I love you, Fräulein Lena: Roman
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Sehr berührend!
Die bewegende Geschichte der Lena Both und ihrer Schwester Niebüll, 1945: Die beiden Pfarrerstöchter Lena und Margot klopfen nervös und ausgezehrt an die Pfarrhaustür von Niebüll. Ihnen öffnet die Pfarrfrau und zu Lena und Margots Glück nimmt sie sie auf und schickt sie nicht wieder weg. Denn die beiden Schwestern kommen aus Pommern, Margot wurde während der Flucht von der Mutter und der dritten Schwestern getrennt und der Vater ist im Pfarrhaus geblieben, um den übrig geblieben Dorfbewohnern mit seinen Russischkenntnissen zu unterstützen. Obwohl sie in der neuen Heimat immer verächtlich und abschätzig angesehen werden, fühlen sie sich doch schnell angekommen und sind froh, so freundlich behandelt zu werden und endlich nicht mehr hungern zu müssen. So nimmt Lena auch die Stelle bei den englischen Besatzern an und hilft dort künftig als Dolmetscherin, um Verständigungsproblemen vorzubeugen. Schnell verbessert sich ihre Sprache und sie findet in Offiziersbursche James einen guten, brüderlichen Freund. Umso mehr schockieren sie die Taten, die die Nazis in den Konzentrationslagern verübt haben und dem deutschen Volk so lange verborgen waren und nun von den Besatzern aufgedeckt und allen gezeigt werden. Da sie selbst so manches Geheimnis hat, weiß sie oft nicht, wie sie damit umgehen soll und was Richtig oder Falsch ist... Hanna Aden hat in Anlehnung an die Geschichte ihrer Großmutter und somit die eigene Familiengeschichte diesen Roman erschaffen. Obwohl sich natürlich nicht alles genau so zugetragen hat und auch einige Details und Personen von der Autorin hinzugefügt wurden, wirkt die Handlung sehr realistisch und zieht die Leser in ihren Bann. Dieser Roman war genau nach meinem Geschmack, denn ich mag es sehr, wenn eine Handlung so echt und ungefiltert wirkt und auf Tatsachen beruht. Man spürt die gute und gründliche Recherchearbeit der Autorin immer wieder und merkt auch, dass sie das Schicksal ihrer Großmutter selbst sehr berührt hat. Lena ist eine sehr starke junge Frau, die sich nicht so schnell beirren lässt und sicher in ihrem Glauben an Gott steht. Trotzdem begeht sie so manche Tat, die ihr ein schlechtes Gewissen bereitet, aber in dieser Situation das einzig Richtige war. Da mich der Roman so sehr gefesselt und nicht mehr losgelassen hat, kann ich ihn allen Fans von historischen Romanen nur ans Herz legen!

Eine Geschichte über Schuld, Reue und Vergebung
1945: Die 19-jährige Lena flieht mit ihrer Schwester Margot von Pommern nach Niebüll in Nordfriesland. Sie bekommen Obdach in einem Pastorenhaushalt und fügen sich langsam in den Alltag ein. Aber die Kriegserinnerungen sind nur allzu präsent, was Lena und Margot Anfeindungen im Dorf bringt. Im Apothekergehilfen Rainer findet Lena jedoch eine Person, der sie sich nah fühlt. Eines Tages erhält sie die Möglichkeit, für die britischen Besatzer zu dolmetschen und lernt auch Auto zu fahren. Als Rainers vermisster Schwager vom Krieg heimkehrt, muss sich Lena ganz anderen Dingen aus ihrer Vergangenheit stellen. Hanna Aden erzählt eine traurig-schöne Geschichte, die an die Lebensgeschichte ihrer Großmutter angelehnt ist. Es geht um Schuld. Schuld, weil die Bevölkerung einem Mann hinterherlaufen ist und alles für richtig hielt, was dieser getan hat. Schuld, weil die Bevölkerung zugelassen hat, wie mit den Juden umgegangen wurde. Und es geht darum, ob man sich diese Schuld eines Tages vergeben kann.
Wieder eins der Bücher, die völlig zu Unrecht zu lange auf meinem Sub lag. Die Pastorentöchter Lena und Margot fliehen 1945 aus Pommern nach Niebüll ubd werden dort bei einer Pastorenfamilie aufgenommen. Mit ihrem Schulenglisch findet Lena eine Stelle bei den britischen Besatzern und lernt dort sogar das Autofahren. Das Thema Schuld und Glaube spielen hier eine zentrale Rolle und werden von der Autorin respektvoll bearbeitet. Hier merkt man, dass die Autorin die Geschichte ihrer Oma bearbeitet, die eine tolle und starke Frau gewesen sein muss. Auch heute bräuchte man manchmal mehr Lenas. Eine klare Leseempfehlung von mir. Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können und freue mich jetzt schon darauf gleich mit dem zweiten Teil zu starten.
Kein wirkliches Lesehighlight…
…aber durch die für mich regionale Nähe zu Nordfriesland natürlich auf diese Weise interessant. Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten, das ist ein Pluspunkt. Obwohl mir klar ist, dass solche überlieferten Geschichten und Lebenserfahrungen so wichtig und wertvoll sind, hat mich der Roman leider dennoch nicht so richtig emotional gepackt.
Die zwei Schwestern Lena und Margot fliehen aus Pommern, alleine und nur mit den letzten Worten ihres Vaters im Gepäck. Eine gefährliche Flucht mit Entscheidungen, die ein Leben prägen werden. In Nordfriesland angekommen, finden sie Zuflucht in einem Pfarrhaus und als der Krieg endlich endet, wollen die zwei ein normales Leben beginnen. Sich in dem Dorfleben einzugewöhnen, fällt nicht leicht, da die Bewohner den Flüchtlingen eher skeptisch gegenüberstehen. Lena findet eine Anstellung bei den britischen Besatzern als Übersetzerin und damit erntet sie erst recht skeptische Blicke, denn diese Tätigkeit ermöglicht ihr ein freieres und selbständigeres Leben. Rainer, der mit schweren Verletzungen aus dem Krieg nach Hause kam, freundet sich mit Lena an und alles könnte eine wunderbare Wendung nehmen. Doch ein Heimkehrer bringt eine Gefahr mit ins Dorf, die alles zerstören könnte, was Lena aufgebaut hat. Mein Fazit: Die Geschichte der zwei Pfarrerstöchter hat mir an und für sich sehr gefallen. Sie beruht auf wahren Begebenheiten. Jedoch gefiel mir die Umsetzung nicht so gut und der Roman hat einfach zu viele Themen aufgegriffen. Dieses Aufeinandertreffen von Flucht, Kriegsversehrten, Kriegsheimkehrern, einer Frau, die ihr Leben selbst bestimmen möchte, zudem noch Dietrich Bonhoeffer hat mich überfordert. Vier/Fünf Handlungsstränge, die irgendwie miteinander verknüpft werden müssen, haben mich ein paar Mal das Buch zu Seite legen lassen. Zudem konnte ich zu keiner der Hauptfiguren eine rechte Beziehung aufbauen. Sie blieben mir alle sehr fern und unnahbar. Ich lese viele Romane, die in dieser Zeit spielen und bin immer sehr interessiert neue Geschichten zu entdecken, neues zu erfahren. In diesem Buch konnte ich nicht viel für mich mitnehmen und sie wird mir nicht sehr lange in Erinnerung bleiben, was ich schade finde, denn die Erzählungen der Großmütter und Großväter müssen überliefert werden, um alles aus dieser Zeit zu erfahren und weiterzugeben. Sowohl das Schlechte als auch das Gute.
Ein tolles Buch!
Lasst uns als erstes über Lena sprechen - WAS FÜR EINE TOLLE PROTAGONISTIN!! (ja die Großbuchstaben mussten sein, ich würde es ja noch fett und in neon gelb schreiben um meine Begeisterung zu unterstrichen, aber keine Ahnung wie und ob das hier geht) Lena ist wirklich etwas besonderes. Eine so liebevolle, unerschrockene und taffe Protagonistin kann man einfach nur in sein Herz schließen. Ich habe es geliebt in ihre Geschichte einzutauchen, mit ihr zu trauern, zu lachen und stark zu sein. Der Roman spielt 1945, in der Nachkriegszeit. Der Autorin ist es wahnsinnig gut gelungen die Atmosphäre dieser Zeit einzufangen. Einerseits die Freude über das Ende des Krieges, das Aufatmen nach so einer dunklen Zeit voller Hunger und Verluste. Auf der anderen Seite kamen die Taten in den Konzentrations Lagern ans Licht. Wie wurde damals mit der Nachkriegsschuld umgegangen? Wie ging man damit um ein Teil davon gewesen zu sein, auch wenn man "nur" in der Hitlerjugend war und mitgemacht hat? Ein so schweres Thema, das in diesem Buch so feinfühlig und ehrlich behandelt wurde, dass ich nicht nur einmal Tränen in den Augen hatte. Eine Besonderheit ist auf jeden Fall die Tatsache, dass die Autorin Teile aus ihrer eigenen Familiengeschichte für diesen Roman verwendet hat und somit ein noch überzeugenderes Setting entstanden ist. Ich glaube ihr merkt meine Begeisterung für diesen berührenden Roman. Auf jeden Fall eines meiner Highlights 2023!
Nachkriegszeit
•Buchrezi• 😲 Zum Inhalt: Lena und ihre Schwester Margot sind auf der Flucht, Flucht vor dem Krieg, als sie plötzlich im kleinen Örtchen Niebüll an die Tür der örtlichen Pfarrersfrau klopfen und um Obhut bitten. Die beiden sind selber Töchter eines Pfarrers und tatsächlich hat die Frau ein Herz für die beiden und nimmt sie auf. Endlich! Endlich ist die Zeit vorbei nicht mehr zu wissen, wo man die nächste Nacht verbringt, endlich ist die Zeit des unerträglichen Hungers vorbei und endlich müssen die beiden nicht mehr frieren… Lena und Margot beginnen fast sofort mit der Hilfe im Haushalt, um möglichst viel zurückgeben zu können. Doch schnell lernt Lena den kriegsversehrten Rainer kennen, der zwar zurück in seine Heimat durfte, aber nicht ganz wieder zurück vom Krieg ist. Und dann trennen sich Lenas und Margots Wege wieder, denn Margot muss in einem anderen Haushalt helfen und dort wartet leider nicht nur Arbeit auf sie… Als eines Tages Lena mit ihren ungeahnten Englischkenntnissen Rainers Leben rettet und sie dann auch noch in die Aufmerksamkeit des Lieutenant Nigel gerät, soll sie sich plötzlich zwischen Haushalt und englischen Besatzern entscheiden. Und dann schlägt ihr Herz auf einmal schneller… doch der eine ist vergeben und der andere gehört hier eigentlich gar nicht her. Mein Fazit: Zu Beginn hatte ich die Sorge, dass es sich um eine kitschige Nachkriegs-/Liebesgeschichte handelt, doch das ist nicht der Fall. Wir lernen sowohl Rainers, als auch Lenas neues Leben kennen. Rainer, der mit seinen inneren Dämonen kämpft und den Krieg definitiv nicht verarbeitet hat und Lena, die versucht in ihrer neuen Heimat anzukommen. Im Hinterkopf immer die Sorge, um die zurückgebliebene Familie. Was macht Krieg mit Menschen? Wie lebt mit man mit all den schrecklichen Erinnerungen weiter? Mir hat das Buch gefallen, wobei meine Kritik darin besteht, dass die Aufnahme von Flüchtlingen bei Lena ein bisschen romantisiert wurde. Was der Krieg mit Menschen macht, wird jedoch sehr gut vermittelt. Ich vergebe ⭐️⭐️⭐️⭐️ von fünf ⭐️nen!
Ein Roman über die Zeit direkt nach dem 2. Weltkrieg in Niebüll. Die Protagonistin Lena hat mich stark beeindruckt. Sie sucht mit ihrer kleinen Schwester Unterschlupf bei der Pastorenfamilie. Schließlich arbeitet sie für die Amerikaner - mutig und entschlossen. Es geht um Schuld und Vergebung. Basierend auf der Geschichte ihrer Großmutter hat die Autorin eine fesselnde Geschichte geschrieben, für mich mit ein paar Längen - aber das ist Geschmackssache. Ich fand es sehr spannend über diese Zeit zu lesen.
Ein Buch über 1945 in Niebüll mit Flüchtlingen, britischen Besatzern, traumatisierten Heimkehrenden und Kriegsverbrechern. Es ist aus den verschiedenen Perspektiven beschrieben, deren Sichtweisen nicht durchgehend eingehalten werden. Als absolut nervig habe ich die Tiraden über die deutschen Mädels und Soldaten empfunden, die doch nur ihre Pflicht erfüllten. Das Cover passt nicht zum Ausgang der Geschichte. vier überflüssige und einen sinnentstellenden Rechtschreibfehler entdeckt.
Die Protagonistin hat mir sehr gut gefallen und auch von ihrer Schwester hätte ich gerne mehr erfahren. Zu Beginn waren es kurz viele Erzählebenen, das hätte es für mich so nicht gebraucht (entweder lassen oder aber durchziehen). Es wurden sehr viele Themen angeschnitten, was das Buch komplex erschienen ließ, ich bin aber unsicher, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, einige Themen zu vertiefen. Manche Stellen waren schwer zu ertragen, aber ich denke das ist durchaus gewollt. Die Perspektive des Briten habe ich nicht wirklich nachvollziehen können, was schade ist bei der vielen Textmenge, die durch seine Augen präsentiert wurde. Sehr spannend jedoch, dass das Buch zumindest teilweise auf wahren Begebenheiten beruht.
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Sehr berührend!
Die bewegende Geschichte der Lena Both und ihrer Schwester Niebüll, 1945: Die beiden Pfarrerstöchter Lena und Margot klopfen nervös und ausgezehrt an die Pfarrhaustür von Niebüll. Ihnen öffnet die Pfarrfrau und zu Lena und Margots Glück nimmt sie sie auf und schickt sie nicht wieder weg. Denn die beiden Schwestern kommen aus Pommern, Margot wurde während der Flucht von der Mutter und der dritten Schwestern getrennt und der Vater ist im Pfarrhaus geblieben, um den übrig geblieben Dorfbewohnern mit seinen Russischkenntnissen zu unterstützen. Obwohl sie in der neuen Heimat immer verächtlich und abschätzig angesehen werden, fühlen sie sich doch schnell angekommen und sind froh, so freundlich behandelt zu werden und endlich nicht mehr hungern zu müssen. So nimmt Lena auch die Stelle bei den englischen Besatzern an und hilft dort künftig als Dolmetscherin, um Verständigungsproblemen vorzubeugen. Schnell verbessert sich ihre Sprache und sie findet in Offiziersbursche James einen guten, brüderlichen Freund. Umso mehr schockieren sie die Taten, die die Nazis in den Konzentrationslagern verübt haben und dem deutschen Volk so lange verborgen waren und nun von den Besatzern aufgedeckt und allen gezeigt werden. Da sie selbst so manches Geheimnis hat, weiß sie oft nicht, wie sie damit umgehen soll und was Richtig oder Falsch ist... Hanna Aden hat in Anlehnung an die Geschichte ihrer Großmutter und somit die eigene Familiengeschichte diesen Roman erschaffen. Obwohl sich natürlich nicht alles genau so zugetragen hat und auch einige Details und Personen von der Autorin hinzugefügt wurden, wirkt die Handlung sehr realistisch und zieht die Leser in ihren Bann. Dieser Roman war genau nach meinem Geschmack, denn ich mag es sehr, wenn eine Handlung so echt und ungefiltert wirkt und auf Tatsachen beruht. Man spürt die gute und gründliche Recherchearbeit der Autorin immer wieder und merkt auch, dass sie das Schicksal ihrer Großmutter selbst sehr berührt hat. Lena ist eine sehr starke junge Frau, die sich nicht so schnell beirren lässt und sicher in ihrem Glauben an Gott steht. Trotzdem begeht sie so manche Tat, die ihr ein schlechtes Gewissen bereitet, aber in dieser Situation das einzig Richtige war. Da mich der Roman so sehr gefesselt und nicht mehr losgelassen hat, kann ich ihn allen Fans von historischen Romanen nur ans Herz legen!

Eine Geschichte über Schuld, Reue und Vergebung
1945: Die 19-jährige Lena flieht mit ihrer Schwester Margot von Pommern nach Niebüll in Nordfriesland. Sie bekommen Obdach in einem Pastorenhaushalt und fügen sich langsam in den Alltag ein. Aber die Kriegserinnerungen sind nur allzu präsent, was Lena und Margot Anfeindungen im Dorf bringt. Im Apothekergehilfen Rainer findet Lena jedoch eine Person, der sie sich nah fühlt. Eines Tages erhält sie die Möglichkeit, für die britischen Besatzer zu dolmetschen und lernt auch Auto zu fahren. Als Rainers vermisster Schwager vom Krieg heimkehrt, muss sich Lena ganz anderen Dingen aus ihrer Vergangenheit stellen. Hanna Aden erzählt eine traurig-schöne Geschichte, die an die Lebensgeschichte ihrer Großmutter angelehnt ist. Es geht um Schuld. Schuld, weil die Bevölkerung einem Mann hinterherlaufen ist und alles für richtig hielt, was dieser getan hat. Schuld, weil die Bevölkerung zugelassen hat, wie mit den Juden umgegangen wurde. Und es geht darum, ob man sich diese Schuld eines Tages vergeben kann.
Wieder eins der Bücher, die völlig zu Unrecht zu lange auf meinem Sub lag. Die Pastorentöchter Lena und Margot fliehen 1945 aus Pommern nach Niebüll ubd werden dort bei einer Pastorenfamilie aufgenommen. Mit ihrem Schulenglisch findet Lena eine Stelle bei den britischen Besatzern und lernt dort sogar das Autofahren. Das Thema Schuld und Glaube spielen hier eine zentrale Rolle und werden von der Autorin respektvoll bearbeitet. Hier merkt man, dass die Autorin die Geschichte ihrer Oma bearbeitet, die eine tolle und starke Frau gewesen sein muss. Auch heute bräuchte man manchmal mehr Lenas. Eine klare Leseempfehlung von mir. Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können und freue mich jetzt schon darauf gleich mit dem zweiten Teil zu starten.
Kein wirkliches Lesehighlight…
…aber durch die für mich regionale Nähe zu Nordfriesland natürlich auf diese Weise interessant. Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten, das ist ein Pluspunkt. Obwohl mir klar ist, dass solche überlieferten Geschichten und Lebenserfahrungen so wichtig und wertvoll sind, hat mich der Roman leider dennoch nicht so richtig emotional gepackt.
Die zwei Schwestern Lena und Margot fliehen aus Pommern, alleine und nur mit den letzten Worten ihres Vaters im Gepäck. Eine gefährliche Flucht mit Entscheidungen, die ein Leben prägen werden. In Nordfriesland angekommen, finden sie Zuflucht in einem Pfarrhaus und als der Krieg endlich endet, wollen die zwei ein normales Leben beginnen. Sich in dem Dorfleben einzugewöhnen, fällt nicht leicht, da die Bewohner den Flüchtlingen eher skeptisch gegenüberstehen. Lena findet eine Anstellung bei den britischen Besatzern als Übersetzerin und damit erntet sie erst recht skeptische Blicke, denn diese Tätigkeit ermöglicht ihr ein freieres und selbständigeres Leben. Rainer, der mit schweren Verletzungen aus dem Krieg nach Hause kam, freundet sich mit Lena an und alles könnte eine wunderbare Wendung nehmen. Doch ein Heimkehrer bringt eine Gefahr mit ins Dorf, die alles zerstören könnte, was Lena aufgebaut hat. Mein Fazit: Die Geschichte der zwei Pfarrerstöchter hat mir an und für sich sehr gefallen. Sie beruht auf wahren Begebenheiten. Jedoch gefiel mir die Umsetzung nicht so gut und der Roman hat einfach zu viele Themen aufgegriffen. Dieses Aufeinandertreffen von Flucht, Kriegsversehrten, Kriegsheimkehrern, einer Frau, die ihr Leben selbst bestimmen möchte, zudem noch Dietrich Bonhoeffer hat mich überfordert. Vier/Fünf Handlungsstränge, die irgendwie miteinander verknüpft werden müssen, haben mich ein paar Mal das Buch zu Seite legen lassen. Zudem konnte ich zu keiner der Hauptfiguren eine rechte Beziehung aufbauen. Sie blieben mir alle sehr fern und unnahbar. Ich lese viele Romane, die in dieser Zeit spielen und bin immer sehr interessiert neue Geschichten zu entdecken, neues zu erfahren. In diesem Buch konnte ich nicht viel für mich mitnehmen und sie wird mir nicht sehr lange in Erinnerung bleiben, was ich schade finde, denn die Erzählungen der Großmütter und Großväter müssen überliefert werden, um alles aus dieser Zeit zu erfahren und weiterzugeben. Sowohl das Schlechte als auch das Gute.
Ein tolles Buch!
Lasst uns als erstes über Lena sprechen - WAS FÜR EINE TOLLE PROTAGONISTIN!! (ja die Großbuchstaben mussten sein, ich würde es ja noch fett und in neon gelb schreiben um meine Begeisterung zu unterstrichen, aber keine Ahnung wie und ob das hier geht) Lena ist wirklich etwas besonderes. Eine so liebevolle, unerschrockene und taffe Protagonistin kann man einfach nur in sein Herz schließen. Ich habe es geliebt in ihre Geschichte einzutauchen, mit ihr zu trauern, zu lachen und stark zu sein. Der Roman spielt 1945, in der Nachkriegszeit. Der Autorin ist es wahnsinnig gut gelungen die Atmosphäre dieser Zeit einzufangen. Einerseits die Freude über das Ende des Krieges, das Aufatmen nach so einer dunklen Zeit voller Hunger und Verluste. Auf der anderen Seite kamen die Taten in den Konzentrations Lagern ans Licht. Wie wurde damals mit der Nachkriegsschuld umgegangen? Wie ging man damit um ein Teil davon gewesen zu sein, auch wenn man "nur" in der Hitlerjugend war und mitgemacht hat? Ein so schweres Thema, das in diesem Buch so feinfühlig und ehrlich behandelt wurde, dass ich nicht nur einmal Tränen in den Augen hatte. Eine Besonderheit ist auf jeden Fall die Tatsache, dass die Autorin Teile aus ihrer eigenen Familiengeschichte für diesen Roman verwendet hat und somit ein noch überzeugenderes Setting entstanden ist. Ich glaube ihr merkt meine Begeisterung für diesen berührenden Roman. Auf jeden Fall eines meiner Highlights 2023!
Nachkriegszeit
•Buchrezi• 😲 Zum Inhalt: Lena und ihre Schwester Margot sind auf der Flucht, Flucht vor dem Krieg, als sie plötzlich im kleinen Örtchen Niebüll an die Tür der örtlichen Pfarrersfrau klopfen und um Obhut bitten. Die beiden sind selber Töchter eines Pfarrers und tatsächlich hat die Frau ein Herz für die beiden und nimmt sie auf. Endlich! Endlich ist die Zeit vorbei nicht mehr zu wissen, wo man die nächste Nacht verbringt, endlich ist die Zeit des unerträglichen Hungers vorbei und endlich müssen die beiden nicht mehr frieren… Lena und Margot beginnen fast sofort mit der Hilfe im Haushalt, um möglichst viel zurückgeben zu können. Doch schnell lernt Lena den kriegsversehrten Rainer kennen, der zwar zurück in seine Heimat durfte, aber nicht ganz wieder zurück vom Krieg ist. Und dann trennen sich Lenas und Margots Wege wieder, denn Margot muss in einem anderen Haushalt helfen und dort wartet leider nicht nur Arbeit auf sie… Als eines Tages Lena mit ihren ungeahnten Englischkenntnissen Rainers Leben rettet und sie dann auch noch in die Aufmerksamkeit des Lieutenant Nigel gerät, soll sie sich plötzlich zwischen Haushalt und englischen Besatzern entscheiden. Und dann schlägt ihr Herz auf einmal schneller… doch der eine ist vergeben und der andere gehört hier eigentlich gar nicht her. Mein Fazit: Zu Beginn hatte ich die Sorge, dass es sich um eine kitschige Nachkriegs-/Liebesgeschichte handelt, doch das ist nicht der Fall. Wir lernen sowohl Rainers, als auch Lenas neues Leben kennen. Rainer, der mit seinen inneren Dämonen kämpft und den Krieg definitiv nicht verarbeitet hat und Lena, die versucht in ihrer neuen Heimat anzukommen. Im Hinterkopf immer die Sorge, um die zurückgebliebene Familie. Was macht Krieg mit Menschen? Wie lebt mit man mit all den schrecklichen Erinnerungen weiter? Mir hat das Buch gefallen, wobei meine Kritik darin besteht, dass die Aufnahme von Flüchtlingen bei Lena ein bisschen romantisiert wurde. Was der Krieg mit Menschen macht, wird jedoch sehr gut vermittelt. Ich vergebe ⭐️⭐️⭐️⭐️ von fünf ⭐️nen!
Ein Roman über die Zeit direkt nach dem 2. Weltkrieg in Niebüll. Die Protagonistin Lena hat mich stark beeindruckt. Sie sucht mit ihrer kleinen Schwester Unterschlupf bei der Pastorenfamilie. Schließlich arbeitet sie für die Amerikaner - mutig und entschlossen. Es geht um Schuld und Vergebung. Basierend auf der Geschichte ihrer Großmutter hat die Autorin eine fesselnde Geschichte geschrieben, für mich mit ein paar Längen - aber das ist Geschmackssache. Ich fand es sehr spannend über diese Zeit zu lesen.
Ein Buch über 1945 in Niebüll mit Flüchtlingen, britischen Besatzern, traumatisierten Heimkehrenden und Kriegsverbrechern. Es ist aus den verschiedenen Perspektiven beschrieben, deren Sichtweisen nicht durchgehend eingehalten werden. Als absolut nervig habe ich die Tiraden über die deutschen Mädels und Soldaten empfunden, die doch nur ihre Pflicht erfüllten. Das Cover passt nicht zum Ausgang der Geschichte. vier überflüssige und einen sinnentstellenden Rechtschreibfehler entdeckt.














