Kleine Dinge wie diese
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Description
Book Information
Author Description
Claire Keegan, geboren 1968, wuchs auf einer Farm in der irischen Grafschaft Wicklow auf. Sie hat in New Orleans, Cardiff und Dublin studiert. Im Steidl Verlag sind von der vielfach ausgezeichneten Autorin bereits die Erzählungsbände Wo das Wasser am tiefsten ist und Durch die blauen Felder (in einem Band: Liebe im hohen Gras, 2017) erschienen. Das dritte Licht (2013) wurde mit dem renommierten Davy Byrnes Award ausgezeichnet, und gehört für die englische Times zu den 50 wichtigsten Romanen des 21. Jahrhunderts. Claire Keegan lebt in Irland und unterrichtet zurzeit an der Universität Cambridge.
Characteristics
4 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Eindringlich gut
Dieser Roman von Claire Keegan hat mir schon deutlich besser gefallen, wobei ich wohl kein Fan werde. Dafür sind mir ihre Romane zu kurz. Sie hat ein deutlichen prägnanten Schreibstil ohne viel drum herum kommt die auf den Punkt mit viel Aussagekraft. Ich hätte allerdings noch so viel mehr erfahren wollen. Das Thema ist so wichtig und so wenig in Literatur besprochen worden, zumindestens von dem ich weiß. Hatte aber trotzdem wertvolle Hörzeit mit diesem Buch gehabt.
Bewegend und beeindruckend
Auf gerade Mal 112 Seiten bzw. 2:23h (Hörbuch) berichtet Claire Keegan über ein dunkles Kapitel der irischen Geschichte, die Geschichte der Magdalenen-Wäschereien in Irland, die bis 1996 existierten. Dass der Roman durch die Augen und mit den Gedanken des einfachen und schweigsamen Kohlenhändlers Bill Furlong erzählt wird, macht ihn so stark. Ein absolutes Juwel und toller Leseauftakt für das Jahr 2026.
„Was haben solche Dinge mit uns zu tun? Sind unsere Mädchen nicht wohlauf und wohlbehütet?“ ~ Eileen Furlong
Claire Keegans „Kleine Dinge wie diese“ ist ein stiller, sehr knapp gehaltener Roman, der dennoch eine eindringliche Wirkung entfaltet. In ruhiger, beinahe weihnachtlich-besinnlicher Atmosphäre gelingt es Keegan, die dunkle Realität der irischen Gesellschaft in den 1980er-Jahren spürbar zu machen – eine Gesellschaft, die unter dem Einfluss der katholischen Kirche die Gräuel hinter den Mauern der Magdalenen-Wäschereien „nicht sehen wollte“. Dieses System, das bereits Mitte des 18. Jahrhunderts begann, erst 1996 endete und für das sich Irland erst 2013 offiziell entschuldigte, führte über Generationen hinweg zu Missbrauch, Ausbeutung und der Zerstörung unzähliger Leben – ein Verbrechen, das sich direkt vor den Augen der Gesellschaft abspielte, getrennt nur durch Mauern und Zäune. Tragischerweise ist ein solches Wegsehen gegenüber einem übermächtigen Apparat, der Menschen mit angeblichen Makeln systematisch stigmatisiert und vernichtet, bekanntlich auch ein Teil der deutschen Geschichte, in noch viel größerem Ausmaß. Was Keegan besonders eindrucksvoll gelingt, ist, in wenigen Worten mehr zu sagen, als es auf den ersten Blick scheint. Sie zeigt in feinen, leisen Bildern, wie wahre Nächstenliebe – so, wie sie von der Kirche gepredigt wird, aber in der Realität oft fehlte – hätte aussehen können. Die Zurückhaltung in Sprache und Ton macht den Roman berührend, ohne ins Reißerische abzudriften und genau darin liegt auch seine Stärke. Gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe in der Darstellung des „Helden“ gewünscht. Sein inneres Ringen, die Widrigkeiten und die Risiken, die mit seiner Haltung verbunden waren, treten etwas zu sehr in den Hintergrund. Stattdessen liegt der Fokus oft auf seiner Familie, der Arbeit oder dem Dorfleben. Dadurch wirkt sein mutiges Handeln stellenweise fast selbstverständlich – was es in der damaligen Realität keineswegs war. Ein stärkerer Akzent auf Zweifel, Widerstände und persönliche Konsequenzen hätte den Roman für mich noch kraftvoller gemacht. Alles in allem bleibt „Kleine Dinge wie diese“ eine gelungene und wichtige Geschichte über einen traurigen Teil der irischen Vergangenheit. Ich selbst hatte zuvor nur am Rande von den Magdalenen-Wäschereien gehört – das Buch hat mich dazu gebracht, mehr darüber erfahren zu wollen. Es regt zum Nachdenken und Recherchieren an und zeigt, wie nachhaltig selbst ein schmales Werk wirken kann.
Das Richtige zu tun erfordert Empathie und Mut.
Ein schmaler Roman im gewohnt reduzierten Erzählstil der Autorin. Billy Furlong, Kohlenhändler im Irland der 80iger Jahre , macht bei einer seiner Auslieferungen eine verstörende Entdeckung. Im Kohleschuppen des ansässigen Klosters kauert eine verängstigte, frierende, verwahrloste junge Frau.... Furlong gerät in einen Gewissenskonflikt, entscheidet er sich für das Wegschauen um seine eigene Familie vor Problemen zu schützen, oder ergreift er Partie und macht den Skandal öffentlich ? Wie bereits in " Das dritte Licht",* bleibt vieles unausgesprochen. So gibt es auch hier ein offenes Ende, ein optimistisches.... Ein Manko war für mich, dass der historische Hintergrund um den Skandal der Magdalenenwäschereien nur durch Klappentext und Nachwort deutlich wurde. Hier wurden "gefallenen" Mädchen und Frauen unmenschliche Dinge angetan und von der Bevölkerung stillschweigend hingenommen *das mir im übrigen noch etwas besser gefallen hat.

Berührende sehr kurze Weihnachtsgeschichte
Eine sehr gut geschriebene Geschichte. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Eine wirklich gefühlvolle Handlung mit viel Potential nach oben in der Ausführung und Länge. Ggf. Ist es von der Autorin gewollt, dass man mehr über den Sachverhalt erfahren möchte. Man bekommt das Interesse geweckt, mehr über das schwere Schicksal recherchieren zu wollen. Ich hätte das gern einfach schon in diesem Buch erfahren. Aber dennoch, die Handlung bleibt im Kopf und man denkt sehr über das damalige Leben und diese Schicksalsschläge nach.
Auf sein Herz hören oder die Augen verschließen?
Billy Furlong habe ich sofort ins Herz geschlossen, der Kohlehändler scheint nicht nur liebender Vater und Ehemann zu sein, auch bei unrechten Dingen kann er nicht die Augen verschließen. Und das sogar, obwohl er ausdrücklich davor gewarnt wird sich in diese Angelegenheit einzumischen. Claire Keegan schafft es hier eine so menschliche Figur zu erschaffen, die Mitgefühl lebt. Und in dieser doch so kurzen Geschichte schafft sie es aus, einen historischen Missstand so prägnant und eindringlich in ihrem Roman zu verarbeiten.
Bewegend
Claire Keegan schafft es mit nur wenig Seiten viel zu sagen. Es ist noch nicht lange her, dass die katholische Kirche eine solche Macht in Irland hatte, dass Menschen unglücklich und bigott ihrer Diktatur folgen mussten. Hier widersetzt sich jemand und zeigt, was wirkliche Barmherzigkeit und christliche Nächstenliebe ist. So ein schönes Büchlein. Ich kann es nur weiterempfehlen.
Ein kleines, feines Buch für die Vorweihnachtszeit.
Irland 1985, kurz vor Weihnachten. Der Kohlenhändler Billy Furlong hat eine Familie mit fünf Töchtern zu versorgen. Das Geld ist knapp und das Nonnenkloster im Ort ein zuverlässiger Kunde mit guter Zahlungsmoral. Eines Tages trifft er bei einer Auslieferung dort auf ein verwahrlostes Mädchen, das ihn um Hilfe bittet. Doch schon kurz darauf erscheinen die Nonnen und bringen das Mädchen zum Schweigen. Furlong kann das Gesehene nicht verdrängen und ist von da an hin- und hergerissen zwischen seinem Gewissen und den Widerständen, die ihm begegnen. Claire Keegan hat in ihrem kurzen, aber gehaltvollen Buch die erschreckenden Zustände in den Magdalenen-Wäschereien beschrieben, aber auch den Einfluss, den die Katholische Kirche Mitte des 20. Jahrhunderts in Irland hatte. Trotz des schweren Themas ein Buch, das Hoffnung macht. Eine Empfehlung zu Weihnachten. 🌠 Ich habe das Hörbuch gehört, gelesen von Stefan Wilkening.
Eine etwas andere Lektüre
Kleine Dinge wie diese….ein ungewöhnliches Buch, sehr gut beschrieben, wie die kleinen Dinge des Lebens einen beschäftigen und am Laufen halten. Nur am Rande wird von dem Kloster erzählt, welches eine der berüchtigten Magdalenen-Wäschereien in Irland beherbergt….nur am Rande bekommt man mit, welche Zustände dort herrschten. Das Buch umfasst nur 107 Seiten, es ist schnell durchgelesen. Eine etwas andere Lektüre für zwischendurch.
Diese kleine, kurze Geschichte...
ist wirklich beeindruckend. Der Autorin gelingt es auf nur 112 Seiten bzw. in 2:22 Std. der Hörversion, soviel zu erzählen und das auf eine wunderbare Art. Dieses kurze Büchlein hat mich echt überrascht. Die Geschichte ist traurig und auch erschreckend das sie in unserer Zeit spielt und nicht 1800 und... Aber sie hat doch auch etwas schönes. Klare Leseempfehlung 👍
Ein kleines Büchlein mit großer Wirkung.
Bis ich dieses Buch gelesen habe, war mir die Einrichtung der Magdalenen Wäscherei in Irland kein Begriff. Nun habe ich einiges darüber nachgelesen und bin schockiert. Erst 1996 wurde die letzte dieser von der katholischen Kirche und dem irischen Staat geführten Einrichtungen geschlossen. Wie es den jungen Frauen und Mädchen dort erging, was die Menschen im direkten Umfeld darüber wussten und weshalb trotzdem alle darüber schwiegen, wird in diesem toll geschriebenen Buch von Claire Keegan beschrieben. Definitiv ein Lesehighlight, wenn auch ein erschütterndes.
Interessant auf mehreren Ebenen
Ich fand die Erzählung in vielerlei Hinsicht spannend. Zum einen geht es um eine Familie der Arbeiterklasse, um das Arbeits- sowie das Familienleben und die Aufteilung der verschiedenen Rollen. Ich fand die Beschreibung der Eltern und deren Perspektive auf die Kinder spannend. Jedes Familienmitglied hat ihren Platz und kennt seine Aufgaben. Zum anderen geht es um den Umgang der Gesellschaft/der Kirche mit Mädchen und Frauen, die in schwierigen Lebenslagen stecken. Egal, ob sozial benachteiligt, verarmt, unehelich schwanger - you name it. Und der ist doch schockierend. Eine Auseinandersetzungen mit dem Thema lohnt sich.
Buch mit viel Atmosphäre, das Hoffnung gibt
Ich mochte dieses Buch. Die Sprache ist sehr schön (habe allerdings auf Englisch gelesen) und man taucht ab ins winterliche, ländliche Irland der 1980er Jahre. Bill ist Kohlehändler und lebt mit seiner Familie ein bescheidenes aber gutes Leben als er in einem Kohleschuppen eines Klosters ein eingesperrtes junges Mädchen findet. Die Nonnen vertuschen die Tatsachen und im Dorf wird Bill gebeten, das Schweigen zu wahren. Was soll er tun? Das Buch thematisiert die Magdalenen-Wäschereien, in denen junge Frauen, die "gefallen" also unehelich schwanger waren, durch die Katholische Kirche bis ins Jahr 1996 festgehalten und ausgebeutet wurden. Ein wichtiges kurzes Buch atmosphärisch schön umgesetzt.
Kleine Erzählung über einen dunklen Teil irischer Geschichte
Ich hatte mir vorgenommen auch immer mal wieder Bücher abseits von meinem „normalen“ Lese-Konsum zu lesen. Diesmal fiel meine Wahl auf „Kleine Dinge wie diese“, weil ich vor einiger zufällig von dem Thema dieser kurzen Erzählung gehört hatte. Ich hatte die Hoffnung über die Geschichte der Magdalenen-Heime mehr zu erfahren. Tatsächlich wird das Schicksal der betroffenen Mädchen hier aber nur kurz thematisiert und es geht mehr um den Protagonisten, einen Kohlehändler im Jahre 1985, der anfängt sein eigenes Leben zu reflektieren und dabei Dankbarkeit für kleine Dinge entwickelt und dadurch in ihm Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit wachsen. Mir fällt es insgesamt schwer, diese Erzählung zu bewerten. Das gewählte Thema scheint mir wichtig. Die Erzählperspektive finde ich in diesem Zusammenhang jedoch verwirrend. Und insgesamt ist die Geschichte einfach viel zu kurz, um sich ein eigenes Bild machen zu können. Schade.
Für mich eine Perle. Diese Geschichte ist mal wieder so ruhig und präzise geschrieben. Sie schafft Raum zum Nachdenken und für Interpretationen. Außerdem endet sie genau da, wo andere Geschichten beginnen. Für mich war das ein Ende, welches mich definitiv weiter begleitet, da die Handlung noch nach hallt und in mir arbeitet. Wir befinden uns in einem Ort in Irland im Jahre 1985. Bill Furlong lebt mit seiner Frau und den 5 Töchtern ein rechtschaffendes Leben. Er arbeitet als Kohlehändler sehr hart. Er kommt viel rum und beliefert die unterschiedlichsten Menschen bzw. Familien. Unter anderem liefert er auch Kohle an ein Kloster mit angeschlossener Wäscherei. Doch eines Morgens irrt er sich in einer Tür und macht eine Entdeckung, die ihn nicht los lässt. Aufgrund dieses schmalen Büchleins möchte ich nicht viel mehr vom Inhalt verraten. Keegan konnte mich wiedermal mit ihrem Schreibstil und dem Erzählton überzeugen. Sie schafft es zum wiederholten Male eine sehr tiefgründige Geschichte auf nur wenigen Seiten zu verpacken. Sie erzählt dabei klar und schnörkellos . Der Blick bleibt dabei nah an dem Hauptcharakter, der durch seine eigene Geschichte, die erzählt wird, eine weitere Einsicht mit sich bringt. In dieser Geschichte geht es auch wieder um Menschlichkeit und die Möglichkeit, sie nach außen zu kehren und eben nicht wegzusehen. Eine schöne, ergreifende Botschaft.
"Kleine Dinge wie diese" von Claire Keegan ist ein aufrüttelnder, erschreckender und zugleich trauriger Roman, der aber auch gleichzeitig Mut, Kraft und Menschlichkeit zeigt. Das Schicksal der Mädchen in den Magdalenen-Heimen wird meiner Meinung nach allerdings viel zu kurz behandelt. Was ich jedoch sehr mochte, ist, dass das Ende offen gehalten wird, und es so einem jeden selbst überlassen bleibt, ob sich die Geschichte zum Guten oder Schlechten wendet.
Sie schafft es eine subtile Spannung aufzubauen…
Wie schon in „Das dritte Licht“ plätschert die Geschichte so dahin. Aber mit diesem dahingleiten baut sich gleichzeitig eine Spannung auf. Ich hatte in beiden Büchern immer Angst, dass die Netten was doofes machen oder ihnen was passiert. Schwer zu beschreiben… die Geschichten sind sehr irisch oder das, was man sich unter Irland vorstellt. Ps: Beide Bücher in der onleihe schnell zu lesen.
Viel zu kurz
CK thematisiert in diesem Buch ein Thema, das ihr anscheinend sehr wichtig erscheint...die Betreibung der "Magdalenen-Wäschereien" durch die irische Kirche. Das Thema ist bestimmt interessant, wird hier allerdings nur indirekt und viel zu kurz angerissen. Das Buch ist aus Sicht eines Kohlehändlers im Jahr 1985, der nur durch Zufall hinter die Machenschaften dieser Mutter-Kind-Heime kommt, geschrieben. Warum CK diese Form gewählt hat, erschließt sich mir nicht. Man erfährt kaum etwas über diese Heime, nur das der Protagonist dadurch ins Grübeln kommt. Schade! Ich hatte mir mehr erhofft. CK's Schreibe ist trotz allem sehr eindringlich.
Hinter den Mauern
Hinter den Mauern des Klosters im irischen New Ross geht scheinbar nichts Besonderes vor sich. Zumindest reden sich das die Bewohner der kleinen Gemeinde ein, die dort ihre Wäsche waschen lassen und in nachbarlicher Gemeinschaft mit den Nonnen leben. Doch gerade Bill Furlong - ein bescheidener und ruhiger Kohlehändler - entdeckt, welches Geheimnis das Kloster vor aller Augen versteckt. Ich kann gut verstehen, warum Claire Keegan so viele LeserInnen in den Bann zieht, denn die Autorin versteht es auf besondere Art und Weise, Spannung zu erzeugen. Auch wenn mir der Einstieg in den Text etwas zu behäbig und langatmig war (was bei 112 Seiten ja schon eine Leistung ist), hat mich der Rest der Geschichte doch noch mitreißen können. Denn uns begleitet ein stetiger, unterschwelliger Grusel, der durch den Kontrast mit dem recht ereignislosen Leben von Bill Furlong nur noch mehr hervorsticht. Unser Protagonist will eigentlich nur seine Ruhe und das beste für seine Familie, wird dann durch besondere Umstände aber in das düstere Geheimnis des Klosters hineingezogen. An dieser Stelle musste man wirklich kurz den Atem anhalten; vor allem, weil es sich um wahre historische Hintergründe handelt, die die Autorin fiktional verarbeitet hat. Hin und wieder war ich etwas überrascht davon, dass plötzlich von Autos, Telefonen und „modernen“ Süßigkeiten die Rede war, denn auf vielen anderen Ebenen hätte diese Geschichte auch im 19. Jahrhundert spielen können. Vielleicht war das ein bewusster stilistischer Kniff von Claire Keegan - wenn ja, dann hat er mir gut gefallen. Meiner Meinung nach handelt es sich bei diesem Roman um eine gelungene Geschichte, der die Kürze sehr gut tat und eine sehr kluge Entscheidung in der Schlussgestaltung getroffen hat. Handwerklich also absolut gelungen, emotional fehlte mir jedoch das letzte Quäntchen.
"Es erschien sowohl richtig als auch zutiefst unfair, dass so viel im Leben dem Zufall überlassen wurde." Ein Kloster in einer kleinen englischen Stadt im Jahr 1985. Was passiert wirklich hinter den Mauern und den Mädchen, die dort arbeiten? Ein Kohlehändler bekommt durch Zufall Einblick in etwas, was er gar nicht glauben will, doch wie soll er sich verhalten. Autorin Claire Keegan fasst sich kurz, fast zu kurz für so einen wichtigen Teil der Geschichte. Wie gut dass es da noch das aufklärende Nachwort gibt, was noch einiges erklärt. Die Geschichte ist sehr ruhig erzählt und doch spürt man ständig dieses leichte Unwohlsein, die Dinge, die nicht erzählt werden. Das hat mir gut gefallen und die Autorin hat einen wundervollen Erzählstil. Ich hatte das Bedürfnis, mich auch nach Beendigung des Buches noch mit dem Thema zu beschäftigen. Ein wichtiges Buch, dessen Handlung jeder selber entdecken sollte
Wunderschön geschrieben aber zu kurz
Das Buch schildert einen Ausschnitt der Geschichte des Kohlehändlers Furlong in lebendigen Bildern. Der Leser wird in die Zeit hineingezogen und erlebt das Erzählte geradezu hautnah, dank des wunderschönen Schreibstils. Leider ist das Buch auch sehr kurz, so dass man kaum in die eigentliche Geschichte eintauchen kann. Auch das schwierige Leben der Wäschereimädchen rückte für mich ob Furlongs Gedankengängen etwas in den Hintergrund. Einen längeren Roman der Autorin würde ich gerne lesen.
*Kleine Dinge wie diese* Claire Keegan "Wozu das alles?, fragte sich Furlong. [...] eine neue Version des Immergleichen zu erleben. Konnte es wirklich sein, dass sich die Dinge niemals änderten, dass sie sich niemals zu etwas anderem oder Neuen entwickelten ?" (S.36) Den Kern von "Kleine Dinge wie diese" bildet ein über Jahrzehnte hinweg verschwiegener Skandal, der ausgehend von der katholischen Kirche, ganz real unzählige Menschenleben forderte. Claire Keegan schafft es auf wenigen Seiten einen eleganten Weg zu schaffen, um sowohl die Verdrängungsmechanismen der Menschen, als auch deren innere Erkenntnis sichtbar zu machen. Beides wird offenbar in der Beschreibung der Hauptfigur Bill Furlong, dessen innerer Konflikt stellvertretend für die mutmaßliche Zerrissenheit vieler Menschen steht. Dabei bewundere ich vorallem das Talent komplexe Sachverhalte so zu reduzieren, dass ohne den Verlust der Bildhaftigkeit eine Verknappung stattfindet, die das erzählen einer tiefgängigen Geschichte auf nur 108 Seiten möglich macht. "Kleine Dinge wie diese" ist ein Buch über Mitgefühl und Zivilcourage, das dazu auffordert Missstände nicht zu ignorieren, sondern aktiv dem eigenen Gewissen zu folgen - selbst zu denken und die eigene Reinheit des Gewissens über die Angst vor Konsequenzen zu stellen. 5 von 5 🌟
Wenig erwartet und noch weniger bekommen
Das Buch hat äußerst interessant begonnen und ich dachte mir zwar aufgrund der Länge, dass es nicht wahnsinnig detailliert und umfangreich beschrieben werden könnte, was sich hier genau abgespielt hat. (Ähnliches hat man ja auch im Vorfeld schon über dieses Buch gelesen) Aber dass ich am Ende im Prinzip gar nichts von dem bekommen würde, was ich erwartet hatte, war dann doch etwas überraschend. Es geht im Prinzip ausschließlich um den Protagonisten und um seine Familie. Um seine Ansichten, seine Familie und sein Umfeld betreffend und das war’s dann im Großen und Ganzen. Keine Spur von dem, was sich eventuell hinter den Türen eines bestimmten Ortes abgespielt haben könnte, kein Wort über genauere Geschehnisse und auf den letzten Seiten, auf denen dann tatsächlich etwas zu passieren scheint, passiert dann im Prinzip doch wieder nichts. Es fühlt sich für mich so an, als hätte man mir etwas in die Hände gegeben, auf dem nichts drauf stand, obwohl so viel hätte draufstehen können. Und ich bin sehr froh, dass ich hierfür kein Geld ausgegeben habe, so leid es mir tut.
Ein kleines Juwel von Clair Keegan: Kleine Dinge wie diese. Irland 🇮🇪 1985. Es sind harte Zeiten in der kleinen Stadt New Ross. Mein Kernsatz aus dem Buch ist: "War es möglich, all die Jahre, Jahrzehnte, ein ganzes Leben lang weiterzumachen, ohne wenigstens einmal den Mut aufzubringen, gegen die Gegebenheiten anzugehen, fromm zu sein und sich dennoch Christ zu nennen und sich im Spiegel anzuschauen?" Wie geht eine Kleinstadt wie New Ross mit einem Magdalenenheim um? 🤔
Sprachlich wunderschön, mit einfachen und klaren Sätzen, die trotzdem viel transportieren und Bilder im Kopf erschaffen. Mir fehlte es bei der Handlung und dem schweren Thema aber doch an Komplexität und Tiefgang. Meiner Meinung nach wurde der Umfang dieser Novelle den Themen nicht gerecht, es blieb zu viel zu oberflächlich.
Hinsehen oder wegsehen…
… ein kleines Buch mit einer Geschichte, über die kleinen Dinge, die man lassen oder tun kann. Mein zweites Buch von Clair Keegan, welches mir wieder gut gefallen hat. Habe das letzte drittel als Hörbuch gehört und ich liebe Stefan Wilkenings Stimme und Art zu lesen, er ist für dieses Buch perfekt besetzt!

Ein starkes Werk, das nachhallt!
"Kleine Dinge wie diese" ist das Werk der irischen Autorin Claire Keegan. Und sie hat etwas geschafft, was noch nicht viele vor ihr mit ihren Büchern geschafft haben - es hallt verdammt nach! Nachdem ich vor zwei Tagen die etwas mehr als hundert Seiten gelesen habe, war ich erst enttäuscht. Ich hatte mich so auf das Buch gefreut und dann ist irgendwie nichts wirklich in der Geschichte passiert. Doch dann, plötzlich, machte es KLICK - und alles Gelesene stürzte auf mich ein. Keegan musste nicht auf hunderten von Seiten die Brutalität der Magdalenen-Wäschereien, in denen Mädchen und Frauen nicht nur hart arbeiten mussten, sondern auch körperlich misshandelt wurden und man Müttern sogar ihre Kinder weggenommen hat, aufzeigen. Es hat gereicht uns durch die Augen des Familievaters Bill Furlong einer Begegnung beizuwohnen, die zum Nachdenken und Handeln anregt. Zusammen mit Furlong macht man sich auf eine subtile Art und Weise auf den Weg etwas zu ändern, die aber umso mehr reinhaut. Denn man braucht nicht viele Worte, um Ungerechtigkeit benennen zu können. Und es braucht erst recht nicht viel, um zu handeln! Ein ganz starkes Werk!

Ein wichtiges Buch❤️👍 Ein Roman, der bewegt und nachdenklich macht.
Es ist das dritte Buch, welches ich von Claire Keegan gelesen habe. Und es war das bewegendste Buch von allen. Es geht um ein trauriges Kapitel der irischen Geschichte- den Magdalenen Wäschereien in Irland, von dem ich so noch gar nichts wusste und ich am Ende des Buches darüber unbedingt weiter recherchieren wollte. Es ist ein fiktionales Werk, doch zum Hintergrund verfasst die Autorin am Ende des Buches noch eine Nachbemerkung, so dass man weiß, worum es geht und ob es einen geschichtlichen Bezug gibt. Wie immer schafft es Keegan mit ihren Büchern so viel Mitgefühl für die Charaktere zu empfinden und sich hier in diesem Buch über die positive Entwicklung der Hauptfigur zu erfreuen, obwohl man am Ende nicht weiß, welchen Preis dieser dafür zahlt. Einfach richtig beeindruckend in Sprache, Beschreibung der Gefühls- und Gedankenwelt des Protagonisten , der Erzählung, die eigentlich nur einen kurzen Zeitraum umfasst. Großartig erzählt und lehrreich. Absolut empfehlenswert, wie alle ihrer kleinen und besonderen Bücher❤️🙏
Zunächst bin ich lange drum herum geschlichen ob ich das Buch tatsächlich kaufen soll und als dann endlich im Regal stand bin ich lang drum herum geschlichen das Buch endlich zu lesen. Durch die vielen guten Stimmen und meine hohen Erwartungen war die Chance enttäuscht zu werden hoch. Aber: ich wurde nicht enttäuscht. Irland Ende der 80iger. Ein harter Winter kommt. Das Geld ist knapp. Als Eltern hat man Kinder zu versorgen. Geredet wird viel, über andere. In erster Linie versucht man selbst durchzukommen. So gut wie möglich. Man ist vom Wohlwollen anderer abhängig und wiederum andere vom eigenen Wohlwollen. Nächsten Liebe wird angeblich groß geschrieben. Aber wenn diese Nächsten Liebe schaden kann einem selbst wird weggeschaut. Es geht uns nichts an! Der Klappentext erzählt viel aber nicht wirklich was man in diesem Buch bekommt. Es spielt schon eine Rolle aber das Buch macht inhaltlich auch viel mehr aus. Die Autorin erzählt auf knapp 100 Seiten mehr als es manche schreibende Person nicht auf 400 Seiten schafft. Sie fasst das Irland der damaligen Zeit zusammen und lässt es lebendig werden und bringt es dem Lesenden durch ihre Figuren sehr nahe. Ein absolutes Highlight.
Kurzweilig zum Wegsnacken
So schmal das Buch auch ist, hat es dennoch sehr viel Tiefe. Es hat mich angeregt, mich und meine Rolle als Mutter zu überdenken, Prioritäten zu klären und mich auf das Hier und Jetzt zu besinnen. Ich kann nur jedem/jeder raten, es zur Weihnachtszeit zu lesen. Vom Setting her war der Februar als Lesemonat für mich nicht mehr ganz so optimal.
Characteristics
4 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
Claire Keegan, geboren 1968, wuchs auf einer Farm in der irischen Grafschaft Wicklow auf. Sie hat in New Orleans, Cardiff und Dublin studiert. Im Steidl Verlag sind von der vielfach ausgezeichneten Autorin bereits die Erzählungsbände Wo das Wasser am tiefsten ist und Durch die blauen Felder (in einem Band: Liebe im hohen Gras, 2017) erschienen. Das dritte Licht (2013) wurde mit dem renommierten Davy Byrnes Award ausgezeichnet, und gehört für die englische Times zu den 50 wichtigsten Romanen des 21. Jahrhunderts. Claire Keegan lebt in Irland und unterrichtet zurzeit an der Universität Cambridge.
Posts
Eindringlich gut
Dieser Roman von Claire Keegan hat mir schon deutlich besser gefallen, wobei ich wohl kein Fan werde. Dafür sind mir ihre Romane zu kurz. Sie hat ein deutlichen prägnanten Schreibstil ohne viel drum herum kommt die auf den Punkt mit viel Aussagekraft. Ich hätte allerdings noch so viel mehr erfahren wollen. Das Thema ist so wichtig und so wenig in Literatur besprochen worden, zumindestens von dem ich weiß. Hatte aber trotzdem wertvolle Hörzeit mit diesem Buch gehabt.
Bewegend und beeindruckend
Auf gerade Mal 112 Seiten bzw. 2:23h (Hörbuch) berichtet Claire Keegan über ein dunkles Kapitel der irischen Geschichte, die Geschichte der Magdalenen-Wäschereien in Irland, die bis 1996 existierten. Dass der Roman durch die Augen und mit den Gedanken des einfachen und schweigsamen Kohlenhändlers Bill Furlong erzählt wird, macht ihn so stark. Ein absolutes Juwel und toller Leseauftakt für das Jahr 2026.
„Was haben solche Dinge mit uns zu tun? Sind unsere Mädchen nicht wohlauf und wohlbehütet?“ ~ Eileen Furlong
Claire Keegans „Kleine Dinge wie diese“ ist ein stiller, sehr knapp gehaltener Roman, der dennoch eine eindringliche Wirkung entfaltet. In ruhiger, beinahe weihnachtlich-besinnlicher Atmosphäre gelingt es Keegan, die dunkle Realität der irischen Gesellschaft in den 1980er-Jahren spürbar zu machen – eine Gesellschaft, die unter dem Einfluss der katholischen Kirche die Gräuel hinter den Mauern der Magdalenen-Wäschereien „nicht sehen wollte“. Dieses System, das bereits Mitte des 18. Jahrhunderts begann, erst 1996 endete und für das sich Irland erst 2013 offiziell entschuldigte, führte über Generationen hinweg zu Missbrauch, Ausbeutung und der Zerstörung unzähliger Leben – ein Verbrechen, das sich direkt vor den Augen der Gesellschaft abspielte, getrennt nur durch Mauern und Zäune. Tragischerweise ist ein solches Wegsehen gegenüber einem übermächtigen Apparat, der Menschen mit angeblichen Makeln systematisch stigmatisiert und vernichtet, bekanntlich auch ein Teil der deutschen Geschichte, in noch viel größerem Ausmaß. Was Keegan besonders eindrucksvoll gelingt, ist, in wenigen Worten mehr zu sagen, als es auf den ersten Blick scheint. Sie zeigt in feinen, leisen Bildern, wie wahre Nächstenliebe – so, wie sie von der Kirche gepredigt wird, aber in der Realität oft fehlte – hätte aussehen können. Die Zurückhaltung in Sprache und Ton macht den Roman berührend, ohne ins Reißerische abzudriften und genau darin liegt auch seine Stärke. Gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe in der Darstellung des „Helden“ gewünscht. Sein inneres Ringen, die Widrigkeiten und die Risiken, die mit seiner Haltung verbunden waren, treten etwas zu sehr in den Hintergrund. Stattdessen liegt der Fokus oft auf seiner Familie, der Arbeit oder dem Dorfleben. Dadurch wirkt sein mutiges Handeln stellenweise fast selbstverständlich – was es in der damaligen Realität keineswegs war. Ein stärkerer Akzent auf Zweifel, Widerstände und persönliche Konsequenzen hätte den Roman für mich noch kraftvoller gemacht. Alles in allem bleibt „Kleine Dinge wie diese“ eine gelungene und wichtige Geschichte über einen traurigen Teil der irischen Vergangenheit. Ich selbst hatte zuvor nur am Rande von den Magdalenen-Wäschereien gehört – das Buch hat mich dazu gebracht, mehr darüber erfahren zu wollen. Es regt zum Nachdenken und Recherchieren an und zeigt, wie nachhaltig selbst ein schmales Werk wirken kann.
Das Richtige zu tun erfordert Empathie und Mut.
Ein schmaler Roman im gewohnt reduzierten Erzählstil der Autorin. Billy Furlong, Kohlenhändler im Irland der 80iger Jahre , macht bei einer seiner Auslieferungen eine verstörende Entdeckung. Im Kohleschuppen des ansässigen Klosters kauert eine verängstigte, frierende, verwahrloste junge Frau.... Furlong gerät in einen Gewissenskonflikt, entscheidet er sich für das Wegschauen um seine eigene Familie vor Problemen zu schützen, oder ergreift er Partie und macht den Skandal öffentlich ? Wie bereits in " Das dritte Licht",* bleibt vieles unausgesprochen. So gibt es auch hier ein offenes Ende, ein optimistisches.... Ein Manko war für mich, dass der historische Hintergrund um den Skandal der Magdalenenwäschereien nur durch Klappentext und Nachwort deutlich wurde. Hier wurden "gefallenen" Mädchen und Frauen unmenschliche Dinge angetan und von der Bevölkerung stillschweigend hingenommen *das mir im übrigen noch etwas besser gefallen hat.

Berührende sehr kurze Weihnachtsgeschichte
Eine sehr gut geschriebene Geschichte. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Eine wirklich gefühlvolle Handlung mit viel Potential nach oben in der Ausführung und Länge. Ggf. Ist es von der Autorin gewollt, dass man mehr über den Sachverhalt erfahren möchte. Man bekommt das Interesse geweckt, mehr über das schwere Schicksal recherchieren zu wollen. Ich hätte das gern einfach schon in diesem Buch erfahren. Aber dennoch, die Handlung bleibt im Kopf und man denkt sehr über das damalige Leben und diese Schicksalsschläge nach.
Auf sein Herz hören oder die Augen verschließen?
Billy Furlong habe ich sofort ins Herz geschlossen, der Kohlehändler scheint nicht nur liebender Vater und Ehemann zu sein, auch bei unrechten Dingen kann er nicht die Augen verschließen. Und das sogar, obwohl er ausdrücklich davor gewarnt wird sich in diese Angelegenheit einzumischen. Claire Keegan schafft es hier eine so menschliche Figur zu erschaffen, die Mitgefühl lebt. Und in dieser doch so kurzen Geschichte schafft sie es aus, einen historischen Missstand so prägnant und eindringlich in ihrem Roman zu verarbeiten.
Bewegend
Claire Keegan schafft es mit nur wenig Seiten viel zu sagen. Es ist noch nicht lange her, dass die katholische Kirche eine solche Macht in Irland hatte, dass Menschen unglücklich und bigott ihrer Diktatur folgen mussten. Hier widersetzt sich jemand und zeigt, was wirkliche Barmherzigkeit und christliche Nächstenliebe ist. So ein schönes Büchlein. Ich kann es nur weiterempfehlen.
Ein kleines, feines Buch für die Vorweihnachtszeit.
Irland 1985, kurz vor Weihnachten. Der Kohlenhändler Billy Furlong hat eine Familie mit fünf Töchtern zu versorgen. Das Geld ist knapp und das Nonnenkloster im Ort ein zuverlässiger Kunde mit guter Zahlungsmoral. Eines Tages trifft er bei einer Auslieferung dort auf ein verwahrlostes Mädchen, das ihn um Hilfe bittet. Doch schon kurz darauf erscheinen die Nonnen und bringen das Mädchen zum Schweigen. Furlong kann das Gesehene nicht verdrängen und ist von da an hin- und hergerissen zwischen seinem Gewissen und den Widerständen, die ihm begegnen. Claire Keegan hat in ihrem kurzen, aber gehaltvollen Buch die erschreckenden Zustände in den Magdalenen-Wäschereien beschrieben, aber auch den Einfluss, den die Katholische Kirche Mitte des 20. Jahrhunderts in Irland hatte. Trotz des schweren Themas ein Buch, das Hoffnung macht. Eine Empfehlung zu Weihnachten. 🌠 Ich habe das Hörbuch gehört, gelesen von Stefan Wilkening.
Eine etwas andere Lektüre
Kleine Dinge wie diese….ein ungewöhnliches Buch, sehr gut beschrieben, wie die kleinen Dinge des Lebens einen beschäftigen und am Laufen halten. Nur am Rande wird von dem Kloster erzählt, welches eine der berüchtigten Magdalenen-Wäschereien in Irland beherbergt….nur am Rande bekommt man mit, welche Zustände dort herrschten. Das Buch umfasst nur 107 Seiten, es ist schnell durchgelesen. Eine etwas andere Lektüre für zwischendurch.
Diese kleine, kurze Geschichte...
ist wirklich beeindruckend. Der Autorin gelingt es auf nur 112 Seiten bzw. in 2:22 Std. der Hörversion, soviel zu erzählen und das auf eine wunderbare Art. Dieses kurze Büchlein hat mich echt überrascht. Die Geschichte ist traurig und auch erschreckend das sie in unserer Zeit spielt und nicht 1800 und... Aber sie hat doch auch etwas schönes. Klare Leseempfehlung 👍
Ein kleines Büchlein mit großer Wirkung.
Bis ich dieses Buch gelesen habe, war mir die Einrichtung der Magdalenen Wäscherei in Irland kein Begriff. Nun habe ich einiges darüber nachgelesen und bin schockiert. Erst 1996 wurde die letzte dieser von der katholischen Kirche und dem irischen Staat geführten Einrichtungen geschlossen. Wie es den jungen Frauen und Mädchen dort erging, was die Menschen im direkten Umfeld darüber wussten und weshalb trotzdem alle darüber schwiegen, wird in diesem toll geschriebenen Buch von Claire Keegan beschrieben. Definitiv ein Lesehighlight, wenn auch ein erschütterndes.
Interessant auf mehreren Ebenen
Ich fand die Erzählung in vielerlei Hinsicht spannend. Zum einen geht es um eine Familie der Arbeiterklasse, um das Arbeits- sowie das Familienleben und die Aufteilung der verschiedenen Rollen. Ich fand die Beschreibung der Eltern und deren Perspektive auf die Kinder spannend. Jedes Familienmitglied hat ihren Platz und kennt seine Aufgaben. Zum anderen geht es um den Umgang der Gesellschaft/der Kirche mit Mädchen und Frauen, die in schwierigen Lebenslagen stecken. Egal, ob sozial benachteiligt, verarmt, unehelich schwanger - you name it. Und der ist doch schockierend. Eine Auseinandersetzungen mit dem Thema lohnt sich.
Buch mit viel Atmosphäre, das Hoffnung gibt
Ich mochte dieses Buch. Die Sprache ist sehr schön (habe allerdings auf Englisch gelesen) und man taucht ab ins winterliche, ländliche Irland der 1980er Jahre. Bill ist Kohlehändler und lebt mit seiner Familie ein bescheidenes aber gutes Leben als er in einem Kohleschuppen eines Klosters ein eingesperrtes junges Mädchen findet. Die Nonnen vertuschen die Tatsachen und im Dorf wird Bill gebeten, das Schweigen zu wahren. Was soll er tun? Das Buch thematisiert die Magdalenen-Wäschereien, in denen junge Frauen, die "gefallen" also unehelich schwanger waren, durch die Katholische Kirche bis ins Jahr 1996 festgehalten und ausgebeutet wurden. Ein wichtiges kurzes Buch atmosphärisch schön umgesetzt.
Kleine Erzählung über einen dunklen Teil irischer Geschichte
Ich hatte mir vorgenommen auch immer mal wieder Bücher abseits von meinem „normalen“ Lese-Konsum zu lesen. Diesmal fiel meine Wahl auf „Kleine Dinge wie diese“, weil ich vor einiger zufällig von dem Thema dieser kurzen Erzählung gehört hatte. Ich hatte die Hoffnung über die Geschichte der Magdalenen-Heime mehr zu erfahren. Tatsächlich wird das Schicksal der betroffenen Mädchen hier aber nur kurz thematisiert und es geht mehr um den Protagonisten, einen Kohlehändler im Jahre 1985, der anfängt sein eigenes Leben zu reflektieren und dabei Dankbarkeit für kleine Dinge entwickelt und dadurch in ihm Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit wachsen. Mir fällt es insgesamt schwer, diese Erzählung zu bewerten. Das gewählte Thema scheint mir wichtig. Die Erzählperspektive finde ich in diesem Zusammenhang jedoch verwirrend. Und insgesamt ist die Geschichte einfach viel zu kurz, um sich ein eigenes Bild machen zu können. Schade.
Für mich eine Perle. Diese Geschichte ist mal wieder so ruhig und präzise geschrieben. Sie schafft Raum zum Nachdenken und für Interpretationen. Außerdem endet sie genau da, wo andere Geschichten beginnen. Für mich war das ein Ende, welches mich definitiv weiter begleitet, da die Handlung noch nach hallt und in mir arbeitet. Wir befinden uns in einem Ort in Irland im Jahre 1985. Bill Furlong lebt mit seiner Frau und den 5 Töchtern ein rechtschaffendes Leben. Er arbeitet als Kohlehändler sehr hart. Er kommt viel rum und beliefert die unterschiedlichsten Menschen bzw. Familien. Unter anderem liefert er auch Kohle an ein Kloster mit angeschlossener Wäscherei. Doch eines Morgens irrt er sich in einer Tür und macht eine Entdeckung, die ihn nicht los lässt. Aufgrund dieses schmalen Büchleins möchte ich nicht viel mehr vom Inhalt verraten. Keegan konnte mich wiedermal mit ihrem Schreibstil und dem Erzählton überzeugen. Sie schafft es zum wiederholten Male eine sehr tiefgründige Geschichte auf nur wenigen Seiten zu verpacken. Sie erzählt dabei klar und schnörkellos . Der Blick bleibt dabei nah an dem Hauptcharakter, der durch seine eigene Geschichte, die erzählt wird, eine weitere Einsicht mit sich bringt. In dieser Geschichte geht es auch wieder um Menschlichkeit und die Möglichkeit, sie nach außen zu kehren und eben nicht wegzusehen. Eine schöne, ergreifende Botschaft.
"Kleine Dinge wie diese" von Claire Keegan ist ein aufrüttelnder, erschreckender und zugleich trauriger Roman, der aber auch gleichzeitig Mut, Kraft und Menschlichkeit zeigt. Das Schicksal der Mädchen in den Magdalenen-Heimen wird meiner Meinung nach allerdings viel zu kurz behandelt. Was ich jedoch sehr mochte, ist, dass das Ende offen gehalten wird, und es so einem jeden selbst überlassen bleibt, ob sich die Geschichte zum Guten oder Schlechten wendet.
Sie schafft es eine subtile Spannung aufzubauen…
Wie schon in „Das dritte Licht“ plätschert die Geschichte so dahin. Aber mit diesem dahingleiten baut sich gleichzeitig eine Spannung auf. Ich hatte in beiden Büchern immer Angst, dass die Netten was doofes machen oder ihnen was passiert. Schwer zu beschreiben… die Geschichten sind sehr irisch oder das, was man sich unter Irland vorstellt. Ps: Beide Bücher in der onleihe schnell zu lesen.
Viel zu kurz
CK thematisiert in diesem Buch ein Thema, das ihr anscheinend sehr wichtig erscheint...die Betreibung der "Magdalenen-Wäschereien" durch die irische Kirche. Das Thema ist bestimmt interessant, wird hier allerdings nur indirekt und viel zu kurz angerissen. Das Buch ist aus Sicht eines Kohlehändlers im Jahr 1985, der nur durch Zufall hinter die Machenschaften dieser Mutter-Kind-Heime kommt, geschrieben. Warum CK diese Form gewählt hat, erschließt sich mir nicht. Man erfährt kaum etwas über diese Heime, nur das der Protagonist dadurch ins Grübeln kommt. Schade! Ich hatte mir mehr erhofft. CK's Schreibe ist trotz allem sehr eindringlich.
Hinter den Mauern
Hinter den Mauern des Klosters im irischen New Ross geht scheinbar nichts Besonderes vor sich. Zumindest reden sich das die Bewohner der kleinen Gemeinde ein, die dort ihre Wäsche waschen lassen und in nachbarlicher Gemeinschaft mit den Nonnen leben. Doch gerade Bill Furlong - ein bescheidener und ruhiger Kohlehändler - entdeckt, welches Geheimnis das Kloster vor aller Augen versteckt. Ich kann gut verstehen, warum Claire Keegan so viele LeserInnen in den Bann zieht, denn die Autorin versteht es auf besondere Art und Weise, Spannung zu erzeugen. Auch wenn mir der Einstieg in den Text etwas zu behäbig und langatmig war (was bei 112 Seiten ja schon eine Leistung ist), hat mich der Rest der Geschichte doch noch mitreißen können. Denn uns begleitet ein stetiger, unterschwelliger Grusel, der durch den Kontrast mit dem recht ereignislosen Leben von Bill Furlong nur noch mehr hervorsticht. Unser Protagonist will eigentlich nur seine Ruhe und das beste für seine Familie, wird dann durch besondere Umstände aber in das düstere Geheimnis des Klosters hineingezogen. An dieser Stelle musste man wirklich kurz den Atem anhalten; vor allem, weil es sich um wahre historische Hintergründe handelt, die die Autorin fiktional verarbeitet hat. Hin und wieder war ich etwas überrascht davon, dass plötzlich von Autos, Telefonen und „modernen“ Süßigkeiten die Rede war, denn auf vielen anderen Ebenen hätte diese Geschichte auch im 19. Jahrhundert spielen können. Vielleicht war das ein bewusster stilistischer Kniff von Claire Keegan - wenn ja, dann hat er mir gut gefallen. Meiner Meinung nach handelt es sich bei diesem Roman um eine gelungene Geschichte, der die Kürze sehr gut tat und eine sehr kluge Entscheidung in der Schlussgestaltung getroffen hat. Handwerklich also absolut gelungen, emotional fehlte mir jedoch das letzte Quäntchen.
"Es erschien sowohl richtig als auch zutiefst unfair, dass so viel im Leben dem Zufall überlassen wurde." Ein Kloster in einer kleinen englischen Stadt im Jahr 1985. Was passiert wirklich hinter den Mauern und den Mädchen, die dort arbeiten? Ein Kohlehändler bekommt durch Zufall Einblick in etwas, was er gar nicht glauben will, doch wie soll er sich verhalten. Autorin Claire Keegan fasst sich kurz, fast zu kurz für so einen wichtigen Teil der Geschichte. Wie gut dass es da noch das aufklärende Nachwort gibt, was noch einiges erklärt. Die Geschichte ist sehr ruhig erzählt und doch spürt man ständig dieses leichte Unwohlsein, die Dinge, die nicht erzählt werden. Das hat mir gut gefallen und die Autorin hat einen wundervollen Erzählstil. Ich hatte das Bedürfnis, mich auch nach Beendigung des Buches noch mit dem Thema zu beschäftigen. Ein wichtiges Buch, dessen Handlung jeder selber entdecken sollte
Wunderschön geschrieben aber zu kurz
Das Buch schildert einen Ausschnitt der Geschichte des Kohlehändlers Furlong in lebendigen Bildern. Der Leser wird in die Zeit hineingezogen und erlebt das Erzählte geradezu hautnah, dank des wunderschönen Schreibstils. Leider ist das Buch auch sehr kurz, so dass man kaum in die eigentliche Geschichte eintauchen kann. Auch das schwierige Leben der Wäschereimädchen rückte für mich ob Furlongs Gedankengängen etwas in den Hintergrund. Einen längeren Roman der Autorin würde ich gerne lesen.
*Kleine Dinge wie diese* Claire Keegan "Wozu das alles?, fragte sich Furlong. [...] eine neue Version des Immergleichen zu erleben. Konnte es wirklich sein, dass sich die Dinge niemals änderten, dass sie sich niemals zu etwas anderem oder Neuen entwickelten ?" (S.36) Den Kern von "Kleine Dinge wie diese" bildet ein über Jahrzehnte hinweg verschwiegener Skandal, der ausgehend von der katholischen Kirche, ganz real unzählige Menschenleben forderte. Claire Keegan schafft es auf wenigen Seiten einen eleganten Weg zu schaffen, um sowohl die Verdrängungsmechanismen der Menschen, als auch deren innere Erkenntnis sichtbar zu machen. Beides wird offenbar in der Beschreibung der Hauptfigur Bill Furlong, dessen innerer Konflikt stellvertretend für die mutmaßliche Zerrissenheit vieler Menschen steht. Dabei bewundere ich vorallem das Talent komplexe Sachverhalte so zu reduzieren, dass ohne den Verlust der Bildhaftigkeit eine Verknappung stattfindet, die das erzählen einer tiefgängigen Geschichte auf nur 108 Seiten möglich macht. "Kleine Dinge wie diese" ist ein Buch über Mitgefühl und Zivilcourage, das dazu auffordert Missstände nicht zu ignorieren, sondern aktiv dem eigenen Gewissen zu folgen - selbst zu denken und die eigene Reinheit des Gewissens über die Angst vor Konsequenzen zu stellen. 5 von 5 🌟
Wenig erwartet und noch weniger bekommen
Das Buch hat äußerst interessant begonnen und ich dachte mir zwar aufgrund der Länge, dass es nicht wahnsinnig detailliert und umfangreich beschrieben werden könnte, was sich hier genau abgespielt hat. (Ähnliches hat man ja auch im Vorfeld schon über dieses Buch gelesen) Aber dass ich am Ende im Prinzip gar nichts von dem bekommen würde, was ich erwartet hatte, war dann doch etwas überraschend. Es geht im Prinzip ausschließlich um den Protagonisten und um seine Familie. Um seine Ansichten, seine Familie und sein Umfeld betreffend und das war’s dann im Großen und Ganzen. Keine Spur von dem, was sich eventuell hinter den Türen eines bestimmten Ortes abgespielt haben könnte, kein Wort über genauere Geschehnisse und auf den letzten Seiten, auf denen dann tatsächlich etwas zu passieren scheint, passiert dann im Prinzip doch wieder nichts. Es fühlt sich für mich so an, als hätte man mir etwas in die Hände gegeben, auf dem nichts drauf stand, obwohl so viel hätte draufstehen können. Und ich bin sehr froh, dass ich hierfür kein Geld ausgegeben habe, so leid es mir tut.
Ein kleines Juwel von Clair Keegan: Kleine Dinge wie diese. Irland 🇮🇪 1985. Es sind harte Zeiten in der kleinen Stadt New Ross. Mein Kernsatz aus dem Buch ist: "War es möglich, all die Jahre, Jahrzehnte, ein ganzes Leben lang weiterzumachen, ohne wenigstens einmal den Mut aufzubringen, gegen die Gegebenheiten anzugehen, fromm zu sein und sich dennoch Christ zu nennen und sich im Spiegel anzuschauen?" Wie geht eine Kleinstadt wie New Ross mit einem Magdalenenheim um? 🤔
Sprachlich wunderschön, mit einfachen und klaren Sätzen, die trotzdem viel transportieren und Bilder im Kopf erschaffen. Mir fehlte es bei der Handlung und dem schweren Thema aber doch an Komplexität und Tiefgang. Meiner Meinung nach wurde der Umfang dieser Novelle den Themen nicht gerecht, es blieb zu viel zu oberflächlich.
Hinsehen oder wegsehen…
… ein kleines Buch mit einer Geschichte, über die kleinen Dinge, die man lassen oder tun kann. Mein zweites Buch von Clair Keegan, welches mir wieder gut gefallen hat. Habe das letzte drittel als Hörbuch gehört und ich liebe Stefan Wilkenings Stimme und Art zu lesen, er ist für dieses Buch perfekt besetzt!

Ein starkes Werk, das nachhallt!
"Kleine Dinge wie diese" ist das Werk der irischen Autorin Claire Keegan. Und sie hat etwas geschafft, was noch nicht viele vor ihr mit ihren Büchern geschafft haben - es hallt verdammt nach! Nachdem ich vor zwei Tagen die etwas mehr als hundert Seiten gelesen habe, war ich erst enttäuscht. Ich hatte mich so auf das Buch gefreut und dann ist irgendwie nichts wirklich in der Geschichte passiert. Doch dann, plötzlich, machte es KLICK - und alles Gelesene stürzte auf mich ein. Keegan musste nicht auf hunderten von Seiten die Brutalität der Magdalenen-Wäschereien, in denen Mädchen und Frauen nicht nur hart arbeiten mussten, sondern auch körperlich misshandelt wurden und man Müttern sogar ihre Kinder weggenommen hat, aufzeigen. Es hat gereicht uns durch die Augen des Familievaters Bill Furlong einer Begegnung beizuwohnen, die zum Nachdenken und Handeln anregt. Zusammen mit Furlong macht man sich auf eine subtile Art und Weise auf den Weg etwas zu ändern, die aber umso mehr reinhaut. Denn man braucht nicht viele Worte, um Ungerechtigkeit benennen zu können. Und es braucht erst recht nicht viel, um zu handeln! Ein ganz starkes Werk!

Ein wichtiges Buch❤️👍 Ein Roman, der bewegt und nachdenklich macht.
Es ist das dritte Buch, welches ich von Claire Keegan gelesen habe. Und es war das bewegendste Buch von allen. Es geht um ein trauriges Kapitel der irischen Geschichte- den Magdalenen Wäschereien in Irland, von dem ich so noch gar nichts wusste und ich am Ende des Buches darüber unbedingt weiter recherchieren wollte. Es ist ein fiktionales Werk, doch zum Hintergrund verfasst die Autorin am Ende des Buches noch eine Nachbemerkung, so dass man weiß, worum es geht und ob es einen geschichtlichen Bezug gibt. Wie immer schafft es Keegan mit ihren Büchern so viel Mitgefühl für die Charaktere zu empfinden und sich hier in diesem Buch über die positive Entwicklung der Hauptfigur zu erfreuen, obwohl man am Ende nicht weiß, welchen Preis dieser dafür zahlt. Einfach richtig beeindruckend in Sprache, Beschreibung der Gefühls- und Gedankenwelt des Protagonisten , der Erzählung, die eigentlich nur einen kurzen Zeitraum umfasst. Großartig erzählt und lehrreich. Absolut empfehlenswert, wie alle ihrer kleinen und besonderen Bücher❤️🙏
Zunächst bin ich lange drum herum geschlichen ob ich das Buch tatsächlich kaufen soll und als dann endlich im Regal stand bin ich lang drum herum geschlichen das Buch endlich zu lesen. Durch die vielen guten Stimmen und meine hohen Erwartungen war die Chance enttäuscht zu werden hoch. Aber: ich wurde nicht enttäuscht. Irland Ende der 80iger. Ein harter Winter kommt. Das Geld ist knapp. Als Eltern hat man Kinder zu versorgen. Geredet wird viel, über andere. In erster Linie versucht man selbst durchzukommen. So gut wie möglich. Man ist vom Wohlwollen anderer abhängig und wiederum andere vom eigenen Wohlwollen. Nächsten Liebe wird angeblich groß geschrieben. Aber wenn diese Nächsten Liebe schaden kann einem selbst wird weggeschaut. Es geht uns nichts an! Der Klappentext erzählt viel aber nicht wirklich was man in diesem Buch bekommt. Es spielt schon eine Rolle aber das Buch macht inhaltlich auch viel mehr aus. Die Autorin erzählt auf knapp 100 Seiten mehr als es manche schreibende Person nicht auf 400 Seiten schafft. Sie fasst das Irland der damaligen Zeit zusammen und lässt es lebendig werden und bringt es dem Lesenden durch ihre Figuren sehr nahe. Ein absolutes Highlight.
Kurzweilig zum Wegsnacken
So schmal das Buch auch ist, hat es dennoch sehr viel Tiefe. Es hat mich angeregt, mich und meine Rolle als Mutter zu überdenken, Prioritäten zu klären und mich auf das Hier und Jetzt zu besinnen. Ich kann nur jedem/jeder raten, es zur Weihnachtszeit zu lesen. Vom Setting her war der Februar als Lesemonat für mich nicht mehr ganz so optimal.
























































