Rauch und Asche

Rauch und Asche

Hardback
3.51

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Description

In einer mitreißenden Mischung aus Reisebericht, Memoir und historischem Essay zeichnet der indische Autor die Anfänge des weltweiten Opiumhandels ab dem 19. Jahrhundert nach und macht deutlich, dass dessen Auswirkungen bis in die heutige Zeit reichen: von den mächtigsten Familien und prestigeträchtigsten Institutionen, deren Reichtum sich den Einnahmen aus dem Opiumgeschäft verdankt, bis hin zur amerikanischen Opioid-Epidemie und dem Oxycontin-Skandal.

Während der jahrzehntelangen Archivrecherche für seine Ibis-Romantrilogie stellte Amitav Ghosh mit Erstaunen fest, dass die Lebenswege und Handelsrouten zahlreicher Menschen, auch seiner eigenen Vorfahren, im 19. Jahrhundert mit einer einzigen Pflanze verwoben waren: der Mohnblume. Das Britische Weltreich sicherte sich durch ihren Anbau in den indischen Kolonien die Handelsfähigkeit mit China, indische Bauern wurden über Jahrhunderte hinweg in prekärer Abhängigkeit gehalten, und die chinesische Bevölkerung wurde von einer unaufhaltsamen Drogenepidemie überspült. Währenddessen hofften internationale Handelsleute stets auf Reichtum durch die Beteiligung am Opiumhandel.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
History & Archaeology
Format
Hardback
Pages
432
Price
28.80 €

Author Description

Amitav Ghosh, 1956 in Kolkata geboren, lebt heute als Autor und Essayist in New York. Seine Romane wurden in über dreißig Sprachen übersetzt und zahlreich ausgezeichnet, unter anderem gewann Der Glaspalast 2001 den Frankfurt eBook Award und Das mohnrote Meer stand 2008 auf der Shortlist für den Man Booker Prize, 2018 war er der erste Autor, der mit einem englischsprachigen Werk mit dem höchsten indischen Literaturpreis, dem Jnanpith Award, ausgezeichnet wurde. Der Fluch der Muskatnuss ist sein zweites Sachbuch, in dem er die Klimakrise thematisiert.

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Die Geschichte des Opiums

Mit seinem Buch "Rauch und Asche" gibt uns Amitav Ghosh einen Einblick in die geheime Geschichte einer Pflanze, die eng mit Ausbeutung und Reichtum, sowie Elend und Glamour verknüpft ist. Einer Pflanze, die die internationalen Handelsbeziehungen vorantrieb und zu verheerenden Kriegen beitrug. "Es ist erstaunlich, wie England all das mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Der Opiumhandel ist eine Sünde auf Englands Haupt und ein Fluch für Indien, weil es sich dafür instrumentalisieren lässt." Amitav Ghosh schreibt sehr anschaulich und verständlich darüber wie sich das Britische Weltreich durch den Anbau von Opium in den indischen Kolonien seine Handelsfähigkeit mit China sicherte. Denn während Großbritannien viel aus China importierte, hatten die Chinesen kaum Interesse an den britischen Waren, wodurch Unmengen von Silber nach China abwanderte. Doch durch den Handel mit Opium überspülten die Briten die chinesische Bevölkerung mit einer unaufhaltsamen Drogenepidemie. Die Kolonialisten uns Händler wurden immer Reicher, während die indischen Bauern über Jahrhunderte hinweg in einer prekären Abhängigkeit von den Briten gehalten wurden - genauso wie die Chinesen in der Abhängigkeit von Opium gehalten wurden. Es war sehr eindrücklich zu lesen, wie stark das Opium bis in unsere heutige Zeit hinein wirkt: Die mächtigsten Familien Großbritanniens und Amerikas haben ihren Reichtum durch due Opiumgeschäfte im 19. Jahrhundert erlangt - auf dem Rücken armer Bauern. Ich fand das Buch im Kern wahnsinnig interessant. Jedoch hatte es auch etwas von einer Werbefläche, da Amitav Ghosh leider nicht müde wurde seine historische Buchreihe, in der es sich auch um den Opiumhandel dreht, anzupreisen. Immer wieder verwies er auf diese Trilogie und zog Parallelen dazu. Beim ersten Mal war ich tatsächlich neugierig und hab mir die Reihe auf die Merkliste gesetzt, doch schnell ist sie wieder runtergeflogen, weil mich diese ständigen Erwähnungen wirklich genervt haben.

Die Geschichte des Opiums
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