist der Anfang einer wilden und abgedrehten Geschichte. Miranda July schreibt über eine Frau zu Beginn der Menopause, die mit den Veränderungen der Lebensmitte hadert. Sie behandelt diese Themen auf eine, wie ich finde, neue und originelle Art und Weise. Explizite Sprache und irre komische Szenen sind Bestandteil dieses Romans. Die Meinungen über dieses Buch gehen krass auseinander. Für mich war es ein ungewöhnliches und großartiges Lese-Erlebnis.

2

Unbefriedigt bleibe ich zurück.

Ich hatte mir einiges von diesem Buch versprochen, da es mir mehrmals empfohlen wurde (und aktuell bin ich mit Empfehlungen gut gefahren). Aber dieses Buch... Ich weiß auch nicht. Auf der Haben-Seite steht ganz klar der Sog. Es ließ sich gut lesen und machte neugierig - was wird noch "absurdes" passieren? Aber: leider waren die letzten 80 Seiten für mich hoch unbefriedigend. Schade.

3

Skurrile Becoming-Age-Story

Analog zum klassischen Coming-Of-Age-Roman hat Miranda July einen Becoming-Age-Roman geschrieben, der den Umgang einer Mittvierzigerin mit dem Altwerden thematisiert. Die namentlich nicht benannte Protagonistin schenkt sich zu ihrem 45. Geburtstag eine Reise nach New York, um dort im berühmten Carlyle zu übernachten und dort Freund:innen zu treffen, die allesamt, wie die Protagonistin selbst, in der Künstlerszene aktiv sind. Doch statt nach NY zu fliegen, beschließt sie, mit dem Auto quer durch die USA dorthin zu fahren. Als sie nach den ersten 30 km Fahrt an einer Tankstelle in Monrovia Davey begegnet, der ihre Windschutzscheibe reinigt, verwirft die Protagonistin ihre Pläne und eine Reihe skurriler Entscheidungen und Begegnungen bahnt sich an. Miranda July hat eine sehr eigenwillige Geschichte geschrieben, die vieles gleichzeitig ist: sonderbar, tiefgründig, facettenreich, wild, unvorhersehbar, witzig, traurig und teilweise schwer durchschaubar. Die Story bringt also definitiv ein Wechselbad der Gefühle mit sich. Ich konnte mich jedoch mit der Hauptfigur nicht identifizieren und konnte an mehr als nur einer Stelle deren Handlungen nicht nachvollziehen. Wer sich aber mal auf ein völlig neues Leseerlebnis einlassen möchte, ist bei diesem Roman richtig aufgehoben.

4

Teilweise sehr tiefgründig aber teilweise auch drüber.

Ein Roman, über eine perfektionistische Frau im mittleren Alter, die auf einmal alles infrage stellt. Ich glaube dieses Gefühl kennen viele Frauen und umso neugieriger war ich auf dieses Buch. Es gab viele Rückblicke in ihr Leben, vor allem zur traumatischen Geburt ihres Kindes. Diese Abschnitte empfand ich als sehr tiefgründig und haben mich nachdenklich gestimmt. Auch über die Beziehung zu ihrem Mann wurde viel nachgedacht. Hier ist vieles queere, das Kind ist nonbinär, also schon sehr modern. Es gab für mich unerwartet (ich nenne es mal spice) Szenen, die für meinen Geschmack schon etwas heftig und derb waren. Im ersten Drittel hab ich sehr viel gelacht, teilweise war das Buch schon richtig schräg und komisch. Sonst vielleicht einfach ein sehr direkter Roman über die Wechseljahre mit der ganzen Bandbreite an Symptomen oder vielleicht auch einer sehr schrägen Frau.

5

Keine Ahnung, was ich da genau gelesen habe. Es war schön und traurig, lustig und komisch, seltsam und grotesk, verstörend und vielleicht auch abstoßend, abgedreht und geerdet, hell und dunkel, insgesamt ein besonderes Buch und ich hab mich sehr gut unterhalten gefühlt.

3.5

Zwischen „richtig gut“ und „not my cup of tea“…

… selten hat mich ein Buch so zwiegespalten zurückgelassen! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll… Überwiegend fand ich es wirklich richtig gut - überraschend für mich, wie extrem offen über Sexualtität geschrieben wird und ansprechend die vielschichtigen tiefgründigen Messages, die transportiert werden. Konnte mich mit manchen Dingen super selbst identifizieren und habe mich den Dingen, die mir unbekannt, fremd oder neu waren, offen und wissbegierig hingegeben. Allerdings fand ich auch manche Szenen so extrem drüber beschrieben und einfach so nicht notwendig. Fühlte sich für mich dann oft an, wie mit der Brechstange polarisieren zu wollen und das hätte es für mich gar nicht gebraucht. Dennoch: dass es mich so zwiegespalten zurücklässt und auf eine gewisse Art nachwirkt, find ich es ziemlich gut. Überlege, es evtl.später nach längerer Zeit noch ein 2. Mal zu lesen…

Zwischen „richtig gut“ und „not my cup of tea“…
3.5

Ein aufrüttelndes Buch mit expliziten Szenen 💛🌻☀️

„Auf allen vieren“ von der Autorin Miranda July ist 2024 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. Es wurde aus dem Englischen übersetzt von Stefanie Jacobs. Julys Kreativität ist hier in voller Blüte, genauso wie ihr Schreiben. „Auf allen vieren“ ist lustig, tragisch und brillant; es fängt die täglichen Routinen der Häuslichkeit ein, während es sich irgendwie frisch und bunt anfühlt. Indem sie ihre Ambivalenz über den Beginn von Peri/Menopause in ihre Figuren überträgt, stellt und beantwortet sie die Frage, die alle Frauen stellen - warum zum Teufel erkennt die Gesellschaft diese bedeutende Zeit im Leben einer Frau nicht an und was machen wir daraus? - mit dieser Vielzahl von Erfahrungen? Und das, denke ich, ist es, was dieses Buch so erfolgreich macht. Miranda July beginnt mit einer Frage: Was passiert, wenn deine eigene Reise von jemand anderem als dir selbst gesteuert wird, und man einfach die Reißleine zieht und die Dinge selbst in die Hand nimmt? Indem sie eine zuverlässige Partnerin und Elternteil ist (ihre Gedanken, schweifen ab, sie möchte ausbrechen aus ihrer Arbeit) - eine Frau, die sich buchstäblich und bildlich gefangen in ihren Rollen fühlt. Die Handlung ist sowohl aufregend als auch erschreckend. Was wird sie als nächstes tun? Wird sie sich mit sich selbst versöhnen? Was werden die Folgen sein? Das Thema Sex wird in diesem Text explizit abgebildet. Wenn Euch dies unangenehm ist, wenn Beschreibungen von Sex Euch sich schütteln lassen, wenn sehr, sehr detaillierte Beschreibungen von Sex mit einem älteren, weichen und gealterten, nicht idealisiertem Körper etwas sind, mit dem Ihr Euch nicht beschäftigen wollt, solltet Ihr überdenken, ob Ihr dieses Buch lesen möchtet. Wenn Ihr Euch entscheidet, es trotzdem mit dem Plan zu versuchen, diese Teile zu überspringen, seid gewarnt, dass Ihr am Ende wichtige Teile des Buches verpassen werdet, besonders gegen Ende. Es ist kein Buch, dass ich uneingeschränkt weiterempfehlen würde. Aber wenn ihr Mitte vierzig seid, oder ihr Euch in irgendeiner Weise mit diesem Lebensabschnitt auseinandersetzen wollt, könnte es das richtige Buch für Euch sein. Was ist also mein Rat? Setzt Euch mit diesem Unbehagen auseinander. Fühlt all diese Dinge. Die Perspektive, das Lachen und Julys Schreiben sind es wert.

5

Wechseljahresroman der anderen Art.

Wechseljahresroman der anderen Art.
5

Was für ein wilder Ritt. Einfach grandios, ich habe das Buch verschlungen!

4

Weiblichkeit in ihrer Tiefe & MidLifeCrisis

Einparken oder Fahren - die Frage des Lebens -Rezensionsexemplar- . Genre: ein Roman, anders & obszön & interessant & überraschend & irgendwie doch verständlich. . Setting: Sie ist eine Einparkerin, die sich einen Trip nach New York schenkt & plötzlich Fahrerin sein will. Weit kommt sie allerdings nicht, denn ein paar Orte weiter verkriecht sie sich in einem Motel, einer platonischen Affäre & den Gedanken zur Mitte des Lebens. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber das nicht. Zwischendurch habe ich mich auch gefragt, wo das hinführen soll - aber trotzdem konnte ich es nicht weglegen. Schnapp die deinen Kaffee & schnupper in die weibliche MidLifeCrisis. .

Weiblichkeit in ihrer Tiefe & MidLifeCrisis
3

Puh, das war etwas zäh. Anfangs gut, aber diese derbe Sprache, die sich durchs ganze Buch zieht, hat mich irgendwann nur mehr gestört. Die Protagonistin nervte mich auch irgendwann. Kann man lesen, muss man aber nicht.

3

Von "Auf allen vieren” von Miranda July (Übersetzung Stefanie Jacobs) musste ich mich erstmal erholen, bevor ich darüber schreiben konnte. Ich hatte komplett falsche Erwartungen und dachte, es wäre ein Roman, der sich mit der physischen und psychischen Transformation einer 45-jährigen Frau auseinandersetzt, die in die Wechseljahre mit einem existenziell bedeutsamen Roadtrip hineinschlittert. Das ist es zwar schon irgendwie im Kern, aber der Fokus wurde fast hauptsächlich auf den s*xuellen Aspekt dieser Lebensphase gelegt. Leider auf eine sehr unangenehme, pornöse Art und Weise, die mir angesichts der expliziten Beschreibungen viel zu viel war. Ich will nicht zu viel von der Handlung preisgeben, weil sie so viele Überraschungsmomente enthält, die ihr am besten selbst entdeckt. Nur so viel: Eine etablierte Medienkünstlerin (45) und namenlose Ich-Erzählerin möchte sich eine zweieinhalbwöchige Auszeit nehmen, ihren Mann und ihr siebenjähriges Kind in deren Zuhause in Malibu lassen und quer durch die USA nach New York mit dem Auto fahren, dort 6 Tage die Metropole genießen und wieder heimfahren. Doch es kommt alles anders als sie denkt: Kurz nach Los Angeles begegnet sie dem attraktiven 31-jährigen Davey und das Damoklesschwert Wechseljahre mit Bonustrack Östrogenabfall senkt sich immer tiefer auf sie herab. Wird sie eine Affäre haben und den Rest ihres Lebens davon zehren? Aufgrund der Parallelen zwischen der Ich-Erzählerin und der Autorin kann man davon ausgehen, dass es sich hier um ein weitgehend autofiktionales Buch handelt. Welche Teile davon wirklich der Realität entsprechen, weiß wohl nur sie selbst. Autorin und Ich-Erzählerin sind jedenfalls beide bisexuelle Künstlerinnen, in Amerika relativ bekannt (die Ich-Erzählerin bezeichnet sich als “B-Promi”), sie haben beide einen im Medienbusiness erfolgreichen Ehemann und ein nonbinäres Kind. Diesen letztgenannten Aspekt fand ich beispielsweise sehr interessant, darüber liest man viel zu selten etwas. An die Verwendung der nonbinären Pronomen “dey/demm/deren” habe ich mich sehr schnell gewöhnt. Allerdings wird das alles nur anerzählt und ich hätte sehr gern mehr dazu erfahren. Sie schreibt irgendwann, dass ihr Kind Sam vielleicht selbst Östrogene bräuchte irgendwann und da könnte man vielleicht daraus schließen, dass das Thema Transsexualität im Raum steht. Allerdings wird das nicht wirklich klar und überhaupt fand ich wurde viel zu wenig auf die Bedürfnisse von Sam geachtet. Dey müssen das kapriziöse Verhalten und letztlich den Egotrip von deren Eltern, vor allem der Mutter, einfach hinnehmen. Klar kann man auch Eltern sein und Mensch bleiben, aber das was hier abgeht war mir in dem Zusammenhang einfach viel zu egozentrisch. Ich mochte den ersten Teil, in dem sich die Geschichte aufbaut, am liebsten. Hier geht es wirklich noch um existenzielle Fragen und die Protagonistin versucht sich an den neuen Lebensabschnitt anzunähern: “Das könnte der Wendepunkt meines Lebens werden. Falls ich neunzig wurde, hatte ich jetzt genau die Hälfte. Oder wenn man es als zwei Leben betrachtete, stand ich jetzt am Beginn meines zweiten.” (S. 23) Die etwas “schräge” Persönlichkeit konnte man in diesem Anfangsteil noch als “verschroben/liebenswert besonders/witzig” abtun. Ihre Einfälle sind nämlich stellenweise sehr originell und man fliegt zeitweise förmlich durch die Geschichte. Als das Buch dann allerdings seinen Höhepunkt überschritten hat, geht es leider erzählerisch - wie beim Östrogenabfall - nur noch bergab. Jedenfalls empfand ich das so. Es wurde zunehmend unangenehm, denn die Protagonistin hatte quasi in jeder zweiten Szene die Hand zwischen ihren Beinen. Kann man machen, muss man aber in einem literarischen Roman für meinen Geschmack nicht, zumindest in der Frequenz. Spätestens bei der Szene mit der Inzest-Fantasie bin ich dann komplett ausgestiegen, da hat die Autorin für mich den Bogen überspannt und ich habe den ganzen Roman immer mehr in Frage gestellt. Allein aufgrund meines Alters, das sich dem der Protagonistin unaufhaltsam nähert, interessieren mich Romane über die mittleren Lebensjahre/Midlife Crisis/Wechseljahre immer mehr. Hier war es aber sehr schwer, sich mit der exzentrischen Protagonistin zu identifizieren. Außerdem ist dieses Buch aus einer sehr elitären Perspektive in Bezug auf die Ich-Erzählerin heraus geschrieben. Sie ist erfolgreiche freischaffende Künstlerin, finanziell absolut unabhängig. Auch ihr Mann, in dessen Villa in Malibu sie leben, verdient gutes Geld als Musikproduzent. Sie hat soeben zwanzigtausend Dollar für einen einzigen Werbespruch bekommen, die sie jetzt ganz dekadent allein auf den Kopf hauen darf. Ihr Road Trip aka Selbstfindungstrip ist purer Luxus, den sie sich einfach mal zur Feier der Mitte ihres Lebens gönnen darf. Hier spricht eine privilegierte Frau über ein Leben, das gefühlt keine Grenzen kennt. Natürlich hat auch sie Traumata, vor allem die Horror-Geburt von Sam, erlebt, aber sie kann sich zu deren Überwindung die besten Therapeut:innen leisten und hat familiären und freundschaftlichen Rückhalt (vor allem ihre beste Freundin und ihren esoterisch-philosophisch angehauchten Vater). Nicht dass das die Traumata besser oder schlechter machen würde, aber für die Durchschnittsperson dürfte das alles deutlich schwieriger sein. Ein Roman, den sicher sehr viele feiern und feiern werden. Ich persönlich kann mich leider nicht in diese Stimmen einreihen, aber macht euch bei Interesse natürlich gerne selbst ein Bild. “One (wo)man's trash is annother (wo)man's treasure”, wie man so schön sagt. 😉

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5

Queer, aber wunderschön

„Um an irgendeinen neuen Ort zu gelangen, musste man es aushalten, dass sich irgendetwas grundfalsch anfühlte.“ Das Buch handelt von einer 45-jährigen Frau und Mutter, eine Künstlerin, die sich zu ihrem Geburtstag einen Trip nach New York selbst geschenkt hat. Sie kommt nie in New York an. Bleibt 2 Wochen in einem Motel, 30 Minuten von ihrem Zuhause entfernt, verliebt sich in einen Mann, mit dem sie keinen Sex hat und plötzlich fließt alles. Sie stellt ihr Leben auf den Kopf. Sie ist in ihrer Lebensmitte. Sie lernt ihre Weiblichkeit neu kennen. Sie verändert ihr Ehe, probiert sich neu aus. „Sollten wir nicht versuchen, Veränderung zu normalisieren?“ Ein radikales Buch. Es war teilweise „schwer“ zu lesen, teilweise bin ich nur so durchgeflossen. Ein Roman, in dem ehrlich und frei von der Weiblichkeit gesprochen wird. Sie macht neue Erfahrungen mit sich und ihrer Sexualität. Ihr Sohn ist für sie nonbinär, daher wird er oft mit den Pronomen dey / demm beschrieben - geschlechtsneutral. Man hat viele Einblicke in die traumatische Geburt, in ihre Kindheit, in ihre Ehe. Das Buch besteht nicht allzu viel aus wörtlicher Rede, daher ist man die ganze Zeit über sehr tief in ihren Gedanken. Sie lebt schon immer in „Zuckerwatteträumen“. Bereit für die Realität? Es zieht einen automatisch mit rein. Es ist teilweise unanständig geschrieben, befreiend und zutiefst ehrlich. Eine Frau in ihren Wechseljahren. Gefühle und Hormonschwankungen, die nicht jeder nachvollziehen kann. Ein besonderes Buch. Anders. Ich fand es auf der einen Seite queer, auf der anderen Seite wunderschön. Inspiriert durch „Ein Leben voller Sehnsucht vs. ein Leben, das voller Überraschungen steckte.“

4.5

Was bleibt in der zweiten Lebenshälfte?

Ein unfassbar mutiges und schambefreites Buch über die Wechseljahre, die weibliche Sexualität und das Finden zu sich selbst, wenn die Veränderungen um sich greifen. Obszön und herrlich ehrlich beschreibt die Autorin hier das Leben der Protagonistin, dass sich mit der inneren Befreiung von gesellschaftlichen Konventionen vollständig verändert und ihr die Möglichkeit gibt, sich frei zu fühlen. Grandios!

4

Puh. Das Buch muss ich erst verdauen. Ich bin vielleicht mit Anfang 20 nicht ganz die Zielgruppe des Buches aber ich bin dennoch begeistert.

Das Buch wird gewiss nicht als „DAS-BESTE-BUCH-MEINES-LEBENS“ in meine Geschichte eingehen, aber als eines der Wenigen, an die ich noch sehr lange denken werden. Der Schreibstil von Miranda July ist ungewohnt, aber einzigartig! Sie beschreibt das Leben der, Mitte 40-jährigen, Protagonistin und wie es sich durch die Veränderungen des eigenen Körpers (Wechseljahre) verändert. An einigen Stellen mag das Buch auf den ersten Blick vielleicht vulgär wirken. Schaut man aber hinter diese ausführlichen Beschreibungen des Sexlebens der Protagonistin, merkt man schnell, dass diese nur ein Sinnbild der Intimität sind.

3.5

Sie ist Mutter, Ehefrau, Künstlerin und gerade 45 geworden. Um aus ihrem Trott auszubrechen, schenkt sie sich selbst einen Trip nach New York. Zwei Wochen nur sie und das Auto, keine Verpflichtungen, Zeit um zu sich selbst zu kommen. So war zumindest der Plan. Weit kommt sie nicht, verliebt sich Hals über Kopf in Davey, der ihr an der Tankstelle die Autoscheiben säubert und mietet sich kurzerhand in ein Motel ein, welches nur eine halbe Stunde von ihrem Zuhause entfernt ist. Sie gestaltet ihr Zimmer für 20.000 € um und hinterfragt in diesen zwei Wochen ihr ganzes Leben, vor allem aber ihre Sexualität. Auch nach ihrer Rückkehr, kommt sie nicht so ganz wieder an, hat Schwierigkeiten sich im Familienleben einzufinden und versucht ganz neue Wege zu gehen. - Was ich von dem Buch erwartet habe: eine witzige Roadtrip-Story… Was ich bekommen habe: Etwas ganz anderes… Etwas, was ich vor allem erstmal ein bisschen sacken lassen musste, bevor ich darüber schreiben konnte, da mein erster Impuls des Ausdrucks nicht unbedingt positiv ausgefallen wäre, aber ich im Nachgang doch recht überzeugende Ansätze gefunden habe. Miranda July schreibt über den Lebensabschnitt von Frauen, in welchem viel (oder alles?) hinterfragt wird. Sie schreibt über Sexualität oder das Finden dieser, über weibliche Selbstbestimmung, über Trauma. Sie schreibt über patriarchale Strukturen, die Institution der traditionellen Ehe und dem Aufbrechen von genau diesen Strukturen, um ein Lebensmodell zu entwerfen, das frei ist von Konventionen und trotzdem eine gewisse Sicherheit bietet. Dies alles tut sie mal überaus witzig, mal sehr tiefgründig und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Gerade die Abschnitte, in denen sie die Verarbeitung des Beinahe-Todes des Kindes ihrer Protagonistin und auch noch Jahre später andauernden Flashbacks, beschreibt, empfand ich als sehr intensiv und besonders. Auch die Symtome, die mit einem sinkenden Hormonspiegel und überhaupt mit der Phase vor und während der Menopause einhergehen, fand ich spannend, teils beängstigend, aber auch mutmachend. Es hilft auf alle Fälle einen Einblick zu bekommen, was eventuell auf mich zukommen könnte. Was mir persönlich nicht gefallen hat, waren die expliziten Szenen, die mit dem sexuellen Erwachen der Protagonistin einhergingen. Ich les soetwas einfach nicht gern und hätte es in dem Ausmaß und Detailtiefe auch eher nicht erwartet bei diesem Roman. Mal davon abgesehen, mochte ich den Roman sehr gern, vor allem die Diversität, die er widerspiegelt hat mir sehr gut gefallen und auch die tiefen Einblicke in die weibliche Psyche fand ich gut gemacht.

5

Ein Buch das dich in all deinen Emotionen berührt „Eine Skulptur , eine Frau - auf allen Vieren - sie sagen, der Doggystyle ist am verletzlichsten, doch ist genau da der Körper am gefestigtstes“

Wir werden es alle erleben - den Wendepunkt der Weiblichkeit - unsere eigene Ü 45 Party Ich gebe zu, das Buch hat mich auf allen Ebenen berührt, es ist sinnlich, unverschämt, schmutzig, verständlich, offen, wissend, suchend. freiheitsliebend, sexuell, experimiertfreudig, absurd. Ich habe das Buch geliebt. Es ist eine ganz neue Art der Literatur, ein ganz neues Lesegefühl, sei offen und dieses wundervolle Buch wird dich auffangen, umarmen, deine Sichtweise erweitern - egal wie: Es wird dich auf jeden Fall berühren.

3

"Auf allen Vieren" von Miranda July ist ein recht ungewöhnlicher und vielschichtiger Roman, der mich als Leserin auf eine recht interessante Reise mitnimmt. Autorin Miranda July zeichnet hier ein eindringliches Porträt einer Frau in der Lebensmitte, die mit ihren Entscheidungen und ihrer Identität ringt. Die Protagonistin ist eine, wie ich finde, recht vielschichtige Figur, deren innere Konflikte und Wünsche authentisch und nachvollziehbar dargestellt werden, aber nicht immer kam ich mit ihrem Tun und Handeln so wirklich klar. Der Schreibstil der Autorin, ist, wie soll ich es sagen? Ein wenig anders aber auch unverwechselbar. Sie verwendet eine gekonnte Mischung aus scharfsinnigem Humor und tiefem Mitgefühl. An manchen Stellen wirkte die Handlung etwas zäh und langatmig und die recht "vielen" spice Szenen, waren für meinen Geschmack ziemlich heftig und auch derb dargestellt. Die Rückblicke auf ihr Leben fand ich wiederum sehr tiefgründig und regen zum nachdenken an. Über die Ehe zu dem Mann von unserer Protagonistin wird im übrigen auch viel nachgedacht. Die verschiedenen Schauplätze wurden von der Autorin mit viel Liebe zum Detail gut beschrieben. Fazit: Insgesamt ist "Auf allen Vieren" ein lesenswerter Roman für all diejenigen, die sich auf eine tiefgründige und unkonventionelle Erzählung einlassen möchten.

4

Überraschend

Ungewöhnlicher Plot. Unvorhersehbar und hielt mich wirklich gefesselt. Würde ich empfehlen. Insbesondere wenn man mal was anderes lesen will. Teils war ich kurz hin und wieder ein wenig verwirrt von den Wendungen in der Storyline, aber ich wollte es daher noch mehr zu Ende lesen. Kein Standardbuch! Sehr lesenswert

4.5

»Zimmer 321 war die Höhle, und ich bewachte sie. Ich hatte mir einen gottverdammten Mutterleib erschaffen, und einmal pro Woche durfte ich darin im Einklang sein.[…] Und er gehörte mir nicht. Weil einem nichts gehört. […] Alles vergeht. Aber ich konnte jeden Mittwoch dorthin zurück […].«

Dieses Buch zu lesen, war wild. Ich habe es verschlungen, und zwischendurch hat es mich extrem aufgeregt. Der Roman »auf allen vieren« bringt auf spannende Weise Themen zusammen, ua. Perimenopause und Altern, lange Beziehungen, Sex und Lust, Freundinnenschaften, Geburtstrauma und Verlustängste. Wir brauchen ein Zimmer 321, fürs Loslassen und Wünschen… und mehr Perspektiven von Frauen 50+!

2

Enttäuschende Leseerfahrung eines vermeintlichen Perimenopause Hypes

Nachdem in diesem Sommer jeder von diesem Buch geschwärmt hat, habe ich es nun auch gelesen. Ich bin 47 und dachte, Perimenopause könnte genau mein Thema sein. Leider wurde ich enttäuscht. Die Hauptfigur ist meiner Ansicht nach sehr widersprüchlich konstruiert. Die Handlung ist für mich oft nicht logisch. Das Trauma einer schweren Geburt geht einher mit oberflächlichen sexuellen Exkursen, die aber als midlife Revolution verkauft werden sollen. Sprachlich ist es auch kein Meisterwerk. Tut mir leid, aber ich habe nichts Besseres zu berichten.

5

Wow!!!

Ich bin immer noch überwältigt! Ich musste das Buch erst zu Ende lesen um dann festzustellen, dass es eins der besten Bücher ist, das ich je gelesen habe! Und das sage ich nicht sehr oft!

2

Einfach nur seltsam

Ich hatte echt riesengroße Erwartungen an den Roman, weil er von gefühlt jedem Book Club in den USA empfohlen wurde und generell echt viele drüber sprechen. Nachdem ich es jetzt gelesen habe, denke ich mir: entweder ich verstehe es nicht oder ich bin noch zu jung oder irgendwas stimmt hier nicht - jedenfalls fand ich es unfassbar langweilig und übertrieben. Ja, da entdeckt eine Frau mitten im Leben, wenn die Natur sie eigentlich sexuell „ausrangiert“, ihre Sexualität neu und erlebt wahnsinnig aufregende Dinge in einem Motel, freut mich für sie, aber das ist für mich einfach kein Stoff, der knapp 400 Seiten füllt. Ich bin total pro sexual awakening von Frauen, egal welchen Alters aber dann muss der Roman auch irgendwie mehr hergeben. Ich kann den Hype gar nicht verstehen.

5

Ein tolles Buch, hat mir sehr viel Spaß gemacht es zu lesen! Zwar manchmal auch etwas drüber.....doch musste ich teilweise beim Lesen echt laut lachen und werde es unbedingt meinen Freundinnen empfehlen

4

Was für ein Ritt! Teilweise quietschverrückt erzählt Miranda July von der Suche einer 45 jährigen Frau zu sich selbst. Ausgehend von einem Road Trip von LA nach New York der bereits nach 30 Minuten in Monrovia endet, verfällt die Protagonistin einem etwa 15 Jahre jüngeren Hertz Mitarbeiter. Dieses Begehren führt sie zu folgender Erkenntnis: Dass das Leben ab 45 noch einiges zu bieten hat. Das Buch war einfach mal was anderes und hat ne tolle Message. Ich habe es sehr gerne gelesen.

3

Buchidee- richtig GUT, Umsetzung.....

....enttäuschend, ehrlich gesagt. Es zog sich für mich wie Kaugummi. Schade, ich dachte, es würde mich begeistern. Doch es lässt mich völlig kalt, schlimmer, es langweilte mich streckenweise. Ich hoffte, es würde mich aufregen/ ausfwühlen. Leider war mir völlig egal, wie es enden würde, abbrechen wollte ich es aber auch nicht. Im Grunde ist es eine RACHE-MEINES-SUB'S- Lektüre. Worüber ich ehrlich traurig bin!

Buchidee- richtig GUT, Umsetzung.....
5

Der Einstieg fiel mir etwas schwer (zu ungeschönt, zu ehrlich, zu verzweifelt, einfach zu viel), aber dann fand ich es kein bisschen weniger als großartig.

3.5

Wild und zwischendrin ziemlich derb

Das Buch war ganz anders, als ich erwartet hatte. Es geht um Verlangen und Lust und die Macht der Fantasie - und immer wieder das Zurückfallen in die Realität. Es geht um Frauen ab 45, um Sexualität, das Muttersein, den Umgang mit der (Peri)Menopause und Traumata, alternative Beziehungsmodelle und das, was einem im Leben besonders wichtig ist. Um Zufriedenheit und Inspiration, Freundschaft und den nächsten Crush. Wahrscheinlich hätte ich das Buch nicht gelesen, wenn ich den Fokus vorher besser hätte erahnen können. So war ich ein paar Mal kurz davor, es wegzulegen, wollte dann aber unbedingt wissen, worauf das Ganze hinausläuft. Mit dem Ende war ich dann etwas versöhnter - empfand größere Abschnitte in den ersten beiden Teilen, die ziemlich absurd waren, aber umso unnötiger. Gut gefallen hat mir, dass (weibliche) Körper in jedem Alter gefeiert werden und ganz selbstverständlich nonbinäre Personen und homosexuelle Beziehungen in der Geschichte vorkommen. Ich fand allerdings die Sprache insgesamt sehr derb, manche Fantasien und (quasi-)erotischen Szenen ein bisschen zu abgedreht, viele Abschnitte insgesamt ein bisschen drüber und konnte mich persönlich gar nicht mit der Protagonistin identifizieren. Für andere, die da mehr relaten können, ist es aber sicher ein gutes Buch.

3

Unterhaltsamer Roman zu Familie und anderen Beziehungskonzepten

Irgendwie hatte ich von dem Buch etwas anderes erwartet. Es war sehr unterhaltsam, stellenweise etwas cringe, aber mir ist noch immer unklar, was genau mir dieses Buch erzählen wollte. Dennoch konnte ich es nicht weglegen.

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