Jugend ohne Gott

Jugend ohne Gott

Hardback
3.6498
KlassenfahrtKlassiker LiteraturGottReligion

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Description

'Wie gerne würden sie krepieren auf irgendeinem Feld! Der Name auf einem Kriegerdenkmal ist der Traum ihrer Pubertät.' Sie ist verroht, gefühlskalt, unmoralisch – jene 'Jugend ohne Gott', die Ödön von Horváth (1901–1938) von seinem Ich-Erzähler, einem namenlosen Lehrer, beschreiben lässt. Eingebettet in die Geschichte eines Mordes zeichnet Horváth gekonnt das verstörend eindrückliche Bild einer gedankenlosen, ideologisch verblendeten Jugend am Beginn des NS-Regimes. Der szenisch komponierte Roman erschien erstmals 1937 in Amsterdam und wurde schon kurz danach in acht weitere Sprachen übersetzt. Trotz des 1938 folgenden Verbots durch die Nationalsozialisten machte er seinen Autor schnell international bekannt.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Hardback
Pages
128
Price
4.95 €

Author Description

Ödön von Horváth, geboren 1901, studierte Germanistik in München. Bis 1933 lebt er in Berlin und Murnau (Oberbayern). Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten übersiedelt Horváth nach Wien und nach dem 'Anschluß' Österreichs emigriert Horváth nach Paris. Am 1. Juni 1938 wird Ödön von Horváth auf den Champs-Élysées während eines Gewitters von einem Ast erschlagen.Zu seinen bekanntesten Werken gehören u. a. »Der ewige Spießer«, »Geschichten aus dem Wienerwald« (dafür erhielt er 1931 den renommierten Kleist-Preis), und »Jugend ohne Gott«.

Posts

57
All
3

Leider hat mir der Schreibstil überhaupt nicht gefallen, es war mir auch teilweise zu wirr... Das Thema ist aber interessant, daher auch die 3 Punkte.

3.5

War ok.

Hab echt keine Lust, ständig lesen zu müssen, wie erwachsene Männer auf junge Mädchen stehen, aber here we go. Hab das Buch fürs Abitur gelesen, dementsprechend belehrend war es. Aber ich kam gut durch, Stil hat mir weitestgehend gefallen und es war auch nicht unbedingt langweilig.

3.5

Mal wieder einen Klassiker gelesen. Anfangs hatte ich Bedenken, weil die Schreibweise bei alten Büchern doch oft recht gewöhnungsbedürfig ist , hier ging’s aber doch recht flott zu lesen. Passt auch gut in die heutige Zeit. Auch wenn die Wortwahl natürlich schwer zu ertragen ist aber damals normal war ( das N-Wort)

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3.5

Gut. Der simple Schreibstil lässt einen nicht los. Ich werde es nochmal lesen müssen um wirklich alles mit zu nehmen. Es ist keine leichte Lektüre, aber dich zu empfehlen!

5

„Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horváth ist ein zeitloses und hochaktuelles Meisterwerk. Der Roman fesselt durch seine eindringliche Darstellung eines Lehrers, der in einem totalitären System für seine moralischen Grundsätze kämpft. Mit präziser Sprache und fesselnder Erzählung zeigt Horváth, wie eine Gesellschaft des Misstrauens und der Ideologie das menschliche Gewissen unterdrückt. Es ist eine mahnende Geschichte über den Mut zur Menschlichkeit und die Notwendigkeit, sich auch unter Druck nicht von seinen Werten abbringen zu lassen. Ein Muss für jeden, der nach einer Lektüre sucht, die nachhallt und zum Nachdenken über die eigene Haltung anregt.

4.5

„Gott ist das Schrecklichste auf der Welt"

Ich fand das Buch richtig stark. Vor allem die kurzen Kapitel haben dafür gesorgt, dass man super dranbleiben konnte, nie zu langatmig, aber trotzdem tief. Was mich besonders gepackt hat, war, wie immer wieder das Thema „Gott" aufgegriffen wird, ohne dass es aufdringlich wirkt. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Story und regt zum Nachdenken an. Insgesamt ein Buch, das nicht nur gut geschrieben ist, sondern einen auch echt beschäftigt.

5

„Und die einzige Freiheit, die mir verblieb: glauben oder nicht glauben zu dürfen.“

„Jugend ohne Gott“ erschien im Jahr 1937, hat aber an Aktualität nichts verloren. Es wird die Geschichte eines Lehrers erzählt, der sich im Zwiespalt zwischen seinen Moralvorstellungen und einem diktatorischen System befindet. Eine absolute Leseempfehlung von mir! 📚

„Und die einzige Freiheit, die mir verblieb: glauben oder nicht glauben zu dürfen.“
5

Ich verstehe nicht, wieso dieses Buch so vielen Leuten nicht gefällt… Ich fand es toll und würde es auch nochmal lesen. Der Titel verrät anfangs nicht viel, aber die ganzen Andeutungen im Buch auf die Bibel fand ich bemerkenswert (Verurteilung Eva z.B)! Teils hat mir auch ein roter Faden gefehlt, aber jedes Mal wenn ich mir das Buch wieder durch den Kopf gehen lasse oder darüber rede, kriege ich Gänsehaut. Meisterwerk!

5

Ein schmales Buch, aus der Perspektive eines Lehrers erzählt und in den ersten Jahren des Dritten Reiches spielend, in dem es um solche Themen wie Anpassung und Opportunismus geht. Moderner Klassiker.

0.5

Minus 100 ⭐️ Ich habe schon viele schlechte Klassenlektüren gelesen, aber diese war der Höhepunkt… oder soll ich sagen Niederpunkt?? Ich konnte schon den Film nicht leiden, trotzdem war dieser noch besser als das Buch 🙄

4

interessant

Das Buch überzeugt mit allgemein gehaltener und dennoch präzisen Ideologiekritik autoritärer Systeme. Die Anspielungen auf das dritte Reich sind zwar eindeutig, jedoch sollte man das behandelte Thema nicht als historisch abtun. Die Ideologiekritik funktioniert über die Darstellung von Anpassung und Gleichgültig im Kleinen. Der beinahe protokollarische Schreibstil über einen diffusen Mordfall verdeutlicht die schleichende Normalisierung von Unmoral. Nicht die spannendste Handlung, aber wenn man dem ganzen Zeit gibt, versteht man warum das Buch so beliebt ist und auch in Schulen gelesen wird.

4

In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Spaltung erweist sich Ödön von Horváths Roman von 1937 als einigermaßen zeitgemäß. Er erzählt von einem Lehrer, der beobachtet, wie seine Schüler systematisch verrohen und menschenfeindliche Ansichten entwickeln. Seine anfängliche Anpassung und sein Schweigen werden durch einen Mordfall in seiner Klasse erschüttert: er muss Position beziehen. Er ist keine makellose Figur, sondern ein Mensch mit nachvollziehbaren Ängsten und Zweifeln. Seine Situation spiegelt eine zeitlose Frage: Wann ist der Punkt erreicht, an dem man nicht mehr schweigen darf? Schön ist auch der Hoffnungsschimmer, den Horváth inmitten der düsteren Atmosphäre setzt: Der „Klub der Gerechten“, eine kleine Gruppe von Schülern, die sich ihrer Menschlichkeit nicht berauben lassen wollen, zeigt, dass Widerstand gegen den Mainstream möglich ist. Sie sind der Beweis, dass selbst in Zeiten moralischen Verfalls nicht alle jungen Menschen ihre Werte verlieren. Ein schöner Klassiker über Mut, Verantwortung und die Kraft des Einzelnen. In Zeiten wachsender Intoleranz und digitaler Hetze gewinnt dieser Roman vielleicht eine neue, dringliche Bedeutung 🤔

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5

Gelungener Kriminalroman

Schöne Behandlung des Themas Gott als moralische Instanz in einer Welt des Ungläubigen, unterstützt durch schöne und eindringliche Metaphern, verpackt in einen direkten sachlichen Schreibstil, der gerade deswegen so viel offen hält.

3.5

ZWISCHEN MORAL UND MANIPULATION – EINE FESSELNDE, ABER NICHT GANZ TIEFGEHENDE LEKTÜRE

Ödön von Horváths Jugend ohne Gott ist ein faszinierender Roman, der mit seiner klaren Sprache und seiner düsteren Atmosphäre beeindruckt. Die Geschichte eines Lehrers, der in einer von Nationalismus und Gleichgültigkeit geprägten Gesellschaft mit seiner eigenen Moral ringt, bleibt spannend und gut lesbar. Besonders gelungen ist die Art, wie Horváth das beklemmende Klima der Vorkriegszeit einfängt und die manipulative Macht von Ideologien thematisiert. Die schnörkellose Erzählweise trägt zur Intensität der Handlung bei und sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Allerdings hätte ich mir stellenweise noch mehr Tiefgang gewünscht. Die Figuren bleiben manchmal etwas distanziert, und einige moralische Fragestellungen hätten noch stärker ausgearbeitet werden können. Das Potenzial für noch tiefere psychologische Einblicke war definitiv vorhanden. Insgesamt ist Jugend ohne Gott ein lesenswerter Roman mit einer starken Botschaft, auch wenn er für mich nicht die volle emotionale Wirkung entfalten konnte. Wer sich für zeitkritische Literatur interessiert, wird hier dennoch eine spannende und nachdenklich stimmende Lektüre finden.

4.5

In einem Song: The Colour Of Snow von Polarkreis 18

Krank aber auch krank gut! Durchgängig spannend und auch aus einer sehr interessanten Erzählperspektive. Der stille Widerstand als ein Begleitmotiv des Buches hat mich dazu gelockt das Buch zu lesen und es hat sich gelohnt! Dir Sprache ist etwas altmodisch, es lässt sich aber dafür erstaunlich gut lesen. Das Buch ist eine Inpiration das richtige zu tun und ehrlich bzw. aufrichtig zu handeln. Es enthält einige interessante Gedanken zum Thema Glauben bzw. Kirche, (auch der Rolle der Kirche zur NS Zeit) die zum Nachdenken anregen. Besonders zu erwähnen ist, dass das Buch eigentlich viele Genres abdeckt: Von Gesellschaftskritik und stillem Widerstand zu philosophischer Abhandlung und schließlich wird es zum Jugendroman bis Kriminalfall. Auf jeden Fall zu empfehlen, vor allem weil es sehr textdicht ist und man für relativ viel Handlung dann doch sehr schnell das Buch fertiggelesen hat.

3.5

Mal wieder einen Klassiker abgehakt!

Liest sich schnell und regt zum Nachdenken an. Denn es berichtet von den Gefahren eines faschistischen Staates und nimmt vor allem Bezug auf die Gefahren für die Jugend. Ein Thema mit welchem wir uns auch heute beschäftigen sollten. Daher absolute Pflichtlektüre.

Mal wieder einen Klassiker abgehakt!
4

Vielleicht darf man nicht zu jung sein und nicht zu viele Illusionen haben, wenn man dieses Buch liest. Spannend

4.5

4,5☑️ ——— Ich habe das Buch gelesen, weil ich den gleichnamigen Film gesehen habe und den Ursprung erlesen wollte, es war gut geschrieben. ———

3

Aktuell - interessant, aber nicht mehr.

Die gesellschaftliche, soziale und politische Kritik ist zwar wirklich interessant, doch das Buch ist sehr langatmig aufgebaut und kommt einfach nicht in Schwung. Die Schüler werden alle nur mit dem Anfangsbuchstaben ihrer Nachnamen angesprochen und den Namen der Hauptperson erfährt man auch nicht. Dadurch ist es für den Leser beinahe unmöglich eine persönliche Beziehung mit den Personen aufzubauen - sie wirken alle unsympathisch und abgehoben. Wie gesagt, interessant, aber nicht mehr.

2

Ein ziemlich zäher Klassiker mit leider noch immer aktuellem Bezug. Mir war es vom Schreibstil doch zu altmodisch - der Lehrer, von dessen Schülern nur mit dem Anfangsbuchstaben des Nachnamens gesprochen wird, in einer Welt, in die er nicht hineinpasst, da er nicht der Masse folgt.

3.5

Fand ich in der Schule furchtbar, habe es zum Glück ein paar Jahre später noch mal gelesen. Ein Klassiker, der es verdient einer zu sein.

3.5

Mord. Jugend außer Kontrolle

Ein alter Klassiker. Irritierend ist, dass nur Nachnamensbuchstaben verwendet werden und manchmal das Ganze etwas sprunghaft ist. Man sollte es gelesen haben. Das passiert, wenn Werte fallen. Außerdem spannender Einblick in die beginnende NS-Zeit.

5

Zweifeln bis zur Verzweiflung

Das erste Werk, das ich von Horváth gelesen habe und definitiv nicht das letzte. Sein Schreibstil fesselt mich förmlich an sein Buch. Sehr empfehlenswert, wichtige Thematik.

1

~Jugend ohne Gott von Ödön von Horváth~ Ein Lehrer sieht sich zu Beginn des NS-Regimes mit einer gedankenlosen und ideologischen Jugend konfrontiert, die bereits auf die Denkweise des Regimes umgepolt wurde. Als Mitschüler zu Feinden werden und ein Mord stattfindet, muss der Lehrer sich mit seiner eigenen Moral auseinandersetzen und sich entscheiden, ob er - wie so viele andere - wegsieht, oder der Wahrheit auf den Grund geht. Ich habe absolut nichts gegen einen älteren Sprachstil und eine veraltete Wortwahl, aber Drei-Wort-Sätze brauche ich nicht unbedingt. Dass die Charaktere keine Namen haben, sondern immer nur mit dem Anfangsbuchstaben ihres Nachnamens genannt wurden, hat mich mehr als verwirrt. Genau so verwirrt hat mich der nicht vorhandene rote Faden. Ich weiß jetzt schon nicht mehr, was in diesem Buch passiert ist. Manche Passagen hätten philosophisch sein sollen, aber mir kamen es eher vor, als hätte der Autor in dem Moment, wo er sie geschrieben hat, pinke Einhörner vor sich gesehen. Die erste Klassenlektüre war wohl nichts...🤷‍♀️ 1/5🥱

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1

Ich habe die Ausgabe von meinem Bruder. Er hat das Buch im Deutschunterricht gelesen, um 2010 rum. Dieses Buch braucht dringend eine Überabeitung. Der Inhalt ist sprunghaf, die Gedanken des Lehrers nicht immer nachvollziehbar.

5

Was für eine Geschichte, was für eine Handlung zum Ende hin und was für ein letzter Satz. Genial

4

Guter Klassiker

Der Anfang hat sich meiner Meinung nach etwas gezogen, weshalb ich einen Stern abgezogen habe. Der Rest konnte mich jedoch wirklich begeistern, besonders die Wendungen im letzten Drittel haben mich gefesselt. Ich kann es wirklich jedem der mit Klassischen Büchern starten will empfehlen, da es sich leicht und verständlich lesen lässt.

5

Interessanter Einblick

Die Erzählung aus dem Blickwinkel des Lehrers macht die Geschichte sehr nahbar. Man erfährt etwas über sein Innenleben, etwas ganz intimes. Man fühlt mit im in allen Gewissensbissen und leidet gleichzeitig mit ihm, wenn er sich verstecken muss, untergeben muss. Sehr gute Geschichte, gerne lesen!

4

Super interessant!

Dieses Buch kann ich empfehlen wenn jemand in die früheren Zeiten tauchen möchte. Enthält mehrere spannende Themen.

1

Rassistisch, sexistisch, misogyn, pädophil…

“Jugend ohne Gott” setzt sich mit vielen gesellschaftsrelevanten Themen auseinander ohne dabei irgendetwas einzuordnen, es kommt alles lediglich vor, ohne Konsequenz. Auch Faschismus und Propaganda sind Kernelemente in diesem Werk, aber auch hier ist es jeweils nur irgendwie unangenehm ohne dem Ganzen weitere Beachtung zu schenken. Lediglich zu Schuld, Klassismus und Moral gibt es eine Schlussfolgerung. Das Buch ist schlechter gealtert als Thomas Gottschalk.

5

Sehr gut

Horváths Roman Jugend ohne Gott fesselt mit seiner spannenden Handlung und seiner prägnanten Sprache. Die kurzen Sätze machen das Buch angenehm zu lesen. Die Persönlichkeiten der Charaktere werden gut dargestellt. Der namenlose Lehrer als Hauptfigur wirkt zunächst distanziert, entwickelt sich jedoch durch seine Gewissenskonflikte und moralischen Entscheidungen weiter. Das zentrale Thema des Antifaschismus wird eindringlich vermittelt und bleibt auch heute aktuell. Die Darstellung einer Gesellschaft, in der Werte wie Mitgefühl und Wahrheit zunehmend verloren gehen, regt zum Nachdenken an. Dabei gelingt es Horváth, die ideologische Verführung und deren Folgen aus der Perspektive des Einzelnen greifbar zu machen. Trotz der historischen Verortung wirkt die Geschichte universell und zeitlos. Die Mischung aus Kriminalgeschichte und Gesellschaftskritik sorgt für eine fesselnde Lektüre. Insgesamt ein lehrreicher und packender Roman, der auch heute noch von großer Relevanz ist.

3

Zieht sich teilweise sehr, der Showdown am Ende geht dann irgendwie aber recht schnell. Man ist schnell durch, weil es kurz ist, aber es wird sicher nicht mein Lieblingsbuch.

3

Beginning is hard, second half gets better

4

Die Geschichte ist interessant und spiegelt nicht nur die damalige Zeit wieder sondern ist auch heute noch aktuell.

5

Sagenhaftes Werk über einen Lehrer im Zwiespalt zwischen Kritik am diktatorischen Regime und Selbstschutz. Mitreißend.

3.5

>>Die Ansichten des Herrn Lehrers waren mir oft zu jung. Weil der Herr Lehrer immer nur sagte, wie es auf der Welt sein sollte, und nie, wie es wirklich ist.<<

Ist es nun ein Detektivroman? Faschismuskritik? Ein einziges Wirrwarr? Irgendwie passen alle drei Dinge gut zu "Jugend ohne Gott". Einerseits nimmt uns der Herr Lehrer mit zu den Geschehnissen im Zeltlager, andererseits kann man auch die ein oder andere Kritik am Faschismus herauslesen. Das Buch wurde nicht ohne Grund wurde das Werk 1938 in die Liste des "schädlichen und unerwünschten Schrifttums” aufgenommen. Das Buch fühlt sich an wie ein Tagebuch, das uns nicht nur mit zu den Erlebnissen nimmt, sondern auch in die Gefühlswelt des Lehrers eintauchen lässt.

>>Die Ansichten des Herrn Lehrers  waren mir oft zu jung. Weil der Herr Lehrer immer nur sagte, wie es auf der Welt sein sollte, und nie, wie es wirklich ist.<<
5

Super interessante Story und Schreibstil

Der Lehrer, ein im dritten Reich in sich selbst nicht Parteikonformer Genosse, der einen Haß gegenüber seinen Schülern und umgekehrt entwickelt. Es geht unerwarteter Weise weniger um das Leben zur damaligen Zeit an sich, als um einen bestimmten Fall, der an dieser Stelle nicht erwähnt wird, damit nicht gespoilert wird.

4

A very important piece of literature to understand the mindset of Germans during the Hitler regime. A teacher has problems with some of his students' parents, because they are Nazis and he is not teaching the Nazi mindset the way they'd like him to. I loved reading about his anti-nationalist mindset and understand how he is handling his guilt during a Hitlerjugend camp which he has to visit with his students.

1

Leider war dieses Buch überhaupt nichts für mich, ich musste mich richtig quälen um das Buch überhaupt zu beenden. Weder der Schreibstil noch die Geschichte konnte mich irgendwie von sich überzeugen, daher kann ich nicht mehr als 1 Stern geben

4.5

Hochspannender Einblick in die deutsch-österreichische Gesellschaft kurz vor der großen Katastrophe

Wie konnte eine Gesellschaft eigentlich zu solch moralisch verwahrlosten, inhumanen und gleichgültigen Opportunisten und Mitläufern werden, dass sie die Schandtaten des Dritten Reiches so offensiv wegignoriert und zugelassen, ja wenn nicht sogar unterstützt haben, wie es zu Zeiten des Erscheinen des Buches bereits geschehen ist, wenig später aber sogar noch deutlich verschärft wurde? Davon bekommt man einen ziemlich guten Eindruck, wenn man sich dieses Buch durchliest - und bei manchen Eindrücken von der (Wohlstands-)Verwahrlosung vieler der Figuren kann man sich auch des Eindrucks nicht gänzlich erwehren, dass dieses Psychogramm einer inhumanen Gesellschaft mehr als nur das Zeugnis einer längst vergangenen Zeit ist. Das habe ich als ein emotional sehr aufwühlendes, spannendes Werk empfunden, das die nahende zivilisatorische Katastrophe bereits sehr deutlich andeutet.

4

ganz gute Klassenlektüre mit ein bisschen Spannung.

4

wirkt zu teilen etwas wie der club der toten dichter. teils sehr obszön, aber ein sehr gutes buch. provokant und gut geschrieben

Puh - das Buch ist ein existenzialistischer Hammer! Nicht einfach zu lesen. Ich hab es sicher auch nicht ganz verstanden, aber fand es sehr beeindruckend. Es war sicher auch sehr mutig, ein solches Buch in den dreißiger Jahren zu schreiben!

5

Ich finde das Buch sehr lesenswert. Es ist zwar in sehr veralteter Sprache geschrieben und ganz anders als der Film der vor Kurzem im Kino erschienen ist, aber es ließt sich leicht und ist spannend.

4

Der Titel ließ mich vor der Lektüre vermuten, dass dies ein stark religiös geprägtes Buch sein muss. Der Glaube an Gott und an Jesus Christus mit das Gebot der Nächstenliebe ist aber gar nicht so präsent im Buch. Gott wird zwar immer wieder erwähnt vom namenlosen Lehrer, dem Ich-Erzähler dieser Geschichte, doch erst am Ende wurde mir klar, dass Gott hier das Synonym für Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit und der Wahrheit sein muss. Schulromane aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg haben es ja bereits zu Klassikern geschafft, wie z.B. bei Hesse oder Musil. Horvath schreibt im Gegensatz zu den anderen aus der Sicht des guten Lehrers. Hier sind die Schüler die Bösen, eine namenlose Masse, die der Autor noch nicht mal mit Namen benennt, sondern nur mit großen Anfangsbuchstaben. N, Z, T oder W sind daher gefühlt keine Individuen, sondern nur Mitschwimmer im nationalsozialistischen Fluss, der nur eine Fließrichtung kennt. Das Symbol des Fischs (T hat Fischaugen) zieht sich durch das ganze Buch, hat aber nichts mit dem geheimen christlichen Zeichen zu tun. Horvaths Stil ist sehr eigenwillig. Einerseits wirken die Gedanken des Lehrers gehetzt, abgehakt und stakkatohaft. Andererseits schreibt er dann auch wieder sehr bildhaft und metaphorisch. Ich kann verstehen, dass das Buch gerne als Schullektüre dient, denn die Interpretationsmöglichkeiten sind immens. Der aus einem christlichen Elterhaus stammende Lehrer, der sich untersteht, im Unterricht zu behaupten, dass Neger auch Menschen sein, wird von Schülern und Eltern als humanistischer Spinner abqualifiziert. Aber auch der Lehrer ist kein Heiliger, doch findet er im Verlauf der Geschichte immer mehr auf den Pfad der Tugend und Aufrichtigkeit, sprich zu Gott zurück. Die Masse der Menschen wird aber weiterhin im Strom mitschwimmen. Eine gute Lektüre zur zeitgenössischen Kritik an der nationalsozialistischen Gesellschaft. Am Ende wurde mir das Buch etwas zu überladen von Bildern und Motiven, daher ein Stern Abzug. Aber auf jeden Fall sehr lesenswert.

4

Das Buch spielt viel mit dem Gedanken der Schuld. Es geht um einen Lehrer, von dem ein Schüler stirbt und darum, wer die Schuld dafür trägt. Das Buch ist super spannend geschrieben und lässt einen auch Momente des Mordprozesses im Gericht miterleben. Das Buch hält einen am Lesen und spielt mit der eigenen Wahrnehmung von Schuld. Ich würde es weiter empfehlen!

2.5

T steht für Tod, I guess

Irgendwie hab ich mehr erwartet. Keine Tiefe oder Aufklärung. Aus heutiger Sicht nicht gut gealtert.

5

Brilliant und immer noch hoch aktuell

4

Der Titel ließ mich vor der Lektüre vermuten, dass dies ein stark religiös geprägtes Buch sein muss. Der Glaube an Gott und an Jesus Christus mit das Gebot der Nächstenliebe ist aber gar nicht so präsent im Buch. Gott wird zwar immer wieder erwähnt vom namenlosen Lehrer, dem Ich-Erzähler dieser Geschichte, doch erst am Ende wurde mir klar, dass Gott hier das Synonym für Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit und der Wahrheit sein muss. Schulromane aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg haben es ja bereits zu Klassikern geschafft, wie z.B. bei Hesse oder Musil. Horvath schreibt im Gegensatz zu den anderen aus der Sicht des guten Lehrers. Hier sind die Schüler die Bösen, eine namenlose Masse, die der Autor noch nicht mal mit Namen benennt, sondern nur mit großen Anfangsbuchstaben. N, Z, T oder W sind daher gefühlt keine Individuen, sondern nur Mitschwimmer im nationalsozialistischen Fluss, der nur eine Fließrichtung kennt. Das Symbol des Fischs (T hat Fischaugen) zieht sich durch das ganze Buch, hat aber nichts mit dem geheimen christlichen Zeichen zu tun. Horvaths Stil ist sehr eigenwillig. Einerseits wirken die Gedanken des Lehrers gehetzt, abgehakt und stakkatohaft. Andererseits schreibt er dann auch wieder sehr bildhaft und metaphorisch. Ich kann verstehen, dass das Buch gerne als Schullektüre dient, denn die Interpretationsmöglichkeiten sind immens. Der aus einem christlichen Elterhaus stammende Lehrer, der sich untersteht, im Unterricht zu behaupten, dass Neger auch Menschen sein, wird von Schülern und Eltern als humanistischer Spinner abqualifiziert. Aber auch der Lehrer ist kein Heiliger, doch findet er im Verlauf der Geschichte immer mehr auf den Pfad der Tugend und Aufrichtigkeit, sprich zu Gott zurück. Die Masse der Menschen wird aber weiterhin im Strom mitschwimmen. Eine gute Lektüre zur zeitgenössischen Kritik an der nationalsozialistischen Gesellschaft. Am Ende wurde mir das Buch etwas zu überladen von Bildern und Motiven, daher ein Stern Abzug. Aber auf jeden Fall sehr lesenswert.

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