No longer human – Der entfremdete Mensch

No longer human – Der entfremdete Mensch

Hardback
4.271

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Description

Der autobiografisch gefärbte Roman "Gezeichnet" von Osamu Dazai gehört in Japan zu den am häufigsten interpretierten Texten. Das Werk wird sowohl in seiner Erzählstruktur, in der Autor und fiktiver Protagonist gleichgestellt sind, als auch im Wirklichkeitsanspruch mit paralleler Abstraktion oft mit Goethes "Die Leiden des jungen Werther" verglichen. Geprägt von Angstzuständen, Süchten und Suizidversuchen taumelt das Alter Ego Dazais durch die ihm eigene Hölle. Junji Ito adaptiert den Leidensweg des Protagonisten mit subtilem Horror und bebildert die lebenslange Besessenheit eines von sich selbst und der Gesellschaft entfremdeten Menschen in wahnwitzigen Albträumen.

Weitere Information:

- Einzelband

Book Information

Main Genre
Manga
Sub Genre
Seinen
Format
Hardback
Pages
624
Price
32.90 €

Author Description

Junji Ito, geboren 1963 in der Präfektur Gifu im Zentrum der japanischen Hauptinsel Honshu, startet seine Karriere im Horrorgenre 1987 mit Tomie. Die Serie lief bis zum Jahr 2000 im Monthly Halloween-Magazin, wurde für Film und TV adaptiert und mit dem Kazuo-Umeza-Preis ausgezeichnet. 1998/1999 veröffentlicht er im Big Comic Spirits-Magazin des Verlags Shogakukan den Manga Uzumaki, der mit knapp 600 Seiten zu seinem bekanntesten Werk avancierte. Zahlreiche weitere Kurzgeschichten und Serien (u.a. Gyo, Yami no Koe) belegen die hohe Kunst Junji Itos, einen subtil eindringlichen Horror schleichend real werden zu lassen.Sein Werk ist international übersetzt und verfilmt. Als Vorbilder nennt er neben dem Künstler Kazuo Umeza auch die Autoren und Zeichner Hideshi Hino, Yasutaka Tsutsui und H. P. Lovecraft.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
67%
N/A
85%
32%
62%
N/A
44%
87%
N/A
N/A

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
5%
36%
43%
89%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate0%
Variable100%

Writing Style

Simple0%
Complex50%
Moderate50%
Bildhaft (50%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

20
All
5

Der entfremdete Mensch

Wieder ein Meisterwerk von Junji Ito 🤩 Da ist mittendrin dennoch ein kleines bisschen verwirrt war, habe ich vor, mir den Roman von Osamu Dazai, auf dem dieser Manga basiert, zuzulegen. 😋

Der entfremdete Mensch
5

Wow 🤩

Da es sich um die Interpretation von Osamu Dazai’s Roman “No longer Human” handelt darf man keinen Typischen Junjie Ito erwarten. Aber ganz ehrlich besser hätte man das Meisterwerk von Dazai nicht umsetzen können. Es war spannend und durch die Zeichnung konnte man noch mehr tiefe in einzelnen Szenen förmlich spüren. Absolut Empfehlung für die für diesen Manga und Japanischen Kult Klassiker

4

No Longer Human von Junji Ito ist ein ungewöhnlicher Horror-Manga, der stärker nachdenken lässt als erschreckt, aber gerade deshalb lange im Kopf bleibt.

📌 Inhalt & Handlung: No Longer Human ist Junji Itos Manga-Adaption des Romans Ningen Shikkaku von Osamu Dazai, erzählt in Tagebuchform aus dem Leben von Oba Yozo. Der Protagonist fühlt sich von Kindheit an von anderen Menschen entfremdet, spielt aus Angst vor Ablehnung den Clown und verliert im Lauf seines Lebens zunehmend den Bezug zu sich selbst und seiner Umwelt. Der Band zeichnet seinen Weg durch Ablehnung, Sucht, psychische Krise und Desintegration nach – eine düstere, intensive Lebensgeschichte. 👥 Figuren & Charakterentwicklung: Yozo ist keine klassische „Heldengestalt“, sondern ein zutiefst verletzter, komplexer Charakter, der sowohl ablehnt als auch an sich selbst verzweifelt. Sein gequälter Blick auf sich und andere Menschen zieht sich als roter Faden durch den gesamten Band. Die Wandlung seiner Persönlichkeit wirkt organisch und tragisch zugleich – unterstützt von Itos eindringlicher Bildsprache, die innere Qual und Entfremdung auf eindrucksvolle Weise visualisiert. 💭 Themen & Aussage: Der Manga beschäftigt sich mit Entfremdung, Identitätsverlust, psychischer Verzweiflung und der Schwierigkeit, echte Menschlichkeit in einer kalten Welt zu finden. Gewalt, Selbstzerstörung und soziale Isolation werden nicht nur als äußere Ereignisse, sondern als inneres Zerbrechen eines Menschen dargestellt – eine erschütternde, aber eindringliche Auseinandersetzung mit dem Verlust des eigenen Selbst. 🎨 Zeichenstil & Inszenierung: Junji Itos Stil verleiht der Geschichte eine visuelle Wucht, die sowohl realistisch als auch alptraumhaft sein kann. Ruhige, fast banale Szenen werden durch subtile visuelle Akzente verstört, während innere Konflikte und psychische Abgründe durch groteske Bilder eindrucksvoll dargestellt werden. Die Mischung aus realistischer Erzählung und surrealer Bildsprache hebt das Werk deutlich aus der Masse hervor. ⚖️ Stärken & Schwächen: Stärken: Tiefe psychologische Charakterstudie, intensive Themen, starke visuelle Umsetzung. Schwächen: Sehr schwere, beklemmende Stimmung – definitiv kein „leichter“ Lesestoff und nicht für jeden geeignet. 🧩 Einordnung & Fazit: No Longer Human ist weniger ein klassischer Horror-Manga als eine existenzielle Studie eines zerrissenen Menschen. Die Kombination aus Dazais tragischem Original und Itos einzigartigem Stil macht das Werk zu einem eindrucksvollen, aber auch belastenden Erlebnis, das lange nachwirkt. Ein anspruchsvoller Band, der Leser:innen, die psychologisch starke Geschichten schätzen, viel geben kann. ⭐ Bewertung 4 von 5 Sternen

5

Wow einfach nur Wow Ich fands unfassbar krass um was es da ging. Mega spannend (wiedermal von Junji Ito) Ich habe sogar als ich letztens im Urlaub war so einen Teller bemalt und den wollt ich einfach mach zeigen ☆ Ich würde es mega dolle empfehlen aber vermutlich ab 18+ weil ja…. Aber sonst mega geil und das beste war ja dass es so viele Seiten waren!! Ich liebeeee mangas mit richtig vielen Seiten 𝜗𝜚 5/5 ☆

Wow einfach nur Wow 
Ich fands unfassbar krass um was es da ging. Mega spannend (wiedermal von Junji Ito) Ich habe sogar als ich letztens im Urlaub war so einen Teller bemalt und den wollt ich einfach mach zeigen ☆ 
Ich würde es mega dolle empfehlen aber vermutlich ab 18+ weil ja….
Aber sonst mega geil und das beste war ja dass es so viele Seiten waren!! Ich liebeeee mangas mit richtig vielen Seiten 𝜗𝜚 
5/5 ☆
5

Was für ein Meisterwerk!

Es ist eine Romanvorlage und somit nicht Junji Itos eigene Geschichte aber sein Stil passt absolut zu dieser Geschichte. Es ist auch eher ein Psycho-Horror in diesem Manga. Was ich sehr spannend fand war aber die Tatsache dass der Roman auf eine wahre Geschichte des Autors selbst basiert. 👀 Diese Tatsache macht diese Geschichte noch unfassbarer. Sehr empfehlenswert ☺️

Was für ein Meisterwerk!
5

Ein Schwebezustand zwischen Mitleid und Verabscheuung gegenüber Oba. Die Zeichnungen untermalen das meiner Meinung nach perfekt. Man möchte weiterlesen und dennoch das Buch aus der Hand legen, um den Verfall der Charaktere hinauszuzögern. Für H.P. Lovecraft Fans schon aufgrund der Illustrationen ein Muss! Ich danke dem Kollegen für die Empfehlung.

Ein Schwebezustand zwischen Mitleid und Verabscheuung gegenüber Oba. Die Zeichnungen untermalen das meiner Meinung nach perfekt.  Man möchte weiterlesen und dennoch das Buch aus der Hand legen, um den Verfall der Charaktere hinauszuzögern. Für H.P. Lovecraft Fans schon aufgrund der Illustrationen ein Muss! Ich danke dem Kollegen für die Empfehlung.
4.5

Empfehlung ab 18 ist gerechtfertigt. Viele Themen die manch einen triggern könnten. Ich fand den Band sehr stark und kann den nur weiter empfehlen.

5

Nichts für schwache Nerven ❤️!

Eine heftige Story und ab 18 ist hier absolut gerecht fertigt , die Zeichnungen sind wieder ein Meisterwerk .❤️☺️

Nichts für schwache Nerven ❤️!
4

tiefgründig, literarisch und psychologisch fordernd, verstörende und eindringliche Illustrationen

Mit "No Longer Human – Der entfremdete Mensch" präsentiert Junji Ito eine Manga-Adaption, die deutlich über das hinausgeht, was man von klassischem Horror erwarten würde. Die Geschichte hat mich tatsächlich stärker beschäftigt, als ich zunächst erwartet hatte! Kommen wir aber zunächst einmal zum Inhalt: Yozo Oba fühlt sich sein Leben lang wie ein Fremder unter Menschen. Um dazuzugehören, versteckt er sich hinter einer Maske aus Humor und Anpassung. Doch hinter dieser Fassade wächst ein innerer Abgrund aus Angst, Einsamkeit und Selbstzweifeln – der ihn immer tiefer in eine Spirale aus Selbstzerstörung zieht. Die Geschichte basiert auf dem im japanischen Raum sehr bekannten Roman "Gezeichnet" von Osamu Dazai. Beschäftigt man sich ein wenig mit seinem Leben, erscheinen viele Aspekte der Handlung noch einmal in einem ganz anderen Licht. Dazai selbst führte nämlich ein sehr bewegtes und von Krisen geprägtes Leben, mit mehreren Selbstmordversuchen und starken Suchtproblemen, bevor er 1948 kurz vor seinem 39. Geburtstag starb. Viele betrachten den Roman sogar als eine Art literarischen Abschiedsbrief – beim Lesen kann man daher die Schwere dieser inneren Verzweiflung fast schon körperlich spüren... Im Mittelpunkt der gesamten Story steht Yozo Oba. Er wirkt von Anfang an wie ein Schatten seiner selbst, ein Mensch, dessen Seele sich zwischen Sehnsucht nach Nähe und Furcht vor ihr aufreibt, verloren zwischen Innen und Außen. Er scheint nie wirklich ein Teil der Gesellschaft zu sein, sondern eher jemand, der versucht, eine Rolle zu spielen, um irgendwie dazuzugehören. Nach außen hin gibt er den Clown, jemanden, der andere unterhält und für gute Stimmung sorgt. Aber innerlich scheint er von Angst durchzogen zu sein: Angst, erkannt zu werden, Angst vor Ablehnung, Angst vor Nähe. Eine Angst, die jede seiner Handlungen, jede Begegnung und jeden Gedanken begleitet. Beim Lesen stellte ich mir immer wieder die Frage: Was passiert in einem Leben, dass ein Mensch so früh das Gefühl entwickelt, nirgends dazuzugehören? Wie wird aus einem unbefleckten Kind ein Yozo? Ist es Angst, Scham, ein Mangel an echter Nähe oder einfach ein Leben, in dem man nie gelernt hat, sich selbst zu verstehen? Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto stärker wird deutlich, dass Yozo mit diesem inneren Konflikt nie wirklich umgehen gelernt hat. Immer wieder zeigt sich seine Zerrissenheit, denn er möchte einerseits dazugehören, vielleicht sogar bewundert werden, doch andererseits schreckt ihn die Vorstellung ab, dass jemand hinter seine Maske blicken könnte. Yozo entwickelt verschiedene Strategien, um mit dieser inneren Unsicherheit umzugehen, doch viele davon führen ihn nur noch tiefer in die Selbstzerstörung. Alkohol, Frauen, exzessives Verhalten – nichts davon wirkt wie eine echte Suche nach Glück, sondern eher wie ein Versuch, die eigene Leere zu betäuben. Trotz all der Tragik in seinem Leben konnte ich Yozo dennoch nie wirklich mögen oder mich ihm auch nur ansatzweise verbunden fühlen. Seine Entscheidungen, seine Haltung gegenüber anderen Menschen und seine oft gleichgültige Art haben mich mehr als einmal fassungslos zurückgelassen. Dennoch hielt mich die Geschichte gefangen, gerade weil man verstehen will, wie jemand so handeln kann und warum man immer wieder dieselben selbstzerstörerischen Wege einschlägt. Es geht aber letztlich ja auch nicht darum, Yozo zu mögen, sondern vielmehr darum, ihn auf seinem Weg in den psychischen Abgrund zu begleiten. Mit verstörenden, eindringlichen Illustrationen macht Ito Yozos Psyche sichtbar. Jede Angst und jeder innere Abgrund wird zu einer beinahe greifbaren Erfahrung, die den Wahnsinn, der ihn umgibt, spürbar macht. Statt billiger Schreckmomente erzeugt der Horror eine bedrückende Nähe zu Yozos innerem Chaos. Man fühlt förmlich, wie seine geistige Welt Stück für Stück auseinanderfällt. Mal überzeichnet, beinahe surreal, mal fein detailliert und präzise – gerade dieser besondere Zeichen-Kontrast spiegelt die innere Verwüstung Yozos auf bemerkenswerte Weise wider. Durch die vielen Schwankungen wird zudem nicht nur die Handlung lebendig, sondern die Kunst selbst wird so zum Spiegel seiner Psyche. Schönheit kann plötzlich ins Verstörende kippen, genau so, wie auch Yozos Wahrnehmung der Welt immer wieder ins Wanken gerät. Ein Punkt, der mir persönlich dennoch etwas zu viel war, waren die vielen körperlichen Beziehungen des Protagonisten. Nichtsdestotrotz sind sie eng mit seiner psychologischen Zerrissenheit verknüpft und verdeutlichen nur, wie er nach Nähe sucht und diese gleichzeitig auch wieder zerstört. Was mich allerdings am meisten beschäftigt hat, war eigentlich weniger die Handlung, als vielmehr das Innenleben von Yozo. Der Manga zeigt einem eindrücklich auf, wie ein Mensch Stück für Stück den Boden unter den Füßen verliert, nicht abrupt, sondern in kleinen, immer weiter wachsenden Schritten. Wann hätte er wohl noch die Kurve kriegen können? Oder war der Abstieg von Anfang an vorgezeichnet? "No Longer Human – Der entfremdete Mensch" ist somit definitiv keine leichte Lektüre. "Unterhaltung" im herkömmlichen Sinne sucht man hier vergeblich, dafür ist die Story viel zu intensiv, zu psychologisch fordernd und zu düster. Aber genau deshalb bleibt sie im Kopf. Sie zeigt, dass auch Mangas sehr tiefgründige, literarische und psychologisch komplexe Themen behandeln können. Für mich war es eine dramatische und teilweise auch verstörende Leseerfahrung – aber auch eine, die mich neugierig gemacht hat. So sehr, dass ich mir im Anschluss nun auch den ursprünglichen Roman von Osamu Dazai besorgt habe. Denn die Fragen, die diese Geschichte aufwirft, lassen einen nicht so schnell wieder los. Junji Ito hat hier mehr als deutlich aufgezeigt, wie zerbrechlich das Ich ist und dass der Abgrund manchmal näher ist, als wir glauben...

4

Wer diesen Manga liest, darf keinen typischen Junji Ito erwarten. Hierbei handelt es sich um seine Interpretation des Romans "No longer human" von Osamu Dazai. Uns erwartet dort eine grauenvolle Wandlung eines Mannes, der sich von kleinauf anders gefühlt hat. Von da an verfolgt man seine Abwärtsspirale durch Lügen, Frauengeschichten, Intrigen und Drogen - eben das, was passiert, wenn sich ein Mensch entfremdet. Was einem wirklich Gänsehaut verschafft ist, dass es sich hierbei um eine fast autobiographische Geschichte handelt. Der sonstige Grusel, den man von Ito kennt, kommt jedoch nur stellenweise vor. Trotzdem ein gelungenes Werk!

5

⊹₊˚‧︵‿₊୨ᰔ୧₊‿︵‧˚₊⊹ 𐙚 No longer Human - Der entfremdete Mensch 𐙚 Junji ito - Nach einem Roman von Osamu Dazai .ᐟ.ᐟ TW .ᐟ.ᐟ Suizidgedanken, Selbsthass, Depression, psychische Erkrankungen, Sucht (Alkohol, Drogen), sexualisierte Inhalte, sexuelle Gewalt, zwischenmenschliche Gewalt, soziale Isolation, psychischer Horror, Emetophobie Kurze Inhaltsangabe ₊⊹ ⋆.𐙚 ̊ „No Longer Human“ ist ein illustrierter Manga von Junji Ito, basierend auf dem Buch von Osamu Dazai. Er erzählt die tragische Lebensgeschichte von Ōba Yōzō - einem zutiefst entfremdeten Menschen. Schon als Kind fühlt er sich der Welt fremd und glaubt nicht wie andere zu empfinden. Er versteht seine Mitmenschen nicht und empfindet große Furcht vor ihnen. Aus Angst versteckt er sich hinter Narrheit und Anpassung, um ein soziales Schutzschild aufzubauen. Doch hinter dieser Fassade lauert ein tiefer Abgrund. Yōzō flüchtet in Alkohol, Morphium und Affären - alles Versuche, seinen Selbsthass zu betäuben. Immer wieder scheitert er an Beziehungen, entfernt sich von sich selbst und anderen, bis er sich schließlich als „nicht mehr menschlich" erlebt. Die Geschichte begleitet Yōzō von seiner Kindheit bis ins Erwachsenenalter und dokumentiert seine allmählich Desintegrierte psyche. ⊹₊˚ Zeichenstil ₊⊹ ⋆.𐙚 ̊ Auch in „No Longer Human“ ist Junji itos Zeichenstil unverwechselbar und ausdrucksstark!! Ich bin ein großer Fan von seiner Kunst und der Art, wie er sie zum Leben erweckt. Mit detaillierter & realistischer Darstellung von Gesichtern, Körpern und Umgebungen erzeugt er eine unheimliche Authentizität. Gleichzeitig setzt er groteske und surreale Elemente ein, die Yōzōs innere Qualen und Entfremdung eindrucksvoll widerspiegeln. Ich liebe es, wie er extreme Emotionen und verzerrte Ausdrucksformen meisterhaft einfängt - von stiller Verzweiflung bis hin zu panischer Angst, die zugleich faszinierend und verstörend wirken. Lesedauer ₊⊹ ⋆.𐙚 ̊ Der Manga hat mich sehr gefesselt, allerdings habe ich einen Tag Pause gemacht, weil die Story schon sehr heavy war. - ca 2 Tage Persönliche Eindrücke ₊⊹ ⋆.𐙚 ̊ Der Manga zum Buch „No Longer Human“ war sehr heavy zu lesen und hat nochmal anders gehittet, als seine anderen Werke. Ich denke das lag vorallem daran, dass das Buch von Osamu Dazai (eigentlich: Shūji Tsushima) unter anderem ein semi-autobiografisches Werk ist - also ein Werk, das reale Erlebnisse aus dem Leben des Autors mit fiktiven Elementen vermischt. Es handelt sich um eine fiktionalisierte Darstellung, in der Wahres und Erfundenes miteinander verschmelzen. Im Manga wird offen über sexuellen Missbrauch, Identitätsprobleme, Selbsthass, Sucht und viele weitere schwierige Themen gesprochen. Ich halte das für sehr wichtig, da solche Themen oft tabuisiert werden. Die Geschichte zeigt den realen Struggle eines Menschen in einem extremen Ausmaß - etwas, das von außen vielleicht besonders drastisch wirkt, weil wir es nicht so erleben wie er. Jeder Mensch nimmt Gefühle und Situationen anders wahr. Gerade deshalb finde ich es sehr interessant zu sehen, wie der Protagonist und die Menschen in seinem Umfeld mit diesen Situationen umgehen. Es ist sehr menschlich und doch fremd und verstörend dargestellt. Die Geschichte wird außerdem stark subjektiv erzählt. Vieles wird durch Yōzōs verzerrte Selbstwahrnehmung gefiltert, wodurch oft unklar bleibt, wie die Realität tatsächlich aussieht. Meiner Meinung nach spiegelt das seinen psychischen Zustand sehr gut wieder. Der Manga zeigt nicht nur den Zerfall einer einzelnen Person, sondern auch wie Einsamkeit, gesellschaftlicher Druck und unverarbeitete Traumata einen Menschen immer weiter isolieren können. !!Yōzō begeht im Verlauf der Geschichte viele Fehler, und ich möchte seine Taten auf keinen Fall relativieren. Würde ich es empfehlen (╹ -╹)?₊⊹ ⋆.𐙚 ̊ Auf jeden Fall!! Ich finde, es ist ein extrem starkes Werk, das viele wichtige und schwierige Themen anspricht. Die 18+ Einstufung ist meiner Meinung nach absolut gerechtfertigt. Ich würde jedem, der Interesse an dem Manga hat, ans Herz legen, vorher die Triggerwarnungen zu beachten. Die Geschichte ist wirklich heavy und emotional. Take care. ⋅°₊ • ୨୧ ‧₊° ⋅ ⊹₊˚‧︵‿₊୨ᰔ୧₊‿︵‧˚₊⊹ 𖦹 ₊˚⊹⋆ Collage erstellt von mir; MeloettaMelody

Post image
5

Junji Ito adaptiert Osamu Dazais Klassiker als verstörenden Manga, der tief unter die Haut geht. Die tragische Geschichte von Yozo Oba – einem Mann, der sich zunehmend von der Gesellschaft und sich selbst entfremdet – wird durch Itos düstere, intensive Zeichnungen noch eindringlicher. Kein klassischer Horror, sondern eine psychologisch dichte Studie über Isolation, Schuld und Selbstzerstörung. Fazit: Erschütternd, intensiv, visuell meisterhaft. Ein Muss für Fans tiefgründiger Manga.

3

Also, es hat sich interessanter angehört, als es letztlich war (zumindest meiner Meinung nach!). Die Zeichnungen waren okay, aber jetzt auch nichts Besonderes hatte besseres erhofft bei den ganzen lobungen das er gut sei (ist das erstes wer das uch von junji ito lese). Da ich das Originalwerk (den Roman) nicht gelesen habe, kann ich leider nicht wirklich beurteilen, wie akkurat die Umsetzung ist – aber so richtig gepackt hat mich der Manga leider nicht.

3

Ein schonungslos ehrlicher Blick in eine verlorene Seele – "No Longer Human" ist nichts für schwache Nerven.

[ Werbung | Rezensionsexemplar ] >> Yōzō fühlt sich seit Kindheit ausgeschlossen und sucht nach Zugehörigkeit. Als sarkastischer Denker enthüllt er mit Ironie und Verletzlichkeit seine Sehnsüchte – und erkennt in seiner Verzweiflung die menschliche Suche nach Sinn. << „No Longer Human“ ist ein berührendes Werk von Osamu Dazai, das von Junji Ito als Manga adaptiert wurde. Das Original habe ich nie gelesen, kannte es aber dem Namen nach und wusste grob, worum es geht. Durch "Bungo Stray Dogs" hatte ich mich auch schon einmal mit Dazai selbst beschäftigt und war daher neugierig auf die Umsetzung. Da ich Itos Zeichenstil mag und seine Adaption von "Frankenstein" sehr nah am Original war, ging ich davon aus, dass auch diese Manga-Version dem Roman recht treu bleibt. Im Gegensatz zu "Frankenstein" kann ich die Adaption hier jedoch nicht mit dem Roman vergleichen. Soweit ich weiß, wird gemunkelt, dass Yōzōs Geschichte auf Dazais eigenen Erlebnissen basiert – was besonders erschütternd ist, da das Werk auch Themen wie Kindesmissbrauch aufgreift. Diese Erfahrungen und das schwierige Familienverhältnis prägen den jungen Yōzō tief. Wir verfolgen sein Leben, das von Tragik und innerer Zerrissenheit geprägt ist. Für mich war die Geschichte stellenweise anstrengend zu lesen. Ich verstehe, warum Yōzō so geworden ist, wie er ist, aber sobald er erwachsen wird, fand ich ihn sehr schwierig und teils unerträglich. Sicher war das Verständnis für psychische Erkrankungen in Japan damals ein anderes, doch es bleibt bedrückend, wie er andere Menschen – besonders Frauen – in seinen Abgrund hineinzieht. Auch wenn mir Yōzō in vieler Hinsicht leidtat und ich manches nachvollziehen konnte, konnte mich das Werk letztlich nicht wirklich überzeugen. Es war interessant, endlich zu erfahren, worum es in "No Longer Human" geht, aber wirklich gefallen hat es mir nicht – vor allem, weil der Protagonist im Verlauf immer anstrengender wurde. Und das zu sagen, fällt schwer, wenn die Figur vielleicht auf den Autor selbst zurückgeht. Inhaltlich stark, aber schwer zu ertragen – und definitiv nichts für Menschen, die durch Themen wie Missbrauch oder psychische Erkrankungen getriggert werden könnten.

Ein schonungslos ehrlicher Blick in eine verlorene Seele – "No Longer Human" ist nichts für schwache Nerven.
4

Manga ist mal wieder Mega und krasse Story nichts für leichte Nerven oder so

4.5

„Ich war menschlich ungeeignet, und hatte vollends aufgehört … ein Mensch zu sein.“ Mit »No Longer Human« bringt Carlsen Manga eine besondere Version von Junji Itos Interpretation des gleichnamigen Romans von Osamu Dazai nach Deutschland - und die hat es wirklich in sich! Zwar kein typisches Ito-Werk, doch gerade sein unverwechselbarer Stil passt perfekt zur düsteren Geschichte und transportiert die gewohnte Ito-Stimmung. Der Manga führt tief in die dunkelsten Abgründe der menschlichen Psyche: Ängste, (Sehn)Süchte und Selbstzerstörung entfalten sich ohne Grenzen und ziehen den Protagonisten unaufhaltsam in einen Strudel aus Wahnsinn und Entfremdung. Man begleitet ihn auf einer bedrückenden Reise, die weniger Grusel als Nachdenklichkeit bietet. Der optische Horror tritt zugunsten der Story und der psychischen Zerbrechlichkeit des Charakters in den Hintergrund. Mit seinem Gespür für unheilvolle Stimmungen sowie seinen eindringlichen Illustrationen verwandelt Ito die Originalvorlage dennoch in einen visuell greifbaren Albtraum. Besonders eindrucksvoll ist, wie die Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung so schonungslos und mit düsterer Ästhetik dargestellt wird. Man weiß, worauf man sich einlässt, wenn man einen Ito greift und wird dennoch überrascht und schockiert. »No Longer Human« wird mich noch eine ganze Weile begleiten - ein Werk, das tief unter die Haut geht und lange nachwirkt. [Rezensionsexemplar]

4

Krasse Umsetzung

Ich kenne zwar das Original nicht; aber diese Umsetzung hat wirklich Tiefe! Die Fratzen und das Storytelling passend hervorragend zum Setting und die Story ist wirklich schwierig. Leider ist Horror allgemein nicht so mein Thema, aber ich finde den Band dennoch sehr gelungen ^^

2.5

Wer hier einen klassischen Manga ala Junji Ito erwartet, der wird bitter enttäuscht. Vorallem der optische Horror spielt hier eine geringe Rolle, denn das Augenmerk liegt bei der Geschichte. Diese erzählt nämlich die Geschichte eines Mannes, welcher keinen wirklichen Zugang zum Mensch sein findet. Was anfangs nicht ganz spannend ist, wurde für mich recht schnell etwas uninteressant, da es gefühlt stets die gleiche Abfolge gibt. Diese hat es zwar stellenweise in sich, konnte mich aber nicht wirklich begeistern. Wer psychologischen Horror mag, bei dem man sehr intensiv in die Psyche eintaucht ist hier richtig. Wer sich wie ich, an Itos Einfallsreichtum und dem dazu passenden markanten Zeichenstil erfreuen wollte, könnte hier vielleicht enttäuscht werden.

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