Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
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Description
Spannung bis zur letzten Seite − 'Game Changer' von Neal Shustermann konfrontiert uns in diesem Jugendroman ab 14 schonungslos mit weißen Privilegien, gesellschaftlicher Verantwortung und den unendlichen Möglichkeiten, alles falsch zu machen.
Im Blitzlicht eines Footballspiels wird Ash in parallele Dimensionen katapultiert. Er verfügt auf einmal über die Macht, die Welt zu verändern. Und genau das tut er auch. Mit jeder Entscheidung verschieben sich die Regeln der Realität, er testet die Grenzen von Gut und Böse und stellt unsere aktuellen Werte und Normen auf den Kopf. Aus Versehen führt er die Rassentrennung wieder ein, und der Schrecken nimmt seinen Lauf.
Dieser
Science Fiction Thriller ist perfekt für Leser ab 14 Jahren
, die spannende und
dystopische Abenteuer
lieben und gleichzeitig zum
Nachdenken angeregt werden möchten
. Neal Shustermann verbindet die großen Problemen und Fragen unserer Welt auf meisterliche Art und Weise mit einer ordentlichen Ladung
Spannung, Action
und absolutem
Gänsehaut-Feeling
.
Mehr von Neal Shustermann’s meisterlicher Erzählkunst
:
»Scythe – Die Hüter des Todes« (Bd. 1)
»Scythe – Der Zorn der Gerechten« (Bd. 2)
»Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten« (Bd. 3)
»Vollendet – Die Flucht« (Bd. 1)
»Vollendet – Der Aufstand« (Bd. 2)
»Vollendet – Die Rache« (Bd. 3)
»Vollendet – Die Wahrheit« (Bd. 4)
»Dry« (zusammen mit Jarrod Shusterman)
Book Information
Author Description
Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, ist in den USA ein Superstar unter den Jugendbuchautoren. Er studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften. Alle seine Romane sind internationale Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem National Book Award.
Posts
Starke Idee, aber zu viele Themen auf einmal. Unterhaltsam geschrieben, dennoch nicht so packend wie erwartet.
Inhalt: In Game Changer begleitet man den Highschool Footballspieler Ash, der nach einem heftigen Zusammenprall merkt, dass seine Welt nicht mehr dieselbe ist. Zunächst scheinen es winzige, fast unbedeutende Veränderungen zu sein, kleine Details, die aus dem gewohnten Leben herausfallen. Doch nach und nach wird klar, dass Ash in alternativen Realitäten landet, in denen einzelne gesellschaftliche Regeln verschoben sind. Mit jedem Sprung gerät er tiefer in Fragen rund um Privilegien, Diskriminierung und soziale Ungleichheit. Was für ihn zunächst wie ein irritierendes Phänomen wirkt, entwickelt sich zu einer Konfrontation mit Themen, die er sonst nie hinterfragt hätte. Ash muss lernen, dass jede Veränderung im System Auswirkungen hat und dass Verantwortung manchmal schwerer wiegt, als man denkt. Meine Meinung: Bisher konnten mich Neal Shustermans Werke immer begeistern, vor allem wegen seiner Fähigkeit, hoch aktuelle Themen in spannende, tiefgehende Geschichten einzubetten. Die Idee, über alternative Realitäten gesellschaftliche Missstände sichtbar zu machen, ist stark. Und der Einstieg ist tatsächlich fesselnd: Diese subtil beginnenden Veränderungen und das Gefühl, dass sich die Welt unmerklich verändert. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher wird, dass das Buch sehr viel auf einmal möchte. Rassismus, Homophobie, soziale Ungerechtigkeit, Privilegien, Machtstrukturen – jedes Thema ist relevant, keine Frage. Aber in Game Changer bleiben viele dieser Aspekte eher angerissen als ausformuliert. Statt der sonst so scharfen, tiefgehenden Analyse bekommt man eher fragmentarische Einblicke. Für mich fühlte sich das an, als würden unzählige Fäden gleichzeitig in die Hand genommen, ohne dass einer davon wirklich straff gezogen wird. Dadurch wirkt die Geschichte stellenweise überladen, und manche Realitäten bleiben eher Beobachtung als Erfahrung. Ash als Protagonist ist bewusst so gewählt: ein Junge, der bisher in einer sehr privilegierten Welt gelebt hat und plötzlich mit Ungleichheiten konfrontiert wird, die für andere alltägliche Realität sind. Das funktioniert grundsätzlich gut, allerdings schafft es Shusterman diesmal nicht komplett, die emotionale Tiefe herzustellen, die seine Geschichten sonst so eindringlich macht. Trotzdem gibt es viel, was mir gefallen hat: Shustermans Schreibstil ist wie gewohnt stark, flüssig, bildhaft und zugänglich. Einzelne Szenen regen zum Nachdenken an, manche Zitate treffen mitten ins Schwarze. Fazit: Game Changer ist ein vielschichtiges, mutiges Buch, das einen Blick auf Themen wirft, die uns alle betreffen. Die Idee hat enormes Potenzial und die Grundstimmung ist eindringlich. Doch durch die Vielzahl an angeschnittenen Themen verliert das Buch für mich etwas an Tiefe und Fokus. Trotzdem bleibt es ein gut geschriebenes, relevantes Jugendbuch, das wichtige Denkanstöße liefert, nur eben nicht so kraftvoll und präzise wie Shustermans andere Werke. Von mir gibt es deshalb 3 Sterne.
Welt in meinen Händen
Was, wenn wir plötzlich die Macht hätten, alles zu verändern – und doch jedes Mal was falsch machen? "Game Changer" hat mich mitgerissen, aber auch erschöpft. Ash, ein ganz normaler Typ, plötzlich mit der Macht, Realitäten zu verschieben, landet mitten in einer Welt voller Konsequenzen. Ein Footballspiel, ein Schlag, und alles ändert sich - er bringt die Rassentrennung zurück! Klingt spannend, oder? Es war definitiv spannend - bis es ein wenig zu viel wurde. Ash als Protagonist hat mir wirklich gefallen, gerade weil er so normal ist. Er stolpert von einer Dimension in die nächste, jede mit ihren eigenen Regeln. Mal ist er der Held, dann plötzlich der Böse. Seine Entwicklung im Verlauf der Geschichte - er stolpert, reflektiert und lernt. Es ist seine Reise, seine Entwicklung, die mir am meisten in Erinnerung geblieben ist. Die Themen, die hier behandelt werden – Rassismus, Homophobie, weiße Privilegien - sind alles andere als leichte Kost. Und ich finde es bewundernswert, wie Shusterman es schafft, diese Themen so in eine Story zu verpacken. Aber manchmal war es einfach zu viel - zu viele Ideen, zu viele Welten, zu viele Gedanken. Am Ende war ich fast schon erschöpft. Trotzdem - es hat mich berührt. Die parallelen Welten sind nicht nur Spielereien, sondern Spiegel unserer eigenen. Es regt wirklich dazu an, mal über die eigenen Entscheidungen und Werte nachzudenken. Und auch wenn ich am Ende das Gefühl hatte, dass die Geschichte etwas konstruiert war, bleibt die Botschaft klar: Jeder hat die Macht, Dinge zu verändern, aber die Verantwortung, das Richtige zu tun - ist der wahre Game Changer. Es ist zwar vielleicht nicht ganz das, was ich mir nach "Scythe" erhofft hatte, aber ja - das Leben ist auch nicht perfekt, oder?

Gute Geschichte darüber, wie sich die eigene Welt ändern kann, wenn man die Perspektive wechselt. Viele wichtige Themen wie Rassismus, Klassizismus, Sexismus und Queerness werden angesprochen und gut mit der Geschichte verwoben. Es hat mir gut gefallen, einfach zu lesen und doch regt es zum Nachdenken an.
Wieder ein Jugendbuch aus der Feder von Neal Shusterman, das ich gerne gelesen habe. Es gibt vieles, das wie in unserer Welt verbessern sollten und es gäbe viele Schräubchen, an denen wir drehen müssten. Aber man darf die Dinge, die bereits gut laufen, nicht vergessen und darf sich ruhig über alles, was viel schlimmer laufen könnte, freuen. Wichtig ist nur, dass wir das alles wahrnehmen und entscheiden, ob und wie wir agieren. So in etwa würde ich die Message des Buches zusammenfassen.
Was machst du wenn du der Mittelpunkt des Universums wärst? Diese Frage muss sich Ash jetzt stellen, da er für eine kurze Zeit, genau das ist, mit allen Konsequenzen, positiv wie negativ. Wie weit reichen dann schon kleinste Entscheidung und Kurswechsel über dein Leben und das der ganz ganzen Welt.
Oh man, was für ein tolles Buch. Nicht nur der Schreibstil und die Idee dahinter einfach großartig, sondern die Umsetzung. Keine Minute langweilig oder zu viel. Es werden viele Trigger von angesprochen, aber nie angenehm für nicht betroffene, sondern eher zum überdecken der eigenen Perspektive und Handlungen. Haltet Taschentücher bereit.
In der Story von Game Changer hat der Protagonist Ash eine Menge Kopfschmerzen... Und genau das beschreibt meine Gefühlslage bei diesem Buch. Es wird deutlich, dass es um uns herum so viel mehr gibt als wir begreifen können. So vieles könnte schlimmer sein, denn eine perfekte Welt ohne Unmenschlichkeit ist auch eine Welt ohne Menschlichkeit. Dies ist ein Zitat, das mir dabei im Kopf geblieben ist. Der Protagonist Ash landet durch einen Sportunfall plötzlich in einer anderen Welt, die zunächst nur kleine Unterschiede zu dem zeigt, was er bis dahin kannte. Doch als sich diese Unfälle häufen, findet er sich in kompletten Paralleluniversen wieder. Diese sind geprägt von Rassismus, Homophobie und dadurch Ausgrenzung. Nun versucht er alles, um dies wieder ins Lot zu bringen. Hilfe erhält er dabei von den Edwards, die ihn als Mittelpunkt des Universums beschreiben. Wer bis hierher noch nicht verwirrt ist, hat gute Chancen, das Buch zu mögen. Mir persönlich ist es zu wirr und teilweise einfach nicht spannend genug. Der Plot ist super vielversprechend und diesem gebühren auch 3 Sterne. Aber ansonsten fehlte mir einfach die Spannung der gesamten Story.
Ich neige so gern dazu, das ein Buch Schullektüre sein sollte. Darunter zähle ich eindeutig auch Game Changer von Neal Shusterman. Wichtige Themen wie Rassismus, Homosexualität, Gleichberechtigung in jeglicher Hinsicht werden hier verständlich, und ohne Verschönerung durch die Augen eines Jugendlichen erzählt. Und Protagonist Ash macht dabei einen super Job! Leider empfand ich es als ein wenig viel an wirklich starken Themen, die der Autor in 400 Seiten Buch pressen wollte, weswegen manche Dinge mir eher nur “angerissen” erschienen. Nichts desto trotz hat mich das Buch zum nachdenken angeregt. Es hat mir schmerzlich vor Augen geführt, wie wahr manche der Dinge eben immer noch sind in Game Changer und das sicherlich vieles eine Erzählung, aber leider genauso viel Realtität war oder noch schlimmer, teilweise ist. Ich wünschte wir könnten uns alle ein wenig mehr auf das beziehen was wir alle gemeinsam haben: dieses “Mensch sein”- Ding.

Ein wirklich spannender Jugendroman!
Ash, ein weißer Junge aus der Mittelschicht, wird durch einen Zufall zum Mittelpunkt im Universum und führt versehentlich die Rassentrennung wieder ein. Natürlich möchte er das wieder ändern, aber... Generell werden sehr viele Themen behandelt wie Rassismus, Sexismus oder auch Sexuelle Orientierung. Mich hat das Buch wirklich zum Nachdenken gebracht und dabei war es locker, leicht geschrieben. Für mich ein absolut gelungenes Werk.

Super gute Idee, Umsetzung leider nicht ganz überzeugend
"Game Changer" von Neal Shusterman war mein erstes Buch des Autors, und ich hatte hohe Erwartungen. Ich habe schon einige seiner Bücher auf meinem SUB, von denen ich hoffe, dass sie mich mehr begeistern werden, denn von "Game Changer" bin ich ehrlich gesagt nicht komplett überzeugt. Die Grundidee der Geschichte hat mich sofort angesprochen – sie war wirklich genial und hatte so viel Potenzial. Doch bei der Umsetzung hakte es für mich an einigen Stellen. Was mir allerdings gefallen hat, war die Vielfalt an wichtigen Themen, die Neal Shusterman in das Buch eingebracht hat: Rassismus, Homosexualität, Drogenkonsum, gesellschaftliche Strukturen, Gewalt in Partnerschaften – all das findet seinen Platz in der Geschichte. Leider wurden diese Themen für meinen Geschmack zu oberflächlich behandelt, da hätte ich mir einfach mehr Tiefe gewünscht. Auch die Spannung blieb für mich über weite Strecken auf der Strecke. Es fehlte dieser gewisse Sog, der mich sonst beim Lesen packt und nicht loslässt. Das Ende hat dann aber wieder einiges rausgerissen, es hat mir wirklich gut gefallen und hat der Geschichte noch einmal einen gelungenen Abschluss gegeben. Alles in allem würde ich sagen, dass "Game Changer" kein schlechtes Buch ist, aber es hat nicht ganz das erfüllt, was ich mir erhofft hatte. Vielleicht lag es einfach daran, dass meine Erwartungen nach all dem Hype zu hoch waren. Ich bin trotzdem gespannt auf die anderen Bücher von Shusterman, die auf mich warten, und hoffe, dass sie mich noch mehr begeistern können.

Hätte mehr Tiefe vertragen können.
Was wäre, wenn sich die Realität verändern würde – nicht auf spektakuläre Weise wie in einem Science-Fiction-Blockbuster, sondern subtil, fast unbemerkt? Was, wenn du es plötzlich mit einer anderen Welt zu tun hättest, in der kleine Ungerechtigkeiten zu großen gesellschaftlichen Problemen anwachsen? In seinem provokanten Jugendroman „Game Changer“ lädt uns der US-amerikanische Autor Neal Shusterman zu genau dieser Reise ein – in eine Welt, die unserer ähnlich ist, aber in entscheidenden Details erschreckend anders. Der Protagonist Ash, ein typisch amerikanischer Highschool-Footballspieler, lebt ein eher gewöhnliches Leben – bis er bei einem Spiel einen besonders harten Tackle erlebt. Nach dem Zusammenprall merkt er, dass sich etwas verändert hat. Es beginnt mit Kleinigkeiten: Die Farbe der Stoppschilder ist plötzlich blau statt rot. Doch schnell wird klar – Ash ist in einer alternativen Realität gelandet. Mit jeder weiteren Kollision auf dem Spielfeld rutscht er in eine neue Version seiner Welt. Manche Änderungen sind harmlos, andere jedoch offenbaren tiefgreifende gesellschaftliche Ungleichheiten: In einer Realität ist Rassismus offen institutionalisiert, in einer anderen ist Homosexualität illegal. Ash wird so gezwungen, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die er bislang ignorieren konnte. „Game Changer“ ist weit mehr als ein Science-Fiction-Roman – es ist ein intensives Gedankenexperiment über Privilegien, Ungleichheit und soziale Verantwortung. Neal Shusterman greift dabei zentrale gesellschaftliche Themen auf, darunter Rassismus, Homophobie, Gendergerechtigkeit, soziale Ungleichheit und Machtstrukturen. Er lässt den Leser all das aus der Perspektive eines weißen, privilegierten Jugendlichen erleben, der Schritt für Schritt begreift, wie tief verwurzelt und ungerecht eine Welt sein kann, die er bislang nie hinterfragt hat. Besonders spannend: Ash’ moralisches Dilemma. Sollte er versuchen, die Realitäten wieder „geradezurücken“ – auch wenn das bedeutet, dass andere Menschen ihr neues, besseres Leben verlieren? Es ist eine Auseinandersetzung mit Schuld, Verantwortung und der Frage, wie viel ein Einzelner verändern kann – oder sollte. Shusterman gelingt es, die Geschichte trotz der ernsten Themen packend und zugänglich zu erzählen. Der Stil ist flüssig, jugendgerecht, aber nicht banal. Die alternativen Realitäten wirken nie konstruiert, sondern immer als Spiegel unserer tatsächlichen Gesellschaft. Dabei bedient sich Shusterman eines intelligenten Mittels: Jede Verschiebung in Ash’ Welt ist nicht nur ein Handlungselement, sondern eine Metapher für gesellschaftliche Blindflecken. So beeindruckend und ambitioniert das Konzept von „Game Changer“ ist, bleibt der Roman nicht ohne Schwächen. Der Umgang mit den komplexen gesellschaftlichen Themen wirkt stellenweise zu didaktisch und oberflächlich. Die verschiedenen Formen von Diskriminierung – ob Rassismus, Homophobie oder soziale Ungleichheit – werden zwar sichtbar gemacht, doch oft nur in vereinfachter Form angerissen, ohne dass ihre tieferliegenden Strukturen umfassend beleuchtet werden. Ein zentrales Spannungsfeld entsteht durch die Wahl des Protagonisten: Ash, ein weißer, heterosexueller Junge, bewegt sich als Beobachter durch alternative Realitäten, in denen er kurzzeitig mit Ungerechtigkeiten konfrontiert wird. Seine Erfahrungen bleiben jedoch temporär und distanziert – er durchlebt sie nicht als jemand, der dauerhaft betroffen ist, sondern als jemand, der immer wieder in seine privilegierte Ausgangsposition zurückkehrt. Dadurch entsteht eine gewisse emotionale Distanz, und die Perspektiven derjenigen, die tatsächlich von Diskriminierung betroffen sind, rücken in den Hintergrund. Gerade das kann jedoch auch als erzählerisches Stilmittel verstanden werden: „Game Changer“ spricht ein Publikum an, das selbst Teil privilegierter Strukturen ist, und fordert es auf, über den eigenen gesellschaftlichen Standort nachzudenken. Der Roman bietet einen niederschwelligen Zugang zu wichtigen Fragen nach Gerechtigkeit, Verantwortung und Empathie – nicht als abschließende Analyse, sondern als Einladung zum Hinsehen, Hinterfragen und Weiterdenken. „Game Changer“ ist ein mutiger, kluger und relevanter Roman, der seinen Lesern eine unbequeme, aber notwendige Frage stellt: Was würdest du tun, wenn du die Macht hättest, Dinge zu verändern – aber auf Kosten anderer Menschen?
Als 🎧 beendet. Es war irgendwie zu viel aber doch viel zu wenig. Keine Spannung, kein roter Faden und am Ende weiß ich nicht so recht was mir das Buch jetzt sagen wollte. Viele politische Ansichten, die man auch alle gut versteht und nachvollziehen kann, trotzdem hinterlässt das Buch bei mir ein großes ???
Game changer stellt eine ganze Welt in Frage
Neal Shusterman ist mit seinen Jugendbüchern bekannt dafür, mit einfachen Erklärungen komplexe Themen zu behandeln, die den Leser zum nachdenken anzuregen. Die strategische Einführung in dieses Buch fiel mir dieses mal etwas schwerer. Etwas verwirrend zu Anfang und auch ein wenig zu komplex. Wenn sich die Figuren und Situationen jedoch geordnet haben, ist es völlig einnehmend. Shusterman hat es es wieder einmal geschafft mit seinen Science Fiction implementierter Handlung, kritische Themen wie anfangs die Rassentrennung den Leser zu Grundsatzüberlegungen anzuregen. Als Science Fiction Thriller würde ich es allerdings nicht bezeichnen, da für mich die thrillertypischen Aspekte komplett gefehlt haben. Ashley ist eine wundervolle Figur, die wir in all seinen Empfindungen, Begegnungen und Entscheidungen begleiten dürfen. Diese innige Perspektive macht es für mich um so ansprechender. Was mich jedoch in diesem Buch etwas störte, waren die häufig verwendeten Füllthemen mit Szenen, die nur unnötig waren und den eigentlichen Themen keinen Mehrwert brachten. Wer aber grundsätzlich Bücher von Shusterman mag sollte dieses versuchen.
🌏"Du kannst nicht in jeder Welt der Gute sein. Aber du kannst versuchen, besser zu werden – in jeder einzelnen."🌍
„Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen“ – dieser Satz hat mich nach dem Lesen noch lange beschäftigt. Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, worauf ich mich bei diesem Buch einlasse. Dachte erst: cool, Parallelwelten, bisschen Sci-Fi. Aber dann hat es mich richtig überrascht – im besten Sinne. Ash, der Protagonist, wird durch einen Unfall in alternative Versionen unserer Welt geschleudert. Anfangs sind es nur kleine Veränderungen, aber schnell merkt man: Hier geht’s um mehr. Rassismus, Homophobie, Privilegien – das alles trifft einen mit voller Wucht. Und plötzlich merkt man, wie viel man selbst übersieht oder für „normal“ hält. Mich hat das Buch echt mitgenommen. Nicht, weil es perfekt ist – manchmal war es etwas holprig erzählt – aber weil es ehrlich war. Weil es mir gezeigt hat, wie oft wir in unserer eigenen Komfortzone leben, ohne zu merken, wie sehr sich die Realität für andere Menschen unterscheidet.
Joah. Ich bin durch und unsicher, was ich von diesem Buch halten soll. Es war gut und ist mit wichtigen Themen gespickt, aber es war auch wirr und mir fehlt der Sinn, was ich aus so diesem Buch mitnehme. Aber der Reihe nach. Wir begegnen Ash, der als Linebacker für seine Schule Football spielt. Er hat Freunde verschiedener Herkunft und lebt in der heutigen "realen" Welt. Bei einem Footballspiel geht es nun mal etwas rau zu und als Linebacker ist es Ashs Pflicht zu tackeln. Also harte Stöße gegen den Gegner zu führen um die eigene Mannschaft voran zu bringen. Bei diesem Körperkontakt, wird nicht selten das Hirn in Mitleidenschaft gezogen. So scheint es auch bei Ash der Fall zu sein. Bei einem Spiel bekommt er nach einem Tackle nicht nur Kopfschmerzen, sondern etwas hat sich auch verändert. Und zwar ist das, was vorher rot war, jetzt blau. Stoppschilder zum Beispiel. Und mit jedem weiteren Spiel, verändert sich mehr. Unter anderem findet sich Ash in verschiedenen Realitäten wieder. Doch was steckt dahinter und was hat das Ganze mit Ash zu tun? Okay. Kommen wir erstmal zu den Realitäten. Dort werden, außer dem blauen Stoppschild, noch wesentlich wichtigere Sachen aufgezeigt. Zum Beispiel werden Rassentrennung, äußerer Schein und Homosexualität thematisiert. Wie ich finde Alles wichtige Themen und gut aufgearbeitet, aber mir fehlte es irgendwie am Sinn dahinter. Außer es ging nur darum darauf aufmerksam zu machen, wo wir wieder landen könnten und somit zum Nachdenken anzuregen, dann ist das durchaus gelungen. Ansonsten kein Plan, was mir der Autor sagen will. Gut gewählt war, die Art, wie sich die Realität verschoben hat. Also der Tackle oder aber eine "harte" Konfrontation führt die Wendung herbei. Interessant war auch, wie Ash in den jeweiligen Situationen reagiert hat. Allerdings muss ich sagen, dass ich an seiner Stelle vermutlich ausgetickt wäre. Was kann man zu Ash sagen? Ich glaube, dass Ash um Großen und Ganzen ein Typ ist, wie es jeder von uns sein könnte. Er ist als Charakter okay, sticht aber jetzt auch nicht großartig heraus. Sein sich schnell an die jeweilige Situation eingliederndes verhalten lässt sich vielleicht damit erklären, dass er aus der vorherigen und der aktuellen Realität die Erinnerungen besitzt und somit keine Angst haben muss, etwas großartig falsch zu machen oder sich nicht so richtig zurecht zu finden. Fazit Ein Buch, welches aktuelle und wichtige Themen aufgreift und aufzeigt, aber irgendwie auch nicht wirklich mehr. Es regt mich zumindest zum Nachdenken an, wie ich in gewissen Situationen handeln würde. Auf jeden Fall wäre Ich deutlich überforderter als Ash. Absolute Geschmackssache und definitiv ein Buch, das man mögen muss. Ich fand es gut, aber nehme ja auf die aufgegriffen Themen jetzt nicht so viel mit, außer vielleicht, dass es an uns liegt, wie auch die Zukunft gestaltet. Am Ende 4 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.
Übersetzt von Andreas Helge, Pauline Kurbasik & Kristian Lutzke "Ihr werdet mir nicht glauben. Ihr werdet sagen, ich hätte den Verstand verloren oder zu viele Gehirnerschütterungen erlitten. Vielleicht denkt ihr auch, dass ich Euch hochnehmen will und ihr das Opfer eines ausgefuchsten Streiches seid. Das ist okay. Glaubt, was ihr wollt, wenn es euch beim Einschlafen hilft. Denn so machen wir das doch, oder? Wir bauen uns wie kleine Spinnen ein Netz aus bequemer Realität, an das wir uns klammern, um durch die schlimmsten Tage zu kommen." Für mich (neben Bd. 3 der Vollendet-Reihe) der schwächste Neal Shusterman, aber alle anderen 7 gelesenen Bücher haben schließlich auch 5* von mir bekommen. Wie in allen seinen Büchern bin ich auch hier wieder fasziniert von seinen Ideen. Paralleluniversen sind ja im Sci-Fi-Genre nichts Neues, aber damit die aktuellen gesellschaftlichen Probleme anzusprechen (vor allem, da man im Nachwort erfährt, dass er schon seit 10 Jahren an diesem Buch schreibt) fand ich genial. Eine klassische „Was-wäre-wenn-Geschichte“, das allerdings auch mehrfach, da Ach verschiedene Realitäten unserer Welt durchlebt. Alle Themen möchte ich hier gar nicht nennen, da dies spoilern würde. Rassismus wird auf dem Buchrückentext ja schon angedeutet, aber auch queere Themen sind eingewoben. Ash muss sich auf recht harte und extrem nahbare entwickeln und hält das Schicksal der Welt quasi in seinen Händen. Mit jeder neuen Dimension wird er mit anderen gesellschaftlichen Themen auf besondere Art und Weise konfrontiert, wodurch auch der Lesende über vieles nachdenken und reflektieren kann. Das Buch hat ganz klar - auch durch den lockeren Schreibstil, mit trotzdem tiefgründigen Passagen - Sogwirkung und lies sich kaum aus der Hand legen. Schwierig waren für mich die überraschend weitreichenden Erklärungen, wie es zu den Sprüngen kommt und was dahinter steckt. Da konnte ich ehrlich gesagt nicht gut folgen. Für mich hätte es eine so umfassende Erklärung (oder der Versuch dessen) nicht gebraucht und ich hätte gern mehr Inhalt zu den einzelnen Veränderungen bei Ast & den Dimensionen gehabt. Daher der Stern Abzug. PS: Für Football-Fans sind übrigens auch einige passende Passagen dabei ;)
Neal Shusterman hat mich bisher mit jedem seiner Bücher vollkommen aus den Latschen gehauen und ich kam nicht umhin, auch seiner neusten Geschichte mit Haut und Haaren zu verfallen, selbst wenn ich mir im Vorfeld etwas anderes vorgestellt hatte. Wie das Buch verlief, entsprach nicht ganz meinen Erwartungen, aber das hat meine Begeisterung nicht im Geringsten geschmälert, nur am Anfang etwas für Verwirrung gesorgt. Der Gedanke, dass ein Mensch der Mittelpunkt des Universums wird und dadurch den Lauf der Welt beeinflussen kann, fand ich enorm spannend. Wenn man selbst das Schicksal der Galaxie in der Hand hat und alles erdenkliche verändern könnte, was würde man dann als erstes ändern? In was für einer Welt möchte man leben? Möchte man überhaupt in einer anderen leben? Würde man etwas Großes verändern, wie Kriege ungeschehen zu machen oder eine Pandemie aus dem Verlauf der Geschichte zu löschen? Oder würde man sich oder seinen Freunden persönliche Vorteile verschaffen, ein Upgrade für das eigene Leben sozusagen? Und egal, wie man sich entscheidet, kann man dabei wirklich alle Folgen bedenken? Zumindest letzteres kann ich nach dem Lesen des Buches mit einem klaren Nein beantworten. Der Protagonist Ash wurde mir während des Lesens immer und immer sympathischer. Er hatte etwas entwaffnendes, etwas unverfälschtes, was es einem leicht gemacht hat, sich mit ihm auf die Veränderungen der Welt einzulassen und sie in sich aufzunehmen. Dass Ash selbst auch zunächst überfordert mit seinem neuen Status ist, setzt ihn und die Lesenden auf die selbe Augenhöhe, und man wird langsam an all die neuen Entwicklungen gewöhnt. Ash hat ein gutes Herz. Er ist stets bemüht, das Beste aus dem, was er tut, herauszuholen, und eine treue Seele ist er obendrein. Er ist fair, offen, tolerant und ich liebe ihn für jeden dieser Charakterzüge, denn viele andere Figuren, die man im Laufe der Geschichte trifft, führen einem vor Augen, dass es keineswegs selbstverständliche Eigenschaften sind. Die Art, wie er zwischen den verschiedenen Realitäten wechselt, hätte ich mir anders, einfacher vorgestellt. Ich hätte gedacht, es verhält sich wie an einer Kreuzung, von der unterschiedliche Wege wegführen, doch es zeigte sich, dass das Ganze nicht annähernd so leicht vonstatten geht. Das heißt aber nicht, dass ich enttäuscht bin, sondern nur, dass ich meine Erwartungen anpassen musste. Ich mochte das, was man bekommen hat, sehr. Was mir ebenfalls gefiel, war, wie sensibel und dennoch aufrüttelnd Themen wie Rassismus oder Homophobie hier aufgearbeitet werden. Man lernt Ash als privilegierten, weißen jungen Mann kennen, dennoch merkt man aber, dass sich der Autor mit solch ernsten Angelegenheiten auseinandergesetzt hat und das auf das Wissen und Handeln des Protagonisten übertragen wurde. Neal Shusterman schafft es jedes Mal, mich mit seinem fesselnden Schreibstil ans Geschehen zu binden und erst wieder gehen zu lassen, wenn man das Buch beendet hat. Auf eindringliche Art und Weise schildert er hier dem Leser, dass wir nur einen Steinwurf, nur eine Sekunde von einer komplett anderen Welt entfernt sind, die um Längen schlechter sein könnte als die jetzige. Wir denken immer, wir haben es schon weit gebracht in Sachen Toleranz, doch uns steht noch ein weiter Weg bevor. Mein Fazit: Ein eindrucksvolles Buch, was mich lange beschäftigt hat und auch noch länger beschäftigen wird. Ich liebe und fürchte die Geschichten von Neal Shusterman gleichermaßen, weil sie es schaffen, jede erdenkliche Zukunft wie eine durchaus plausible Möglichkeit für unsere Realität aussehen zu lassen. Game Changer ist keine leichte Kost für Zwischendurch, es ist Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise in einem. Wenn man es verschlungen hat, ist man danach erst einmal außer Gefecht gesetzt, aber auf eine gute Art und Weise. Jeder, der keine Angst vor Shustermans Zukünften hat, wird mit diesem Buch ein nachhallendes Leseerlebnis teilen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

Das Buch wollte ich tatsächlich mehr wegen des Autors als wegen der Beschreibung lesen. Natürlich spielt auch der Inhalt eine Rolle, aber eben eher zweitrangig. Ich wurde nicht enttäuscht. Bereits zu Anfang wird klar, dass die Geschichte von Witz und Sarkasmus begleitet wird, wie beispielsweise dem Vergleich von Namen einer Sportmannschaft, denn es ist ja weniger anstößig diese nach einer Naturkatastrophe zu benennen, bei der hunderte oder tausende Menschen ums Leben kommen, als sie als nach einem Dämonen. Was wohl für mich der anstrengendste Teil war, also nicht die Namensgebung, sondern die Erklärungen zur Sportart. Doch glücklicherweise musste ich das nur einmal hinter mich bringen. Genauso wie die übertrieben englische Aussprache beim Hörbuch anfangs, was sich glücklicherweise irgendwann legte. Ich finde diesen Mischmasch ja meist nur schwer zu ertragen, denn ich frage mich dann immer wieder was an dem deutschen Wort so schlimm ist. Im Text selbst war es weit weniger weniger der Fall, außer bei den Fachbegriffen zum Sport und der Tatsache, dass die Mädels der Geschichte "hot" sind. Aber gut, ich konnte damit leben, denn es beschränkte sich alles eher auf das erste Viertel des Buches und die Geschichte war so unglaublich packend, sodass diese kleinen Mankos schnell vergessen waren. Die Idee mit den Dimensionen war so unglaublich gut und toll umgesetzt. Ich wartet schon vorher darauf, was beim nächsten Sprung passiert, was sich ändert, oder eben nicht ändert. Auch wie Ash seine Geschichte erzählt ist absolut gelungenen, denn man hat wirklich das Gefühl als säße man ihm gegenüber, während er dies tut. Vermutlich liegt es auch daran, dass es wie eine Erzählung geschrieben ist und man als Leser auch direkt angesprochen wird. Zudem greift der Autor wirklich wichtige Themen auf. Zwar geht er nicht tief in die Details, aber schon allein was er schreibt regt zum Denken an. Ohne groß zu spoilern, möchte ich einfach nur die Themen kurz erwähnen, denn es geht eben um aktuelles wie Homosexualität - was besonders im Männersport oft mir einem Stirnrunzeln gesehen wird -, Rassismus, die Stellung der Frau bzw. Sexismus und noch vieles mehr. Ich würde sagen, dass das Buch, eben durch die Sprünge und Handlung auch etwas speziell ist, weshalb man sich auf die Geschichte einlassen können muss, aber wenn man dies kann, ist es aus meiner Sicht eine ganz klare Empfehlung. Egal ob gelesen oder gehört, denn der Sprecher Marian Funk hat eine sehr angenehme, aber auch einnehmende Art und der Schreibstil war gut zu lesen. Es hat mir unfassbar viel Freude bereitet und gleichermaßen erschüttert, aufgrund der angesprochenen Themen und dem Umgang damit. Fazit: Ein spannender und unterhaltsamer Jugendthriller mit wichtigen Themen.
Magische Eierschalen Nach einigen Thrillern und New Adult Büchern wurde es wirklich mal wieder Zeit für einen Jugendroman. Allein schon das Cover von Game Changer ist ein absoluter Eye-Catcher und der Klappentext macht wirklich neugierig auf die Story. Doch um was geht es denn hier eigentlich genau? Der Leser lernt Ash kennen, ein weißer, heterosexueller Teenager, dessen bester Freund ein schwarzer Junge ist. Generell keine besondere Situation, obwohl unterschwellig Rassismus leider noch lange nicht aus dieser Welt verbannt wurde. Da geschieht beim Sport plötzlich das schier Unglaubliche: Er wird in eine andere Realität katapultiert und schlimmer noch: Plötzlich ist er der Mittelpunkt des Universums. Und in dieser neuen Wirklichkeit führt Ash aus Versehen die Rassentrennung wieder ein. Geschockt versucht er alles, um wieder den Ursprung herzustellen, doch es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen... Mein Eindruck vom Buch: Schon bei den ersten Zeilen musste ich einfach lächeln! Der Leser hat die Ehre, Ash in einer Ich-Erzählung zu begleiten und seine direkte, offene Art ist einfach entwaffnend! Und nicht nur das, Ash spricht mit dem Leser und allein das erfrischt alles ungemein! Wer aber jetzt denkt, das Buch ist flapsig und lockerleicht, der irrt. Ja, die Story ist sehr skurril und abgedreht, dennoch wird schon im ersten Kapitel klar, dass die Geschichte eine besondere Tiefgründigkeit besitzt und zum Nachdenken anregt. So ein bisschen erinnert dieses Werk an Butterfly Effect und es hat mich schon immer fasziniert, welche Auswirkungen eine einzig winzig kleine Entscheidung haben kann und wieviele Leben ganz anders verlaufen wären, hätte man anders gehandelt. Und genau dies wird in diesem Roman extrem gut veranschaulicht. Mit Ash hat Neal Shusterman einen ganz besonderen Charakter erschaffen und gleichzeitig könnte Ash einfach „nur“ der Junge von nebenan sein. Ich war immer wieder überrascht, welche Wendungen plötzlich geschahen und wurde von der ganzen Thematik so gepackt, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Herzerfrischend ist aber nicht nur Ash, nein, da gibt es auch die Edwards und auch der Freundeskreis von Ash ist mega interessant in sämtliche Geschehnisse eingeflochten. Fazit: Mit Game Changer hat Neal Shusterman eine Geschichte erschaffen, die meiner Meinung nach wertvoll für alle Altersgruppen ist. Sie lässt einen lachen, aber auch hinterfragen und das auf eine Art, die schlichtweg faszinierend ist. Dieses Werk vereint alles, was ein Bestseller braucht: Witz, Charme, interessante Charaktere, Leichtigkeit, Spannung, Tiefe und so manche Weisheiten. Ich kann Ash und seine Welt jedem einfach nur ans Herz legen und hoffe sehr, viele werden ihn ein Stück auf seinem unglaublichen Weg begleiten.
Schon seit ich die "Scythe" Trilogie von Neal Shusterman gelesen habe, bin ich ein riesen Fan von seinen Ideen und der Art, wie er Geschichten schreibt. Auch "Dry" hat mir unfassbar gut gefallen und mich noch wochenlang gedanklich beschäftigt. Ich habe mich sehr auf sein neustes Werk gefreut und wurde nicht enttäuscht. In "Game Changer" geht es um Ash, der eines Tages bei einem Footballspiel einen seltsamen Schmerz empfindet. Nach diesem Tag steht sein Leben völlig auf dem Kopf und er springt durch mehrere unterschiedliche Dimensionen, in denen sein Leben völlig andere Bahnen einschlägt. Er muss feststellen, dass seine Mitmenschen natürlich nichts von den anderen Dimensionen wissen, doch wie soll er nun darüber sprechen? Wie erklärt er seinen Freunden, dass die Stopp-Schilder für ihn einmal rot waren und er sie nun plötzlich blau sieht? Wie kann er damit umgehen, dass plötzlich wieder die Rassentrennung existiert, wo er doch gerade eben noch mit Menschen jeglicher Herkunft befreundet war und zusammen gegessen hat? Und dann sind da noch seltsame Skaterjungs, die alle aussehen wie Zwillinge, die Edwards, die ihm weis machen wollen, dass er über den Verlauf der Zukunft entscheiden kann. Schnell muss Ash feststellen, dass jede einzelne Entscheidung Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Zukunft hat und so passieren ihm Dinge, die er gar nicht wollte. Schafft er es, die perfekte Welt zu generieren, oder wird sein Leben von nun an einer Dystopie gleichen? Neal Shusterman hat einen sehr angenehmen und fesselnden Schreibstil. Man wird stellenweise immer wieder direkt als Leser*in angesprochen und er schafft es immer wieder mit einigen sarkastischen und humorvollen Szenen die Unterhaltung zu steigern. Seine Geschichten machen einfach sehr viel Spaß! Ash ist ein super interessanter Charakter, denn er versucht eigentlich nur alles richtig zu machen. Er möchte, dass es seinen Liebsten gut geht und das die Welt weniger ungerecht ist. Doch auf seiner Reise stellt er schnell fest, dass es unmöglich ist, alles perfekt zu machen. Die Geschichte spricht viele aktuelle und wichtige Themen an wie Rassismus, Coming-Out und auch Homosexualität, gesellschaftliche Vorurteile und das "Schubladendenken" aber auch einige moralische Themen zum Beispiel in Hinsicht auf Selbstverteidigung und ab wann diese vielleicht auch verwerflich sein könnte oder auch Sexismus spielen eine Rolle. Diese Themen werden ernst aber auch humorvoll behandelt und so wirkt es zu keinem Zeitpunkt zu erdrückend. Stattdessen wird man sehr zum reflektieren und nachdenken angeregt und bekommt so manche (neue) Denkanstöße. Wir werden darauf angesprochen, wie bequem wir es uns gerne im Leben machen, anstatt Dinge anzugehen und verändern zu wollen und einfach aktiv zu werden. Dieses Buch ist an mancher Stelle etwas wirr für mich gewesen, jedoch war die Idee einfach super und auch die ganzen Themen fand ich wahnsinnig gut! Die Football Thematik hätte meiner Meinung nach etwas mehr in den Hintergrund rücken können, da ich leider nicht allzu viel Ahnung von diesem Sport habe und dieser Sport schon eine sehr zentrale Rolle einnahm. Auch das Ende des Buches konnte mich überzeugen und hat das Buch wunderbar abgerundet. Fazit: Für mich ein sehr gelungenes Buch, dass an mancher Stelle etwas wirr und langatmig war. Jedoch konnte es mich insgesamt überzeugen. Insbesondere durch die Art wie hier mit unterschiedlichen Themen umgegangen wurde und wie die Gesellschaft kritisch betrachtet wurde. Mich hat Neal Shusterman wieder einmal begeistern können, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie er das mit Scythe 1 und Dry konnte. Die sarkastische und humorvolle Erzählweise haben mich gut unterhalten. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne
Das Buch ist sehr gut geschrieben, ich konnte es nicht aus der Hand legen! Der Schreibstil war sehr leicht und die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Tja als Ash erfährt was wirklich los ist, kann es nur noch besser werden, aber da hat er die Rechnung ohne "Die Edward`s" gemacht. Die sind in jedem Universum dabei und werden je Universum immer mehr. So nach und nach erfährt Ash wie er mit der ganzen Sache umgehen kann. Die Art der Universen und der Menschen die Ash kennt und "neu" dazukommen sind wieder sehr toll ausgearbeitet, sodass man sich immer freut zu "springen", weil man immer hofft, auf etwas/jemand neues zu treffen. Was Ash da allerdings durcherlebt ist meiner Meinung nach grenzwertig, aber super mit aktuellen Themen aufgegriffen... Nach dem Buch DRY konnte mich der Autor hier auch mit seiner tollen Umsetzung der Geschichte überzeugen. Ich werde mir definitiv noch einige Bücher, die bereits erschienen sind, noch lesen!
Ich mag die Bücher von Neal Shusterman sehr gerne und habe mich deswegen auf dieses hier sehr gefreut. Mein 13 jähriger Sohn hat es mit mir zusammen gelesen, ich gebe hier also unser beider Meinung wieder. Die Idee des Buches finden wir interessant: Ein weißer, heterosexueller Junge aus der Mittelschicht in Amerika, der zuerst ungewollt, später aber gezielt, in parallele Welten springen kann und erfahren muss, dass es nicht leicht ist, eine perfekte Welt zu schaffen und es jedem Recht zu machen. Leider konnte uns das Buch aber nicht wirklich überzeugen. Der Schreibstil ist super, wie wir es vom Autor gewohnt sind. Aber irgendwie schneidet er in diesem Buch unheimlich viele Themen an. Themen, die alle wichtig sind - gar keine Frage! Aber dadurch, dass er so viele in seine Geschichte hineingepackt hat, kratzt die Story immer nur an der Oberfläche und es kommt keine richtige Tiefe auf. Da wäre weniger mehr gewesen. Das ist ein Phänomen, das ich in letzter Zeit gerade bei Jugendbüchern oft beobachte. Man will anscheinend niemanden übersehen oder vergessen und versucht deshalb krampfhaft, alles in eine Geschichte zu packen. So ganz kann ich das nicht nachvollziehen. Und ich habe bisher auch noch kein Buch gelesen, bei dem das wirklich gut geklappt hat! Aber zurück zu "Game Changer": Für meinem Sohn und mich blieb der Hintergrund, was eigentlich genau mit Ash passiert und warum gerade eher in diese Parallelwelten springt, völlig unklar. Warum wird ausgerechnet er der Mittelpunkt der Welt und erschafft sie neu? Ja, der Autor versucht, die ganzen Hintergründe zu erklären, aber so richtig zufrieden waren wir damit nicht, es bleiben zu viele Fragen offen. Durch die häufigen Veränderungen der Welt ändern sich auch immer die Charaktere, so dass alle außer Ash selbst zu oberflächlich bleiben. Bei Ash bekommt man einfach mehr seiner Gedanken und Gefühle mit, die aber auch nicht immer so ganz stimmig waren. Er macht sich zwar viele Gedanken, aber für uns waren seine Gefühle nicht so recht nachzuempfinden. Ich habe das Buch auch als Hörbuch gehört und muss sagen, dass es mir beim Lesen deutlich leichter gefallen ist, der Story zu folgen. beim Hören habe ich leider immer wieder den Faden verloren. Aber den Sprecher finde ich wirklich klasse! Meinem Sohn hat das Buch nicht gefallen, er fand es sehr anstrengend zu lesen und hatte das Gefühl, er würde eine Schullektüre lesen. (O-Ton: "Ich mag es nicht, wenn ich ein Buch lese, das mir unbedingt etwas beibringen will!") Vielleicht hatte ich von der Story zu viel erwartet, aber für mich ist es leider nur Durchschnitt.
Inhalt: Ash lebt ein ganz normales Leben. Anderen Menschen gegenüber ist er freundlich, tolerant und erwartungsvoll eingestellt. Er hat eine unkritisch-affirmative Haltung gegenüber dem Leben und der Gesellschaft. Es lässt sich, so denkt er beispielsweise, nicht viel daran ändern, dass eine Freundin scheinbar in einer toxischen Beziehung mit dem angesehenen Quarterback der Schule gefangen ist. Ash hinterfragt sein Leben nicht. Bis zu dem Punkt, als ihm beim Tackle im Footballspiel plötzlich eine eisige Kälte und Schwindelgefühl überkommen. Als Ash kurz darauf beinahe in einen Unfall verwickelt wird, gelangt er ins Grübeln. Wie konnte das passieren? Warum fühlt er sich von einem Moment auf den anderen so unwohl? Ihm geht auf, dass an der Szene an der Verkehrsinsel etwas nicht gestimmt hat. Das Stoppschild hatte eine andere Farbe, als er es gewohnt war. Es war blau. Aber trug es nicht eigentlich schon immer diesen Farbton? Hätte es nicht rot sein sollen? Die Veränderungen, die Ash wahrnimmt, finden schleichend statt. Doch scheint es ihm, als ob er wie von Zauberhand in eine scheinbare Parallelwelt transportiert worden sei. So muss Ash feststellen, dass der Knopf an seinem Autoschlüssel plötzlich nicht mehr ein heruntergekommenes Auto, sondern einen ziemlich teuren BMW entriegelt. Sein Weg führt ihn nach Hause, doch dieses liegt, wie eine vage Erinnerung andeutet, nicht in einem Mittelstands-, sondern in einem Villenviertel. Sein Bruder ist plötzlich unglaublich nett und mitfühlend. Doch all das ist nicht das Gravierendste. Denn das kommt noch: In der Schule wurde plötzlich die Rassentrennung eingeführt … Meinung: Neal Shusterman schreibt mit Game Changer einen Roman, der seine Zeit braucht, um sich zu entwickeln. Aufgrund des Klappentextes war ich davon ausgegangen, dass diese Geschichte sich rund um das Thema Rassismus dreht. Darin erschöpft sich das Werk aber nicht. Rassismus ist nur eine Facette der Thematik, wie Menschen einen gesellschaftlichen Stempel verpasst bekommen und sodann nicht mehr zur ‚Ingroup', sondern künftig zur ‚Outgroup' gehören. Ferner geht es um Fragen, die das große Ganze betreffen. Ist eine perfekte Welt möglich? Was wäre, wenn man etwas an seinem Leben ändern könnte? Fordert eine Veränderung nicht zugleich auch immer einen Tribut? Neal Shusterman möchte in seinem Buch Game Changer viele Botschaften unterbringen. Er möchte die Welt hinterfragen und den Leser zum Nachdenken bewegen. Doch zugleich zeigt er auf, dass das menschliche Gehirn gar nicht in der Lage ist Komplexität zu durchdenken. Game Changer erzählt die Geschichte von Ash, einem Jungen, der bislang mit seinem Leben immer recht zufrieden war. Sicherlich, es ist nicht alles perfekt, aber es ist okay. Ash bester Freund begegnet ihm gelegentlich wütend, wenn er Ash für so etwas wie Critical Whiteness sensibilisieren will. Sein Bruder nutzt jede Gelegenheit, um Ash das Leben schwer zu machen. In der Schule gibt es dieses Mädchen, das mit dem angesehenen Quarterback der Highschoolmannschaft zusammen ist. Man vermutet, dass es sich um eine toxische Beziehung handelt. Aber kann man das beweisen? Sollte man sich einmischen? Es gibt den Jungen namens Norris, der keine Freunde hat, weil er immer das Falsche sagt und unüberlegt handelt. Er gehört zur Clique und doch wird er immer nur als der Junge gesehen, in dessen Haut man nicht stecken möchte. Kurzum Ash lebt in der Gegenwart. Er schert sich nicht groß um das, was hätte sein können oder das, was er in der Vergangenheit hätte anders machen sollen. Doch von einem Tag auf den anderen verändert sich Ashs Leben radikal. Es ist dieser eine Moment, als er beim Football durch jeden Tackle plötzlich in eine andere Realität gelangt. Die Veränderungen, die Ash erwarten, als er erwacht, sind marginal und doch sind sie vorhanden. Bei kleinen Veränderungen bleibt es jedoch nicht. Ash wechselt erneut die Realität. Er merkt, dass seine Wünsche einen Tribut fordern. Und dieser Tribut ist gravierend. Ash beginnt das, was er bislang nie hinterfragt hat, kritisch zu betrachten. Er beginnt sich nach Veränderungen zu sehnen und möchte die Welt ein Stück besser machen. Doch umso mehr Ash verändern will, umso schlimmer scheint alles zu werden. Fazit: Für mich gestaltete sich der Einstieg in Game Changer anfangs schwierig. Der Leser wird strategisch verwirrt. Langsam verfestigt sich das Bewusstsein der Ohnmacht beim Leser mit Blick auf eine nicht zu beeinflussende Realität. Einfache Antworten auf komplexe Fragen geben, entspricht nicht der Strategie Shustermans. Früher oder später, denkt man sich, wird das Buch auf eine einfache Moral abzielen, an der an und für sich nicht viel auszusetzen sein würde. Doch dann hat der „Butterfly Effect“ unvorhergesehene Auswirkungen und stürzt die gegenwärtige Realität ins Chaos. Daher gibt das Buch dem Leser viel Stoff zum Nachdenken - und das tut man auch. Oft erwischt man sich dabei, die Handlung noch einmal zu durchdenken, ob es irgendwo Hinweise auf irgendeine “Wahrheit“ gab. Wer so etwas mag, für den ist das Buch eine Empfehlung.
An sich eine interessante Thematik. Würde nicht immer dieser Gesankensprung von wichtig zu unwichtig und wären nicht immer zu viele Themen einfach nur angeschnitten, sondern würde man sich einfach mal auf ein, zwei Themen wirklich konzentrieren… dann wäre es ein gutes Buch. Stattdessen ist es einfach null interessant oder spannend. Nicht mal den Sinn dahinter kann ich erkennen.
Ja, wo fange ich an…zunächst einmal mit meiner Erwartung an dieses Buch: Ich habe ehrlich mit einer sehr ernsthaften Geschichte gerechnet und das ist sie auch, nur eben ganz anders. Man stelle sich eine/n Autor*in vor, wie sie/er einen gesellschaftskritischen Roman schreibt und darin den Schwerpunkt auf Ignoranz und Egoismus setzt…gähn. Dann kommt Neal Shusterman und verpasst der Story ein sarkastisches Outfit, ein zynisches Make-Up und drückt dem Ganzen noch eine stylische Tasche voll Quantenphysik in die Hand. Et voila Game Changer is ready. Neal Shusterman verlangt seinem Leser nicht nur einen gewissen Intellekt ab, er hat auch das Vertrauen, dass er vorhanden ist. Dieser Umstand macht ihn zu einem grandiosen Geschichtenerzähler und einem Menschen, der über seinen eigenen Tellerrand schaut! Grandios!
“Game Changer” war tatsächlich das erste Buch, dass ich von Neal Shusterman gelesen habe. Das Cover ist in einem knalligen orange gehalten und es fallen kleine Silhouetten über das Cover. Erst im Laufe des Buches habe ich verstanden, was es damit auf sich hat und finde es super wie die Geschichte in das Cover eingebaut ist. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Ash erzählt. Der größte Teil wird in der Vergangenheitsform erzählt, jedoch gibt es manchmal stellen, wo sich Ash im Präsens an die lesende Person wendet. Den Schreibstil fand ich sehr beeindruckend. Das Buch hat sich so gelesen, als würde gerade jemand vor dir sitzen und dir in sehr schnellem Tempo eine Geschichte erzählen. “Game Changer” hat sich nicht immer ganz flüssig gelesen, sondern eben genauso wie jemand beim Erzählen einer Geschichte mal über ein Wort oder Satz stolpert. Diesen Erzählstil fand ich sehr faszinierend und einzigartig. Zu Beginn des Buches lernen wir Ash, als einen Teenager kennen, der sich nicht besonders viel Gedanken um die Welt um sich herum macht. Er stellt die aktuelle Situation nicht groß in Frage, sondern nimmt die Welt so hin, wie sie ist. Bis er nach einem Tackle, bei einem Footballspiel ein heftiges Schwindelgefühl bekommt und ihm eiskalt wird. Danach hat er fast einen schweren Unfall, nachdem er ein Stoppschild überfährt, welches er übersehen hat, weil es blau und nicht rot ist. Damit beginnt die Geschichte so richtig. Wie es scheint wurde Ash in eine Parallelwelt transportiert in der Stoppschilder nicht mehr rot, sondern blau sind. Im Laufe des Buch muss Ash sich mit den verschiedensten Realitäten konfrontieren. Der Autor greift viele wichtige Themen, wie Rassismus, Diskriminierung, Homophobie, toxische Beziehungen und noch andere Themen. Ich finde toll, dass der Autor diese Themen aufgegriffen hat, jedoch könnte man über jedes dieser Themen auch ein eigenes Buch schreiben. Dementsprechend war mir manches leider etwas zu oberflächlich behandelt. Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Der Autor hat einen tollen Schreibstil und eine spannende Geschichte erzählt, in der er viele wichtige zeitgenössische Themen aufgegriffen hat. Wer Lust auf einen spannenden Pageturner hat, ist hiermit sicherlich gut beraten.
Es gibt Bücher, die packen einen direkt. Fast schon ohne Vorwarnung. „Game Changer“ von Neal Shusterman ist so ein Buch. Ash ist ein Weißer heterose*ueller cis-Junge aus der Mittelschicht. Damit fängt der Klappentext an und eigentlich ist das nichts Besonderes. Doch plötzlich wird Ash zum Mittelpunkt des Universums und durch einen komischen Zufall gelangt Ash in eine andere Welt, im Grunde gleichzusetzen mit einer Parallelrealität. Und dann in eine weitere und noch eine. Bis er in einer Welt der Rassentrennung landet. Neal Shusterman hat dieses doch wirklich sehr brisante Thema super aufgegriffen – ohne gänzlich mit der Bratpfanne oder dem Vorschlaghammer draufzuhauen. Sondern er hat gezeigt, was es noch immer bedeutet – ja, man mag kaum glauben, aber (unbewusst) existiert sie leider noch immer viel zu oft in unserer Gesellschaft. Es ist ein so unfassbar tolles Buch, dass ich teilweise nicht mehr weiter lesen konnte, weil ich erst einmal über alles nachdenken musste. Game Changer könnte auch das eigene Leben oder das Denken verändern. Ash ist ein toller junger Mann, der sich auch mit seiner Se*uallität beschäftigen muss … denn in einer Realität steht er auf Männer. ** Sprachlich gesehen sehr toll! Unglaublich gute*r Übersetzer*in am Werke. @sfischerverlage Dieses Buch habe ich über @lovelybooks.de bekommen und bin so unglaublich happy darüber. Lange musste ich darüber nachdenken und ich bin mir sicher, wenn ich es erneut lese, werden mir weitere Dinge auffallen. Ash zeigt so viel von seinem Inneren, erzählt, was er denkt und fühlt und ich hoffe, dass er all diese Welten niemals vergessen wird. Das er die Gefühle verinnerlicht und auch weiterhin mit sich nimmt. Zu wissen, dass der beste Freund plötzlich nicht mehr in dieselbe Schule gehen darf, aufgrund seiner Hautfarbe, zum Beispiel. Dieses Werk ist eines jeder Bücher, die ins Herz treffen. Ash macht viele Fehler, keine Frage. Aber im Grunde ist er doch ein toller Junge und für seine Freunde stets da. Neal Shusterman geht in seinem Buch ehrlich und ausführlich mit all diesen Themen um. Themen wie Rassentrennung, Rassismus, Coming Out oder der Frage nach der se*uellen Orientierung. Wie es als Frau ist oder was eine toxische Beziehung sein kann. Es ist ein Buch zum Nachdenken und Innehalten. Eins, was man festhalten möchte und nicht mehr loslassen will. Ein Buch, was noch in vielen Jahren große Bedeutung haben wird. Vielleicht auch als Schullektüre …
INHALT: Der Protagonist Ash ist weiß, heterosexuell und stammt aus der Mittelschicht. Sein Leben ist sorglos, was sich schlagartig ändert, als er in ein Paralleluniversum katapultiert wird, in dem er der Mittelpunkt des Universums ist. Somit hat er die Macht, einfach alles zu verändern. Leider führt er dadurch aus Versehen die Rassentrennung wieder ein. Bei seinen Versuchen, alles wieder in Ordnung zu bringen, macht er es jedes Mal nur noch schlimmer und sieht sich auf einmal mit Diskriminierungen konfrontiert, die ihn vorher nicht betroffen haben. Sein Blickwinkel ändert sich sehr stark und letztendlich muss er alles riskieren, um eine Chance auf seine eigene Realität zu wiederzubekommen. Ein paar seiner Freunde unterstützen ihn dabei. Allgemein werden unterschiedliche Themen der Diskriminierung, wie Homosexualität, Rassismus und Frauenfeindlichkeit aufgegriffen und in der Handlung verwoben. SCHREIBSTIL: Der Schreibstil von Shusterman ist wie gewohnt sehr präzise, klar und ohne Schnörkel. Dadurch wird eine gewisse Distanz erzeugt, die eine beklemmende Atmosphäre schafft. Das Buch ließ sich sehr schnell weglesen und war eine angenehme Abendlektüre. Leider lag das auch ein bisschen daran, dass die doch sehr wichtigen Themen recht oberflächlich behandelt wurden. Es wirkte auf mich, als wäre das Ganze eher an eine jüngere Zielgruppe adressiert, die das erste Mal dafür sensibilisiert werden sollen. Obwohl ich mir mehr Tiefe gewünscht hätte, wurden hier wichtige Themen unterhaltsam verpackt und das halte ich gerade für eine jüngere Generation für sinnvoll. FAZIT: Die Idee des Buchs war gleichzeitig genial wie skurril. Das Potenzial wurde meiner Meinung nach nicht komplett genutzt, vieles war mir zu hektisch gezeichnet und nicht zuende gedacht. Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten und (wenn auch recht oberflächlich) auf wichtige Themen aufmerksam gemacht. Ich hatte zwar nicht erwartet, dass das Buch doch an einigen Stellen sehr abgedreht werden würde, aber es war eine neue und gute Idee, die den Leser bei der Stange gehalten hat. Das Ende war mir leider zu lau, da hätte ich mir irgendwie nochmal einen großen Twist erhofft. Dennoch bin ich recht zufrieden mit dieser Lektüre. Geniale Grundidee, Potenzial leider nicht voll ausgeschöpft. Wichtige Themen werden angesprochen, allerdings nur oberflächlich behandelt. Ein interessantes, unterhaltsames Gedankenexperiment, von dem ich mir noch mehr Tiefe gewünscht hätte!
In „Game Changer“ erzählt Neal Shusterman die Geschichte von Ash, einen weißen, heterosexuellen Jungen aus der Mittelschicht. Er ist eher durchschnittlich und stand bissher nie im Mittelpunkt. Doch als er während eines Footballspieles härter getroffen wird, findet er sich plötzlich in einer anderen Dimension wieder. Die Veränderungen sind erst klein, doch dann führt Ash aus Versehen die Rassentrennung wieder ein. Er setzt alles daran, die Dinge wieder herzustellen und in seine Welt zurückzukehren. Aber es gibt auch viele Möglichkeiten Dinge falsch zu machen.Auf das Erscheinen von „Game Changer“ hatte ich mich sehr gefreut, weil mir der Schreibstil und der Umgang mit gesellschaftlich relevanten Themen von Neal Shusterman gefällt. Aber irgendwie konnte ich mit dem Buch nicht warm werden und habe auch ziemlich lange zum Lesen gebraucht. Shusterman greift auch in „Game Changer“ Themen wie Rassismus, Klassenzugehörigkeit, Sexualität, Geschlecht, toxische Partnerschaften, Drogenmissbrauch auf, aber diese werden schnell abgehandelt bzw. verschwinden sobald Ash in eine neue Welt springt. Dabei ist das Konzept von parallelen Universen und dass man zwischen diesen hin und her springt, äußerst interessant. Ich habe schön früher gerne Science Fiction Geschichten gelesen, die sich damit befassen. Andererseits ist es schon etwas beklemmend, dass Ash sich immer verletzen muss, um in ein neues Universum zu springen.Ash ist nicht nur die Hauptfigur in „Game Changer“, sondern auch der Erzähler. Es wirkt oft so, als er ob er den Leser direkt anspricht. Durch entsteht leider auch der Eindruck, dass viele soziale Themen erst interessieren, wenn er selber betroffen ist.
„Game Changer” von Neal Shusterman ist am 13.10.2021 im Fischer Verlag erschienen. Im Jugendbuch geht es um den Jungen Ash. Dieser führt ein ganz normales Leben als High-School-Schüler. Bis zu einem schicksalhaften Tag, an dem sich nicht nur sein Leben komplett verändert, sondern die ganze Welt. Denn aufgrund einer kosmischen Fügung ist er von nun an der Mittelpunkt des Universums. Er entscheidet mehr oder weniger willkürlich, in welche Dimension sich die Erde befindet. Zunächst hält er alles für einen Traum und weiß auch nicht wirklich, was vor sich geht. Doch immerzu springt er plötzlich in eine andere Dimension, die schlimmer als die vorherige ist. Nach ein paar Sprüngen bekommt er Hilfe, um nicht noch weiteren Schaden anzurichten. Durch seine Dimensionswechsel wird Ash mit harten Themen konfrontiert, die er als weißer, heterosexueller Junge im Alltag nicht wirklich bedenkt. Neal Shusterman nutzt seinen Kosmos der Geschichte, um auf die aktuellen Probleme der Zeit aufmerksam zu machen. Rassismus und Diskriminierung von Frauen und Schwulen sind auch in der Dimension von Ash wichtige Punkte, an denen die Welt noch dringend arbeiten muss. Doch als privilegierter Mensch ist er sich diesen Problemen nicht wirklich bewusst. Nur durch die Verschlimmerung dieser wird er aufgeweckt. Ein Thriller der anderen Art, der für mehr Klarheit sorgen will. Einerseits fand ich die Idee innovativ, andererseits erinnerte es etwas an „Letztendlich sind wir dem Universum egal“. Auch in diesem Buch springt eine Seele von Körper zu Körper und hat mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen zu tun. Das Gute an „Game Changer“ war jedoch der Fokus auf die Probleme und weniger auf eine Liebesgeschichte. Der Anfang war sehr spannend geschrieben und machte Lust auf mehr. Im weiteren Verlauf nahm das Besondere dann etwas ab, da sich einige Dinge wiederholten und etwas eintönig wirkten. Aber das Ende holte es noch einmal raus. Insgesamt ein spannendes Gedankenspiel, welches gute Überlegungen aufweist.
Magische Eierschalen Nach einigen Thrillern und New Adult Büchern wurde es wirklich mal wieder Zeit für einen Jugendroman. Allein schon das Cover von Game Changer ist ein absoluter Eye-Catcher und der Klappentext macht wirklich neugierig auf die Story. Doch um was geht es denn hier eigentlich genau? Der Leser lernt Ash kennen, ein weißer, heterosexueller Teenager, dessen bester Freund ein schwarzer Junge ist. Generell keine besondere Situation, obwohl unterschwellig Rassismus leider noch lange nicht aus dieser Welt verbannt wurde. Da geschieht beim Sport plötzlich das schier Unglaubliche: Er wird in eine andere Realität katapultiert und schlimmer noch: Plötzlich ist er der Mittelpunkt des Universums. Und in dieser neuen Wirklichkeit führt Ash aus Versehen die Rassentrennung wieder ein. Geschockt versucht er alles, um wieder den Ursprung herzustellen, doch es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen... Mein Eindruck vom Buch: Schon bei den ersten Zeilen musste ich einfach lächeln! Der Leser hat die Ehre, Ash in einer Ich-Erzählung zu begleiten und seine direkte, offene Art ist einfach entwaffnend! Und nicht nur das, Ash spricht mit dem Leser und allein das erfrischt alles ungemein! Wer aber jetzt denkt, das Buch ist flapsig und lockerleicht, der irrt. Ja, die Story ist sehr skurril und abgedreht, dennoch wird schon im ersten Kapitel klar, dass die Geschichte eine besondere Tiefgründigkeit besitzt und zum Nachdenken anregt. So ein bisschen erinnert dieses Werk an Butterfly Effect und es hat mich schon immer fasziniert, welche Auswirkungen eine einzig winzig kleine Entscheidung haben kann und wieviele Leben ganz anders verlaufen wären, hätte man anders gehandelt. Und genau dies wird in diesem Roman extrem gut veranschaulicht. Mit Ash hat Neal Shusterman einen ganz besonderen Charakter erschaffen und gleichzeitig könnte Ash einfach „nur“ der Junge von nebenan sein. Ich war immer wieder überrascht, welche Wendungen plötzlich geschahen und wurde von der ganzen Thematik so gepackt, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Herzerfrischend ist aber nicht nur Ash, nein, da gibt es auch die Edwards und auch der Freundeskreis von Ash ist mega interessant in sämtliche Geschehnisse eingeflochten. Fazit: Mit Game Changer hat Neal Shusterman eine Geschichte erschaffen, die meiner Meinung nach wertvoll für alle Altersgruppen ist. Sie lässt einen lachen, aber auch hinterfragen und das auf eine Art, die schlichtweg faszinierend ist. Dieses Werk vereint alles, was ein Bestseller braucht: Witz, Charme, interessante Charaktere, Leichtigkeit, Spannung, Tiefe und so manche Weisheiten. Ich kann Ash und seine Welt jedem einfach nur ans Herz legen und hoffe sehr, viele werden ihn ein Stück auf seinem unglaublichen Weg begleiten.
Eigentlich ist Ashley Bowman ein gewöhnlicher Schüler mit Interesse an American Football. Als er jedoch bei einem Spiel hart getacklet wird, erfährt er, dass er der Mittelpunkt des Universums ist und zwischen verschiedenen Universen reisen kann – was ihn mit verschiedenen Erfahrungen konfrontiert. „Game Changer“ ist meiner Meinung nach ein ganz schwer zu bewertendes Buch. Denn es baut, kurz gesagt, sehr viel Potential auf, um dieses dann leider zu verschwenden. Sehr gefallen hat mir der Schreibstil. Neal Shusterman schreibt klare, verständliche Sätze in einer flapsigen, jugendlichen Sprache ohne auf Biegen und Brechen cool wirken zu wollen. Und auch wenn ich mit Ich-Erzählern manchmal so meine Probleme habe, hier hat es fast schon selbstverständlich gewirkt. Die Einordnung als Jugendbuch geht hier also vollkommen in Ordnung. Was das Buch aber ausmacht, ist das Befassen mit vielen verschiedenen Problempunkten in der Welt. So werden hier Rassismus, Homosexualität bzw. Homophobie und Sexismus aufgegriffen. „Game Changer“ vermittelt dabei auch Werte und macht in Romanform auf diese Punkte aufmerksam. Gute Schullektüre also? Jein. Denn jetzt kommt mein größtes Problem, dass ich mit dem Roman hatte: Der Umgang mit diesen Themen. Sie sind einfach nur da, werden grob angerissen und das war’s dann. Sofort geht es dann weiter zur nächsten Version der Realität und damit zum nächsten Problemherd. Die ganzen brisanten Themen haben so keine Möglichkeit, sich zu entfalten, bis auf einen Punkt habe ich nichts erfahren, was ich nicht schon wusste. Es wirkt so, als wollte man alles oder zumindest vieles mitnehmen, worüber aktuell so diskutiert wird, ohne wirklich darüber zu diskutieren. Und das führt dann mehr oder weniger zu einem „Ja, das gibt es. Weiter zum nächsten Punkt.“. Das Ende lässt mich auch unzufrieden zurück. Ash erlebt all das – und geht mehr oder weniger freiwillig wieder in die eigentliche Welt zurück. Auch hierdurch wird in meinen Augen keine wirkliche Auseinandersetzung mit den ganzen angesprochenen Themen geschaffen, im Gegenteil, es wirkt auf mich fast wie eine Distanz davon. „Game Changer“ ist so ein Buch, das will man eigentlich mögen. Es spricht in der jetzigen Zeit so viele wichtige Themen an, dass man sagen muss, dass es gut tut, so einen Roman zu haben. Und gleichzeitig wird mehr als Ansprechen auch nicht getan. Das erscheint mir viel zu wenig. Dennoch ein sozusagen „guter guter Durchschnitt“.
Ich gebe auf. DNF @48%. Ich bin ein grosser Fan von Neil Shustermans Büchern, insbesondere von seinen Dystopien. Mit diesem Buch hier konnte ich aber leider gar nichts anfangen. Ich fand den Schreibstil ungewöhnlich schlecht und fast schon amateurhaft und habe dadurch nur schwer in die Geschichte hineingefunden. Auch die Handlung habe ich ehrlich gesagt, nicht so richtig verstanden, und es wurde mit Charakternamen um sich geworfen, ohne dass ich wirklich wusste, wer eigentlich wer ist. Als ich bis zur Hälfte des Buches immer noch keinen Zugang zur Geschichte gefunden habe, habe ich aufgegeben. Und wenn ich den anderen, eher durchwachsenen Reviews Glauben schenken kann, dann ist der Plot ohnehin problematisch, da ein weisser cis Mann als Protagonist, scheinbar seinem Umfeld erklären will, wie man mit Sexismus und Rassimus umgeht bzw. es lösen kann. Nein, danke. ;)
Eine tolle Idee - jedoch mit etwas „lahmer“ Umsetzung. Die Idee der Geschichte war in meinen Augen grandios. Allerdings hatten die moralischen Fragen und Gedanken, die sich hierzu aufgetan haben, nicht viel Raum gehabt, immer mehr Spielfelder eröffnet wurden. Dies war sehr schade, da das Buch für mich nur so dahin gedröppelt ist, immer neue Themen hervor gebracht hat und keinen wirklichen Spannungsbogen mit sich brachte. Zum nachdenken hat es dennoch angeregt und der Schreibstil war angenehm zu lesen.
Description
Spannung bis zur letzten Seite − 'Game Changer' von Neal Shustermann konfrontiert uns in diesem Jugendroman ab 14 schonungslos mit weißen Privilegien, gesellschaftlicher Verantwortung und den unendlichen Möglichkeiten, alles falsch zu machen.
Im Blitzlicht eines Footballspiels wird Ash in parallele Dimensionen katapultiert. Er verfügt auf einmal über die Macht, die Welt zu verändern. Und genau das tut er auch. Mit jeder Entscheidung verschieben sich die Regeln der Realität, er testet die Grenzen von Gut und Böse und stellt unsere aktuellen Werte und Normen auf den Kopf. Aus Versehen führt er die Rassentrennung wieder ein, und der Schrecken nimmt seinen Lauf.
Dieser
Science Fiction Thriller ist perfekt für Leser ab 14 Jahren
, die spannende und
dystopische Abenteuer
lieben und gleichzeitig zum
Nachdenken angeregt werden möchten
. Neal Shustermann verbindet die großen Problemen und Fragen unserer Welt auf meisterliche Art und Weise mit einer ordentlichen Ladung
Spannung, Action
und absolutem
Gänsehaut-Feeling
.
Mehr von Neal Shustermann’s meisterlicher Erzählkunst
:
»Scythe – Die Hüter des Todes« (Bd. 1)
»Scythe – Der Zorn der Gerechten« (Bd. 2)
»Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten« (Bd. 3)
»Vollendet – Die Flucht« (Bd. 1)
»Vollendet – Der Aufstand« (Bd. 2)
»Vollendet – Die Rache« (Bd. 3)
»Vollendet – Die Wahrheit« (Bd. 4)
»Dry« (zusammen mit Jarrod Shusterman)
Book Information
Author Description
Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, ist in den USA ein Superstar unter den Jugendbuchautoren. Er studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften. Alle seine Romane sind internationale Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem National Book Award.
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Starke Idee, aber zu viele Themen auf einmal. Unterhaltsam geschrieben, dennoch nicht so packend wie erwartet.
Inhalt: In Game Changer begleitet man den Highschool Footballspieler Ash, der nach einem heftigen Zusammenprall merkt, dass seine Welt nicht mehr dieselbe ist. Zunächst scheinen es winzige, fast unbedeutende Veränderungen zu sein, kleine Details, die aus dem gewohnten Leben herausfallen. Doch nach und nach wird klar, dass Ash in alternativen Realitäten landet, in denen einzelne gesellschaftliche Regeln verschoben sind. Mit jedem Sprung gerät er tiefer in Fragen rund um Privilegien, Diskriminierung und soziale Ungleichheit. Was für ihn zunächst wie ein irritierendes Phänomen wirkt, entwickelt sich zu einer Konfrontation mit Themen, die er sonst nie hinterfragt hätte. Ash muss lernen, dass jede Veränderung im System Auswirkungen hat und dass Verantwortung manchmal schwerer wiegt, als man denkt. Meine Meinung: Bisher konnten mich Neal Shustermans Werke immer begeistern, vor allem wegen seiner Fähigkeit, hoch aktuelle Themen in spannende, tiefgehende Geschichten einzubetten. Die Idee, über alternative Realitäten gesellschaftliche Missstände sichtbar zu machen, ist stark. Und der Einstieg ist tatsächlich fesselnd: Diese subtil beginnenden Veränderungen und das Gefühl, dass sich die Welt unmerklich verändert. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher wird, dass das Buch sehr viel auf einmal möchte. Rassismus, Homophobie, soziale Ungerechtigkeit, Privilegien, Machtstrukturen – jedes Thema ist relevant, keine Frage. Aber in Game Changer bleiben viele dieser Aspekte eher angerissen als ausformuliert. Statt der sonst so scharfen, tiefgehenden Analyse bekommt man eher fragmentarische Einblicke. Für mich fühlte sich das an, als würden unzählige Fäden gleichzeitig in die Hand genommen, ohne dass einer davon wirklich straff gezogen wird. Dadurch wirkt die Geschichte stellenweise überladen, und manche Realitäten bleiben eher Beobachtung als Erfahrung. Ash als Protagonist ist bewusst so gewählt: ein Junge, der bisher in einer sehr privilegierten Welt gelebt hat und plötzlich mit Ungleichheiten konfrontiert wird, die für andere alltägliche Realität sind. Das funktioniert grundsätzlich gut, allerdings schafft es Shusterman diesmal nicht komplett, die emotionale Tiefe herzustellen, die seine Geschichten sonst so eindringlich macht. Trotzdem gibt es viel, was mir gefallen hat: Shustermans Schreibstil ist wie gewohnt stark, flüssig, bildhaft und zugänglich. Einzelne Szenen regen zum Nachdenken an, manche Zitate treffen mitten ins Schwarze. Fazit: Game Changer ist ein vielschichtiges, mutiges Buch, das einen Blick auf Themen wirft, die uns alle betreffen. Die Idee hat enormes Potenzial und die Grundstimmung ist eindringlich. Doch durch die Vielzahl an angeschnittenen Themen verliert das Buch für mich etwas an Tiefe und Fokus. Trotzdem bleibt es ein gut geschriebenes, relevantes Jugendbuch, das wichtige Denkanstöße liefert, nur eben nicht so kraftvoll und präzise wie Shustermans andere Werke. Von mir gibt es deshalb 3 Sterne.
Welt in meinen Händen
Was, wenn wir plötzlich die Macht hätten, alles zu verändern – und doch jedes Mal was falsch machen? "Game Changer" hat mich mitgerissen, aber auch erschöpft. Ash, ein ganz normaler Typ, plötzlich mit der Macht, Realitäten zu verschieben, landet mitten in einer Welt voller Konsequenzen. Ein Footballspiel, ein Schlag, und alles ändert sich - er bringt die Rassentrennung zurück! Klingt spannend, oder? Es war definitiv spannend - bis es ein wenig zu viel wurde. Ash als Protagonist hat mir wirklich gefallen, gerade weil er so normal ist. Er stolpert von einer Dimension in die nächste, jede mit ihren eigenen Regeln. Mal ist er der Held, dann plötzlich der Böse. Seine Entwicklung im Verlauf der Geschichte - er stolpert, reflektiert und lernt. Es ist seine Reise, seine Entwicklung, die mir am meisten in Erinnerung geblieben ist. Die Themen, die hier behandelt werden – Rassismus, Homophobie, weiße Privilegien - sind alles andere als leichte Kost. Und ich finde es bewundernswert, wie Shusterman es schafft, diese Themen so in eine Story zu verpacken. Aber manchmal war es einfach zu viel - zu viele Ideen, zu viele Welten, zu viele Gedanken. Am Ende war ich fast schon erschöpft. Trotzdem - es hat mich berührt. Die parallelen Welten sind nicht nur Spielereien, sondern Spiegel unserer eigenen. Es regt wirklich dazu an, mal über die eigenen Entscheidungen und Werte nachzudenken. Und auch wenn ich am Ende das Gefühl hatte, dass die Geschichte etwas konstruiert war, bleibt die Botschaft klar: Jeder hat die Macht, Dinge zu verändern, aber die Verantwortung, das Richtige zu tun - ist der wahre Game Changer. Es ist zwar vielleicht nicht ganz das, was ich mir nach "Scythe" erhofft hatte, aber ja - das Leben ist auch nicht perfekt, oder?

Gute Geschichte darüber, wie sich die eigene Welt ändern kann, wenn man die Perspektive wechselt. Viele wichtige Themen wie Rassismus, Klassizismus, Sexismus und Queerness werden angesprochen und gut mit der Geschichte verwoben. Es hat mir gut gefallen, einfach zu lesen und doch regt es zum Nachdenken an.
Wieder ein Jugendbuch aus der Feder von Neal Shusterman, das ich gerne gelesen habe. Es gibt vieles, das wie in unserer Welt verbessern sollten und es gäbe viele Schräubchen, an denen wir drehen müssten. Aber man darf die Dinge, die bereits gut laufen, nicht vergessen und darf sich ruhig über alles, was viel schlimmer laufen könnte, freuen. Wichtig ist nur, dass wir das alles wahrnehmen und entscheiden, ob und wie wir agieren. So in etwa würde ich die Message des Buches zusammenfassen.
Was machst du wenn du der Mittelpunkt des Universums wärst? Diese Frage muss sich Ash jetzt stellen, da er für eine kurze Zeit, genau das ist, mit allen Konsequenzen, positiv wie negativ. Wie weit reichen dann schon kleinste Entscheidung und Kurswechsel über dein Leben und das der ganz ganzen Welt.
Oh man, was für ein tolles Buch. Nicht nur der Schreibstil und die Idee dahinter einfach großartig, sondern die Umsetzung. Keine Minute langweilig oder zu viel. Es werden viele Trigger von angesprochen, aber nie angenehm für nicht betroffene, sondern eher zum überdecken der eigenen Perspektive und Handlungen. Haltet Taschentücher bereit.
In der Story von Game Changer hat der Protagonist Ash eine Menge Kopfschmerzen... Und genau das beschreibt meine Gefühlslage bei diesem Buch. Es wird deutlich, dass es um uns herum so viel mehr gibt als wir begreifen können. So vieles könnte schlimmer sein, denn eine perfekte Welt ohne Unmenschlichkeit ist auch eine Welt ohne Menschlichkeit. Dies ist ein Zitat, das mir dabei im Kopf geblieben ist. Der Protagonist Ash landet durch einen Sportunfall plötzlich in einer anderen Welt, die zunächst nur kleine Unterschiede zu dem zeigt, was er bis dahin kannte. Doch als sich diese Unfälle häufen, findet er sich in kompletten Paralleluniversen wieder. Diese sind geprägt von Rassismus, Homophobie und dadurch Ausgrenzung. Nun versucht er alles, um dies wieder ins Lot zu bringen. Hilfe erhält er dabei von den Edwards, die ihn als Mittelpunkt des Universums beschreiben. Wer bis hierher noch nicht verwirrt ist, hat gute Chancen, das Buch zu mögen. Mir persönlich ist es zu wirr und teilweise einfach nicht spannend genug. Der Plot ist super vielversprechend und diesem gebühren auch 3 Sterne. Aber ansonsten fehlte mir einfach die Spannung der gesamten Story.
Ich neige so gern dazu, das ein Buch Schullektüre sein sollte. Darunter zähle ich eindeutig auch Game Changer von Neal Shusterman. Wichtige Themen wie Rassismus, Homosexualität, Gleichberechtigung in jeglicher Hinsicht werden hier verständlich, und ohne Verschönerung durch die Augen eines Jugendlichen erzählt. Und Protagonist Ash macht dabei einen super Job! Leider empfand ich es als ein wenig viel an wirklich starken Themen, die der Autor in 400 Seiten Buch pressen wollte, weswegen manche Dinge mir eher nur “angerissen” erschienen. Nichts desto trotz hat mich das Buch zum nachdenken angeregt. Es hat mir schmerzlich vor Augen geführt, wie wahr manche der Dinge eben immer noch sind in Game Changer und das sicherlich vieles eine Erzählung, aber leider genauso viel Realtität war oder noch schlimmer, teilweise ist. Ich wünschte wir könnten uns alle ein wenig mehr auf das beziehen was wir alle gemeinsam haben: dieses “Mensch sein”- Ding.

Ein wirklich spannender Jugendroman!
Ash, ein weißer Junge aus der Mittelschicht, wird durch einen Zufall zum Mittelpunkt im Universum und führt versehentlich die Rassentrennung wieder ein. Natürlich möchte er das wieder ändern, aber... Generell werden sehr viele Themen behandelt wie Rassismus, Sexismus oder auch Sexuelle Orientierung. Mich hat das Buch wirklich zum Nachdenken gebracht und dabei war es locker, leicht geschrieben. Für mich ein absolut gelungenes Werk.

Super gute Idee, Umsetzung leider nicht ganz überzeugend
"Game Changer" von Neal Shusterman war mein erstes Buch des Autors, und ich hatte hohe Erwartungen. Ich habe schon einige seiner Bücher auf meinem SUB, von denen ich hoffe, dass sie mich mehr begeistern werden, denn von "Game Changer" bin ich ehrlich gesagt nicht komplett überzeugt. Die Grundidee der Geschichte hat mich sofort angesprochen – sie war wirklich genial und hatte so viel Potenzial. Doch bei der Umsetzung hakte es für mich an einigen Stellen. Was mir allerdings gefallen hat, war die Vielfalt an wichtigen Themen, die Neal Shusterman in das Buch eingebracht hat: Rassismus, Homosexualität, Drogenkonsum, gesellschaftliche Strukturen, Gewalt in Partnerschaften – all das findet seinen Platz in der Geschichte. Leider wurden diese Themen für meinen Geschmack zu oberflächlich behandelt, da hätte ich mir einfach mehr Tiefe gewünscht. Auch die Spannung blieb für mich über weite Strecken auf der Strecke. Es fehlte dieser gewisse Sog, der mich sonst beim Lesen packt und nicht loslässt. Das Ende hat dann aber wieder einiges rausgerissen, es hat mir wirklich gut gefallen und hat der Geschichte noch einmal einen gelungenen Abschluss gegeben. Alles in allem würde ich sagen, dass "Game Changer" kein schlechtes Buch ist, aber es hat nicht ganz das erfüllt, was ich mir erhofft hatte. Vielleicht lag es einfach daran, dass meine Erwartungen nach all dem Hype zu hoch waren. Ich bin trotzdem gespannt auf die anderen Bücher von Shusterman, die auf mich warten, und hoffe, dass sie mich noch mehr begeistern können.

Hätte mehr Tiefe vertragen können.
Was wäre, wenn sich die Realität verändern würde – nicht auf spektakuläre Weise wie in einem Science-Fiction-Blockbuster, sondern subtil, fast unbemerkt? Was, wenn du es plötzlich mit einer anderen Welt zu tun hättest, in der kleine Ungerechtigkeiten zu großen gesellschaftlichen Problemen anwachsen? In seinem provokanten Jugendroman „Game Changer“ lädt uns der US-amerikanische Autor Neal Shusterman zu genau dieser Reise ein – in eine Welt, die unserer ähnlich ist, aber in entscheidenden Details erschreckend anders. Der Protagonist Ash, ein typisch amerikanischer Highschool-Footballspieler, lebt ein eher gewöhnliches Leben – bis er bei einem Spiel einen besonders harten Tackle erlebt. Nach dem Zusammenprall merkt er, dass sich etwas verändert hat. Es beginnt mit Kleinigkeiten: Die Farbe der Stoppschilder ist plötzlich blau statt rot. Doch schnell wird klar – Ash ist in einer alternativen Realität gelandet. Mit jeder weiteren Kollision auf dem Spielfeld rutscht er in eine neue Version seiner Welt. Manche Änderungen sind harmlos, andere jedoch offenbaren tiefgreifende gesellschaftliche Ungleichheiten: In einer Realität ist Rassismus offen institutionalisiert, in einer anderen ist Homosexualität illegal. Ash wird so gezwungen, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die er bislang ignorieren konnte. „Game Changer“ ist weit mehr als ein Science-Fiction-Roman – es ist ein intensives Gedankenexperiment über Privilegien, Ungleichheit und soziale Verantwortung. Neal Shusterman greift dabei zentrale gesellschaftliche Themen auf, darunter Rassismus, Homophobie, Gendergerechtigkeit, soziale Ungleichheit und Machtstrukturen. Er lässt den Leser all das aus der Perspektive eines weißen, privilegierten Jugendlichen erleben, der Schritt für Schritt begreift, wie tief verwurzelt und ungerecht eine Welt sein kann, die er bislang nie hinterfragt hat. Besonders spannend: Ash’ moralisches Dilemma. Sollte er versuchen, die Realitäten wieder „geradezurücken“ – auch wenn das bedeutet, dass andere Menschen ihr neues, besseres Leben verlieren? Es ist eine Auseinandersetzung mit Schuld, Verantwortung und der Frage, wie viel ein Einzelner verändern kann – oder sollte. Shusterman gelingt es, die Geschichte trotz der ernsten Themen packend und zugänglich zu erzählen. Der Stil ist flüssig, jugendgerecht, aber nicht banal. Die alternativen Realitäten wirken nie konstruiert, sondern immer als Spiegel unserer tatsächlichen Gesellschaft. Dabei bedient sich Shusterman eines intelligenten Mittels: Jede Verschiebung in Ash’ Welt ist nicht nur ein Handlungselement, sondern eine Metapher für gesellschaftliche Blindflecken. So beeindruckend und ambitioniert das Konzept von „Game Changer“ ist, bleibt der Roman nicht ohne Schwächen. Der Umgang mit den komplexen gesellschaftlichen Themen wirkt stellenweise zu didaktisch und oberflächlich. Die verschiedenen Formen von Diskriminierung – ob Rassismus, Homophobie oder soziale Ungleichheit – werden zwar sichtbar gemacht, doch oft nur in vereinfachter Form angerissen, ohne dass ihre tieferliegenden Strukturen umfassend beleuchtet werden. Ein zentrales Spannungsfeld entsteht durch die Wahl des Protagonisten: Ash, ein weißer, heterosexueller Junge, bewegt sich als Beobachter durch alternative Realitäten, in denen er kurzzeitig mit Ungerechtigkeiten konfrontiert wird. Seine Erfahrungen bleiben jedoch temporär und distanziert – er durchlebt sie nicht als jemand, der dauerhaft betroffen ist, sondern als jemand, der immer wieder in seine privilegierte Ausgangsposition zurückkehrt. Dadurch entsteht eine gewisse emotionale Distanz, und die Perspektiven derjenigen, die tatsächlich von Diskriminierung betroffen sind, rücken in den Hintergrund. Gerade das kann jedoch auch als erzählerisches Stilmittel verstanden werden: „Game Changer“ spricht ein Publikum an, das selbst Teil privilegierter Strukturen ist, und fordert es auf, über den eigenen gesellschaftlichen Standort nachzudenken. Der Roman bietet einen niederschwelligen Zugang zu wichtigen Fragen nach Gerechtigkeit, Verantwortung und Empathie – nicht als abschließende Analyse, sondern als Einladung zum Hinsehen, Hinterfragen und Weiterdenken. „Game Changer“ ist ein mutiger, kluger und relevanter Roman, der seinen Lesern eine unbequeme, aber notwendige Frage stellt: Was würdest du tun, wenn du die Macht hättest, Dinge zu verändern – aber auf Kosten anderer Menschen?
Als 🎧 beendet. Es war irgendwie zu viel aber doch viel zu wenig. Keine Spannung, kein roter Faden und am Ende weiß ich nicht so recht was mir das Buch jetzt sagen wollte. Viele politische Ansichten, die man auch alle gut versteht und nachvollziehen kann, trotzdem hinterlässt das Buch bei mir ein großes ???
Game changer stellt eine ganze Welt in Frage
Neal Shusterman ist mit seinen Jugendbüchern bekannt dafür, mit einfachen Erklärungen komplexe Themen zu behandeln, die den Leser zum nachdenken anzuregen. Die strategische Einführung in dieses Buch fiel mir dieses mal etwas schwerer. Etwas verwirrend zu Anfang und auch ein wenig zu komplex. Wenn sich die Figuren und Situationen jedoch geordnet haben, ist es völlig einnehmend. Shusterman hat es es wieder einmal geschafft mit seinen Science Fiction implementierter Handlung, kritische Themen wie anfangs die Rassentrennung den Leser zu Grundsatzüberlegungen anzuregen. Als Science Fiction Thriller würde ich es allerdings nicht bezeichnen, da für mich die thrillertypischen Aspekte komplett gefehlt haben. Ashley ist eine wundervolle Figur, die wir in all seinen Empfindungen, Begegnungen und Entscheidungen begleiten dürfen. Diese innige Perspektive macht es für mich um so ansprechender. Was mich jedoch in diesem Buch etwas störte, waren die häufig verwendeten Füllthemen mit Szenen, die nur unnötig waren und den eigentlichen Themen keinen Mehrwert brachten. Wer aber grundsätzlich Bücher von Shusterman mag sollte dieses versuchen.
🌏"Du kannst nicht in jeder Welt der Gute sein. Aber du kannst versuchen, besser zu werden – in jeder einzelnen."🌍
„Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen“ – dieser Satz hat mich nach dem Lesen noch lange beschäftigt. Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, worauf ich mich bei diesem Buch einlasse. Dachte erst: cool, Parallelwelten, bisschen Sci-Fi. Aber dann hat es mich richtig überrascht – im besten Sinne. Ash, der Protagonist, wird durch einen Unfall in alternative Versionen unserer Welt geschleudert. Anfangs sind es nur kleine Veränderungen, aber schnell merkt man: Hier geht’s um mehr. Rassismus, Homophobie, Privilegien – das alles trifft einen mit voller Wucht. Und plötzlich merkt man, wie viel man selbst übersieht oder für „normal“ hält. Mich hat das Buch echt mitgenommen. Nicht, weil es perfekt ist – manchmal war es etwas holprig erzählt – aber weil es ehrlich war. Weil es mir gezeigt hat, wie oft wir in unserer eigenen Komfortzone leben, ohne zu merken, wie sehr sich die Realität für andere Menschen unterscheidet.
Joah. Ich bin durch und unsicher, was ich von diesem Buch halten soll. Es war gut und ist mit wichtigen Themen gespickt, aber es war auch wirr und mir fehlt der Sinn, was ich aus so diesem Buch mitnehme. Aber der Reihe nach. Wir begegnen Ash, der als Linebacker für seine Schule Football spielt. Er hat Freunde verschiedener Herkunft und lebt in der heutigen "realen" Welt. Bei einem Footballspiel geht es nun mal etwas rau zu und als Linebacker ist es Ashs Pflicht zu tackeln. Also harte Stöße gegen den Gegner zu führen um die eigene Mannschaft voran zu bringen. Bei diesem Körperkontakt, wird nicht selten das Hirn in Mitleidenschaft gezogen. So scheint es auch bei Ash der Fall zu sein. Bei einem Spiel bekommt er nach einem Tackle nicht nur Kopfschmerzen, sondern etwas hat sich auch verändert. Und zwar ist das, was vorher rot war, jetzt blau. Stoppschilder zum Beispiel. Und mit jedem weiteren Spiel, verändert sich mehr. Unter anderem findet sich Ash in verschiedenen Realitäten wieder. Doch was steckt dahinter und was hat das Ganze mit Ash zu tun? Okay. Kommen wir erstmal zu den Realitäten. Dort werden, außer dem blauen Stoppschild, noch wesentlich wichtigere Sachen aufgezeigt. Zum Beispiel werden Rassentrennung, äußerer Schein und Homosexualität thematisiert. Wie ich finde Alles wichtige Themen und gut aufgearbeitet, aber mir fehlte es irgendwie am Sinn dahinter. Außer es ging nur darum darauf aufmerksam zu machen, wo wir wieder landen könnten und somit zum Nachdenken anzuregen, dann ist das durchaus gelungen. Ansonsten kein Plan, was mir der Autor sagen will. Gut gewählt war, die Art, wie sich die Realität verschoben hat. Also der Tackle oder aber eine "harte" Konfrontation führt die Wendung herbei. Interessant war auch, wie Ash in den jeweiligen Situationen reagiert hat. Allerdings muss ich sagen, dass ich an seiner Stelle vermutlich ausgetickt wäre. Was kann man zu Ash sagen? Ich glaube, dass Ash um Großen und Ganzen ein Typ ist, wie es jeder von uns sein könnte. Er ist als Charakter okay, sticht aber jetzt auch nicht großartig heraus. Sein sich schnell an die jeweilige Situation eingliederndes verhalten lässt sich vielleicht damit erklären, dass er aus der vorherigen und der aktuellen Realität die Erinnerungen besitzt und somit keine Angst haben muss, etwas großartig falsch zu machen oder sich nicht so richtig zurecht zu finden. Fazit Ein Buch, welches aktuelle und wichtige Themen aufgreift und aufzeigt, aber irgendwie auch nicht wirklich mehr. Es regt mich zumindest zum Nachdenken an, wie ich in gewissen Situationen handeln würde. Auf jeden Fall wäre Ich deutlich überforderter als Ash. Absolute Geschmackssache und definitiv ein Buch, das man mögen muss. Ich fand es gut, aber nehme ja auf die aufgegriffen Themen jetzt nicht so viel mit, außer vielleicht, dass es an uns liegt, wie auch die Zukunft gestaltet. Am Ende 4 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.
Übersetzt von Andreas Helge, Pauline Kurbasik & Kristian Lutzke "Ihr werdet mir nicht glauben. Ihr werdet sagen, ich hätte den Verstand verloren oder zu viele Gehirnerschütterungen erlitten. Vielleicht denkt ihr auch, dass ich Euch hochnehmen will und ihr das Opfer eines ausgefuchsten Streiches seid. Das ist okay. Glaubt, was ihr wollt, wenn es euch beim Einschlafen hilft. Denn so machen wir das doch, oder? Wir bauen uns wie kleine Spinnen ein Netz aus bequemer Realität, an das wir uns klammern, um durch die schlimmsten Tage zu kommen." Für mich (neben Bd. 3 der Vollendet-Reihe) der schwächste Neal Shusterman, aber alle anderen 7 gelesenen Bücher haben schließlich auch 5* von mir bekommen. Wie in allen seinen Büchern bin ich auch hier wieder fasziniert von seinen Ideen. Paralleluniversen sind ja im Sci-Fi-Genre nichts Neues, aber damit die aktuellen gesellschaftlichen Probleme anzusprechen (vor allem, da man im Nachwort erfährt, dass er schon seit 10 Jahren an diesem Buch schreibt) fand ich genial. Eine klassische „Was-wäre-wenn-Geschichte“, das allerdings auch mehrfach, da Ach verschiedene Realitäten unserer Welt durchlebt. Alle Themen möchte ich hier gar nicht nennen, da dies spoilern würde. Rassismus wird auf dem Buchrückentext ja schon angedeutet, aber auch queere Themen sind eingewoben. Ash muss sich auf recht harte und extrem nahbare entwickeln und hält das Schicksal der Welt quasi in seinen Händen. Mit jeder neuen Dimension wird er mit anderen gesellschaftlichen Themen auf besondere Art und Weise konfrontiert, wodurch auch der Lesende über vieles nachdenken und reflektieren kann. Das Buch hat ganz klar - auch durch den lockeren Schreibstil, mit trotzdem tiefgründigen Passagen - Sogwirkung und lies sich kaum aus der Hand legen. Schwierig waren für mich die überraschend weitreichenden Erklärungen, wie es zu den Sprüngen kommt und was dahinter steckt. Da konnte ich ehrlich gesagt nicht gut folgen. Für mich hätte es eine so umfassende Erklärung (oder der Versuch dessen) nicht gebraucht und ich hätte gern mehr Inhalt zu den einzelnen Veränderungen bei Ast & den Dimensionen gehabt. Daher der Stern Abzug. PS: Für Football-Fans sind übrigens auch einige passende Passagen dabei ;)
Neal Shusterman hat mich bisher mit jedem seiner Bücher vollkommen aus den Latschen gehauen und ich kam nicht umhin, auch seiner neusten Geschichte mit Haut und Haaren zu verfallen, selbst wenn ich mir im Vorfeld etwas anderes vorgestellt hatte. Wie das Buch verlief, entsprach nicht ganz meinen Erwartungen, aber das hat meine Begeisterung nicht im Geringsten geschmälert, nur am Anfang etwas für Verwirrung gesorgt. Der Gedanke, dass ein Mensch der Mittelpunkt des Universums wird und dadurch den Lauf der Welt beeinflussen kann, fand ich enorm spannend. Wenn man selbst das Schicksal der Galaxie in der Hand hat und alles erdenkliche verändern könnte, was würde man dann als erstes ändern? In was für einer Welt möchte man leben? Möchte man überhaupt in einer anderen leben? Würde man etwas Großes verändern, wie Kriege ungeschehen zu machen oder eine Pandemie aus dem Verlauf der Geschichte zu löschen? Oder würde man sich oder seinen Freunden persönliche Vorteile verschaffen, ein Upgrade für das eigene Leben sozusagen? Und egal, wie man sich entscheidet, kann man dabei wirklich alle Folgen bedenken? Zumindest letzteres kann ich nach dem Lesen des Buches mit einem klaren Nein beantworten. Der Protagonist Ash wurde mir während des Lesens immer und immer sympathischer. Er hatte etwas entwaffnendes, etwas unverfälschtes, was es einem leicht gemacht hat, sich mit ihm auf die Veränderungen der Welt einzulassen und sie in sich aufzunehmen. Dass Ash selbst auch zunächst überfordert mit seinem neuen Status ist, setzt ihn und die Lesenden auf die selbe Augenhöhe, und man wird langsam an all die neuen Entwicklungen gewöhnt. Ash hat ein gutes Herz. Er ist stets bemüht, das Beste aus dem, was er tut, herauszuholen, und eine treue Seele ist er obendrein. Er ist fair, offen, tolerant und ich liebe ihn für jeden dieser Charakterzüge, denn viele andere Figuren, die man im Laufe der Geschichte trifft, führen einem vor Augen, dass es keineswegs selbstverständliche Eigenschaften sind. Die Art, wie er zwischen den verschiedenen Realitäten wechselt, hätte ich mir anders, einfacher vorgestellt. Ich hätte gedacht, es verhält sich wie an einer Kreuzung, von der unterschiedliche Wege wegführen, doch es zeigte sich, dass das Ganze nicht annähernd so leicht vonstatten geht. Das heißt aber nicht, dass ich enttäuscht bin, sondern nur, dass ich meine Erwartungen anpassen musste. Ich mochte das, was man bekommen hat, sehr. Was mir ebenfalls gefiel, war, wie sensibel und dennoch aufrüttelnd Themen wie Rassismus oder Homophobie hier aufgearbeitet werden. Man lernt Ash als privilegierten, weißen jungen Mann kennen, dennoch merkt man aber, dass sich der Autor mit solch ernsten Angelegenheiten auseinandergesetzt hat und das auf das Wissen und Handeln des Protagonisten übertragen wurde. Neal Shusterman schafft es jedes Mal, mich mit seinem fesselnden Schreibstil ans Geschehen zu binden und erst wieder gehen zu lassen, wenn man das Buch beendet hat. Auf eindringliche Art und Weise schildert er hier dem Leser, dass wir nur einen Steinwurf, nur eine Sekunde von einer komplett anderen Welt entfernt sind, die um Längen schlechter sein könnte als die jetzige. Wir denken immer, wir haben es schon weit gebracht in Sachen Toleranz, doch uns steht noch ein weiter Weg bevor. Mein Fazit: Ein eindrucksvolles Buch, was mich lange beschäftigt hat und auch noch länger beschäftigen wird. Ich liebe und fürchte die Geschichten von Neal Shusterman gleichermaßen, weil sie es schaffen, jede erdenkliche Zukunft wie eine durchaus plausible Möglichkeit für unsere Realität aussehen zu lassen. Game Changer ist keine leichte Kost für Zwischendurch, es ist Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise in einem. Wenn man es verschlungen hat, ist man danach erst einmal außer Gefecht gesetzt, aber auf eine gute Art und Weise. Jeder, der keine Angst vor Shustermans Zukünften hat, wird mit diesem Buch ein nachhallendes Leseerlebnis teilen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

Das Buch wollte ich tatsächlich mehr wegen des Autors als wegen der Beschreibung lesen. Natürlich spielt auch der Inhalt eine Rolle, aber eben eher zweitrangig. Ich wurde nicht enttäuscht. Bereits zu Anfang wird klar, dass die Geschichte von Witz und Sarkasmus begleitet wird, wie beispielsweise dem Vergleich von Namen einer Sportmannschaft, denn es ist ja weniger anstößig diese nach einer Naturkatastrophe zu benennen, bei der hunderte oder tausende Menschen ums Leben kommen, als sie als nach einem Dämonen. Was wohl für mich der anstrengendste Teil war, also nicht die Namensgebung, sondern die Erklärungen zur Sportart. Doch glücklicherweise musste ich das nur einmal hinter mich bringen. Genauso wie die übertrieben englische Aussprache beim Hörbuch anfangs, was sich glücklicherweise irgendwann legte. Ich finde diesen Mischmasch ja meist nur schwer zu ertragen, denn ich frage mich dann immer wieder was an dem deutschen Wort so schlimm ist. Im Text selbst war es weit weniger weniger der Fall, außer bei den Fachbegriffen zum Sport und der Tatsache, dass die Mädels der Geschichte "hot" sind. Aber gut, ich konnte damit leben, denn es beschränkte sich alles eher auf das erste Viertel des Buches und die Geschichte war so unglaublich packend, sodass diese kleinen Mankos schnell vergessen waren. Die Idee mit den Dimensionen war so unglaublich gut und toll umgesetzt. Ich wartet schon vorher darauf, was beim nächsten Sprung passiert, was sich ändert, oder eben nicht ändert. Auch wie Ash seine Geschichte erzählt ist absolut gelungenen, denn man hat wirklich das Gefühl als säße man ihm gegenüber, während er dies tut. Vermutlich liegt es auch daran, dass es wie eine Erzählung geschrieben ist und man als Leser auch direkt angesprochen wird. Zudem greift der Autor wirklich wichtige Themen auf. Zwar geht er nicht tief in die Details, aber schon allein was er schreibt regt zum Denken an. Ohne groß zu spoilern, möchte ich einfach nur die Themen kurz erwähnen, denn es geht eben um aktuelles wie Homosexualität - was besonders im Männersport oft mir einem Stirnrunzeln gesehen wird -, Rassismus, die Stellung der Frau bzw. Sexismus und noch vieles mehr. Ich würde sagen, dass das Buch, eben durch die Sprünge und Handlung auch etwas speziell ist, weshalb man sich auf die Geschichte einlassen können muss, aber wenn man dies kann, ist es aus meiner Sicht eine ganz klare Empfehlung. Egal ob gelesen oder gehört, denn der Sprecher Marian Funk hat eine sehr angenehme, aber auch einnehmende Art und der Schreibstil war gut zu lesen. Es hat mir unfassbar viel Freude bereitet und gleichermaßen erschüttert, aufgrund der angesprochenen Themen und dem Umgang damit. Fazit: Ein spannender und unterhaltsamer Jugendthriller mit wichtigen Themen.
Magische Eierschalen Nach einigen Thrillern und New Adult Büchern wurde es wirklich mal wieder Zeit für einen Jugendroman. Allein schon das Cover von Game Changer ist ein absoluter Eye-Catcher und der Klappentext macht wirklich neugierig auf die Story. Doch um was geht es denn hier eigentlich genau? Der Leser lernt Ash kennen, ein weißer, heterosexueller Teenager, dessen bester Freund ein schwarzer Junge ist. Generell keine besondere Situation, obwohl unterschwellig Rassismus leider noch lange nicht aus dieser Welt verbannt wurde. Da geschieht beim Sport plötzlich das schier Unglaubliche: Er wird in eine andere Realität katapultiert und schlimmer noch: Plötzlich ist er der Mittelpunkt des Universums. Und in dieser neuen Wirklichkeit führt Ash aus Versehen die Rassentrennung wieder ein. Geschockt versucht er alles, um wieder den Ursprung herzustellen, doch es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen... Mein Eindruck vom Buch: Schon bei den ersten Zeilen musste ich einfach lächeln! Der Leser hat die Ehre, Ash in einer Ich-Erzählung zu begleiten und seine direkte, offene Art ist einfach entwaffnend! Und nicht nur das, Ash spricht mit dem Leser und allein das erfrischt alles ungemein! Wer aber jetzt denkt, das Buch ist flapsig und lockerleicht, der irrt. Ja, die Story ist sehr skurril und abgedreht, dennoch wird schon im ersten Kapitel klar, dass die Geschichte eine besondere Tiefgründigkeit besitzt und zum Nachdenken anregt. So ein bisschen erinnert dieses Werk an Butterfly Effect und es hat mich schon immer fasziniert, welche Auswirkungen eine einzig winzig kleine Entscheidung haben kann und wieviele Leben ganz anders verlaufen wären, hätte man anders gehandelt. Und genau dies wird in diesem Roman extrem gut veranschaulicht. Mit Ash hat Neal Shusterman einen ganz besonderen Charakter erschaffen und gleichzeitig könnte Ash einfach „nur“ der Junge von nebenan sein. Ich war immer wieder überrascht, welche Wendungen plötzlich geschahen und wurde von der ganzen Thematik so gepackt, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Herzerfrischend ist aber nicht nur Ash, nein, da gibt es auch die Edwards und auch der Freundeskreis von Ash ist mega interessant in sämtliche Geschehnisse eingeflochten. Fazit: Mit Game Changer hat Neal Shusterman eine Geschichte erschaffen, die meiner Meinung nach wertvoll für alle Altersgruppen ist. Sie lässt einen lachen, aber auch hinterfragen und das auf eine Art, die schlichtweg faszinierend ist. Dieses Werk vereint alles, was ein Bestseller braucht: Witz, Charme, interessante Charaktere, Leichtigkeit, Spannung, Tiefe und so manche Weisheiten. Ich kann Ash und seine Welt jedem einfach nur ans Herz legen und hoffe sehr, viele werden ihn ein Stück auf seinem unglaublichen Weg begleiten.
Schon seit ich die "Scythe" Trilogie von Neal Shusterman gelesen habe, bin ich ein riesen Fan von seinen Ideen und der Art, wie er Geschichten schreibt. Auch "Dry" hat mir unfassbar gut gefallen und mich noch wochenlang gedanklich beschäftigt. Ich habe mich sehr auf sein neustes Werk gefreut und wurde nicht enttäuscht. In "Game Changer" geht es um Ash, der eines Tages bei einem Footballspiel einen seltsamen Schmerz empfindet. Nach diesem Tag steht sein Leben völlig auf dem Kopf und er springt durch mehrere unterschiedliche Dimensionen, in denen sein Leben völlig andere Bahnen einschlägt. Er muss feststellen, dass seine Mitmenschen natürlich nichts von den anderen Dimensionen wissen, doch wie soll er nun darüber sprechen? Wie erklärt er seinen Freunden, dass die Stopp-Schilder für ihn einmal rot waren und er sie nun plötzlich blau sieht? Wie kann er damit umgehen, dass plötzlich wieder die Rassentrennung existiert, wo er doch gerade eben noch mit Menschen jeglicher Herkunft befreundet war und zusammen gegessen hat? Und dann sind da noch seltsame Skaterjungs, die alle aussehen wie Zwillinge, die Edwards, die ihm weis machen wollen, dass er über den Verlauf der Zukunft entscheiden kann. Schnell muss Ash feststellen, dass jede einzelne Entscheidung Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Zukunft hat und so passieren ihm Dinge, die er gar nicht wollte. Schafft er es, die perfekte Welt zu generieren, oder wird sein Leben von nun an einer Dystopie gleichen? Neal Shusterman hat einen sehr angenehmen und fesselnden Schreibstil. Man wird stellenweise immer wieder direkt als Leser*in angesprochen und er schafft es immer wieder mit einigen sarkastischen und humorvollen Szenen die Unterhaltung zu steigern. Seine Geschichten machen einfach sehr viel Spaß! Ash ist ein super interessanter Charakter, denn er versucht eigentlich nur alles richtig zu machen. Er möchte, dass es seinen Liebsten gut geht und das die Welt weniger ungerecht ist. Doch auf seiner Reise stellt er schnell fest, dass es unmöglich ist, alles perfekt zu machen. Die Geschichte spricht viele aktuelle und wichtige Themen an wie Rassismus, Coming-Out und auch Homosexualität, gesellschaftliche Vorurteile und das "Schubladendenken" aber auch einige moralische Themen zum Beispiel in Hinsicht auf Selbstverteidigung und ab wann diese vielleicht auch verwerflich sein könnte oder auch Sexismus spielen eine Rolle. Diese Themen werden ernst aber auch humorvoll behandelt und so wirkt es zu keinem Zeitpunkt zu erdrückend. Stattdessen wird man sehr zum reflektieren und nachdenken angeregt und bekommt so manche (neue) Denkanstöße. Wir werden darauf angesprochen, wie bequem wir es uns gerne im Leben machen, anstatt Dinge anzugehen und verändern zu wollen und einfach aktiv zu werden. Dieses Buch ist an mancher Stelle etwas wirr für mich gewesen, jedoch war die Idee einfach super und auch die ganzen Themen fand ich wahnsinnig gut! Die Football Thematik hätte meiner Meinung nach etwas mehr in den Hintergrund rücken können, da ich leider nicht allzu viel Ahnung von diesem Sport habe und dieser Sport schon eine sehr zentrale Rolle einnahm. Auch das Ende des Buches konnte mich überzeugen und hat das Buch wunderbar abgerundet. Fazit: Für mich ein sehr gelungenes Buch, dass an mancher Stelle etwas wirr und langatmig war. Jedoch konnte es mich insgesamt überzeugen. Insbesondere durch die Art wie hier mit unterschiedlichen Themen umgegangen wurde und wie die Gesellschaft kritisch betrachtet wurde. Mich hat Neal Shusterman wieder einmal begeistern können, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie er das mit Scythe 1 und Dry konnte. Die sarkastische und humorvolle Erzählweise haben mich gut unterhalten. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne
Das Buch ist sehr gut geschrieben, ich konnte es nicht aus der Hand legen! Der Schreibstil war sehr leicht und die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Tja als Ash erfährt was wirklich los ist, kann es nur noch besser werden, aber da hat er die Rechnung ohne "Die Edward`s" gemacht. Die sind in jedem Universum dabei und werden je Universum immer mehr. So nach und nach erfährt Ash wie er mit der ganzen Sache umgehen kann. Die Art der Universen und der Menschen die Ash kennt und "neu" dazukommen sind wieder sehr toll ausgearbeitet, sodass man sich immer freut zu "springen", weil man immer hofft, auf etwas/jemand neues zu treffen. Was Ash da allerdings durcherlebt ist meiner Meinung nach grenzwertig, aber super mit aktuellen Themen aufgegriffen... Nach dem Buch DRY konnte mich der Autor hier auch mit seiner tollen Umsetzung der Geschichte überzeugen. Ich werde mir definitiv noch einige Bücher, die bereits erschienen sind, noch lesen!
Ich mag die Bücher von Neal Shusterman sehr gerne und habe mich deswegen auf dieses hier sehr gefreut. Mein 13 jähriger Sohn hat es mit mir zusammen gelesen, ich gebe hier also unser beider Meinung wieder. Die Idee des Buches finden wir interessant: Ein weißer, heterosexueller Junge aus der Mittelschicht in Amerika, der zuerst ungewollt, später aber gezielt, in parallele Welten springen kann und erfahren muss, dass es nicht leicht ist, eine perfekte Welt zu schaffen und es jedem Recht zu machen. Leider konnte uns das Buch aber nicht wirklich überzeugen. Der Schreibstil ist super, wie wir es vom Autor gewohnt sind. Aber irgendwie schneidet er in diesem Buch unheimlich viele Themen an. Themen, die alle wichtig sind - gar keine Frage! Aber dadurch, dass er so viele in seine Geschichte hineingepackt hat, kratzt die Story immer nur an der Oberfläche und es kommt keine richtige Tiefe auf. Da wäre weniger mehr gewesen. Das ist ein Phänomen, das ich in letzter Zeit gerade bei Jugendbüchern oft beobachte. Man will anscheinend niemanden übersehen oder vergessen und versucht deshalb krampfhaft, alles in eine Geschichte zu packen. So ganz kann ich das nicht nachvollziehen. Und ich habe bisher auch noch kein Buch gelesen, bei dem das wirklich gut geklappt hat! Aber zurück zu "Game Changer": Für meinem Sohn und mich blieb der Hintergrund, was eigentlich genau mit Ash passiert und warum gerade eher in diese Parallelwelten springt, völlig unklar. Warum wird ausgerechnet er der Mittelpunkt der Welt und erschafft sie neu? Ja, der Autor versucht, die ganzen Hintergründe zu erklären, aber so richtig zufrieden waren wir damit nicht, es bleiben zu viele Fragen offen. Durch die häufigen Veränderungen der Welt ändern sich auch immer die Charaktere, so dass alle außer Ash selbst zu oberflächlich bleiben. Bei Ash bekommt man einfach mehr seiner Gedanken und Gefühle mit, die aber auch nicht immer so ganz stimmig waren. Er macht sich zwar viele Gedanken, aber für uns waren seine Gefühle nicht so recht nachzuempfinden. Ich habe das Buch auch als Hörbuch gehört und muss sagen, dass es mir beim Lesen deutlich leichter gefallen ist, der Story zu folgen. beim Hören habe ich leider immer wieder den Faden verloren. Aber den Sprecher finde ich wirklich klasse! Meinem Sohn hat das Buch nicht gefallen, er fand es sehr anstrengend zu lesen und hatte das Gefühl, er würde eine Schullektüre lesen. (O-Ton: "Ich mag es nicht, wenn ich ein Buch lese, das mir unbedingt etwas beibringen will!") Vielleicht hatte ich von der Story zu viel erwartet, aber für mich ist es leider nur Durchschnitt.
Inhalt: Ash lebt ein ganz normales Leben. Anderen Menschen gegenüber ist er freundlich, tolerant und erwartungsvoll eingestellt. Er hat eine unkritisch-affirmative Haltung gegenüber dem Leben und der Gesellschaft. Es lässt sich, so denkt er beispielsweise, nicht viel daran ändern, dass eine Freundin scheinbar in einer toxischen Beziehung mit dem angesehenen Quarterback der Schule gefangen ist. Ash hinterfragt sein Leben nicht. Bis zu dem Punkt, als ihm beim Tackle im Footballspiel plötzlich eine eisige Kälte und Schwindelgefühl überkommen. Als Ash kurz darauf beinahe in einen Unfall verwickelt wird, gelangt er ins Grübeln. Wie konnte das passieren? Warum fühlt er sich von einem Moment auf den anderen so unwohl? Ihm geht auf, dass an der Szene an der Verkehrsinsel etwas nicht gestimmt hat. Das Stoppschild hatte eine andere Farbe, als er es gewohnt war. Es war blau. Aber trug es nicht eigentlich schon immer diesen Farbton? Hätte es nicht rot sein sollen? Die Veränderungen, die Ash wahrnimmt, finden schleichend statt. Doch scheint es ihm, als ob er wie von Zauberhand in eine scheinbare Parallelwelt transportiert worden sei. So muss Ash feststellen, dass der Knopf an seinem Autoschlüssel plötzlich nicht mehr ein heruntergekommenes Auto, sondern einen ziemlich teuren BMW entriegelt. Sein Weg führt ihn nach Hause, doch dieses liegt, wie eine vage Erinnerung andeutet, nicht in einem Mittelstands-, sondern in einem Villenviertel. Sein Bruder ist plötzlich unglaublich nett und mitfühlend. Doch all das ist nicht das Gravierendste. Denn das kommt noch: In der Schule wurde plötzlich die Rassentrennung eingeführt … Meinung: Neal Shusterman schreibt mit Game Changer einen Roman, der seine Zeit braucht, um sich zu entwickeln. Aufgrund des Klappentextes war ich davon ausgegangen, dass diese Geschichte sich rund um das Thema Rassismus dreht. Darin erschöpft sich das Werk aber nicht. Rassismus ist nur eine Facette der Thematik, wie Menschen einen gesellschaftlichen Stempel verpasst bekommen und sodann nicht mehr zur ‚Ingroup', sondern künftig zur ‚Outgroup' gehören. Ferner geht es um Fragen, die das große Ganze betreffen. Ist eine perfekte Welt möglich? Was wäre, wenn man etwas an seinem Leben ändern könnte? Fordert eine Veränderung nicht zugleich auch immer einen Tribut? Neal Shusterman möchte in seinem Buch Game Changer viele Botschaften unterbringen. Er möchte die Welt hinterfragen und den Leser zum Nachdenken bewegen. Doch zugleich zeigt er auf, dass das menschliche Gehirn gar nicht in der Lage ist Komplexität zu durchdenken. Game Changer erzählt die Geschichte von Ash, einem Jungen, der bislang mit seinem Leben immer recht zufrieden war. Sicherlich, es ist nicht alles perfekt, aber es ist okay. Ash bester Freund begegnet ihm gelegentlich wütend, wenn er Ash für so etwas wie Critical Whiteness sensibilisieren will. Sein Bruder nutzt jede Gelegenheit, um Ash das Leben schwer zu machen. In der Schule gibt es dieses Mädchen, das mit dem angesehenen Quarterback der Highschoolmannschaft zusammen ist. Man vermutet, dass es sich um eine toxische Beziehung handelt. Aber kann man das beweisen? Sollte man sich einmischen? Es gibt den Jungen namens Norris, der keine Freunde hat, weil er immer das Falsche sagt und unüberlegt handelt. Er gehört zur Clique und doch wird er immer nur als der Junge gesehen, in dessen Haut man nicht stecken möchte. Kurzum Ash lebt in der Gegenwart. Er schert sich nicht groß um das, was hätte sein können oder das, was er in der Vergangenheit hätte anders machen sollen. Doch von einem Tag auf den anderen verändert sich Ashs Leben radikal. Es ist dieser eine Moment, als er beim Football durch jeden Tackle plötzlich in eine andere Realität gelangt. Die Veränderungen, die Ash erwarten, als er erwacht, sind marginal und doch sind sie vorhanden. Bei kleinen Veränderungen bleibt es jedoch nicht. Ash wechselt erneut die Realität. Er merkt, dass seine Wünsche einen Tribut fordern. Und dieser Tribut ist gravierend. Ash beginnt das, was er bislang nie hinterfragt hat, kritisch zu betrachten. Er beginnt sich nach Veränderungen zu sehnen und möchte die Welt ein Stück besser machen. Doch umso mehr Ash verändern will, umso schlimmer scheint alles zu werden. Fazit: Für mich gestaltete sich der Einstieg in Game Changer anfangs schwierig. Der Leser wird strategisch verwirrt. Langsam verfestigt sich das Bewusstsein der Ohnmacht beim Leser mit Blick auf eine nicht zu beeinflussende Realität. Einfache Antworten auf komplexe Fragen geben, entspricht nicht der Strategie Shustermans. Früher oder später, denkt man sich, wird das Buch auf eine einfache Moral abzielen, an der an und für sich nicht viel auszusetzen sein würde. Doch dann hat der „Butterfly Effect“ unvorhergesehene Auswirkungen und stürzt die gegenwärtige Realität ins Chaos. Daher gibt das Buch dem Leser viel Stoff zum Nachdenken - und das tut man auch. Oft erwischt man sich dabei, die Handlung noch einmal zu durchdenken, ob es irgendwo Hinweise auf irgendeine “Wahrheit“ gab. Wer so etwas mag, für den ist das Buch eine Empfehlung.
An sich eine interessante Thematik. Würde nicht immer dieser Gesankensprung von wichtig zu unwichtig und wären nicht immer zu viele Themen einfach nur angeschnitten, sondern würde man sich einfach mal auf ein, zwei Themen wirklich konzentrieren… dann wäre es ein gutes Buch. Stattdessen ist es einfach null interessant oder spannend. Nicht mal den Sinn dahinter kann ich erkennen.
Ja, wo fange ich an…zunächst einmal mit meiner Erwartung an dieses Buch: Ich habe ehrlich mit einer sehr ernsthaften Geschichte gerechnet und das ist sie auch, nur eben ganz anders. Man stelle sich eine/n Autor*in vor, wie sie/er einen gesellschaftskritischen Roman schreibt und darin den Schwerpunkt auf Ignoranz und Egoismus setzt…gähn. Dann kommt Neal Shusterman und verpasst der Story ein sarkastisches Outfit, ein zynisches Make-Up und drückt dem Ganzen noch eine stylische Tasche voll Quantenphysik in die Hand. Et voila Game Changer is ready. Neal Shusterman verlangt seinem Leser nicht nur einen gewissen Intellekt ab, er hat auch das Vertrauen, dass er vorhanden ist. Dieser Umstand macht ihn zu einem grandiosen Geschichtenerzähler und einem Menschen, der über seinen eigenen Tellerrand schaut! Grandios!
“Game Changer” war tatsächlich das erste Buch, dass ich von Neal Shusterman gelesen habe. Das Cover ist in einem knalligen orange gehalten und es fallen kleine Silhouetten über das Cover. Erst im Laufe des Buches habe ich verstanden, was es damit auf sich hat und finde es super wie die Geschichte in das Cover eingebaut ist. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Ash erzählt. Der größte Teil wird in der Vergangenheitsform erzählt, jedoch gibt es manchmal stellen, wo sich Ash im Präsens an die lesende Person wendet. Den Schreibstil fand ich sehr beeindruckend. Das Buch hat sich so gelesen, als würde gerade jemand vor dir sitzen und dir in sehr schnellem Tempo eine Geschichte erzählen. “Game Changer” hat sich nicht immer ganz flüssig gelesen, sondern eben genauso wie jemand beim Erzählen einer Geschichte mal über ein Wort oder Satz stolpert. Diesen Erzählstil fand ich sehr faszinierend und einzigartig. Zu Beginn des Buches lernen wir Ash, als einen Teenager kennen, der sich nicht besonders viel Gedanken um die Welt um sich herum macht. Er stellt die aktuelle Situation nicht groß in Frage, sondern nimmt die Welt so hin, wie sie ist. Bis er nach einem Tackle, bei einem Footballspiel ein heftiges Schwindelgefühl bekommt und ihm eiskalt wird. Danach hat er fast einen schweren Unfall, nachdem er ein Stoppschild überfährt, welches er übersehen hat, weil es blau und nicht rot ist. Damit beginnt die Geschichte so richtig. Wie es scheint wurde Ash in eine Parallelwelt transportiert in der Stoppschilder nicht mehr rot, sondern blau sind. Im Laufe des Buch muss Ash sich mit den verschiedensten Realitäten konfrontieren. Der Autor greift viele wichtige Themen, wie Rassismus, Diskriminierung, Homophobie, toxische Beziehungen und noch andere Themen. Ich finde toll, dass der Autor diese Themen aufgegriffen hat, jedoch könnte man über jedes dieser Themen auch ein eigenes Buch schreiben. Dementsprechend war mir manches leider etwas zu oberflächlich behandelt. Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Der Autor hat einen tollen Schreibstil und eine spannende Geschichte erzählt, in der er viele wichtige zeitgenössische Themen aufgegriffen hat. Wer Lust auf einen spannenden Pageturner hat, ist hiermit sicherlich gut beraten.
Es gibt Bücher, die packen einen direkt. Fast schon ohne Vorwarnung. „Game Changer“ von Neal Shusterman ist so ein Buch. Ash ist ein Weißer heterose*ueller cis-Junge aus der Mittelschicht. Damit fängt der Klappentext an und eigentlich ist das nichts Besonderes. Doch plötzlich wird Ash zum Mittelpunkt des Universums und durch einen komischen Zufall gelangt Ash in eine andere Welt, im Grunde gleichzusetzen mit einer Parallelrealität. Und dann in eine weitere und noch eine. Bis er in einer Welt der Rassentrennung landet. Neal Shusterman hat dieses doch wirklich sehr brisante Thema super aufgegriffen – ohne gänzlich mit der Bratpfanne oder dem Vorschlaghammer draufzuhauen. Sondern er hat gezeigt, was es noch immer bedeutet – ja, man mag kaum glauben, aber (unbewusst) existiert sie leider noch immer viel zu oft in unserer Gesellschaft. Es ist ein so unfassbar tolles Buch, dass ich teilweise nicht mehr weiter lesen konnte, weil ich erst einmal über alles nachdenken musste. Game Changer könnte auch das eigene Leben oder das Denken verändern. Ash ist ein toller junger Mann, der sich auch mit seiner Se*uallität beschäftigen muss … denn in einer Realität steht er auf Männer. ** Sprachlich gesehen sehr toll! Unglaublich gute*r Übersetzer*in am Werke. @sfischerverlage Dieses Buch habe ich über @lovelybooks.de bekommen und bin so unglaublich happy darüber. Lange musste ich darüber nachdenken und ich bin mir sicher, wenn ich es erneut lese, werden mir weitere Dinge auffallen. Ash zeigt so viel von seinem Inneren, erzählt, was er denkt und fühlt und ich hoffe, dass er all diese Welten niemals vergessen wird. Das er die Gefühle verinnerlicht und auch weiterhin mit sich nimmt. Zu wissen, dass der beste Freund plötzlich nicht mehr in dieselbe Schule gehen darf, aufgrund seiner Hautfarbe, zum Beispiel. Dieses Werk ist eines jeder Bücher, die ins Herz treffen. Ash macht viele Fehler, keine Frage. Aber im Grunde ist er doch ein toller Junge und für seine Freunde stets da. Neal Shusterman geht in seinem Buch ehrlich und ausführlich mit all diesen Themen um. Themen wie Rassentrennung, Rassismus, Coming Out oder der Frage nach der se*uellen Orientierung. Wie es als Frau ist oder was eine toxische Beziehung sein kann. Es ist ein Buch zum Nachdenken und Innehalten. Eins, was man festhalten möchte und nicht mehr loslassen will. Ein Buch, was noch in vielen Jahren große Bedeutung haben wird. Vielleicht auch als Schullektüre …
INHALT: Der Protagonist Ash ist weiß, heterosexuell und stammt aus der Mittelschicht. Sein Leben ist sorglos, was sich schlagartig ändert, als er in ein Paralleluniversum katapultiert wird, in dem er der Mittelpunkt des Universums ist. Somit hat er die Macht, einfach alles zu verändern. Leider führt er dadurch aus Versehen die Rassentrennung wieder ein. Bei seinen Versuchen, alles wieder in Ordnung zu bringen, macht er es jedes Mal nur noch schlimmer und sieht sich auf einmal mit Diskriminierungen konfrontiert, die ihn vorher nicht betroffen haben. Sein Blickwinkel ändert sich sehr stark und letztendlich muss er alles riskieren, um eine Chance auf seine eigene Realität zu wiederzubekommen. Ein paar seiner Freunde unterstützen ihn dabei. Allgemein werden unterschiedliche Themen der Diskriminierung, wie Homosexualität, Rassismus und Frauenfeindlichkeit aufgegriffen und in der Handlung verwoben. SCHREIBSTIL: Der Schreibstil von Shusterman ist wie gewohnt sehr präzise, klar und ohne Schnörkel. Dadurch wird eine gewisse Distanz erzeugt, die eine beklemmende Atmosphäre schafft. Das Buch ließ sich sehr schnell weglesen und war eine angenehme Abendlektüre. Leider lag das auch ein bisschen daran, dass die doch sehr wichtigen Themen recht oberflächlich behandelt wurden. Es wirkte auf mich, als wäre das Ganze eher an eine jüngere Zielgruppe adressiert, die das erste Mal dafür sensibilisiert werden sollen. Obwohl ich mir mehr Tiefe gewünscht hätte, wurden hier wichtige Themen unterhaltsam verpackt und das halte ich gerade für eine jüngere Generation für sinnvoll. FAZIT: Die Idee des Buchs war gleichzeitig genial wie skurril. Das Potenzial wurde meiner Meinung nach nicht komplett genutzt, vieles war mir zu hektisch gezeichnet und nicht zuende gedacht. Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten und (wenn auch recht oberflächlich) auf wichtige Themen aufmerksam gemacht. Ich hatte zwar nicht erwartet, dass das Buch doch an einigen Stellen sehr abgedreht werden würde, aber es war eine neue und gute Idee, die den Leser bei der Stange gehalten hat. Das Ende war mir leider zu lau, da hätte ich mir irgendwie nochmal einen großen Twist erhofft. Dennoch bin ich recht zufrieden mit dieser Lektüre. Geniale Grundidee, Potenzial leider nicht voll ausgeschöpft. Wichtige Themen werden angesprochen, allerdings nur oberflächlich behandelt. Ein interessantes, unterhaltsames Gedankenexperiment, von dem ich mir noch mehr Tiefe gewünscht hätte!
In „Game Changer“ erzählt Neal Shusterman die Geschichte von Ash, einen weißen, heterosexuellen Jungen aus der Mittelschicht. Er ist eher durchschnittlich und stand bissher nie im Mittelpunkt. Doch als er während eines Footballspieles härter getroffen wird, findet er sich plötzlich in einer anderen Dimension wieder. Die Veränderungen sind erst klein, doch dann führt Ash aus Versehen die Rassentrennung wieder ein. Er setzt alles daran, die Dinge wieder herzustellen und in seine Welt zurückzukehren. Aber es gibt auch viele Möglichkeiten Dinge falsch zu machen.Auf das Erscheinen von „Game Changer“ hatte ich mich sehr gefreut, weil mir der Schreibstil und der Umgang mit gesellschaftlich relevanten Themen von Neal Shusterman gefällt. Aber irgendwie konnte ich mit dem Buch nicht warm werden und habe auch ziemlich lange zum Lesen gebraucht. Shusterman greift auch in „Game Changer“ Themen wie Rassismus, Klassenzugehörigkeit, Sexualität, Geschlecht, toxische Partnerschaften, Drogenmissbrauch auf, aber diese werden schnell abgehandelt bzw. verschwinden sobald Ash in eine neue Welt springt. Dabei ist das Konzept von parallelen Universen und dass man zwischen diesen hin und her springt, äußerst interessant. Ich habe schön früher gerne Science Fiction Geschichten gelesen, die sich damit befassen. Andererseits ist es schon etwas beklemmend, dass Ash sich immer verletzen muss, um in ein neues Universum zu springen.Ash ist nicht nur die Hauptfigur in „Game Changer“, sondern auch der Erzähler. Es wirkt oft so, als er ob er den Leser direkt anspricht. Durch entsteht leider auch der Eindruck, dass viele soziale Themen erst interessieren, wenn er selber betroffen ist.
„Game Changer” von Neal Shusterman ist am 13.10.2021 im Fischer Verlag erschienen. Im Jugendbuch geht es um den Jungen Ash. Dieser führt ein ganz normales Leben als High-School-Schüler. Bis zu einem schicksalhaften Tag, an dem sich nicht nur sein Leben komplett verändert, sondern die ganze Welt. Denn aufgrund einer kosmischen Fügung ist er von nun an der Mittelpunkt des Universums. Er entscheidet mehr oder weniger willkürlich, in welche Dimension sich die Erde befindet. Zunächst hält er alles für einen Traum und weiß auch nicht wirklich, was vor sich geht. Doch immerzu springt er plötzlich in eine andere Dimension, die schlimmer als die vorherige ist. Nach ein paar Sprüngen bekommt er Hilfe, um nicht noch weiteren Schaden anzurichten. Durch seine Dimensionswechsel wird Ash mit harten Themen konfrontiert, die er als weißer, heterosexueller Junge im Alltag nicht wirklich bedenkt. Neal Shusterman nutzt seinen Kosmos der Geschichte, um auf die aktuellen Probleme der Zeit aufmerksam zu machen. Rassismus und Diskriminierung von Frauen und Schwulen sind auch in der Dimension von Ash wichtige Punkte, an denen die Welt noch dringend arbeiten muss. Doch als privilegierter Mensch ist er sich diesen Problemen nicht wirklich bewusst. Nur durch die Verschlimmerung dieser wird er aufgeweckt. Ein Thriller der anderen Art, der für mehr Klarheit sorgen will. Einerseits fand ich die Idee innovativ, andererseits erinnerte es etwas an „Letztendlich sind wir dem Universum egal“. Auch in diesem Buch springt eine Seele von Körper zu Körper und hat mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen zu tun. Das Gute an „Game Changer“ war jedoch der Fokus auf die Probleme und weniger auf eine Liebesgeschichte. Der Anfang war sehr spannend geschrieben und machte Lust auf mehr. Im weiteren Verlauf nahm das Besondere dann etwas ab, da sich einige Dinge wiederholten und etwas eintönig wirkten. Aber das Ende holte es noch einmal raus. Insgesamt ein spannendes Gedankenspiel, welches gute Überlegungen aufweist.
Magische Eierschalen Nach einigen Thrillern und New Adult Büchern wurde es wirklich mal wieder Zeit für einen Jugendroman. Allein schon das Cover von Game Changer ist ein absoluter Eye-Catcher und der Klappentext macht wirklich neugierig auf die Story. Doch um was geht es denn hier eigentlich genau? Der Leser lernt Ash kennen, ein weißer, heterosexueller Teenager, dessen bester Freund ein schwarzer Junge ist. Generell keine besondere Situation, obwohl unterschwellig Rassismus leider noch lange nicht aus dieser Welt verbannt wurde. Da geschieht beim Sport plötzlich das schier Unglaubliche: Er wird in eine andere Realität katapultiert und schlimmer noch: Plötzlich ist er der Mittelpunkt des Universums. Und in dieser neuen Wirklichkeit führt Ash aus Versehen die Rassentrennung wieder ein. Geschockt versucht er alles, um wieder den Ursprung herzustellen, doch es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen... Mein Eindruck vom Buch: Schon bei den ersten Zeilen musste ich einfach lächeln! Der Leser hat die Ehre, Ash in einer Ich-Erzählung zu begleiten und seine direkte, offene Art ist einfach entwaffnend! Und nicht nur das, Ash spricht mit dem Leser und allein das erfrischt alles ungemein! Wer aber jetzt denkt, das Buch ist flapsig und lockerleicht, der irrt. Ja, die Story ist sehr skurril und abgedreht, dennoch wird schon im ersten Kapitel klar, dass die Geschichte eine besondere Tiefgründigkeit besitzt und zum Nachdenken anregt. So ein bisschen erinnert dieses Werk an Butterfly Effect und es hat mich schon immer fasziniert, welche Auswirkungen eine einzig winzig kleine Entscheidung haben kann und wieviele Leben ganz anders verlaufen wären, hätte man anders gehandelt. Und genau dies wird in diesem Roman extrem gut veranschaulicht. Mit Ash hat Neal Shusterman einen ganz besonderen Charakter erschaffen und gleichzeitig könnte Ash einfach „nur“ der Junge von nebenan sein. Ich war immer wieder überrascht, welche Wendungen plötzlich geschahen und wurde von der ganzen Thematik so gepackt, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Herzerfrischend ist aber nicht nur Ash, nein, da gibt es auch die Edwards und auch der Freundeskreis von Ash ist mega interessant in sämtliche Geschehnisse eingeflochten. Fazit: Mit Game Changer hat Neal Shusterman eine Geschichte erschaffen, die meiner Meinung nach wertvoll für alle Altersgruppen ist. Sie lässt einen lachen, aber auch hinterfragen und das auf eine Art, die schlichtweg faszinierend ist. Dieses Werk vereint alles, was ein Bestseller braucht: Witz, Charme, interessante Charaktere, Leichtigkeit, Spannung, Tiefe und so manche Weisheiten. Ich kann Ash und seine Welt jedem einfach nur ans Herz legen und hoffe sehr, viele werden ihn ein Stück auf seinem unglaublichen Weg begleiten.
Eigentlich ist Ashley Bowman ein gewöhnlicher Schüler mit Interesse an American Football. Als er jedoch bei einem Spiel hart getacklet wird, erfährt er, dass er der Mittelpunkt des Universums ist und zwischen verschiedenen Universen reisen kann – was ihn mit verschiedenen Erfahrungen konfrontiert. „Game Changer“ ist meiner Meinung nach ein ganz schwer zu bewertendes Buch. Denn es baut, kurz gesagt, sehr viel Potential auf, um dieses dann leider zu verschwenden. Sehr gefallen hat mir der Schreibstil. Neal Shusterman schreibt klare, verständliche Sätze in einer flapsigen, jugendlichen Sprache ohne auf Biegen und Brechen cool wirken zu wollen. Und auch wenn ich mit Ich-Erzählern manchmal so meine Probleme habe, hier hat es fast schon selbstverständlich gewirkt. Die Einordnung als Jugendbuch geht hier also vollkommen in Ordnung. Was das Buch aber ausmacht, ist das Befassen mit vielen verschiedenen Problempunkten in der Welt. So werden hier Rassismus, Homosexualität bzw. Homophobie und Sexismus aufgegriffen. „Game Changer“ vermittelt dabei auch Werte und macht in Romanform auf diese Punkte aufmerksam. Gute Schullektüre also? Jein. Denn jetzt kommt mein größtes Problem, dass ich mit dem Roman hatte: Der Umgang mit diesen Themen. Sie sind einfach nur da, werden grob angerissen und das war’s dann. Sofort geht es dann weiter zur nächsten Version der Realität und damit zum nächsten Problemherd. Die ganzen brisanten Themen haben so keine Möglichkeit, sich zu entfalten, bis auf einen Punkt habe ich nichts erfahren, was ich nicht schon wusste. Es wirkt so, als wollte man alles oder zumindest vieles mitnehmen, worüber aktuell so diskutiert wird, ohne wirklich darüber zu diskutieren. Und das führt dann mehr oder weniger zu einem „Ja, das gibt es. Weiter zum nächsten Punkt.“. Das Ende lässt mich auch unzufrieden zurück. Ash erlebt all das – und geht mehr oder weniger freiwillig wieder in die eigentliche Welt zurück. Auch hierdurch wird in meinen Augen keine wirkliche Auseinandersetzung mit den ganzen angesprochenen Themen geschaffen, im Gegenteil, es wirkt auf mich fast wie eine Distanz davon. „Game Changer“ ist so ein Buch, das will man eigentlich mögen. Es spricht in der jetzigen Zeit so viele wichtige Themen an, dass man sagen muss, dass es gut tut, so einen Roman zu haben. Und gleichzeitig wird mehr als Ansprechen auch nicht getan. Das erscheint mir viel zu wenig. Dennoch ein sozusagen „guter guter Durchschnitt“.
Ich gebe auf. DNF @48%. Ich bin ein grosser Fan von Neil Shustermans Büchern, insbesondere von seinen Dystopien. Mit diesem Buch hier konnte ich aber leider gar nichts anfangen. Ich fand den Schreibstil ungewöhnlich schlecht und fast schon amateurhaft und habe dadurch nur schwer in die Geschichte hineingefunden. Auch die Handlung habe ich ehrlich gesagt, nicht so richtig verstanden, und es wurde mit Charakternamen um sich geworfen, ohne dass ich wirklich wusste, wer eigentlich wer ist. Als ich bis zur Hälfte des Buches immer noch keinen Zugang zur Geschichte gefunden habe, habe ich aufgegeben. Und wenn ich den anderen, eher durchwachsenen Reviews Glauben schenken kann, dann ist der Plot ohnehin problematisch, da ein weisser cis Mann als Protagonist, scheinbar seinem Umfeld erklären will, wie man mit Sexismus und Rassimus umgeht bzw. es lösen kann. Nein, danke. ;)
Eine tolle Idee - jedoch mit etwas „lahmer“ Umsetzung. Die Idee der Geschichte war in meinen Augen grandios. Allerdings hatten die moralischen Fragen und Gedanken, die sich hierzu aufgetan haben, nicht viel Raum gehabt, immer mehr Spielfelder eröffnet wurden. Dies war sehr schade, da das Buch für mich nur so dahin gedröppelt ist, immer neue Themen hervor gebracht hat und keinen wirklichen Spannungsbogen mit sich brachte. Zum nachdenken hat es dennoch angeregt und der Schreibstil war angenehm zu lesen.




















































