Lichte Tage
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Description
»Ein verblüffend schönes Buch. Es bricht einem das Herz und wärmt es gleichzeitig.« Matt Haig
Als sich Ellis und Michael das erste Mal begegnen, ist es, als hätte das Schicksal sie zusammengeführt. Erfüllt mit einer großen Sehnsucht nach Kunst und Poesie, entfliehen die beiden Heranwachsenden dem grauen Oxford in die Wärme und das Licht Südfrankreichs. Dort finden sie heraus, wer sie sein könnten. Und müssen entscheiden, wer sie sein wollen. Ein einzigartiger Roman über die Bande der Freundschaft und der Liebe.
Alles beginnt mit einem Gemälde, das Dora Judd an die Wand ihres Wohnzimmers hängt. Fünfzehn Sonnenblumen, wie sie van Gogh im warmen Licht Südfrankreichs malte. Jahre später reist ihr Sohn Ellis zusammen mit seinem besten Freund Michael der Sonne entgegen. Sie tauschen die grauen Straßen Oxfords, das Arbeiterviertel mit der Autowerkstatt und die Fäuste ihrer Väter gegen die Poesie und das Licht des Südens. Gemeinsam entdecken sie, welche Möglichkeiten ihnen das Leben eröffnet, doch auch die Prägungen ihrer Herkunft brechen immer deutlicher hervor. Dann tritt Annie in ihr Leben, und das ändert gleichzeitig nichts und alles. Sarah Winman hat einen unvergleichlich zärtlichen Roman über die Verflechtungen der Liebe und über die transformative Kraft der Kunst geschrieben.
»Eine wunderbar erzählte Geschichte über Liebe und Verlust« The Guardian
»Ein Wunderwerk« New York Times
»Herzzerreißend, leise und bewegend« Sunday Express
»Eine wunderschöne Geschichte über Liebe, Verlust und Sehnsucht« Red Magazine
Book Information
Author Description
Sarah Winman, geboren 1964 in Essex, studierte an der Webber Douglas Academy of Dramatic Art und arbeitete anschließend als Schauspielerin bei Theater, Film und Fernsehen. Für ihren Roman »Lichte Tage« erhielt sie international viel Anerkennung. Sarah Winman lebt in London.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Poetisch, melancholisch, zärtlich und definitiv ein literarisches Highlight! Unbedingt lesen! 🌻⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️🌻
~ „Gogh malte gerne schnell, als ob etwas von ihm Besitz ergriffen hatte. Und wenn alles zusammenkommt, das Licht, die Farben, die Hingabe, dann ist es…“ […] „Und wenn alles zusammenkommt?“ hakte Ellis nach. „Dann ist es Leben!“ erwiderte seine Mutter. ~ (Zitat Seite 53) Gleich vorweg: Der Klappentext ist ein wenig irreführend, denn irgendwie hatte ich anfangs etwas ganz Anderes erwartet, was sich aber überhaupt nicht negativ auf das Buch auswirkte. Ganz im Gegenteil, Sarah Winmans flüssiger und wunderschön poetischer Schreibstil hat mich von Anfang an gefesselt. Und auch, wenn die Geschichte eher melancholisch und oft schwermütig war, war dieses Buch für mich Balsam für die Seele. Klein und fein und voll mit brillanten Formulierungen, die man so schnell nicht vergisst! „Lichte Tage“ erzählt von Freundschaft, Liebe, Identitätsfindung und auch von Einsamkeit. Es gibt keine lauten Wendungen, sondern viele kleine leise, aber bedeutsame Momente, die einen zum Lächeln oder auch zum Weinen bringen. Dieses Buch ist wirklich ein literarisches Highlight, welches noch lange bei mir nachklingen wird und ich bestimmt auch noch ein zweites Mal lesen werde! Ganz grosse Leseempfehlung! 🌻⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️🌻
Eine schöne Geschichte
Ich habe Tin Man von Sarah Winman vor kurzem in einem kleinen, queeren Buchladen in Berlin entdeckt. Das dunkelgrüne Cover mit den Sonnenblumen und dem Fahrrad ist mir direkt ins Auge gesprungen und auch die kurze Beschreibung auf der Rückseite gefiel mir gut. Winman beschreibt in ihrem Buch wie aus Freundschaft Liebe werden kann und dass Liebe nicht immer so einfach ist, wie sie scheint. Wie sich zwei Menschen lieben und dennoch nicht einfach zusammen sein können. Die Geschichte hat mich mitfühlen und hoffen lassen.
Melancholie der vergangenen Liebe
Die Geschichte von verlorener Liebe und zwar nicht nur von einer, wird hier in zärtlicher Poesie und unheimlich viel Melancholie erzählt. Es ist die Geschichte von Ellis, der in den 60ern in Oxford zum ersten Mal einen Menschen trifft, der ihn bedingungslos zu verstehen scheint. Und Michael geht es nicht anders. Die beiden wachsen zusammen auf und verbringen einen unvergesslichen Sommer in Frankreich. Ein Sommer, in dem sie so sein können, wie sie sind. Und doch verändert sich bei ihrer Heimkehr alles. Ellis erzählt im ersten Teil des Buches seine Geschichte, voller Trauer und Trostlosigkeit, gefangen in seinen Gedanken blickt er zurück und zeigt, wie schon früh die Kunst als Hoffnung Teil seines Lebens wurde, wie tief die Liebe zu zwei Menschen über die hier erzählt wird, war und was sie mit ihm gemacht hat. Doch wirklich emotional erreicht, hat mich dann besonders der zweite Teil, als Michael seine Sicht erzählt. Wagemutig und anders, so voller Leben und doch so verletzlich und zerbrechlich. Besonders die Zeit in Frankreich, die hier geschildert wird, war so einfühlsam und zart und lässt einen gedanklich zu der flirrenden Hitze und den Sonnenblumenfeldern treiben. Obwohl Teile etwas unsortiert und chaotisch wirkten, störte mich das beim Lesen überhaupt nicht, denn es ist keine geradlinige Geschichte, genauso wie es das Leben nicht ist. Für mich war es wunderbar und voller Liebe und trotz der schweren Themen doch wie ein lichter Tag, an dem endlich die Sonne wieder scheint.
So ein wunderschönes und trauriges Buch, voller Liebe und Farben - ich bin sehr ergriffen.
Die Geschichte von Ellis, Michael und Annie lässt sich auf keinen Fall mit ein paar Worten beschreiben, obwohl sie nur aus Liebe besteht. Und das ohne auch nur den Ansatz von Kitsch. In wunderschöner Sprache wird das Leben und Lieben dieser Menschen erzählt (Kompliment auch an die Übersetzung!), das so traurig und gleichzeitig so schön ist. Ich hatte „Das Fenster zur Welt“ letztes Jahr gelesen und bin bei diesem früheren Buch ebenso begeistert.
Eigene Meinung Warum genau mich dieses Buch so angelacht hat, kann ich nachträglich gar nicht mehr so genau sagen. Weder bin ich ein großer Fan von den Sonnenblumen Van Goghs, noch habe ich den Klappentext gelesen. Aber irgendwie hat es mich doch zu diesem Buch gezogen… Es war auf der zweiten Seite, die mich so hart hat auflachen lassen, dass ich das Buch nicht mehr weglegen wollte. Durch die geringe Seitenzahl bin ich wirklich durchgeflogen. Autorin Sarah Winman erzählt mir aus der Erzähl-Perspektive Ellis Geschichte. Die Melancholie des Mannes ist wirklich greifbar und es stellte sich auch durch die Schicksalsschläge, die er erlitten hatte, sofort Mitgefühl ein. Des Weiteren lese ich aus der Ich-Perspektive von Michael. Ellis damalige bester Freund. Seine Sicht hat mir persönlich auch am besten gefallen. Der humoristische Anteil war hier größer, die Art und Weise wie Michael erzählt und sich selber sieht. Trotzdem lese ich auch seine Geschichte mit schwerem Herzen. Die Kapitel sind sehr lang und eher als Abschnitte zu bezeichnen. Gerade aus der Sicht von Michael bekommt das Buch unheimlich viel Tiefgang, meiner Meinung nach. Er ließ mich nicht nur an seiner Geschichte teilhaben, sondern auch an diesem Dreiergespann, das er mit Ellis und Annie eben führte. Gefühle, die sich vielleicht nicht so entwickelt, haben wie man es sich wünscht, Verabschiedungen, die vielleicht hätten keine sein müssen. Immer wieder hat mich die „Was-wäre-wenn“ Frage beschäftigt. Die Geschichte behandelt, glaube ich, mit die wichtigsten Themen des Lebens. Gepackt in eine freundschaftliche Beziehung zwischen Ellis, Annie und Michael. Die Charaktere, die ich laufe, des Buches kennenlerne, sind alle unterschiedlich gestrickt. Protagonisten Ellis und Michael sind dabei natürlich der zentrale Anker, um die sich die Geschichte dreht. Aber auch die Nebencharaktere, wie beispielsweise Ellis Eltern, Michaels Freunde „G“ und Chris, sind wichtig für die Geschichte, um mich als Leser tiefer in die Thematik zu entführen und auch den Schmerz der Protagonisten ein Stück weit mehr nachvollziehen zu können. Mein abschließendes Fazit Ein Buch über Freundschaft, Liebe und Verarbeitung. „Lichte Tage“ ist nicht lang, aber intensiv genug, um auch auf wenigen Seiten, mich mit tollen Charakteren, malerischen Szenarien und charmanten Augenblicken zu beglücken. Der Schreibstil ist einfach, nicht unbedingt poetisch oder tiefergreifend. Sarah Winman erzählt die Geschichte einer Freundschaft, bei der ich mich immer wieder gefragt hätte: „Was-wäre-wenn?“. Sie ist melancholisch und berührt dabei auf simple Art
,,…wenn alles zusammenkommt, das Licht, die Farben, die Hingabe, dann ist es das Leben. Wir hatten Zeit. Wir hatten so viel mehr als andere.“
Diese Geschichte hat mein Herz berührt. 🫶🏼 Es war poetisch, super emotional und sehr Charakterorientiert. Die zwischenmenschliche Beziehungen hatten eine wunderschöne tiefe, die sich doch jeder im Leben wünscht. Und genau das hatten Ellis, Michael und Annie. Eine so tiefe Verbundenheit zwischen drei völlig unterschiedlichen Menschen, die ich nicht so schnell vergessen werden. Aber auch wenn sie charakterlich unterschiedlich waren, hatten die drei gemeinsame Leidenschaften. Bücher, Kunst,Poesie und Südfrankreich ❤️ Ellis wird 1950 geboren und wächst als die Nachkriegsgeneration auf. Seine Eltern empfinden null Liebe für einander. Sein Vater ist ein cholerischer Mann, der nicht davor scheut seinen Sohn zu verprügeln. Seine Mutter ist eine gütige Frau die sich dem Zeitalter gebeugt hat und einen Mann geheiratet hat nur damit sie "abgesichert“ ist. Aber egal wie dunkel ihr zu Hause auch sein mochte, Dora (Ellis Mutter) hat mit Kunst etwas Farbe in ihr zu Hause gebracht. Das wurde ihr wenigstens gewehrt. Ellis flüchtet oft vor seinen gewalttätigen Vater in einen kleinen Tante Emma Laden unweit von seinem zu Hause in Oxford. Dort lernt er auch Michael kennen, ohne zu ahnen welch ein Band sie Jahrzehntelang verbinden wird. Welche Liebe, Freundschaft und Tiefe sie während der gemeinsamen Zeit empfinden werden. Michael wird von seiner Mutter verlassen und von seinem Vater, mit gerade 12 Jahren raus geschmissen. Das hinterlässt unfassbar tiefe Wunden in seiner Seele, welche nie wirklich verheilen sollen. Michael landet bei seiner Tante Mabel, die in Oxford einen kleinen Tante Emma Laden besitzt. Dort lernt er Ellis kennen und schnell merkt er, das Ellis genau so leidet wie er. Denn schnell wird klar, das ihr gemeinsamer Schmerz das eigenen zu Hause ist. Bei Ellis der Vater und Michael hat es doppelt schlimm erwischt, seine beiden Eltern. Kurz nachdem die beiden beste Freunde werden, wird Dora schwer krank und stirbt. Aber bevor sie sich für immer verabschiedet, zeigt sie den Jungs was wahrhaftige Kunst wirklich bedeutet, welche Auswirkungen Farbe auf das Leben jedes Menschen haben kann wenn man die in sein Herz rein lässt. Sie schickt die beiden nach Südfrankreich, denn sie ist davon überzeugt das alle Farben der Welt dort zu finden sind. Auch die Farben der eigenen Seele. Einige Jahre später lernt Ellis Annie kennen und heiratet sie. Sie vervollständigt den Kreis mit Ellis und Michael. Wobei sie zu Michael einige tiefere Verbundenheit spürt als zu Ellis, nicht auf sexueller Ebene. Sie sagt ,,Mikey, deine und meine Seele haben die selben Farben“. 🫶🏼 So erzählt Ellis und Michael im Buch ihre eigene Geschichte und aus ihrer Sicht. Man begleitet sie über Jahrzehntelanger Freundschaft, durch die Liebe zu Kunst, zu Dora, zu Büchern, zu einander und zu geschriebenen Worten aber auch durch Schicksalsschläge die mich zu weinen gebraucht haben. 💔 Ich hab es so geliebt dieses Buch zu lesen, den Schreibstil der Autorin, das ich mir gleich ein weiteres Buch von ihr gekauft habe. 🙃🥰📚
Hat mich nicht gecatcht
Laut Blurb auf der Rückseite ein „Wunderwerk“, das ich so nicht gespürt habe. Hatte große Probleme in die Geschichte reinzukommen, in der Mitte mochte ich es sehr. Vor allem aus Mikeys Perspektive sehr gefühlvoll. Trotzdem zum Teil verwirrend weil ich manchmal nicht wusste, um wen es geht.
Habe etwas gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt. Letztere hat mir wesentlich besser gefallen. In dem Roman geht es auf eine sehr zarte und leise Art um Liebe, Freundschaft, Einsamkeit und AIDS. Gerade letzteres finde ich wichtig, da es kaum Romane gibt, die sich mit dieser Krankheit auseinandersetzen.
Ein Buch mit tollen Ansätzen, das mich aber nicht komplett überzeugen konnte
Ich hatte mit "Lichte Tage" meine Höhen und meine Tiefen. Ich bin zunächst nicht richtig in die Geschichte reingekommen, allerdings lag dies mit Sicherheit auch an den äußeren Umständen, daher möchte ich dies nicht als Kritik an dem Buch aufführen. Am Schreibstil lag es nicht. Sarah Winman hat durch ihre Sprache wunderschöne Bilder gezeichnet und mich das ein oder andere mal sehr berührt. Als ich dann richtig im Buch drin war habe ich absolut mit Ellis mitfühlen können. Die Erzählungen aus seiner Sicht könnten mich sehr überzeugen. Als Michaels Sicht eingeführt wurde, hat der Roman für mich nachgelassen. Mir hat die Verbundenheit zu Michael gefehlt. Ich hätte gerne mehr über ihn und seine Eigenschaften erfahren. Letztendlich kamen mir die Beziehungen zwischen den Charakteren etwas zu kurz, was absolut schade ist, da es in dem Roman genau darum ging. Alles in allem mochte ich das Buch gerne, würde es aber nicht noch einmal lesen.
Poetische Geschichte
Sarah Winman erzählt die Geschichte von Ellis, Michael und Annie, die vor den fünfzehn Sonnenblumen von van Gogh begann. Erzählt wird sie aus Sicht von Ellis und Michael und zu unterschiedlichen Zeiten: In der Gegenwart leidet Ellis unter dem Verlust seiner Frau und führt ein von Einsamkeit durchzogenes Leben. Dabei verliert er sich in Gedanken an frühere, lichtere Tage in denen seine Liebe noch Michael galt und sie sich in Südfrankreich auf die Suche nach sich selbst machten. Der Einstieg fiel mir durch die etwas gestelzte Sprache schwer. Dann aber entwickelten sich die klug zusammengeführten Handlunsgstränge zu einer feinfühligen und lesenswerten Geschichte. Kein Wort ist hier zu viel und so Manches bleibt unausgesprochen. Durch die genutzten Zeitsprünge werden die unterschiedlichen Gefühlslagen der Protagonisten in den jeweiligen Lebensabschnitten verdeutlicht. Winman nutzt dabei unterschiedliche Stile und erreicht so die Darstellung der emotionalen Diskrepanz ihrer Protagonisten, ohne dass es vieler Worte bedarf. Um wirklich eintauchen zu können, sollte man wirklich Zeit und Ruhe haben, auch wenn es kein sonderlich dickes Buch ist, weil die Atmosphäre sonst vielleicht nicht so greifbar ist. An manchen Stellen fand ich es stilistisch dann aber etwas zu bemüht, was vor allem an den gewählten Metaphern lag. Erstaunlich, wie ich finde, denn „Das Fenster zur Welt“ von derselben Autorin habe ich grade stilistisch voll und ganz geliebt. „Lichte Tage“ ist ein leiser und poetischer Roman über Freundschaft und Verbundenheit, Verlust und Trauer und ein wenig Kunst. Aber auch über die Probleme homo- und bisexueller Menschen in den 80er/90er Jahren. Auch dadurch hat die Geschichte eine gewisse Schwere - die Melancholie schwebt stetig mit. Durch die Darstellung der gesellschaftlichen Zwänge, denen die Protagonisten unterliegen, war es für mich ein bedeutsamer Roman, der nachhallt und nachdenken lässt.
Ich habe, glaube ich, noch kein Buch gelesen, dessen Klappentext so wenig zum Inhalt der Geschichte passt wie hier. Kurz zusammengefasst geht es um zwei Männer, Ellis und Michael, die jeder für sich auf ihr gemeinsames Leben zurückblicken. In der ersten Hälfte des Buches, die in der 3. Person über Ellis erzählt, ist die Stimmung sehr düster. Ellis ist 45 und denkt über seine Vergangenheit nach. Er erinnert sich an seine Jugend und jungen Erwachsenenjahre mit Michael, der zunächst sein bester Freund ist, sich später aber zu seiner ersten Liebe entwickelt. Als Annie in Ellis' Leben tritt, sind Ellis und Michael nur noch enge Freunde, und die drei werden unzertrennlich - bis Michael weggeht. In der zweiten Hälfte erzählt Michael in der Ich-Form von den Jahren, die auf seinen Weggang folgen. Die Stimmung und Erzählweise ändert sich hierbei deutlich. Ich mochte das Buch, obwohl ich mit komplett falschen Erwartungen begonnen habe. Die Charaktere sind so komplex und gut gezeichnet, dass ich mich total hineinversetzen konnte. Keine leichte Unterhaltung, sondern eine vielschichtige, zu Herzen gehende Erzählung.
Sanft, einfühlsam, sprunghaft und liebevoll folgen wir als Leser:innen hier den Erinnerungen Ellis‘ an seine beiden großen Lieben. Wie Erinnerungen sind - nicht linear erzählt- manchmal verwirrend und verworren, aber stets mit einem liebevollen Blick erhalten wir Ein(en)Blick. Der Perspektivwechsel zur Mitte hin tut vor allem den Plot gut, füllt Leerstellen. Schade, dass Annie nicht auch stärker fokussiert wurde. Die weibliche Sicht hätte ich sehr spannend gefunden.
"Ich frage mich, wie es wohl klingt, wenn ein Herz bricht. Ich glaube, es wäre leise, kaum wahrnehmbar, und gänzlich unspektakulär - wie eine erschöpfte Schwalbe, die sanft zu Boden fällt." - Sarah Winman, "Lichte Tage" Wenn euch "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara und "Die Optimisten" von Rebecca Makkai begeistert haben, werdet ihr "Lichte Tage" von Sarah Winman lieben! Es ist kein Original, und doch bedeutet es Dora Judd alles: Ein nachgemaltes Exemplar des Gemäldes Zwölf Sonnenblumen in einer Vase von Van Gogh, gewonnen bei einer Tombola-Verlosung. Jeden Tag schaut sie sich das Gemälde in ihrem grau-braunen Zuhause im verregneten Oxford an und schöpft daraus Kraft. Jahre später lernen sich Ellis, Doras Sohn, und Michael kennen, sie werden beste Freunde und beschließen, einige Wochen Urlaub in Südfrankreich zu verbringen, um in den Zauber des Gemäldes einzutauchen. Die Beziehungsdynamik zwischen den beiden jungen Männern verschiebt sich während dieser Reise - und als Annie in ihr Leben tritt, verändert sich erneut alles. "Lichte Tage" von Sarah Winman, übersetzt von Elina Baumbach, ist eine melancholische, warmherzige und wunderschöne Geschichte über Freundschaft und Liebe, die Kraft der Kunst, aber auch Trauer und Verlust. Die Autorin erzählt sie so geschickt, dass man sich ihr nicht mehr entziehen kann. Ellis, Michael und Annie sind fein komponierte Charaktere, in die ich mich sehr einfühlen konnte und deren Schicksal mich zutiefst berührt hat. Auch wenn es in Sarah Winmans Roman um verpasste Chancen und tragische Ereignisse geht, ist es für mich ein Wohlfühlbuch, das ich irgendwann sicher noch einmal lesen werde. Ich habe es innerhalb nur eines Tages durchgschmökert, die Protagonist*innen und Schauplätze geistern mir aber noch immer im Kopf herum. Ein Buch, das nachhallt und das besonders gerne mochte!

Ein Roman, der auf besondere Weise von Freundschaft und Liebe erzählt.
R E Z E N S I O N „Lichte Tage” von Sarah Winman —— Als Ellis und Michael sich begegnen, wirkt es wie eine Fügung des Schicksals. Ihre gemeinsame Leidenschaft für Kunst und Poesie führt sie aus dem tristen Oxford ins sonnige Südfrankreich, wo sie herausfinden, wer sie wirklich sein können und welche Entscheidungen sie für ihr Leben treffen wollen. Ein Roman, der auf besondere Weise von Freundschaft und Liebe erzählt. Die Geschichte beginnt mit Dora Judd, die ein Gemälde von van Gogh mit "Fünfzehn Sonnenblumen" in ihrem Wohnzimmer aufhängt. Jahre später folgen ihr Sohn Ellis und sein Freund Michael dem Licht Südfrankreichs und lassen die grauen Straßen Oxfords hinter sich. Dort entdecken sie neue Lebensperspektiven, während die Prägungen ihrer Herkunft immer wieder durchscheinen. Als Annie in ihr Leben tritt, verändert sich vieles. Sarah Winman hat einen zärtlichen Roman geschrieben, der die Komplexität der Liebe und die transformative Kraft der Kunst beleuchtet. 4/5 🌻🌻🌻🌻
LICHTE TAGE Sarah Winman „Wer waren wir, Ellis, ich und Annie? So oft habe ich versucht, uns zu erklären, aber jedes Mal bin ich gescheitert. Wir waren alles, und dann zerbrachen wir. Aber ich war es, der uns zerbrach. Das weiß ich. Nach Mabels Tod kam ich nie zurück.“ ( S.218) Alles begann mit einem Bild, das Ellis Mutter Dora bei einer Tombola gewann. 15 Sonnenblumen im strahlendem Chromgelb. Eine Kopie eines bekannten Künstlers. Ihr Ehemann war sauer auf Dora - er hätte lieber die Flasche Whisky als Gewinn gehabt, aber Dora setzte sich durch. Das war jedoch alles vor Ellis Geburt und sollte erst später wichtig werden. Ellis schiebt seit Jahren in der Autofabrik Nachtschichten. Er ist wie ein Roboter: Wacht abends auf, geht zur Nachtschicht und bessert Dellen aus, geht am frühen Morgen nach Hause und schläft. Er ist einsam - seit dem Tag, als seine Liebsten von ihm gingen. Ellis kannte Michael schon seit seiner Kindheit. Sie waren sich begegnet und wussten sofort, dass sie Freunde fürs Leben werden. Beide hatten eine Liebe zur Kunst und Poesie. Michael wohnte bei der liebevollen Marbel, da er keine Eltern mehr hatte, und Ellis zog es immer öfter zu Marbel hin; seit Dora gestorben war, seine Mutter, die seine Kunst und Gabe immer unterstützte, die ihm noch kurz vor ihrem Tod das Versprechen abnahm, nie mit Zeichnen aufzuhören. Doch sein Vater wollte nach ihrem Tode, dass er die Schule verlässt und schaffen geht und setzte dieses mit seinen Fäusten durch. Ellis und Michael reisten als Teenager gemeinsam in die Ferien, zu dem Ort, zu dem sich Dora damals träumte. Sie fuhren nach Frankreich, ans Meer, zu den Sonnenblumen und zwischen ihnen entstand eine Liebe, die hart auf die Probe gestellt wurde, als sie Annie kennenlernten. Das Buch wird auf mehreren Ebenen erzählt. Es geht um Freundschaft, um eine Dreiecksbeziehung, um Vertrauen und um die erste zarte Liebe, die so besonders ist. "Ich frage mich, wie es wohl klingt, wenn ein Herz bricht. Ich glaube, es wäre leise, kaum wahrnehmbar, und gänzlich unspektakulär - wie eine erschöpfte Schwalbe, die sanft zu Boden fällt." (S.194) Auch wenn mir Ellis nicht sonderlich sympathisch war, mochte ich seine Erzählungen. Ich konnte seinen Verlust und seine Trauer so gut nachempfinden. Michael war mir sofort sympathisch. Seine Geschichte war so besonders und fragil wie die erste Liebe. 4/ 5

Eines meiner absoluten Herzensbücher 🌻
Guten Gewissens kann ich sagen dass "Lichte Tage" wirklich eines der besten und berührendsten Bücher ist, das ich bisher gelesen habe. Jeder Charakter im Buch ist mit so viel Liebe ausgearbeitet und beschrieben, die tragischen und zugleich liebevollen Verbindungen der Protagonisten gehen einem wirklich ans Herz. Ich hab beim Lesen abwechselnd gelacht, geweint, mitgefühlt und denke noch oft an das Buch zurück. Das Buch steckt so voller Emotionen, wie man es nur selten findet. Genau das macht meiner Meinung nach ein gutes Buch aus. Absolute und uneingeschränkte Herzensempfehlung 🌻♥️📚

Anders als erwartet…
… aber trotzdem gut. Aufgrund des Klappentextes und des Covers habe ich gedacht, dass Kunst und gerade das Gemälde von Van Gogh viel mehr im Zentrum der Geschichte stehen würden. Daher war ich etwas enttäuscht, als dem nicht so war. Es geht um Ellis, Mikey und Anne, die eine ungewöhnliche Dreier-Beziehung haben, die man auch als Lesende nicht immer versteht. Für meinen Geschmack gab es etwas zu viel Tod und Krankheit bei so wenig Personal, man kam sich etwas voyeuristisch vor. Aber es ist eine leise, gut erzählte Geschichte. Mir hat die Sprache gefallen, klar und stellenweise fast poetisch. Eine schöne , kurze Lektüre.
Poetisch, feinfühlig und ich hatte beim Lesen immer wieder Gedanken an "mono no aware"
Sarah Winmans „Lichte Tage“ ist ein stilles Buch über Liebe, Verlust und die unsichtbaren Fäden, die Menschen über Jahrzehnte verbinden. Die Geschichte von Ellis, Michael und Annie entfaltet sich wie eine Reihe zarter Erinnerungen, aber ohne Eile, ohne Pathos und trotzdem mit einer tiefen, melancholischen Schönheit. Im Zentrum steht Gefühl: das Bewusstsein, dass alles, was hell ist, auch vergeht und wir nicht jede Facette leben können und werden, aber gerade dieses Vergehen und Verpassen, die Intensität des Moments erst erschafft. Diese Haltung, dieses Mitfühlen mit dem Flüchtigen, ist das Herz von mono no aware, dem ich in diesem Buch immer wieder begegnete. Winmans Sprache trägt dieses Bewusstsein in jedem Satz: Licht fällt auf rostiges Metall, eine Berührung bleibt ungesagt, ein Blick enthält Jahre. Ihre Figuren leben in der Spannung zwischen dem, was war, und dem, was nie ganz sein konnte. Sie erinnern, und darin liegt Trost. „Lichte Tage“ ist kein Roman über Schmerz, sondern über zarte Dankbarkeit: für Liebe, die existierte, für Schönheit, die vorbeiging, für Leben, das nie perfekt ist und eben darin alle Schönheit liegt.
"Lichte Tage" von Sarah Winman ist eine Geschichte über Begegnungen, die für immer sind. Von Schicksalsschlägen und Herausforderungen, die man ohne genau diese Begegnungen, nicht zu meistern gewusst hätte ... Immer wieder blicken wir mit Ellis und Michael vor und zurück. Wir pendeln zwischen dem was war, was ist und was hätte sein können. Wir schauen vorsichtig in die ein oder andere Lebensepisode, nehmen unter die Lupe was auf den ersten Blick unwichtig scheint aber dennoch unvergessen bleibt. Man kann die Figuren lachen, weinen und manchmal auch leise seufzen hören. Zwischendrin riecht man den Sommer, hört den Schnee fallen, spürt sofort, wenn etwas in der Luft liegt. Und manches Mal hat man ein bisschen Sorge, dass der Lärm der umzublätternden Seite den Moment zerstört. Hach 🧡
15 Sonnenblumen. Mit ihnen beginnt alles. Dora Judd gewinnt bei einer Tombola eine Kopie des Gemäldes von Van Gogh. Zuhause nimmt sie all ihren Mut zusammen und hängt es in ihr tristes Zuhause, welches vom Ehemann farblos gehalten wird. Genau wie ihre Ehe. Doras Sohn Ellis wird vom Vater gleichgültig behandelt, manchmal sogar misshandelt. Seine Welt ist eng und trist, bis er Micheal begegnet. Die beiden teilen nicht nur ihre Liebe zur Kunst, Poesie und dem Schwimmen, sondern auch ihr Fernweh. Eines Sommers entfliehen sie dem grauen Alltag gen Süden. Aus der Freundschaft entsteht eine tiefe Liebe, die sie den Rest ihres Lebens verbinden soll. „Die erste Liebe hat so etwas an sich, nicht wahr? Sie ist unantastbar für die, die nicht dabei waren. Aber sie ist der Maßstab für alles, was kommt“. Später tritt Annie in ihr Leben, die zu begreifen scheint, welche Emotionen zwischen Ellis und Michael herrschen. Anhand von Rückblenden konstruiert die Autorin eine Erzählung über mehrere Jahrzehnte, die von tiefen Gefühlen und poetischer Schreibweise geprägt ist. Obwohl es ein eher schmales Buch ist, ist die Erzählweise detailliert und rührte mich sehr. Für mich eine wunderbare Geschichte, die ich nur empfehlen kann. 4,5 / 5🌻🌻🌻🌻🌻 [unbezahlte Werbung, da selbstgekauft]

In „Lichte Tage“ begleiten wir die Freunde Ellis und Michael, von dem Zeitpunkt, als sie sich als Kinder kennenlernen bis ins Erwachsenenalter und lesen hierbei, von ihren Träumen, Plänen, Liebesbeziehungen und Konflikten. Das Buch in zwei Teile unterteilt, zuerst liest man aus Ellis Sicht, im zweiten Teil aus Michaels. Sarah Winman hat einen schönen, gut lesbaren Schreibstil mit schönen Formulierungen, der eigentlich prädestiniert dafür ist, Emotionen zu transportieren, zumal die Geschichte genug dafür hergeben würde. Leider muss ich sagen, dass, vor allem im ersten Teil, die Gefühle der Figuren mich nicht erreichen konnten. Das lag zu einem großen Teil daran, dass die Autorin extrem viele Zeitsprünge in Ihrem Text verwendet. Teilweise wurde eine Szene in der Gegenwart begonnen, um die Handlung dieser Szene zu erklären, sprang man in die Vergangenheit in der sich Personen wiederum über einen Vorfall unterhielten, der noch weiter in der Vergangenheit lag. Teilweise musste ich Passagen mehrfach lesen, weil ich am Ende der Szene nicht mehr wusste, wie diese angefangen hatte. Die Zeitsprünge wurden in „Michaels Part“ besser eingearbeitet (oder ich hatte mich mittlerweile an sie gewöhnt) und dadurch kamen die Emotionen hier auch besser bei mir an. Zu 100 % konnte mich die Geschichte jedoch nie erreichen. Trotz allem hatte ich, vor allem mit dem zweiten Part, eine angenehme Lesezeit und das Ende hat mir wirklich gut gefallen, da es einen schönen Bogen zum Anfang spannt.
Was für ein wunderschönes und tieftrauriges Buch
Es fiel mir kurz schwer, in das Buch hineinzufinden, doch spätestens ab Micheals Perspektive hatte es mich voll und ganz. Die tiefe Melancholie und Trauer, welche in der gesamten Handlung und den Charakteren mitschwingt, hat mich stark berührt. Insbesondere die verarbeiteten Themen (die ich hier nicht vorweg greifen möchte) fesselten mich in der zweiten Hälfte so sehr, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte obwohl es mir Seite für Seite das Herz brach. Definitiv ein Highlight für mich dieses Jahr.

Zart, gefühlvoll und traurig
„Ich frage mich, wie es wohl klingt, wenn ein Herz bricht. Ich glaube, es wäre leise, kaum wahrnehmbar, und gänzlich unspektakulär - wie eine erschöpfte Schwalbe, die sanft zu Boden fällt“ Seite 194 Ein wunderbarer leiser, zarter, melancholischer und einfühlsamer Roman.
Ein halbes gutes Buch!
Die Geschichte rund um die innige Freundschaft der beiden Protagonisten wird aus jeweils beiden Perspektiven erzählt. Während mich die eine extrem langweilte, catchte mich die andere, die ich in einem Zug verschlang. Main topics sind heimliche homosexuelle Liebe, die rein aus gesellschaftlichen Doktrinen verstummen musste, und Freundschaft, die man von Liebe nicht zu unterscheiden vermag.
„Jetzt schon kann ich sagen, dass es mir gutgetan hat, in den Süden zu gehen, um den Norden besser sehen zu können.“ - Vincent Van Gogh
Ich hatte Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen, durch den ganzen Wechsel der Jahreszeiten und Personen. Mich hat die Geschichte deshalb nicht richtig gepackt. Trotzdem ist es eine ungewöhnliche Liebes-/ Freundschaftsbeziehung.

Hinter “Lichte Tage” von Sarah Winman verbirgt sich ein ergreifender Roman über eine Freundschaft und die Liebe, welcher mich auf allen Ebenen begeistern konnte. Hinter der sommerlich anmutenden Bekleidung, verbirgt sich ein Buch, das einem das Herz bricht, aber auch Hoffnung schürt. Interessant ist dabei, wie die Protagonisten miteinander verwoben sind und wie sie versuchen ihre Beziehung untereinander zu ergründen. Es ist ein Portrait über eine nicht klassische Dreiecks-Beziehung zwischen Ellis, Michael und Anne. Trotz nüchterner Erzählweise, transportiert uns das Buch mitreißend in die Gedankenwelt der Charaktere. Ihr Schmerz, ihre Traumata, aber auch ihre Heilung. Ich kann es sehr empfehlen.

Herzergreifendes Leseerlebnis. Traurig und schön zugleich.
Nach dem Lesen musste ich weinen, da mich die Geschichte um die Charaktere wirklich tief berührt hat und ja....Winman hat ein Buch geschrieben, wie das Leben selbst Geschichten schreibt: Oft schön, mit viel Liebe und Schmerz und selten fair. Lebenswege die nur vorwärts gehen und sich nicht mehr umkehren lassen und doch bleibt immer auf jedem Weg etwas Hoffnung!
Lichte Tage in der Dunkelheit Wenn man in dieser (zumeist) trüben Jahreszeit mit seinen grauen Tagen, dem Regen (oder wahlweise dem Schnee) ein Buch zur Hand nimmt, dass mit seinem van Gogh´schen Sonnenblumenmotiv die Wärme des Frühlings vorausnimmt, ist alles gut. Oder? Nun, so werden vermutlich viele gedacht haben, als sie den Roman „Lichte Tage“ von Sarah Winman (erschienen bei Klett-Cotta und übersetzt von Alina Baumbach) in die Hände genommen haben. Doch leider, leider, leider – entpuppt sich das Buch als „Mogelpackung“ bzgl. aufkommender Frühlingsgefühle – zumindest konnte mich das Buch nicht erwärmen, sondern hat mich ziemlich kalt gelassen. Das beginnt schon auf der ersten Seite mit einem Namensfehler, der erst zig Seiten später „aufgeklärt“ wird – hier war wohl leider das Lektorat sowohl in der englischen Originalausgabe als auch in der deutschen Übersetzung geblendet (ich vermeide das Wort „blind“ – Fehler passieren uns Menschen nun mal, auch wenn es ein sehr ärgerlicher Fehler ist!). Dann nimmt die schon vom Klappentext bekannte Reise von Michael und Ellis, den beiden (Haupt-)Protagonisten, von Oxford nach Südfrankreich leider nur einen geringen Teil der Handlung ein, was (nicht nur ich) als nächstes „Ärgernis“ empfand. Stattdessen gibt es zum Teil hölzerne und belanglose Dialoge und Szenen, die weder die Handlung noch die Leser:innen voranbringen, wird unnötig Fäkalsprache eingesetzt usw. Dabei hätte die Autorin das gar nicht nötig, denn sie kann durchaus berührende Szenen schreiben. Diese sind aber wie Ostereier gut versteckt und sind bzw. waren mir auf einer Länge von 240 Seiten zu wenig, um mich bei der Stange der Begeisterung zu halten. Ich will das Buch nicht per sé schlecht reden; das steht mir als Leser nicht zu. Schließlich arbeiten Autorinnen und Autoren zum Teil jahrelang an ihren „Babys“, die sie dann auf die nach der nächsten literarischen Sensation heischende Meute der Leseratten loslässt. Trotzdem darf ich kritisch lesen und reagieren; das habe ich hiermit getan. Der Roman wird seine (begeisterte) Leserschaft finden; da bin ich mir sicher. Ich gehöre jedoch nicht dazu. 2,5* (3*) Sterne. ©kingofmusic
Überzeugt durch seine poetische Sprache, die nicht zu kompliziert ist. Doch die Geschichte ist geprägt von vielen Schicksalsschlägen und ziemlich viel Traurigkeit. Eine melancholischer Grund Tenor bleibt bis zum Schluss bestehen. Dazu springt die Handlung häufig zwischen den Zeiten hin und her. Da muss man als Leserin sehr flexibel bleiben. Am Ende bleibt zu sagen: Die Tage sind wertvoll, vergeude sie nicht.
Der Klappentext unfassbar spannend. Das Buch / die Handlung leider gar nicht passend zum Klappentext
Was ich erwartet hätte: coming of age, Freundschaft, liebe, lernen. Was ich bekommen habe: eine story, mehrere zeitliche Rahmen, mehrere Perspektiven und alles ziemlich wirr. Für mich hatte das Buch keinen roten Faden, sowie ein Ende, dass sich nicht als so eines angefühlt hat. Leider entsprach die Geschichte also gar nicht dem Klappentext daher hier mein try: Ellis und Michael, Freunde fürs Leben. Ein Leben das jeden zeichnet, mit Furcht, Freude, Trauer, Neugier und Liebe. Träume, die man lebte und Träume die man verlor. — Tauche ein in die Welt von Ellis, seinen Träumen, Gedanken und seiner Vergangenheit und begleite Michael auf seiner Reise zwischen Krankheit, Reisen und Einsamkeit. 0.5 Sterne fürs schöne Cover 🥲

Ich liebe es! Warm und bittersüß, eine wundervolle Geschichte!
„Die erste Liebe hat so etwas an sich, nicht wahr?“ sagte sie. „Sie ist unantastbar für die, die nicht dabei waren. Aber sie ist der Maßstab für alles, was kommt.“ (S. 179) Ellis und Michael sind seit Kindheitstagen beste Freunde und irgendwie auch mehr als das. Gemeinsam verlassen sie Oxford für ein paar Tage und genießen die Freiheit in der Wärme Südfrankreichs. Entfernt von dem Einfluss ihrer Familien und nur für sich. Eines Tages fällt eine Entscheidung, die alles zwischen den beiden verändern soll, und irgendwie auch nichts. Jahre Vergehen und Ellis blickt in eine Kiste voller Antworten. Was passierte, dass die Dinge sich so verändert haben? Sarah Winman hat einen kraftvollen Roman über Sehnsucht, Liebe und Freundschaft geschrieben, der beim Lesen eine unvergleichliche Wärme erzeugt. Wunderbar stimmig und mit dem bittersüßen Geschmack verpasster Chancen. Wie kann man so simpel und doch so emotional schreiben? Ich war ganz gefangen von dieser Geschichte und bin es noch. Ellis und Michael sind für mich zwei ganz besondere Charaktere und die größtenteils Rückblickende Erzählung hat mich tief bewegt und ab und zu kleine schmerzende Stiche in meinem Herz hinterlassen. Der Roman ist so viel mehr, als nur eine Geschichte über Liebe. Es geht um elterliche Beziehungen, Lebensentscheidungen, Vergebung und auch um Kunst. Dabei nimmt letzteres nie Überhand, sondern untermalt poesievoll die Geschichte der Beiden. Oh, wie sehr hat mich dieses Buch verzaubert! Ich liebe es! Von der ersten Seite an liebe ich es. Ich habe hier ein Herzensbuch gefunden. Und jetzt müsst ihr es lesen und euch auch verzaubern lassen von dieser Wärme, dieser bittersüßen Sehnsucht.
Melancholisch und bittersüß
Dieses Buch war eine kleine Überraschung für mich. Spontan entdeckt, spontan mitgenommen, spontan in einer Zugfahrt gelesen - vollkommen versunken in Sarahs wunderschöner ehrlich-verträumt-nüchternen Sprache, den Bögen und Metaphern und Full-Circle-Moments, die sich durch das ganze Buch ziehen und den tiefgründigen Charakteren. Ellis und Michaels Geschichte war ganz anders, als erwartet. Schwermütiger, melancholischer. Doch lange habe ich keine so erwachsene, so reflektierte Geschichte über die "eine" Liebe gelesen, keine die so perfekt unperfekt ist. Das Buch ist in mehreren Zeitschienen erzählt, die anfangs schwer zu greifen sind, aber sich dann doch schnell erschließen. Trotz der nur 240 Seiten spannt die Autorin viele Themen auf - die auch großteils interessant abgehandelt sind. Könnte ich eine Sache ändern, würde ich gern mehr über Annie erfahren - trotz dieser Kritik habe ich das Buch jedoch absolut geliebt, und werde noch lange drüber nachdenken. Ich mein, ich hasse es ja eigentlich, in Bücher zu malen - aber hier habe ich mich geärgert, keinen Textmarker und Einmerker parat zu haben. Es ist ein leiser Roman, voller Gefühl, Ehrlichkeit und versteckter Juwelen zwischen den Zeilen. Große Empfehlung!
„Die erste Liebe hat so etwas an sich, nicht wahr? Sie ist unantastbar für die, die nicht dabei waren. Aber sie ist der Maßstab für alles, was kommt.“
Eine wirklich außergewöhnliche Geschichte. Drei Menschen, die alle durch Schicksal zusammen finden. Es geht um Liebe, um Freundschaft, aber auch um Verlust. Und um die Kraft die man braucht, wieder zu sich selbst zu finden. Ein gleichermaßen herzzerreißendes und herzerwärmendes Buch.
Braucht etwas Zeit, wird dann zauberhaft
Nach den ersten 50 Seiten hätte ich das Buch fast weggelegt, aber irgendwas hielt mich ab. Zum Glück! Denn dieser kleine Roman entfaltet seinen Zauber erst mit der Zeit. Die erste Hälfte war merkwürdig. Ich fand mich nicht gut ein in den Charakter Elis und in die trostlose Umgebung des Industrie Oxfords. Aber mit der zweiten Hälfte klart dann alles auf. Durch die Augen von Michael versteht man Elis besser und lernt alle Protagonisten besser kennen. Und auch wenn man womöglich nicht mit ihnen sympathisiert, lehrt die Geschichte Empathie. Was mich beeindruckt hat: der Gleichmut, den die Charaktere entwickeln. Es gibt kein Selbstmitleid, kein „hätte ich doch nur“ oder verzweifeln an der gesellschaftlichen Situation, die es den dreien gewissermaßen verwehrt, gemeinsam zu dritt glücklich zu werden. Vieles bleibt auch unerzählt, aber genau das macht das Buch so schön. Es ist Raum für Vorstellung. Schöner kurzer Roman!
In Lichte Tage geht’s um Ellis und Michael, die schon als Teenager unzertrennlich sind – zwischen ihnen entwickelt sich mehr als nur Freundschaft. Später kommt Annie ins Spiel, und es entsteht so eine Art Dreiecksbeziehung. Es geht viel um Liebe, Verlust und die Frage, was hätte sein können, wenn das Leben anders gelaufen wäre. Ich muss sagen, mich hat das Buch leider nicht ganz gepackt. Die Sprache ist schön, aber die Geschichte zieht sich und durch die Zeitsprünge/Perspektivenwechsel ist es stellenweise etwas verwirrend. Schade, hatte mir etwas mehr erhofft.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
»Ein verblüffend schönes Buch. Es bricht einem das Herz und wärmt es gleichzeitig.« Matt Haig
Als sich Ellis und Michael das erste Mal begegnen, ist es, als hätte das Schicksal sie zusammengeführt. Erfüllt mit einer großen Sehnsucht nach Kunst und Poesie, entfliehen die beiden Heranwachsenden dem grauen Oxford in die Wärme und das Licht Südfrankreichs. Dort finden sie heraus, wer sie sein könnten. Und müssen entscheiden, wer sie sein wollen. Ein einzigartiger Roman über die Bande der Freundschaft und der Liebe.
Alles beginnt mit einem Gemälde, das Dora Judd an die Wand ihres Wohnzimmers hängt. Fünfzehn Sonnenblumen, wie sie van Gogh im warmen Licht Südfrankreichs malte. Jahre später reist ihr Sohn Ellis zusammen mit seinem besten Freund Michael der Sonne entgegen. Sie tauschen die grauen Straßen Oxfords, das Arbeiterviertel mit der Autowerkstatt und die Fäuste ihrer Väter gegen die Poesie und das Licht des Südens. Gemeinsam entdecken sie, welche Möglichkeiten ihnen das Leben eröffnet, doch auch die Prägungen ihrer Herkunft brechen immer deutlicher hervor. Dann tritt Annie in ihr Leben, und das ändert gleichzeitig nichts und alles. Sarah Winman hat einen unvergleichlich zärtlichen Roman über die Verflechtungen der Liebe und über die transformative Kraft der Kunst geschrieben.
»Eine wunderbar erzählte Geschichte über Liebe und Verlust« The Guardian
»Ein Wunderwerk« New York Times
»Herzzerreißend, leise und bewegend« Sunday Express
»Eine wunderschöne Geschichte über Liebe, Verlust und Sehnsucht« Red Magazine
Book Information
Author Description
Sarah Winman, geboren 1964 in Essex, studierte an der Webber Douglas Academy of Dramatic Art und arbeitete anschließend als Schauspielerin bei Theater, Film und Fernsehen. Für ihren Roman »Lichte Tage« erhielt sie international viel Anerkennung. Sarah Winman lebt in London.
Posts
Poetisch, melancholisch, zärtlich und definitiv ein literarisches Highlight! Unbedingt lesen! 🌻⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️🌻
~ „Gogh malte gerne schnell, als ob etwas von ihm Besitz ergriffen hatte. Und wenn alles zusammenkommt, das Licht, die Farben, die Hingabe, dann ist es…“ […] „Und wenn alles zusammenkommt?“ hakte Ellis nach. „Dann ist es Leben!“ erwiderte seine Mutter. ~ (Zitat Seite 53) Gleich vorweg: Der Klappentext ist ein wenig irreführend, denn irgendwie hatte ich anfangs etwas ganz Anderes erwartet, was sich aber überhaupt nicht negativ auf das Buch auswirkte. Ganz im Gegenteil, Sarah Winmans flüssiger und wunderschön poetischer Schreibstil hat mich von Anfang an gefesselt. Und auch, wenn die Geschichte eher melancholisch und oft schwermütig war, war dieses Buch für mich Balsam für die Seele. Klein und fein und voll mit brillanten Formulierungen, die man so schnell nicht vergisst! „Lichte Tage“ erzählt von Freundschaft, Liebe, Identitätsfindung und auch von Einsamkeit. Es gibt keine lauten Wendungen, sondern viele kleine leise, aber bedeutsame Momente, die einen zum Lächeln oder auch zum Weinen bringen. Dieses Buch ist wirklich ein literarisches Highlight, welches noch lange bei mir nachklingen wird und ich bestimmt auch noch ein zweites Mal lesen werde! Ganz grosse Leseempfehlung! 🌻⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️🌻
Eine schöne Geschichte
Ich habe Tin Man von Sarah Winman vor kurzem in einem kleinen, queeren Buchladen in Berlin entdeckt. Das dunkelgrüne Cover mit den Sonnenblumen und dem Fahrrad ist mir direkt ins Auge gesprungen und auch die kurze Beschreibung auf der Rückseite gefiel mir gut. Winman beschreibt in ihrem Buch wie aus Freundschaft Liebe werden kann und dass Liebe nicht immer so einfach ist, wie sie scheint. Wie sich zwei Menschen lieben und dennoch nicht einfach zusammen sein können. Die Geschichte hat mich mitfühlen und hoffen lassen.
Melancholie der vergangenen Liebe
Die Geschichte von verlorener Liebe und zwar nicht nur von einer, wird hier in zärtlicher Poesie und unheimlich viel Melancholie erzählt. Es ist die Geschichte von Ellis, der in den 60ern in Oxford zum ersten Mal einen Menschen trifft, der ihn bedingungslos zu verstehen scheint. Und Michael geht es nicht anders. Die beiden wachsen zusammen auf und verbringen einen unvergesslichen Sommer in Frankreich. Ein Sommer, in dem sie so sein können, wie sie sind. Und doch verändert sich bei ihrer Heimkehr alles. Ellis erzählt im ersten Teil des Buches seine Geschichte, voller Trauer und Trostlosigkeit, gefangen in seinen Gedanken blickt er zurück und zeigt, wie schon früh die Kunst als Hoffnung Teil seines Lebens wurde, wie tief die Liebe zu zwei Menschen über die hier erzählt wird, war und was sie mit ihm gemacht hat. Doch wirklich emotional erreicht, hat mich dann besonders der zweite Teil, als Michael seine Sicht erzählt. Wagemutig und anders, so voller Leben und doch so verletzlich und zerbrechlich. Besonders die Zeit in Frankreich, die hier geschildert wird, war so einfühlsam und zart und lässt einen gedanklich zu der flirrenden Hitze und den Sonnenblumenfeldern treiben. Obwohl Teile etwas unsortiert und chaotisch wirkten, störte mich das beim Lesen überhaupt nicht, denn es ist keine geradlinige Geschichte, genauso wie es das Leben nicht ist. Für mich war es wunderbar und voller Liebe und trotz der schweren Themen doch wie ein lichter Tag, an dem endlich die Sonne wieder scheint.
So ein wunderschönes und trauriges Buch, voller Liebe und Farben - ich bin sehr ergriffen.
Die Geschichte von Ellis, Michael und Annie lässt sich auf keinen Fall mit ein paar Worten beschreiben, obwohl sie nur aus Liebe besteht. Und das ohne auch nur den Ansatz von Kitsch. In wunderschöner Sprache wird das Leben und Lieben dieser Menschen erzählt (Kompliment auch an die Übersetzung!), das so traurig und gleichzeitig so schön ist. Ich hatte „Das Fenster zur Welt“ letztes Jahr gelesen und bin bei diesem früheren Buch ebenso begeistert.
Eigene Meinung Warum genau mich dieses Buch so angelacht hat, kann ich nachträglich gar nicht mehr so genau sagen. Weder bin ich ein großer Fan von den Sonnenblumen Van Goghs, noch habe ich den Klappentext gelesen. Aber irgendwie hat es mich doch zu diesem Buch gezogen… Es war auf der zweiten Seite, die mich so hart hat auflachen lassen, dass ich das Buch nicht mehr weglegen wollte. Durch die geringe Seitenzahl bin ich wirklich durchgeflogen. Autorin Sarah Winman erzählt mir aus der Erzähl-Perspektive Ellis Geschichte. Die Melancholie des Mannes ist wirklich greifbar und es stellte sich auch durch die Schicksalsschläge, die er erlitten hatte, sofort Mitgefühl ein. Des Weiteren lese ich aus der Ich-Perspektive von Michael. Ellis damalige bester Freund. Seine Sicht hat mir persönlich auch am besten gefallen. Der humoristische Anteil war hier größer, die Art und Weise wie Michael erzählt und sich selber sieht. Trotzdem lese ich auch seine Geschichte mit schwerem Herzen. Die Kapitel sind sehr lang und eher als Abschnitte zu bezeichnen. Gerade aus der Sicht von Michael bekommt das Buch unheimlich viel Tiefgang, meiner Meinung nach. Er ließ mich nicht nur an seiner Geschichte teilhaben, sondern auch an diesem Dreiergespann, das er mit Ellis und Annie eben führte. Gefühle, die sich vielleicht nicht so entwickelt, haben wie man es sich wünscht, Verabschiedungen, die vielleicht hätten keine sein müssen. Immer wieder hat mich die „Was-wäre-wenn“ Frage beschäftigt. Die Geschichte behandelt, glaube ich, mit die wichtigsten Themen des Lebens. Gepackt in eine freundschaftliche Beziehung zwischen Ellis, Annie und Michael. Die Charaktere, die ich laufe, des Buches kennenlerne, sind alle unterschiedlich gestrickt. Protagonisten Ellis und Michael sind dabei natürlich der zentrale Anker, um die sich die Geschichte dreht. Aber auch die Nebencharaktere, wie beispielsweise Ellis Eltern, Michaels Freunde „G“ und Chris, sind wichtig für die Geschichte, um mich als Leser tiefer in die Thematik zu entführen und auch den Schmerz der Protagonisten ein Stück weit mehr nachvollziehen zu können. Mein abschließendes Fazit Ein Buch über Freundschaft, Liebe und Verarbeitung. „Lichte Tage“ ist nicht lang, aber intensiv genug, um auch auf wenigen Seiten, mich mit tollen Charakteren, malerischen Szenarien und charmanten Augenblicken zu beglücken. Der Schreibstil ist einfach, nicht unbedingt poetisch oder tiefergreifend. Sarah Winman erzählt die Geschichte einer Freundschaft, bei der ich mich immer wieder gefragt hätte: „Was-wäre-wenn?“. Sie ist melancholisch und berührt dabei auf simple Art
,,…wenn alles zusammenkommt, das Licht, die Farben, die Hingabe, dann ist es das Leben. Wir hatten Zeit. Wir hatten so viel mehr als andere.“
Diese Geschichte hat mein Herz berührt. 🫶🏼 Es war poetisch, super emotional und sehr Charakterorientiert. Die zwischenmenschliche Beziehungen hatten eine wunderschöne tiefe, die sich doch jeder im Leben wünscht. Und genau das hatten Ellis, Michael und Annie. Eine so tiefe Verbundenheit zwischen drei völlig unterschiedlichen Menschen, die ich nicht so schnell vergessen werden. Aber auch wenn sie charakterlich unterschiedlich waren, hatten die drei gemeinsame Leidenschaften. Bücher, Kunst,Poesie und Südfrankreich ❤️ Ellis wird 1950 geboren und wächst als die Nachkriegsgeneration auf. Seine Eltern empfinden null Liebe für einander. Sein Vater ist ein cholerischer Mann, der nicht davor scheut seinen Sohn zu verprügeln. Seine Mutter ist eine gütige Frau die sich dem Zeitalter gebeugt hat und einen Mann geheiratet hat nur damit sie "abgesichert“ ist. Aber egal wie dunkel ihr zu Hause auch sein mochte, Dora (Ellis Mutter) hat mit Kunst etwas Farbe in ihr zu Hause gebracht. Das wurde ihr wenigstens gewehrt. Ellis flüchtet oft vor seinen gewalttätigen Vater in einen kleinen Tante Emma Laden unweit von seinem zu Hause in Oxford. Dort lernt er auch Michael kennen, ohne zu ahnen welch ein Band sie Jahrzehntelang verbinden wird. Welche Liebe, Freundschaft und Tiefe sie während der gemeinsamen Zeit empfinden werden. Michael wird von seiner Mutter verlassen und von seinem Vater, mit gerade 12 Jahren raus geschmissen. Das hinterlässt unfassbar tiefe Wunden in seiner Seele, welche nie wirklich verheilen sollen. Michael landet bei seiner Tante Mabel, die in Oxford einen kleinen Tante Emma Laden besitzt. Dort lernt er Ellis kennen und schnell merkt er, das Ellis genau so leidet wie er. Denn schnell wird klar, das ihr gemeinsamer Schmerz das eigenen zu Hause ist. Bei Ellis der Vater und Michael hat es doppelt schlimm erwischt, seine beiden Eltern. Kurz nachdem die beiden beste Freunde werden, wird Dora schwer krank und stirbt. Aber bevor sie sich für immer verabschiedet, zeigt sie den Jungs was wahrhaftige Kunst wirklich bedeutet, welche Auswirkungen Farbe auf das Leben jedes Menschen haben kann wenn man die in sein Herz rein lässt. Sie schickt die beiden nach Südfrankreich, denn sie ist davon überzeugt das alle Farben der Welt dort zu finden sind. Auch die Farben der eigenen Seele. Einige Jahre später lernt Ellis Annie kennen und heiratet sie. Sie vervollständigt den Kreis mit Ellis und Michael. Wobei sie zu Michael einige tiefere Verbundenheit spürt als zu Ellis, nicht auf sexueller Ebene. Sie sagt ,,Mikey, deine und meine Seele haben die selben Farben“. 🫶🏼 So erzählt Ellis und Michael im Buch ihre eigene Geschichte und aus ihrer Sicht. Man begleitet sie über Jahrzehntelanger Freundschaft, durch die Liebe zu Kunst, zu Dora, zu Büchern, zu einander und zu geschriebenen Worten aber auch durch Schicksalsschläge die mich zu weinen gebraucht haben. 💔 Ich hab es so geliebt dieses Buch zu lesen, den Schreibstil der Autorin, das ich mir gleich ein weiteres Buch von ihr gekauft habe. 🙃🥰📚
Hat mich nicht gecatcht
Laut Blurb auf der Rückseite ein „Wunderwerk“, das ich so nicht gespürt habe. Hatte große Probleme in die Geschichte reinzukommen, in der Mitte mochte ich es sehr. Vor allem aus Mikeys Perspektive sehr gefühlvoll. Trotzdem zum Teil verwirrend weil ich manchmal nicht wusste, um wen es geht.
Habe etwas gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt. Letztere hat mir wesentlich besser gefallen. In dem Roman geht es auf eine sehr zarte und leise Art um Liebe, Freundschaft, Einsamkeit und AIDS. Gerade letzteres finde ich wichtig, da es kaum Romane gibt, die sich mit dieser Krankheit auseinandersetzen.
Ein Buch mit tollen Ansätzen, das mich aber nicht komplett überzeugen konnte
Ich hatte mit "Lichte Tage" meine Höhen und meine Tiefen. Ich bin zunächst nicht richtig in die Geschichte reingekommen, allerdings lag dies mit Sicherheit auch an den äußeren Umständen, daher möchte ich dies nicht als Kritik an dem Buch aufführen. Am Schreibstil lag es nicht. Sarah Winman hat durch ihre Sprache wunderschöne Bilder gezeichnet und mich das ein oder andere mal sehr berührt. Als ich dann richtig im Buch drin war habe ich absolut mit Ellis mitfühlen können. Die Erzählungen aus seiner Sicht könnten mich sehr überzeugen. Als Michaels Sicht eingeführt wurde, hat der Roman für mich nachgelassen. Mir hat die Verbundenheit zu Michael gefehlt. Ich hätte gerne mehr über ihn und seine Eigenschaften erfahren. Letztendlich kamen mir die Beziehungen zwischen den Charakteren etwas zu kurz, was absolut schade ist, da es in dem Roman genau darum ging. Alles in allem mochte ich das Buch gerne, würde es aber nicht noch einmal lesen.
Poetische Geschichte
Sarah Winman erzählt die Geschichte von Ellis, Michael und Annie, die vor den fünfzehn Sonnenblumen von van Gogh begann. Erzählt wird sie aus Sicht von Ellis und Michael und zu unterschiedlichen Zeiten: In der Gegenwart leidet Ellis unter dem Verlust seiner Frau und führt ein von Einsamkeit durchzogenes Leben. Dabei verliert er sich in Gedanken an frühere, lichtere Tage in denen seine Liebe noch Michael galt und sie sich in Südfrankreich auf die Suche nach sich selbst machten. Der Einstieg fiel mir durch die etwas gestelzte Sprache schwer. Dann aber entwickelten sich die klug zusammengeführten Handlunsgstränge zu einer feinfühligen und lesenswerten Geschichte. Kein Wort ist hier zu viel und so Manches bleibt unausgesprochen. Durch die genutzten Zeitsprünge werden die unterschiedlichen Gefühlslagen der Protagonisten in den jeweiligen Lebensabschnitten verdeutlicht. Winman nutzt dabei unterschiedliche Stile und erreicht so die Darstellung der emotionalen Diskrepanz ihrer Protagonisten, ohne dass es vieler Worte bedarf. Um wirklich eintauchen zu können, sollte man wirklich Zeit und Ruhe haben, auch wenn es kein sonderlich dickes Buch ist, weil die Atmosphäre sonst vielleicht nicht so greifbar ist. An manchen Stellen fand ich es stilistisch dann aber etwas zu bemüht, was vor allem an den gewählten Metaphern lag. Erstaunlich, wie ich finde, denn „Das Fenster zur Welt“ von derselben Autorin habe ich grade stilistisch voll und ganz geliebt. „Lichte Tage“ ist ein leiser und poetischer Roman über Freundschaft und Verbundenheit, Verlust und Trauer und ein wenig Kunst. Aber auch über die Probleme homo- und bisexueller Menschen in den 80er/90er Jahren. Auch dadurch hat die Geschichte eine gewisse Schwere - die Melancholie schwebt stetig mit. Durch die Darstellung der gesellschaftlichen Zwänge, denen die Protagonisten unterliegen, war es für mich ein bedeutsamer Roman, der nachhallt und nachdenken lässt.
Ich habe, glaube ich, noch kein Buch gelesen, dessen Klappentext so wenig zum Inhalt der Geschichte passt wie hier. Kurz zusammengefasst geht es um zwei Männer, Ellis und Michael, die jeder für sich auf ihr gemeinsames Leben zurückblicken. In der ersten Hälfte des Buches, die in der 3. Person über Ellis erzählt, ist die Stimmung sehr düster. Ellis ist 45 und denkt über seine Vergangenheit nach. Er erinnert sich an seine Jugend und jungen Erwachsenenjahre mit Michael, der zunächst sein bester Freund ist, sich später aber zu seiner ersten Liebe entwickelt. Als Annie in Ellis' Leben tritt, sind Ellis und Michael nur noch enge Freunde, und die drei werden unzertrennlich - bis Michael weggeht. In der zweiten Hälfte erzählt Michael in der Ich-Form von den Jahren, die auf seinen Weggang folgen. Die Stimmung und Erzählweise ändert sich hierbei deutlich. Ich mochte das Buch, obwohl ich mit komplett falschen Erwartungen begonnen habe. Die Charaktere sind so komplex und gut gezeichnet, dass ich mich total hineinversetzen konnte. Keine leichte Unterhaltung, sondern eine vielschichtige, zu Herzen gehende Erzählung.
Sanft, einfühlsam, sprunghaft und liebevoll folgen wir als Leser:innen hier den Erinnerungen Ellis‘ an seine beiden großen Lieben. Wie Erinnerungen sind - nicht linear erzählt- manchmal verwirrend und verworren, aber stets mit einem liebevollen Blick erhalten wir Ein(en)Blick. Der Perspektivwechsel zur Mitte hin tut vor allem den Plot gut, füllt Leerstellen. Schade, dass Annie nicht auch stärker fokussiert wurde. Die weibliche Sicht hätte ich sehr spannend gefunden.
"Ich frage mich, wie es wohl klingt, wenn ein Herz bricht. Ich glaube, es wäre leise, kaum wahrnehmbar, und gänzlich unspektakulär - wie eine erschöpfte Schwalbe, die sanft zu Boden fällt." - Sarah Winman, "Lichte Tage" Wenn euch "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara und "Die Optimisten" von Rebecca Makkai begeistert haben, werdet ihr "Lichte Tage" von Sarah Winman lieben! Es ist kein Original, und doch bedeutet es Dora Judd alles: Ein nachgemaltes Exemplar des Gemäldes Zwölf Sonnenblumen in einer Vase von Van Gogh, gewonnen bei einer Tombola-Verlosung. Jeden Tag schaut sie sich das Gemälde in ihrem grau-braunen Zuhause im verregneten Oxford an und schöpft daraus Kraft. Jahre später lernen sich Ellis, Doras Sohn, und Michael kennen, sie werden beste Freunde und beschließen, einige Wochen Urlaub in Südfrankreich zu verbringen, um in den Zauber des Gemäldes einzutauchen. Die Beziehungsdynamik zwischen den beiden jungen Männern verschiebt sich während dieser Reise - und als Annie in ihr Leben tritt, verändert sich erneut alles. "Lichte Tage" von Sarah Winman, übersetzt von Elina Baumbach, ist eine melancholische, warmherzige und wunderschöne Geschichte über Freundschaft und Liebe, die Kraft der Kunst, aber auch Trauer und Verlust. Die Autorin erzählt sie so geschickt, dass man sich ihr nicht mehr entziehen kann. Ellis, Michael und Annie sind fein komponierte Charaktere, in die ich mich sehr einfühlen konnte und deren Schicksal mich zutiefst berührt hat. Auch wenn es in Sarah Winmans Roman um verpasste Chancen und tragische Ereignisse geht, ist es für mich ein Wohlfühlbuch, das ich irgendwann sicher noch einmal lesen werde. Ich habe es innerhalb nur eines Tages durchgschmökert, die Protagonist*innen und Schauplätze geistern mir aber noch immer im Kopf herum. Ein Buch, das nachhallt und das besonders gerne mochte!

Ein Roman, der auf besondere Weise von Freundschaft und Liebe erzählt.
R E Z E N S I O N „Lichte Tage” von Sarah Winman —— Als Ellis und Michael sich begegnen, wirkt es wie eine Fügung des Schicksals. Ihre gemeinsame Leidenschaft für Kunst und Poesie führt sie aus dem tristen Oxford ins sonnige Südfrankreich, wo sie herausfinden, wer sie wirklich sein können und welche Entscheidungen sie für ihr Leben treffen wollen. Ein Roman, der auf besondere Weise von Freundschaft und Liebe erzählt. Die Geschichte beginnt mit Dora Judd, die ein Gemälde von van Gogh mit "Fünfzehn Sonnenblumen" in ihrem Wohnzimmer aufhängt. Jahre später folgen ihr Sohn Ellis und sein Freund Michael dem Licht Südfrankreichs und lassen die grauen Straßen Oxfords hinter sich. Dort entdecken sie neue Lebensperspektiven, während die Prägungen ihrer Herkunft immer wieder durchscheinen. Als Annie in ihr Leben tritt, verändert sich vieles. Sarah Winman hat einen zärtlichen Roman geschrieben, der die Komplexität der Liebe und die transformative Kraft der Kunst beleuchtet. 4/5 🌻🌻🌻🌻
LICHTE TAGE Sarah Winman „Wer waren wir, Ellis, ich und Annie? So oft habe ich versucht, uns zu erklären, aber jedes Mal bin ich gescheitert. Wir waren alles, und dann zerbrachen wir. Aber ich war es, der uns zerbrach. Das weiß ich. Nach Mabels Tod kam ich nie zurück.“ ( S.218) Alles begann mit einem Bild, das Ellis Mutter Dora bei einer Tombola gewann. 15 Sonnenblumen im strahlendem Chromgelb. Eine Kopie eines bekannten Künstlers. Ihr Ehemann war sauer auf Dora - er hätte lieber die Flasche Whisky als Gewinn gehabt, aber Dora setzte sich durch. Das war jedoch alles vor Ellis Geburt und sollte erst später wichtig werden. Ellis schiebt seit Jahren in der Autofabrik Nachtschichten. Er ist wie ein Roboter: Wacht abends auf, geht zur Nachtschicht und bessert Dellen aus, geht am frühen Morgen nach Hause und schläft. Er ist einsam - seit dem Tag, als seine Liebsten von ihm gingen. Ellis kannte Michael schon seit seiner Kindheit. Sie waren sich begegnet und wussten sofort, dass sie Freunde fürs Leben werden. Beide hatten eine Liebe zur Kunst und Poesie. Michael wohnte bei der liebevollen Marbel, da er keine Eltern mehr hatte, und Ellis zog es immer öfter zu Marbel hin; seit Dora gestorben war, seine Mutter, die seine Kunst und Gabe immer unterstützte, die ihm noch kurz vor ihrem Tod das Versprechen abnahm, nie mit Zeichnen aufzuhören. Doch sein Vater wollte nach ihrem Tode, dass er die Schule verlässt und schaffen geht und setzte dieses mit seinen Fäusten durch. Ellis und Michael reisten als Teenager gemeinsam in die Ferien, zu dem Ort, zu dem sich Dora damals träumte. Sie fuhren nach Frankreich, ans Meer, zu den Sonnenblumen und zwischen ihnen entstand eine Liebe, die hart auf die Probe gestellt wurde, als sie Annie kennenlernten. Das Buch wird auf mehreren Ebenen erzählt. Es geht um Freundschaft, um eine Dreiecksbeziehung, um Vertrauen und um die erste zarte Liebe, die so besonders ist. "Ich frage mich, wie es wohl klingt, wenn ein Herz bricht. Ich glaube, es wäre leise, kaum wahrnehmbar, und gänzlich unspektakulär - wie eine erschöpfte Schwalbe, die sanft zu Boden fällt." (S.194) Auch wenn mir Ellis nicht sonderlich sympathisch war, mochte ich seine Erzählungen. Ich konnte seinen Verlust und seine Trauer so gut nachempfinden. Michael war mir sofort sympathisch. Seine Geschichte war so besonders und fragil wie die erste Liebe. 4/ 5

Eines meiner absoluten Herzensbücher 🌻
Guten Gewissens kann ich sagen dass "Lichte Tage" wirklich eines der besten und berührendsten Bücher ist, das ich bisher gelesen habe. Jeder Charakter im Buch ist mit so viel Liebe ausgearbeitet und beschrieben, die tragischen und zugleich liebevollen Verbindungen der Protagonisten gehen einem wirklich ans Herz. Ich hab beim Lesen abwechselnd gelacht, geweint, mitgefühlt und denke noch oft an das Buch zurück. Das Buch steckt so voller Emotionen, wie man es nur selten findet. Genau das macht meiner Meinung nach ein gutes Buch aus. Absolute und uneingeschränkte Herzensempfehlung 🌻♥️📚

Anders als erwartet…
… aber trotzdem gut. Aufgrund des Klappentextes und des Covers habe ich gedacht, dass Kunst und gerade das Gemälde von Van Gogh viel mehr im Zentrum der Geschichte stehen würden. Daher war ich etwas enttäuscht, als dem nicht so war. Es geht um Ellis, Mikey und Anne, die eine ungewöhnliche Dreier-Beziehung haben, die man auch als Lesende nicht immer versteht. Für meinen Geschmack gab es etwas zu viel Tod und Krankheit bei so wenig Personal, man kam sich etwas voyeuristisch vor. Aber es ist eine leise, gut erzählte Geschichte. Mir hat die Sprache gefallen, klar und stellenweise fast poetisch. Eine schöne , kurze Lektüre.
Poetisch, feinfühlig und ich hatte beim Lesen immer wieder Gedanken an "mono no aware"
Sarah Winmans „Lichte Tage“ ist ein stilles Buch über Liebe, Verlust und die unsichtbaren Fäden, die Menschen über Jahrzehnte verbinden. Die Geschichte von Ellis, Michael und Annie entfaltet sich wie eine Reihe zarter Erinnerungen, aber ohne Eile, ohne Pathos und trotzdem mit einer tiefen, melancholischen Schönheit. Im Zentrum steht Gefühl: das Bewusstsein, dass alles, was hell ist, auch vergeht und wir nicht jede Facette leben können und werden, aber gerade dieses Vergehen und Verpassen, die Intensität des Moments erst erschafft. Diese Haltung, dieses Mitfühlen mit dem Flüchtigen, ist das Herz von mono no aware, dem ich in diesem Buch immer wieder begegnete. Winmans Sprache trägt dieses Bewusstsein in jedem Satz: Licht fällt auf rostiges Metall, eine Berührung bleibt ungesagt, ein Blick enthält Jahre. Ihre Figuren leben in der Spannung zwischen dem, was war, und dem, was nie ganz sein konnte. Sie erinnern, und darin liegt Trost. „Lichte Tage“ ist kein Roman über Schmerz, sondern über zarte Dankbarkeit: für Liebe, die existierte, für Schönheit, die vorbeiging, für Leben, das nie perfekt ist und eben darin alle Schönheit liegt.
"Lichte Tage" von Sarah Winman ist eine Geschichte über Begegnungen, die für immer sind. Von Schicksalsschlägen und Herausforderungen, die man ohne genau diese Begegnungen, nicht zu meistern gewusst hätte ... Immer wieder blicken wir mit Ellis und Michael vor und zurück. Wir pendeln zwischen dem was war, was ist und was hätte sein können. Wir schauen vorsichtig in die ein oder andere Lebensepisode, nehmen unter die Lupe was auf den ersten Blick unwichtig scheint aber dennoch unvergessen bleibt. Man kann die Figuren lachen, weinen und manchmal auch leise seufzen hören. Zwischendrin riecht man den Sommer, hört den Schnee fallen, spürt sofort, wenn etwas in der Luft liegt. Und manches Mal hat man ein bisschen Sorge, dass der Lärm der umzublätternden Seite den Moment zerstört. Hach 🧡
15 Sonnenblumen. Mit ihnen beginnt alles. Dora Judd gewinnt bei einer Tombola eine Kopie des Gemäldes von Van Gogh. Zuhause nimmt sie all ihren Mut zusammen und hängt es in ihr tristes Zuhause, welches vom Ehemann farblos gehalten wird. Genau wie ihre Ehe. Doras Sohn Ellis wird vom Vater gleichgültig behandelt, manchmal sogar misshandelt. Seine Welt ist eng und trist, bis er Micheal begegnet. Die beiden teilen nicht nur ihre Liebe zur Kunst, Poesie und dem Schwimmen, sondern auch ihr Fernweh. Eines Sommers entfliehen sie dem grauen Alltag gen Süden. Aus der Freundschaft entsteht eine tiefe Liebe, die sie den Rest ihres Lebens verbinden soll. „Die erste Liebe hat so etwas an sich, nicht wahr? Sie ist unantastbar für die, die nicht dabei waren. Aber sie ist der Maßstab für alles, was kommt“. Später tritt Annie in ihr Leben, die zu begreifen scheint, welche Emotionen zwischen Ellis und Michael herrschen. Anhand von Rückblenden konstruiert die Autorin eine Erzählung über mehrere Jahrzehnte, die von tiefen Gefühlen und poetischer Schreibweise geprägt ist. Obwohl es ein eher schmales Buch ist, ist die Erzählweise detailliert und rührte mich sehr. Für mich eine wunderbare Geschichte, die ich nur empfehlen kann. 4,5 / 5🌻🌻🌻🌻🌻 [unbezahlte Werbung, da selbstgekauft]

In „Lichte Tage“ begleiten wir die Freunde Ellis und Michael, von dem Zeitpunkt, als sie sich als Kinder kennenlernen bis ins Erwachsenenalter und lesen hierbei, von ihren Träumen, Plänen, Liebesbeziehungen und Konflikten. Das Buch in zwei Teile unterteilt, zuerst liest man aus Ellis Sicht, im zweiten Teil aus Michaels. Sarah Winman hat einen schönen, gut lesbaren Schreibstil mit schönen Formulierungen, der eigentlich prädestiniert dafür ist, Emotionen zu transportieren, zumal die Geschichte genug dafür hergeben würde. Leider muss ich sagen, dass, vor allem im ersten Teil, die Gefühle der Figuren mich nicht erreichen konnten. Das lag zu einem großen Teil daran, dass die Autorin extrem viele Zeitsprünge in Ihrem Text verwendet. Teilweise wurde eine Szene in der Gegenwart begonnen, um die Handlung dieser Szene zu erklären, sprang man in die Vergangenheit in der sich Personen wiederum über einen Vorfall unterhielten, der noch weiter in der Vergangenheit lag. Teilweise musste ich Passagen mehrfach lesen, weil ich am Ende der Szene nicht mehr wusste, wie diese angefangen hatte. Die Zeitsprünge wurden in „Michaels Part“ besser eingearbeitet (oder ich hatte mich mittlerweile an sie gewöhnt) und dadurch kamen die Emotionen hier auch besser bei mir an. Zu 100 % konnte mich die Geschichte jedoch nie erreichen. Trotz allem hatte ich, vor allem mit dem zweiten Part, eine angenehme Lesezeit und das Ende hat mir wirklich gut gefallen, da es einen schönen Bogen zum Anfang spannt.
Was für ein wunderschönes und tieftrauriges Buch
Es fiel mir kurz schwer, in das Buch hineinzufinden, doch spätestens ab Micheals Perspektive hatte es mich voll und ganz. Die tiefe Melancholie und Trauer, welche in der gesamten Handlung und den Charakteren mitschwingt, hat mich stark berührt. Insbesondere die verarbeiteten Themen (die ich hier nicht vorweg greifen möchte) fesselten mich in der zweiten Hälfte so sehr, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte obwohl es mir Seite für Seite das Herz brach. Definitiv ein Highlight für mich dieses Jahr.

Zart, gefühlvoll und traurig
„Ich frage mich, wie es wohl klingt, wenn ein Herz bricht. Ich glaube, es wäre leise, kaum wahrnehmbar, und gänzlich unspektakulär - wie eine erschöpfte Schwalbe, die sanft zu Boden fällt“ Seite 194 Ein wunderbarer leiser, zarter, melancholischer und einfühlsamer Roman.
Ein halbes gutes Buch!
Die Geschichte rund um die innige Freundschaft der beiden Protagonisten wird aus jeweils beiden Perspektiven erzählt. Während mich die eine extrem langweilte, catchte mich die andere, die ich in einem Zug verschlang. Main topics sind heimliche homosexuelle Liebe, die rein aus gesellschaftlichen Doktrinen verstummen musste, und Freundschaft, die man von Liebe nicht zu unterscheiden vermag.
„Jetzt schon kann ich sagen, dass es mir gutgetan hat, in den Süden zu gehen, um den Norden besser sehen zu können.“ - Vincent Van Gogh
Ich hatte Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen, durch den ganzen Wechsel der Jahreszeiten und Personen. Mich hat die Geschichte deshalb nicht richtig gepackt. Trotzdem ist es eine ungewöhnliche Liebes-/ Freundschaftsbeziehung.

Hinter “Lichte Tage” von Sarah Winman verbirgt sich ein ergreifender Roman über eine Freundschaft und die Liebe, welcher mich auf allen Ebenen begeistern konnte. Hinter der sommerlich anmutenden Bekleidung, verbirgt sich ein Buch, das einem das Herz bricht, aber auch Hoffnung schürt. Interessant ist dabei, wie die Protagonisten miteinander verwoben sind und wie sie versuchen ihre Beziehung untereinander zu ergründen. Es ist ein Portrait über eine nicht klassische Dreiecks-Beziehung zwischen Ellis, Michael und Anne. Trotz nüchterner Erzählweise, transportiert uns das Buch mitreißend in die Gedankenwelt der Charaktere. Ihr Schmerz, ihre Traumata, aber auch ihre Heilung. Ich kann es sehr empfehlen.

Herzergreifendes Leseerlebnis. Traurig und schön zugleich.
Nach dem Lesen musste ich weinen, da mich die Geschichte um die Charaktere wirklich tief berührt hat und ja....Winman hat ein Buch geschrieben, wie das Leben selbst Geschichten schreibt: Oft schön, mit viel Liebe und Schmerz und selten fair. Lebenswege die nur vorwärts gehen und sich nicht mehr umkehren lassen und doch bleibt immer auf jedem Weg etwas Hoffnung!
Lichte Tage in der Dunkelheit Wenn man in dieser (zumeist) trüben Jahreszeit mit seinen grauen Tagen, dem Regen (oder wahlweise dem Schnee) ein Buch zur Hand nimmt, dass mit seinem van Gogh´schen Sonnenblumenmotiv die Wärme des Frühlings vorausnimmt, ist alles gut. Oder? Nun, so werden vermutlich viele gedacht haben, als sie den Roman „Lichte Tage“ von Sarah Winman (erschienen bei Klett-Cotta und übersetzt von Alina Baumbach) in die Hände genommen haben. Doch leider, leider, leider – entpuppt sich das Buch als „Mogelpackung“ bzgl. aufkommender Frühlingsgefühle – zumindest konnte mich das Buch nicht erwärmen, sondern hat mich ziemlich kalt gelassen. Das beginnt schon auf der ersten Seite mit einem Namensfehler, der erst zig Seiten später „aufgeklärt“ wird – hier war wohl leider das Lektorat sowohl in der englischen Originalausgabe als auch in der deutschen Übersetzung geblendet (ich vermeide das Wort „blind“ – Fehler passieren uns Menschen nun mal, auch wenn es ein sehr ärgerlicher Fehler ist!). Dann nimmt die schon vom Klappentext bekannte Reise von Michael und Ellis, den beiden (Haupt-)Protagonisten, von Oxford nach Südfrankreich leider nur einen geringen Teil der Handlung ein, was (nicht nur ich) als nächstes „Ärgernis“ empfand. Stattdessen gibt es zum Teil hölzerne und belanglose Dialoge und Szenen, die weder die Handlung noch die Leser:innen voranbringen, wird unnötig Fäkalsprache eingesetzt usw. Dabei hätte die Autorin das gar nicht nötig, denn sie kann durchaus berührende Szenen schreiben. Diese sind aber wie Ostereier gut versteckt und sind bzw. waren mir auf einer Länge von 240 Seiten zu wenig, um mich bei der Stange der Begeisterung zu halten. Ich will das Buch nicht per sé schlecht reden; das steht mir als Leser nicht zu. Schließlich arbeiten Autorinnen und Autoren zum Teil jahrelang an ihren „Babys“, die sie dann auf die nach der nächsten literarischen Sensation heischende Meute der Leseratten loslässt. Trotzdem darf ich kritisch lesen und reagieren; das habe ich hiermit getan. Der Roman wird seine (begeisterte) Leserschaft finden; da bin ich mir sicher. Ich gehöre jedoch nicht dazu. 2,5* (3*) Sterne. ©kingofmusic
Überzeugt durch seine poetische Sprache, die nicht zu kompliziert ist. Doch die Geschichte ist geprägt von vielen Schicksalsschlägen und ziemlich viel Traurigkeit. Eine melancholischer Grund Tenor bleibt bis zum Schluss bestehen. Dazu springt die Handlung häufig zwischen den Zeiten hin und her. Da muss man als Leserin sehr flexibel bleiben. Am Ende bleibt zu sagen: Die Tage sind wertvoll, vergeude sie nicht.
Der Klappentext unfassbar spannend. Das Buch / die Handlung leider gar nicht passend zum Klappentext
Was ich erwartet hätte: coming of age, Freundschaft, liebe, lernen. Was ich bekommen habe: eine story, mehrere zeitliche Rahmen, mehrere Perspektiven und alles ziemlich wirr. Für mich hatte das Buch keinen roten Faden, sowie ein Ende, dass sich nicht als so eines angefühlt hat. Leider entsprach die Geschichte also gar nicht dem Klappentext daher hier mein try: Ellis und Michael, Freunde fürs Leben. Ein Leben das jeden zeichnet, mit Furcht, Freude, Trauer, Neugier und Liebe. Träume, die man lebte und Träume die man verlor. — Tauche ein in die Welt von Ellis, seinen Träumen, Gedanken und seiner Vergangenheit und begleite Michael auf seiner Reise zwischen Krankheit, Reisen und Einsamkeit. 0.5 Sterne fürs schöne Cover 🥲

Ich liebe es! Warm und bittersüß, eine wundervolle Geschichte!
„Die erste Liebe hat so etwas an sich, nicht wahr?“ sagte sie. „Sie ist unantastbar für die, die nicht dabei waren. Aber sie ist der Maßstab für alles, was kommt.“ (S. 179) Ellis und Michael sind seit Kindheitstagen beste Freunde und irgendwie auch mehr als das. Gemeinsam verlassen sie Oxford für ein paar Tage und genießen die Freiheit in der Wärme Südfrankreichs. Entfernt von dem Einfluss ihrer Familien und nur für sich. Eines Tages fällt eine Entscheidung, die alles zwischen den beiden verändern soll, und irgendwie auch nichts. Jahre Vergehen und Ellis blickt in eine Kiste voller Antworten. Was passierte, dass die Dinge sich so verändert haben? Sarah Winman hat einen kraftvollen Roman über Sehnsucht, Liebe und Freundschaft geschrieben, der beim Lesen eine unvergleichliche Wärme erzeugt. Wunderbar stimmig und mit dem bittersüßen Geschmack verpasster Chancen. Wie kann man so simpel und doch so emotional schreiben? Ich war ganz gefangen von dieser Geschichte und bin es noch. Ellis und Michael sind für mich zwei ganz besondere Charaktere und die größtenteils Rückblickende Erzählung hat mich tief bewegt und ab und zu kleine schmerzende Stiche in meinem Herz hinterlassen. Der Roman ist so viel mehr, als nur eine Geschichte über Liebe. Es geht um elterliche Beziehungen, Lebensentscheidungen, Vergebung und auch um Kunst. Dabei nimmt letzteres nie Überhand, sondern untermalt poesievoll die Geschichte der Beiden. Oh, wie sehr hat mich dieses Buch verzaubert! Ich liebe es! Von der ersten Seite an liebe ich es. Ich habe hier ein Herzensbuch gefunden. Und jetzt müsst ihr es lesen und euch auch verzaubern lassen von dieser Wärme, dieser bittersüßen Sehnsucht.
Melancholisch und bittersüß
Dieses Buch war eine kleine Überraschung für mich. Spontan entdeckt, spontan mitgenommen, spontan in einer Zugfahrt gelesen - vollkommen versunken in Sarahs wunderschöner ehrlich-verträumt-nüchternen Sprache, den Bögen und Metaphern und Full-Circle-Moments, die sich durch das ganze Buch ziehen und den tiefgründigen Charakteren. Ellis und Michaels Geschichte war ganz anders, als erwartet. Schwermütiger, melancholischer. Doch lange habe ich keine so erwachsene, so reflektierte Geschichte über die "eine" Liebe gelesen, keine die so perfekt unperfekt ist. Das Buch ist in mehreren Zeitschienen erzählt, die anfangs schwer zu greifen sind, aber sich dann doch schnell erschließen. Trotz der nur 240 Seiten spannt die Autorin viele Themen auf - die auch großteils interessant abgehandelt sind. Könnte ich eine Sache ändern, würde ich gern mehr über Annie erfahren - trotz dieser Kritik habe ich das Buch jedoch absolut geliebt, und werde noch lange drüber nachdenken. Ich mein, ich hasse es ja eigentlich, in Bücher zu malen - aber hier habe ich mich geärgert, keinen Textmarker und Einmerker parat zu haben. Es ist ein leiser Roman, voller Gefühl, Ehrlichkeit und versteckter Juwelen zwischen den Zeilen. Große Empfehlung!
„Die erste Liebe hat so etwas an sich, nicht wahr? Sie ist unantastbar für die, die nicht dabei waren. Aber sie ist der Maßstab für alles, was kommt.“
Eine wirklich außergewöhnliche Geschichte. Drei Menschen, die alle durch Schicksal zusammen finden. Es geht um Liebe, um Freundschaft, aber auch um Verlust. Und um die Kraft die man braucht, wieder zu sich selbst zu finden. Ein gleichermaßen herzzerreißendes und herzerwärmendes Buch.
Braucht etwas Zeit, wird dann zauberhaft
Nach den ersten 50 Seiten hätte ich das Buch fast weggelegt, aber irgendwas hielt mich ab. Zum Glück! Denn dieser kleine Roman entfaltet seinen Zauber erst mit der Zeit. Die erste Hälfte war merkwürdig. Ich fand mich nicht gut ein in den Charakter Elis und in die trostlose Umgebung des Industrie Oxfords. Aber mit der zweiten Hälfte klart dann alles auf. Durch die Augen von Michael versteht man Elis besser und lernt alle Protagonisten besser kennen. Und auch wenn man womöglich nicht mit ihnen sympathisiert, lehrt die Geschichte Empathie. Was mich beeindruckt hat: der Gleichmut, den die Charaktere entwickeln. Es gibt kein Selbstmitleid, kein „hätte ich doch nur“ oder verzweifeln an der gesellschaftlichen Situation, die es den dreien gewissermaßen verwehrt, gemeinsam zu dritt glücklich zu werden. Vieles bleibt auch unerzählt, aber genau das macht das Buch so schön. Es ist Raum für Vorstellung. Schöner kurzer Roman!
In Lichte Tage geht’s um Ellis und Michael, die schon als Teenager unzertrennlich sind – zwischen ihnen entwickelt sich mehr als nur Freundschaft. Später kommt Annie ins Spiel, und es entsteht so eine Art Dreiecksbeziehung. Es geht viel um Liebe, Verlust und die Frage, was hätte sein können, wenn das Leben anders gelaufen wäre. Ich muss sagen, mich hat das Buch leider nicht ganz gepackt. Die Sprache ist schön, aber die Geschichte zieht sich und durch die Zeitsprünge/Perspektivenwechsel ist es stellenweise etwas verwirrend. Schade, hatte mir etwas mehr erhofft.























































