So wie du mich kennst

So wie du mich kennst

Softcover
4.1452
Female EmpowermentPhotographieEmanzipationSelbstwertgefühl

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Description

»Was weiß ich wirklich über die, die ich am meisten liebe?«

Karlas Leben ist stehengeblieben. Sie trägt eine Urne nach Hause, darin die Asche ihrer Schwester Marie. Und plötzlich ist nichts mehr so, wie es einmal war. Marie war Karlas Seelenverwandte, ihr Kompass in diesem Chaos, das sich Leben nennt. Und während sich dieses Chaos um sie herum einfach weiterdreht, reist Karla nach New York, um dort die Wohnung ihrer Schwester aufzulösen. Als sie Fotos findet, die so verstörend wie alltäglich sind, fragt sie sich, wie gut sie Marie wirklich kannte. Die Schwester, die so ganz anders lebte als sie. Die erfolgreich und selbstbewusst war. Was Karla auf den Bildern sieht, verändert ihren Blick auf Marie, ihren Blick auf sich selbst und auf das ganze Leben vor ihr.

Anika Landsteiner erzählt eindringlich, bewegend und aufrüttelnd von Frauen wie uns. Von Menschen wie dir und mir. »So wie du mich kennst« ist ein Buch, das im Kopf bleibt.

Weitere Bücher der Autorin:

Nachts erzähle ich dir alles

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Softcover
Pages
352
Price
17.50 €

Author Description

Anika Landsteiner, Jahrgang 1987, arbeitet als Autorin und Journalistin. Ihr Fokus liegt dabei auf gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten, Tabuthemen, Feminismus und Popkultur. In ihren Romanen »So wie du mich kennst« und »Nachts erzähle ich dir alles« widmet sie sich auf einfühlsame Art den Themen Trauerbewältigung und weibliche Selbstbestimmung. 2025 stand sie auf der Shortlist des Romanfabrik-SchreiberInnen-Preises. Die Spiegel-Bestseller-Autorin lebt in München.Mehr über die Autorin finden Sie hier:www.anikalandsteiner.deInstagram: @anikalandsteiner

Posts

86
All
4

"Warum reden wir den ganzen Tag und erzählen uns doch so wenig"

TW häusliche Gewalt Eine intensive Geschichte über Schwesternschaft, der Beziehung zu den eigenen Eltern und zu sich selbst. Die ruhige Erzählweise wirkt trotz der schweren Themen stimmig und beschreibt das Vakuum, in dem man sich als trauernder Mensch oft befindet, sehr gut. Sowohl Karla als auch ihre Schwester Marie kommen zu Wort und so taucht man in das Leben der beiden aus zwei Perspektiven ein. Was trotz ihrer engen Beziehung verborgen bleibt, zeigt deutlich, wie leicht wir Menschen falsch einschätzen können und wie viel sie verbergen, weil niemand genau fragt und wenige die wahre Antwort hören wollen. Am Ende also nicht nur eine Geschichte über Trauer und das Hinterfragen, wer man eigentlich ohne die geliebte Person ist, sondern auch über zwischenmenschliche Beziehungen und Abgründe unserer Gesellschaft. Zum Ende hätte die Autorin für meinen Geschmack einen eheren Abschluss finden können, das war dann doch zu langatmig und ich finde es muss nicht immer alles aufgelöst werden. Vieles spricht für sich und muss nicht nochmal explizit beschrieben werden (Prolog von Marie zum Beispiel, da fand ich den Abschluss ihres Abschnitts davor ein passenderes Ende).

4.5

Wir kennen uns weniger als wir denken und doch kennen wir uns. Eine Geschichte, die bewegt.

4.5

Ich habe so gar nichts erwartet und auch nur den Beginn des Klappentextes gelesen und habe doch so viel bekommen. Das ist wieder ein Fall von: Warum lag das Buch so lange ungelesen bei mir rum und Es ist gut Bücher ohne Erwartungen zu lesen. Wirklich sehr toll gezeichnete Charaktere und eine Geschichte, die sich durch die beiden Perpektiven zu einem gelungenen Ganzen verweben. Ich habe diese Tiefe nicht erwartet und bin auch ganz überwältigt von der Story an sich. Richtig gut.

4

So wie du mich kennst…

Ein aufwühlender Roman, langsam und stetig, tiefgreifend und sehr emotional. Geschildert aus der Sicht von Karla und Marie, zwei Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein können, aber dennoch mit einem festen Band, der unerschütterlichen Liebe zueinander, verbunden sind.

4

Viel Tiefgang! Die Schwestern Karla und Marie werde ich nie vergessen 🤍

Was habe ich hier gelesen? Der Klappentext hat mich bei weitem nicht darauf vorbereitet, was in dem Buch passiert. "Warum reden wir den ganzen Tag und erzählen uns doch so wenig?" Als Marie im fernen New York stirbt, muss ihre Schwester Karla die Urne nach Hause nach Deutschland bringen. Die Familie weiß nicht ein und aus. Als Karla verstörende Bilder auf Maries Laptop findet, kann sie nicht aufhören sich zu fragen, ob sie ihre Schwester eigentlich wirklich kannte. Wir lesen abwechselnd aus der Perspektive von Karla und Marie. Karla erzählt im Jetzt. Und Marie erzählt im Früher bis zu ihrem Tod. Allein schon diese Dynamik war sehr heftig. Der Cliffhanger, bei dem Karla die Bilder findet ist wirklich nichts für schwache Nerven. Das ist ein Buch über Trauer und auch über häusliche Gewalt. Der Schreibstil oder ich möchte eher sagen, Erzählstil der Autorin, ist wirklich sehr besonders. Man wird absolut in die Geschichte versetzt. Man spürt New York, als Karla dort die Wohnung auflösen muss und Maries Bekannte trifft. Ich verrate Euch logischerweise nichts über die Bilder. Und gegen Ende des Buchs gibt es noch eine Begegnung, die einen echt an der Menschheit zweifeln lässt. Müsste ich Kritik äußern, würde ich sagen, dass für mich persönlich nicht alles ganz klar geworden ist. Nicht alle Fragen konnten geklärt werden. In dieser Art von Roman ist das jedoch nicht unüblich, man sagt dann, die Geschichte hallt lange nach. Und der Spannungsbogen wurde hier und da gestört durch Nebenschauplätze. Auf jeden Fall kann ich es Euch empfehlen, TW habe ich ja schon ausgesprochen. 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️

Viel Tiefgang! Die Schwestern Karla und Marie werde ich nie vergessen 🤍
5

Ein wichtiges Buch. 🤎

…schrieb ich vor einigen Monaten - heute weiss ich kaum noch worum es geht. So wichtig kann es nicht gewesen sein :-)

4

Ein sehr angenehmes Buch, dessen Charaktere mich sicherlich lange begleiten werden.

5

Hat mir sehr, sehr gut gefallen. Konnte mich mit den Figuren gut identifizieren. Es war zu keiner Zeit langatmig. Tolles Buch! Vielleicht wäre nur ne Triggerwarnung angebracht. Hier geht es um häusliche Gewalt

4.5

Dieses Buch ist leise, nicht hektisch und dennoch so intensiv. Es hinterlässt viele Fragen. Nicht zur Geschichte, aber zum eigenen Leben. Und es spricht so viele Themen an, über die einfach zu wenig gesprochen wird. Generell wird in den meisten Leben zu wenig erzählt - das ist das Fazit aus dem Buch. Ich kann das Buch sehr empfehlen. An einer Stelle war es sehr langatmig. Aber vielleicht war genau das auch notwendig.

5

„Ein intimes Schwesternportrait“

„So wie du mich kennst“ erzählt die Geschichte zweier Schwestern in New York und Unterfranken, die trotz Distanz eine sehr enge Verbindung zueinander haben. Das Buch thematisiert unglaublich wichtige Themen in Familien, Beziehungen und unserer Gesellschaft und geht damit unter die Haut. So brutal und echt, dass es weh tut, aber vielleicht muss es das auch, um in der Gesellschaft anzukommen. Dieses Buch stellt Fragen und lässt dich über deine eigenen engen Beziehungen nachdenken. Wie gut kennt man die Menschen wirklich, von denen man denkt alles zu wissen? Wie gut kennen meine engen Bezugspersonen mich eigentlich? Sind wir für andere nicht immer nur der Mensch, den wir aus uns selbst machen, mit dem, was wir über uns teilen? Wer sind wir, wenn niemand hinschaut? So wie du mich kennst, hat mich tief berührt, manchmal wirklich umgehauen und ich musste immer wieder tief durchatmen. Aber es war auf eine Art auch heilsam und die beiden Schwestern sind mir so eng ans Herz gewachsen. Für mich eine klare und wichtige (!) Leseempfehlung, aber auch eine brutale Konfrontation mit unserer Gesellschaft. Ich finde der Satz aus dem Buch „Warum reden wir den ganzen Tag und erzählen uns doch so wenig?“ fasst dieses Buch auf eine Art sehr gut zusammen.

4

Karla und Marie sind zwei Schwester, die sich seit ihrer Kindheit unglaublich nahe stehen. Doch während Karla in dem kleinen Dorf in Unterfranken bleibt, zieht es Marie in die weite Welt. Mit Adam, ihrem Ehemann, zieht sie nach Boston, später landet sie in New York. Und dann erhält Karla einen Anruf: es hat einen Unfall gegeben und Marie ist tot ... "So wie du mich kennst" hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wurde und fand es gut, nicht nur Karlas Sicht der Dinge zu erfahren, sondern auch Maries. Generell fand ich den Schreibstil der Autorin sehr einnehmend und sehr nahbar. Gegen Ende habe ich sogar ein paar Tränen verdrückt. Allerdings ... auch wenn die Geschichte sehr schön war (oder eher bittersüß), hat sie bei mir ein sehr unvollständiges Gefühl hinterlassen. So wird nie gänzlich geklärt, was zwischen Adam und Marie passiert ist, auch die Geschichte rund um Allison findet meiner Meinung nach ein offenes, unbefriedigendes Ende. Und auch das letzte Kapitel aus Maries Sicht hat einige Fragen bei mir hinterlassen. Es hat sich einfach so angefühlt, als hätte die Autorin zu viele Handlungsstränge eröffnet und am Ende ihre liebe Mühe gehabt, alle angemessen zu beenden. (Oh, und dieses Buch hat meine Verlustängste so DERMAßEN getriggerd, dass ich kaum schlafen konnte). Dennoch bekommt "So wie du mich kennst" 4 Sterne von mir.

5

Die Geschichte berührt und ist richtig gut geschrieben. Es geht um so vieles, das muss man zuerst sacken lassen. Es behandelt Themen wie Trauer, Beziehungen, häusliche Gewalt, zwischenmenschliche Beziehungen, Freundschaften sowie das Verhältnis zu den Eltern. Die Story findet statt in einem kleinen Dorf in Deutschland und in New York. Wobei New York einfach grossartig beschrieben wird, man sieht die Stadt vor sich, riecht sie, sieht die diversen Cafés, Bars, fancy Restaurants sowie auch das Apartment von Marie, die Feuerleiter, die New Yorker selber, man riecht die Hitze und hört das Hupen der Autos. Ich mag Autoren wo ich in der Story bin, und hier fühlte ich mich mittendrin. Die Geschichte wird aus der Sicht von Marie und Karla erzählt, wobei es wirklich viel Erzählung ist und weniger Dialoge. Aber das passt in dieses Buch, man lernt Karla und auch Marie kennen und dazu benötigt es viel Erzählstrang. Trauer begleitet das ganze Buch, aber es wird nicht so beschrieben, als hört Karlas Leben mit dem Tod von Marie auf, sondern, wie sie damit umgeht, wie sie es verarbeitet, wie sie ihre Zukunft plant, wie sie ihre Entscheidungen fasst. Das zu erleben in dieser Geschichte ist wirklich schön, ich kann das Buch wärmstens empfehlen. follow me on Insta: deblioteca

5

Wow, ich bin schlicht begeistert! Die beiden Schwestern nach und nach kennenzulernen, ihre Schichten freizulegen beim Lesen, war spannend. Die Sprache ist nicht schwierig, aber oft wunderschön und sehr wahr. Es werden wichtige Themen behandelt, ohne moralisch zu sein. Dringende Leseempfehlung!

5

So wie du mich kennst ist mein zweites Buch über Schwestern diese Woche. Da ich selber eine kleine Schwester habe und wir recht unterschiedlich sind, finde ich solche Geschichten immer besonders interessant. Die Schwestern Karla und Marie stehen sich seit ihrer Kindheit sehr nahe. Marie ist Fotografin und lebt in New York, Karla ist im fränkischen Dorf geblieben und arbeitet als Reporterin für eine Lokalzeitung. Doch eines Tages stirbt Marie plötzlich bei einem Autounfall und nichts ist mehr, wie es war. Karla fährt ein letztes Mal nach New York, um sich um Maries Nachlass zu kümmern und stellt fest, dass sie längst nicht soviel über Marie wusste, wie sie immer dachte. Das Buch habe ich fast atemlos gelesen, ich war sofort gefesselt von der Erzählweise. Anfangs erschien mir manches ein wenig konstruiert (Karla knüpft z.B. in einer anonymen Großstadt extrem schnell Kontakte, die über Smalltalk hinausgehen). Doch je weiter ich las, umso weniger störte mich das. Ich war fasziniert, wie sich die Handlung entwickelte. Vor allem die Parallelen in den Handlungsträngen und Gedankengängen fand ich sehr gelungen.

5

Sehr fesselndes Buch, habe es an einem Tag durchgelesen. Hat gewisse Parallelen zum Buch davor. Erneut wird ein gravierender Verlust thematisiert.

5

Wow! "So wie du mich kennst" ist für mich ein absolutes Überraschungsbuch und konnte mich auf ganzer Linie begeistern. Zum einen lag es mit Sicherheit daran, dass ich keine Erwartungen an den Roman hatte und sowohl das Thema, der Schreibstil als auch die Stimmung in meinem Lesemoment einfach passten. So habe ich den Roman fast in einem Rutsch durchgelesen und bereits auf den ersten Seiten gelacht, geweint und gehofft. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die zwei Schwestern: Marie und Karla. Auf den ersten Blick haben es beide im Leben geschafft: Marie ist eine erfolgreiche Fotografin in New York und Karla ist ihrer ländlichen Heimatregion treu geblieben und arbeitet dort als Journalistin. Die beiden Schwestern verbindet eine tiefe und innige Beziehung, so denkt zumindestens Karla. Als ihre Schwester plötzlich verstirbt macht sich Karla auf den Weg nach New York und merkt, dass ihre Freundschaft viele Lücken aufweist. Anika Landsteiner hat mich mit diesem Beziehungsroman absolut überzeugen können, denn sie mischt viele verschiedene Themen miteinander, was dieses Buch so außergewöhnlich macht. Man kann die Zerrissenheit, Hoffnung und Trauer Karlas gut nachvollziehen und sich in ihre Gedankenwelt begeben. Gerade die Spannung zwischen dem Gefühl jemanden zu kennen und dann zu merken, dass jede Person doch seine kleinen Geheimnisse hat, fand ich sehr gelungen und spannend. Die Erzählperspektive beider Schwestern macht es möglich, dass man sich sehr gut in die jeweils andere Person hineinversetzen und die verschiedenen Beweggründe nachvollziehen bzw. besser deuten kann. Zu beachten ist, dass dieses Buch melanchonisch und ernst geschrieben ist und man wahrscheinlich in der Stimmung sein sollte, um sich mit ernsten Themen wie Trauer, Verlust, Gewalt auseinanderzusetzen. "So wie du mich kennst" ist eine einfühlsamer Beziehungsroman, der mich sehr berühren konnte. Vor allem die Themenauswahl, die Emotionalität und Ernsthaftigkeit des Buches konnte mich überzeugen. Für mich eine absolute Lesensempfehlung. Beachten sollte man, dass man diesen Roman liest, wenn man dazu wirklich in der Stimmung ist.

5

Ein mega Buch. Danke an den BookCircle von Orell Füssli für die Lese Runde. Schon wieder ein Highlight. Die Geschichte von K Carla hat mir etwa besser gefallen im Hörbuch, als Maries "Stimme". Trotzdem, sehr berührend.

4.5

Eine enge Schwesternbeziehung, geprägt von Nähe und zugleich von unterschiedlichen Wegen im Leben.

„Es hatte Marie immer entsprochen, zu gehen, und es hatte mir immer entsprochen, zu bleiben. Da war nichts Schlechtes dran. Es war einfach so.“ Es geht um Facetten des Lebens, gute wie schlechte Tage, die wir alle kennen. Während Karla lernt, ihre „Sehnsucht nach Ordnung, Stabilität, Sicherheit“ zu akzeptieren, öffnen sich zugleich Blicke in Abgründe der Gesellschaft, die allzu gerne verschwiegen werden.

Eine enge Schwesternbeziehung, geprägt von Nähe und zugleich von unterschiedlichen Wegen im Leben.
4

Eine Erzählung übers Kennenlernen

Karla und Marie haben mich beide sehr berührt. Ihre Geschichten und Charaktere wurden auf eine wundervoll authentische Art und Weise geschrieben. Es ist ein besonderes Buch, weil es nah am Leben spielt, weil es Fragen aufwirft und die Geschichte nicht immer eine Antwort darauf bereithält, weil das Leben unvorhersehbar ist und weil es immer mehrere Perspektiven gibt. Das Buch an sich war für mich kein klassischer fesselnder Roman, dennoch musste ich in meinem Alltag immer wieder an die beiden Schwestern denken und wollte mehr über ihre Geschichte erfahren. In gewisser Hinsicht ließ mich das Buch also nicht los, auch wenn ich es aus der Hand legen konnte 🍂

4

Solide Story, vier Sterne wert. Flüssig erzählt. Ich habe das Hörbuch gehört und die Hörbuch Sprecherin ist super. Einen Part liest die Autorin selber. Da finde ich leider das hätte sie sein lassen sollen. Auf mich hat das sehr lahm gewirkt.

4

Karla und Marie und so viele Fragen an die Autorin

Ich habe es nicht oft, dass ich mit einer Autorin über ihr Werk sprechen möchte - doch hier würde ich gerne mit Anika Landsteiner eine Tasse Kaffee trinken! Die Geschichte zweier Schwestern die eigentlich dachten trotz einem Ozean zwischen sich alles voneinander zu wissen. Die Geschichte ist gut konstruiert und auch Anikas Schreibstil ist wie immer wunderschön und mit vielen Bildern versehen. Nach dem Lesen stellte sich mir die Frage: Wie viel weiß man von einer Person - kann man überhaupt alles wissen oder hat nicht jeder seine Geheimnisse. Was verbergen wir sogar vor unseren engsten Vertrauten? Die Autorin hat einige Dinge offen gelassen - wahrscheinlich bewusst….ich würde sie so gerne fragen!!!

4

Tolles Buch! Offene Fragen am Ende, jedoch existieren diese in der Realität nach dem Tod eines geliebten Menschen ebenfalls oft. Der Schreibstil lädt unaufgeregt dazu ein, trotz des schweren Themas, sofort in die Geschichte einzutauchen.

5

Betroffen sitze ich ihr und kann nicht glauben dass das Buch zu Ende ist. Es hat mich gefesselt von der 1. bis zur letzten Seite. Warum lassen Frauen es zu, dass ihnen so weh getan wird? Warum sind sie voller Scham über den ihnen zugeügten Schmerz und können sich niemanden anvertrauen? Warum tun Männer dies ihren Frauen an...

5

Ich weiß nicht genau was es war - aber dieses Buch hat mich sehr gefesselt und berührt! Ich denke unterbewusst regt es sehr zum nachdenken an, da es ein wahnsinnig wichtiges Thema behandelt, dass hier sehr gut in den wortgewandten Schreibstil von Anika gebetet wurde. Die Art wie die Autorin die Geschichte aller Figuren erzählt hat, fand ich wahnsinnig schön! Ich bin froh, dass mir das Buch im Laden in die Hände gefallen ist, und werde definitiv noch mehr von Anika lesen! :)

4

Carla und Marie wachsen zusammen in einem Dorf in Unterfranken auf. Marie heiratet jung und zieht in die Vereinigten Staaten. Nach der Trennung von ihrem Mann zieht sie nach New York, wo sie bei einem Verkehrsunfall stirbt. Carla, die ihrer Schwester trotz der geografischen Distanz sehr nahe stand, reist nach New York um Maries Wohnung aufzulösen und taucht tief in das Leben ihrer Schwester ein. Ich fand das (Hör) Buch zwischendurch ziemlich langatmig, wollte aber trotzdem wissen wie es ausgeht und habe es bis zum Ende gehört.

4

Emotionale Geschichte um die Frage, ob man jemanden jemals wirklich kennt…

4.5

Sehr intensiv und vollgepackt mit Themen die ich nicht erwartet habe

4

TW/CN: Tod, Trauer, häusliche Gewalt, Sexismus, Vergewaltigung Inhalt: Was wissen wir wirklich über die Menschen, die wir am meisten lieben? Marie und Karla sind Schwestern und – trotz des Ozeans zwischen ihnen – unzertrennlich. Während Marie im aufregenden New York als Fotografin durchstartet, lebt Karla noch immer in der Nähe ihrer Eltern, in einer Kleinstadt in Unterfranken. Schlagartig ändert sich das Leben aller und Karla steht mit einer Urne in den Armen vor dem Haus ihrer Eltern. Darin ist Marie. Sie ist tot. Mit der Absicht, sich um Maries Habseligkeiten zu kümmern, fliegt Karla nach New York und merkt schnell, dass ihre Schwester einige Geheimnisse vor ihr hatte. Wieso hatte sie ihr nichts erzählt und wieso verhalten sich die Nachbarn so komisch? Meine Meinung: In „So wie du mich kennst“ von Anika Landsteiner werden die Kapitel abwechselnd aus der Sicht von je einer Schwester erzählt. So kommt es, dass der Lesende die beiden Schwestern aus der Erzählung der jeweils anderen kennenlernt. Beide beschreiben die Beziehung als liebevoll und sehr eng. Sie sind Seelenverwandte. Bis Marie stirbt. Der Schreibstil der Autorin ist trotz der schweren Thematik angenehm, leicht und transportiert durch die Wahl der Ich-Form wahnsinnig intensive Gefühle. Nach einem anfänglichen Höhenflug machte sich mit der Zeit jedoch Ernüchterung breit. An Stellen, an denen es gerade spannend wurde und aus denen man eine „aufregende Story“ hätte rausholen können, wurde sanft abgebrochen. Wieso? Beim weiteren Lesen wurde mir klar, dass Anika Landsteiner keinen Roman schreiben wollte, in dem viel außergewöhnliches passiert. Kein Buch voller Wendungen und Spannung. Sie wollte ein Buch schreiben, in dem sich jede/r wiederfinden kann. Eine Geschichte mitten aus dem Leben. Was die Frauen erlebt haben, kann dir passieren, kann mir passieren. Als ich das verstanden hatte, schossen mir die Tränen in die Augen. Was für ein wertvolles Buch. Es gibt mir das Gefühl "schwach" und traurig sein zu dürfen. Es nimmt mich in den Arm. Und jetzt im Nachhinein macht es mich auch wütend. „So wie du mich kennst“ kann ich unter Berücksichtigung der TW/CN nur empfehlen. Es stimmt mich sehr nachdenklich, positiv wie negativ. Liebe FINTA, fühlt euch gedrückt.

5

Ein literarisches Highlight für mich. Ein Buch, das ich erstmal sacken lassen muss, aber unbedingt empfehlen kann.

5

Sooo schön!

Ich fand dieses Buch durch Zufall in einem offenen Bücherregal. Die Geschichte um die Schwestern Karla und Marie ist unglaublich. Unglaublich gut , unglaublich eindringlich und unglaublich nah an jedem von uns... "Warum reden wir den ganzen Tag und erzählen uns doch so wenig?" Dieser Satz beschreibt so treffend wie es vielen von uns geht. Wieviel gibt man wirklich von sich Preis? Erzählen wir den Menschen, die uns am nächsten sind, wirklich immer alles? Dieses Buch zieht langsam in seinen Bann und wirkt auch über das Ende hinaus noch lange nach. Ich habe jede Seite genossen und werde es bestimmt irgendwann nochmal lesen. Ganz klare Empfehlung!

4

Anders als ich zunächst erwartet hatte, nachdem ich den Klappentext bzw. die Leseprobe gelesen hatte. Insgesamt aber trotzdem nicht weniger interessant. Karla und Marie sind Schwestern. Sie leben in einem kleinen Dorf in Unterfranken. Karla arbeitet als Lokalreporterin und Marie ist Fotografin. Als sie eines Tages auf ihrer ersten Vernissage den Amerikaner Adam kennenlernt, wandert sie mit ihm nach Amerika aus. Karla hingegen zieht mit ihrer Jugendliebe Max, dem Schreiner zusammen. Beide Beziehungen laufen nicht optimal und obwohl Marie und Adam heiraten, hält die Ehe nur drei Jahre. Auch Karla trennt sich von Max und zieht in eine eigene Wohnung ins Nachbardorf. Marie hingegen flüchtet sich nach der gescheiterten Ehe nach New York und richtet sich dort ein Leben als erfolgreiche Fotografin ein. Bis eines Tages alles schief läuft und eine traurige Nachricht Deutschland erreicht: Marie hatte einen Unfall und ist verstorben. Die große Schwester muss also nun nach New York reisen und das Leben der kleinen Schwester aus deren Wohnung ausräumen. Dabei stößt sie auf verstörend seltsame Fotos, die ihr erstmal nichts genau sagen, bis sie eines Abends selbst bemerkt, was da im Nachbarhaus so alles schief läuft und zur Kamera greift. Eine interessante Geschichte über die Höhen und Tiefen des Lebens mit all' seinen Facetten. Und der Frage: "Wie nah stehe ich eigentlich den Menschen, von denen ich dachte, dass ich ihnen nah stehe?" Lässt einen mit vielen Gedanken zurück. Darüber, was wir uns so alles nicht erzählen..

5

Ich habe blind reingelesen und das Buch hat mich sehr gefangen genommen. Die thematische Komplexität habe ich am Anfang gar nicht in der Form erwartet. Es gibt selten Romane, in denen ich es so gut und treffend erzählt finde, warum Betroffene sich nicht mal eben so trennen, wenn sie von häuslicher Gewalt betroffen sind. Es stößt viele Gedanken an, was wir alle so voneinander wissen und was wir denken, voneinander zu wissen.

4

Jeder hat so seine Geheimnisse..

Das Buch hat mir sehr gut gefallen! Die Story war sehr bewegend und ein super wichtiges Thema wird angesprochen. Jeder hat so seine Geschichten die man anderen Menschen nicht erzählt, auch nicht seinen engsten Menschen.. ich konnte mich richtig gut in die Gefühlslagen der jeweiligen Personen hineinversetzen!

5

Zwei unterschiedliche Schwestern, die sich immer gegenseitig Halt gegeben haben, bis eine plötzlich verunglückt. Wie kann Karla ohne Marie weiterleben und wie viel wusste sie tatsächlich vom Leben ihrer Schwester? Packend geschriebener Roman, in dem es nicht nur um die Schwesterbeziehung geht, sondern auch um häusliche Gewalt und die Ohnmacht über traumatische Erlebnisse zu sprechen.

4

Tolles Buch! Stellt mit sehr viel Feingefühl ein Schwesternporträt dar!

Rezension//Unbezahlte Werbung//Buch selbst gekauft oder geliehen

4

Sehr berührender Roman,

mit authentischen Charakteren. Fängt etwas „flapsig“ an und letztens Endes wird es zu einer sehr ergreifenden, emotionalen Geschichte, die mich teilweise wütend, teilweise traurig zurück lässt. Sehr einnehmend.

5

Karla und Marie. Marie und Karla. Zwei Schwestern voller Liebe zueinander. So unterschiedlich wie Tag und Nacht. Doch am Leben ist nur noch Karla. Das Buch startet ohne Umschweife mit dem Auslöser der gesamten Geschichte, welcher sich wie ein roter Faden hindurch ziehen wird: Marie kommt nach Hause in die Provinz - getragen von ihrer Schwester Karla in einer Urne. Marie lebt nicht mehr. War es ein Unfall? War es Suizid? Und wenn ja, warum sollte Marie den Freitod wählen? Bereits hier fällt auf wie gekonnt Anika Landsteiner mit Worten umgeht. Die Story startet in einem lockeren Lesetempo und Ton, der einen sofort abholt und mitnimmt. Sie versucht nicht krampfhaft den Leser an die Hand zu nehmen. Sie bittet nicht darum, sondern tut es einfach und konfrontiert ihn sofort mit einem, für viele unangenehm empfundenen, Thema: Tod & Trauer. Frau Landsteiner zeigt uns die verschiedenen Facetten einer Trauerbewältigung wie sie auch real stattfinden kann. Sei es das Putzen zur Ablenkung, das Schweigen oder der Kampf mit sich selbst. Auch das Loslassen einer geliebten Person findet hier Platz, indem Karla zurück nach New York fliegt um die Wohnung ihrer Schwester aufzulösen - und den Fragen ihres plötzlichen Ablebens auf den Grund zu gehen. Marie hatte Geheimnisse, die sie nicht schaffte zu teilen. Einblick in Maries Leben Erhalt der Leser aver nicht nur, durch die Anreise von Karla, sondern, vor Qllem dadurch, daß Marie selbst ihre Vergangenheit erzählt und uns mitnimmt. Dieser Aspekt hat mich besonders erfreut, denn ich hatte nicht damit gerechnet auch aus der Sicht von Marie etwas lesen zu dürfen. Ich war und bin nach wie vor erstaunt wie sanft Anika Landsteiner auf die herrschenden Thematiken in diesem Buch einging, ohne die Leser*innen abzuschrecken. Viel mehr regt sie zum Denken an und schleicht sich tief in unsere Seele. Erweckt Mitgefühl und öffnet uns die Augen, macht uns betroffen. Meinem ersten Impuls nachgehend hätte ich dem Buch keine volle Punktzahl gegeben. Viele Fragen blieben offen. Doch nach reichlicher Überlegung kam ich zu dem Schluss, dass es genauso passt wie es ist! Es spiegelt die Realität in voller Gänze - etwas, dass nicht viele Romane schaffen. Denn sind wir mal ehrlich zu uns selbst: Wissen wir alles über uns geliebte Menschen? Haben wir auf alles eine Antwort gefunden über eine Person die uns für immer verließ? Haben wir nicht vielleicht sogar selbst Gedanken & Geheimnisse die mit uns sterben werden? Die nie ausgesprochen sein werden? Ich kann nicht ein Buch dafür loben, dass es so nah an der Realität ist um ihm hinterher Punkte dafür abzuziehen, dass es meine Fragen nicht alle vollständig klärt, denn so läuft auch das Leben nicht. Anika Landsteiner lässt uns Spielraum für eigene Vermutungen und unsere eigene Sicht auf die Dinge. Ich möchte dieses Buch jedem empfehlen, der sich auch mit ernsteren Themen befassen möchte in einem lockeren und verständlichen Schreibstil. Karla und Marie. Marie und Karla. Zwei Schwestern voller Liebe zueinander. So unterschiedlich wie Tag und Nacht. Doch am Leben ist nur noch Karla. Das Buch startet ohne Umschweife mit dem Auslöser der gesamten Geschichte, welcher sich wie ein roter Faden hindurch ziehen wird: Marie kommt nach Hause in die Provinz - getragen von ihrer Schwester Karla in einer Urne. Marie lebt nicht mehr. War es ein Unfall? War es Suizid? Und wenn ja, warum sollte Marie den Freitod wählen? Bereits hier fällt auf wie gekonnt Anika Landsteiner mit Worten umgeht. Die Story startet in einem lockeren Lesetempo und Ton, der einen sofort abholt und mitnimmt. Sie versucht nicht krampfhaft den Leser an die Hand zu nehmen. Sie bittet nicht darum, sondern tut es einfach und konfrontiert ihn sofort mit einem, für viele unangenehm empfundenen, Thema: Tod & Trauer. Frau Landsteiner zeigt uns die verschiedenen Facetten einer Trauerbewältigung wie sie auch real stattfinden kann. Sei es das Putzen zur Ablenkung, das Schweigen oder der Kampf mit sich selbst. Auch das Loslassen einer geliebten Person findet hier Platz, indem Karla zurück nach New York fliegt um die Wohnung ihrer Schwester aufzulösen - und den Fragen ihres plötzlichen Ablebens auf den Grund zu gehen. Marie hatte Geheimnisse, die sie nicht schaffte zu teilen. Einblick in Maries Leben Erhalt der Leser aver nicht nur, durch die Anreise von Karla, sondern, vor Qllem dadurch, daß Marie selbst ihre Vergangenheit erzählt und uns mitnimmt. Dieser Aspekt hat mich besonders erfreut, denn ich hatte nicht damit gerechnet auch aus der Sicht von Marie etwas lesen zu dürfen. Ich war und bin nach wie vor erstaunt wie sanft Anika Landsteiner auf die herrschenden Thematiken in diesem Buch einging, ohne die Leser*innen abzuschrecken. Viel mehr regt sie zum Denken an und schleicht sich tief in unsere Seele. Erweckt Mitgefühl und öffnet uns die Augen, macht uns betroffen. Meinem ersten Impuls nachgehend hätte ich dem Buch keine volle Punktzahl gegeben. Viele Fragen blieben offen. Doch nach reichlicher Überlegung kam ich zu dem Schluss, dass es genauso passt wie es ist! Es spiegelt die Realität in voller Gänze - etwas, dass nicht viele Romane schaffen. Denn sind wir mal ehrlich zu uns selbst: Wissen wir alles über uns geliebte Menschen? Haben wir auf alles eine Antwort gefunden über eine Person die uns für immer verließ? Haben wir nicht vielleicht sogar selbst Gedanken & Geheimnisse die mit uns sterben werden? Die nie ausgesprochen sein werden? Ich kann nicht ein Buch dafür loben, dass es so nah an der Realität ist um ihm hinterher Punkte dafür abzuziehen, dass es meine Fragen nicht alle vollständig klärt, denn so läuft auch das Leben nicht. Anika Landsteiner lässt uns Spielraum für eigene Vermutungen und unsere eigene Sicht auf die Dinge. Ich möchte dieses Buch jedem empfehlen, der sich auch mit ernsteren Themen befassen möchte in einem lockeren und verständlichen Schreibstil.

4

TW: Häusliche Gewalt, sexuelle Gewalt, Tod/Trauer Dieses Buch sollte verfilmt werden. Die Geschichte hatte eine riesige Sogwirkung auf mich und ich wollte unbedingt wissen, was hinter allem steckt. Die Charaktere waren super und der Schreibstil hätte besser nicht sein können. Große Empfehlung.

3

Für mich verlor sich am Ende die Geschichte in Nebensächlichkeiten.

Karlas Leben ist stehengeblieben. Ihre Schwester und Seelenverwandte Marie ist bei einem Unfall in New York gestorben. Im Chaos ihrer Trauer fühlt sich Karla verantwortlich die Wohnung ihrer Schwester aufzulösen. Doch als sie Fotos findest, muss sie sich selbst fragen, ob sie Marie wirklich so gut kannte, wie sie immer dachte. Der Geschichte fängt sehr stark an. Man fühlt Karlas immense Trauer und begleitet sie bei ihrer Trauerbewältigung. Auch Marie erzählt ihre Geschichte in den Tagen kurz vor ihrem unerwarteten Tod. Beide waren jeweils die Stütze der anderen und man fühlte mit, was nun weggebrochen war. Je länger, desto mehr verstrickte sich aber die Autorin in Nebensächlichkeiten. Das Ende konnte mich dadurch nicht mehr richtig emotional abholen. Auch blieben einige Fragen wage offen. Da hätte ich mir einfach den alleinigen Fokus auf die Beziehung der Schwestern gewünscht. Mein Fazit: Der Roman fängt sehr einfühlsam erzählt an und zeigt das wahre Gesicht von Trauer, die lähmt und auch wütend machen kann. Leider faserte die Erzählung aus. 3 Sterne.

Für mich verlor sich am Ende die Geschichte in Nebensächlichkeiten.
3

♥️

Ein schöner Roman, der mir zeitweise an Tiefgang fehlte.

3

Aufwühlend

Ich hatte von vorn herein kein "rundum lebensbejahendes" Buch, wie es darauf geschrieben ist, erwartet. Und meine Erwartungen wurden erfüllt, es war ein Studel aus Traurigkeit und Zweifeln und Geheimnissen die oft nicht geteilt werden konnten. Die Gesamtstimmung kam mir eher sinnsuchend als lebensbejahend vor, obwohl dies auch zum Gefühl des Buchs gepasst hat. Insgesamt war es interessant und tiefgründig und ließ sich schnell lesen, war aber einfach nicht ganz mein Fall.

Aufwühlend
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"Warum reden wir den ganzen Tag und erzählen uns doch so wenig?“ Es ist schon lange her, dass ich So wie du mich kennst lesen durfte. Dank Jellybooks habe ich das E-Book schon im Januar 2021 zur Verfügung gestellt bekommen. Bis Ende März musste ich die Klappe halten, durfte noch nicht mal erwähnen, dass ich das Buch schon gelesen habe. Und jetzt darf ich im April endlich meine Rezension veröffentlichen! In So wie du mich kennst geht es um Karla und Marie, zwei Schwestern, die sich sehr nahestehen. Karla lebt weiterhin in ihrer Heimat, dörflich, in Deutschland. Und Marie lebt in New York, auf einem anderen Kontinent, und ist erfolgreich in ihrem Job. Doch dann stirbt Marie bei einem Unfall, und Karla fliegt in die USA, um ihre Wohnung aufzulösen. Dabei stößt sie auf Fotos, die Karlas Bild von ihrer Schwester ins Wanken bringen. Kannte sie ihre Schwester überhaupt? Das Cover finde ich einerseits ansprechend, aber andererseits erinnert es mich sehr an das Cover von City of Girls von Elizabeth Gilbert, was in den 1940ern spielt. Und genau den Eindruck vermittelt das Cover auch: dass es in einem entfernten Jahrzehnt spielt. Dabei spielt es in der Gegenwart, also in den 2020ern. Ich kann mir vorstellen, dass viele von dem Cover eine falsche Vorstellung von dem Buch haben und gar nicht erst den Klappentext lesen werden, was sehr schade wäre! Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Karla und Marie geschrieben; bei Marie ist es natürlich vor ihrem Tod, und bei Karla danach. Ich fand die Perspektive von Marie deutlich spannender. Ich mag Bücher, wo man weiß, dass etwas Schlimmes passieren wird (hier also Maries Tod), aber man noch nicht genau weiß, wie und warum es passiert. Man begleitet Karla und ihre Familie im Prozess der Trauerbewältigung und merkt, dass alle unterschiedlich damit umgehen. Jeder hat seine Methoden, jeder braucht unterschiedlich lang Zeit. Es vermittelt ein unglaublich realistisches und „raw“es (pur? roh? Ich finde grade kein passendes deutsches Synonym) Bild von Trauerbewältigung und ich konnte da richtig mitfühlen. Durch den Perspektivwechsel weiß man ungefähr, was Marie gemacht hat und wie es ihr ging, und kann es mit Karlas Folgerungen vergleichen. Schnell wird klar: manche Geheimnisse nehmen Personen mit ins Grab. Das hat mich zum Nachdenken angeregt. Warum wird dieses spezifische Thema verheimlicht? Was kann man da machen? Kenne ich vielleicht selbst betroffene Personen, die es mir nicht erzählen? Zudem fand ich das Buch als gutes Beispiel für „falsche Analyseschlüsse“. In der Schule mussten wir alle doch Gedichte durchanalysieren und nach Bedeutungen suchen, aber der Autor meinte das eigentlich ganz anders, und kann es uns nicht mitteilen. So ist es bei dem Buch. Wir wissen, was bei Marie los war, und wir lesen, was Karla für Schlüsse zieht. Und ich wollte ins Buch rein, und Karla schütteln, und ihr sagen, wer und wie Marie wirklich ist. Das Buch hat viele Nebenhandlungsstränge, beschreibt viele Details und zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass die Haupthandlung aus dem Fokus gerät. An manchen Stellen waren es mir zu viele Details, und an anderen Stellen fehlt mir der Tiefgang. Insgesamt konnte mich das Buch aber zum Großteil meiner Lesezeit fesseln; ich wollte weiterlesen und habe mitgefiebert, ob Karla die Geheimnisse von Marie aufdecken kann. Der Stil ist angenehm und leicht zu lesen; ich empfinde es allerdings nicht als poetisch, wie ein paar andere Rezensent*innen. Ich gebe dem Buch 4 Sterne und bin gespannt auf die Bücher, die Anika Landsteiner noch veröffentlichen wird! Ihr Roman „Mein italienischer Vater“ wandert direkt auf meine Leseliste – dort geht es nämlich wieder um Familiengeheimnisse.

4

Ein schönes, unaufgeregtes Buch über das Leben einer Familie. In ruhigen Worten beschreibt die Autorin wie sehr man im Leben verletzt und zerstört werden kann und wieder heilen kann. Eine wundervolle Liebesgeschichte, die aber die Liebe innerhalb einer Familie, für die heimatliche Natur und für Menschen, die einen begleiten thematisiert. Und dabei beginnt alles mit dem Tod von Marie, der Schwester der Hauptprotagonistin Karla.

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Und wenn du am Ende denkst, jetzt wird es gut. Dann geht es doch noch weiter.

Ein sehr trauriges Buch. Nur die Erinnerungen sind glücklich und selbst dort schwebt immer die Trauer des Verlusts mit.

5

Traurig-schöne Schwesterngeschichte

In diesem Buch geht es um zwei Schwestern. Eine tot, eine lebt. Und um das Geheimnis, das die Jüngere mit sich herumgetragen hat, von der alle immer gesagt haben „sie ist der Wildfang“. Gerade sie als aufgeklärte junge Frau hätte das Thema doch ansprechen müssen…? Mir haben die beiden Welten Unterfranken und New York gut gefallen, dort spielt der Roman. Und auch, dass es kein True Crime ist mit dem Ziel, ein Verbrechen aufzuklären. Das, worum es eigentlich geht, kommt leise daher und nicht als große Auflösung. Lese-Empfehlung 😍

Traurig-schöne Schwesterngeschichte
4.5

Ich hab noch nie ein Buch gelesen, in dem das Dorfleben so authentisch dargestellt wird, das hat mich echt echt gefesselt. Dazu noch eine überraschende Storyline, die mich immer wieder überrascht hat. Ich hab’s sehr genossen :)

5

Neues Lieblingsbuch

Es ist mein zweites Buch von der Autorin und ich habe beide so geliebt. Mit liegt ihre Sprache und wie sie ihre Figuren beschreibt. Bei beiden Büchern ging es mir so, dass ich jede Person einfach mögen musste und ins Herz geschlossen habe. Auch in dem Buch sind wieder ernsthafte gesellschaftliche Themen aufgegriffen, ohne dass alles zu schwer wird. Aber das gibt der Handlung noch mehr Tiefe. Wie sie das an der Geschichte um die zwei Schwestern angeknüpft hat, hat mir gut gefallen. Hat mich richtig reingezogen, ich habe mitgefühlt und bin mitgereist. So soll Lesen sein.

4

Eine sehr schöne und traurige Geschichte die so viel Wahrheit enthält. Sie hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich sie mir noch etwas tiefgreifender gewünscht hätte. Dennoch ein tolles Buch☺️

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