Schloß Gripsholm
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Description
Dieses Buch haben sich Liebende seit seinem Erscheinen 1931 immer wieder geschenkt, weil sie in ihm ihre eigene Verliebtheit mit all ihren Torheiten und Verzauberungen erkannten.
Book Information
Author Description
Der am 9. Januar 1890 in Berlin geborene Kurt Tucholsky war einer der bedeutendsten deutschen Satiriker und Gesellschaftskritiker des vorigen Jahrhunderts. Er gewann als radikaler Pazifist und geradezu bestürzend frühzeitiger, prophetischer Warner vor dem militanten deutschen Nationalismus politische Bedeutung. Unter den Pseudonymen Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel und Kaspar Hauser war er fünffacher Mitarbeiter der «Weltbühne», einer Wochenschrift, die er gemeinsam mit Siegfried Jacobsohn und nach dessen Tod mit dem späteren Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky zu einem der aggressivsten und wirksamsten publizistischen Instrumente der Weimarer Republik machte.Nach dem Absturz Deutschlands in die Barbarei nahm er sich am 21. Dezember 1935 in seiner letzten Exilstation Hindås/Schweden das Leben. Er starb im Göteborger Sahlgrenska Sjukhuset. Sein Grab liegt auf dem Friedhof Mariefred-Gripsholm.
Posts
Eine etwas andere Liebesgeschichte
Ein Paar verlebt einen Sommer in Schweden. Viel mehr möchte ich gar nicht vorwegnehmen. Die Story klingt erst einmal etwas dünn, ist aber doch ein recht unterhaltsames Buch für den Sommer. Ich habe mich auf jeden Fall sofort in die warme Jahreszeit zurückversetzt gefühlt. Es kommt öfter vor, dass eine Protagonistin platt spricht, woran man sich erst einmal gewöhnen muss, was aber mit der Zeit immer besser von der Hand geht. Eine nette kleine Geschichte für den Sommer und diejenigen, die sich ebendiesen zurückwünschen.
Schloss Gripsholm - der Klassiker von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1931 - beschreibt in heiter-melancholischem Stil die Sommer-Reise eines (unverheirateten) Paares nach Schweden. Mir hat das Buch gut gefallen: Die leichte Ironie, die vor allem in den Dialogen zu Tage kommt, immer wechselnd zwischen Hochdeutsch und Plattdeutsch, die Andeutung einer Dreiecksbeziehung (für die damalige Zeit doch Recht ungewöhnlich), ein wenig Gesellschaftskritik nett verpackt, und am Ende das ernste Thema, als das Paar mit viel Mut, Witz und Ausdauer ein Mädchen aus den Fängen einer sadistischen Heimleiterin rettet. Ich habe die 1964 im Rowohlt Verlag veröffentlichte Ausgabe gelesen.

Dafür, dass das Buch als lockerleichte Sommerlektüre beschrieben war, hatte es durch den Plott um das Kinderheim mehr Tragik und Ernsthaftigkeit geliefert, als ich erwarte hatte. Das war allerdings das Einzige, was mich bei der Stange gehalten hat. Sonst plätschert das Buch vor sich hin. Die plattdeutschen Anteile haben zwar aufgelockert, aber alles verstanden habe ich nicht. Und oft dachte ich "Gut, dass diese Zeiten vorbei sind", den Gedanken hab ich oft bei Klassikern, vor allem wenn sie von Männern geschrieben wurden. Muss man nicht lesen, finde ich.
Ich hätte nicht gedacht, dass Tucholsky mir so gut gefällt. Schloss Gripsholm ist nicht nur eine leichte Sommer-Reise-Geschichte, sondern auch gesellschaftskritisch mit kleinen Überraschungen. Absolut empfehlenswerter Klassiker. Auch das Hörbuch gesprochen von Uwe Friedrichsen lohnt sich. Uwe Friedrichsen hat den Roman richtig gut vertont.
Tucholskys bekannte Erzählung startet mit einem Briefwechsel zum nächsten Buch zwischen dem Autor selbst und dem Verleger Ernst Rowohlt, der uns wohl allen bekannt ist. Dieser Briefwechsel ist spaßig verfasst und auf diese leichte Art war ich dann eingestellt. Der Herr Rowohlt sagt, „eine heitere Liebesgeschichte“ soll es werden. Doch der Kurt sträubt sich noch, obwohl er doch mehr Kohle verdienen will. Der Erzähler fährt mit seiner Freundin, die er „die Prinzessin“ nennt in den Urlaub. Nach Schweden fahren sie heuer. Die Überfahrt gestaltet sich unspektakulär, die Suche nach einer Unterkunft wird etwas spannender. Schließlich landen sie in einem kleinen Örtchen und beziehen in Schloss Gripsholm ihr Quartier. Nach einiger Zeit kommt das Karlchen zu Besuch und danach kommt dann auch die Billie in die illustre Runde. Im „zweiten Teil“ des Buches retten die beiden dann ein Kind aus den Fängen eines ansässigen Kinderheims. Dann fahren sie wieder heim. Soweit so gut – das war das Buch. Meine Meinung: Cover wunderschön. Schreibstil des Tucholsky großartig. Übersetzung super. Der Start mit den Briefen war lustig, dann wurde es etwas langatmig und die Entwicklung plätscherte so dahin. Doch was die Story nicht ganz pointier bringt, kommt jedenfalls mit der Sprache des Autors daher. Sowohl der Humor vom Karlchen, als auch die beobachtende Beschreibung und die Ironie innerhalb des Werkes sind großartig. Was meinen Humor komplett traf: Man kann den Hintern schminken, wie man will, es wird kein ordentliches Gesicht daraus. (Zitat) Hinzu kommt dann zum Schluss eine Dreiecksbeziehung mit Billie, was ich schon sehr gewagt fand (1930er). Eine unbeschwerte, leicht erzählte "Sommer(liebes)geschichte" – befreit, fröhlich und idyllisch, aber nicht sentimental oder kitschig. Alles in allem eine Kauf- und Leseempfehlung für die Ironie, die Offenheit, das plattdeutsche Geplappere und den Witz en point. Mein liebster war hier definitiv das Karlchen.
Ich hätte das Buch im Sommer lesen sollen, besser noch: Im Sommerurlaub. Ich kann mich nicht erinnern, jemals zuvor ein Buch gelesen zu haben, das so sehr "Sommerurlaub" atmet wie dieses. Es fängt schon mit einem herrlichen fiktiven Briefwechsel zwischen Verleger Rowohlt und Tucholsky an, in dem Rowohlt vorschlägt, eine leichte Sommergeschichte zu schreiben, während Tucholsky Geld herausschinden möchte... und so leicht und heiter - heiter, was für ein Wort, ich hab's schon lange nicht mehr benutzt, aber ein passenderes Wort gibt es in diesem Fall meiner Meinung nach nicht - geht es zunächst weiter. Und während ich das Buch las, wünschte ich mir nach und nach, Teil davon zu sein. Ich sehnte mich nach Schloss Gripsholm, nach Schweden und in die damalige Zeit. Und das, obwohl Schweden sonst wirklich nicht so mein Ding ist - zumal nicht im Sommer! Aber es weckte diese Sehnsucht und mir und was will man als Leser einer solchen Geschichte mehr, als dass einen ein Buch so sehr in seinen Bann zieht, dass man am liebsten Teil davon wäre oder doch zumindest Menschen kennte, die den Protagonisten ein wenig ähneln. Wie auch immer, die Haupthandlung ist im Kern heiter-beschwingt (da ist sie wieder, diese doch eher großmütterliche Wortwahl, die aber so zutreffend ist, dass ich nicht daran denke, davon abzuweichen), während die Nebenhandlung von einem kleinen Mädchen in einem nahegelegenen Kinderheim eine eher düster-traurige Geschichte erzählt. Wie sich beides zusammenfügt und dann eine in der Summe dennoch entspannte und entspannende (Sommer)Geschichte bildet, das hat mir persönlich einfach nur Spaß gemacht.
Klassischer Tucholsky, der durch eloquente Wortwitze, tiefgründige Anspielungen und einer wohlbekannten Heiterkeit ein heiteres und amüsantes Werk darstellt. Schnell hat man die Seiten des Büchleins gelesen und wundert sich einstweilen, ob die angedeuteten/sich entwickelnden Dreiecksliebesbeziehung(en) eine dramatische Wende hervorrufen oder nicht. Lasst euch überraschen. Ein durchweg gelungenes und heiteres -Tucholsky-Werk, ideal für kalte Wintertage.
Ich freute mich auf eine leichte Sommergeschichte, die in Schweden spielt. Leider überzeugte sie mich nicht. Die Handlung war mir zu unklar, die Sätze wirr und von den plattdeutschen Ausdrücken spreche ich gar nicht erst. Der Briefwechsel zu Beginn, zwischen Tucholsky und dem Herrn Rowohlt des gleichnamigen Verlags, war (leider) das Beste. Davon hätte ich gerne mehr gelesen.
"Und ich liebte in ihr einen Teil dieses Landes, das einem so schwer machte, es zu lieben."I can not imagine reading Tucholsky in any other language than German. Of course there's the translatable part of it – the relaxed character dynamics, the carefree feeling of vacation, the love between close friends and between lovers (and how they don't necessarily have to be different things). But there's also the part that's just the German language – or the way Tucholsky uses it, plays with it. Really, nobody does it like him.
Durch Uwe Friedrichsens tolle Art vorzulesen bin ich diesmal richtig gut in die Geschichte eingetaucht. Er erzeugt die genau richtige Stimmung, spielt mit den Dialekten und Sprechweisen und verbreitet -genau wie Tucholsky - ein sommerlich leichtes Vergnügen mit hin und wieder ernsten Gedanken. Man kann auch erstaunt sein wie offenherzig Tucholsky schreibt. Gerade in Stockholm gewesen, kriege ich gleich wieder Sehnsucht nach Schweden. Ich habe tatsächlich ungerne Abschied genommen. Diesmal und so: 4,5 Sterne! Man sollte mehr Tucholsky lesen.
Klassischer Tucholsky, der durch eloquente Wortwitze, tiefgründige Anspielungen und einer wohlbekannten Heiterkeit ein heiteres und amüsantes Werk darstellt. Schnell hat man die Seiten des Büchleins gelesen und wundert sich einstweilen, ob die angedeuteten/sich entwickelnden Dreiecksliebesbeziehung(en) eine dramatische Wende hervorrufen oder nicht. Lasst euch überraschen. Ein durchweg gelungenes und heiteres -Tucholsky-Werk, ideal für kalte Wintertage.
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Dieses Buch haben sich Liebende seit seinem Erscheinen 1931 immer wieder geschenkt, weil sie in ihm ihre eigene Verliebtheit mit all ihren Torheiten und Verzauberungen erkannten.
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Der am 9. Januar 1890 in Berlin geborene Kurt Tucholsky war einer der bedeutendsten deutschen Satiriker und Gesellschaftskritiker des vorigen Jahrhunderts. Er gewann als radikaler Pazifist und geradezu bestürzend frühzeitiger, prophetischer Warner vor dem militanten deutschen Nationalismus politische Bedeutung. Unter den Pseudonymen Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel und Kaspar Hauser war er fünffacher Mitarbeiter der «Weltbühne», einer Wochenschrift, die er gemeinsam mit Siegfried Jacobsohn und nach dessen Tod mit dem späteren Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky zu einem der aggressivsten und wirksamsten publizistischen Instrumente der Weimarer Republik machte.Nach dem Absturz Deutschlands in die Barbarei nahm er sich am 21. Dezember 1935 in seiner letzten Exilstation Hindås/Schweden das Leben. Er starb im Göteborger Sahlgrenska Sjukhuset. Sein Grab liegt auf dem Friedhof Mariefred-Gripsholm.
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Eine etwas andere Liebesgeschichte
Ein Paar verlebt einen Sommer in Schweden. Viel mehr möchte ich gar nicht vorwegnehmen. Die Story klingt erst einmal etwas dünn, ist aber doch ein recht unterhaltsames Buch für den Sommer. Ich habe mich auf jeden Fall sofort in die warme Jahreszeit zurückversetzt gefühlt. Es kommt öfter vor, dass eine Protagonistin platt spricht, woran man sich erst einmal gewöhnen muss, was aber mit der Zeit immer besser von der Hand geht. Eine nette kleine Geschichte für den Sommer und diejenigen, die sich ebendiesen zurückwünschen.
Schloss Gripsholm - der Klassiker von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1931 - beschreibt in heiter-melancholischem Stil die Sommer-Reise eines (unverheirateten) Paares nach Schweden. Mir hat das Buch gut gefallen: Die leichte Ironie, die vor allem in den Dialogen zu Tage kommt, immer wechselnd zwischen Hochdeutsch und Plattdeutsch, die Andeutung einer Dreiecksbeziehung (für die damalige Zeit doch Recht ungewöhnlich), ein wenig Gesellschaftskritik nett verpackt, und am Ende das ernste Thema, als das Paar mit viel Mut, Witz und Ausdauer ein Mädchen aus den Fängen einer sadistischen Heimleiterin rettet. Ich habe die 1964 im Rowohlt Verlag veröffentlichte Ausgabe gelesen.

Dafür, dass das Buch als lockerleichte Sommerlektüre beschrieben war, hatte es durch den Plott um das Kinderheim mehr Tragik und Ernsthaftigkeit geliefert, als ich erwarte hatte. Das war allerdings das Einzige, was mich bei der Stange gehalten hat. Sonst plätschert das Buch vor sich hin. Die plattdeutschen Anteile haben zwar aufgelockert, aber alles verstanden habe ich nicht. Und oft dachte ich "Gut, dass diese Zeiten vorbei sind", den Gedanken hab ich oft bei Klassikern, vor allem wenn sie von Männern geschrieben wurden. Muss man nicht lesen, finde ich.
Ich hätte nicht gedacht, dass Tucholsky mir so gut gefällt. Schloss Gripsholm ist nicht nur eine leichte Sommer-Reise-Geschichte, sondern auch gesellschaftskritisch mit kleinen Überraschungen. Absolut empfehlenswerter Klassiker. Auch das Hörbuch gesprochen von Uwe Friedrichsen lohnt sich. Uwe Friedrichsen hat den Roman richtig gut vertont.
Tucholskys bekannte Erzählung startet mit einem Briefwechsel zum nächsten Buch zwischen dem Autor selbst und dem Verleger Ernst Rowohlt, der uns wohl allen bekannt ist. Dieser Briefwechsel ist spaßig verfasst und auf diese leichte Art war ich dann eingestellt. Der Herr Rowohlt sagt, „eine heitere Liebesgeschichte“ soll es werden. Doch der Kurt sträubt sich noch, obwohl er doch mehr Kohle verdienen will. Der Erzähler fährt mit seiner Freundin, die er „die Prinzessin“ nennt in den Urlaub. Nach Schweden fahren sie heuer. Die Überfahrt gestaltet sich unspektakulär, die Suche nach einer Unterkunft wird etwas spannender. Schließlich landen sie in einem kleinen Örtchen und beziehen in Schloss Gripsholm ihr Quartier. Nach einiger Zeit kommt das Karlchen zu Besuch und danach kommt dann auch die Billie in die illustre Runde. Im „zweiten Teil“ des Buches retten die beiden dann ein Kind aus den Fängen eines ansässigen Kinderheims. Dann fahren sie wieder heim. Soweit so gut – das war das Buch. Meine Meinung: Cover wunderschön. Schreibstil des Tucholsky großartig. Übersetzung super. Der Start mit den Briefen war lustig, dann wurde es etwas langatmig und die Entwicklung plätscherte so dahin. Doch was die Story nicht ganz pointier bringt, kommt jedenfalls mit der Sprache des Autors daher. Sowohl der Humor vom Karlchen, als auch die beobachtende Beschreibung und die Ironie innerhalb des Werkes sind großartig. Was meinen Humor komplett traf: Man kann den Hintern schminken, wie man will, es wird kein ordentliches Gesicht daraus. (Zitat) Hinzu kommt dann zum Schluss eine Dreiecksbeziehung mit Billie, was ich schon sehr gewagt fand (1930er). Eine unbeschwerte, leicht erzählte "Sommer(liebes)geschichte" – befreit, fröhlich und idyllisch, aber nicht sentimental oder kitschig. Alles in allem eine Kauf- und Leseempfehlung für die Ironie, die Offenheit, das plattdeutsche Geplappere und den Witz en point. Mein liebster war hier definitiv das Karlchen.
Ich hätte das Buch im Sommer lesen sollen, besser noch: Im Sommerurlaub. Ich kann mich nicht erinnern, jemals zuvor ein Buch gelesen zu haben, das so sehr "Sommerurlaub" atmet wie dieses. Es fängt schon mit einem herrlichen fiktiven Briefwechsel zwischen Verleger Rowohlt und Tucholsky an, in dem Rowohlt vorschlägt, eine leichte Sommergeschichte zu schreiben, während Tucholsky Geld herausschinden möchte... und so leicht und heiter - heiter, was für ein Wort, ich hab's schon lange nicht mehr benutzt, aber ein passenderes Wort gibt es in diesem Fall meiner Meinung nach nicht - geht es zunächst weiter. Und während ich das Buch las, wünschte ich mir nach und nach, Teil davon zu sein. Ich sehnte mich nach Schloss Gripsholm, nach Schweden und in die damalige Zeit. Und das, obwohl Schweden sonst wirklich nicht so mein Ding ist - zumal nicht im Sommer! Aber es weckte diese Sehnsucht und mir und was will man als Leser einer solchen Geschichte mehr, als dass einen ein Buch so sehr in seinen Bann zieht, dass man am liebsten Teil davon wäre oder doch zumindest Menschen kennte, die den Protagonisten ein wenig ähneln. Wie auch immer, die Haupthandlung ist im Kern heiter-beschwingt (da ist sie wieder, diese doch eher großmütterliche Wortwahl, die aber so zutreffend ist, dass ich nicht daran denke, davon abzuweichen), während die Nebenhandlung von einem kleinen Mädchen in einem nahegelegenen Kinderheim eine eher düster-traurige Geschichte erzählt. Wie sich beides zusammenfügt und dann eine in der Summe dennoch entspannte und entspannende (Sommer)Geschichte bildet, das hat mir persönlich einfach nur Spaß gemacht.
Klassischer Tucholsky, der durch eloquente Wortwitze, tiefgründige Anspielungen und einer wohlbekannten Heiterkeit ein heiteres und amüsantes Werk darstellt. Schnell hat man die Seiten des Büchleins gelesen und wundert sich einstweilen, ob die angedeuteten/sich entwickelnden Dreiecksliebesbeziehung(en) eine dramatische Wende hervorrufen oder nicht. Lasst euch überraschen. Ein durchweg gelungenes und heiteres -Tucholsky-Werk, ideal für kalte Wintertage.
Ich freute mich auf eine leichte Sommergeschichte, die in Schweden spielt. Leider überzeugte sie mich nicht. Die Handlung war mir zu unklar, die Sätze wirr und von den plattdeutschen Ausdrücken spreche ich gar nicht erst. Der Briefwechsel zu Beginn, zwischen Tucholsky und dem Herrn Rowohlt des gleichnamigen Verlags, war (leider) das Beste. Davon hätte ich gerne mehr gelesen.
"Und ich liebte in ihr einen Teil dieses Landes, das einem so schwer machte, es zu lieben."I can not imagine reading Tucholsky in any other language than German. Of course there's the translatable part of it – the relaxed character dynamics, the carefree feeling of vacation, the love between close friends and between lovers (and how they don't necessarily have to be different things). But there's also the part that's just the German language – or the way Tucholsky uses it, plays with it. Really, nobody does it like him.
Durch Uwe Friedrichsens tolle Art vorzulesen bin ich diesmal richtig gut in die Geschichte eingetaucht. Er erzeugt die genau richtige Stimmung, spielt mit den Dialekten und Sprechweisen und verbreitet -genau wie Tucholsky - ein sommerlich leichtes Vergnügen mit hin und wieder ernsten Gedanken. Man kann auch erstaunt sein wie offenherzig Tucholsky schreibt. Gerade in Stockholm gewesen, kriege ich gleich wieder Sehnsucht nach Schweden. Ich habe tatsächlich ungerne Abschied genommen. Diesmal und so: 4,5 Sterne! Man sollte mehr Tucholsky lesen.
Klassischer Tucholsky, der durch eloquente Wortwitze, tiefgründige Anspielungen und einer wohlbekannten Heiterkeit ein heiteres und amüsantes Werk darstellt. Schnell hat man die Seiten des Büchleins gelesen und wundert sich einstweilen, ob die angedeuteten/sich entwickelnden Dreiecksliebesbeziehung(en) eine dramatische Wende hervorrufen oder nicht. Lasst euch überraschen. Ein durchweg gelungenes und heiteres -Tucholsky-Werk, ideal für kalte Wintertage.



















