Geschichten aus dem Wiener Wald
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Description
Book Information
Author Description
Ödön Horváth wurde am 9. Dezember 1901 in Sušak, einem Vorort von Fiume dem heutigen Rijeka/Kroatien, geboren und starb am 1. Juni 1938 in Paris. Seine Kindheit verbrachte er in Belgrad, Budapest, Pressburg und München. 1920 begann Horvath Gedichte zu schreiben. Die meisten seiner Manuskripte aus dieser Zeit vernichtete er jedoch. Den ersten großen Erfolg hat er mit seinem Stück Die Bergbahn, welches 1929 in Berlin uraufgeführt wurde. Weitere Erfolge bleiben nicht aus. Für sein Bühnenstück Geschichten aus dem Wiener Wald bekommt er den Kleist-Preis. Der Roman Jugend ohne Gott wird im Jahr 1991 von Michael Knof für die Deutsche Film AG (DEFA) inszeniert und ist in der filmedition suhrkamp erhältlich.
Posts
Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendichkeit als wie die Dummheit.
(...) Gott gibt und Gott nimmt - - Mir hat er nur genommen, nur genommen - - Das ist die Liebe, Marianne - - und wer Er liebt, den schlägt Er - - Mich prügelt er wie einen Hund! Auch das! Wenn es nämlich sein muß. „Wie in allen meinen Stücken versuche ich möglichst rücksichtslos gegen Dummheit und Lüge zu sein, denn diese Rücksichtslosigkeit dürfte wohl die vornehmste Aufgabe eines schöngeistigen Schriftstellers darstellen, der es sich manchmal einbildet, nur deshalb zu schreiben, damit die Leute sich selbst erkennen. Erkenne dich bitte selbst!“ (Randbemerkungen zu „Glaube, Liebe, Hoffnung“, 1932)
Grad noch meiner Schwiegermutter gesagt, dass ich das Buch ganz unterhaltsam find (nach den ersten 40 Seiten) und BÄM volle Eskalation und Tragödie.
Eine Parodie auf das gemütliche Wiener-Schrammelleben und die tatsächlichen alltäglichen Tragödien, die sich dahinter abspielen. In einer anderen Form, mit anderen Klischees, könnte das Stück mit Sicherheit heute auch noch geschrieben werden. Erinnert mich ein bisschen an Felix Mitterer, der die Heucheleien der Landidylle aufzeigt.

Schlimme Charaktere...
Der Stil war gut erträglich, daher wohl noch die 1,5 Sterne aber puh...die Charaktere? Mal wieder ein komplettes Desaster (was erwarte ich eigentlich noch wenn ich eines dieser Reclam Heftchen aufschlage?). Mal wieder ein männlicher Hauptcharakter, der nur auf seinen Spaß mit Frauen aus ist und dann nicht mit den Folgen klar kommt (Spoiler: ungewolltes Kind) und eine Frau die solange vom Leben gebeutelt und von allen benutzt, objektiviziert und herumgeschubst wird, bis sie völlig am Ende ist.
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Ödön Horváth wurde am 9. Dezember 1901 in Sušak, einem Vorort von Fiume dem heutigen Rijeka/Kroatien, geboren und starb am 1. Juni 1938 in Paris. Seine Kindheit verbrachte er in Belgrad, Budapest, Pressburg und München. 1920 begann Horvath Gedichte zu schreiben. Die meisten seiner Manuskripte aus dieser Zeit vernichtete er jedoch. Den ersten großen Erfolg hat er mit seinem Stück Die Bergbahn, welches 1929 in Berlin uraufgeführt wurde. Weitere Erfolge bleiben nicht aus. Für sein Bühnenstück Geschichten aus dem Wiener Wald bekommt er den Kleist-Preis. Der Roman Jugend ohne Gott wird im Jahr 1991 von Michael Knof für die Deutsche Film AG (DEFA) inszeniert und ist in der filmedition suhrkamp erhältlich.
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Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendichkeit als wie die Dummheit.
(...) Gott gibt und Gott nimmt - - Mir hat er nur genommen, nur genommen - - Das ist die Liebe, Marianne - - und wer Er liebt, den schlägt Er - - Mich prügelt er wie einen Hund! Auch das! Wenn es nämlich sein muß. „Wie in allen meinen Stücken versuche ich möglichst rücksichtslos gegen Dummheit und Lüge zu sein, denn diese Rücksichtslosigkeit dürfte wohl die vornehmste Aufgabe eines schöngeistigen Schriftstellers darstellen, der es sich manchmal einbildet, nur deshalb zu schreiben, damit die Leute sich selbst erkennen. Erkenne dich bitte selbst!“ (Randbemerkungen zu „Glaube, Liebe, Hoffnung“, 1932)
Grad noch meiner Schwiegermutter gesagt, dass ich das Buch ganz unterhaltsam find (nach den ersten 40 Seiten) und BÄM volle Eskalation und Tragödie.
Eine Parodie auf das gemütliche Wiener-Schrammelleben und die tatsächlichen alltäglichen Tragödien, die sich dahinter abspielen. In einer anderen Form, mit anderen Klischees, könnte das Stück mit Sicherheit heute auch noch geschrieben werden. Erinnert mich ein bisschen an Felix Mitterer, der die Heucheleien der Landidylle aufzeigt.

Schlimme Charaktere...
Der Stil war gut erträglich, daher wohl noch die 1,5 Sterne aber puh...die Charaktere? Mal wieder ein komplettes Desaster (was erwarte ich eigentlich noch wenn ich eines dieser Reclam Heftchen aufschlage?). Mal wieder ein männlicher Hauptcharakter, der nur auf seinen Spaß mit Frauen aus ist und dann nicht mit den Folgen klar kommt (Spoiler: ungewolltes Kind) und eine Frau die solange vom Leben gebeutelt und von allen benutzt, objektiviziert und herumgeschubst wird, bis sie völlig am Ende ist.










