8. Apr.
Rating:3

Eindringlich gut

Dieser Roman von Claire Keegan hat mir schon deutlich besser gefallen, wobei ich wohl kein Fan werde. Dafür sind mir ihre Romane zu kurz. Sie hat ein deutlichen prägnanten Schreibstil ohne viel drum herum kommt die auf den Punkt mit viel Aussagekraft. Ich hätte allerdings noch so viel mehr erfahren wollen. Das Thema ist so wichtig und so wenig in Literatur besprochen worden, zumindestens von dem ich weiß. Hatte aber trotzdem wertvolle Hörzeit mit diesem Buch gehabt.

Kleine Dinge wie diese
Kleine Dinge wie dieseby Claire KeeganSteidl Verlag
4. Apr.
Das Richtige zu tun erfordert Empathie und Mut.
Rating:4

Das Richtige zu tun erfordert Empathie und Mut.

Ein schmaler Roman im gewohnt reduzierten Erzählstil der Autorin. Billy Furlong, Kohlenhändler im Irland der 80iger Jahre , macht bei einer seiner Auslieferungen eine verstörende Entdeckung. Im Kohleschuppen des ansässigen Klosters kauert eine verängstigte, frierende, verwahrloste junge Frau.... Furlong gerät in einen Gewissenskonflikt, entscheidet er sich für das Wegschauen um seine eigene Familie vor Problemen zu schützen, oder ergreift er Partie und macht den Skandal öffentlich ? Wie bereits in " Das dritte Licht",* bleibt vieles unausgesprochen. So gibt es auch hier ein offenes Ende, ein optimistisches.... Ein Manko war für mich, dass der historische Hintergrund um den Skandal der Magdalenenwäschereien nur durch Klappentext und Nachwort deutlich wurde. Hier wurden "gefallenen" Mädchen und Frauen unmenschliche Dinge angetan und von der Bevölkerung stillschweigend hingenommen *das mir im übrigen noch etwas besser gefallen hat.

Kleine Dinge wie diese
Kleine Dinge wie dieseby Claire KeeganSteidl Verlag
8. März
Rating:4.5

Trotz der Kürze sehr gut

Eine eindrucksvolle Weihnachtsgeschichte, die trotz der kurzen Lauflänge, eine dunkle Episode irischer Geschichte aufzeigt. Alle Lobeshymnen auf diese Geschichte sind hochverdient. Die Sprache ist einfach und doch sehr eindringlich.

Kleine Dinge wie diese
Kleine Dinge wie dieseby Claire KeeganSteidl Verlag
13. Feb.
„Kleine Dinge wie diese“ ist keine Weihnachtsgeschichte, sondern eine leise Anklage. Claire Keegan erzählt mit radikaler Zurückhaltung. Das System der Magdalenenheime wird kaum ausgesprochen und genau darin liegt die Wucht. Wir beobachten einen Mann, der beginnt zu sehen, was alle sehen. Die eigentliche Frage lautet: Wer trägt Verantwortung in einer Gemeinschaft, die das Schweigen organisiert?
Rating:4

„Kleine Dinge wie diese“ ist keine Weihnachtsgeschichte, sondern eine leise Anklage. Claire Keegan erzählt mit radikaler Zurückhaltung. Das System der Magdalenenheime wird kaum ausgesprochen und genau darin liegt die Wucht. Wir beobachten einen Mann, der beginnt zu sehen, was alle sehen. Die eigentliche Frage lautet: Wer trägt Verantwortung in einer Gemeinschaft, die das Schweigen organisiert?

Kleine Dinge wie diese
Kleine Dinge wie dieseby Claire KeeganSteidl Verlag
9. Jan.
Rating:2.5

Wenig erwartet und noch weniger bekommen

Das Buch hat äußerst interessant begonnen und ich dachte mir zwar aufgrund der Länge, dass es nicht wahnsinnig detailliert und umfangreich beschrieben werden könnte, was sich hier genau abgespielt hat. (Ähnliches hat man ja auch im Vorfeld schon über dieses Buch gelesen) Aber dass ich am Ende im Prinzip gar nichts von dem bekommen würde, was ich erwartet hatte, war dann doch etwas überraschend. Es geht im Prinzip ausschließlich um den Protagonisten und um seine Familie. Um seine Ansichten, seine Familie und sein Umfeld betreffend und das war’s dann im Großen und Ganzen. Keine Spur von dem, was sich eventuell hinter den Türen eines bestimmten Ortes abgespielt haben könnte, kein Wort über genauere Geschehnisse und auf den letzten Seiten, auf denen dann tatsächlich etwas zu passieren scheint, passiert dann im Prinzip doch wieder nichts. Es fühlt sich für mich so an, als hätte man mir etwas in die Hände gegeben, auf dem nichts drauf stand, obwohl so viel hätte draufstehen können. Und ich bin sehr froh, dass ich hierfür kein Geld ausgegeben habe, so leid es mir tut.

Kleine Dinge wie diese
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2. Jan.
Rating:5

Bewegend und beeindruckend

Auf gerade Mal 112 Seiten bzw. 2:23h (Hörbuch) berichtet Claire Keegan über ein dunkles Kapitel der irischen Geschichte, die Geschichte der Magdalenen-Wäschereien in Irland, die bis 1996 existierten. Dass der Roman durch die Augen und mit den Gedanken des einfachen und schweigsamen Kohlenhändlers Bill Furlong erzählt wird, macht ihn so stark. Ein absolutes Juwel und toller Leseauftakt für das Jahr 2026.

Kleine Dinge wie diese
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6. Okt.
Rating:3

Mochte das Thema, aber nicht den Schreibstil. Es war manchmal ein bisschen schwierig zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu unterscheiden. Tiefe hat mir auch gefehlt, hätte gerne mehr zu dem Thema erfahren und Spannung war irgendwie auch kaum da. Aber vielleicht war auch genau dieses Gefühl von einem langweilen, stupiden, viel zu alltäglich gewordenen, unerfüllten Leben, dass was die Autorin uns vermitteln wollte?! Vielleicht war es genau das was Furlong fühlte und was ihn dazu brachte so zu handeln, wie er es am Ende tat. Dieses handeln macht ihn dann irgendwie sympathisch, denn wer tut schon Gutes und nimmt dafür solche Risiken für seine Familie in Kauf? Bill Furlong führt zwar kein glamouröses Leben, aber er ist glücklich. Glücklich mit seiner Frau und ihren 5 Mädchen in einer Zeit in der es anderen Weit aus schlechter geht. Er hilft anderen, denn er selbst hat sein Leben jemandem zu verdanken der gegeben und geteilt hat - Mrs. Wilson. Sie ließ seine schwangere Mutter weiter bei ihr arbeiten und ermöglichtet Bill Furlong das zu erreichen was er heut hat. Dann entdeckt er kurz vor Weihnachten die Mädchen die im Kloster des irischen Dorfes festgehalten werden und rettet am Heiligenabend eines von Ihnen - ganz selbstlos nimmt er es mit nach Hause ohne über die Konsequenzen für sich und seine, in dem von der Kirche kontrollierten Dorf lebenden, Familie nachzudenken. Die Geschichte ist beeindruckend und inspirierend, trotzdem ist es vom Schreibstil her einfach nicht mein Buch.

Kleine Dinge wie diese
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14. Sept.
Rating:5

Zunächst bin ich lange drum herum geschlichen ob ich das Buch tatsächlich kaufen soll und als dann endlich im Regal stand bin ich lang drum herum geschlichen das Buch endlich zu lesen. Durch die vielen guten Stimmen und meine hohen Erwartungen war die Chance enttäuscht zu werden hoch. Aber: ich wurde nicht enttäuscht. Irland Ende der 80iger. Ein harter Winter kommt. Das Geld ist knapp. Als Eltern hat man Kinder zu versorgen. Geredet wird viel, über andere. In erster Linie versucht man selbst durchzukommen. So gut wie möglich. Man ist vom Wohlwollen anderer abhängig und wiederum andere vom eigenen Wohlwollen. Nächsten Liebe wird angeblich groß geschrieben. Aber wenn diese Nächsten Liebe schaden kann einem selbst wird weggeschaut. Es geht uns nichts an! Der Klappentext erzählt viel aber nicht wirklich was man in diesem Buch bekommt. Es spielt schon eine Rolle aber das Buch macht inhaltlich auch viel mehr aus. Die Autorin erzählt auf knapp 100 Seiten mehr als es manche schreibende Person nicht auf 400 Seiten schafft. Sie fasst das Irland der damaligen Zeit zusammen und lässt es lebendig werden und bringt es dem Lesenden durch ihre Figuren sehr nahe. Ein absolutes Highlight.

Kleine Dinge wie diese
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12. Sept.
Rating:4

„Was haben solche Dinge mit uns zu tun? Sind unsere Mädchen nicht wohlauf und wohlbehütet?“ ~ Eileen Furlong

Claire Keegans „Kleine Dinge wie diese“ ist ein stiller, sehr knapp gehaltener Roman, der dennoch eine eindringliche Wirkung entfaltet. In ruhiger, beinahe weihnachtlich-besinnlicher Atmosphäre gelingt es Keegan, die dunkle Realität der irischen Gesellschaft in den 1980er-Jahren spürbar zu machen – eine Gesellschaft, die unter dem Einfluss der katholischen Kirche die Gräuel hinter den Mauern der Magdalenen-Wäschereien „nicht sehen wollte“. Dieses System, das bereits Mitte des 18. Jahrhunderts begann, erst 1996 endete und für das sich Irland erst 2013 offiziell entschuldigte, führte über Generationen hinweg zu Missbrauch, Ausbeutung und der Zerstörung unzähliger Leben – ein Verbrechen, das sich direkt vor den Augen der Gesellschaft abspielte, getrennt nur durch Mauern und Zäune. Tragischerweise ist ein solches Wegsehen gegenüber einem übermächtigen Apparat, der Menschen mit angeblichen Makeln systematisch stigmatisiert und vernichtet, bekanntlich auch ein Teil der deutschen Geschichte, in noch viel größerem Ausmaß. Was Keegan besonders eindrucksvoll gelingt, ist, in wenigen Worten mehr zu sagen, als es auf den ersten Blick scheint. Sie zeigt in feinen, leisen Bildern, wie wahre Nächstenliebe – so, wie sie von der Kirche gepredigt wird, aber in der Realität oft fehlte – hätte aussehen können. Die Zurückhaltung in Sprache und Ton macht den Roman berührend, ohne ins Reißerische abzudriften und genau darin liegt auch seine Stärke. Gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe in der Darstellung des „Helden“ gewünscht. Sein inneres Ringen, die Widrigkeiten und die Risiken, die mit seiner Haltung verbunden waren, treten etwas zu sehr in den Hintergrund. Stattdessen liegt der Fokus oft auf seiner Familie, der Arbeit oder dem Dorfleben. Dadurch wirkt sein mutiges Handeln stellenweise fast selbstverständlich – was es in der damaligen Realität keineswegs war. Ein stärkerer Akzent auf Zweifel, Widerstände und persönliche Konsequenzen hätte den Roman für mich noch kraftvoller gemacht. Alles in allem bleibt „Kleine Dinge wie diese“ eine gelungene und wichtige Geschichte über einen traurigen Teil der irischen Vergangenheit. Ich selbst hatte zuvor nur am Rande von den Magdalenen-Wäschereien gehört – das Buch hat mich dazu gebracht, mehr darüber erfahren zu wollen. Es regt zum Nachdenken und Recherchieren an und zeigt, wie nachhaltig selbst ein schmales Werk wirken kann.

Kleine Dinge wie diese
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8. Aug.
Rating:5

Dünnes Buch mit so viel Gewicht

Wow was für eine traurige und emotionale Geschichte. Sie führt uns wieder einmal vor Augen, was für eine Macht die Kirche und die Gesellschaft haben. Wenn eine Person sich widersetzt oder hinterfragt, gibt es Konsequenzen. Toller Schreibstil. Spielt im Winter und ich konnte die Kälte und die dunkle Jahreszeit spüren. Es ist toll erzählt. Ich konnte mich so in den Protagonisten hineinversetzen. In seine Gedanken, seine Gefühle, seine Sorgen. Basiert auf einer schamhaften historischen Tatsache. Wie können Menschen religiös sein und doch so unbarmherzig. Wie können Eltern ihren Ruf über das Wohl ihres Kindes stellen. Wie kann ein ganzes Land jahrzehntelang das dulden? Grausam!

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7. Aug.
Rating:5

Ein wichtiges Buch❤️👍 Ein Roman, der bewegt und nachdenklich macht.

Es ist das dritte Buch, welches ich von Claire Keegan gelesen habe. Und es war das bewegendste Buch von allen. Es geht um ein trauriges Kapitel der irischen Geschichte- den Magdalenen Wäschereien in Irland, von dem ich so noch gar nichts wusste und ich am Ende des Buches darüber unbedingt weiter recherchieren wollte. Es ist ein fiktionales Werk, doch zum Hintergrund verfasst die Autorin am Ende des Buches noch eine Nachbemerkung, so dass man weiß, worum es geht und ob es einen geschichtlichen Bezug gibt. Wie immer schafft es Keegan mit ihren Büchern so viel Mitgefühl für die Charaktere zu empfinden und sich hier in diesem Buch über die positive Entwicklung der Hauptfigur zu erfreuen, obwohl man am Ende nicht weiß, welchen Preis dieser dafür zahlt. Einfach richtig beeindruckend in Sprache, Beschreibung der Gefühls- und Gedankenwelt des Protagonisten , der Erzählung, die eigentlich nur einen kurzen Zeitraum umfasst. Großartig erzählt und lehrreich. Absolut empfehlenswert, wie alle ihrer kleinen und besonderen Bücher❤️🙏

Kleine Dinge wie diese
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1. Aug.
Rating:5

I approached Small Things Like These expecting heavy, dark moments, but this book completely surprised me with how gracefully it blends tragedy, mystery, and the normalcy of everyday life. It wasn’t just interesting—it introduced me to a historical topic I had never encountered before, and it did so in such a down-to-earth, relatable way. The author’s portrayal of the characters, their inner struggles, and their grappling with conscience felt deeply authentic. It’s rare to find a book where the characters' thoughts and troubles resonate so strongly. The writing style is simple yet profound, making the story easy to follow but emotionally impactful. I loved how the book opened up new perspectives for me, especially about a piece of history I hadn't had on my radar before. It’s beautifully written, deeply moving, and relatable—a story I wholeheartedly recommend to everyone. If you enjoy books that introduce you to new topics while offering a powerful and intimate story, this is an absolute must-read!

Kleine Dinge wie diese
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16. Juli
Rating:4

Dieses Buch ist ein Schatz. Fein wie Schneeflocken, sanft wie ein Licht in dunkler Nacht. Es erzählt davon, wie viel Hoffnung in einer einzigen guten Tat liegen kann. Ich vergebe aus tiefstem Herzen 5 von 5 Sternen – und wünsche jedem, es möge zur rechten Zeit in die Hände fallen.

Es gibt Bücher, die sprechen nicht laut – sie flüstern. „Kleine Dinge wie diese“ von Claire Keegan ist genau so ein Buch: zart, leise und dennoch voller Kraft. Auf kaum 100 Seiten erzählt Keegan eine Geschichte, die das Herz berührt, die still unter die Haut geht und noch lange nach dem letzten Satz in einem weiterlebt. Wir begleiten Bill Furlong, einen einfachen Mann mit einem gütigen Herzen, durch die verschneiten Tage vor Weihnachten in einem kleinen irischen Ort. Während die Welt ringsum von Routine, Kälte und Schweigen bestimmt wird, trägt Furlong eine stille Wärme in sich – geboren aus Liebe, Mitgefühl und einem tiefen Sinn für das Richtige. Es sind eben die kleinen Dinge – ein Blick, ein Gedanke, ein ungesagtes Wort –, die hier ganze Welten bedeuten. Keegans Sprache ist klar wie ein Wintermorgen, doch voller sanfter Poesie. Jeder Satz ist mit Bedacht gesetzt, jede Szene trägt Bedeutung. Zwischen den Zeilen entfaltet sich eine stille Kritik an der Härte vergangener Zeiten – und zugleich ein zarter Lobgesang auf das Mitgefühl, das Vertrauen in das Gute und die stille Macht der Liebe. Was mich besonders berührt hat: In einer Welt, in der so viele wegschauen, schaut einer hin. Und das verändert alles – nicht laut, nicht dramatisch, sondern einfach und menschlich.

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1. Juni
Rating:4.5

Eine etwas andere Lektüre

Kleine Dinge wie diese….ein ungewöhnliches Buch, sehr gut beschrieben, wie die kleinen Dinge des Lebens einen beschäftigen und am Laufen halten. Nur am Rande wird von dem Kloster erzählt, welches eine der berüchtigten Magdalenen-Wäschereien in Irland beherbergt….nur am Rande bekommt man mit, welche Zustände dort herrschten. Das Buch umfasst nur 107 Seiten, es ist schnell durchgelesen. Eine etwas andere Lektüre für zwischendurch.

Kleine Dinge wie diese
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29. Apr.
Rating:3.5

Das Leben und Leiden der Frauen in den Magdalenen-Wäschereien hat mich als Thematik sehr interessiert, ist aber meiner Meinung nach viel zu kurz gekommen. Gerne hätte ich noch mehr darüber erfahren, aber dafür sind 105 Seiten einfach zu wenig. Claire Keegan‘s Schreibstil gefällt mir auch dieses Mal sehr gut. „Das dritte Licht“ der Autorin hat mir allerdings deutlich besser gefallen!

Kleine Dinge wie diese
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29. Apr.
Rating:4

Bill Furlong versorgt als Kohle- und Brennholzhändler sein kleines irisches Heimatdorf sowie das nahelegene Kloster, welches abgelegen und durch hohe Mauern geschützt am Dorfrand liegt. Es gibt Gerüchte über das Kloster und den Frauen, die für die Wäscherei dort arbeiten. Gerüchte, die ihn wenig kümmern und wenig interessieren, bis er einer von den Frauen begegnet und diese Begegnung Entscheidungen von ihm abverlangt. Dieser kleine Roman handelt von Moral und Verantwortung, mit fiktiven Figuren vor realem Hintergrund der Magdalenen Kloster in Irland. Völlig zurecht nominiert für den Booker Prize, aber leider viel zu schnell vorbei.

Kleine Dinge wie diese
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27. Apr.
Rating:3.5

Kleines feines Buch

Ein schönes, kurzes Buch für zwischendurch. Der Inhalt ist bedrückend. Claire Keagan versteht es sehr gut in wenigen Seiten große Geschichten zu erzählen. Dieses Buch hat mich aber nicht so gepackt wie „Das dritte Licht“, dass ich großartig fand!

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18. Apr.
Rating:4.5

Claire Keegans Schreibstil ist kurz, prägnant und einprägsam, ohne ein Wort zu viel. Es ist unvorstellbar, dass die letzte Magdalenenwäscherei in Irland erst 1996 geschlossen wurde. So viel Leid und Tod, wo doch eigentlich im Kloster die Nächstenliebe vorherrschen sollte.

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3. Apr.
Rating:3.5

Viel Gewicht in einem schmalen Büchlein

Schreibstil und Geschichte haben mir gut gefallen, das Cover ist sowieso ein Traum Flüssig und leicht zu lesen und doch eine sehr schwere Thematik, die aber nicht dem/r Lesenden ins Gesicht gedrückt wird, sondern eher nur fein skizziert bleibt. Vieles bleibt eher hinter der Oberfläche, zwischen den Zeilen Hat mir gut gefallen

Kleine Dinge wie diese
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25. März
Rating:2.5

Ein wichtiges Thema, aber leider zu distanziert erzählt. Die Perspektive bleibt oberflächlich, und die Geschichte kratzt nur an der Oberfläche des Leids in den Magdalenen-Wäschereien. Schade, denn da wäre mehr drin gewesen.

Was ich dem Buch zugutehalten muss: Es hat mir ein wichtiges historisches Thema nähergebracht. Auf nur 108 Seiten begleiten wir den Kohlehändler Bill Furlong durch den Winter 1985 in der irischen Kleinstadt New Ross. Nach und nach erkennt er das Grauen der Magdalenen-Wäschereien – doch das bleibt leider auch schon die einzige Perspektive auf dieses Thema. Wir lernen keine der betroffenen Frauen wirklich kennen. Alles wird aus der Perspektive des recht privilegierten Furlong erzählt, der am Ende (vorsichtiger Spoiler) zum christlichen Helden stilisiert wird, weil er ohne Plan oder Strategie eine einzige Frau aus der Wäscherei rettet – und dabei seine eigene Familie in Gefahr bringt. Auch stilistisch konnte mich das Buch nicht überzeugen. Sicherlich handwerklich gut geschrieben, aber für mich war es letztlich zu distanziert und zu wenig greifbar. Schade, dass ein so wichtiges Thema auf diese Weise erzählt wurde.

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24. März
Rating:4

🎧 Zarte Erzählung im harten Irland

Der Kohlenhändler Billy Furlong ist mir ans Herz gewachsen. Trotz der rauen Zeiten in Irland und Missmut an allen Seiten, bewahrt er sich seine Zartheit und sein reines Herz. Wie wäre wohl eine Welt mit ganz vielen Billy Furlongs ♥️

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19. März
Rating:3.5

Berührende sehr kurze Weihnachtsgeschichte

Eine sehr gut geschriebene Geschichte. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Eine wirklich gefühlvolle Handlung mit viel Potential nach oben in der Ausführung und Länge. Ggf. Ist es von der Autorin gewollt, dass man mehr über den Sachverhalt erfahren möchte. Man bekommt das Interesse geweckt, mehr über das schwere Schicksal recherchieren zu wollen. Ich hätte das gern einfach schon in diesem Buch erfahren. Aber dennoch, die Handlung bleibt im Kopf und man denkt sehr über das damalige Leben und diese Schicksalsschläge nach.

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14. Feb.
Rating:4

Kurzweilig zum Wegsnacken

So schmal das Buch auch ist, hat es dennoch sehr viel Tiefe. Es hat mich angeregt, mich und meine Rolle als Mutter zu überdenken, Prioritäten zu klären und mich auf das Hier und Jetzt zu besinnen. Ich kann nur jedem/jeder raten, es zur Weihnachtszeit zu lesen. Vom Setting her war der Februar als Lesemonat für mich nicht mehr ganz so optimal.

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9. Feb.
Rating:4.5

Sicher nicht mehr unbekannt, daher nur kurz: mit dem gleichen szenischen Verständnis wie in ihren anderen Geschichten schafft es m.E.n. Keegan auch hier, die großen Motive in den "kleinen Dingen" spürbar zu machen, fand ich wunderbar!

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2. Feb.
Rating:4

Interessant auf mehreren Ebenen

Ich fand die Erzählung in vielerlei Hinsicht spannend. Zum einen geht es um eine Familie der Arbeiterklasse, um das Arbeits- sowie das Familienleben und die Aufteilung der verschiedenen Rollen. Ich fand die Beschreibung der Eltern und deren Perspektive auf die Kinder spannend. Jedes Familienmitglied hat ihren Platz und kennt seine Aufgaben. Zum anderen geht es um den Umgang der Gesellschaft/der Kirche mit Mädchen und Frauen, die in schwierigen Lebenslagen stecken. Egal, ob sozial benachteiligt, verarmt, unehelich schwanger - you name it. Und der ist doch schockierend. Eine Auseinandersetzungen mit dem Thema lohnt sich.

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12. Jan.
Rating:5

Bewegend

Claire Keegan schafft es mit nur wenig Seiten viel zu sagen. Es ist noch nicht lange her, dass die katholische Kirche eine solche Macht in Irland hatte, dass Menschen unglücklich und bigott ihrer Diktatur folgen mussten. Hier widersetzt sich jemand und zeigt, was wirkliche Barmherzigkeit und christliche Nächstenliebe ist. So ein schönes Büchlein. Ich kann es nur weiterempfehlen.

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6. Jan.
Rating:5

Ein kleines, feines Buch für die Vorweihnachtszeit.

Irland 1985, kurz vor Weihnachten. Der Kohlenhändler Billy Furlong hat eine Familie mit fünf Töchtern zu versorgen. Das Geld ist knapp und das Nonnenkloster im Ort ein zuverlässiger Kunde mit guter Zahlungsmoral. Eines Tages trifft er bei einer Auslieferung dort auf ein verwahrlostes Mädchen, das ihn um Hilfe bittet. Doch schon kurz darauf erscheinen die Nonnen und bringen das Mädchen zum Schweigen. Furlong kann das Gesehene nicht verdrängen und ist von da an hin- und hergerissen zwischen seinem Gewissen und den Widerständen, die ihm begegnen. Claire Keegan hat in ihrem kurzen, aber gehaltvollen Buch die erschreckenden Zustände in den Magdalenen-Wäschereien beschrieben, aber auch den Einfluss, den die Katholische Kirche Mitte des 20. Jahrhunderts in Irland hatte. Trotz des schweren Themas ein Buch, das Hoffnung macht. Eine Empfehlung zu Weihnachten. 🌠 Ich habe das Hörbuch gehört, gelesen von Stefan Wilkening.

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31. Dez.
Rating:5

Ein kleines Büchlein mit großer Wirkung.

Bis ich dieses Buch gelesen habe, war mir die Einrichtung der Magdalenen Wäscherei in Irland kein Begriff. Nun habe ich einiges darüber nachgelesen und bin schockiert. Erst 1996 wurde die letzte dieser von der katholischen Kirche und dem irischen Staat geführten Einrichtungen geschlossen. Wie es den jungen Frauen und Mädchen dort erging, was die Menschen im direkten Umfeld darüber wussten und weshalb trotzdem alle darüber schwiegen, wird in diesem toll geschriebenen Buch von Claire Keegan beschrieben. Definitiv ein Lesehighlight, wenn auch ein erschütterndes.

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19. Dez.
Rating:4

Buch mit viel Atmosphäre, das Hoffnung gibt

Ich mochte dieses Buch. Die Sprache ist sehr schön (habe allerdings auf Englisch gelesen) und man taucht ab ins winterliche, ländliche Irland der 1980er Jahre. Bill ist Kohlehändler und lebt mit seiner Familie ein bescheidenes aber gutes Leben als er in einem Kohleschuppen eines Klosters ein eingesperrtes junges Mädchen findet. Die Nonnen vertuschen die Tatsachen und im Dorf wird Bill gebeten, das Schweigen zu wahren. Was soll er tun? Das Buch thematisiert die Magdalenen-Wäschereien, in denen junge Frauen, die "gefallen" also unehelich schwanger waren, durch die Katholische Kirche bis ins Jahr 1996 festgehalten und ausgebeutet wurden. Ein wichtiges kurzes Buch atmosphärisch schön umgesetzt.

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Kleine Dinge wie dieseby Claire KeeganSteidl Verlag
6. Dez.
Rating:3

Dunkles Kapitel der Irischen Geschichte

Wie wir es von Claire Keegan gewohnt sind - auf wenigen Seiten gelingt es ihr, die Schwächen der Gesellschaft offenzulegen. Wegschauen um des eigenen Friedens Willen oder tief empfundende Nächstenliebe. Das ist der Zwiespalt, mit dem sich Bill Furlong konfrontiert sieht, als er bei einer Lieferung an ein Kloster eine schockierende Entdeckung macht. Furlong lebt mit seiner Frau und fünf Töchtern ein einfaches Leben und arbeitet hart. Und er schaut zurück auf eine Kindheit, die nur behütet gelebt werden konnte, weil seine Mutter damals in eine Famile aufgenommen wurde, denn eine junge Mutter und ihr Kind ohne den Vater waren seinerzeit eine Schmach. Ein ruhiges, warmherziges Buch, dass ein dunkles Kapitel der Irischen Geschichte und gleichzeitig die moralische Zerrissenheit jeder Gesellschaft zum Thema macht.

Kleine Dinge wie diese
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30. Nov.
Rating:5

Diese kleine, kurze Geschichte...

ist wirklich beeindruckend. Der Autorin gelingt es auf nur 112 Seiten bzw. in 2:22 Std. der Hörversion, soviel zu erzählen und das auf eine wunderbare Art. Dieses kurze Büchlein hat mich echt überrascht. Die Geschichte ist traurig und auch erschreckend das sie in unserer Zeit spielt und nicht 1800 und... Aber sie hat doch auch etwas schönes. Klare Leseempfehlung 👍

Kleine Dinge wie diese
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