Dicht
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Description
«Ich fühl mich, als hätte ich alle Gedanken auf einmal.»
Stefanie Sargnagel ist im Internet groß geworden, aber aufgewachsen ist sie auf der Straße. Sex, Drugs and Rock 'n' Roll werden in diesem beinahe klassischen Coming-of-Age-Roman zu Phlegma, Hasch und Schokobons. «Dicht» porträtiert die Rückseite Wiens, eine räudige Welt aus Beisl, Psychiatrie und Bruchbude, bevölkert von größtenteils überaus liebenswerten Antihelden: Das ist lustig, brutal, widerborstig, Literatur.
Für «Iowa» ist Stefanie Sargnagel für den Deutschen Buchpreis 2024 nominiert.
Book Information
Author Description
Stefanie Sargnagel, geboren 1986, studierte in der Akademie der bildenden Künste Wien Malerei, verbrachte aber mehr Zeit bei ihrem Brotjob im Callcenter. Seit 2016 ist sie freie Autorin – und verbringt seitdem mehr Zeit bei ihrem Steuerberater. Im selben Jahr wurde sie beim Bachmann-Wettbewerb mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, weitere Preise folgten. Ihre Bücher Statusmeldungen, Dicht, Iowa und Opernball waren Bestseller.
Posts
Krasse Jugend
Stefanie Sargnagel beschreibt ihre Jugend mit viel Alkohol, Drogenexperimenten und den urbesonderen Persönlichkeiten, die sie kennenlernt bzw. mit denen sie in dieser Zeit befreundet ist. Die Figuren erinnern mich an meine Pubertät, den einen oder anderen Charakter habe ich wiedererkannt. Menschen, die nicht ins System passen. Dazu gehört sie auch selbst. Die konstante Person Michi, um die sich die Gruppe meist in seiner Wohnung schart, mag man einfach und wäre mit ihm selbst gerne um die Häuser gezogen. Der übermäßige Alkoholkonsum im Buch tut mir oft weh. Lesen würde ich das Buch nur dann, wenn einem eine solche Jugend nicht ganz fremd ist.
Herrlich. Ich denke seit dem Beenden immer wieder in österreichischem Dialekt und das als Schwabe🤣 ich kann mir nicht vorstellen wie bei diesem Alkoholkonsum der Erzählerin die Geschichten noch so präsent waren, ich war auf jedenfall gut unterhalten und Michi ist ja wohl ein phänomenaler Mensch gewesen.
Erinnert mich ein bisschen an "Wir Kinder von Bahnhof Zoo" nur mit mehr Leichtigkeit
"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist schwerer (möglicher Weise auch nur in meiner Erinnerung, es ist schon ein paar Jahrzehnte her, dass ich es gelesen habe) Die Leichtigkeit in diesem Buch hat mich etwas gestört. Nichts ist ein Problem: Drogen nehmen - kein Problem, aus der Schule fliegen - kein Problem, als Mädchen alleine in zweifelhafte Bars gehen - kein Problem, Hausfriedensbruch - kein Problem,... Da mein Mann als Wohngruppenbetreuer mit Jugendlichen, die ähnliches erlebt haben, arbeitet, weiß ich, dass manches oft dann doch zum Problem wird. Aber vielleicht bin ich zu spießig.🤔 Sehr gefallen hat mir hingegen die Darstellung der verschiedenen Personen in dieser Autobiographie. Menschen, die normalerweise als gescheitert und als Außenseiter unserer Gesellschaft angesehen werden, werden sehr respektvoll und was finde ich noch viel wichtiger ist als Menschen beschrieben, die durchaus etwas weiterzugeben haben. Michi ist trotz seiner vielen Probleme so etwas wie ein väterlicher Freund, der der Autorin anscheinend Stabilität und Rückenstärkung gegeben hat. Damit steht dieses Buch für Toleranz und Achtsamkeit und ruft dazu auf auf die Ressourcen und nicht auf die Defizite von anderen zu schauen. Dafür verdient das Buch meine 3 Sterne. Und obwohl es mich inhaltlich nicht umgehauen hat, überlege ich weitere Bücher der Autorin zu lesen
In diesem autobiographischen Roman breitet die Autorin ihre durch Alkohol und Drogen verlängerte Pubertät vor dem Leser aus. Inmitten eines Freundeskreises aus Säufern, Lebenskünstlern und Unangepassten, verschrobener und genialer Außenseiter des Wiener Untergrunds sammelt Sargnagel in weiser Voraussicht Menschenstudien für ihre spätere Karriere als Cartoonistin und Autorin. Unbesiegbar und gleichzeitig verloren wie sie meint. Für Leser, die einen Blick auf den Rand der Gesellschaft werfen wollen, interessant.
Stefanie Sargnagel ist ziemlich cool hab ich beschlossen
Ich bin fasziniert davon wie furchtlos sie mit den skurrilsten Menschen Bekanntschaften schloss. Es war für mich manchmal zu viel Alkohol und andere Drogen, aber es sollte ja der Realität entsprechen deshalb lässt sich daran wohl nix ändern. Am Ende des Buches habe ich bemerkt wie leicht es mir fiel, durch Sargnagels Augen Michi in mein Herz zu schließen.
Sie würden mich so finden: Hippiemädchen erwürgt sich im Psilocybin-Rausch versehentlich mit Ethnokette selbst. Ich riss das Ding auseinander, und die Perlen verteilten sich am Boden. […] Mir fiel das Internetcafé am Campingplatz ein. Im Internet fühlte ich mich immer wohl, ich wollte ins Internet. Ich machte mich auf den Weg.
Suff, Schmäh und Schmuddelcharme: Wien in Bestform
„Dicht“ ist wie ein Rausch in Buchform – aber einer, der nicht mit Kopfschmerzen endet, sondern mit einem breiten Grinsen. Stefanie Sargnagel schafft es, den Wiener Schmäh so locker und pointiert auf Papier zu bringen, dass man beim Lesen fast das Gefühl hat, mit ihr in einer verrauchten Beisl-Ecke zu sitzen. Das Buch ist herrlich kurzweilig, voller absurder Beobachtungen und selbstironischer Spitzen, die einfach sitzen. Zwischen Dönerbuden, Spätis und schäbigen Bars entsteht ein liebevoll-schräges Panorama von Wien, das gleichzeitig ehrlich und grotesk ist. Die Stimmung schwankt zwischen anarchischem Humor und melancholischem Charme – genau wie die Stadt selbst. Kurz gesagt: Wer Lust auf einen witzigen Trip durch Wien hat, ohne das Sofa zu verlassen, sollte sich „Dicht“ schnappen.
Description
«Ich fühl mich, als hätte ich alle Gedanken auf einmal.»
Stefanie Sargnagel ist im Internet groß geworden, aber aufgewachsen ist sie auf der Straße. Sex, Drugs and Rock 'n' Roll werden in diesem beinahe klassischen Coming-of-Age-Roman zu Phlegma, Hasch und Schokobons. «Dicht» porträtiert die Rückseite Wiens, eine räudige Welt aus Beisl, Psychiatrie und Bruchbude, bevölkert von größtenteils überaus liebenswerten Antihelden: Das ist lustig, brutal, widerborstig, Literatur.
Für «Iowa» ist Stefanie Sargnagel für den Deutschen Buchpreis 2024 nominiert.
Book Information
Author Description
Stefanie Sargnagel, geboren 1986, studierte in der Akademie der bildenden Künste Wien Malerei, verbrachte aber mehr Zeit bei ihrem Brotjob im Callcenter. Seit 2016 ist sie freie Autorin – und verbringt seitdem mehr Zeit bei ihrem Steuerberater. Im selben Jahr wurde sie beim Bachmann-Wettbewerb mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, weitere Preise folgten. Ihre Bücher Statusmeldungen, Dicht, Iowa und Opernball waren Bestseller.
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Krasse Jugend
Stefanie Sargnagel beschreibt ihre Jugend mit viel Alkohol, Drogenexperimenten und den urbesonderen Persönlichkeiten, die sie kennenlernt bzw. mit denen sie in dieser Zeit befreundet ist. Die Figuren erinnern mich an meine Pubertät, den einen oder anderen Charakter habe ich wiedererkannt. Menschen, die nicht ins System passen. Dazu gehört sie auch selbst. Die konstante Person Michi, um die sich die Gruppe meist in seiner Wohnung schart, mag man einfach und wäre mit ihm selbst gerne um die Häuser gezogen. Der übermäßige Alkoholkonsum im Buch tut mir oft weh. Lesen würde ich das Buch nur dann, wenn einem eine solche Jugend nicht ganz fremd ist.
Herrlich. Ich denke seit dem Beenden immer wieder in österreichischem Dialekt und das als Schwabe🤣 ich kann mir nicht vorstellen wie bei diesem Alkoholkonsum der Erzählerin die Geschichten noch so präsent waren, ich war auf jedenfall gut unterhalten und Michi ist ja wohl ein phänomenaler Mensch gewesen.
Erinnert mich ein bisschen an "Wir Kinder von Bahnhof Zoo" nur mit mehr Leichtigkeit
"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist schwerer (möglicher Weise auch nur in meiner Erinnerung, es ist schon ein paar Jahrzehnte her, dass ich es gelesen habe) Die Leichtigkeit in diesem Buch hat mich etwas gestört. Nichts ist ein Problem: Drogen nehmen - kein Problem, aus der Schule fliegen - kein Problem, als Mädchen alleine in zweifelhafte Bars gehen - kein Problem, Hausfriedensbruch - kein Problem,... Da mein Mann als Wohngruppenbetreuer mit Jugendlichen, die ähnliches erlebt haben, arbeitet, weiß ich, dass manches oft dann doch zum Problem wird. Aber vielleicht bin ich zu spießig.🤔 Sehr gefallen hat mir hingegen die Darstellung der verschiedenen Personen in dieser Autobiographie. Menschen, die normalerweise als gescheitert und als Außenseiter unserer Gesellschaft angesehen werden, werden sehr respektvoll und was finde ich noch viel wichtiger ist als Menschen beschrieben, die durchaus etwas weiterzugeben haben. Michi ist trotz seiner vielen Probleme so etwas wie ein väterlicher Freund, der der Autorin anscheinend Stabilität und Rückenstärkung gegeben hat. Damit steht dieses Buch für Toleranz und Achtsamkeit und ruft dazu auf auf die Ressourcen und nicht auf die Defizite von anderen zu schauen. Dafür verdient das Buch meine 3 Sterne. Und obwohl es mich inhaltlich nicht umgehauen hat, überlege ich weitere Bücher der Autorin zu lesen
In diesem autobiographischen Roman breitet die Autorin ihre durch Alkohol und Drogen verlängerte Pubertät vor dem Leser aus. Inmitten eines Freundeskreises aus Säufern, Lebenskünstlern und Unangepassten, verschrobener und genialer Außenseiter des Wiener Untergrunds sammelt Sargnagel in weiser Voraussicht Menschenstudien für ihre spätere Karriere als Cartoonistin und Autorin. Unbesiegbar und gleichzeitig verloren wie sie meint. Für Leser, die einen Blick auf den Rand der Gesellschaft werfen wollen, interessant.
Stefanie Sargnagel ist ziemlich cool hab ich beschlossen
Ich bin fasziniert davon wie furchtlos sie mit den skurrilsten Menschen Bekanntschaften schloss. Es war für mich manchmal zu viel Alkohol und andere Drogen, aber es sollte ja der Realität entsprechen deshalb lässt sich daran wohl nix ändern. Am Ende des Buches habe ich bemerkt wie leicht es mir fiel, durch Sargnagels Augen Michi in mein Herz zu schließen.
Sie würden mich so finden: Hippiemädchen erwürgt sich im Psilocybin-Rausch versehentlich mit Ethnokette selbst. Ich riss das Ding auseinander, und die Perlen verteilten sich am Boden. […] Mir fiel das Internetcafé am Campingplatz ein. Im Internet fühlte ich mich immer wohl, ich wollte ins Internet. Ich machte mich auf den Weg.
Suff, Schmäh und Schmuddelcharme: Wien in Bestform
„Dicht“ ist wie ein Rausch in Buchform – aber einer, der nicht mit Kopfschmerzen endet, sondern mit einem breiten Grinsen. Stefanie Sargnagel schafft es, den Wiener Schmäh so locker und pointiert auf Papier zu bringen, dass man beim Lesen fast das Gefühl hat, mit ihr in einer verrauchten Beisl-Ecke zu sitzen. Das Buch ist herrlich kurzweilig, voller absurder Beobachtungen und selbstironischer Spitzen, die einfach sitzen. Zwischen Dönerbuden, Spätis und schäbigen Bars entsteht ein liebevoll-schräges Panorama von Wien, das gleichzeitig ehrlich und grotesk ist. Die Stimmung schwankt zwischen anarchischem Humor und melancholischem Charme – genau wie die Stadt selbst. Kurz gesagt: Wer Lust auf einen witzigen Trip durch Wien hat, ohne das Sofa zu verlassen, sollte sich „Dicht“ schnappen.



















